Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-03-16 · Heft 2537 (16.3.1926) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2537 (16.3.1926)
Date
1926-03-16
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981624--25881-3013580
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

'ÜW^SW'" ' Sk. W7 _Wen. MeEg Tagesbericht. Altjüdische Weisheit. KL« 8r« „Wiener Morgenzertung" nach den Quellen bearbeitet. Unsterblichkeit. Rabbi Ehoackra sprach: Der Satz: „Der Froumie ging d-ckin", Ldeutet lediglich: für sein Geschlecht. Man Vergleichs es eine»« Men, scheu, der eine Perle verloren hat. Sie ist iibmft Perle, wo sie sich auch befinde — nur ihrem Besitzer ist sie verloren. * Den Rabbi Eleasor beu Schamna fragten seine Schüler: Womit hast du dein Leben verlängert? Er mrtwortete: In meinem Leben habe ich nieurals ein Gotteshaus zu einem Durchhcmfe demrcht, niemals bin ich zwischen Menschen hinbnrchgeschvitten, die heiliger Lehre sieben waren, und niemals habe ich die Hände erhoben, außer zum Segnen. Auch Rabbi Ncchimja ben ha .Kanal) fragten, feine Schüler: Womit hast du dein Leben verlängert? Er antwortete: In meinen: Leben habe ich nie aus der Schcnwe meines Nächsten Ehre davongetwgen, und niemals ist der Fluch eines Srobenmenschen mit mir zu Bette gestiegen,- «ich war ich versöhnlich in Vermögenssachen. rp Die Lchrer haben gelchrt: Die beieivigt wurden, chne zu beledigen, die ihre Beschämung anhören, ohne zu erwidern, die aus Liebe handeln und der Strafe sich freuen können — von ihnen gilt der Satz: „Und die ihn lieben, sind wie die Sonne, die hcranskommt in ihrer Macht." Avrilwettcr. De-- Kalender ist etwas in Unordnung gekommen. Schon feit ckm letzten Sommer hinken wir mit unserer offiziellen Zeiteinteilung hinter der wahren Witterung nach. Der schönste Monat war nn letzten.Fahre der Juni und der Winter begann schon Än Novencher. Seit Ende Jänner macht sich der Frühling geltend; sank doch die Temperatur am 21. Immer zum letzten Male unter Null Grad, bis am 6. März, nach der ersten Gewitternacht dieses Jahres, neuerdings der Nullpunkt unterschritten wurde. Wir leben, obwohl ün März, faktisch in der abwechslungsreichen Witterung des April. Wie oft an einem einzigen Tage die Witteruirg wechselt, das läßt sich schwer feststellen. Sicher ist, daß wir emo tolle Mustersammlung von NiederschlaMormen Wer uns ergchen lassen müssen und daß trotzdem die Sonne noch Gelegenheit findet, einige Stunden zu scheinen. Wer gewöhnt ist, am Barometer abzulosen, ob das Quecksilber oder die Nadel auf Schön, Sehr schön, Regen, Sturm oder Veränderlich stehe, hat in dm letzten Tagen sich wiüdecholt getäuscht Ziehen. Denn bei all dem Wechselwetter zeigte das Barometer ruhig auf Schön und Trocken, so daß mancher sich verleiten ließ, wieder einmal auf die Unzuverlässigkeit des „Wetterglases" gehörig zuschimpfen. Zur Ehrenrettung des Wetterglases tnuß aber betont toerden, daß dieses nichts dafür kann, wenn die .geschäftstüchtigen Fabrikanten von Barometern sei: Jahrzehnten das Barometer durch Anbringen irreführender Anschriften bonn schlagwortlüsternen Publikum in den Ruf gebracht haben, sein Stand kündige das Wetter an. Freilich dient das Bawmeter zur Wetteransage. Aber es ist nicht sein Stand maßgebend, sondern sein Gang und sein relativer Stand, verglichen mit den: