Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2533 (12.3.1926)
- Date
- 1926-03-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981620--25832-3013527- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Geü* "4 Mener MorsenzeN«rrs tf. Mrz Mb Mw MM m. 288 Dien, fMtog Forderungen, tix ausgereicht hätten, um de« Konflikt rn aflem Ernst ausbrechen zu lassen. In diesem Dilemma, müde des Schwankens zwischen Ja und Nein, Zwischen Zustimmung und Ablehnung, entschlossen wir uns, unsere Position dadurch zu verte'digen, daß wir zunächst unsere Kräfte zuflmnienschlossen und eine Bereinigung oller* Palästinasammlungen schufen. Das zuletzt geprägte Wort lautete: „Wir lassen die Krim links liegen und leg.n den Nachdruck auf die Forderungen Palästinas und auf die Verantwortung der Zionisten." Wir nahmen den Keren Hajessod, den Jüdischen Nationalsoirds, die Had'ssah sowie die übrigen Hilfsfonds, von denen jeder darauf bedacht war, sich selbst zu retten, schlossen sie im „Vereinigten Palästinaappell" zusammen und machten eine einzige Aktion möglich. Und um die Arbeit auf ein Höchstm'ß zu steigern, luden wir alle zionistischen Gruppen ein, chre Delegierten zn eck.er Palästinakouferenz in Baltimore am 29. November zu senden. * Ans dieser positiven Einstellung entwickelte sich eine der interessantesten Demonstrationen der wirksamen Kraft Palästinas. Die Zionisten, die seit ein paar Monaten wie betäubt gewesen waren, waren elektrisiert. Da wir die ganze Bühne mit Palästina füllten, wurde die Krim in einen dunklen Winkel geschoben. Die Zeitungen, die die Krim recht gedankenlos ^tnächst hingenommen httten, drängten sich jetzt, uns zu helfen. Juden, die niemals Interesse für Palästina Uchabt hatten, trafen jetzt ihre Entscheidung für uns und gegen d i e K r i m. In einer Anzahl von Städten konnte die Krimparole nicht einmal eine Versammlung zulsammenbringen. Wir richteten unseren Appell nicht nur an die Zionisten, sondern an alle Juden, die das jüdische Werk in Palästina anerkannt hatten. Zum Teil wirkte Bet dem Konflikt auch das tiefe Vorurteil gegen jede Vevbindung mit der Sowjetregierung. Es zeigte sich, daß' man dem Volk die Krim aufg.'drängt hatte, ohne vorher eine entsprechende Diskussion zu ermöglichen. Die Bewegung, die die Zionisten erdrücken sollte, mußte jetzt selbst nach Raum, nach Atom ringen. * Wer der Streit, wenn auch ein direkter, offener Zusammenstoß vermieden wurde, bedrohte doch indirekt die Einigkeit im amerikanischen Judentum, die in den letzten Jähren erzielt wovden war. Es entstanden Mißstimmungen, Mißverständnisse häuften sich, persönliche Begegnungen in der Arbeit draußen ließen sich nicht vermeiden, die Interessen stießen zusammen. Um eine soziale Katastrophe zu vermeiden, die für uns wahrscheinlich unerwünschter war als für irgend ein anderes Element im amerikanisch-jüdischen Leiben, versucht« mau durch Vermittlung die zerstörte Harmonie von neuem, herzustellen. Es wurden Besprechungen mit Marshall gehalten, der sich bereit erklärte, zur Konferenz nach Baltimore zu kommen, um die Zionisten seines beherrschenden Interesses für Palästina zu versichern und zu versuchen, einen Ausweg tzu finden. Schon früher hatte der amerikanisch-jüdische Kongreß Mir. Marshall aufgefordert, klipp und klar zu sagen was das Joint Distribution Committee für die Krim und was es für allgemeine Hilfsarbeit zu leisten gedenke