Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2552 (31.3.1926)
- Date
- 1926-03-31
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
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31*ten, Mttkwvcy Volkswirt. LirkontermSßigung um ein halbe» Prozent. Von 8 auf 7..', Prozent. Belehnung neuer Wertpapiere durch die Ccjtcr hischc Nationalbank. 5u;cnuv pcftruint 'Monakssitztiug bat dev (General- 2af dev Co[U'vvoicl)nctKit '.Kattoualbanf eine i $ f o n te v m a |’i i u u n er v o u 8 a u f 7,5 P v e z e n t beschlossen. Tiefer Beschluß ist im Ztisammenbang mit dev Diskont erntaßiatina >n Detuschlaitd cvfolpt. Dev befriedigende Wcschäftetonei dev Oesterreichischen '■.Uaiioitalbanf, dev eine weiteve Herabsebung des Wechselportefeuilles und eine beträchtliche Steigerung des Barichatzes aurmct(t, trat die Ermätziguna ev!i>öalichi. Selten feit dev lebten Dislontberabsctznng am 28. Männer 1926 ist eine weitere Entlastung dev Bank zu verzeichnen. 'Jluf dem Geldmärkte hat die Lenkung der Zinssätze seit der Diskontermäßigung weitere Fortschritte gemacht, besonders aber in letzter Zeit, wo die Nationalbank infolge der Spannung zwischen dem offiziellen und dem Primttdiskontsatz die Fühlung mit dem Markte teilweise oevloven batte. Trog dev Ermäßigung des Diskontsatzes bestand irnmev eine sehr scharfe Divergenz zwischen den kurz- und den latigfristigen Krediten. Die Diskontherabsetzung ist deswegen tiur mit einem halben Prozent beschlossen worden, toeil man bei einer stärkeren Herabsetzung den Abfluß ausländischer Kredite aus Oesterreich befürchtete. Weiters erwartet man, daß die Sparinstitute ihren Einlagezinsfuß nur gleichfalls um ein halbes Prozent herabsetzen werden, ohne daß die Spareinlagen im Gefolge dieser Maßnahme zurückgehen. Bemerkenswert war die Haltung des G e ld-- Marktes in den letzten Tagen. In Erwartung der Diskontherabsetzung waren die Kreditnehmer nicht mehr geneigt, Geld zu den alten Zinssätzen aufzunchmen. Die Kreditgeber dagegen verhielten sich äußerst reserviert, da sie bei unverändertem Zinsfuß ihr Geld besser unterzubringeu können glaubten. Ter Ultimo zeigte deswegen fast gar keine Bewegung. Tie Diskontsätze betragen nunmehr in Polen 12 Prozent, in Bulgarien, Estland, Griechenland und Rußland 10, in Portugal 9, in Danzig und Lettland 8, in Belgien, Finnland und Oesterreich 7,5, in Deutschland, Italien, Jugoslawien, Litauen und Ungarn 7, in Frankreich, Norwegen, Rumänien und Tschechosloivakei 6, in Dänemark und Südafrika 5,5, in England und Spanien 5, in Schweden 4,5, in den Bereinigten Staaten 4, in Holland und der Schweiz 3,5 Prozent. Nachstehend das offizielle Eommunique: Ter Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank hat heute unter dem Borsitze seines Präsidenten Bundesministers a. T. Dr. Richard R e i s ch seine regelmäßige Monatssitzung abgehalten. Im Anschluß an den Geschäftsbericht wurde von der Geschästsleitung im Hinblick auf die Entwicklung des Standes des Noteninstitutes während des letzten Monats, welche durch die Zunahme der valutarischen Teckungselemente und durch den Rückgang des Wechselportefeuilles gekennzeichnet ist, und mit Rücksicht aus die andauernde, auch durch die Befriedigung der Ultimoansprüche nicht unterbrochene Geldflüssigkeit auf dem offenen Markte eine Ermäßigung der B a n kr a t c um ein halbes Prozent beantragt. Eine weitergchende Ermäßigung der Bankrate konnte, wie der Bericht aussührl, deshalb nicht empfohlen werden, weil in diesem Falle eine entsprechende Auswirkung der Ver- Winter. M Novelle von I. Z. UnojiHi. 