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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-31 · Heft 2552 (31.3.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2552 (31.3.1926)
Date
1926-03-31
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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©ittt, Mittwoch Wiener Moraenzelttmst A. Marz 1926 Teil» 7 lossteche«. Dr. Reitmann war jcvoch ans der Hut. hatte daS Hanögelenk des Angreifers umfaßt und nun entwickele sich Mischen den beiden ein förmlicher Ringkampf, in dessen Ber.aus Lerch drei Schnitt« gegen das Gesicht Dr. Reilmanns sichren tonnte. Schließlich konnte sich der Arzt des Mannes erwehren, und ihm das Messer entwinden. Lerch ergriff die Flucht, wurde ans der Straße festgenommen. Bei der Cinvemahme stellte er in Abrede, die Absicht gehabt Kl Hachen, den Arzt zu töten und erklärte, daß er selbst nicht wisse, wie es zur Toi gekommen sei. Er hätte das Messer in der Absicht von daheim mitgenommen, um es schleifen zu lassen. Im Ordinations-;i«mner habe ihn ein unerklärliches Etwas zur Tat gezwungen. Auch Dr. Reitmann gab an, daß er nicht glaube, daß Lerch eine Mord> absicht gehabt habe. Alle drei Der etzungen Dr. Reitmanns sind als leicht zu bezeichnen. Lerch ivnrbe der psychiatrischen Station übergeben. Wien, 31. März. . * Das Wetter. Die abnormal schwule Temperatur hielt auch gqtern an. Die BorauLsage lautet: Vorwiegend trüb, zeitweise NieberWäge, Abkühlung. . * Eisler — Hrenmltglied de» Londoner Prefseklnbs. Uilzer Londoner Korrespondent meldet uns, daß bei der Generalverscuiimlnng des Presscklubs Lord Cecil, Paderewski und r^rrh Kreisler zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. * Der Belzer Rabbi schwer erkrankt. Der bekannte Wunderrabbi Von B e l z ist schwer erkrankt. An sein Krankenlager wurde cur bekannter Spezialist aus Berlin berufen, der mit einem Mngzmg eingetrofsen ist. * Tod. einer 104jährigen Frau. In Jhringen am Kalier>t>chl ist dieser Tage Iran Ella Heilbronner im Al:er von 104 Jahren gestorben, sie hinter lägt 4 Kinder, A Enkel und 28 Urenkel. * Ein Betrüger. Der 43jährige Weinhändler Johann Bartak wurde unter dem Verdachte des Betniges und "der betrngerlschen Krida dem Lanvesgerichte eingel'iefert. Er hat in der letzten Jeit Firmen Wein in größeren Mengen entlockt und ihn gleich »Ws unter dem Einkaufspreis verschleudert, ohne die Rechnungen zu bezahlen. Der bisher restgestellie Schaden beträgt etwa 35.000 Schilling. * Detailverkauf am Samstag und Montag. Wie das Grenliunt der Wiener Kailsucaunschas: miiteilt, ist für den. Handel mit allerr^ Waren mit Ausnahme der Lebensmittel der Ladenschluß am Samstag vor Ostern mit 7 Uhr, int Leibensmittelkleiichandel wit 8s Uhr festgesetzt. Am Montag den 5. April dürfen wohl die Geschäfte ofsengehaltcn werden, doch gilt dieser Tag laut Kollektivvertrag sowohl für Handelsangestellte als auch Handelsavbeiter als Ruhetag. * Fischpreise zu Ostern. Die Direktion des Marktamtes der Stadt Wien macht aufmerksam, daß die in den gestrigen Blättern angegebenen Fischpreise unrichtig sind. Die richtigen Preise sind für lebende Karpfen im Kleinhandel bis zu einem