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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-21 · Heft 2542 (21.3.1926) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2542 (21.3.1926)
Date
1926-03-21
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 2542 Wien, Sonnkäg SEÖfeiter Movgettzeltttttst 2t. Mn IW ' 2;ite 11 Jede Dame, jeder Herr erhalt ivabiend Ser Dauer des Del-Ka-Ostecrmnmels eine elegante Lchildkrot imit. ILassette beim Einkauf von Ivr: Paar Stümpfen oder decken und gleichzeit'tzcm Schuh: m-. wirf. In mrijerer Kindey'chuhabteilnng im Hauptgeschäft, 6. Be;., Mariahilfersttaße 17, sehenswerte Innendekoration: Lebende Vögel, i» südländischer Landschaft, Zauberkünstler, Radiolau Sprecher, -Konditorei (Bredendick) nsw. Jedes Kind echält ein Geschenk. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Mittwoch den 24. d. spricht Herr 93 e n j o m m Akzin im Cafe Lovrano, 6. Be;., Lörvengasse 86, mr halb 9 Uht abends über,/Der RevrfionismuS". Der Hm des eleganten Herrn ist der TMka-Hnt. Die Ottoilitätserzeuonisse dieser bestrenommierten. Firma sind in den allcrireuHsten Fassons uns Modemrben in den Verkaufsstellen, 7, Bez., Kaiserstraße 128, und 9. Be;., Alsevstraße 6, erhältlich. 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Kammersänger Mä vr - und KammersänHerm Rayvl, der Pianist Professor Dachs, der Kammersänger Wiede mann, das bekannte Gott es mann-Trio, der junge Geige- Höne, ferner Fräulein Gusti Pichler, welche den Sdundenwatzer von Delibes entzückend tanzte und wiederholen mußte, und Burgschauspieler Treßler. Die Sensation des AbendS bildete das Auftreten der. „japanischen Nachtigall" Madame T e i f o Kiw-a, welche tunt Kapellmeister Steckler begleitet, italienische und deutsche Lieder in hinreißender Weise sang mit) nicht ende »wollenden Beifall fand. Nicht vergessen sei der Piamst Walter F i§ ch e r, der einige der. Künstler .aufdem- Klavierin vortrefflicher Weise begleitete. Um As Gelingen des Abends hatten sich Herr und Frau Dr. Klemperer besonders bemüht. Wir empfehlen den nach Wien kommenden Auslandslesern unseres Blattes, im. Hotel National, 2. Bez., Tcchorstraße 18, Quartier;u nehmen. Erstklassiges Etablissement. Mäßige Preise. Cafe nnd Restaurant im Hanse. Ein erstklassiges Fabrikat. 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Es ist unwahr, daß. die - neuesten Modelle m Hertenum Damenschuhen nur in der Stadt zu haben wären, wahr ist vielmehr, daß Sie auch im Schuhhaus Dorn, 2; Bez., Tabörstraße 8 a, zu Okkasionspreisen Schuhe bekommen. 5kinder aufs Land. Der Hmnanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens eröffnet heuer wieder seine Ferienkolonie in B ö sl a u vom 9. Juni bis 7. September in drei Turnussen sür jüdische Knaben und Mädchen von 6 bis 14 Jahren. Anmeldungen bis 15. April bei Herrn Ignaz Neu seid, Wien, 7. Bez., Mariahilferstraße 80, Del 39-4-93 l kl!I >> MtUfimim Hervorragend bewährt zur Bekämpfung rheumatischer» gichtischer, nervöser Schmerzen sowie gegen Kopfschmerzen. I Dt« Wlrfumq tritt »«mittelbar et», «eine schNdltcheu Rebenwtr»»«ge«. I - - -.- Nerztlich lobe«» begutachtet. — Ja alle« «»attzekea. jj[lliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiHiiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiii(iiiiiiiiiiiimiiiiimi!i!iiiiiiit. 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Kultusgemeinde Wien IX., Berggasse 15 / XVIII., Waihringersir. 97 novn rb. feierliche robn im Restaurant „NATIONAL" II., Taborstrasse Nr. 13 <BÄvÄ)“ Während der Feiertage erstklassige Wiener sowie die bestbekannte orig, orientalische KÜCHE "W3 Ttopytnyp Anmeldungen täglich im Restaurant (Tel. 42-5-93) Feinste in- und ausländ. Qualitats- sowie Original-Palüstina-Weine vom Fass und in Flaschen, Sliwowitz und Meth noBn-in bw Soeben erschienen: Besuch in tzrez Fsrael von Otto Abeles 19 BUlbilder auf Kunstdrnckpapier Unter dem unmittelbaren Eindruck einer Palästina-Reise entstanden, gibt dieses Buch des geschätzten Wiener Schriftstellers und Knitters ein überaus scharfes und lebensvolles Bild von „Erez Israel", der neuen jüdischen Siedlung. In seiner knappen, tempe amentvollen Art notiert und glossiert Otto AbeleS wie er im Hochsommer 1925 das Land und seine Menschen syh, die Ebene JeSreel.und. dis neue jüdische Stadt Tel-Awiw, Jerusalem und Safed, Liberias und Haifa, die jüdilchen Bauern des Emek und der galilätschen Berge, die chassidischen Pioniere und die Städtebauer, die jüdischen Steinbrecher «ud Fischer / Eine fesselnde, liebevolle, aber auch kritische Darstellung.der allerjüngsten Ergebn'sse zionistischer Arbeit in Palästiua, van. zahlreich«» ausgezeichnet gewählte» Lichtbild«» begkettet *; Preis S. 4M, i« ««lbleinevba»- S. ».