und 'welche Haltung es Palästina gegenüber einnehme. Darauf er- Närte Mr. Marshall, die Hilfsfonds seien überhaupt nicht für Palästina bestimmt, es wäre denn, daß dort Hilfsarbeit geleistet werden müßte, und es sei unmöglich, im horaus ein B u d g e t a u f z u st e l l e n. Ein paar Tage vor der Konferenz von Baltimore wurde aber auf Vorschlag von MarGall selbst ein unverbindliches Budget veröffentlicht, tem zu entnehmen war, daß statt neun Millionen Dollar nur v i e reinhalbMillionenDollar russischen Kolonifationszwecken gewidmet werden sollten. Das Ueberroschende an der Wer aber von seinen unzähligen Verehrern und Freunden sowie Patienten — denn auch als praktischer Arzt hatte Koreff große Berühmcheit erworben — konnte glauben, daß dieser unter einem Glücksstern Geborene so rasch und so hart vom Schicksal getroffen werden wird? Sein Niedergang begann mit einem Prozeß gegen den Herzog Hamilton und Grafen Lincoln, von denen er 400.000 Franken für die Behandlung der Gräfin verlangte. Den Prozeß verlor er; verlor aber auch dabei seine gesellschaftliche Position und büßte seine ärztliche Praxis ein. Jetzt hatte Dr. Koreff gegen sich auch einflußreiche Feinde, und die ,Melt. die gilt" ließ ihn bald seine große und schr beneidete Popularität arg vergelten. Auf einmal tauchten Gerüchte auf, daß er seinem Vaterlande Spionagedienste leistete. Und das, was früher zu i>hm hinzog — sein originelles Aeußere, seine phantastische Kleidung a la Haffmann, sein geheimnisvolles, mit einem romantischen Hauch um° webtes Tun —, wurde jetzt gegen ihn ausgenützt. Alle Türen schloffen sich vor dem gestern noch so berühmten und beliebten Dr. Koreff, jetzt wollte man in ihm einen Schwindler a la Caglioftro sehen. Und sein Niedergang war noch viel schneller als sein Aufstieg. ' Von allen verlassen, einsam, in der größten Not, kämpfte Koreff noch drei Jahre lang gegen fein Mißgeschick uüd versuchte, seine frühere Situation wieder zu gewinnen. Vergebens! Am 15. Mai 1851 starb der ehemalige Günstling deS Schicksals auf der Treppe eines seiner jetzt so raren Patienten als ein aus der Gesellschaft Ausgeftoßener. Die packende Schilderung dieses sp intereffanten Menschen schicksals, die der Schriftstellerin Mariette Martin sehr gut gelungen ist, ist aber nicht nur ein intereffantes Kapitel in dem Buch: „Menschliche Dokumente", das immer neu und neu geschrieben wird, sondern auch ein Versuch, das Problematische in der so intereffanten Gestalt des Dr. Koreff zu errründen. „zionistisches Recht." Sine Melkt der Der jüdische H o ch s ch u l a u s s ch u ß unierhält, wie bekannt, in Döbling ein Studentenheim, in welchem armen jüdischen Hörern für die Zeit ihrer Studien Unterkunft geboten wird. Man iveiß. wie groß die Not umer den jüdischen Studenten ist, und es versteh: sich von selbst, daß die Wohltat der freien Wohnung nur so lange gesvahrt werden kann, als die Studienzeit dauert. In diesem Heim ist Platz für siebzig junge Leme; einige hundert, die fast obdachlos sind, können nicht Unterkommen und warlen ungeduldig auf den Zeitpunkt, wo eines der verfügbaren Zimmer ftei wird. Es ist in diesem Heim kein Zins zu bezahlen; die Ausgaben für Beheizung, Reparaturen und ähnliches trägt der Ausschuß selbst und die Insassen haben nur eine geringe Leistung für Regien, wie Beleuchtung usw., zu entrichten. ' Uit’.er den Bewohnern des Heims befanden sich nun