Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2541 (20.3.1926)
- Date
- 1926-03-20
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wen, Tamtziag Wiener Morgenzeitunft 20. Mrz IM. Nr. 28« SM* \ HOTELS-RESTAURANT GUTH »., Hollandstrasse Nr. 14 VORNEHMES RESTAURANT MIT ERSTKLASSIGER KOCHE MENU ZU S 1.80 UND S 2.20 Uebernahme von Diners und Soupers in und ausser Haus Jeden Samstag and Sonntag Souper dansant / Jeden Sonntag F&nf-Uhr-Tce mit Tanz Zum Besuch ladet höfl. ein J GUTH, Besitze. ranskys, namens Szabados, erwarb im seihen Ort ein Grundstück mn -10 Millionen. Be: Bodos wurde auch ein Betrag von 31 Millionen gesunden. Die Herkunft diese; Geldes ist noch nicht festgestellt. Ein Bischof wegen Betruges vernriellt. Aus Kope n h a g e n wird berichtet: Ter Methodistenhischos B a st wurde heute wegen Betruges vom Kammerger.cht zu drei Monaten G e s ä n g n i s verurteilt. Wien, 20. März. * Das Wetter. Gestern herrschte trockenes, etwas kälteres Wetter. Die Vorhersage lauten Wechselnd wolkig, andauernd k ü h l. * Todesfall. Gestern nachts ist nach kurzer Krankheit an den Folgen eurer Gallensteinoperation der G.'richtSsaälrchakteur der „Arbeuerzeunng", Alexander Engel, im 52. Lebensjahre gestorben. * Bon einem Auto getötet. Donnerstag nachts wurde auf der W'.edner Hauptstraße oer Bronzegürtler Ernst Prokvpik von dem Anw A 12, 201, das der Chauffeur Ä.berl Sladek lenkte, ersaß: und überfahren. Der Fnspektionsarzt der Netiungsgesellschaft konnte nur mehr den Eintritt des Todes feststellen. Nach Zeugenaussagen, soll den Leuker des Auws kein Verschulden an dem Unsall treffen. * Mord und Selbstmordversuch.im Hotel. Ter Hande'sangcstellte Franz Lchwe ighoser harre Domrerstaa vormittags m einem Hotel in Hernals tolepyonisch ein ZimmeH bestellt und war abends mi: seiner Braut, oer Stickerin MarK Czapka, dorr erschienen. In der Nacht hörte das Zlubeimrädchen einen Ruf und sah Schmeighofer, der beim Nahen des Stubenmädchens in das Zimmer zurückkehrte. Dort wurde di« Czapka mit zwei schweren Stichwunden in der Herzgegend auigesunden. Auch schweighoser hatte sich eine Stichwunde beigebracht, die nicht lebensgesähulich zu sein scheint. Beide wurden'aus die Unfallstation gebrach:. Das schwerverletzte Mädchen gab durch Zeichen zu verstehen. oaß beide im Einverständnis gehandelt haben. Das Motiv Ser Tat tft Wohnungsnot. * Verhaftung eines Bankinhabers. Donnerstag wurde der Firmenteilhaber Emil Popper des zusammengebrochenen Banchauses Popper, dessen einstiger Chef Arnheim bereits in Haft ist, im Auftrag der Staatsanwaltschaft oechaftet und dem Landesgericht eingslieseri, da der Verdacht entstand, daß auch Popper an den Malverfationen Arnheims mitschuldig ist. * Einbruch in der Praterstratze. Donnerstag nachts sind unbekannte Täter durch eine Hintertür, die sie aufgesprengt haben, in das Lokal der Parfümeriehandlung Samu Rosenzweig, Praterstvaße 15, eingedrungen. Aus einer unversperrten eisernen Kalle entwendeten sie eine eiserne Hand.assette, die ^irka 100 2 enthielt uns aus dem Lokal Parsümeriewaren, schwämme und kosmetische