Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2533 (12.3.1926)
- Date
- 1926-03-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wku, FreAvy US* *r Horters leichten Brandgc ruch verspürt haben wurde ungefähr denn vierzehnten Bild die Vorstellung abgebrochen. Die Zuschauer wurden darüber informiert, daß im Nachbarhaufe ein Dachfeuer ausgebrochen sei, daß ftdoch für das Theater nicht die gering st e Gefahr besiehe und wurden ersucht, sich inall erRuhe 5 uentfernc n. Ohne den geringsten Zwischenfall war auch bald der T h e a t e r s a a l g e l e e r r. Nach 10 Uhr war sede Gefahr vorüber. Am Brandplatze Aisb eine starte Wache zurück. Dst Ursache des Brandes ist n o ch n i ch t b ek a n n t. tas Semmeringer Schachtimrier, Aljechins erster Sieg. ZemmWiirg, 11. März. (Panhans Turnier.) Hcucr konnre A l j >: ch i n feinen ersten Lieg in diesem große,! Turnier erringen. Er hatte sich gegen die Klmrgsdau-ereröffnung ->es Italieners Roselli sizilianisch verteidigt und das etwas unvorsichtige Manöver des Gegners benützt, um eine scharfe Attacke am Damenflügel zu inszenieren, die ihm schließlich die Qualität und in tveklerer Folg« den Parbiegetvinn embrachtc. Auch das von Spielmann gegen Davidsohn ungewöhnlich verteidigte DcmienbcniernsM endrte noch in der Bormittagssitzung mit remis. Lekhafterer Art waren die Remisjpiele zwischen Doktor Bajda und Gilg, zwischen Professor Michel und Professor Dr. B-idmar und zwischen Dates und Dr. Tartakower. Auch der anfänglich aufregende Krunpf Dr. Trejbal gegrn Niemzow i tsch (eine Caro-Kann-Ber:eidiguug) gc- 'langte schließ.ich zu einer friedlichen Einigung. Eine ausgezeichnete Loisturrg vollbrachte der Schweizer Professor Michel gegen den Iugos.awen Dr. Bidmar. Er wußte den evbtngren Ent-, wrcklungsvorsprung in einer Damenbauerneröffnung so Nachdruckb.chist festzuhaltcn, daß lange Zeit mit einer eventuellen Niederlage Bidmars gerechnet werden mußte. Einen wichtigen Sieg erkämpfte R u b i n st e i n in einer erstklassigen Positionspartie, ebenfalls Damenbauen,eröffnung, gegen R e t i, nachdem dieser die sich ihm zweimal bietenden Gegenchancen unachtsamerweise vorübergehen ließ. Vom Glück begünstigt war Altmeister I a n o w s k i, der gegen die indische Verteidigung des Wieners K m o ch nicht den mindesten Vorteil erlangen konnte, als dieser in Z e i t n o t plötzlich einen g r o» benFehler machte, worauf er sofort aufgeben mußte. Das Damenbauernspiel G r ü n f e l d—Dr. T a r r a s ch wurde noch nicht beendet. Der Anziehende steht merklich besser, wenn auch noch keine dirette Entscheidung erkennbar ist. Der morgige Tag Freitag) ist der Erledigung der Hängepartien gewidmet. Der Stand nach der vierten Runde ist folgender:Dr. Tartakower und Niemzowitsch je 3'/,, Vidmar. Janowski, Rubin st ein und Spielm a n n je 3, Gilg und V a j d a je 2, Dr. A l j e ch i n, K m o ch und Professor M i ch e l je 1 Vs, Dr. T a r r a s ch 1'/- und eine Hängepartie. D a t e s 1 und eine Hängeparte, G r ü nf e I b 1 und