Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2553 (1.4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Se tte 2 Wiener Morftenzelkmik Nr. SBij. Sie ~ " ' "' : m Erfurt. Sie Wirk««« der völkischen Mordprovagandn. We^en vor frivolen Schäildung des alten israelitischen Friedhofes ist, lvie gemeldet, am Dicnsiag vom Großen Schösscngericht in Erfurt gegen die Will n gb ü n d le r Bankbeainier Robert Bartholomä und Hatidlnngsgchilfe Walter Land in auf je zweieinhalb Jahre Gefängnis nnd dreijährigen Berittst der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt worden. Der dritte Mittäter, der Wikingbündler Kurt Leiden st n ck e r, wurde, weil er als nlinder schuldig angesehen tvnrde, zn anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Verlaus nnd das Ergebnis der Haiipwechandlnng gegen die rechtsradikalen Friedhossschänder sind für die antisemitifche H c HP rop a g a n d a, die in den letzten Jahren mit nnerhörter Dreistigkeit nnd Roheit immer wieder hewortrcten konnte, eine Blogstellimg gcavesen, wie sie diese Boivegung in so eindemiger Weise bisher selten ersahren hat. Halben doch die die: Wikingb-iindler ans der Anklagebank selbst ausdrücklich betont, durch die Lektüre antisemitischer unb völkischer Zeitungen und Broschüren zu jener fanatischen, haßersülcken Einstellung gegen die Inden gebracht tvordeie zu sein, ans der dann schließlich der Plan zn jener gemeinen Tai entstanden sei. Anscheinend hat ans diese Leute die Wahrnehmung, daß nun offizielle rechtsradikale Ltellen bei der allgemeinen Empörung, die das gemeine Verbrochen ansgelöst hat, sie abz-nschniteln versuchen, schon ernüchternd gewirkt. Lie erklärten einhellig, daß sie die Gemeinheit der von ihnen begangenen Friodhofsschändung einsähen und ihre Tat bereuen. Das aktuelle Geschehnis, die nächtliche Frie-Hossverwiistung, haben sie allerdings in einer Weise ans sich genommen, die vom (Gerichtshof a l s e i n offene s G e st ä n d n : s beiwertet worden ist. Lollren sie wirklich ein solches abgelegt haben? Mit den ersten Andeutungen, die Bartholomä, der älteste von ihnen, nach ferner Berhastnng bei der polizeilichen Bernchmung gemacht hat, daß sie zit dem Anschlag verleitet worden seien, können die ausfällig übereinstimmenden Bekenntnisse der drei Verbrecher eigentlich kaum ganz in Einklang gebracht werden. Dieser Prozeß hat a!w über Hintermänner nnd Anstifter Anhaltspunkte nicht erbracht. Desto klarer aber ist die indirekte Mi Wirkung und ge i st i g e M i t s ch n l d v ö l k i s 5) c r G e i st e sv e r w i r r n n g an dem Berbrecherr jener verblendeten Fanatiker erwiesen. Bartholomä, der seit vier Jahren dem W i k - n ab n n d, der Fortsetzung der Organisation Consnl, angehörte, ein offensichtlich recht verschlagener M.m'ch, macht über d'e Entstchnng des Anschlages gegen den alten Friedhof, der nur zwischen ihm nnd seinen beiden Kumpanen ansgehecki worden sei, nähere Angaben. Man habe mit der Umlegung der Grabdenkmäler das lebende Judentum schädigen nnd trefärn wollen. Bei sicher Behauplnng bleiin er auch, als der Gerichtsvorsitzendr daraus hinweist, daß doch seit 40 bis 50 Jahren ans dem alten israeliti'chen Friedhof in Ersnri niemand mehr begraben morden sei. Lchon acht Tage vor der Tat habe man das Projekt erwogen. In der Aach: vom 13. znm 