Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2535 (14.3.1926)
- Date
- 1926-03-14
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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wifUff MUffifti'jinttitt'd psm tfc_ Mrn, z*mm -er Merstontenkampf des Wie»« Fsßballsporter. Deste^rerch gegen Tschechoslowakei heule um halb 4 ichr auf der Hohen Warte. Vorher Wiener Amateurteam gegen MederSsterreich. — Die Gtiidtespieledaen Prag und Bratislav Einen Großka mpft>a g seltener Art hat heute Kiens Fußballsport zu bsstchen. Gegen die T s ch e ch o s l o ro a f < t, gegen das Team der Stabt Prag, gegen Bratiislava u:ü> gegen die uiederösterreichische Auswahlmannschaft tverden zusamnren vier repräsentative Mannschaften oncreten. Der schtverste und bedeutendste Kainpf wird der gegen das Team der Tschechoslowakei sein. Die Tschechoslowakei, die >im FußsVllsport seit scher eine dominierende Stelle eingenommen hat, ist besonders seit dem Umsturz die Hochburg des mitteleuropäischen F u ß b a l l f p o r i l geworden. Was früher der LanLerlampf Oesterreich—Ungarn bedeutete, das ist jetzt für uns das Zusammentreffen mit den Besten der Tschechen. Der klasfische schottische Stil, getragen durch immense Härte und KampMist der persönlichen tschechischen Note, war vor einigen Jahren das unerreichte Vorbild des Kontinents. Lange Zeit Ovaren die Tschechen u nbezwingst ch und noch heute bedarf cs höchster Kraftanstrengung, die hohes Können voraussetzt, um sie zu schlagen. Ihre Auswahlmannschaft zoigt die bekannte st en Namen, dir, zusammengenommen eine allererste Spielstarke ab- .geben. Es sind die In div idua li tät en, aus denen seit langem schon die Traoition des tschechischen Fußballsportes ruh:; denn auch dort ist so wie bei uns und in Ungarn der Mangel eines hochklassigen Nachwuchses deutlich fühlbar. Bei uns und in Ungarn sind die alten.Namen verbraucht und abgekämpft, bei den Tschechen teilweise noch in Blüte. Wir konnten nicht in allen Positionen das den Tschechen entgegerrstellen, was wir schon einmal besessen haben. Oesterreichs Mannschaft «ist ein Team, wie es das vorhandene Reservoir zuläßl. Wenn auch nicht das Beste vom Besten, haben Oesterreichs Elf dennoch unser Vertrauen Mich die Kämpfe gegen Prag und Bratislava sino schwere Kraftproben. Wir haften, daß Wiens Vertreter sie gut bestehen werden. Daß dem Länderkampf auf der Hohen Mark vorangehende Spiel Lines Wiener- Amateiirreams gegen Nicderösterreichs Auswahlmannschaft dürfte gleichfalls guten Sport bringen. In der Wiener Mannschaft figurieren drei alte bekannte Namen. Der Rekordinternationale Popo dich, der sympathische Röscher von Wacker und der der heurigen Generation fast unbekannte 4 2jährige Hussa!, der Vertreter einer alten vergangenen und schönen Zeit. Dem Kamps gegen die Tschechoslowakei leitet der Schiedsrichter Jvancic aus .Budapest, während Ihn Vorspiel Retschury tätig sein wird. Tie Geschichte der Begegnungen Wien gegen Prag drückt sich in folgenden Ziffern aus: 1899 Wien—Prag Im Wien 2:2, 1992 Wien—Prag in Prag 2:1, 1922 Prag—Men in Prag 6:4, 1923 Wien—Prag in Wien 2:1, 1925 Tschechoslowakei—Österreich kn Prag 3:1 Die Mannschaften. Oesterreich: Jancsik (Rapid); Tandler (Amateur«), Blum (Vienna); Josef Schneider (W. A. C.). Resch (VZackfr), Rielsch (Rapid); Cuttii (Amateure), Gschweidl (Biennä), Hwrlänhsr (Amateure), Mieser (Amateure), Fischer (Bienna). - ' . Lreuderl. Eine Erzählung von Leopold Kompert. „Sondern