'Aus dem Jüdischen von P. Haller.) t/2U sind also Doktor?" „Nein. Ich har: nicht zu Ende studiert. Knapp vor dem Ende an den Nagel gehängt und zurück nach Rußland gekahrcn." „Und )ann die ganz- Zeit sich in Rußland aufgehalten." „Neun Schon eunge Male wieder im Ausland gewesen und mieser zurückgekommen. Sara sieht mich ernst an. Mustert mich. „Sn glauben wohl, man weiß es nicht'?" sagi Sara zu nur lächelnd, „man rve:ß es. Sie sind im Kriminal auch schon gestssen. Stinlml'Z?" „Es stimmt." „Und anchemend", lächelt Burstin, „nicht nur einmal. Nun, erzählen Sie etwas, lvas es in der Welt gibt." Ich spreche über irgend etwas, erzähle. Burstins Tochter, Mira, ein junges, Mnzigjähriges Mädchen, sitzt mit uns auch beim Tisch. Mich wundert es ein wenig, lxtß sie wie ein Kind derschämr ist. Auch Kleider trägt sie, die von kindlich-junger Eut'ach.h.u sind. Ihre vollen Haare sind gleichmäßig nach rückwärts gekämmt'. in der Mitte des Kopfes ein Scheitel; ein dicker schwarzer Zoch baumelt am scl-amhasten Rücken. Am Zopzendc eine rote seidene Masche. Und ich weiß, daß das '.'Nadrheit schon in der Welt war, im Ausland stttdiert hatte. Burst:» frag:: „Spielen Sie Schach?" „xjv. Mira stehi oout Tisch aus und geht in ein anderes sch.unter. Ich ipiele mit Burstin Schach. Sara sitzt daneben. Dean sieht es ihr au, daß es sie verdrießeil wird, wenn ich die Partie gewinne. Burstin spielt gut. Ein bißchen zu langsam, ao.r logisch, berechnend und rem. Meine Art zu spielen ge* Alb ihm. „S:e spieletl, Herr Stxon, vorzüglich. Wie sicher Sie mich und entschlossen. Na, die Partie haben Sie best! mm! gewonnen." _^vierter Morftenzertung__ änderung der Bautrnle in den Debetkonditionen ohne gleichzeitige Ermäßigung der Zinsenvergütung für täglich abhebbare Einlagen kaum erwartet werden durste, ivährend andererseits ein ungünstiger Einfluß einer Herabsetzung der letzterwähnten Bergütung ans die Beivegimg der Spareinlagen nieot ansznsclckießen ist. Der Antrag der Geschäftsleitung tour de nach längerer Debatte angenommen. Bom 31. d. angefongen ivird daber von der Oesterreichischen Nationalbatlk im bankmäßigen Eskont von Wechseln, Warrants und Effekten der Satz von 7,5 Prozent in Aittveuduug gebracht werden. Entsprechend der Herabselmng der Diskontrate vermindern sich auch die Sätze im Darlehensgeschäft um ein lmlbes Prozent. Der Generalrat beschloß ferner die Zulassung folgender Wertpapiere zur Belehnung bei der Oesterreichischen Nationalbank, ltnb zwar der fünfprozentigeii 25jäbrigen Schuldverschreibungen der Republik Oesterreich (Abrechnuugsobligatioueu) Kat. E, Emission 6 und 8 vom 1. Februar 1920, lautend aus Pfund Sterling, ferner der Privritätsobligativueu der Öberösterreichischen Wasserkraft und Elcktri;itäis-A.