Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2542 (21.3.1926)
- Date
- 1926-03-21
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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0efle IS Mm, Tdnnstrtz Bollswirt. Ans dem Wlrtfchaftilrde». vor einer Krisenwenkurg in Oesterreich? In Wirrer Finangkresten macht sich in der letzten Zeit eine emxrs bessere Beurteilung der Situation bemerkbar. Bon schr ernst zu nehmenden Finanzleuten wird der Ansicht Ausdruck verliehen, daß nunnrehr die österreichische Krise ihren Höhepunkt überschritten habe und sich eine Besserung anbohne. Allerdings darf noch lang.' nicht von eurer entscheidenden Wendung gesprochen werden. Die Verminderung der Z<chl der Arbeitslosen ist minimal. Sie entspricht dem SaisonbeyrM, ohne daß daraus auf eine wirkliche Besserung in den einzelnen Betrieben geschlossen werden könnte. Auch an der Börse sind kein.' Anzeichen vorhanden, die eine optimistische Beurteilung der Situation zum Msdvuck bringen würden. Es schien die Ziffern und Daten, die eine Konjmckturwendrmg andeuten. An einzelnen amerikanischen Universitäten haben sich die Wirtschaftsinstitute statistische Systems zurecht gelegt, nach welchen sie den Auf- und Niedergang der Konjunktur genau verzeichnen. Diese Konjunkturbarometer werden Von den amerikanischen Industrien und der Finanz schr beachtet und scheinen vieles für sich zu haben. Die Einrichtung solcher Institute ist allzu kostspielig, als daß sie auch auf dem Kontinent eingerichtet werden könnten. Der österreichische Wirtschastskritiker ist mchr auf seine gefühlsmäßige Beurteilung angewiesen, die oft ebenfalls den Kern der Sache trifft. Diese aber laßt eine gewisse optimistische Austastung der Situation erkennen. Man hat tatsächlich den Gudnrck, als ob m Oesterreich das Schlimmste bereits vorbei Ware.; Diese Erkenntnis. wird angesichts der Ereignisse in den Nachbar- ■ stauten förmlich cmfgedrängt. In Ungarn ist die Wirtschaftskrise auf ihrem Höhepunkt. ' Die Insolvenzen in der GetveÄebranche, die den Kern der ungarffchen Wirtschaft darfteüen, sind noch nicht beendet. Nach dein Zusammenbruch der Viktorianrühl^ der Getveidefirmen Fleisch!, Rechnitz und aller der anderen, deren Passiver: in viele Milliarden gehen, dürften in Kürze weitere Insolvenzen m dieser Branche nicht ausblei-ben. Die Budapest« Textilbranche klagt über die sich hausenden Zusammenbrüche. Die Agrarier befinden sich in großen finanziellen Nöten. Der Handel ist zu Boden geschlagen. Man erwartet mit j-cdem Tage neue Insolvenzen. Kier scheint die Krise an Schärfe zuzunehmen. In der Tschechoslowakei, die bisher als wirtschafi- Wh sondiert galt und von der man glmchte, daß chr die schweren Krisenerscheinungen Oesterreichs erspart beiden würden, zeigen sich in der letzten Zeit ebenfalls Anzeichen einer stärkeren Wirtschaftskrise. Sie nimmt von der Zuckevbvanche ihren Ausgang, in welcher einzelne Firmen infolge der Situation auf dem Weltzuckermarkt ungeheure Verluste erlitten haben. Die Schwierigkeiten einer ganzen Anzahl gut fundiert« Zuckerfirmen werden i* den Beratungszimmern der einzelnen Banken und Branchen-- Mgehörigen sehr lechaft besprochen. Man befürchtet den Mat, ohne ihn verhüten zu können. In der Textilindustrie geht <8 nicht bester. Auch hier scheinen sich ernste Dinge vorzubereiten. Die Schwierigkeiten der Eisenindustrie wurden schon' vor zwei Wochen anläßlich der Besprechung der Situation der Skoda- Werke und der Brunner Maschinen sehr lebhaft erörtert. Die maßgebenden Wirtfchaftskreise der