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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-01 · Heft 2553 (1.4.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2553 (1.4.1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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MtkR, SJuWmMOg Metter Moese«Mk«Kg i. suprfr’' iiiif) irrt, äwo Tagesbericht. Sie hebröische Universität. Von Dr. Hans Kohn (Jerusalem' Am 1. April ist es ein Jahr, seit die hebräische Universität «r feierlicher Weise durch Lord Baisour in Anwesenheit zahlreicher Vertreter ausländischer Universitäten eröffnet wurde. 9lber die Vorarbeiten zur Begründung der Universitär reichen viele Jahre zurück und es wird andererseits vieler Jahre bedürfen, bis die Universität, voll ausgebaut, ihren Platz unter den Universitäten der Welt einnehnren wird. Wie all« Erscheinungen der Wirklichkeit war auch die Universität nur ein Gedanke, ein Traum weniger Köpfe. Schon vor 26 Jahren hegte ein kleiner Kreis, oern Chain: Wcizunim, Bertold Feiwel, Lbartin Buber und Tavis Trietsch angehörten, den Wunsch, eine jüdisch« Universität als Mittelpunkt jüdischen Lernens und allgemeiner Bildung für Juden zu begründen, und mlwarf das Programm einer jüdischen Hochschule. Sofort nach Ende der Kriegswirren in Düdpalästina schritt Weizmann an di« Verwirklichung dieses so lange gehegten Planes. ES war bezeichnend, daß die erste ausbauende Tat des Zionismus nach der Dalfour- Deklaration die Grundsteinlegung der hebräischen Universität war. Freilich war es nicht mehr als ein Grundstein, der auf dem Skopusbcrg gelegt wurde und es sollten noch einige Jahre vergchen, bis sich um diesen Grundstein in organischem Wachstum ein wissenschaftliches Institut nach dem anderen bildete und so die Keimzelle der Universität formte. Als erstes Institut entstaud auf Jnitidtive Einsteins und Weizmanns ein Institut für Mikrobiologie und tropische Medizin, zwei Gebiet«, deren Arbeitstätigkeit in engster Weise mit dem Aufbau des Landes und seinem Zivrlisationssortschritt verbunden ist. Daran schloß sich wenig später ein chemisches Institut unter Leitung Professor Fodors. Es soll auf dem galten Gebiete der anorganischen und ovganischen Chemie unter besonderer Berücksichtigung der für Palästina interessanten und wirtschaftlich bedeutenden Probleme Forschungen führen. Es wird in engster Zusammenarbeit mit der Ms vielen Gebieten tätigen landwirtschaftlichen Versuchsstation vorgchen, die bereits seit mehreren Jahren vom Keren Hajessod erhalten und mit seiner Hilfe ausgebaut wird. Durch das chemische Institut soll aber nicht nur die wissenschaftliche Entfaltung der Landwirtschaft gefördert werden, sondern auch die in Palästina bestchmden oder zu gründenden industriellen Unternehmungen sollen durch Beratung und Expertisen gefördert werden. Neben dieses Gebiet der allgemeinen Chemie Katen Wteilungen für Biochemie und solche für beschreibende Naturwissenschaften, wie Fauna, Flora und Geologie Palästinas. Neben dieses naturwissenschaftliche Institut trat dann ein Institut für judaistische Studien. Dieses Institut ist noch nicht vollständig ausgebaut. Noch schien Lehrstühle für jüdische Geschichte, für hebräische Philologie und für Brbeüvissenfchaft. Mer diese Lchrstühle werden wohl im Lause des nächsten Semesters besetzt werden Md das judaistische Institut wird dann mit seinen zwölf Lchrkräften vielleicht die bestausgebaute judaistische Fcckultät werden. All« diese Institute sind vorläufig nicht als eine Lchruniversität gedacht. Es ist ein Fehler vieler