Artikel im Werre von 25.000 S. * Der Fall KÄnvee. Die Wiener ZeitungZ berichtet: Verschiedene Tagesblätter brachten Nachrichten über die Tochter der Frau, K a d l v e c, wonach das mit der Vormundschaft über dieses Mädchen beauftragte städtische Jugendamt seine Pfticht nicht erfülle. Das Jugendamt erklärt demgegenüber, die Wicht der Fürsorge für Edich Kadivec nach wie vor, - unbekümmert um die Querelen der Mutter und einiger mit ihr verbundener Personen, weiter» ourchzusühren. Das Jugendamt übt die Vormundschaft ans Grund eines'Gerichtsbeschlusses aus und glaubt, das Kind nicht wieder dem Einfluß einer Persönlichkeit aussetzen zu können, der sich als nicht günstig erwiesen habe. * Das gestohlene Auto wieder gestmdm. Wie berichtet, ist Donnerstag abends gegen 8 Uhr dem Chauffeur Leopold Hoffn e r, Kagraneopratz 10, vor dem GastHause 'Steigberger aus der Wollzeile bas Lohnauw A12, 831, ein Fiatwagen von einem unbekannten Täter gestohlen worden. Gegen halb 12 Uhr nachts wurde das Auw am Handelskai bei den Stallungen der Wiener Molkerei in der Aussiellungsstraße vollkommen intakt aufgesuyden. Die Erhebungen zur Eruierung des Täters sind im Zuge. * Der Pfadfinberbund Zirenu Ersucht um Feststellung, daß cr sich dem Brich Hanoar nicht angeschiossen hat. Munte Wett. sllavenhandel im Roten Meer. Die ägyptischen Behörden Haben sich veranlaßt gesehen, zur Bekämpfung des wieder au siebenden Sklavenhandels an den Küsten des Roten Meeres eine Anzahl armierter Wachtboote anzustellen. In den letzten Wochen mußten mehrere Ddale die vor Aden stationierten enguschen Kreuzer zur Hilfe gerufen werden. Das Wiederausbrechen des Sklavenhandels hat im englischen Parlament Entrüstung hervorgerufen, und pax beriefen sich die dagegen opponierenden Abgeordneten auf die Tatsache, daß in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle die Sklaven auf britischem Gebiete eingefangen worden sein mußten, sicher aber war die Bestimmung der Sklaven nach denl Innern Arabiens, in (Yebiete, die unter dem Protektorate Englands stehen. Eine Fußgangerliga in Paris. In Paris ist vor kurzem ein Verein zustande gekonMen, der sich Ligue du Piewn nennt Dieser Verein will zwar nicht alle Fußgänger der Hauptstadt sammeln, obwohl das heute bei dem offenen Kampf zwischen Rädern und Füßen gut denkbar wäre, sondern er hat den Schutz argloser Fußgänger vor rücksichtslosen Fahrem zum Ziel. Die Liga hat im Quartier Latin ein Bureau ausgemacht. Sie gibt eine kleine Zeitschrift heraus, die alles Wissenswerte über Verkehrsregelung uno Schutz vor Verkchrsunsällen enthält. Sie gewährt ihren Mitgliedern außerdem kostenlose juristische und medizinische Beratung bei Berkchrsunfällen und zahlt in dringenden Fällen sogar Entschädigungssummen an auf der Straße verunglück:? Mitglieder ans. Es läßt sich gut denken, daß diese zeitgemäße Einrichtung sofort den größten Zuspruch gefunden hat. Der Senator als Steuerschniifsler. Bekanntlich lagen in Amerika die Listen der Steuerzahler zur allgemeinen Einsicht öffentlich ans. Allsähr.ich wurden die neuesten wiener Zahlungen der