Kilogramm drei Schikling, von einem bis anderthalb Kilogramm 3.50 Schilling, und von mehr als anderchalb Kilogramm vier Schilling für ein Kilogramm. Die Mavktamtsdireftion hat veranlaßt, daß bei sämtlichen Fischhändlern die oben angegbenen Preise deutlich ersichtlich gemacht werden müssen. * Der belgische Orientexvretz wird fortan nicht mehr über Laibach und Agram, sondern über Wien und Budapest geleitet werden. * Hebräische Lchrrr Palästinas »n Aegypten. Gme größere Gruppe hebräischer Lehrer aus Palästina, die zwecks Studiums i>es cmpptischen Schulwesens in Kairo weilt, wurde im Palais des Komas Fuad von Aegypten empfangen. Der Untervichtsmimster begleitete die GNte ms Palais. — Die jüdische Gemeinde Kairos und die B'nai-B'vich-Äoge Vevauställeten Kl Ghvev der Gäste einen Lee. ' - - . Rndioprogvernrm. Heute Mittwoch de« 31. Marz. 10 Uhr 15 Mn.: Nachmittags kouzert M'iw rkend : Lony Bmghardt (Rezitation) - 17 Uyr r Märchen der Dichtung Eduard Mörike r Die Geschichte vom Siuttqarter Hutzelmännchen. Gesprochen von Gertrnde Lasch. 18 Uhr: „Quer durch Oesterreich". Kirrt«er Burgen und Stille. Henriette Lenecek. — 18 Uhr 30 Minr Orientierung mn Sternenhimmel. I. Prof. Dr. Oswald Thomas. — 19 Uhr: MtlsikkllrS, Prof Dr. Richard StShr. Vorführung und Analyse bon Chopin-Etüden. — 20 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener SymphonteorchesterS. Mitwtrkend r Kammersänger Franz Steiner. Die Begleitung der Gesänge übernimmt Dr. Rtchard Strauß. W. A. Mozart: Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit". W. A Mozart: Symphonie lls-vur. Max Reger: Variat'vnen über ein Thema von Mozart. Richard Strauß: Tod und Verklärung. Richard Wagner: Ouvertüre zu „Turmhäuser". Vorträge. Vereine, Versammlungen. Beth w aad l'twrim, 9. Bez., Türkenstraße 9, Redeu n d L e i e h a l l e. Heute, 91. d.. 7,8 Uhr abends, Bortrag des Herrn Schlome Auerbach über „Vergängliches und BleibendeinderLtteratnr". Hebräisch Sprechende willkommen. — Verein Tikwath 3 e h n d a. 8. Bez., Bennoplatz 1. Heute. 7*9 Uhr abends, Bortrag Dr Heinrich G l a u z r „Der Auszug des hebräiichen Volkes aus Aegypten Md die althebräcschen Sinai-Inschriften" mit, Lichtbildern. Fränlein Gerina Katzr GesangSvorttäge. — Ltchtbildervortrag fürdie Jugend.Donnerstag den 1. April, präzise hall» 6 Uhr nachmittags. „Der Auszug d e r I u d e u aus A e g y'v t e n" mit begleitendem Bortrag BeretnShetm, 8 Bez., Bennoplatz 1». — Z t o n i st i- »che Sektion Zwischenbrücken. Heute. 7,6 Uhr abends, in Moiers Saal, 90. Bez., Dresdnerstraße bl. AbschiedSieier für Chalnzim. ES wirken mit Oberkantor Länderer vom Klucky-Tempel, S. Schwager. Gäriner, Frau Gerttnde Grübner (Reue Wiener Bühne), Fräulein Rück. Werner Am Klavier: Chordirtgent Retjeuman». Festrede r Dr. Ego« Zweig (Jeru,alem). » 6 Reiseburea« der Hambrng-Amersta-Lwie. Bergauf von «schifftz', Enenbnvnunv Schtanougenl^uen mi In» und Ausland, Flugscheine. Auskünfte über Hotels, fachmännische. Veranstaltungen von ÄesellschaftS- und VereinSfahnen Geldwechsel. Bureaustunden Mnuterbrochen von 9 bis 5 Uhr nachmittags (Samstag vo« 9 dis 2 Uhr), Wie». 