eine Hängeparte, D a v i d s o n 1. R e t i V, und zwei Hängepartien, Dr. T r e j b a l */, und eine Hängepartie, R o s e l l i 0. __ Ei« gut versorgter Manu. Aus Olmütz wird berichtet: Ein mygewöhnlicher Betrug wurde an der hiesigen Mährrs^schlesischen Bank verübt. Der Dirigent 2er Ungarisch-Broder Filiale dieser Barck, Josef Hanak, der vor kurzem von seinem Posten suspendiert und auf eine untergeordnete Stelle bei der Brünrrer Filiale versetzt worden ivar, stahl aus der Ungarisch- Brot^r Filiale zwei Schecks auf 230.000 Kronen und. kassierte diese Schecks in. B r ü n n ein. Am nächsten Tag erschien er beim Zentraldivcktor Richter in Olmütz und erösfnete ihm, er habe einen Betrag von 230.000 Kronen defraudiert. Richter forderte ihn auf, das Geld herauszugeben, da er ihn sonst verhaften lassen müßte. Doch Hanak wollte das Versteck des Geldes nicht nennen und sagte: „Ich sitze lieber ein paar Monate und bin dann ein gut versorgter Man n." Zentraldirektor Richter ließ-, nun Hanak verhaften. Mer auch bei der Polizei war aus Hanak nicht herauszubringen, wohin er >Äas Geld getan Hat. _ - RedrbMeu aus dem Reichstag. Der Abgeordnete Erkelenz sagte bei einer Rede zum Sozialversicherungsgesetz: „Meine Herren und Damen! Das Gesetz, das wir jetzt machen, der Schritt, den wir jetzt tun, ist nichts Besonderes, nichts Unerhörtes; ja man kann sagen: dieser Schritt lag seit Jahren in der Luft." Weiter kann man hören: „Es ist wie mit dem abgehackten Hundeschwanz, dem man den Lebensfaden stückweise ausbläst." „Diese ansteigende Welle hat sich als em Strohfeuer entpuppt." Eines Tages schrie der kommunistische Abgeordnete Höllein, in furchtbarer Aufregung den Zeigefinger nach schräg rechts vorstreckend, wo Stinnes sitzen sollte: „Da schaut der nackte Pferdefuß des kapitalistischen Egoismus heraus, der auf keine Kuhhaut geht." Und als schallende Heiterkeit ihn belohnt, schaut er dem einen der Zuruser scharf ins Gesicht und brüll: ihn an: ,$«, bei Ihnen schaut auch schon der nackte Pferdefuß hervor!" Ein anderer Abgeordneter me-nt: „Wir müssen über den Skalp des Ministers, den wir leider viel zu laut gefordert haben, erst etwas Gras wachsen lassen." Wieder ein anderer beginnt weihevoll seine Rede: „Gestatten Sie, daß ich hier eine Sonderwurst ausgrabe." Dem dritten gelingt, das entzückende Bildchen: haben eben zwei Busen in ihrer Seele." Biel Heiterkeit ruft der Satz hervor: „Der Erzeuger dieses Versuchskaninchens ist der Herr Kultusminister." Man erschauert. wenn es heißt: „Der Herr Vorredner hat der Weimarer Verfassung Stiche in das Rückgrat versetzt, die wie die Totenglocke klingen." Und man schreckt zurück, wenn söstgestellt wird, daß der Reichstag dieses lange Gesetz, „diesen RiesenbandMrm, mit großem Widerstreben geschluckt hat". Pick, «aller & Kompanie. Die Kläger und Ihr Anwalt flüchten ans de« Gevtchtssaal. Gesten: fand vor dem Strafbezivksgericht 1 (Qberlairdescp.'richtsrat R. Fuchsig) die HauptverhaMung über die EhreMleidigungsklagon statt, welche