14. März habe man zunächst verschiedene Lokale besucht rrnd sich dann in die Wohnung des abwesenden Willngsi'chrers W ustin a >r n begeben, zn der Bartholomä den Lchliüssel besaß, und Hain': dort Windjacken angezogen, am bei der irnfanberen Arbeit die Kleider nicht zn beschmutzen. Nach einigem Zögern gab Bartlwlaniä auch jn, in jener Nacht Da m ensch » he lrenützt zu halxm, angeblich, um seine eigenen Stiefel zrt schonen, in Wahrheit wohl, wie vom Gerichisl)os Al treffend bemerkt wurde, um die Fußspur unkenntlich zil machen. Die Feststellung, das; man die Grabsteine nur habe umlegen und nicht etwa zertrümmern wollen, wurde vom Greichtshos mit sichtlicher Lkepsis ansgenomuien. Landien erklärte, durch di e A r i i f c'[ der vvIkis ch e n Z e itnirgen seien er nnd seine Kameraden gegen das Jndennim nnd seine schädliche Alach: im Ltaale scharsgemacht worden. Wenn man jung sei, so sage man sich in seinem Ungestüm, es müsse einmal etwas geschehen. To sei man zn dem Projekt gegen der; Friedhof gekommen. Wohl habe er selbst bei sich gedachl, daß es doch eine Gemeinheit sei, Grabdenkmäler anzutasten, indessen habe ihn der Gedanke beruhigt, daß doch auch linksstehende Leute verschiedentlich nationale Denkmäler beschädigt hätten. Der Angeklagte Teidenstücker bestrick, bei der Beschlußfassung über den Plan beteiligt gewesen zn sein. Die beiden anderen Angeklagten hätten ihn, den jüngsten, ent am Tage der Tat zur Mitwirkung gewonnen. Die beiden Kameraden hätten unter anderem davon gesprochen, daß sie das Ehrenzeichen der Brigade Ehrhardt erhalten könnte;:. Erst dadurch habe er sich zur Teilnahme an renk Perbrechen verkeilen lassen. -Oberstaatsanwalt Dr. Eiteldinger geißelte m seinem Piaidoyer das Verbrechen der drei Wikingbündler m schonungsloser Wesse. Es handle sich um eine Freveltat, die nicht nnr in Tent'chlaird, sondern weit über seine Grenzen hinaus Aufsehen erregt nnd auch das deutsche Ansehen im Ausland geschädigt habe. (Ein anständiger 'Mensch, gleichviel, welcher Parreiricht-nng, könne ein solches Perbrechen irgendwie billigen. Es Me dafür weder eine plausible Erklärung, noch einen Entschnldignngsgrnnh. Zn bedauern sei, baß für eine solche Tat nckberr der Gesängnisstrafe n i ch t mehr eine Pr ü g e l st r a s e verhängt we wen könite. Landien und Bartholomä, wr eigentlichen Rädelsführer, denen bei ihrem bekannten Einbruch nick Erfurter Polizeipräsidium neben der breimonati-gen Gefängnisstrafe Bewährungsfrist zngebillig! worden sei, hätten mit ihrem Verhalten die Milde des Gerichts in schnödester Weise mißbraucht. Der Strafantrag lautere ans je drei Jahre Gefängnis für Landierr und Bartholomä und fünf Jahre Ehrverlust, ans zwei Jahre Gefängnis und ffukf Jahre Ehrverlust für Teidenstück.'r, der mich vom Oberstaatsanwalt nnr als Berstihrtcr anzgcschen nnudr'. Wien, Donner5tag Weizmann mb GiMer. -/.Wie n. 1. April. Weizmann ist üi Palästina ringet rossen. In Jernsril<Ni lvnrden cI>ch i>ic luiciuiejcit Verchnnö! ungen «des ans Damaskus angekoinnlenen Oderkomnüssärs Jonvenel mit Lord Plnmcr in den Vorsiadien beendigt. Es ist bekannt getvorden, daß sic sich auf die Ordnung der Grenzverhältnisje im Norden nnd im Nordosten Palästinas bezogen. Die Verhältnisse, die zurzeit in Syrien herrschen, geben dieser Grenzfrazge einen