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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-28 · Heft 2549 (28.3.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2549 (28.3.1926)
Date
1926-03-28
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Wie», Sonntag 29fe*e* Morgerrzettmsg W-te « v.^...... 28. MSrz 192G r Dr. 28» durch Dr. Hoffbauers Entfettungs -Tabletten Dieselben sind von bester Wirkung, angenehmem Oe* sehmack, vollständig unschädlich, stellen eine schlanke, graziöse Figur her. ohne Diätzwang oder Aenderung der Lebensweise. Prompte Gewichtsabnahme. Vom Volksgesundheitsamt bewilligt Nr. 911 Kein Abführmittel Keine Schilddrüse Depot: Apotheke „Zum Römischen Kaiser", Wien, I., Wollzeile 13 * Zugverkehr zu Ostern A.is Anlff; des gest.ige.ten Reiseverkehrs zu ^en O-sterfeieriageu wir) aus den Strecken der Oesterrcichischen Bundesbahnen in der Zeit vmi 2 bis 6. April d. I. ein entsprechen) verstärkter Zugsverkehr ausgenommen werden, ^nsebsondcr.' wird Vorsorge getreefen werden, daß die meistfrcqnenticrten Züge des Fernverkehrs in gewissen Teilstrecken in zwei Teilen gesühn und die für den Sonn-' und Feiertagsverkchr fahrplanmäßig vorgesehenen Nahzüge hinreichend verstärkt werden. Tie bish:r an Samstagen und in der Gegenrichtung an Sonntagen zwischen ^Wien-Westbahnhof—Lchladmrng und Steinach- ZrdningBad Assee geführten Sportzüge Nr. 102 (Wen ab 15, Schladming an 21.45) und Nr. 1028 (Schladming ab 17, Wien an 23.45), bezw. Nr. 2337 (Steinach-Jrdning ab 21.05. Bad Aussee an 21.50, und Nr. 2338 (Bad Aussee ab 17, Steinach-Jrdurng an 17.40) werden auch zu den Osterfeierlagen in der Richtung von Wien Ostersamsta^ den 3. April, bezw. in der Richtung nach Wien Ostermontag den 5. April in Berpohr gesetzt werden. Weiters werden die fahrplanmäßig erst am 15. April d. I. an Sonn- und Feiertagen vorgesehenen Wachanerzügc Nr 1331 lWien-Franz-Josefs-Bahnhof' ab 10.15, Grein an 10.13' und Nr. 1332 (Grein ab 18.15, Wien-Franz-Jofess-Bcchnhoj an 22.45) von Wien-Frane,-Josefs-Bahnhof nach Grein auch am Ostersonntag den 4.. April d. I. und. in der Gegenrichtung am Ostermontag den 5. April geführt werden. * 14. österreichische.Klassenlotterie. Die Erneuerungsfrist für die 5. Klasse 'sinder am Abend des 1. April 1920. Tie Ziehungen diaser Klasse werden am 0., 13., 10.. 19., 21., 23.. 26.. 28., 30. April, 3., 5. und 10. Mai 1926, jeweils um 8 Ichr früh, im Zichunassaale, Wien, 3. Bez., Marxergasse 1» ebenerdig, öffentlich stattfinden. * Rückkehr zum alten Ziehungsshstem bei der Staatslotterie. illach oem soeben verlautbarten Spielplan der 16. österreichischen Staatslotterie für Wohltätigkcitszwecke werden von den zu einem Stückpreis pro 2 Schilling aufgelegten 400.000 Losen bei der am 8. Juni 1926, abends,- in Wien stattfinoenden Ziehung 40.000 Geldgewinne im Gesamtbeträge von 380.500 Schilling gezogen. Durch Wiedereinführung der Einzelzichung her höheren Treffer und der gruppenweisen Auslosung der kleineren Gewinne können mit einem einzigen Lose sogar zwei Gewinne, darunter der Haupttreffer von 100.000 Schilling, d. i. eine Milliarde Kronen, erreicht werden. Durch die Rückkehr zu diesem Zichungssystean wird einem in letzter Zeit vielfach geäußerten Wunsche des spielenden Publikums nach Wiedereinführung der Einzelverlosung aus einem die Nummernzetrel sämtlicher aufgelegten Lose enthaltenden Glücksrad entsprochen; übrigens ist der Oesienüichkeit am 4. Juni nachmittags auch Gelegenheit