interessantesten Persönlichkeiten der U. S. A. veröffentlicht, vom Staatspräsidenten (der seit kurzem übrigens völlig steuerfrei geivorden ist) bis zum Boxerkönig Dempsey und vom Allerweltskünstler Ford bis znm kapriziösen Filmprinzeßchen in Hollywood Dieser Spaß hat nun ein Ende. Amerika har nämlich ein Haar in dieser Suppe gefunden, weil sich die Erpressungs- und Beleidigungsprozesse doch gar zu schr häuften. So wurde mit großer Mehrheit im Kongreß eure Aenderung dieses Gesetzes besch offen. Der gewöhnliche Mitbürger kann in Zukunft nicht mehr die vom Gevatter Nachbar bezahlten steuern kontrollieren. Nur der Senator jedes Bezirkes erhält für seinen Wahlkreis das Kontrollrecht. Der Senator muß also seine eigenen Wähler kontrollieren und Untersuchungen anstellen, tvenn jemand von einein lieben Freunde angezeigt wird. Ob das gerade zu einer Verbesserung der Wahlmodalitäten beitragen wird, aus denen die Senatoren hervorgehen? In Anicrika bezweifelt man das schon. Mas wird es jetzt erst für Skandale geben! Ganz U. S. A. freut sich bereits auf den ersten! Ein großer Mmnienfund. Beim Freilegen einer Reihe von Hosen über deui Grab des Rckhmere, eines Wesirs unter dem Pharao Thutmosis des Tritten, ist, wie aus Kairo berichtet wird, von den englischen Archäologen Mond und Emery ein großer Mumienfund gemacht worden. Es wurden drei Gruben mit Munlien freigelcgt, und auf dein Grunde der einen fanden sich drei Zimmer, in denen Mumienhüllen von Priesterinnen des Amon aus der 21. Dynastie lagen. Die Gruben und die Kammern ivuroen während der 13. Dynastie gewaltsam in Anspruch genommen. Die Kammern enthalten mehr als 30 Särge, -die augenscheinlich in großer Eile dort untergebracht wurden, denn sie sind in einem wirren Durcheinander; v'-^le MtlM.en waren uns ihren Kästen herausgesallen. Biele der Sarge zeigen vorzügliche Arbeit und sind schr gut erhalten. Bon den Beigaben die sich sonst so zahlreich bei den ägypnschen Mumien finden, hat man bisher nur wenig entdeckt; man hofft aber, bei der Ausräumung der Kammern noch wichtige Funde zu machen, zumal bereits r.ne Anzahl von Papyrusfragmenren entdeckt worden ist. Die chinesische Buchdruckerkmift. Es wir) vielfach die Meinung vertreten, Gutenberg habe sich bei seiner Erfindung an chinesische Vorbi.der gehalten. Dem ist jedoch nicht so, sein Gedanke, das Morr aus bewegliche:' Typen auszubauen, war durchaus original. Denn der chinesiiche Buchdruck, wie er vor dem Eindringen europäischer Methoden vollkonrmen und jetzt noch meistens herrscht, ist, wie wir den Mitteilungen der Handsetzer- Vereinigungen entnehmen, die Ucbertragung von einem Holzschnitt. Von einem Kalligraphen wird zunächst ein vorlinierres Blatt Papier beschrieben, die Schrift aus eine polierte Holzplatte übertragen und dann vom Buchdrucker mit emem Messer berausgearbeitet. Um eine Platte, die zwei Seiten umfaßt, fertig zu bringen, braucht der Drucker etwa eineinhalb Arbeitstage. Dieser Holzschnitt wird dann mir einigen Pinselstrichen mit Tusche gefärbt, Papier aufgelegt, wobei das Format so gewählt wirb, daß ein genügend großer Rand für persönliche A.rmerkungen und Zusätze des Lesers verbleibt, und d.