em aruner Dorsgeher", fügte Emanues mir' einer gewissen Bitterkeit hinzu, „den hört man freilich - nicht hämmern; der stört den Schlaf nicht, wenn er draußen auf der Landstraße hinschleicht, oder auf fernen Markig seine wchtfeile Ware anpreist." ' ’ ' „Aber einen Menschen zwingen, daß er auf ein hohes Dach 'hinaufsteigt, einen Menschen dazu „auslernen", daß er. Gott persucht, einen Blitzableiter ihm in vre Hand-zu geben und sagen: Da steig hinauf unb probier's, ob dich Gott nicht tot hinuntevwirst, dazu muß man ein bös' Weib sein, -die dys für eine Versündigung hält, und nicht schlafen darüber kann!. Ich weiß, die Männer beten alle Tage in der Frühe: Ich ldanke dir mein Gott, König der Welt, daß du mich Haft einen. Mann -werden lassen! Dafür danken und lobpreisen aber die. Weiber, daß sie Gott nach feinem Willen und nicht anders geschaffen har, denn ein Mann wäre ich nimmer geworden." „Tie würden vom Handwerk dann ganz anders denken", sagte Emanuel, den die Worte der Frau ganz eigentümlich erfaßten, verlegen. „Den Blitzableiter darf er mir nicht aufsetzen auf hie^ Schul'!" rief sie eifrig. „Hunderte von Gulden, wenn es kostet, so sind sie Mindel Brandeis wie ein Kreuzer, wenn sie weiß, Saß sie dadurch ein Judenkind vor Versündigung an Gatt a'bhält. Denn ungerochen läßt das Gatt nicht." .. . „To fest sind Die vop dem überzeugt, meint« Ernanuel lächelnd. „Ich weiß, was ich weiß", sagte sie mit großer Hestkmmchei.t, ,chen stürzt der Schwindel herunter, kaum, daß er oben auf dem Dache ist." „Und wenn er wieder Mit gesunden Gliedern zuMwmmt?" siel ihr Emanuel ins Wovr. ,fStx darf gar nicht hinauf, sagte sie kurz. ,Wie Sie das anfangen weiden", meinte EMM-el spöttisch, ,^inen Handwerker von der Ausübung seines Handwerkes abzuhalten? Er muß ja." „Er muß, er muß!" rief sie in heftiger Auftvallung, die dem Doktor gar wohl gefiel, muß Gott versuchen? Wo iW W gwmml DÄW Stz M W ZM T s ch e ch o i! l o w a k e i: Hochmaitn (Sparw); Peru er (Sparta), HHer (Sparta); Seifert (Slavia), Kada (Sparta), Koie naiy (Sparta); . Jtzllinek (Viktoria Zrzfov), Sima (Sparta), Tvoracek (Sparta), Soltys (Slaoia). Scdläoek (Sparta). Das Vorspiel. W i -e u e r A m a : e u r t e a m: Meika (Donaufelö); Budin 2 (Amateure). Popvovich (W. A. C.); Mache! (Dona»), Patzak (Sportklub), Wauuer (W. Ä. C.): Hussak (Amateure), Swoboda (W. A. C.), Budin 1 (Sportklub), Röscher (Wacker), Vanicek fllma teure). Riede -r ö st e r r e >i cli: Je: uböck (Klöstern nibu rai: Robl (Lang-Enzersdorf), Scidl (Klosterncitburg); Kmingrr (Atzgerseorf), Roisinper (Klosterneuburg). Schwarz (Wiener-Neustadt); Blach (AtzgerSdorf); Holzmüller (Klosterneuburg). Lehner (Lang-En;ersdorf). Aigner (Liesing), Hofmann (Himberg). Wien gegen Prag. Prag: Planicka (Slav'ia); A. Hoper (Slaviat, Manisch (Brsovice); König. Carvan (Viktoria Zizkow), M-iksche (Union sii; kow); Maresch, Nowak (Viktoria ZiMv), C-apek, Puc, Äratochwtill (Slavia). Wien: Edi Kanuhäuser (Sportklub); Beer (Sporrttub), Musil (Simm-cring); Richter (Rapid). Bilek (W. A. C.). Ludwig (Vienna); Machhörudl, Rapp au (Wacker), Hoh (Sportklub), Jurauic (F. A. C.), Wessely (Rapid). Wien gegen Bratislava. Bratislava: Holly (Bratislava); Culik (Bratislava), Meidliiigcr (Ligeti); Kaulich (Bratislava). Papp (Bratislava), Maresch (V. A. S.); Toral (Bratislava), Bulla (Vienna, Wien), Priboy (Bratislava), Mayer 3 (Ägeti) Molnar (Ligeti). W i e n. Cart (Sininrcriug): Becher (W. A. C.), Solil (Rapid); Dumser (Simmering), Trucker (F. A. C.), Kliwitsch (Simmering); Danis (Simmering). Uridil (Vieirna), Horvath (Timmering) Schlosser, Huber (W. A. C.). Ersatz: Braun (W. A. C.), S-esta (Simmering). _ Wniker—Jüdisches Anurteurtenm 8:0 (3:0). Wacker-Play. 1000 Zuschauer. Schiedsrichter Tichy. Wacker: Brazoa; Morawetz, Gabriel; Slaniua, Hosbaucr, Langeseloer; Krempl, ParcwÄy, Skach, Ziwansky, Stoglasser. Jüdisches Team: Beer (Hakoah); Hermann (Ari). Lamp:l (Bar-Kochba): Haas (I. A. C.), Ron iS (Hagibor), Sina>:r 2 (Kad'mah); Zi:ter (An). Dukler, Adler (I. Ä. C.), Nachan, Schalir (Kadimah). Das Prcbespiel des jüdischen Amaieurieams gegen die kombinierte , Wacker-Mannschaf: war eine gewagte Sache, doch hätte man ein günstigeres Resultat' erwartet. Die empfindliiche Ni cd er labe ist teilweise darauf zurückzu- -siihren, daß die H a? o a h - 2 P i e l e r K e st l r r und Fuß das Team im Stiche ließen und Wortmann infolge einer Verletzung absagte. Außerdem erlitt Beer knapp nach Spielbeginn eine Kops-- uud Handvcrletzung, er mußte aber auf fdinem Posten bleiben, da kein Ersatzmanri oöchandett mar. Beer triff; an dem Mißerfolg nicht die geringste Schuld. Ter Platz glich einem Kotmeer. Die Wacker- Leute waren technisch, taktisch und körperlich überlegen und fanden sich auf dem schl-cchten Boden viel besser zusammen, während die Msammengewürfekte jüdische Mannschaft vollständig u m f i e l. Eine Ausnahme ncachtcn nur B e e r, L a m p e l, R o n i s -und Haas. Tie Spieler Seidler (Makkabi) und Arm (I. A. £.), die nach Seitenwechsel fiir Zitier und Lampel ausgetauscht wurden, hielten sich ganz brav. Der s ch w ä ch st e M a n n s ch a f ts- -r e i l war der An-griff. Einige günstige Torchancen wurden kläglich vergeben. Nach den gezeigten Leistungen wird der Verbandskapitän nur einen germgen Teil dieser Spieler gegen die Mische Auswahlmannschaft der Tschechoslowakei berücksiichtiaen können.-Wacker versuchte einige neue Leute, wie Tkoch (Unwn 14), Krenrpl (Meidl. -Sp.-Fr.), die sich sehr betvährten. BraKa bekam nlrcht viel zu halten. Sehr gut waren Morawetz. Slanina (ehemals Rudolsshüge!) und Hojbaner (ehemals Weiße Elf). Im Angriff war Parowsky der «söhlilichste Mann. Die Tor: schossen Paröivsky (3). Langefelder, Ziwcmsky. Krempl, Stoglasser und BraM (Elftneter-.i Korner- Verhältnis 3:3. _ Hak«ch-Reserv«n—Slovan-Reserven 1:1 (1:0). Gutes.Resultat fiir die mit zahlreichen Spielern der Jungmannschast antretenden Hakochner. ' ( . ' „Ich stand einst auch auf einer solchen Höhe", sagte Gmynuel erblassend... „und bin Mrückgekommen, als mich rnrine Mutter ritzf", setzte er still, fast unvernehmbar hinzu.; „Hab' ich also nicht recht?" rief Mindel, die den. leisen Ausmf des Doktors, den sie zu jeder anderen Zeit verstanden hätte, überhörte, „und das sollt' Mindel Brandeis, der mqn nicht nachsagen kann, daß sie gerade von den schlechtesten -eine ist, nicht zu verhindern trachten? Wozu hätt' mir Gott meinen Reichtum gegeben, als'-Tünden zu verhüten mid äbznhalten, wo man sich versündigen kann? Er darf gyr nicht chincurf, und wenn es mich Hunderte von Gulden kosten sollt'." „Lachen Sie rnich nur aus, Herr Doktor," fuhr Mindel dann mit zuversichtlichem Tone fort, „von Ihnen laß ich mich gerne auslachen, mehr als wenn aildere nrich rühinen und loben. Aber mit Gottes des Lebendigen Hilfe wollen wir Trenderl Schlosser schon bezwingen, kost' es was es will." „Tie wollten also tvirklich?" rief (Änanuel erstaunt. „Ob