gegeben, der großen Einzahlung von* 400.000 Losnummernzetteln in das für mchrere Ätterien bestimmte Losnummernrad beizuwchnen, wobei den sich durch Lose ausweisenden Spielern über Wunsch die Nummern ihrer Lose vor der Einlegung öffentlich vorge.zeigt weiden. * Unterschlagungen beim Deutschen Schulderem. Beim Stadtkommissariat hat sich der 22jährige Student Lothar R u e ß aus Graz mit der Selbstanzeige gestellt, er habe von Mitte Jänner dieses Jahres bis in die -letzte- Zeit als Inkassant des Deutschen Schnlvereines Südm.ark, Bezirksgruppe Graz, einkassierte Beträge in der Höhe von 700 bis 800 Schilling veruntreut. Er bezeichnete als Anstifter .einen Studenten der Chemie, der sich von ihm, in Kenntnis der Herkunft des Geldes, einen Betrag von 150 S. ausgeborgt und, als Rueß Rückzahlung forderte, ihm mit der polizeilichen Anzeige gedroht hatte. Auch in der Folg^eitt soll sich der Chemiker von Rueß noch in weiteren Teilbeträgen 200 S. ausgeborgt haben. Rueß wurde dem Landesgerichte eingeliefert. * Palästinawein in Amerika verboten. Aus New-Aork wird wird gemeldet: Die Prohibitionskommission hat alle Gesuche' von Firmen und Einzelpersonen um Erlaubnis zur Einfuhr vonPalästinawem nach den Vereinigten.Staaten aus Anlaß der Passcchtage ablehnend beschießen. Es wird in dem Wlehmmgsbescheid gesagt, der von den Familien selbst zuberertete Wein genüge den rituellen Bedürfnissen. * Ein jüdischer Schriftsteller- und Künstleickkrb in Paris. Dieser Tage konstituierte sich in Paris eine neue Gesellschaft, die sich Cercle Juif des ecrivaine et artistes (jüdischer Klub der Schriftsteller und Künstler) nennt. Das Initiativkomitee bestcht aus bekannten jüdischen Künstlern und Schriftstellern m Frankreich, so Maxa Nord au, Edmond Fl eg, Andre S-Pire, Fernand Corcos, A. Feder, S. Poliakoss usrv. * Bon den Juden in Holland. Noch den letzten statistischen Berichten beträgt die Anzahl der, niederländischen Juden 109.923, die der portugiesischen Juden 5930. Hievon wchnen in Amsterdam 62.359 niederländische Juden, 4090 portugiesische, also insgesamt mehr als 67.000, was ungefähr 10 Prozent der gesamten Bevölkerung ausmacht. Amsterdam ist eine der größten jüdischen Gemeinden Europas. ■_ RddroProgramAr. Sonutag den 28. März. 10 Uhr 30 Min.: Orgelvortrag. Jella Peßl. — 11 Uhr: Orchesterkonzert der Wiener Philharmoniker. Liszt: Preludes. Beethoven: Violinkonzert ^Violine Georg Steiner). Beethoven: Svmphonie Nr. 8. Beethoven: Ouvertüre zn „Egmont". — 16 Uhr: Nachmittagskonzert des Wiener Voltsopernorchesters.. Richard Wagner: Ouvertüre zur Over «Der Fliegende Holländer". Johann Strauß: Mephistos Höllenrufe. Walzer. G. Verdi: Große Phantasie aus «Aida". Jolef Hoffmann- Die Entfesselte (Tonstüch. G. Btzet: Große Phantasie aus „Carmen". O. Nicolai: Ouvertüre zur Oper „Die lustigen Weiber von Windsor". — 18 Uhr 10 Min.: Kammermusilabend Ross-Quartett. Mozart: Streichquartett, D-Moll, op. 421. Brahms: A-Moll. — 20 Uhr: (Als Vorfeier zum 150jährigen Burgtheaterjubiläm) «Iphigenie auf Tauris". Von Goethe. Spielleitung Albert Heine. Iphigenie — Hedwig Bleibtreu. Tboas — Hans Stebert. Orest — Raoul ASlan Pylades — Philipp Zeska. Arkas — Paul Pranger. Montag den 29. Marz. 11 Uhr: Bormittagsmusik. — 16 Uhr 15 Min.: Nachmtttagskonzert. Lehar: Wo die Lerche singt, Walzer. Kremser: Ballettouvertüre. Pisendel: Andante für Violine. Simonetter Madrigal für Violine. Künnecke: Das. Dorf ohne Glocke. Ascher: Das Amorettenhaus, Lied und Tanzserte. — 17 Uhr 15 Min.: Märchen vom Osterhasen. Dora Mtklosich und Grete Doris. Adelheid Bergmann (Lautenlieder). — 18 Uhr 25 Min.: Oesterreichs große Architekten. 