militärpolitischen Charakter. Es soll Vorsorge getroffen werden, daß der Brand, nicht übergreift. Es ^st klar, daß beide Mächte das gleiche Interesse air dieser Frage haben; Frankreich dürfte in den nächsten -ragen die entscheidenden Operationen znr Säuberung der Gebirgsgegenden nnd znm Schutze der (Hauptstadt und der Eisenbahn einleiten. England will zur Lokalisierung bci- Die Ruhe in Palästina wurde zwar nirgends gestört und Lord Pluiner l>ü ja sein Ehrenwort gegeben, daß dies auch in der narbsten Zukunft nicht geschehen wird. Aber es ist Vorsicht geboren. ^Die Sympathien der Araber für die Aufständischen in Syrien müssen sorgfältig kontrolliert nnd alle Maßrrahmen getrosten werden, um einer Gefahr für die öffentliche Ordnung vorznbengen. Diese Situation würde der Palästinaregiertlug die Pflicht auferlegen, jeden falschen Schritt zu vermeiden, der in ihrem AdntinistrationÄereich Unruhe zu erzeugen geeignet wäre. Aber just diesen Zeitpunkt hat die Verkvaltung benützt, um die jüdische Bevölkerung zn beleidigen. Tie englische Verwaltungsbehörde hat sich für die Ausübung des Mandates eine höchst sonderbare Definition ihm Stellung nnd der Stellung der Juden gebildet. In dem Lande, das die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes gemäß dem Aufträge des Völkerbundes werden muß, führt nie Regierung des Lord Plnmcr urplötzlich, ohne jede ernste Veranlassung, das Schutzsudentunl ein. Sie schließt die Juden ans dcin Tichernngsdienst aus. Die ans Arabern nnd Juden lwsichende Gendarmerie wird in ein Grenzkorps nmgewaudclt, in Eas die jüdischen Mannschaften nicht ausgenommen weiden. Sie können ni.r mehr in der Polizei Verwendung finden. Im englischen Unterhaus, in dem ein Mitglied der Arbeiterpartei vor emigen Wochen diese Frage zum Gegenstand einer Jl'.terpellaüon machte, erklärte der Kolonralminisrer, ihm sei nichts darüber bekannt und er erwarte den Bericht des Oberkommissärs. Das würde »lso besagen, daß die Jcrusalenier Stellen ans eigen er Initiative gehandelt hätten. Wenn man bedenk:, wie streng und zentralistisch die englischem Instruktionen in kolonialen Tinzaett gefaßt zu sein Pflegen, so muß diese Auskunft verwunderlich erscheinen. Sie wird aber noch erstaunlicher, da doch Palästina kein Kolonialgebiet, sondern ein unter dem Schutze und der Kontrolle des Völkerbundes stehendes Bcandatsland ist. Ist der von der englischen.,Regierung ernannte Oberkommissär befugt, Verfügungen .zu treffen, olzne staß seine Regierung den Partner, die im Mandat anerkannte jüdische Vertretung, von ihrem Sinn und Inhalt in Kenntnis fetzi? Schon die Ernennung des Oberkommissärs war ohne Befragen, ja auch ohne die bloße Verständigung der Zionistischen Exekutive, die doch mit der jüdischen Vertretung vom Völlerbnnd betraut ist, erfolgt. Sie wußte jetzt nichts von der Neuorganisierung der militärischen Kräfte. Aber selbst lvenn der formale Weg, der eiugeschlagen wurde, der richtige wäre, so hätte doch die einfache politische Erwägung es verbieten müssen, den Teil der Bevölkerung, der die materiellen Lallen trägt, ohne dessen Arbeit Palästina ein wüster, sonnenheißer, sumpfiger Fleck Erde wäre, in so trauriger Weise zu brüskieren. Die uns vorliegenden Berichte aus Palästina zeigen dir tiefe Erregung, von der die jüdische Bevölkerung ersaßt worden