-nn buch Klopsen mit einer Bürste der Satz' übertragen. Meistens mwö das Papier nur einseitig bedruckt, da die schr nussige. Tusche weit ins Papier vrirlgt, in der Mitte gefalzt und dann so gehes et. daß die beoruckten Seiten nach außen liegen und die Falze den äußeren Rand biloen. Ein Zusammensetzen oer Schrift aus einzelnen Zeichen ist schwer denkbar, denn'die chinesische Schr st ist aus einer Bilderschrift entstanden und enthält heute etwa 43.000 Zeichen, von denen etwa 5000 bis 6000 :ür den gewöhnlichen Gebrauch genügen. Eine Aenderung würde hier erst durch Einführnng einer Lautschrift, wie unserer Buchstabenschrift möglich sein, damit würbe aber das Berständignugsmittel satten, das heute unter anderem die noch so verschiedenen Bestanüre-le Chinas ein:. Team die einzelnen chinesischen Dialekte, obwohl Glieder eines Sprachstmnmes, sind heute doch vonemaMer so verschieden, wie etwa Deutsch vont' Norw-'gi'chen, so daß . nur der Sprach iorrcher die einzelnen Worte auf gemeinsame Wurzeln zurückführen kann. Da aber die chinesische Schrift acht ''?» Lau:n Gängig ist. sondern jedes Zeichen einen bestimmten Gegenstand oder Begriff bedeutet, kann jede Schrift om Alm noch ko rrr'chieten sprechenden Volksteilen gelesen werden, wobei natürlich ihr Erlernen viel länger dauert als das der unserigen. Solange sich nun an der Schrift nichts ändert, wird woh' ein Setzen unmöglich sein und der Chinese wird sich mit den Druckmethoden begnügen müss'n, die ein Uebertvagen geschriebener Zeichen möglich machen wie Steindruck und anderer, die ja die moderne Technik auch in hohe* Vollkommenheit liefert. Radioprogramm. Heute Samstag den 13. März. 16 Uhr 15 Mn.: Nachmittagskonzerl Wa.oleuiet . Fuitiungstu der Waizer: Weoer: Prezioia, Ouvertüre; D'Elvesta! Serenata appsssionata; Gottermann Romanze iür Vtolincello-Solo; S'lving i „Das internationale Wien", großes Potpouiri aus Oper. Operette Konzert und Tan»: Tosellt Nell* attesa (Ich harre De>n!); Rabenstetner; Schottischer Tanz; St. We ß Meine Beine, deine Beine, Tanzlied — 17 Uhr 30 Mn» Der Kartoffeldcm Hofrat Ing. Emil Haunalter. — 18 Uhr: Zur Feier des Buratbeatersubtt ums „Gestalten aus dem alten Burgtheater". Siegfried Loewy. — 18 Uhr 30 Min. r Scheffette>er I. B. Scheffel, geb. 26. Februar 1826Aus des Dichters Lebenswerk. Gesprochen von Paul Pranger. Lieder, oesungen von Otto Wach«. Etnletiende Worte r Dr Hans Nüchtern. - Su Ubr : Opere tenaufführnng r „Das Soerriechserl" usik von Robert Stolz Spielleitung r Viktor Fiem ,ing Mitwtrkende: W lly Bauer, Mz l Zweien, Rudi Schö->>v ele. Oskar Sachs. Gisela Marwn, Grell Schücketanz. — Heitere Abe»o(Tanz-- musik Rfll^EMK! BAD am Zoo, Berlin, Hardenoergstr UUilLlJL~uM Nr.27. Direktion: N. v Benedito Treffpunkt der Fremdenwei Be rlin s 5-lIhr-Tce * Souper prix fix * Bxqulsitr Kflche Kapelle: Scala»Sonrt'Band, Milano, ferner der Wiener Humorist Charlie WocDei II17 Vereine. Borträge und Dersammlungen. T o y n b e e h a l l e. 20. Bez. Denisgasse 33. Heute, 7 