Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2535 (14.3.1926)
- Date
- 1926-03-14
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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««>wwm- ■ ■T-lrmrTm<ri-«T.mi ii»u»u. Mt 8888 ffli«, Sonniag Wiener Moraenzeitnna März 1R6 «ct*£Z tjesST^m^ /1 m &gssszs& \nsehyP% sxsssoe;īĮ' :*rs S39« tcWffjS1 J9€atbsc^^ HSSsSfi» M . m betvdhvt&Tx Qualitätenw.pfetenTttodoEapben t2rmt2*t$ JDamenstffümrife ' i SMW Hakoah—Hertha (2:2) (1:1). ge eitt Tor aus einem Mer. — Schwache Leistung der Wische» M. in Wien 7,9U bis 8 Zloty bezahlt. — Leicht rückgängig waren auch Ä7 französriche Franken und die Devise Stockholm. Etwas fester iarjeit Oslo iwib 5kopenhagen. Di: Steigerung der letzteren dürfte auf Aestoigrrtr spekulative Tätigkeit znrückzuführen sein. Unverändert lagen Bukarest, welche irr Zürich 2,18 notierte. Di!e übrigen Devisen waren wenig verändert. Ursprilikgözeugnesse für Warenseriduingen mich Ungarn. Auf Grund einer Verfügung der ungarischen.Regierung wird in Hinkunft von der Angabe dar Erzeugerfirma und des Ursprungsortes in Äen Ursprungszeugnissen ausnahmslos abgesehen werden. Eine offizielle Meldung, daß die Zeugnisse österreichischer Kammern über den ausländischen Ursprung von in Oesterreich nach Ungarn aufgegebenen Waren vor, den ungarischen ■ Zollbehörden anerkannt werden, lieg! bisher nicht vor, es ver.autet jedoch, daß auch in dieser Angelegenheit eine provisorische Verfügung bereits ergangen ist, so daß mir einer baldigen Berücksichtigung der österreichischen Wünsche gerechnet werden kann. ' Gründung einer Jointbant in Grotzwardein. Bukare st, JO. März. (I. T. A.) Die jüdischen Kleinhändler und Handwerker in Oradea-Mare (Großwardein) wandten sich vor kurzem an das Europäische Jo'mtbureau mit der Bitte, in dieser Stadt eilne Darlehenskasse zu errichten, da die Ortsbanken 36 Prozent Zinsen für Kredite fordern und die jüdischen Kleinhändler und Handtverker oeshalb dem Ruin entgegengetrÄen werden. Als Vertreter des Joint kam Herr Noe Aronowitsch nach Oradea-Mare und traf Vorbereitungen zur Gründung der Bank mit äinem Kapital von einer Million Lei, zu dem der Joint 75 Prozent beisteuert. Der Joint bereitet die Gründung ähnlicher Banken in Sa tunrare, Des, Bistriszt, Baiamare und in anderen Stäten vor. Zollerhöhungen für Galanteriewaren in Rußland. Aus Moskau wird uns gemeldet: Die Zahl der in Sowjetrußland aus dem Ausland sintrcffenden kleineren Postsendungen hat sich derart vermehrt, daß das Außeichandelsmonopol durchbrochen erscheint. Der Inhalt der Postsendungen wird größtenteils mcht für den eigenen Bedarf, sondern zu HandelsKvecken verwendet. Ziemlich unbedeutende Zollgebühren und hohe Inlandspreise gestalten den Handel mit Galanterie- und KosmetiLvaren zu einem äußerst lukrativen Geschäft. Aus diesem Grunde wurde im Finanzkommissariat ein neuer Zolltarif für diese Waren heute in Form eilnes Dekretes erlassen. Manche Zölle wurden bis nur das zchnfache erhöht rnd bedeuten eine vollkommene Prohibition. Die Zollgebühr für Schuhe beträgt für Schuhwaren 150 Kronen pro Kilogramm, für Parfüms 3100 Kronen, für Trikotwaren 900 Kronen. Der neue Zolltarif tritt am 15. März in Kraft und hat bloß für die europäische Grenze Gültigkeit. AuslöndWe Börsen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) berliner Börse vom 13. Marz. Der kritische Verlauf «ec Genfer Verhandlungen drückte den Verkehr. Infolge der allgemeinen Unsicherheit gingen die meisten Effekten um ein bis zwei Prozent zurück. Mit wenigen Ausnahmen schloß die Börse bei dauernd flüssigem Geldmärkte, abgeschwächt. Es notierten Lurceutoie 23.5" Lüo Lombarden neue —. r^enerreichi'che Etaawbabn 22.25 Darmüädler Ban 13025 Denvcb' Baut 128 50 Dresdner Bank 117.— Oenerrechilche Kredn 6 87 Qes erreichstche Länberbant —RetchSbam 157.50 Wiener Bankverew 5 87 Unwnban 6.