1. Bez, Kärntnerstraße 98. Maskir-Andachtrn am Pestachfeste. Zur Vermeidung des gwßen Altdranges in den (Gemeinde rempeln zur HaÄavah oerattstaillel der Vorstand der Israelitischen Kullusgemeinde Wien Ml diesjährigen Pessachfeste D iensrag den 6. April 1926 »m 6 Uhr früh i>m Dtadttempel, 1. Bez.. Seitenstettengass« 4, und im Leopoldstadter Tempel, 2. Bez., Tempelgasse 8, sowie ui drervirrte! ,!) Uhr nornritiagS im OlymPiasaate 1. Be z.,Rotg a s j e 5. anMich der Ma^r-UndaM« Mrsiche MreKieM, MALOWAN vorm. MALOWAN & FRANZ, I., OPERNRINO 23 bringt ffir das Frflhjahr Übergangsröcke in herrlichsten Dessins sowie neuesten Farben auf Seide gearbeitet zum PREISE VON S 150 Kunst, Bühne, Buch. „Die Ottomane." Gnc literarische Nachtvorstellung im Modernen Theater. Nicht der Autor — der Theate-rdirektor trägt die Schuld. Ter Verfasser konnte ja nicht wissen, das; sein Bichnenwerk völlig untanglich ist. Er muß ja von dem Gegenteil überzeugt sein. Der Theaterdirettvr hingegen soll doch über jenes Minimum kritischen Urteils verfügen, welches erforderlich ist, um dieses Stück abzukehnen. Mit einer näheren Besprechungwollen wir dem jungen Verfasser, Hcrrn D e u t s ch m a n n, nicht wchc tun. Die Schauspieler, unter den Damen insbesondere.Ria Thiele, sowie die Herren D um out und L e y, traten auropfernd für das verun- Mckte Stück ein.. Sine jüdische Buch- und Preffeaussteklimg in Kowno. In Kowno findet in der Zeit vom 6. bis 12. April unter dem Protektorat des Stadttores eine Ausstellung des gedruckten Wortes m Litauen statt. Infolge der Bemühungen der hiesigen Mischen Gesellschaft Liebhaber des Westens" wird die Ausstellung eine besondere Abreilung „Jüdisches Buch und jüdische Presse Ln Litauen" haben. Nach dem bisherigen Einlartf von Ausstellungsobjekten zn urteilen, wird der jüdische Teil der Ausstellung viel historisch interessantes Material aufweisen. s i v a An« Ve» Theater». B « r S t h e o t e r. Morgen, 7-8 Uhr abends, „8 a d h WindermereS Fächer" (Theatergemetnde Serie A. weiß). Akademiethea tet. Morgen. 7,8 Uhr abends, „DerLiebhaber" (Abonnement tV. Grnppe- Operutheater. Dtorgen, 7,8 Uhr abends, „P a rx olk 8 oper. Morgen „Parsival" mtt Kammersängerin Elsa B l a n d a. G. Modernes Theater. Wegen anderweitiger Verpflichtungen der Frau Ria Thiele muhen die weiteren Aufführungen der Komödie „Die Ottomane" unterbrochen werden. Täglich gelangt „Sensation" zur Aufiührung. Für Samstag ist die Erstauffühnmg der Detektiokomödie „D i e blaue Perle" von Pcnü Frank angesetzt. Earl-Theater. Sonntag nachmittag »Die rühltugSluft". Montag nachmittags- „Polenlut". Bürgertheater. Sonntag und Montag gelangt um 3 Uhr nachmittags die Revueopperette ^Journal der L i e b e" zur AufsührMg. Theater rn der Josefstadt. Morgen Erstaufführung des Lustspieles von Noel Coward „S p l e e n", deutsch von Luise Marie Mayer. Sonntag nachmittags, ne« einstudiert, „Unverhofft". Roland-Bühne. Gisela W e r b e z i r k beendigt ihr diesjähriges Gastspiel heute, 8 Uhr abend-, in dem dreiaktigen Lustspiel „Epsteins Witwe". Donnerstag den 1 April findet die Erstaufführung einer Revue: „Hallo — die Traumrevue", neun Bilder von Peter Herz und Heinrich Nowak, Musik von Hans Duval-Diamant. statt. Renatssancebühne. Gegenwärtig