Uhr abends, üt o tt u 11. — M a i rn o n i d e 8 - I n ft it tt t, 3 Bez.. Hetzgasse 4(>. Samstag beit 20. d.. 4 bis b Uhr, Dr. A. .Kaininka „Das Hobe Lied in all goriich r Auffassung". Montag den 22. d., 6 bis Uhr, Dr. Kaminka: Cchlnßvortrag des Wti'terseni' sters. — Iugendveretn Erez Israel. Morgen 7 Uhr aben's. Bortrag Dr. Goldhammer über „Die Vorausietzungen des Zionismus". Anschließend Heimabend. — Zionistticlie Beztrkstektion Leopoldst a d t. Heilte, 8 Nlir abends, im Sekttonsheim. 2. Bez., ZirkuSgaffe 33, d tilgende AuSschn! sitznng — Z i o n t st t i ch e Frauen gruppe Leopold st adt Heute, 8 Uhr abendS. im Sektionsheim, 2. Bez.. Zirkusgasse 33 Ausschubsitzung - Z t o n i st i s ch e Kulturgruppe XX, Karl- Meisl-Stra^e 5/1 Heute, 6ill,r abends, Zusammenkunft der Mitpliedei. Morgen Sonntaa. 9 Nur früh Büch enieernng; 6 Uhr ab nds IX. Generaweisammlilttg. — Jugendgruppe d e r Z t o n i st t i ch e n Sektion Z w i > ch e n b r ü ck e n, 20. Bez., Lrystraße 81 (Keller). Heute. 8 Uhr abends Heimabend mit reichhaltigem Programm. Gäste willkommen! — Verein ö st e r r e r ch t s ch e r Chemiker Heute, 6 Uhr abends, im Hörsaal VII de Techni chen Hochschule, 4. Bez., Karlsplatz 13, Vollver ammlung. Vortrag Dr. Emil L e n t r „lieber Fermenle in der Technik". — Akademischer Verein j tt b i f di e r Mediziner. Heute 4 Uhr nachmiüags im Aten'alokale, 9 Bez, Ztinmermannsvlatz 8. ordentliche Generalverjammlung. Ericheinen;ür alle Mitglieder Pflicht. . * Für ein Kind. Eine Leserin macht nns auf deir traurigen Fall eines an 5!nochcnerwcichnng erkrankten 13jährigen Mädchens, das Kirrb eines arnien jüdischen Kriegsinvaliden, arifmerHam. Das Kind ist lanr der uns vorgelegteil amtlichen Büstäriaung dringend spitalsbedürstig. Pa es aus Polen stammt uno die Eltern kaum siir sich selbst auftommcn können, muß die Oeffenttichkert eingreifen, um die Bevpslegskosten sicherznstellen. Die »IZiener Morgen.zeltung" ist bereit, Spenden entgegenznnehmen. Kunst, Bühne, Buch. Aus den Theatern. B u r g t h e a t e r. Morgen. 3 Uhr nachmittags, „D a S Wintermärchen. V98 Nbabends „Der ewige Jüngling" (Abonnement IV. Gr wpe.) Ataoem'elvea ^/(orgen. 3 Uhr nachmittags, .D e r Q u e r u l a n t", 7*8 Uhr abends, „M arte oder Auf sanfteArt". Operntheater. Moraen, 6 Uhr abends, neu einstndlert unter persönlicher Leitung des Komponisten HanS Pfitzuer. „P a l e st r t n a". V o 1 t s o p e r. Heute tritt die japanische OpernsLngeri« T e i k o K i w a zum letztenmal als „M a d a m e B u t t e rf l y" auf. Riorgen nachmittags „Der Maskenball", ab ndS „G 6 n & r a 1 d’amoiir", Kammersängerin Elsa Bland singt in der am 23. d. stattfindenden „P a r s i f a l"- Aufführung die «undry. Exl-Bühne im Neuen Wiener Stadttheater. Die morgige Nachmittagsvorstellung von „D e r Musikant Gottes" beginnt bereits um 7,9 Uhr. Modernes Theater. Morgen. 