ein gewisier Theodor K r i s h a b e r, die MigionsleHrer Josef P i ck und Moritz F i g d o r sowie der Kultusbeamtc Richard Kaiser Men Gemeinderat Dr. Leopold Plasch.kes angestrengt hatten. Wie schon anläßlich der frühere» Verhandlung berichtet, soll Dr. Plaschkes Iden Krishaber der Veruntreuung bezichtigt und du rührigen Klager ivegen eines von ihnen veröffentlichten Flugzettels als freche Lügner bezeichnet ha-ben. Dr. Plaschkes erklärte, daß er den Krishaber nicht der Veruntreuung, sondern nur unzulässiger Uebcrgriffc b;:i Inkasso einer Spende beschuldigt ha«bc, daß er aber die anderen Kläger wirklich als f r c ch e Lügner bezeichnet l-abe und dafür den vollen Wahrheitsbeweis anircte. Zur Durchführung des Wahrheitsbeweises wurde die Verhandlung damals vertagt. Zu Beginn der gestrigen Verhandlung konstatierte der Richter zunächst, dcrß der Kläger Richard Kaiser seine Anklage zurückgezogen habe. Darauf erKarbe der Vertreter des K r i s h a b e r, er begnüge sich mit der Verantwortung des Dr. Plaschkes. daß er seinen Klienten nicht der Veruntreuung beschuldigen wolle. Es blieben sohin nur noch Josef Pick und Figdor mit ihrem Anwalt Dr. Oskar Trebi tich jun. ans dem Plan. Dr. Plaschkes erklärte neuerlich. er habe nich: nur die inkriminierten Aerrßerungen gebrauch!, sondern noch vielmehr gesagt, er habe den Pick einen verächtlichen I u g e n d b i I d n e r genannt, den man in einer anständigen jüdischen Versammlung nicht dulden dürfe. Die VcrjammlunH habe sich auch dieser Auffassung angeschlosseu und P lck fct mit seinen Freunden gewaltsam aus dem Saale entfernt worden. Daraufhin erklärte der Vertreter des Pick, er ziehe seine Klage zurück, mell sein Klient das materielle Risiko der Prozeßführung nicht ^ragen könne. Nun brleb Mory Figdor mit seinem Amvalt allein. Der Richter meinte, jetzt könnte die letzte Sache doch noch bereinigt werden. Dr. Plaschkes erwiderte, sämtliche Privatanklägcr hätten sich bercns durch Dr. Trebitsch an fernen Verteidiger, Dr. Israel W a l d m a n n, mit Vergleichsanboten gewendet. Er. Tr. Pla'chikes, bleibe dabei, was er den Privatanklägern durch Dr. Waldmann habe sagen lassen, er schließe keine Vergleiche, so lange sie als jüdische Religionslehrer sich erkühnen, den Dr. Oskar Trelbitsch jun., einen k o n f e s.s i o n s l o s e n I u d e n, zu ihrem Vertreter in diesem jüdisch-politischen Prozeß zu bestellen. Trotz Zuredens des Richters blieb Dr. Plaschkes bei seiner Erklärung und fügte hinzu, daß jüdische Religionslckhrer, die jüdischen Kindern jüdisches Wissen zu vermitteln und Liebe zur jüdischen Religion einzuprägen Hetzen, so lange für ihn keine Vergleichspartner sind, solange sie sich als Anwalt eines Mannes bedienen, der aus dem Judentum ausgetreten und so wert gegangen ist, , in einer Volksversammlung auf öffentlicher Straße Anwürfe gegen das Judentum zu echedsn. Daraufhin packte Dr. Tre'bitsch Mantel und Hut und erklärte, daß er die Vertretung des Figdor n i e d e r l e g e, weil unter diesen