-G., und zwar jener vom Jahre 1922, lautend ans Kronen, verzinslich mit 5,5 und 0 Prozein und jener vom Fahre 1923 lautend aitf Schweizer Franken und Dollar, verzinslich mit 8 Prozent. Scharfe Rückgänge an Ver Rew-Porker Börse. (Eigendienst der „Wiener MoraeuzeiiiingW Die gestern vorgAegenen Depeschen berichten von einem neuerlichen großen Kurssturz cm ver Nvw-Norker Börse. Fiir die neuerliche Baisse werde» in erster Reihe die Kapstcustw! und die Echöhtmg des Kurses für tägliches Gelb angeführt, Ser Zinssatz stellte sich auf 5,5 Prozent. Die Reportkündiguugeii in ver Höhe von 15 Millionen Dollar werben auf Sie bevorstehende Ultrmoliquidaiion zurückaeführr. Schließlich wird der große Stur; der Frankendevisen ins Treuen geführt, der viele Spekulanten, die in beiden Devisen -al la Hausse engagiert waren, zur Liquidation ihrer Engagements veranlaßt Neuerlicher Kurssturz de» belgischen Franken. Aus allen interuationa.'en Deoisenp.'ätzen war der belgische Franken gestern wieder rückgängig. Zu London würben stir ein Pfund Sterling 128,5 belgische Franken bezahlt. Zn Zürich senkte sich Sie Devise Brüssel von 20,30 aus 20. Der Gesamtrückgang des belgischen Franken in der letzten Zeit betrag: jetzt 10 Prozent vom Siabilisierungskurs. Die Schwäch: des Franken ist ans die schmierigen Auslandsverhandliiiigen über die Ltützungsanleihe zurückzuftihren. — Hefligen Schwankungen mar die Devise Paris ausgesetzt. Alan merkt deutlich Fntervcniionskäuse der Banqne de France und Lcerabgaben der Konrermine. Nach einem anfänglichen Rückgang auf 17,00 besserte sich die Devise Paris und schloß mit 17,82 gegen 17558 vom Vortage. — Fest behaupte! blieb die Devise Bukarest. — Der Zloiy ermäßigte sich leichl. Für den Dollar wurden 8,10 bis 8,20 Zloty bezahtr. Die Devise Warschau senkte sich g.gen Wien von 87,35 aus 87,12. Die Kursändernngen der übrigen Devisen waren unbebauten' BelriehssMegung bei Der Mrmez;. Dee 'Alpine Montangestli-chaft sieht sich;u weiteren Betriebsstillegungen gezwungen. Ant kommenden Samstaa wiro das de: Gesellschaft gehörige Werl K i n b o e r g-'A u nt ü 1; 1 außer Betrieb gesetzt, und 0 0 0 A r b e i t c v entlasse n. Wie das sozialdemokratische Parteiblan in Graz berichtet, sei die Alpine Mvntangcsellschafr mit An st ragen für Veit ganzen Monat April versehen. Trotzdent habe sie di: Lull- Sara ist nnznfrieW'n. „Fst das so sicher?" „Ja, ja, die Partie gehört aller Borao.ssicht nach mir. Zwei, drei Ziiae noch und Burstin ist matt." „Warten Sie, Herr Burstin, ich sehe es. Aber ich sehe noch etwas." Burstin wartet eine Weile, aber länger will er nicht rvartcu. „Ra. was soll das Tafinen und warten? Es ist ja alles klar." „Entschuldigen Sie, Heu Bnrsiin, -ml'chnldigen Sie. Sofort, sofort." Burstin will nicht mehr. Er gibt die Partie auf. „Sonderbar spielen Sie, Herr Krön", sagt Burstin, „wenn auf dem Breit für Sie die Lage noch galt; imbcftiuimt ist, machen Sie io sichere und entschlossene Züge. Und iveun sie sich geklärt hat, ist Ihr Sieg so sicher, daß es ein Kind sehen kann. Seltsam." Sara verdrieß! es. Sie verteidigt Burstin: „Na, es kommt vor, daß man verspielt, man niach! auch einmal einen Fehler." Burstin sieht sie an und lächelt. Ich verlasse Burstin. Ans der Gasse begegne ich Jerachmiel. Er komnti vom Dorf. 