Universitätsgrüpdungen gerade im Orient, daß sie von vornherein sich zu hohe Ziele setzen, denen sie keineswegs folgen können und daß dies aus Kosten der Qualität geschieht. Diesen Instituten fehlt gewöhnlich sowchl wissenschaftliche Tradition wie auch die Zahl genügend qualifizierter Lchrkräfte. Die hebräische Universität soll diesem Schicksal entgchen und soll in organischem, natürlichem Wachstum zn einer vorbMichen Lehrstätte werden. Die Materie der verschiedenen Wissenschaften soll zuerst unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse des Landes und seiner Bewohner, sowie der besonderen AusgcEen einer hebräischen Universität methodisch erarbeitet werden und zugleich solle« die geeigneten Lchrkräfte für den zukünftigen Lchrkörper hervngebildet werden. So soll zuerst durch ernste Forschungsarbeit ein hoher Standard wissenschaftlicher Forschung in Palästina geschaffen werden und zugleich ein lebendiger Kontakt zwischen den Problemen des gegenwärtige» Palästina und der jüdischen Tradition hergestelll werden. Neben diesen Instituten verfügt die Universität über eine in stetem Ausbau befindliche Bibliothek und wird in nächster Zeit bereits über zwei neue Institute verfügen, über das Einstein-Institut für Mathematik und Physik, unh über ein Institut für oviewtalische Studien, das von großer Bedeutung Jfir die Stellung der Universität vor dem Orient sein und das feine Bockchmg« bereits in diesem Sommersemester beginnen wird. Die Universität und ihre Institute wachsen mrt einer t» stamllicheu Schnelligkeit nick in wenigen Jahren werden die wichtigsten Institute der Universität voll ausgebaut sein. Die Universität ist eines jener Institute, die von dem großen nationalen Fonds, dem Keren Hajessod, gefördert werden, «nh die nnr ihm die Möglichkeit chrer Entfaltung verdanken, die aber heute in ihrer Existenz bereits gesichert, nicht mchr auf den Keren Hajeffod allein angewiesen sind, sondern durch ihre Existenz , und ihre Jdor selbst werbend wirken und Freunde nicht nur ihrem eigenen Aufbau, sondern auch dem gesamte» nationalen Wecke und dem Keren Hajessod gewinnen. Der Keren Hajeffod hat sich hier tote tw vielen anderen Ge. legenheiten als ein Schrittmacher und Wegchcchner erwiesen. Er hat so dem hchräischen Kultur- und Erzichmvgswrck, dessen Budget er trägt, nicht nur eine Krönung verschafft, sondern auch ein Fundament. von dem aus jener Geist wissenschaftlicher Forschung und kcktureller Belebung in das gan-e hebräische ErzichungSweck auSgehen wird, ohne den dieses Erziehungsweck niemals ein gesundes und trackähiges Fundament besitz« wird, * Aus Anlaß der Jahresfeier der llniversi tatSeröffmmg werd« wir in unserer Ausgabe vom 4. April unter anderem noch fügende Aufsätze publizieren: „Ein Jahr hebräische Universität" taK De. Fvitz LöH«rrK4iu OeWlmH, »Die Rational- Ach , Universitätsbibliothek" von Dr. Hugo Bergmann (Jerusalem), „Das landwirtschaftlicl)« Institut" von Prof. O. Marburg (Tel-Awiw). Die Redaktion. Neue Vevöffentlicfjuttfl der Universität. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: In dem „Bericht über eine Expedition nach Süd-Palästina" von Asolf Reisend erg, Forschungsassistcnten am biochemischen Institut der Hebräischen Unwersitä:, wird über das Vorhandensein von Petroleum südwestlich des Toten Meeres in der Gegend von Kurmrb berichtet. Ter Bericht ist in Hebräisch und Englisch unrer der Redaktion von Prof. A. Fodor, dem Direktor des chemischen Institutes der Hebräischen Universität, veröffentlich: und ist die erste Publikation über die wissenschaftliche Erforschung