Tschechoslowakei warnen vor jedem Optimismus und machen sich auf das Schlimmste gefaßt.!S§ scheinen sich hier noch schr unangenehme Dinge vorzubereiten, die nicht mit der Sonde der Statistik erfaßt, sondern vielmehr mit dem Gefühle des Wirtschaftspraktikers vorgeahnt werden können. Der Kulminationspunkt sicht noch bevor. Wann er tatsächlich erreicht sein wird, läßt sich vorläufig nicht bestimmen. ‘ In Deutsch l a n d sind die allgemeinen Wirtschaftsver- HWnisse schr triste. Du günstigen Borsenverhältmste Berlins, cmtzefacht durch den amerikanischen Unkrnchmungsgyist und das Interesse für die deutschen Industrien, sind für den Zustand der Wirtschaft nicht maßgebend. Textilindustrie, Metallindustrie, .Agrarier und der Handel befinden sich mitten in der Krise. Der große Derkchr in den Zentren Berlins, der das Pulsierende Leben darstellt, darf nicht als Ausdruck der blühenden Wirtschaft Ungesehen werden. Die abnormale GeLftüssigkeit ist kein Zeichen e««s blühenden Zustandes, sondern dislmchr der schleichenden Krise, dir es verhindert, daß die einzelnen WirtschaftsZweige den .Geldmarkt in Anspruch nehmen. Mcm hat den Eindruck, als ob sich die Krise in Deutschland jetzt auf dem kritischesten Punkt besirwen würde. Die Bechältniste in Polen sind wicht anders. Auch dort scheint der Ausweg aus der Krise vorläufig noch nicht gefunden ■ p sein. Es ist interessant und verdient besonder? Hervorhebung, daß Me diese Länder viel später dem Drucke der Krise unterworfen wurden als Oesterreich. Es läßt sich fast eine gewisse Analogie Mt der Währungskrise seststellen. Oesterreich hat als erstes die Währungskrise, die durch die Inflation hervorgerusen wurde, dwrchgemacht. Es folgten dann erst die übrigen Staaten. Dafür Mer wurde die Stabilisierung auch zuerst in Oesterreich erfolgreich durchgesührt. Es ist so, als wenn Oesterreich als erstes die Kinderkrankheit durchmachen würde nnd die anderen Staaten erst später darankommen, wobei sie aber diese Kinderkrankheiten her Wirtschaft mit derselben Intensität durchmachen müsten. .Vielleicht liegt es in der eigenartigen Lage der österreichischen Wirtschaft und ihres Verkehrs, daß sie als erst« von diesen Wirtschaftskrankheiten infiziert wird, dafür 06er auch ats erste di^e Krankheiten übersieht. Bei der jetzigen Wirtschaftskrise scheint dies Wch zu sein. ' Oesterreich dürfte das Schlimmste bereits überwunden ' hoben, wenn auch noch schr viel zu seiner vollkomrnenen Gesundung gehört. Die Leipziger Messe ist völlig mißlungen. Me österreichische Messe hat doch bereits einige Lichtblicke gewährt. Ne Zahl der Insolvenzen nimmt in Oesterreich bereits ob, während sie in den Nachbarstaaten rapid zunimmt. Es sind; MM» ffiektt Svwvtouw die aber s^bkütl» «ftotow Die Wiener ModnzeltnM ersten Stadien der Rekonvaleszenz scheinen bereits erreicht zu werden. Der Zollrirrrnnel. In der letzten Woche war im österreichischen Nationalrat von nichts anderem als von Zöllen die Rede. Agrarier und Industrielle meldeten sich zum Wort. Beide präsentierten ihre Forderungen, die nicht klein sind und nur zeigen, daß in Oesterreich im Wünschen die Grenze des Erreichbaren sehr leicht überschritten wird. Oder vielleicht ist es die Taktik der österreichischen Wirtschaftskreisc, sehr viel zu verlangen, um wenigstens eine Quote zu erreichen. Vorläufig hat man sich auf die Erhöhung des Milch-, Bich- und Zuckerzolles geeinigt. Die anderen Zolländerungcn sollen erst sukzessive darankommen. Der Fehler, der all diesen Forderungen zugrunde liegt, ist nur der, 'daß sie