einige, etwa acht bis zehn, die ihre Studien bereits absolviert oder einen Praktischen Beruf ergriffen halten. Sie kamen in die Lage, sich selbst eine Wohnung suchen und bezahlen zu können. Auf die Aufforderung des Hochschulausschusses, ihre Unterkünfte zu räumen und anderen, bedürftigeren Studemen zu überlassen, antworteten sie ablehnend. Der Hochschulausschuß brachte die Räumungsklage ein. Das Bezirksgericht Döbling und dann das Zivillandesgericht halben jedoch im Sinne des besitzenden Gesetzes die Räumungsklage abgewiesen und den acht bis zehn Leuten den Mieterschutz zugebilligt. Das ist ein Prozeß, wie er alle Tage zu Dutzenden vorkommt. Er hat mit Zionisrnus oder Nichtzionismus nicht das geringste zu tun. ■ Aber der jüdische Hochschulausschnß ist zionistisch und deshalb haben die Leute, die ihre Wohnung und das Recht daraus längst verwirkt hatten, aus der ganzen Sache ein Politikum gemacht. Unter ihnen befindet sich ein Beamter der Sowjetgesandtschaft, der einen Monatsgehalt von beträchtlicher Höhe bezieht. Er ist natürlich ein armer Student, den der zionistische Hochschulausschuß aus poli 1 isch> en Gründen hinauewirst. Ta ist dann ein zweiter Herr, ein Doktor der Philosophie und Magister der Pharmazie, der sich längst in staatlicher Stellung befindet. Ein dritter, absolvierter Jurist, ist Beamter einer Kanditenfabrik. Es ist nicht unnötig zu erwähnen, daß er organisierter Poale „Arbeiterzeitung*. Zionist ist. Und so wie diese drei sind auch Ke anderen moralisch nicht mehr berechtigt, im Widerspruch zu dem Sinn der ganzen Institution arnren Studenten, die Noch zu studieren haben und über kein Einkommen verfügen, das Zimmer zu eittziehen. Der Hochschulausschuß, der fast ohne Mittel seine schwierigen Agenden durchführt, armen Studenten Mittagstisch, Bücher, Kleider, Studiengeld versorgt, hat in dieser Erfüllung seiner sozialen Verpflichtungen noch niemals die Unterstützung der österreichischen Sozialdemokratie genossen. Er ist jüdisch, erfüllt aber trotzdem eine Pflicht, die ohne ihn der Staat, die Gemeinde zu leisten hätte. Die Mitglieder dieses Ausschusses handeln im Auftrag und im Vertrauen ihrer Kollegen, und haben deren Interessen wahrzunchmen. Es ist durchaus anerkeuneuswerr und es gebührt ihnen der Dank der jüdischen Oeffentlichkeit und aller sozial empfindenden Menschen, wenn sie für arme Studenten Unterkunft schaffen und Mißbrauch verhüten wollen. Aber da sie, wie gesagt, Zionisten sind, so fällt sie ein geistreicher Zeilenschveiber der „Arbeiterzeitung" mit folgender Rüpelei an: Zionistische Unduldsamkeit. Der Mische Hochschulausschuß unterhält in Döbling ein Sttldentenheim. Die Zionisten, die die Gebieter in dem Ausschuß sind, wollen nichtzionfftiische Studenten, die dort wohnen, hinauswerfen und haben g.'aen einige die Räumungsklage eingebracht. Nach zionistischem Recht genießen nämlich die Studenten. d:e in den Heimen sind, nicht den Mieterschutz, denn dazu sei die Zahlung, die sie für ihre Wohnung leisten, zu gering. DaS Bezirksgericht Döbling urteilte aber nicht nach zionistischem, sondern nach vernünftigem Recht und wies dne Räumungsklage ab, denn das Mieteltgeseh komme auch d?m zugute, der wenig Zins zahle, ntld es sei nicht gestattet, jemanden, weil er wenig Zins zahlt, auf die Straße;u setzen. Der Jüdische Hochschulausschnß hat gegen das Urteil die Bernsting ergriffen, doch auch das