Palästinas seitens eines Mitarbeiters an den Universitätsinstituten. Eine Uebersich: über die lokalen geologischen Verhältnisse von Doktor L. Picard ist der Arbeit beigegeben; der Bericht bringt die Resultate der Analysen der Asphalt- und Phosphatablagemngen sowie der Bodenanalysen in den Gegenden von Beerscheba und des Toten Meeres. Das Buch ist reich illustriert; unter den Photographien befinden sich Ansichten von Masada, den letzten jüdischen Befestigungen zum Widerstand gegen die Belagerung von Bespasian. Eine andere Ausnahme zeigt die Ucberreste des Römerlagers von'Tims im Felsen. „Fudensiaatsdrojelle in den Fahren 177« bis IM." (Ein Vortrag von Dr. N. M. Gelber.) Im Rahmen der Vorträge des Zionistischen Landeskomiteks sprach letzten Dienstag Herr Dr. N. M. Gelber über Jndenstaatsprojckte in den Jahren 1770 bis 1810. Eingangs seines Vortrages skizzierte der Referent die Jodenstaatsbestrebungen in der Galuch bis zum 17. Jahrhundert. Sodann besprach er das Judenstaats- Projckt eines „Mannes vom Stande", der dem Jniticuor der Haskalahbewegung, Moses Mendelsohn, einen Plan zur Wiedecherstellung der politischen und staatlichen Selbständigkeit der Inden in Palästina unterbreitete. Wenn auch dieses Projekt unbekannt geblieben ist, so kcnrn man doch aus der Antwort Mendelsohns dessen Grundzüge rekonstruieren. Besonders charakteristisch ist die Ansicht Mendelsohus, daß die Frage eines Judenstaates nur nach einem Weltkrieg gelöst werden kann. Ein viel interessanteres Projekt wuchte im Jahre 1781 in Livorno auf, wo deutsche Dffi'jiete der damaligen jüdischen Gemeinde von Livorno den Antrag unterbreiteten, gegen Erlag einer größeren Geldsumme vom damaligen bekannten Bandenjiührer Ali Bei, der durch einen geschickt geff'chrren Guerillakrieg Rußland in seinem »Kampfe gegen di- Türkei unterstützte, den von ihm bereits eroberten Landstrich von Palästina, Jerusalem inbegriffen,, losMcmfen. Die Führer der Mischen Gemeinde von Livorno nahmen diesen Plan mrt Begeisterung aus artb richteten sogar einen Ausruf an die Judengemeinden von Holland und England, mit dem Ersuchen, sich mit einem bestimmten Geldbetrag an diesem Unternchmen zu beteiligen. Sie begannen bereits Verhandlungen mit einzelnen Hosen. Der jähe Tob Wi Beis aber machte allen diesen Verhandlungen ein Ende. Nicht minder interessant fft mufj das Judenstaatspcojckt des Fürsten von Ligne, der im Jahre 1797 eine äußerst geistreiche Denkschrift über die Juden verfaßt hat, die er im Jahre 1800. seiner Freundin, Baronin Grotthus, einer Tochter des bekann:en Berliner Mischen Bankiers Mayer, mit dem Bsmecken überreichte, daß er die Lösung der Judensrage durch Schaffung eines jüdischen Staates in Palästina als einzig Zweckentsprechend erachte. In seiner Denkschrift glaubt er, daß die Juden durch ihre Wieder* besiedlung Palästinas nicht nur der Menschheit, sondern insbesondere der Dückei große Vorteile bieten könnten, weil sie durch ihre europäische Schulung dem türkischen Staatswesen neue schöpferische Kräfte zuführen würden. Mit einer geradezu romantischen Begeisterung entwirft de Ligne ein Biild des zukünftigen Jrrdenstaates in Palästina unter tückischem Schutz. Fast um dieselbe Zeit, als de Ligne, der konsequenteste Gegner Napoleons, mit der oben geschilderten Lösungsart der Juden frage auftrat, hatte der junge General Bonaparte während seines ägyptischen Feldzuges, der nichts anderes als die Vernichtung der englischen Woltmachtposition zum Zwecke hatte, ebenfalls die Gründung eines Judenstaates m Palästina in seine politischen Kombinationen