« R. LöwU vrrtag. WieN'Leivji» Modenschau W WmiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiifiidiimiiiiiiiiiimiifmiiiiiHidillliilillllüllllliHllliilimi lIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIHIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIII!llllllllimi!imi in den Salons KRUPfilKy t.lglich von 11 bis 12 Ulu. 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Der Vorsitzende verkündete hierauf das Urteil m fobgöndern Ausmaß: Der Angekbagte Anton Zak wurde zu fünf Jahren schweren Kerkers, verschärf: mit einem Fasttage alle Viertelahre verurteilt. Zak nahm das Urteil richvg mrf. Der Lerurieitte erklärte dir Strafe sofort antveten M wollen. Boi der Urteilsverkündigirmg erlitt die Braut des Zak einen Weinkrampf. Der Staatsanwalt meldete gegon das' Strafausmaß die Berufung an. Die gerichtliche Lorladung am Versöhnung»» tage. " Aus Gloggnitz wird uns gemeldet: Der Strafrichter des hiesigen Bezirksgerichtes Pawlowki hatte sich gestern zum -oeiten Maie mit-einer EhrexcheleidigungÄlage zu befassen, welche der in Trattenbach wohnhafte Förster des fürsterchifchöstichen Reviers Wenzel Win-irsch gegen den BergbaufachverstäiiSigen Ingeni-sur Emmerich Herzog angestrengt halte. Gegenstand der Klage bildete ein Brief, den Herzog anfangs August 1926 an den Erzbischof Dr. P i s s l gerichtet hatte, in dem er den Förster Windifch beschrÄdigte, daß er im Dienste wiederholt betrunken , sek und -daß er sich sehr wenig. um seinen Berus kmnmere. Bereits einmal hatte.der Richter über diese. Klage ein Urteil gefällt, welches mit Rücksicht twf die Beoleitumstände in der Oeffentlichkeit Viel besprochen iwtbe und großes Aufsehen erregt hatte. Ingenieur Herzog wurde m einer Berhaichl'ung,;n welcher er nicht erschiene n war und zu der er feiner Angabe nach keine Vorladung erhalten, zu einem.Monat. Arrest verurteilt. Der Richter hatte damals die Zustellung der Vorladung an den Angeklagten Herzog als ausgewiejsen angenommen, da mach einer RÄativn des Postorganes, diesem die Vorladung, dem Beklagten, zustellen wollte. Herzog hat mit Rücksicht auf den hohen Feiertag (der 28. Septentber war der B er s ö h n u n g s t a 0) die Vorladung nicht unterschrieben und auch nicht annehmen wollen. Gegen das in seiner Abwesenheit gefällte Urteil hatte Herr .Herzog Einspruch an das Bezirksgericht erhoben, doch hatte der Richter dem Emspruche keine Folge gegeben, da nach seiner Anschauung die Vorladung zur Berhandibung ordnungsgemäß erfolgt war. Herr Herzog erhob gegen den Beschluß, mit welchem der Einspruch abgewiesen worden war, die Beschwerde an daß Kreisgericht Wiener-Neustadt. Der Beschwerde- Vertreter Dr. Engelstein hob hewor, daß sein Mienl einen oesetzlichen Grund gehabt habe, die Annahnie der Vorladung zu verweigern, da der 28. September der Versöihmungstag war, an dem bekanntlich alle Juden, als gesetzlich a u e rk a n n t 0 Bolksgemeinschaft, von jeder, auch der kleinsten Tätigkeit defrett sind. Dieser Feiertag werde von jeder Behörde respektiert. Dr. Engelstem hatte zum Nachiveise. daß dieser Standpunkt des Befchwerdfichrers richtig ist, beantrag:, eilte Anfrage an das Mmdesministerm-m für Justtz zu richten. Das Kreisgericht Wiener-Neustadt hat der Beschwerde stattgegeben, den Einspruch für begründet befunden, das antzefoch:ene Urteil aufgehoben und dem Gerichte elfter Instanz die Durchfi'chrung einer neuerlichen B erh and lung cmfgervagen. >Zu der gestern uachmiitags stattgehabten neuerlicheu Berhandlimg war Herr Herzog persönlich erschienen. Ueber Anregung des Richters kam ein Ausgleich in der Form zustande, daß Herr Herzog eine entsprechende Ehrenerklärung abgck, sich m Zahlung der Kosten und zur Berötsfentlichnng der EhrenerAämng in einer Tageszeitung verpfliw:tte. Der Angeklagte ivnche schm sreigesproch^M. 1 6886

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