wird die fran- -östsche Schwanknovität „Sie geht znm Film" von Auguste Achaume vorbereitet. Apollotheater. Heute findet die 138. und zugleick die letzte Auftührung der Revue „Apollo? NurApollo" statt. Diese Vorstellung begrmrt ausnahmswebe um 7 Uhr. Donnerstag und Freitag bleibt das Theater wiegen Borberettnnge» zur Haller-Revue geschlossen. Zwanzig Jahre Wiener Bürgertheater. Jin Rahmen einer Sonntagnachnüttaibsvorstellung feierte d.rs Wiener Bürgertheater mtt einer wirklich ausgezeichneicu AlMchmltg von Kalmans „H e rbst m a n öv sr" das Jnbuäum seines zWaniMährigen Bestandes. Es >var zugleich das vierzigjährig e M n s ik e r j u bilän m des Kapellnr-'isters Richard Fronz, der durch eine niimnenlange Ovation geehrt wurde. Unter der SpiellelNrng Karl Schöpfers vereinigte sich das Ensemible der Buhne mit drei hervorragenden Gästen, nänrlich der Frau Gve>te Holm sowie den Herren Herren Karl Farkas und Mexcmder Haber zu einer srischen und amüsanten Ausführung. Äus Anlaß des Jubilä-ums nlarschierle ans der Bi'chne die alte Den tschmeiztevkapelle ans. unter FühMng des Tauwours „WÄserl" Ein Vorschlag zur Sanierung des Salzburger Festspielhauses. 3iach d<vschleldeuen ergebnislose» Sanierungsversnchen des Salzburger F'e st spie l ha u s e s und der Festspiele in Salzburg gelangte in einer Enquete ein Vorschlag des Landesihauptntannes Dr. Nehvl zur Erörterung, der im wesentlichen folgendes Vorsicht: Die Stadt Sabzdurg wird Eigentüm^rrn des Festspielhauses und widmet einen Betrag von 600.000 Schilling, der .Zur Deckung der Forderungen per Gewerbetreibenden und zur Deckung des Erfordernisses für die bauliche Vollendung des Haares dieni. Die Interessenten, vertreten durch die Kammer für Handel, Gewerbe rrnd Industrie, stellen 400.000 Schilling bei,. Die Salzburger Kreditu n d W e ch s e l b a n k ist verpflichtet, der Stadtgernc.'oe Salzburg sowie m "vpr -er Interessenten .in Darleb ^i von 600.000, be'»'?h*0 Schilling zu ge- 'drührN». Man Mft. daß diese Borschrcu.. ,»r Armahme gelavgeu. Rudolf Schildkraut ln einer Frauenrolle. Wie uns ans 2W»« Aork berichtet wird, spielt der berülMle Schauspieler ^Rudolf S ch i l d k r a n t seit einiger Zeit in dem rmter seiner „ Leitung stehenden Theaters in Ossip Dnnnons tragikomischem Stück •acfausftc Bräutigam" die erste Frcmenrolle. Schildkraut gibt die yodeß, die Hiihuerd.rkäuferin, und erzielt mit seiner Darstelliung ungeheure Enfolge. Diese Rolle wurde früher von der bekannten Darstellerin Bina Abramowitsch gespielt. In Amerika ist es jetzt das örstental, daß Schdldkrant sich in Frauenrollen versucht. Einent Journalisten gegenüber, der ihn hi>rüber befragte, erklärte der Künstler, das' er vor 25 Jahren m Berlin in einem Kotzebue-Stück die Rolle der „Großmutter" gab mvd von der Kvitik einmütig belobt worden sei. „Mord" betitelt sich das neue Duhnenwevk Walter Hase ne l 'v ers, das in Beclin mit starkem Erfolg zur Ura»" Führung gelangte. Es ist ein Spannungsstück mit wüstem Inhalt. E»n betrogener Ehrgatte folgt einer Dirne in ihre Wohnung, woselbst ihr Zuhälter ermord.'