Stand an anderen Orten und in anderen Ländern. So wenig man aus der Meereshöhe eines Ortes darauf schließen kann, ob dar Ort auf einem Berg oder in einem Tal, an einem Seebecken ober an einem Abhang liegt, ob das Wasser vom Orte wegflietzt oder ihm zu« fließt oder daran vorbeifließt, so wenig kann man ans der Bawmrtechöhe a>H den Zubringer des Wetters, den Wind, aus seine inmnenisne oder zukünftig« Richrung schließen. Die Wetterkarte brr letzten Tage zeigt uns, daß wir im Gebiete des südwestlichen Hochdruckes liegen, während fern im hohen Norton, ungefähr auf dem nördlichen Polarkreis, mächtige Wirbel oorkeiKiehen, und bis weit nach Rußland hin:in die Kälte brechen. Wie gewaltig der Wirkungskreis dieser Wirbel ist, geht ^vohl am besten aus unserem eigenen Wetter he-rvor, denn wir befinden uns rund 2500 Kilometer vom Zentrum der Wl.b^l entfernt. Seit gestern hat uns di« Depression entlassen, der Luftdruck ist über Nacht mächtig gestiegen. Die südwestliche Hochbruck- Me hat «Inen Luftberg nach Westeuropa vorgeschoben, aber schon kündet neues Fallen des Barometers in den isläudischen Gewässern neu« Störmrgen an. Zwei Möglichkeiten bestchrn nun. Wenn der Hochdruck sich wieder, wie im April Mich, nach Südlvesten zurückzicht, wird der" neu« Wrbel auch uns neue Störungen bringen. Wem: die Antizyklone aber Mittel- und Sübosteurcpa erreicht, wird mildes sonniges Weiter die Folge sein. Dertn bei der letzlüren Douckverteilnng muß der Wirbel nach Südosten ausweichen, so daß uns die Bveri, auf der Südwestseite der Depression nicht cbe-r nur sehr abgeschwächt erreichen. Die nächste Wettervorhersage lautet: Die Welwrlage ist vollkommen unsicher, der Wetter charakter veränderlich. Das Regenwetter dürste anhalten. - 1411 Milo«» «raschen im Völkerbund. Der Völkerbund hat eS btSber auf 54 Mitglieder gebracht. Deutschland wird der 55. Staat sein, der sich anschließt. Diese Tatsache ist deshalb von großer Bedeutung, weil Deutschland mit 63 Millionen Einwohnern einer der volkreichsten Staaten ist, der den Weg in den Völkerbund gesunden haben wird. Von den einzelnen Mitgliedern tat Belgien 18 Millionen Einwohner, B o l i v i a nahezu 3 Millionen, B r a s il i e u 33 Millionen, China 436 M i l! i o n e n. Dieses Land steht in der Volkszahl weitaus an der Sp tze der Mitgliedsstaaten vor I a p a m mit über 80 Millionen Einwohnern. Großbritannien steht allein mit noch n'cht 80 Millionen Einwohnern im Völkerbund. Seine Kolonien, die fast außschließlich dem Völkerbund angeschlossen find, zählen aber fast 400 Millionen Einwohner. Dazu gehören mit eigenen Delegierten Indien mit 320 Millionen, Südafrika mit 40 Millionen. Kanada mit 10 Millionen und A u st r a l i e n und O z e a n t e n mit rund 8 Millionen. Frarikrei ch vertritt mit seinen Kolonien rund 100 Millionen Menschen ntt Völkerbünde bet einer Eiqenbevölkevmg von nicht ganz 40 Millionen. Italien zählt, ebenfalls 40 Millionen Einwohner. Mitglieder sind ferner noch: Kuba mit 3 Millionen Griechenland mit 5, G u a t e nr a l a mit 2, Haiti mit 1,5, Honduras mit 0,5, Liberia, mit 2, Lei tl a n d mit 1,5, L i t auen mit 2,5, E st l a n d mit 1,5, N i e a r a g u a, mit 0,5, die N i e d e r l a n d e für sich allein mit 7, einschließlich Ostindien aber nahezu 60 Millionen, Panama mit 0,5. P e r u mit 6, P o l e n mit nahezu 30, Portugal