von einem engen Gesichtskreis aus erhoben werden. Der österreichische Bauer denkt nur an sein? Wirtschaft, und der österreichische Industrielle an sein Unternehmen, ohne zu bedenken, daß Zölle ein Teil der Handelspolitik sind, die nur in Uebcreinstinmmng mit den anderen Staaten g?macht werden können. Mögen in Oesterreich noch so hohe Zölle beschlossen werden, wenn sie nicht in Handelsverträgen bei den anderen Staaten durchgesetzt werden, dann sind sie übechaupt umsonst in Kraft getreten. Man hat mit Mühe in den letzterr Jahren Handelsvcrträge abgeschlossen, hat den Völkerbund havanguiert, daß er die Nachbarstaaten zu einer gewissen fteieren Auffassung in ihrer Wirtschaftspolitik veranlasse, daß die Zollschranken, die den Export der österreichischen Produkte noch dem Ausland verhindern, sukzessive fallen, und baut mittlerweile jm eigenen Lande künstliche Zollschranken auf, die auf die Nachbarstaaten nur wie oin rotes Tuch wirken können. Man will den Absatz der österreichischen Jndustvieprodukte in den agrarischen Nachbarstaaten fördern, konnte diese Staaten vielleicht zu einer günstigeren Stellungnahme veranlassen, indem man ihnen den Absaß ihrer Agrarprodukt.? in Oesterreich als Kompensation ermöglicht. Dafür aber wird das Gegenteil gctan. Man erhöht den Zoll für österreichische Agrarprodukte, will die Einfuhr ungarischen Mchles, rumänischen Mehs und anderer Produkte nach Oesterreich durch Zölle erschweren. Wie. sich -das rennt, ist schwer verständlich. Aber abgesehen von diesen handelspolitischen Verwicklungen, die sich zweifellos eignen werden, fällt noch ein Umstand ins Gewicht, der rricht außer acht gelosten worden darf. Alle diese Zölle bedeuten eine Verteuerung der österreichischen Lebenshaltung, trotzdem sie in verklausulierter Form beschlossen sind, damit aber auch eine Verhinderung der österreichischen Konsunffähigkeit und des österreichischen Absatzes. Ter Handel wird ganz und gar nicht in Betracht gezogen, der für Oesterreichs Zahlungsbilanz eine ebenso wichtige Rolle spielt wie die agrarische Produktion. Allerdings, wenn Wirtschaftspolitik nur nach rein politischen Grundsätzen gemacht wird, dann entbehrt sie auch jeder wirtschaftlichen Erkenntnis. Dr. Max Rosen borg. Keine Derschlevvung der dentsch-volnische» Handelsvertrages. Eine Erklärung des Reichswirtschaftsministers. — Deutschland lehnt Agrarschutzzölle ab. Aus Berlin wird uns telegraphiert: Jm Verlaufe der heutigen Debatte über den Etat des Rnchswirtschaftsministers ergriff Dr. C u r t r u s das Wort und wehrte sich entschieden gegen den Vorwurf, als ob die Verhandlungen mit Polen und Frankreich verschleppt werden würden. Deutschland habe ebenfalls ein Interesse an einem Handelsvertrag mit Polen. Er erklärte auch, daß mit Rücksicht daraus, daß England durch seine Zoll-Politik die Vertragsbasis verärgert habe, ein Schiedsgericht angevusen werden müste. Die deutsche Negierung ist bestrebt, die Notlage der Landwirtschaft zu mildem und alles zu tun, um ihr langfristige Realkredite zur Ablösung der hochzinsigen kurzfristigerr Kredite zu verschaffen. Die deutsche Regierung lehnt es ab, die Preise der landwirtschaftlichen Produktion durch Schutzzölle zu heben. (Die derrtsche Regierung geht also in dieser Hinsicht etwas vorsichtiger als Oesterreich zu Werke, indem sie den Agrariern den Schutzzoll verweigert. — Anm. d. Red.) Er kündigte auch eine Verbesserung und Ergänzung des Preisabbaugesetzes an, wobei die Wünsche der Gewerbe und der .Handwerke entsprechend berücksichtigt lvcrden