ich will?" rief sie leidenschaftlich, „ob Mindel Brandeis will, daß ein Mensch nicht vom Dach herunterfällt? Das sagen Sie erst, wenn es mir gelungen sein wird. Wetten aber möch:' ich schon jetzt darauf, Trenderl Schlosser läßt sich nicht zweimal bitten und sagt lieber einmal ja, als zehnmal nein. Wenn ich aber dann stolz tun uttb mich rühmen werde, so war's kein Wunder." , Der Doktor starrte die siegesniutige Frau minutenlang an. Ein eigentümlicher, nicht mehr zurückdrängbarer Gsd-N'ke war ihn: durch den Kopf geflogen. Seilt Zluge >var ftnst, seine Wangen blaß gourorden. Eine gewaltige Erschut^- Mg schien ihn zu drrrchtoben. Aber so sehr mußte dieser Monn die äußerliche Ruhe des inneren Sturmes sich angelernt Haben, daß er lächelnd, säst spöttisch sagen konnte: ' - ,M!amm nicht? Wäre es denn ein so großes, Werk, einen jüdischen Handwerker seiner Prosession untren 'fl wachen? Er wird Ihnen auf halbem Wege entgegenkonren; nicht die unbedeutendste Wette möcht' ich eingchen/V . „Sie versprechen mir also, Herr Doktor", rief Mindel fteudig, ,^aß Sie mir rrichts m den Weg stellen wollen, daß 'Sie-ihn nicht überreden werden? Denn Ihrem Worte folgt man, wie wenn's Gott geredet hätte und schwört daraus. Wenn Sie also dem Schlosser ins Gesicht predigen, so stche U M SW Ml." _ Msr; IM Nr. 2588 Rapid-Rndolsthiigel 3:2 (1:0). Dieses Freundschaftsspiel, in dem beide Vereine Er-atz!eut-: stellten, fand vor 1300 Zmchmrrw statt Niederlage Slovans.in Agram. Die Wiener Tscheck^cn traten gestern gegen Gradjanski an und unterlagen 2:5. Ericket spielte gestern in Graz gea.'n den Sportklub Südbahn und gewann 7:1. ,, Helios 20—Hogidor. Ter iüoischr Verein stellt zu diesem Meisterschastsireffen uachstcheno.' Marmscha-f:: Löwy, Scharr, Heller, Stern 2, Hnß, Schivarz, Stern I. Spira, Teich«, Bandy, Schnlnrann, Hahn. Fav. A.-C.-Platz, 10 Uhr. Der beste Msche Spieler in Lettland BcmmMt und der gleichfalls ansgezeichneie L. H i r s ch sind dem Rtzaer MakkcW beig.'treten. _ Der Arrerparagrafth im Sport. Aus B v I k n wird uns gemeldet: Dis Sektion Berlin dtls '.^enlichen und Oesterreichisch.'n Alpeuvereines hat am Donn«8t«g beschlossen, ihren Miig'liedern die Zugehörigkeit zu dem Neuen Deutschen Aipenvereirc Berlin zn nntepsagen. Dieser Bereli'n war von einer Anzahl jüdischer Tonristen als Antwort auf die seinerzeilige Einsiihrnng des Arierparagraphen gegründet Ivochen. Obzwar damals seitens der Vercinsleitung jede antisemitisch^ Tendenz abgel.'ngntt worden mar. ist der neuerliche Beschluß noch eine Bestätigung der Hakenkrenzlcrei. Tischtennis. Hakadnr—Bar-Kochba 15:3. Die Punkte siir Hakadnr er» zielten Prager, Errviisch 2, Fischer und Schnitzler durch je drei gewonnene Partien, Erwisch 1 (2) und John (1). Die schönste Partie des Abends spielte Prager -gegen Donath, die elfterer -im dritten Set, obwohl Donath bereits mit 28:22 >in der Führung war, noch für sich entscheiden konnte. Prager zeigte hiietzbei ein gutes Berteidigunasspiel. Für Bar-Kochba waren Donath (2) und Löwinger (1) erfolgreich. Der Tisch-Tennis-Mnbkamps Hechalver gegen Bar-Kochba endete mit cinom Sieg von 24:1 für Hechawer. Hakadnr hat durch den Beitritt des ungarischen Ping-Pona- Tpielers Prager eine bcvcntenbe Verstärkung erhalten. Zugunsten des Hilttensonds veranstaltet die Gruppe Makkadi 15 der Touristik- und WintersportsÄtion des S. C. Hakoah Wien am Samstag den 27. d. im Festsaale 18. Bez., Herflohgasse Nr. 21, einen Tanzabend. Gäste