! im Beite liegt. Er wird fälschllch des Mordes beichnldigt und zum Tode verurteilt. Die Dirne bekennt im letzte» A»>ae»blick ihre schuld. Weil der Gatte den Goda.nkemuord aus der Seele hatte, verteidigte er sich nicht gegen die irrige Airklage. Das Werk, welches janrisch schillert, fand unter Mitwirkung Eugen Klöpsers eine glänzende Darstellung. Das im« Londoner Shcckespoare-Theater. Unmittelbar noch der Einäscherung des Shaikespeare-Gsdächtnis-Tstevters iu Stratjord ging bas Shakespeare-Kuratorium an die Ärbert, um ein neues, würdiges Shakespeare-GedächtnisrhLater zu sichern. Die Sammlungen sind so weit fortgeschritten, daß in dem neuen Gebäude bereits im April nächsten Jahres die Festspiele abgchalten werden dürften. Jascha CheifLz in Palästina. Der Dekan, der Hebräischen Universität in Jerusalem, Dr. Magnes, erhielt aus Jtalie» von Jascha Cheisez ein DeleMmm, in welchem sich Cheisez bereit erklärt, »ach PalMna zu kommen und hier f ü n s K o nzerte zu geben, deren gesamtes Einkommen, der Förderung musikalischer Erziehung in Palästina gewidmet kein soll. Die Kon- . zerre sollen zwischen dem 10. llnid 16. April stattfinlden. Dr. Magnes nahm das Anerbieten des Künstlers mit Dank an und duldete eim Komitee zwecks Arrangements der fünf Konzerte von denen zwei in Jerusalem, zwei in Jaffa-Tel-Awiw, eines in Hccha, eventuell emes im Emek stattfilwen sollen. Dem Komitee gehören unter anderen Dr. Magnus, Norman B r n 1 w i ch und Kolonel K i s h an. Professor Glicenstein nach Rom abgereist. Aus Wavscha-n wird Ws berichtet: Der große jüdische Bildhauer Prof. Henry Glicenstein ist nach Rom abgereist. Während seines sechsmonatigen Aufenthalts in Polen war Wicerutein Gegenstand großer Ghmngen seitens der Künstlerschaft und der Behörden sowie der jüdischen Bevölkerung. Die Regierung gab ihm die Erlaubnis, seine in Polen bosindlichen Kunstwerke, die Eigentum der nationalen Museen sind, zur Internationalen Ausstellung in Venedig zu bringen und gewahrte ihm eine llOprozeilltwe Ermäßigung aus die Transportgeibühren. Zur Stunlde der Abrepe Glicensteins fanden sich im Bahnhof zahlreiche Deputierte, Zonale Funktionäre, Schrisffteller,. Schauspieler, Maler nutz Bildhauer ein, mn von dem Meister Abschied zu nehmen. Ein« hebräisch« Franenzeitschvist. Von Heffach ab M m New-Aork eine hebräische FrauenKeitung als MomatsqchrM erscheinen. Sie trägt den Namen ,^Ha-Jscha" uind wird vievunidzwanffig Seiten reldaktiorvellen Teyt enthallien. Die Redaktvons»'' sülhvumg ist den Frauen Buchstäb. KaWeilson. Mossenson, Aon nnld einer Hadassa-Repräsentantin ^ülbevtragen. Die ZertuW will in, unparteiischer Weise AuMärung über alle Jntevesserc «nd Arbeiten von Frauen in PÄliästma erteilen. Kleine Kunstnachrichteu. In Leipzig gelangte ^n mnes Stück des 63jährigen Ludwig Fulda, das Lustswel „D a e Durch gängerin", zur UvauMchvung. Fulda setzt sich in semer Art diesmal mit dam Erzichungsproblem auseinander. Das leichte, allzu leichte Spiel fand sehr freundliche Auftcahme. — „Der Protagonist", ein Mtoper" des blutjungen Kurt We-ill, Tex: von Gwrg Kaiser, ging m der Dresdensr Staatsoper zum erstenmÄ in S^e. Das Werk des Hochbegabten setzte sich gegen mn« starke Opposition durch. — Das Grab des Holmr- Uebersetzers und Jdhllendichters