sollen. Neuerlicher Kurssturz des krauMcheu Frank». Auf -die säMievige innerpolitstche Situatiiim im Frankreich erfolgten aus allen internationalem Tediisenplätzerr sehr große Abgaben von französischen Franken. Die Devise Paris war auf allen Plätzen um mehr a-ls 2 Prozent rückgängig und hat mir diesem Kurs den Tiefstkurs e-rve-icht. Irr Zürich senkte sich die Devise Paris auf 18,20. Im tveitorerr Verlaust des Verkehrs trat eine laichte Borrchigung ein, doch war d>ie Erholung leine bedeutende. Die Devise Paris schloß in Zürich mit 18,28 gegen 18,562 vom Vortage. Werter rückgängig war auch die Devise Brüssel, doch nahm der Rückgang nur geringer« Formen an. Es senkte sich die Devise Brüssel ans 20,80 nach 20,875 vom Vortage. Etwas rückgängig waren auch die Devisen Wien und Pvag. Bemerkenswert war die feste Halt-u-rrg -des Zloty. Der Dollar 'wurde mit 7,95 bis 8 Zloty bezahlt. In Berlirr erhöhte sich die Devise Warschau von 52,41 auf 52,99. Die Kursänderungen der übvigen Devisen waren wicht bedeutend. tzWerbet Abonnenten für dies! „Wiener Morgenzeitung"; » 21. März 1926_ Nr. S5G Me Berkehrsprobleme der Ariel. Die neuen Bahn«, in .Aeinasien. — Die schlechte Beschaffenheit Mt CJOTvtfEuBvIt, I Aus Konstantinopel wird geschrieben: Die Regierung in Anaoro ist bestrebt, das Eisenbahnnetz möglichst rasch auSgubmren. Die Bahn A n g 0 r a—S iwas bis Erze rum ist put größten Teile bereits in Betrieb. An der Bchn Samsun bis Siwas wird bereits gearbeitet. Diese Bahn ist in ihrer technischen Durchführung sehr kompliziert. Sie muß das Politische Randgcbirgc durchbrechen, wobei aber kein Flußlauf vochanden ist. Die Baukosten sind deswegen entsprechend hoch. Die Bahn wiw von der türkischen Regierung, türkischen. privaten Unterrrchmungen und europäischen Bausirmen ausgeführt. Um das Hinterland dieser Bahn ordentlich ausnützen zu können, ist der Ausbau der Häfen von Samsun und Merzina aktuell geworden. Namentlich letzterer soll bereits in Kürze Erweiterungen erfahren und strategisch ausgebaut werden, weil er der Verbindung mit dem befreundeten Rußland dient und bereits bisher seine wertvollen Eigenschaften für die Verteidigung des Landes gezeigt hat. Gleichzeiitg soll aber auch in wer Nähe von Samsun eine Küstenbahn gebaut werden, um die gwßen Tabakanlagen, die sich in jener Gegend befinden, mit dem Hafen verbinden zu können. In der letzten Zeit hat auch der Automobilvcrkehr stark an Ausdehnung zugenommen. Es sind alle möglichen Marken vertreten, besonders aber die amerikanischen urw französischen Automobile. Um den Autornobilverkehr stärker ausbauen zu können, müsten die Landstraßen wesentlich verbessert werden. In dieser Hinsicht hat die neue Türkei noch'sehr viel zu leisten. Nur an wenigen Stellen im Innern Analöliens können die Straßen als witterungsbeständig angesehen werden. Trotzdem ist vorläufig mit einer Verbestemng oes Landstraßennetzes nicht zu rechnen, da die Finanzmittel für diesen Zweck' nicht vorhanden sind. Die Reparaturen der vorhandenen Straßen werden mit unzulänglichen Mitteln durchgesührt. Auch oas türkische Jngenieurkorps scheint der Ausgabe "nur zum Teile^ gewachsen zu sein, da es an Ingenieuren schlt. Hervorhebung.