gezogen. Auf Grund sehr spärlicher Meldungen des damaligen offiziellen französischen Organs „Moniteur" wissen wir, daß Napoleon im Jahre 1799 an die Juden in Syrien und Palästina einen Ausruf erlassen hat, in dem er sie aufforderte, sich ,gnrter feine Fcchnen zu begeben, um Jerusalem, die alte Hauptstadt, wieder herzustellen". Welche Schritte und Maßnahmen ansonsten Bonaparte ergriffen hat, ist uns leider mangels entsprechender historischer Quellen unbekannt. Einer ausführlichen Besprechung unterzog der Referent den Versuch des amerikanischen Juden Immanuel Noch, der im Jchre 1886 an die gesamte Judenheit einen Ausruf erlassen hat, seinen Plan, in New-Jsland einen Jldenstaat 51t gründen, zu unterstützen. Im Februar 1836 crfotcftc^ auch die feierliche Eröffnung seines Judenftaates in Buffalo, die'mit äußerst glanzvollem.militärischen Pomp installiert wurde. Noch mußte aber die bittersten Enttäuschungen erleben, da die Judenschast aus seine Ausfovderung nicht reagierte, ja die von ihm bestellten Vertreter, der Pariser OberraSbiner de Cologna und der Londoner Oberrabbiner Herschel, bezeichneten ihn in den von ihnen veröffentlichten Dementis kleinen Gotteslästerer. Erst um das Jchr 1844 richtete Noch an die christlichen Amerikaner einen neuerlichen Appell, entsprechende Schritte oinzuleiten, um eine „Restauration of the Jews" m Palästina zu ermöglichen. Redner bespricht dann noch den Judenstaat des DckrbristenführerS Pestel sowie die von einem Leipziger Kaufmann eingeleitete politische Mion eines sich bereits als König von Jerusalem strähnenden Sebastius Justus Gamaliel des Ersten (1632—1838). Mit einer kurzen Schilderung des Judenstaatsplanes deS Rodenbevger Juden Behvend und des späteren bekannten Mischen Gelehrten und Bibliographen Moritz Steiuschu-eider schloß .Herr Dr. Gelber seme KchützumM. Sas Recht der jüdischen Fügend. Von Dr. Isidor Klaber, Vorstandsmitglied der Wiener! Kultusgemeinde. In den letzten Tagen sind mir anläßlich der Budgetberatung des Vorstandes der Kultusgemeinde eine Anzahl von Zustimmungen nicht bloß aus den Reihen der zionistischen Jugendgruppen, sondern auch von Mit- > gliedern der Jugendgruppe der Agndah und auch von Herren der Union österreichischer Juden zngekommen. Dies veranlaßt mich, in Kürze die Wünsche der Jugend j zu veröffentlichen. Trotzdem behauptet wird, daß unsere; Forderungen ein Politikum sind, sehen wir alle Männer, , die nicht ein Stchenbleiben, das heißt Rückschritt auf denl Gebiete der Erziehung des jungen Juden wünschen, ähnliches verlangen. Da der Religionsunterricht, selbst gute Qualifikation? des Lehrers vorausgesetzt, unmöglich jungen Mencheu Hebräisch, jüdische Geschichte, Liturgie und Sittenlehre nur annähernd mit Erfolg vermitteln kann, ist es seit langem die Forderung der zionistischen Partei, jiidische Schulen zu schaffen, die bestehenden wären entsprechend» niateriell zu sichern, unmoderne Lehrer zu entfernen. Als Musterbeispiel aus unser jüdisches Realgymnas i u m zu verweisen, ist wohl kcucm nötig, dessen Leitung gezeigt hat, wie man in Wien trotz mancher Schwierigkeit eine moderne jüdische Schule führen und ausb-auen kann. Nicht alle jüdischen Kinder können aber in die jüdischen Schulen, die am Sabbat und jüdischen Feiertagen keinen Unterricht haben (ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Erziehung), Aufnahme finden. Es muß also die Ergänzung des Religionsunterrichtes geschaffen werden; dies ist ohne große Kosten möglich, wenn nicht führende Männer gegen jede Aenderung wären. Die schlecht geführten Bibelschulen