willkommen. '; ■ . Leichtathletik. Neutz Hallenweltrrkorde. Bei den am«ikanischLn Leichtachlettk.» Hallemneisterschaften in Chikago gelang' es dem Norweger Charles Hofs, den Weltrekord im Stabhochsprung neuerttch zu verbessern, >i'ndem er eine Höhe von 4,13 Met« erreichte. Aüch 'in den anderen Wettbewerben gab es ganz hervorragende Leistungen. Das Kugelstoßen gewann Herbert S ch w a >r tz e r mit der Rekordleistung von 15,43 Meter. Gntberg gewann den 70-Uard-Hür-> dcn-lans in 8,6 Sek., Bowman das 60-Nard-Laufen in 6,2 Sek., Hinckel das Gehen über eine Meile in 7:03,4, Krvph das 2-Meilen- Hindern,Nausen in 10:41.4 und Dodge das 1000->Nard-Laufttt in 2:02. Nurmi u»Ä Houben w«d« rurch Amerika'. Es heißt, Paß N n r m i wieder nach Anwrika geht, wm an den anterikanischen Leichtachletikmeisterschaften. die am 2. IM in Philadelphia ' zur. Austragung gelangen, tosszunehmen. Außer Nurmi sind übrigens auch noch einige andere Europäer eingevaden worden, unter ihnen Martin (Schweiz) und Pettersen (SchNxden). Auch Houben hat eine neue Einladung, nach Amerika erhalten, um im Somnter auf der Aschenbahn seine Fähigkeiten bewegen zu können. Neue Siege Rademachers in Amerika. Rademacher startete in Boston zum dritten Male in Amerika. Er ging iln' zwei Rennen mitund gewann beid e. USber 200 Meter Brusistil erreichte er seinen eigenen Weltrekord von 2:69,4. Ucbcr' 200 Darb siegte Radenracher, doch erreichte er seine-WeltrÄordzeit von 2:36,6 nicht. 'V ~. ' ' ' ' ,Me falsch beurteilen Sie meine Stellung, wenn Sie mir eine Kraft zuteilen — die ich nie besaß," meinte der. Doktor ernst. „Aber ich verspreche Mmn auch, mich so Me zu verhalten, wie ein Kind, dessen Schweigen man mit einem Spielzeuge a'bkauft." ,Mt," sagte Mindel, „der dvüiben ist also ncH' Mt aus dem Dach gewesen." W Emanuel das Haus verlassen, fiel ihin der sonder-- bare Antrag, den nian ihm gestellt, und den er «ingegangen 'hatte, schwer aufs eHrz. Er gab also die Seel« des Handwerkers allen Versuchungen preis; er versprach noch, sie nicht zu warnen, sie vereinsamt und sich selbst zu überlassen? Kam das nicht einem treulosen Verrate an der guten Sache gleich, für die er so lange gewirkt und geeifert hatte? Wenn «es der reichen Mindel wirklich gelang? Wäre das nicht ein unersetzbarer Verlust anr Schatze der Zukunft, für die der Schlosser dem Vorurteile so schwer abgerungen worden? Er soll versucht werden, drängte sich ihm endlich mit all«r Gewalt de'r Schlnßgedanke auf; er soll sich erproben, wie sein Eisen, das er auf dem Amboß prüft. Ist er ein echter, rechter .Handwerker, tvi-Rhn das Judentum bedarf, so entgeht er der Gefahr und zerreißt die Stricke, die man um ihn schlingt, wie Ztvirnfäden. Läßt er sich kirren, jo ist nur er verloren. Der Geist des verratenen Handwerks wird sich an ihm rächen. Wir aber müssen danrl weiter bauen» bis wir den rechten Kitt und die rechten Menschen gefunden haben. Einanuel nahm es sich vor, den Schlosser nur aus der Ferne zu beobachten. Nichts an ihm sollte verraten» daß er die Abgründe kenne, an die ihn die Versuchung gelockt habe. -Er sollte erprobt werden! Sein Weg führte ihn an Trenderls Werkstütte vorüber. M kannte sich nicht enthalten, näher zu treten. Eine kräftige Männerstimme, deren Baß das Ohr angenchm berührte, sang darin zu den schrillen Klängen einer Eisenfeile das bekannte Vollslied: „O Swaßburg, o Straßburg, , Du wunderschöne. Smbt, Dr drinnen liegt begräb-n To manicher Soldat." (Aortsetznug folgt.)