'Ans der Gasse ist es still, im Städtchett schläsi man schott. Ter Schlitten gleitet still über die weiße Gasse. Zeraehmiel sitzt in seinem Schlitten und blickt nach vorn. Aus sein Hans wahrscheinlich. In seiner Stube brennt noch Licht. ,stÄutcn Abend, Red Jerachmiel", wende ich mich zu ihm. Jerachmiel warf mir einen laugen Blick zu. „Ah, sieh, Krön!" Er steigt aus bem Schlitten, begrüßt mich. ,pJ<>, ich habe gehört, daß Sie gekommen sind." Er will mir noch etwas sagen, schtveigt aber. Wir gehen beide stumm seinem Schlitten nach. „Bringen Sie mir, wie einst, die Briefe Ihrer Kinder zum lesen", bitte ich ihn. „Tanke, danke, wir werden bringen", sagte er zufrieden. NaH £au$e gekommen. Ehrruch sitzt M ittt «iA 31. Marz 19A. Nr. 9562 '.raung oes Werkes uiw eie Enttasstme! uim'ttche-.- dort beschäftigten Arbc'ter vernigt. Wersen di: E t s c n; o!! c b.'wRi'gt. dann iverde der Betrieb von neuen! ausgcnommen werde». Es 'ei sogar bea>b*i sich::.», daun die Werke Tag n nd 'N a c'i l i n Betrieb zu hatten, um die Li.'serilttgsauslräge zu .bcr.'älligen. Dar tschechoslowakische Durchfuhrverbot für polnische» Let>end»ieh. Das Bekanntwerven des Erlasses der tschechaswivakischen Regierung vom 25. wonach mit dem 30. b. bi: E i n f n h r le b e » tb: r :K : » b e v mtd S ch w e i n e aus Polen in bk Tschechoslowakei und die Durchfuhr derselben durch das lschcchostowakischc liebte! aus veterinärpolizeilichen l^rnud.',, verboten ist, hat großes Auhehe» heworgerufcn. Zn der aus dieser Durch'tihrsperre für Oesterreich and speziell dem Wiener Markte entstchenden Lage wich von bcrntener Seite folgeicdes mitgeteili: „Bon dem Durchstchwevbvk wird besonder:' schtver da' Wiener Markt betroffen. Bisher wurdet! außer geschlachteten Schweinen wöchentlich 12.0 0 0 bis 1 5.0 0 0 I e b ende S ch w e i n e a n s P ölen hierbergebracht. Weint sich auch die Eiii'eiwer ul Polen jetzt noch so sehr atistrengen. den Wiener Akarkt mit groß e r e » R! engen geschlachteter Schweine z»> beliefern, so sind ihnen doch gvivisse Grenzen gc^ setzi, die sie liichl überschrctten können. Es ist den Einsendern {e ch i! i s ch ga n; u n m ö g l t ch, das Kontingeitt der geschlachtoten polnilschen Schweine, das sie allwöchentlich ans den Wiener Markt bringen, noch »in etwa 12.000 Stück;u echöhen. Polen besitzt nicht tu. allen Berladestationen die hiezu nottvondigen Einrichlungen, es hat keine großen Kühlhäuser und auch nicht die notwendige Zahl der Kühlwaggons;um 'Abtransport jo großer Mengen gesch kachlet er Schweine. Es ivird daher selbst »rach den optiinisti'schcsten Berechnungen kaum di: Hälfte der bitsh e r i g e n S ch w c! n e z u f n h r e ti aus Polen einlrchfetr, so daß mir ein ent 21 u sfal l von m i n d e st e tt s 6000 St ü ck S ch iv e i n e n in der Woche zu rechnen ist. Dieser 'Ansfall wird sich schon am nächsliwochtgen Markt fühlbar ntachen. Es ist mit Bestimmtheit zu rechnen, daß dttrch die Tnrchsichrsperre der tschechvsloiwakischen Regierung für Polnisches Lcibendvich die Preise für Fleischschweine aus den hiesigen Märkten a n; i e h e » werden. Diese Preisechöhungen werden aber auch bewirke!,, daß die Preise für Fettschtvein: und stir Schweinefett an--. Zichen. Ferner ist mit Bestimmcheii damit zu rechnen, daß die seit einem halben Fahre allwöchentlich auf dein Wiener Kvnkumazmarkt eingetrossenen R i >l d e r z n f n h r e n aus Polen I ä n-, g e r e Zeit a u s b l e i b e n w e r d e n. 