nnrßten entsprechend verbessert werden, h ebräische Sprachschulen nicht bloß gefördert, sondern in allen -Bezirken errichtet werden, da wir sehen, daß die Kinder mit viel Freude diesem Sprachunterricht folgen. Die Lehrer müßten Lehrspaziergänge unternehmen, in das jüdische Museum, Friedhof, in'die Seegasse, eventuell auf Straßen und Plätze, die für die Geschichte der Juden Wiens von Bedeutung waren, Hinweisen und ähnliches. Es ist eine Lichtbilderzentrale vom Schulamt der Kultusgcmeinde zu schaffen und die Lehrer müßten eine Reihe von Bilderserien alljährlich den Schulkindern vorführen. (Bilder aus der Vergangenheit, aber auch aus der Gegenwart, vor allem die Aufbauarbeit in Erez Israel). Es ist richtig, daß eine ganz kleine Zahl von Lehrern selbständig in diesem Simre wirkt, es ist aber Pflicht der Gemeinde, diese Arbeit entsprechend zu regeln und die anderen Lehrer dazu zu veranlassen, in ählllichcr Weise zu arbeiten. Der Jugendgottesdienst wird nur daicn seinen Zweck erfüllen, wenn die Kinder vorbereitet in das Gotteshaus kommen und nicht gezwungen, ohne Jntereffe. Für kleinere Kreise käme vor allen: der Jugertdgottesdienst, wie ihn Herr Lehrer Müller eingeführt hat, in Betracht. In einem kleinen Bethaus versehen alle Funktionen die größeren Schüler selbst, lesen sogar aus der Thora tadellos vor. Warum soll diese Art von Jugendgottesdienst nur von einem Lehrer durchgeführt werden können? Die Mittelschüler find m Fachgruppen, respektive Schulgemeinden mit Bibliotheken zu organisieren. Ich erinnere an diese Einrichtung, die bereits vor dem Kriege bestanden hat. Bei entsprechender Leitrurg werden die jungen Menschen mit Freude sich mit jüdischen Problemen befassen. Aber artßer den Schulen, in denen recht und schlecht durch die Lehrer noch einiges vom Judentum den Schülern mitgeteilt wird, gibt es Schüler, die auch diesen Unterricht entbehren, das sind die Handelsschüler und Fachschüler. Der Versuch, diese jungen Jttden cmßerhalb der Schule in Jugendgruppen zu sammeln, muß unternommen werden. Die bestehenden Orgarusationen tnüßten entsprechend unterstützt werden. Alle jüdischen Jugendgruppen müßten iw Schulamt der Kultusgemeinde eine Vertretung ihrer Interessen finden. Vor allem auch die Erivirkmtg von Begünstigungen bei Eisenbahnen für ihre Wanderungen beispielsweise, das Bereitstellen von Spielplätzen und anderes. Wer denn, tvenn nicht die Vertretung der Judenschast, die Kultusgemeinde, hätte diese Pflicht? Man entgegne mir nicht, in der Fürsorge tvird all dies besorgt, die Zentralstelle firtdet die Jugendgruppen immer — zur Zeit des Sammeltages. Die Jugendlichen werden gewiß diese Arbeit für die armen Blinden, Tauben, Waisen, Kranken und Alten gerne machen, aber sie haben ein Recht, daß ihre eigene Arbeit beachtet, gefördert rmd nicht etwa durch Jntereffelosigkeit gehemmt werde. Der Unterricht der Lehrling die Berrvfsberatung und manches andere mäßen mit den hiezu berufenen Fachleuten beraten werden und wenn wir in Wien auch viel Gutes schaffen, so fehlt doch die einheitliche Richtung nrrd die entsprechende Zentralisierung. ES wäre denkbar, bezirksweise die Kulturvereine, Elternvereine «d andere Jugendfürsorgeinstitutionen zu vereinen, wenn die Knltnsgemeinde selbst als Initiator aufträte. Es muß nicht erst betont werden, daß, wenn wir Menschen für die Kulturarbeit gewönne» haben, es leichter sein wirdz Mensche für die rer»»!, charitative Arbeit zu finden. Heute spricht man leider! immv tm der RomMqM das ALtsgmch günckt, tagy

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