einschließ:ich der Kolonien mit 15, N o rw e a e n mit rnnd 8, Oesterreich mit innd 7, U n g a r n mst 8, S i a m m t 10, I u g o s l a w i e n mit 12. R u m än i e n mit 18, Tschechoslowakei mit 14, Uruguay mit 1,5, S p a n i e n mit 22, B e n e z u e l a mit 2, P a ratz u a y mit 1, Argentinien mit S. C h t l e mit 4, Kolumbien mit 6, C o st a r i c a mit 0,5, San Salvador _lg. März 1926_Sette l mit 1,5, Dänemark mit 3,6, Schwede» mit 6, die Schweiz nrt 4, P e r s t e n mit 10, B u l g a r i e » mit5, A I b a n i e n mit 1, F i n n l a n d mit 3,5 und Abessinien, der letzte Sraat, der in den Völkerbund ausgenommen wurde, mit 11.5 Millionen. 23 zum Teil stark bevölkerte Staaten einschließlich Deutschlands stehen 'm Augenblick noch außerhalb des Völkerbundes. Die volkreichsten sind die V e r e i n i a t e n S t a at e n mit 110 Millionen Eigenbevö krrung und dazu noch 20 Millionen Kolonlalbevölkeruna, Rußland m>t 120 Millionen, M e x i k o mit 14 Millkonen, die Türkei mit 10 Millionen, Aegypten mit 13 Millionen. Afghanistan und M ar o k k o, mit je 6 Millionen, A r a b f e n mit 5 Millionen und weniger volkreiche Siaateu, wie Ecuador, Sansibar, Monaco, Danzig, Island und einige andere, sind ebenfalls noch Außenseiter. Diese 23 Staaten verfügen aber über eine Bevölkerung von insgesamt rund 320 Millionen. Sine myfteriSse krplostourkataftrophe. In edier beleibt«: Stockholmer Straße expöodrert ein Auto. In Stockholm hat sich eine mysteriöse ExplosionÄatastrophe ereignet. Ein Automobil, bas durch die 00. Straße fuhr, wurde plötzlich durch eine furchtbare Explosion vollständig zertrümmert, der Fahrgast in Stücke gerissen, die Hunderte von Metern fortgeschleudert wurden und die n a h egelcgenen Häuser stark beschädigt. Der Chauffeur wurde wie durch ein Wunder nur betäubt. Der merkwürdige Vorfall ist Gegenstand der eifrigen Nachforschungen der Polizei. Mn nah«: zunächst an, daß es sich um einen aus ungewöhnliche ZKi ausgefichrten Selbstmord — es müssen mehrere Pfund Dynamit geivesen sein, die explodiorden — gchandelt habe. Inzwischen find aber Verdachtsmomente aufgetaucht, Ae darauf Wetzen lassen, daß in verbrecherischer Absicht eine Höllenmaschine in das Automobil gelegt wurde. Zwei Kompagnons des Verunglückten waren kurz nach der Explosion zur Stelle und brachten den Leichnam in einen nahegelegenen Geschäftslaben. Die beiden wurden verhaftet und cs stellt sich heraus, daß der eine von ihnen int Besitze einer Lebensversicherung war, die auf den Namen des Getöteten lautet. Der ..Bankier" der Verbrecherwelt. Aus Berlin wird gemeldet: Im Zusammenhang mit dem vor einiger Zeit im Bezirksamt Tempelhof verübten Kassenraub, bei dem den Verbrechern 3 0 8.0 0 0 M a r t in die Hände gefallen waren, wurde nunmchr der 50jährige Händler «und frühere Mechaniker Paul Schröder verhaftet, der unter dem Namen ,Milhelm" in der Verbrechertvelt als Bankier waltete. Gleichzeitig gelang es außer den seinerzeit bei der Verhaftung der Verbrecher zustande gebrachten 210.000 Mark weitere 32.000 Mavk autzufinden. Ueiber den VeMerö der noch fehlenden Summe verweigert Wilhelm jede Auskunst, Furchtbare tzisenbahnkataftrophe in Softarkra. 