Umständen die Tatsache, daß er van dem Rechte des Staatsbürgers, keiner Konfession anzugehören und gegen die Juden Anwürfe zu evhelben, ein Hindernis für seinen Klienten darstelle und die Gefahr einer schweren materiellen Belastung enthalte. Noch der Flucht des Trsbitsch gab der ibsstürzte Figdor foliMnide Erklärung ab: Ich habe den im Wahrheitsbeweis des Herrn Doktor Plaschkes erwähnten Flugzetetl nicht verfaßt und war nicht i m st a n d e. die Richtigkeit der darin enthaltenen Angaben zu übevprüstn; heute, nach emeinIhaG Jahren erkläre ich, daß kein Grund zu solchen Angriffen gegen den Kultusvorstand gegeben war." Dr. Plaschkes erklärte nun: „Aus dieser Erklärung ergibt sich, daß nach Inhalt dieses Flugzettels der Ausdruck „vier Lügner" ^berechtigt war. Nur ivm dem irrogeführten Figdor, der sich über die Größe der Lügen nicht im klaren war, herausznhelsen, stellte ich fest, d^ß ich heute keinen Anlaß nrchr habe, beu Vorwurf „Lügner" gegen Figdor aufrecht zu erhalten." Damit war Figdor zufrieden. So endete der >Zug der Vu:r. Bekeuntniffe eines Menschrnfreffers. Ein Prozeß ivegen Menschenfresserei, der irc die -düsteren Gebräuche des dunkelsten Afrika hineinleuchtet, wurde kürzlich in Nyassaland verhandelt. Ein Mann und eine Frau wurden ivegen Mord und Menschenfresserei zum Tode verurteilt, uud in divsrs Verbrechen ioar auch ein alter Medizinmann namens C h i e s a verwickelt, denc man zwar keine Beteiligung an denr Verbrechen nachiveisen konnte, der aber in der solvswerstänölichsten Weise von der Menschenfresserei erzählte. Er bekannte, daß er schon als Kind mit Menschensleisch genährt worden sei; sein Vater hätte ihm diese Speise gereicht und seitdem sei die Begierde nach Menschvnfleisch in ihm immer mehr gcrvachsen. Der alte Zauberdoktor, der jetzt 64 Jahre alt ist. meinte, es gäbe nichts Besseres und Heilsameres als diese schauerliche Nahrurrg. Dre Mnschensresserei ist irn Nyassaland verhältnismäßig selten; sie wich aber manchmal von den Medizinmännern enrpfoh^n, iveil sie behaupten, daß gewisse vorzügliche Eigenzchasten von einem Versiorbenen auf den übergehen, der von seinen! Fleisch ißt. Die offenherzigen Bskenntnisse res Medizinnrannes wurden Mn vou den Eingeborenen schr verübelt; gegen tausend Mäm« Frauen hatten sich in der Nähe des Gerichtshofes MifmmnM damnter drei Häuptlinge, und ans der Heimlehr in sei» Ptz»ß wurde Chi-esa zu Tode gesteinigt. Re zkonlsttsche Varteikever. Fünfter Ausweis Über gezettMe oder Zahlte ParttifleÄL Durch Zionistische Sektion Prater: Pfachje AschLenash, Wcklif Beizer, Eisig Chajcs, Chaim Dörfler, Leo Eisenstädter, Frieda Effenstädter, Dr. N. Frey, Kasiel Glasbeyg, ZWr Glasberg, Jakob Glucksmann, Sali Halpern, Chaje Katz, Zvpora Katz, Markus Liebevmann, Gisela Lichteuslern, Anna Mühlbauer, Ingenieur Markts Mühlibauer, Chaim M. Mchl, Elias Mohl, Sali Mchl, Jchuda Meilen, Adolf Neu-. ibauer, Jetty Neubauer, Heinrich Nebenzahl, Rachel Parsser, K. Rosenberg, Chaim Rubin, Amalie Rubin, Moses Rubin, Anialie