Zivillaudesgericht unter dnn Vorsitz des Hofrates Dr. Glaser urteilte nicht gemäß zionistischen Nechtsansfassungen. sondern wies die Berufung ab. Das Hinauswerfen von nichtzionistischen Studenten scheint ein schr arger Terrorakt zu sein. Wenn die H.rren vom Hochschulausschnß nur Zionisteu in ihrem Heim haben wollen, dann sollen sie sich die Leute beim Aufnehmer! besser anschauen. Dagegen freilich, daß einrnal ein Zionist zu einer anderen Anschauung kommt, ist kein Kraut gewachsen, und jemanden wegen d.'r Aenderuug seiner Ueberzeugung — es wird das wohl zunächst ein Gefcheiterwevden sein — mit Obdachlosigkeit zu strafen, ist tatsächlich eine Gewalttat. Das steht wirklich in der „Arbeiterzeitung", m der der Schöpfer des Preßgesetzes, der Wächter über, die Moral, jeden Tag einen schönen Artikel über die journalistische Tugen- und über den Schutz der Ehre von sich gibt. Hoch Austerlitz! Sache war diie Zuweisung Von eineinhalb Millionen Dollar für Investitionen in Palästina. Unter dem Eindruck dieser eWvungenen Haltung des Joint Distribution Committee kam Marslhall zu der Konferenz von Baltimore. 1500 zionistische Delegierte waren anwesend, sie brannten darauf zu hören, was Marjhall zu sagen chatte, nicht über die Krim, auch nicht über d.is Hilfswerk und die früheren Leistungen des Joint Distribution Committee, sondern über Palästina, und was Marshall und feine Freunde zu tun gedachten. Der Versuch, Mavfhall für einen Friedensvertrag zu gawinnen, blieb erfolglos. Mit stärkerer Entschlossenheit als früher kamen die dort versammelten Zionisten nach Harrst. bereit, ihre eigene Arbeit weiter zu führen. Tatsächlich ifog-ten sie: Wir sind verantwortlich für Palästina, das Joint Distribution Committee ist verantwortlich für die Kolonisationsarbeit. Wenn es seine Zusage an die Krim halten muß, dann ist das seine Angelegt.'nheit, nicht die unlsere. Wir anerkennen nur eine dauernde und höhere Verpflichtung, das ist die Verpflichtung für Palästina. * Die Arbeit nach Baltimore war gewaltig. Der Vereinigte Palästinaappell unter Führung Dr. Wrses organisierte seine Aktionen mit Schwung und Begeisterung. Überall zeigte es sich, daß die Arbeiter, früher gleichgültig und pessimistisch, eifrig, aktiv und hoffnungsvoll Awaren. Der Durchschnitt der Beiträge wurde verdoppelt und verdreifacht. Für jede Praktische Aktion hatte das russische Kolonisationsprojekt seine Kraft eingebüßt. Man machte einen Versuch, das Interesse auf Polen umzulenken, doch er kam zu spät. Und so verzeichnen wir die Tatsache, daß zum ersten Male in der Geschichte des Zionismus Palästina 'das Gleichgewicht mit anderen Bewegungen in Amerika hielt und, statt in zweiter Reihe zu stehen, als die beherrschende B ewegu ng des jüdischen Lebens emporstieg. Und die amerikanischen Zionisten, die der. sogenannten nichtzionistischen Welt organisiert gegenübertraten, fanden sich nach kurzem Kampfe zum ersten Male im Besitz unbestrittener Führung. Man sagt, daß die amerikanischen Zionisten ihre Ansicht über die Jewifh Agency geändert hätten. Es ist ungenau und irreführend, das so aufzufassen. Was wahr ist, ist folgendes: Die Reaktion der nichtzionistischen Gruppen in Amerika auf den Krimgwischensall enthüllte einen Mangel in unserem Urteil über den Charakter ihres Interesses an Palästina. Es hätte ebensogut Kuba oder Argentinien sein können, zufällig war es die Krim. Eine Gruppe von