248 Tote und 93 Verletzte. Aus San Jose wird tÄegraPhiert: Wischen Alajuela und Karthago entgleiste auf der Cisenbahnbrücke über den Vioillaflutz ein mit etwa 1000 AuAflüglern besetzter Eisenbahnzug. Ein Wagen stürzte in den Fluß. Bisher ist festgestellt worden, daß bei dem Unglück 248 Personen getötet und 93 verletzt worden sind. Die Ausflügler, die sich in dem Ersenlbchnzug befanden, wollten an einer religiösen Feier terluchmen. Neuere jüdische krMimgrwuA. Die jüdische Literatur tvar wie jedes uvsprüngliche Schrist- ^mn prägnantester Ausdruck der spezifischen Lebensformen jenes jüdischen Vorteiles, dem sie entsprarig und dem sie galt. Form mld Stoffgebiet waren in unvergleichlichmr Maße Produkt dieser Lebensform, in sich alles einschließend, was diese einfchloß. Die konkreteste jüdische Lebenswirklichkeit war ihr Gement und ihre Beschaffenheit. Die Abnormalrtät der sozialen Struktur konnte für einen Mendel« Mocher Sfarim Triebkraft zu einer Kopierung gciben, die sich zu höchster künstlenfchsr Präzision gestalten sollte, den Weg ebnend zu jener eigerrartigen Verinnerlichung urtd Auslösung ^letzter schöpferischer Potenz eines Schalom Alejchem oder der im Indisch-geistigen balsiemrden Kraft eines Jizchok Lejb Kerez. Bon Mndale über Scholem Alejchem ztt Perez (darin liegt kem Wertmaß, welches den dritten über die beiden anderen stellt oder umge^hrt) ist eine mtüMche Entwicklung, wie auf A B und C folgen. Diese drei wamr eine Einheit. Die jüdische Literatur jenes gruMegenden Abschnittes hatte alle Metklnale gesunder Entwicklung und ftster Zielsicherheit, von. der Skizze, die mn der Tendmz willen da war, zur pshchologischert Erfassung jüdischen Wesens, am Exempel jüdischen Lebens gezeigt. Die Reise Benjamins des Dritten Mendale), Menachem Mndell und Toiwje der Milchmann (Schalom Alejchem), die chassidifchen und vMtümlichen Geschichte» Gerez) waren GiM künstlerischer Dtnchdnngnng eines Lebens, das war.,, aü Die unausble'Miche Fo^e nach einer solchen Spitzen« Pistung bei der Statik jüdischen Lebens in Osteuropa schien erttwedrr dürftiges Epigonentum oder revolutionäre Abkehr von der Wesensform und dem Stoffgebiet hervormfen zu ncksseu, was ohne Zweifel das Todesurteil für die jüdische Literatur bedemet hätte, angesichts einer notwendigen krassen Entfernung vom Bokksgauzen. Für die jüdische Literatur gab es keine Mernative. Mit dem BEwie die drei, oder überhaupt nicht! Kt Hvem Mick ging hie RevolutiouieMllg nicht Von ihr, sondern vorn Volk aus, wie es ja auch Kraft der EigenÄmlichkeit des Galuchdastins und der abnormalerl soziologischen Bedingungen verständlich ist, daß nicht sie das Volk trägt, sondern vom Volke getragen wird. Der einsetzeude Prozeß der Halbassimilation, der durch den Bruch mit dem religiösen Traditionalismus weite Kreise des Ostjudentums ersaßt hatte, schuf eine Stinunung der Gärung, die wohl der Dhmmik entbehrte, aber in gewissen Grenzen einen neuen epischen Ansatz ermöglichte. Dessen Stoffgebiet mußte freilich die Konftoutation des Gewesenen^ mit dem Werdenderr sein. Jene Schriftsteller, deren Werke diesen Gärungsprozeß zum Inhalt haben, sind nicht gering an Zahl. Gemein haben sie alle, daß sie die Brücke hon >d?r Form der spvung'haften Skizze oder des einer einheitlichen Fabel erttöchrenden Romans zur europäischen Form der Novelle und des Romans mit konzentrierten: Inhalt schlugen. . -i- Die Revolutionierung der Form »var ohne ^sondere Erschütteru:^ der notwendigen Kontuinierlichürit gelungen