ist, die unter dem unmittelbaren Eindruck der Maßnahnw. der Verwaltung steht. Alle Proteste sind wirkungslos geblieben und in Palästina, dem Zentralpunkt der jüdischen ausbauenden Arbeit, soll das Judentum. in ein politisches Ghetto gesteckt werden. Etwas anderes ist ja der Ausschluß aus der Schutztruppe nicht. Sie wird aus Arabern und Tscherkessen .gebildet und so das Prinzip der lz)leichberech::gung der Juden dnrchbrochen. Aus dieser Sachlage kann nur das nationalistische Element der Araber Nutzen ziehen, dem die englische Negierung sich gefällig zeigt. Sie legt die Balfour-Deklaration auf die Spitze arabischer Bajonette. Das mag ihr von einer falschen poliüschen Rechnung nahegelcgt worden sein. Aber diese Deklaration ist nicht urehr englisches Eigentum. Sie ist vom Völkerbund ausgenommen worden und auch in den Besitz des jüdischen Volkes übergegangen. Wir zweifeln nicht, daß 'Präsident Weizmann die sich ergebenden Folgerungen dem Obcrkomnrissär vorlegen und in weiterer Folge die notwendigen Anträge an die Junisession der Mandatskommission stellen wird. Dies wird um so nötiger sein, als die für das Dcandat, seine Ausführung und' Beaufsichtigung inaßgebenden Instanzen die Existenz des Zionismus und seiner vom Völkerbund ratifizierten Ansprüche völlig zu vergessen scheinen. Immer und inimer wieder zeigt sich das Bestreben, den Sinn des Mandates zu verwässern nnb den Zionismus beiseite zu schieben. Es muß gefragt werden, was die Zionistische Exekutive zu tun gedenkt, um ihre politische Aktivität auf das notwendige Maß zu steigern und den feindlichen Tenderrzen überall dort entocgenzuireten, wo sie sich zei.qen. Beiseite geschoben wird nur »er, der sich beiseite schieben läßt. TwNsjördMien UAÄ Palästina. Girr Gespräch mit dem Gmir Abdallwy. Ein Milarbeiter K's in Syrien crßtzcmmdcn „Muttabas" ihaNc in A m a n eine Nnt.crredung mit dem E m i r A £> daIlah. Der Berichterstatter fragte den Emir zunächst über den hsutigen Stand der BcZiehungen zwischen der transjordanische n N e g i e r u n g und I b n S a n d und ob es sich bestätig?, daß J'bn Sand bereits einen unt.er;«ichneten Vertrag in Händen habe und was der Inhalt dieses Altkommens sei. Die Antwort des Emirs lautet: Der Vertrag, durch tvelchen die Grenzen züvischen Nedschi) nnd Transjordanien geregelt werden, wurde namens der transjors)anischen Regierung von Sir C l a y r o n unterzeichnet. Dieses Abkommen wird auch in vollem Nrnfang verwirklicht tverdeu, da wir jeden unnützen Streit vermeiden wollen. Wir hoffen, daß die neuen Bezichnngen zwischen den Negierungen Nckdschd und Transjordanren für beiö-e Teile gute Früchte zeitigen iverden, wenn die Bevölk-erung von Nedschd sich mit derselben Genauigkeit an die Vertragstbestimmnngen halten wird, wie es von seiten Transjordanieus bestimmt der Fall sein wird. Nun stellte der Berichterstatter an den Emir die Aewifsensfrage: „Wie steht cs in Wa^hvheit um die zwischen den Negierungen von P a l ä st i n a u n.d T r a rr sjor danken bestehenden Verbindungen?" Ter Emir antwortete kurz: „Es hat sich gegen früher n i ch t s g e ä n d e r t." Der Berichterstatter prang weiter in den Emir: „Jn letzter 'Zeit sind Gerüchte über einen Aufstand in Umlauft der in Emek Mosch eh, vas zn Transjordanien gehörig gilt, infolge des Einbruches der