— Daimler Motoren 47 87 Dnnnmit Nobel 79.75, Felten öt Gmlleaume 112 — Sic Seoifenturfe. Uürteh, 13. Atärz «Devttentur'e von 12 Uhr.) Berlin *33.67»/» 123 677»/. Holland 30816'/. 208.20-, New-'lor 019.3 k 519.87-. London 25 35»/,, 25.25»/,,. BartS 18 86 (18.91,, Manauk' 20.857» ^20.85'/.. Brunet 23 59 ^28 60 ^ovenaagev '36.40 (13590: Stockholm 189.327* 189.60, c«le 118.25 112 90, Madrid 73327, 73357.,. Buenos -llre» 309.- 208.50,. -bro« 15.88»/» (ld.89.. Vnoa e 1.007280 00072767») Brilareü 218 (2.177»), Belgrad ''.14% (9.147,/. Son» 3 74 '8.747»), Warschau —(—.—,, -toten 73.20 73.20, >m tOü Schilling. Warschau. 13. März. (Devisen.» Belgien 35.41 bis 85.59 Berlin —.— bi». —Holland 319.38 bis 313 82, London 37.86 bis 38.04, New-Aor« 778 - vts 782 — Parts 28.30 bis 28.45 Schweiz 149.87 bis 15063, Budapest —bis Prm 23.05 btS 33.17, Me.. '09 86 bis 11022 für 100 Schilling, Italien 3137 bis 31*3 Stockholm bis —.- Bukarest —bis — W. A. C.-Platz. 5000 Zuschauer. Schiedsrichter Plhak. Hakoah: Fabian; Wagner 1; Gold, Heß, Guttmann; Pollak, Neufold, Häusler, Wortnrann, Eisenhofer, Schwarz. Hertha: Semenka; Wltschl, Dietrich; Wsolek, Brandftätter, Schlosser; Wolf, Listopad, Pruha, Wojnar, Picha. Hakoah ist der Punktelieferont für alle Vereine gewovden. Die an letzter Stelle stehende Hertha hat nach d.m gestrigen Spiel fünf Punkte. Zwei davon hat Hakoah geliefert. Die jüdische Mannschaft befindet sich d'rzsit in kläglicher Verfassung. Eine Zerrüttung hat die Spieler ergriffen, die sich namentlich in dom Zustand der Stürmerreihe 'äußert Das ist kaum ein Schatten jener Elf, die die Meisterschaft gewonnen hat. Bei diesent hilflosen Altgriff hat man den Eindruck, es mit oitstr zweitklassigen Mannschaft zu tun zu haben. Natürlich werden davon auch die Deckung und die Verteidigung 'in Mitleidenschast gezogen, die mangels Entlastung durch die Stürmer eilte übermäßige Aufgabe zu lösen haben. Die Sektionsleitung der Hakoah, die freilich kaum über Ersatzleute verfügt, mutz sich zu energischen Matznahmen entschlichen. Es geht nicht an, datz Spieler, weil sie einmal einen Kontrakt haben, den Verein als Bersorgungsanstalt betrachten. Man mutz rücksichtslos jene hinmlsstellen, die den Anforderungen nicht entsprechen. Man darf dabei auch vor den bekanntesten Namen nicht zurückschrecken. Wie soll man jenem Nebel an den Leib rücken, das sich darin äußert, daß Spieler, abgesehen von einem Formrückgang, der überall Vorkommen kann, eine vollkommene Passivität an den Tag legen? Da ist zum Beispiel' Hansler. Dief.'r Spieler, der unserer Meinung nach überhaupt immer überschätzt wuode, ha: schon in den letzten Spielen eine äußerst klägliche Rotte gespielt. G steril war er geradezu du; I a;u m e r g c st a 11. Aeiigstlich und vorsichtig mied er sden Zusammenstoß und jeden Start nach dem Ball. Dltrch ihn ist dar gerade wieder in Form befindliche Ncuspld vollkommen k a l t g e st e l l r. Es ist schade um Neuseld, er ist der einzige tu dieser Angriffsreihe, der sich ehrlich rackert und heherzt kämpft. Außer ihm kann höchstens noch S ch io a xz einen Anspruch darauf erheben, vollwertig genommen zu werden.. Bor d.'r Paust bot er eilte hübsche Leistung, in der .zweiten Hälfte kaut er selten dazu, einzugreifen. Eisenhvfer b mühte sich vor dsr Pause, nachher;eigte er als Half wenig und dann aus dom linken Flügel gar nichts W o r t m a n n leistet mitunter schöne Kleinarbeit, war aber g stern tut allgemeinen auch eine Enttäuschung. Es ist 'bezeichnend, daß jode g.