und eurer nmen Emation angepaßt. Der Gefahr, dem Einfluß anderer Literaturen völlig zu unterliegen, wurde vom Leben selbst begegnet, da die inneren und auch noch äußeren jüdischen Bedingungen immerhin anders tvaren, so daß die Beeirfflufluug im wesentlichen über das Formelle nicht allzu sehr hinausging. L. SchaPiro und David Bergelfohn sind die ibedoutendsten Erzähler dieser für di« neuere jüdische Literatur' wichttgen Epoche, die mit der: politischen Wirren in Rußland zu Anfang des Jahrhunderts beginnt und im großen und ganzen mit dem Ausbruch des Weltkrieges ihr Ende findet. Sie repräsentieren den Umschwung in der Mischen ErzählungsAnst, formen und inhaltlich, Beide Schöpfungen sind, von dauernden: Wert in der Mstlerischen Bewältigung der Probleme emer Uebergangsspoche, die man für das seitdem Gewordene, die neue Formieru:^ u:ch neue Orientievung des jüdischen Volkslebens, nicht ivegdenken kann. Der eine, L. Schapiro, entrollt rmchtvolle Bicher hör: der Wirkung der darnaligen russischen Geschehnisse (Revolution und Pogrwn) auf den jüdischen Men- Wn und vom RückM des letzteren von hex Irvnt Lex blindes WelOeglückung zur Selbstbelsinuuug (die Novelle „Der Zelem"). In David Bergelsohns Roman „Ni:ch' alemen", in den Ncvellen „Arim Wugsal" und „Ja a fargrebter schtut" erscheint in einmaliger Plastik diese ganze gärende Stimmung einer irregewordenen Gemeinschaft, die wchmütig Abschied nimmt ton jahrhundertelangen Lebensformen, deren Werte für sie keine Werte mchr sind, die sich nach Neuem, Anderem schnt und das Nene, Andere fürchtet, deren Konflikt die absterbende Kultur ist, die ihre eigene war und einer neuen, fremden, ungewollt-gewollten Platz macht. Ihr Stempel ist die dumpfe UirgewiMt dessen, was kommt und die zermürbende Gewißheit, die letzten einer langen Ahnenreihe zu sein. Bergelsohns wehmntumfloffene, nie sentimentalen Menschen agieren als ofcto vielmehr finb passive Objekte von Erlebnissen, deren Konflikte die KonflMe einer Gemeinschaft sind. Sie, ihre Exponenten, sind mimosenhaft empfindsam und müssen am Milieu zuMNde gehen, weil das Milieu zugrltn.de geht. * Die in diesen Jähreu vollzogene innere Umstellung der Ostjudenheir, das Sichanklammeri: an die Rettungsanker des politischen Nationalismus mü> des rultional-orientierten jüdischen Sozialisums, die, immer tiefer ins Volk dringend, Aeguivalento wurden Kr einen brüchig gewordenen religiösen Traditionälisnms, waren Kr die weitere Entwicklung der jüdischen Erzahlungsliteratur von außerordentlicher Wirkung. Der Verweltlichungsprozeß zog einen immer weiteren Kreis und erreichte während des Krieges und nach serneuk Abschluß seinen Höhepunkt, so daß in der StnÄur des inneren Mischen Lebens eine Wandlung in der Richtung der Ungleichung der geistigen Situation mit der der anderen Völler Platz griff. Es ist der Zeitpunkt für die Problsme eines KlMurkamPfes gekommen, ähnlich dem der anderen Böller, verstärkt nur noch durch die Besonderheiten, die der Kampf um Sein oder Nichtsein des jüdischen Voltes mit sich bringt« Dies und der allmMche Eintritt des Mischen Amevllck in die Sphäre des Mischen Kulturschaffens brachten eine neue Orientierung der Mischen Erzählungskuifft, von der eine Reihe 'keachtenÄverler Talente Zeugnis ablegt. .wiMf.-i.niit irirr-.-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.