^verdient der Umstand, daß die auch für Palästina wichtige Bahn, welche vom Strange der Bagdadbahn zwischr« Aleppo und Mostul nach Diarnekr und den wichtigen Kupfergvuben ' irt jenem ®e» biete gedacht war, aus politischen Gründen nichts zur Durchführung gelangte. Dies hängt in erster ReW mit der M 0 s s u l f r a g e und der Schwierigkeiten ihrer Lösung zusammen. Die Türkei kann aus' diesen Gründen diese Kupferminen nicht entsprechend ausnützen. Es sind Bestrebungen im Gange, dieses Projekt eventuell fallen zu lassen und von einer anderen Richtung eine Bahn nach den Kupfergruben von Arghana Maden M errichten. Der gestrige Privatverkehr. Infolge der staÄen Reniben» sppkuilat'ion sah sich das FinauMnrisWrliimn veranlaßt, den Handel von Effekten außiMhallb dar Bövse zu verbieten. Dar 'gestrige Private Effektenverkchr wo« deshailb , sthr behinldsvt. Die Umsätze waren äußsrst -gsrrng. Gmgelne BMÄWsvt« rcüd KriupP-AMen waren be>geihvt und konnten lleichte ■ Bestovunyen errieten. Die freundliche Tendenz ist auf die günstigen Börfenbsvichte aus Beirlm zuvückzrchühren. ■ > Der Börsenverkehr am 25. März. Nach vurar BevloMbarung der Wiener Börsenkammer findet am 35. März oiu regelmäßiger Börsenverkehr der Gffokteiffsktion statt. Auch an der Produtterrbö'r.st wird der normale Börsenveickeh-r ahgehalten. Usaneenrevision au der Wiener Warenbörse. Gestern nachrnittags fand mrite-r Vorsitz des Horm Bizeprästdenten Julius Stern und 'm Gegenwart des Reg?isvMrigsv4-rtvet!eivs Hsvrn Dr. CSfloiii Mazelle im großen Slitzu-ngÄaaile der Wliensr BörsenLcrrmrrer eine Besprechung der iuiteneffievten Kveffe zu« Revision dvr Usanoen fi'nr den Handel tim Rübenzucker, Melasse und Osmosewasfer arr dar Wiener Bö-vst statt. Da durch' Einholung zalhlneiche>r AeußiSMnpan und wi>ederlholte Vorlbe-- spvochnngen wichtiige Bovarlbeiiiten gelelilstet Wauen, konnte m allen wesentlichen Punkten eine gvrlndlsäMckiie Wnixpring Mziellt wende,r. Insibelsondene wr?>ch-e die Fvist .'für die Disposvtionsent'ei>lun>g im Harrdel mlit Raffinadezuckeir eünvernelhmlUch ßeirei,cyi?i[.t und die GnrlschußpiMcht beü >in!8ändLsch«on Zeitgojchästen von dTr Schaffunig elinor LiquidMonslkaste ab* hängig gemacht. Es bestüht d>ie Absicht, die neuen Bestimmun- «gen mit 1. Mai 'l. I. in Kraft >zu setzen'. Der Schutz der österreichischen Wirkwareninduftrie. Gsstsvn fand^eine vom Verein der Wirk- und Strrckvaren- und der Modewarenfabrikanten veuanstMeite Pvestvkonfevenz staibt, sin welcher sich der Vereinspräsident Kommerzialvat Rr.dokf A s k 0 n a s über die Lage diases JndirstMegwöiges äußeivte. Er wies auf die 'kritische Lage dieser Jrrdustvie,gvuppe hin. Die Strick- und Winkwarenindustriie «in Oestovwich ' hat in den Jahren 1910 bis 1923 einen rrngeahnten Aufschwung ge» no'nnrcn. Born Standpurr-ktc des handelspol>itischen Prestiges aus fÄ es wicht zu verachten, wsnn in den 'Vvvnehrnstien DetaiilMschäften in Rew-Uork und CHLLago, London und Paris, Brüssel und Amsterdam twtz der namhaften eigenen Produktivn all dieser Länder Wiener Mod^sdvickwaven aks besonders hochqualltatiiv geiMi-rt mrd angepriifferr werden, und daß es Wohl jarnnrenschade wäre, auf dii^se stilbe^ aber orftligreiche Propaganda für die östovveichische Geisamtproduktion yu verzichten, bedarf keiner besonderen HevvoäHeibMva. D^ofe Jndwstmie lbedurft eines ^besonderen Schutzes durch Zolle. Nach den ^beiffällig aufigenomnlenen Ausführungen des Redners wurden die ainAÄnen Modelle vor>gef>ühck, die von der hohen ErMvicklung dieser Judrlstrie Zeuignis adlegen. - Insolvenzen. Der Konkurs wrnde Wer Hmes Grötzer, 19. Bvz., Sormibengplatz 1, ovöffrwt. -7- Das Ausgleichsverfahren wurde über Otto FerLus, 4. Betz, Wehvingepgass« 10, über MarLus Isidor R etch. Schoßewmode, 2. Bez^ Dabovstraße 7, über Simon WeiStz Kappenstckrik, 6. Bez., MaridWjevstvqß« M, und Her Mülle« 8«ie»-weL<tz 1, icjk BoÄauOache \mL