Roch, Jchuda Singer, Jchuda Schmidt, Rachel Schmidt, Markus Schmidt, Benzion Schiffmann, Sali Schner-- kraut, Samiel Schwarz, Toni Weisser, Josef Wemstock, Rosa Woinstock, Julius Katz. Wien, 12. März. * Das Wetter. Gestern herrschte trockenes, kaltes Wetter. Die Voraussage lautet: Vorwiegend heiter, etwas wärmer, nächllassende Winde. Jfc; * Sttt6tfp.lL VorgesteM starb hier Frau Sara Tausend nach kurzem, sshwerem Leiden. Die Beerdigung findet heute um halb 11 Uhr vormittags vom Trauerhau.se, 14. Äez., Grimmgasse '6, und um 12 Uhr <mi Zentralfriedihof, 3. Tor, statt. * Selbstmord. Am 10. d. gegen 5 Uhr nachmittags wurde die 39jährige Lchnwagenunternehmersgattin Anna Hinterölzl. >im Hetzendorfer Schatz wchhaft, in der Küche ihrer Wohnung: neben dem Kinde liegend to: auf,gefunden. Sie hatte in der Nacht zmn 10. d. Streit mit ihrem Gatten und war von 9 Uhr inovgens an rricht mehr gesehen worden. Die Wohnung war versperrt, der ckbgezogene Schlüssel lag auf dem gewohnten Platze hint-er denr Fenster. Als die Mutter argen 6 Uhr die Wohnung au-Werrte, schlug ihr vurchdringerder Leuch:gasgeruch entgegen. Die fand die Tochter, auf dem Boden der Küche liegend, auf. Die Hähne der Gasleitung standen ofcn. Es liegt zweifellos DeLstmord vor. * Neuer Gerichtsdolmetsch. Das Präsidiunr des Ober- '.ondesgerichtes har Ludwig Ba ro zum Dolmetsch Kr. bic it«^ ,'lienische und die ungarische Sprache ernannt. * Falsche Einschiüingstücke. Aris Wr.-Neustadt tr»ird uns berichtet: Ter Drpotleiter Johann Slawitz aus Unter-Waltersdorf überbrachte der hiesigen Polizei ein falsches Einschi-ll'ingstück, welches er von einem Unbekannten bekommen hatte. Dasselbe besteht zu drei Bierteln aus Aluminium und-einem Vierte. Blei, ist leichter als die echte Mülrze, fühlt sich fett>ig?an irnd ist um zirka ein Zehncelmillimeter stärker. Der Durchmesser des -Falsifikates -ist gleich dem der echten Münze. Die Echabenheiten sind etwas unrein und die Rippen am Rande nicht ganz über die Breite der Münze ausgeprägt. * Ein großer Taschendiebstahl. Der in der Hannovergasse wohnhafte Frttz Steinbach zeigte gestern an, es sei'ihm.um halb 9 Uhr vormittags in einenr Straßenbahnzuge der Linie 41,-der gegen Geristhof zu Khr, eine Brieftasche mit 10.000'.S.- bar und drei Schecks auf je 1000 S. von einem etwa 30jährigen, mittelgwßen Mann mit weißer ZwCchhose, drrnklom Rock und Sporttappe gestohlen worden. * Die Verhaftung des durchgegangenen Gaskassiers. Wie. berichtet, hatte am 9. d. die Gemeinde Wien, städtische Gaswerke,' die Anzeige erstattet, daß ihr Kassier, der 27jährige Johann K ü.htreiver, einkassierie Beträge in der beiläufigen Höhe von 3000 S. veruntreut habe. Kühtteiber wurde gestern früh , in seiner Wohnung verhaftet. Er gab zu, seit September v. I. nach und nach 2500 S. einkassierte Gelder veruntreut zu haben. Avr 10. b. wurde gegen ihn von der JmvÄensiirma Gebrüder Z i r u er., Graben 3. beim Stadtkommissaria: eine Anzeige erstattet, daß wr einen Herrenbrillantring um 1700 S. auf Raten gekauf:. 