7»i2 Uhr vormittags, findet eine Tanzmatinee des Künstlerpaares Edith E v S l e r und Hans R e n j e s f unter Mitwirkung der Edith- Eysler-Gruope statt. Dien Stag den 29. Mär< Urauffü. ruug der Komödie „D i e O t t o m a n e" von Adolf Deutjchdorf. Bürgertheater. Die Retm.'operette Journal der Liebe" von Farkas nnd Grünbaum, Musik von Neumann. feierte im Bürgertheater bereirS das Jubiläum der 60. Auführung. Der große Erfolg dieser Revue ist wohlverdient. Sie fft witzig und lebendig gemach:, abwechslungsv'ich und geschmackvoll. Dazu kommt eine ganz ausgezeichnete AnffirhDUng, wie man sie in solcher Vollendung nicht le'.cht wieder findet. Zu der anmutig-vornehmen Paula B r o s i g, dem in seiner Art wirklich unvergleichlichen Farkas, dem kultivierten Sänger Ritter und dom urwüchsioen, uvwienerischea Glawatsch gesell: sich jetzt die rassige, humowoll charakterisierende Klara Carry Mer auch das Tanzensemble und die Vertreter kleinerer Rollen sind durchaus zu loben. — Dte-j..> Revue ist wirklich sehenswert. Zensur jwkscher DheaterstüSe. Aus Warschau wird uns berichtet: Von hiesigen Zensurbchörden wurden 23 jüdische Theaterstücke für Aufführungsizwecke vevboten. Unter diesen befinden sich baS bekamrte Stück Schalom Asch's »Ämnon und Tamar", Bincos „Am Weichselnfer", Gordins „schöne Mirjam", Kalisch' ,gaukele". Lateiners,,Das jüdische Herz", Perez's „Es brennt" u. v. a. Die meisten Stücke sind mit der Begründung, daß sie religiös-nationalen Haß und revolutionäre Propaganda verbreiten, vevboten worden. Kleine Kunstlrachrichten. Bei den Ausgrabungen in P o mpeji kam im Atrium eines vornchmen Patrizierhauses die wundervolle, lebensgroße, fast unversehrte Bronzestatne eines Epheben zum Vorschein, die von Kennern als ein Kunstwerk ersten Ranges aus der Zeit »es Phidias bezeichnet wird. —- Für den Dpotlpreis von 100 Mark hat in N e lv -?) o v t auf einer Auktion ein Italiener vierzchn bisher unbekannte Zeichnungen und Gentälde von Whistler erstanden. Der Präsident der ,Mew Gallery" und der Kritiker .Hellmann erkannten die Bilder als Originälwevke Whistlers. Der Künstler dürste sie nach seinem Baickrott in London verschleudert haben. — Die Stadt Athen ha» für Zwecke der Ausgrabung der antiken Stadt ein munisizentes Gesckem erhalten. Ein Abgesandter John D. Rockefellers überbrachte der Behörde vier M i llionen Dollar, welche für die Bloßlegung der klassischen Ruinen verwende: werden sollen. — Eine neue Oper von D v litt a n y i v a s T u r m", Text von Hans Heinz Ewers, gelangt in Düsseldorf zur Uraufführung. Das Werk, dem eme ungarische Ballade zugrunde liegt, wurde lehr beifällig aufgenommen. — In Berlin fanden in gcheimer Sitzung die Wahlen der Bühnengenosssenschast statt. Es wurden Gustav R i ck e l t zum Präsidenten, Karl W a l l a u e r zmn Kvecten Vorsitzenden wiedergewälhlt. „Musikpädagogische Zeitschristl" Das Märchoft enthält unter anderem ivlgende Beiträge: Die Orchesterstimmung der Zukunft: ztvölfod:r mehrstufig? Bon Dr. Karl L a k e r. — Tonal und atonal. (Fortsetzung und Schluß.) Bon Dr. Roland T e n s ch e r t. — Egon Kornauth. Bon Erwin Schaeffer. — Eine neue Klassikeransga-be. Bon Dr. Kur: Rotier. — jkonzvrtberichte. — Musikinstrumentenban. Bon Karl W. Jaura. -- Beilage: Offizielle Mitteilungen des Musikpädagogijchen Verbandes. -