W a h a b i t e n ausgebrochen sei. Beruht dieses Gerücht auf Wahrheit und worauf ist dieser Aufstand znrückzufi'chren?" Ter Emir erwiderte: „Es ist unwahr, daß dort im Zitsammenhang mit dein Eintresftn der Wahabiten ein AnfstanH ansgeörocheu sei. Lokale Unruhen wurden itoch am Tage des Ausbruches unterdrückt." Aus die Frage, welcher Art der Einfluß Englands ans die Führung der Angelegenheiten in Transjordanien seien, erwiderte vcr Emir, daß sich auch hierin nichts geändert habe. Tir Gilbert E l a y t o n, der das Abkommen mit Nedschd unter fertigt hat, wurde von mir mit dieser Mission betraut. Eine Besorgnis, daß die Wähabitcm, die bis an die Grenzen Transjordaniens herangerückt sind, in Transjordani.m einfallen könnten, besteht nicht. Im weiteren Verlaus.' der Unlerrevang erklärte Einir Abdaltckh, daß ihm tt i ch t s d a v o u b e l a u u t sei, daß an Stelle der ans dent Heere ln TranSjo-rdanian en-tlasstir.'n "Araber T s ch e r k e s s c n n n d T -n r k o m a neu ansgenommcn werden und daß die Absicht bestünde, ans diesen e ine eigene F o r m a t i o n zu blldeit, in welche Araber keine Aufnahme finden. Bor einer Regierungskrise irr 8«goslMre?r. Belgrad, 31. März. (Tsch-.'ch. PrezftAürr.) .Hcnitc fand ein mchrstüiwiger Mbnsterrat statt. Nnürrlchtsminister Stephan Nadic stcllw die Forderung, daß die Tüipschtina bereits am 8. April nnd nicht, wie gestern beschlossen Umwe, am 0. Mai ihre Tätigkeit anfnehmen solle. Ministerpräsident Pa si c lehnte diese Forderung ab uno begab sich nnr 6 Uhr Abends ins Palais. Uni 1 Uhr abends wurde auch Nadir vom König in Arwi'enz >.'mpfan>zen. Nach der Audienz erklärte llkavie, daß der Sknpschtim am 8. April k>:e Gesctzcsvorlage über den zwischen JaiyoMwien und Oesterreich abgeschlossenen Handelsvertrag zur Erledigung vorgelegt werden soll, weil dieser Vertrag den tlmrtschaftiichen Kroixar JiNtzeN bringim Werve. Ministerpräsident P a s i e hat iKa'oic eine Frist bis morgen 10 Uhr. vormittags zur Znrückziehwlg der Forderung des vorzeitigen Zusamrneutrittes der Sknpschtina gestellt. Nadic erklärte jedoch bereits heute abends, daß er diese Forderung nicht zurückziehmr werde nnd daß er nnd die kroatisckgen Minister, falls die Forderrmg morgen nicht angenonnnen werde, ihre Demission Anreichen werden. Da amh Ministerpräsident Pasic. nicht gewillt ist, die Forderung Neidie' zn erfüllen, wird morgen der A u s b r n ch e i n c-r Ministerkrise erwartet. Ir. Ramel wieder kn Me«. Bundeskanzler Dr. Ramek ist gestern früh wls Prass m Wien eingetroffen und hat im Lauft des Tages die Fichrung seiner Amtsgeschäfte wieder übernommen. * Die Sterblichkeit in Wien. Jin Februar sind in Wien cktöö Pcasanen, da>von 1l8 Fremde, gestorben. Gegenülbea' bem Aionat Februar des vergangenen Jahres ist die Zahl der Tabesfälle mu 113 g e ft lege n. Dsi größte Zahl der Todesursachen entfiel wieder ans die Krankheiten der Kreislailsorgane mit TI.5 Prozent aller Slerbesälle. Die zweithänsigste Todesursache „waren TlckeEilose und Slrophulose nüt 16,3 Prozent, >di.c. dürbchänfigsre die .tkrarrkheiten der Alimnvgsorgcme mit 12,Z Prozent. Im erwerbssähiWn Alter standen 63,6 Prozent alter Verstorbenen, im Tänglingsalter 7,0 Prozent, im Kleinkmderatter 10 Prozent, int Schnlalier 1,3 Prozent mtö im Greife »Mer 35 Prvzeack. 4329