3. Im 19. Jahrhundert. Hochschulprofessor. Dr. Dagobert Frey. — 19 Uhr 10 Min.: Esperantoknrs. — IS Uhr 40 Min.: Englischer Sprachkurs. — 30 Uhr 30 Min.: Uebertragung aus der Wiener Staatsoper «Das höllisch' GM". Gn deutsches Singspiel m einem Att von 3. BW»». Kunst, Bühne. Auch. BoNsoper. Erstaufführung von „Das Bildnis der Madonna." Es ist genau ein Jahr her, daß Marco Franks zweioktige Oper „Das Bildnis der Madonna" in der Staatsoper ihre Uraufführung erlebte. Daß, sie so bald wieder aus dem Spielplan verschwand, war nicht die Schuld der Operndircktion, vielmehr die Schuld des Tondichters, der in seinem Werk vor lauter Tonschwall und Phrasenhaftigkeit keine echte Stimnmng aufkommen läßt. In der Bolksoper, die naturgeniäß in chrer Ausstattung nicht einen gleich kostbaren Rahmen wie die Staatsoper zu bieten vermag, empfindet man noch weit stärker die innere Leere der Charaktere, ihr Jonglieren mit hohen musikalischen Phrasen und den Mangel jeder psychologischen Entwicklung. Das seelische Erlebnis, das Marco Frank selbst seiner Musik voreilig zubilligt, bleibt er ihr leider schuldig und die eklektizistische, ans Strauß und Maffenet, Wagner und Puccini znsammengeschweißte Kapellmcistermufik des Orchestermnsikers bringt Wohl billige Affekte, aber durchaus nicht jenes höhere Bühnenleben, welches den geborenen Tramariker auszeichnet. So bleibt Franks „Bildnis der Madonna" trotz seiner reißerischen Melodik und trotz Lothar Rings wirksamen Librettos ein Bild ohne Gnade. Solch ein Bild ohne Gnade ist auch trotz ihrer schönen Stimme und Erscheinung Frau R a n tz a u als Beatricc, ein Renaissancewqzb ohne Blut und ohne Nerven. Mühselig gurgelte Herr Igo G u t t m a n n als Maler Lorenzo die hohen Tenortöne, Herr W r a n a als Feldherr und Herr P u n t s ch a r t als Patronatshcrr waren keine überlebensgroßen Renaissancemenschen, sondern entsprachen eben noch den bescheidenen Ansprüchen der Wiener Volksoper. Marco Frank wurde in seiner dreifachen Eigenschaft als Komponist, Dirigent und sogenannter (!) Regisseur durch dreifach verstärkten Beifall ausgezeichnet. flb. „Sie zirkusprinzessin." Theater an der Wien. Nach sem großen Sieg in der Schlacht an der Mariza die Theater-an-dcr-Wien-Genieinde von neuem zu verführen, konnte nur einer in allen Wassern, Weinen und Wodkis gewaschenen Armee gelingen. Die Armee ist vorgogangen, die Verführung geglückt — allerdings schon vor dem Treffen, das eine meisterlich geführte Reklameregie vorbereitet hatte. Das dekolletierte und besrackhemdete Wien der Adabeis bereitete der mit Fieberspanirung erwarteten Kalman-Operette eine sensationelle Aufnahme, die Festesstimmung stieg von Akt zu Wt. die W:ener zeigten sich als Durchhalter ersten Ranges. Man darf nicht nur prophezeien, sondern auch wetten, daß die „Zirkusprinzessin" den Glanz des „OÄow" überstrahlen wird . . . Die Textdichter B r amm er und Grü nw ald haben eine feine Spürnase für das, was das Publikum will. Es ist immer dasselbe: die große Liebe, die sich opfert und im Finale Äs dritten Aktes belohnt wird. Es kommt nur darauf an, den Leidensweg spannend und amüsant zu gestalten. Darin sind die beiden Autoren Meister, spannend, ohne in Kitsch zu verfallen, amüsant, ohne unappetitlich zu werden. Diesmal satteln sie den wiederkänenden Pegasus zum