'Angesichts der Geringfügigkeit dieser polnischen Rindertransporte nach Oesterreich hat dieser 'Ausfall fiir die Wiener Fleischapprovisioniernng n tu geri tt g e Bedeut u n g, zumal derselbe durch Rinöerztlstchren ans den ^Nachbarstaaten ersetzt werden kann. Aubqcstoltliiig des Börsenverkehrs. Es verlautet, daß sich die Börsenkammer mit der Frage beschäftig:» Werve, ob nicht »ach deutschem Muster das Kassagefchäft cingesührt werden soll und ob eine Rückkehr zum 'Medio- und Ultimohanvel in einzelnen Es-- sekten möglich sei. Allerdings tvivd hiebei daran gedacht, nur große Schlnßeinheiten >n bestimmten Ehekten für den Ultimo-Handel zuzulassen. Die kleine Spekulation würde durch das Zulassetr von nur großen Schlußeinheiten von der Betätigung im Ultimohandel ausgeschattet werden. Fristen zur Einbringung der Steuerbekenntnisse 1025. Tfatk lief) wird verlambart: Tie Fristerstreckungen für die Bekenntnislegung 1925, die mit Rücksicht am die b'esbezüglichet! Bestimnrun-i gen des Lteueramnestiegesetzes und des Göldbllanzgesetzes be-< stehen, beziehungsweiie vom Finanzministerium gewährt wurden, Ich blicke auf ihr altes, faltiges Gesicht. Ein ganzes LelbeN ist in den Falten versiegelt. Eilt ganzes Leben. Ein Leben. Morgens, als ich erwachte, schien die Sonne — Gottes Well war hart, kalt, weiß und von einer frischen Wintersonne vergoldet. Den ganzen Tag beitu Arbeitstisch verbracht und gearbeitet. Es arbeitet sich ruhig und gut. Wie still, ruhig und weiß es um mich ist: Eine weiße Ruhe umfaßt mich. 'Abends ging ich zu Eva Mit. Evas Bai er war reich. Sie ist in der Welt nmhergefahren und hat studiert. Ich begegnete ihr in Berlin, nur einmal, auch da nur für einige Äiinutvn haben wir uns gesehen. Sie studierte dort. Da starb ihr Bater. Eva fuhr Hann bald nach Hanse, und seit damals, seit zwei Jahren, hat sie das Städtchen nicht verlassen. Eva ist an die sünfnndzitvan.zig Jahre all, mittelgroß, eine volle Figur, lzat blondes, dichtes, zu einem hohen Ballett gekämmtes .Haar. Sie hat ihre Erinnerungen bon einst ausbewahrt. Auch ihr Album mit Bildern aus der Schweiz, Italien und einige Bilder von Bekannten. Ein Zenge des chemaligen Reichtums ihrer Eltern ist ihr großes, altes Haus, das von Baumen mngeben ist, und eilt großer, einsamer, vernachlässigter Hof beim Haus. Bei Eva traf ich Me traf che an. Ein junger ALanu von .sieben»itl-Mnzig Jahren. Groß, dürr und hervorquellende Augen. Ich bin ihm in einigen Slädtetl begegnet. Er hat von Lektionen gelebt, uub auf den Eintritt in die Uuiverisitat igewartet. Das Warten ist ihm zuviel geworden, scheint es, und so ist er nach Hause gefahren. Auch Beste, die Tochter des Konrpagnons von Burstin, war dort. Ein großes dürres Mfc chen von dreinndzwcmzig Jahren: nrit netoöseni, großen^ Munld. Menasche sitzt, hält ein Buch vor sich und liest. Bejl« sitzt gleich daneben und erzählt: '„Diesen Winter fahre ich bestimmt von hier fort. Ich zvill studieren. Es ist für mich noch nicht zu spät." Mena-sche hebt seine müden Augen und sagt: ,Mctviß, getviß, Sie müssen fahren." „ßba sieht von Zeit zu Zeit auf mich und doM uaA Welch gute, mütterliche Augen 'hat sie.