180 S -in mchrerm Raten gezahlt irnd am 5. v. M. den Ring um 800 ,D. in der Floridsdorfer Filiale des Dorotheums versetzt und der . Firma den Pfandschein zugeichickt habe. Die Firma Zirner erstattete-die Anzeige, weil er den Ring un:er Eigentumsvorbchatt erhalten hatte. Auch diese Veruntreuung gestand Kühtrviber ein, * Das renoviacke Römttbad. Das in der Nähe des Nordbahnhofes in der Stadtgutgasse befindliche weltberühmte Römische Bad hat in letzter Zeit eine umfangreiche Neugestaltung soiner Inneneinrichtung erfahren, so daß dieses Bad zu seinen alten Vorzügen nunmchr über die nnerlätzlichm Behelfe eines modernen Badebetriebes verfügt. Das Dampfbad mit seinen Heißluft- und Dampfkammern ist von ämlicher Seite längst als erstklassiges Heilmittel erkannt. Der Vorteil, den ein Besuch des Römischen Bades mit sich bringt, besteht nicht in letzter Linie dann, daß man ein Dampf- und Schwimmbad ohne weitere Unkosten miteinander in einem verbinden kann. Drei große Bassins mit verschiedenen Waflertemperaturen stehen nebst zahlreichen Brausen dem Schwimmer zur Verfügung. Ein komfortabel eingerichteter Ruhesalon sorgt Kr Beyagnchkeit nach dem Bade. Auch für ärztliche Behandlung ist ausreichend gesorgt. Noch immer singt man das populäre Lied: „Im Römerbao, in» Römerbad ist's wie im Paradies." «»stritte aus dem Fudentmn. Szmieder Simon' Abrabam, geb. 4. Jänner 1888, Zolkiew, verh., 15. Bez., Schusettaaaüe st. W o l l n e r Anna geb. Haller, geb. 12. Juni 190«, Wien, verh., 14. Ber., RetchSapfelgasse 14. Groß Pepo», geb. 15. Jänner 1903. Zalesczytt, leo., Beamtin, 8. Bez. Josefstädterstraße 16. Adler Leopold (Livot), geb. 30 September 1897, Budapest, led, Schriftsteller, 3. Bez.. Nennweg 7b. S z m i e o e r Kurt. 85. Juli 1919, Wien, led., 15 Bez., Schuselkaaasse 9. Heinrich Waldemar, geb. 18. März 1885, Wien, verh.. Kaufmann. 15. Bez. Martgvilferstroße 161 P o l I a k Hans, geb. 17. Oktober 189'>, Wien. led.. Buchhalter, 8. Bez., Ben> oplatz ü. B a ch l Rudolf, geb. 10. Juli 1886 Wien, led., Diaschinenbautr, 8. Bez^ Ttgergasse 35. S ch w a m Heinrich, geb. 3. Jänner 1906, Wien, led., Schuhmacher, 16 Bez., Arnethgaffe 72. W e i ö z Elsa, geb. 38.. Wbruar 1898, Wien. led.. 3. Bez., «ereinSgasie 38. W l t t e l S Egon, geb. 3. März 1898. Wien, led., 8. Bez.. Laudongasse 46. W o t i tz k t) Hedwig geb. Weiß, ged. 1. Juni 1894, Kalgoez, ger gesch., 3. Bez.. Praterstraße 68. W e t S z e n st e i n Rolq, geb. 16. Februar 1909, Papa, led., ohne Beruf, 16. Bez., Antorckgaffe 75. __ Radioprogrmmn. lHaute Freitag de« 12. März. 11 Nhr: BormittagSmujck. - 16 Utir 15 Min. Naa>mtk»agskonzert Mwtrtend i Konzerrfängerw Rost Haast. «Wiener Tänze einst und jetzt." — 17 Uhr 4b Min. r Die Charaktelkomödien Nestroy» Hofrat Dr. Mqx Lederer. lZur Aufführung, „Der Zerriss««?.) Uhr 10 M n. r Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. Obexbaurat :st,g Erwin Detnlein. — 19 Uvr: Uedertraaung aus der Wiener Staatsoper. „Die Bteisterstnger von Nürnberg." >