-gnerische Bcirteidlgung gegen sie leicht aufkommr. Der aste Dietrich, der seiner) it bei Rapid nicht immer stilrein spielte, arbe'teie gestern gegen die Hakoah-Stürmer fast fhlerlos. da er nie angegangen wurde. Genau so fafjcu die jüoischen Stürmer untätig zu. wie der Hertha-Tormann beim Stande von 2:3 gegert Spielende die Zeit verzettelte. Die Hakoah- Deckung arbeitete ungleichmäßig. Die b e st e F o r rn zeigte gestern Heß. vor auch, als er kurze Z.'it Mittelstürmer spielte, eüten irischen Zrtg in den Angriff brachte. G u t t m a n n ist noch lange n' ch t auf seiner früheren Höhe, er hat gerne den Ball bei Fuß. ohne sich ihn zu holen. Sein? Ballverteilmtg etttspricht iticht immer her Siluat'on, besoild^s läßt das Forcieren der Flügel zu wünschen übrig. Pollak haue gestern Pech, er verschuldete einen uicfjt ganz e'mvaudjreien Elser und ist auch am 'zweiten Treffer Herthas nicht unbewiltgt. Wegner 1 mtd Gold spielten die nächste Zeit hindurch rtchig und sicher. Bei energischen Angvsfen der nicht gerade hochklassigen Hcrtha-Spioler gerieten sie in Beldrängnis und machten Fchler. Auch Fabian ist vom Schwächezustand der Mannschaft nicht verschont geblieben. Er wachte einige krasse Fchler, so beim zweiten Tor. Die Favoritener spielten w'e ome Mannschaft, die nichts zu verlieren hat, und gaben darmn alles aus sich heraus. Sie hatten Glück beim Losen und spielten zuerst mit dem ziemlich heftigen Wind. Doch entwickelten sie auch nachher e'ne benterkenswerte Osfensivkraft. In der letzten halben Stunde tvurde Hertha wohl zstullich ein geschnürt, aber die gelegentlichen Borstöße der Mannschaft waren die', gefährlicher als Hakoahs Belagerung. Auffallend war, daß die He-rcha-Leute in vieler Bez'chung viel rasche r beirn Ball waren als die Hakoahner. Außer Dietrich zog sich'> auch der alte Brandstätter ganz gut aus der Wäre. > ' P l h a k s Spielleitung erwies sich gestern für Hakoah als nicht sehr glücklich. Der gegelt Hakoah diktierte Wer war nicht so einleuchtend wie der gegen Hertha, als Neuseld in aussicht§re'ch>'r Sitilation vor dem Tor von Dietrich mngelegt wurde. Bei vielen gegen Hakoah verschuldeten Fouls unterbrach Plhak, obwohl d:r Spieler in guter Situation >'m Besitze des Balles blieb. Das Spiel. Hakoah krimpst gegen den Wind, greift aber bald an, ivobek meistens der linke Flüg.'l der Träger der Vorstöße ist. In der 10. Minute erhält Wortmann nach schöner Vorarbeit Eisenhofers den Ball und sch'eßt aus schwerer Lage an die Querlatte. Ter Ball springt ins Tor; 1:0 für Hakoah. Man erwartet einen ausgi.bigen Sieg Hakoahs, doch wogt das Spiel jetzt taltge h>>t und her. Eine Flanke vont Linksaußenstürmer Herthas fomaut vors Hakoah-Tor, Fabian stürzt über den Ball, Pollak rettet. Neuseld erhält durch die vollkommene Uitzulänglichkest Häuslers die längste Zeit keinen Ball. Eine Flanke, die er noch^anznlir'nlgen versteht, umü nicht ausgeniitzt. Emen Vorstoß schließt Sch'-var; mit schönem Schuß ab, der gehalten wst'd. Heß zeichne! sich 'viederholt aus. Ein Durchbruch von Schwarz gcht als Paßball von Mann zu Mann, auch Häusler, der schießen könnte, gibt schnell weiter an Neufeld. Aus seinem Schuß wird nur ein Konter. Der daraus resultierende zweite Korner gelangt zu Häusler, d:r den Ball verfehlt. Wegner 1 macht dann ein nnnötiges Hands haraut Stra'raum. Die daraus result'ereiüen Korner bringen dos Hakoah-Tor in große Gefahr. Pollak berührt den Ball i!t, Schul erhöhe. Plhak diktiert einen Elfmeter. Wsolek schießt etn. (39. Minute.) 1:1. . In der letzten Minute reitet Heß auf der Torlinie. Sofort nach Wiedrrb g'.nu erzielt Hertha beinahe einen Treffer. Doch sckron in der 2'. Minute wird Neufelid weit vorgelegt, er dringt in rasantem Lauf bis;um Hertha-Tor, wo ihn Dietrich foul b?!n:rdert. Heß verwandelt den Elfer. Hakoah führt 2:1. Gl ich darauf jag: Neuseld einen schölten Ball über die Laue. Heß rück! in den Angriff vor, Eistlchoser spielt als linker L>alf. Die Hakoahner kommen jetzt öfter vor das gegnerische Tor. Doch auch Fabian bekommt harte Arbeit. Ein Vorstoß des lullen Hertha-Flügels endet in dev 16 M'.ttnt? durch W o j n a r üb.uraschen-enveise mit dem zweiten Treffer Herthas. Hakoah stellt wieder mn, Neustld gcht in dir Mirte. Er kärttpst iillt Bost dann ps, doch seine Schüsse gehen alle knapp übers,, Tor. Am Stande wird nichts geändert. Das Kornevver'wttin; laute:.' 1:1. *