Johann Heinrich Boß, dessen hundertster Todestag aus den 1. April fällt, wird mit ernem neuen Grabstein geschmückt, der eine getreue Kopie des gcgemvarkg auf dem Gvcwe besiädlichen, bereits arg verwitterten GeidenMmnes fein wird. — In New-Dovk ist Professor Franz Kuersek. ernte we-ltbekannte mm'irpädagogische Autorität, der, Führer des nach ihm benannten Streichquartetts, im 60. LÄ>ensjayre gestorben. Er hatte seine AnSbUdsmig bei Grün und Hellmesderge-r m W-ren genossen. Gerichtssaal. Zinsrückstände wegen Arbeitslosigkeit — kern SAndiKMgs» grund. D>r Rechtsamvaltsanwärter Dr. Georg Anton W. hatte wnnem Untermieter Julius E. den ihm vermieteten - Teil semer Wvhnung gekündigt» weil er wiederholt mit der Zinszahlung iw Wckstande' blieb. Der Gekündigte erhob die Einwendung nach dem Mieterschutzgesetz und brachte vor, er sei arbeitslos, lebe mrt seiner Frau bloß von der Arbeitslosenunterstützung und mußte von ihr Mch die OPerationskoste« für fame schwerkranke Frau bezahlen. Unter solchen Umständen sei ihm ok rechtzeitige Zmszahlung ganz unmöglich gewesen. Das Bezirksgericht eÄlärte m Kündigung für ««wirksam, well d«r Geklagte mir aus Not «nd Arbeitslosigkeit mit der Ensoahlung^nr Rückstände blioö. Gegen dieses Urtell brachte der Kläger d« Berufung cm das Zivlllandesgericht ein. Der Klagsvertreter wies darauf hin. daß der Kläger als Rechtsanwallscmwavivr einen G> halt von 170 Schilling monatlich beziehe, also gloiMalls m Not lebe, w zwar, daß er wegen der ZinsrüGänbe seines Unternrieters 'Schlvlden' zu machen und Darlehen auszunchmen genötigt gewesen sei. Der GeÄaKtenvwtreter erwiderte, om unvevschuLdeter Notstand könne nicht als Kündigu^ngsgrund angenommen werden. Für den Kläger seien aus den Zinsrückständen bloß Unamtehmllchkeiten erwachsen, für den Geklagten aber würde die KwrdlgObdachlosigkeit bedeuten. Der Bevusungssenat (Bor >er Blzepräsideut Dr. Nagel) gab der Berufung keine und bestätigte das erstvichterliche Urteil, weil der Genur unter d«m Drucke der Notlage mit der Zinszahlung im'Rückstände gewesen sei. Daran können auch die vtell.icht anzuevkennenden wirtschaftlichen Vechältuisie des Mägers nichts aädern. Der sreigesprochem Hakenkrenzler. Boi dm HavrnkrmKerexzesien mn Vorabend der Eröffnung des Z i o n i st e n k o u g r e ss e s am 17. August v. I. wurde lvöbst vielen anderen auch der Handtungsgchilse M a g l o tz arretiert,, «eil er das Pferd i>es Reviermspettors Adollf Fiala durch einen Schlag mit einem Stock scheu gemocht hatte. In dem Schlag gegen das Dienstpferd erblickte die Staatsamoaltsc^oft das Verbreche« der öffentlichen Gewalttätigkeit. Der Angeklagte bestritt jedes Verschulden. Der Wachmann müsie sich irren. Während Inspektor Fiala erklärte, er habe den Angeklagte« zwar nicht sofort «ach dem Schlage fesjgenoanmen, aber bald daraus erkannt und aus der Menge herauSgeholt. be&eagie sin Freund des Angeklagten, Mag loh könne nicht d.-r Täter Jewn, weil er sich damals ap seiner Seite befnnven habe. Der Richter sprach davans den Asttge- - klagten mWgsls »«ÄMcher WhchtG«M 53480248534848534802004853232323485327535323485353482353

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