R-itt ins romantische Land der Zaren aller Reußen, um voll Gemüt in einem Kärtnevstraßenhotel, den Staffel vor sich, zu landen: ein Ritt voller Abenteuer, Intrigen, Prkanterien, Sentiments mit Zirkustriks, waschechtem Russentum, lieblichen Girls und Foschaks in Paradeuniform. Me Figuren geschickt dirigierend, brachten sie das Kunststück zrowvge, ein ausverkauftes .Haus fünf ungeschlagene Stunden in Atem z>: hellten. Kalmans Popularität duldet keinen Widerspruch. Man gibt sich seinem Melodienstrom hin, ohne zu merken, daß man es diesmal mit einem ^Bächlein zu tun hat, man folgt ahnuugÄos den musikalischen Schatten seiner Vergangenheit. Denn selbst das Banalste ist echt banal, das Nichtssagende reinlich serviert. Es ist das Musizieren eines mit sich und mit der Welt zufriedenen Bourgeois: Schweiß, Fleiß, Preis.-Wenn. man aus dem Theater geht, hat man vergessen, Musik gehört zu haben. Das Ang' ist alles, melos Schall und Ranch . daran gibt's nichts zu ändern, my darling! „Bajazzo"- und „Lohengrin"-Atrappen haben die Bookmaker verschuldet. Das Ang' ist alles. Ihm ward der Abend geweiht. Der Regisseur Hubert Marischka sparte nicht mit eigenem Geld und fremden Einfällen, doch was er selbst gab, war auch nicht von Papp?. Er hatte den Ehrgeiz, alles, was das heutige Theater des Ans- und Inlandes Sehenswertes besitzt, nach Wien, ins Theater an der Wien, zu importieren. Bon den rein szenischen Effekten (Triks!) bis zu denen der innere u Regie hat er mit feinstem Talent und — was mehr sagen will — mit ausgesuchtem Geschmack das Gefälligst? gewählt. Die Pracht der Kostüme, die Bilder der Massenszenen, die Stilechtheit der Milieus läßt sich nicht überbieten. Und sogar der Zauber des „Blauen Vogels" ward eingesponnen. Derart kcmien Orgien zustande, die der Wollust des Auges auch das allerletzte nicht schuldig bleiben. # D?r Direktor und Regisseur stellte selbst den Helden: de» amoureusen Tenor, hinter dessen Maske zwei liebeglühende Augen weinen, unter dessen Gauklerkleid ein liebensdurstiges Herz schlägt. Er war nie bezwingender, nie nobler, hinreißender. Marischka den ersten Wiener Operettentenor neunen, hieße falsche Frankennoten nach Budapest oder gar Rosen nach Varazdin tragen. Frau Betty Fischer, uninteressant und unerotisch wie immer, glänzte in Gold unb Mber und gefiel dem Parkett und der Galerie. (Gegen diese Majorität ist nicht aufzukonmien.) Richard Waldemar ließ seinem SchaHlonenhumor freien Lauf: Elsie Altmann, herzig wie immer, ihren rundlich-süßen Beinen, ihren .Kinderaugen kann man nicht bös sein. Herr Steiner hat sich zu einem Wiener Liebling emporgetanzt, allerdings: sein Stzch- «chmncheMim itz hoy entzücheicher DrÄiMt, | LLOYD TRIESTINO / TRIEST —— D |Af Triestmiiiiinmiiimiiiiiiiiiiiimmuti Jaffa IWMMIIIMMNUMMM»! Rituelle Verpflegung / Reduzierte Preise ExpressUnie nach Aegypten, Konstantinopel, Indien PosHiniennackdenSchwarzen-Meer-Haßen, Syrien und dem fernen Osten GENERAL-AGENTUR: WIEN, I., KÄRNTNER RING NR. 6 Im dritten Akt Hans Moser! Ms Kellner in einem vornchnren Mener Stadchotel-Restaurant! Der Kellner spielt den Hans Moser: eine Episodenfigur, aber was fiir eine! Ein Kellner, nehmt alles nur in allem, wir werden nirgends seinesgleichen sehen. Und zum Schluß Mizzi Zwerenz, dies omzige Prachtexemplar, mit jenem Lachen und Weinen, das unnachahmlich ist und demzuliebe mau die Strapazen Mier Mte mff sich nchmen kann. Das also ist der Osterkuchen des Theaters an der Men, Mage jeder sich die Rosinen ausfirchen, die ihm schmecken. o. .r, „Wsteins Witwe." Roland-Bühne. Es gibt eine Szene in diesem Lustspiel der Brü-'ep G o l z, die ganz ausgezeichnet ift. Die Witwenschaft der Heldin ist in ihr das Wichtigste, denn Gisela Werbezirk erhalt , dadurch die Möglichkeit mit dem an der Wand hängenden Mld ihres verstorbenen Gatten Salomon ein Zwiegespräch zu führen. Ein Dialog, der naturgemäß ein Selbstgespräch ist und in der Realistik und subtilen Prägnanz des Ausdrucks rrrcht» zu wünschen übrig laßt. Die Kimst, so mit Gespenstern z« reden, ist selten. Das Publikum fühlte es »irgendwie und so war der Beifall nach dieser Schlußszene des zweiten Aktes sehr stark. Noch ein Detail fit hervorzuheben, von dein nicht sicher ist, ob es den Autoren oder dem Spielleiter Fritz Strehlen zu verdanken ist. Die Witwe Mali Epstein trägt einen Schlafrock, der aus demselben rotblumigen Stoff ist, wie der Ueberzug der Anttqnttäten, mit denen sie handelt. Sie wird so auch zn einer Antiquität, die zwar weniger kostbar, aber desto origineller ist. Sonst ist weder vom Stück, das mit einer abgedroschenen Karikatur des Golus-Jüdffcheu verschiedentlich hernmjongliert, noch auch vom Spiel viel zu berichten. Neben der Werbezlrk gelang noch Fritz Strehlen die Karikatur eines Advokaten und.Ernst Neuhardt die eines ebenso jungen wie verdummten Grafen. Seinen Vater, den alten Grasen gab mit Haltung Eugen Jense«. Von den anderen war Paul Gerhardt der schwächte; schade, denn ein schlechter Komiker stört. l, ch. Am den Theatern. D-u r g"tch^at e r. Morgen, V*8 Uhr abends, t ) W e t p 111-. Akademiethea ter. Morgen. Uhr abends, .D a 3 Glas Wasser" (Abonnement IV. Gruppe). Freitag den S. April, 7 Uhr abends, «Jahrmarkt tu Pulsnitz", dionysischer Schwank von Waller Harlan, als Vorstellung der Schauspielklaffen des Professors Dr. S ch n l b a u r zur Aufführung. Operntheater. Morgen. */,8 Uhr abends, «S g a- « a r e ll" - .D aS h S l l i s & ® o l VolkSoper. Morgen «Carmen". Erich S t e k e l a» G. Deutsches Volkstheater. Als nächste Novität wird zur Feier d«S 60. Geburtstages Romain R o l l a n d s dessen «Spiel vonTodund Liebe", übersetzt von Erwin R i e g e r. mit Alexander M o i s s i Erika Wagner und Jakob Feldhammer in den Hauptrollen SamStag den 3. April zur ersten Aufführung gelangen. Der Dichter biirite aus diesem Anlaß nach Wien iommen. Vom 1. April ab beginne« im Deutschen Volkscheater die Abendvorstellungen um 8 Uhr. Theater tn der Jolefftadt. Das LuApiel „Spleen" von Noel C o w a r d, deutsch von Louise Maria Mayer, wird am Donnerstag den 1. April zmn ersten Male anj geführt. Neues Wiener Stadtthea ter. Morgen, ft8 Uhr abends, gelangt das Bruckner-Stück «Der Mnsi-> kaut Gottes^ mtt Wilhelm Klitsch zum 76. Dkake zur Aufführung. Carl-Theater. Morgen 35. AuMhmug der Operette ^Die verbotene Frau". Hente. 3 llhr nachmtttags. Ein Walzer trau m". Modernes Theater. Morgeit, 8 Uhr abends, gelangt die Komödie «Die Ottomane" von Adolf Deutschdorf zur ersten Wiederholung. Ronacher-Operettenthvater. Mittwoch den 31. wird die 25. Aufführung von Oskar Strauß* Operette „Di o T e r e s i n a" durch eine Festvorstellung gefeiert. Apollotheater. Am 3. April begimrt das Gastpiel der großen HallevÄevne „Achtung! Welle 6Ö5\ Jüdisches Künstlerkabarrtt, 2. Bez., Pttüerstvcche 60. Heute Sonntoig gelangt außer relchhaltigem Programm die gvoße Lachfn A niitf -- Wl WiMMV.

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