Menschen hohen Ansehens hatte Versprechungen gegeben, durch die Jewffh Agency an der Umbildung Palästinas zu einem Mischen nationalen Heim mitzuarbeiten. In bezug aus das. Maß ihrer finanziellen Mitwirkung hatte man keine Bedingungen gestellt. Man verließ sich vor allem auf die Ehrlichkeit und die Reinheit der A b s i ch t. Die Zusagen dieser-Männer konnten vertrauensvoll ausgenommen werden: sie hatten sie in aller Form feierlich kundgegeben. Inzwischen hatte sich die Lage sowohl im Galuth als auch in Palästina geändert. In Palästina begann die Erweiterung der Arbeitsbasis auch weitergchende Forderungen an die Zionistische Organisation zu stellen. Andererse:ts lvurde die Hilfe der europäischen Judenhert infolge der Krisis in Polen Md anderen mitteleuropäischen Ländern in Frage gestellt, wodurch den amerikanischen Juden die Verpflichtung zufiel, einen unvermeidlichen Ausfall zu ersetzen. Nach der endgültigen Billigung der Jewifh Agency durch den Wiener Kongreß und der Ermächtigung für die Exekutive und das Aktionskomitee hatte man erwartet, daß die Marshall-Gruppe sogleich hervortreten und durch Positive Leistung zeigen würde, was ihre Absicht gewesen war, als sie das Abkommen mit der Zionistischen Organisation schloß. Allerdings war es niemandem im Traume eingefallen, die Vertretung in der Jewifh Agency auf Geld- > Zahlungen zu basieren. Aber war es nicht j t l bst der st ä n dl: ch, zu erwarten, daß die Marshall-Gruppe, wenn in Palästina eine kritische Situation entstünde, sogleich hervortreten und der Not zu steuern helfen würde? Sie waren keine Zionisten, aber doch Palästinafreunde. War es natürlich und vertrauensevweckend, daß diese Palästinafreunde, wenn sie das Land in Schwierigkeit und die Arbeit in ernster Bedrängnis sahen, chre Absicht ausdvückteu, den „geeigneten Zeitpunkt" für chre Mithilfe äbzuwarten? Mit einer Raschheit, die nur selten eine chrer Aktionen auszeichnet, entschlossen sie sich zu emer großen Hilfsaktion, wozu ein Kolonisationsplan gehörte, der in sich die unvermeidliche Vergleichung mit der Kolonisation Palästinas tmg. Eine unter der Führung von Männern wiie Marshall, Marburg und Lehmann geführte Kampagne mußte zweifellos einen beträchtlichen Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit auf sich lenken; aber bei der Entwicklung des K r i mplanes wurde niemals Rücksicht auf die Frage genommen, ob Palästina unter den Folgen dreser Unternehmung leiden würde. Das schien sie nichts anzugehen. Mit Hast und lautem Trompetengeschmetter wurde die Kampagne in Bewegung gesetzt. Sie vergaßen fast vollständig die Existenz der Zionistischen Organisation und des Keren Hajessod. Man lose die Reden Marshalls in ’ben letzten zwei Jahren. Man wird auf Ausdrücke stoßen, die fast eilte zionistische Haltung andouten. Man lese Marburgs Erttärungen nach seiner Rückkehr aus Palästina. Kein Zionist hätte besser sprechen können. Und doch war bei der Eröffnung einer gewaltigen Kampagne für die jüdische Hilfsarboit n i ch t d a s l e i s e st e S h m p t o m von der Existenz Palästinas zu merken, Palästinas als eines Landes, das eine gewisse Beziehung zu Hilfsmaßnahmen für die Verbessemng jüdischer Lobensbodingungen haben konnte. Wie war das möglich? Palästina war noch nicht in chre Gedankengange eingetreten. Als Palästina rief, schienen sie schwerhörig zu sein. Der Ruf der Krim fanb Ohren, die begierig waren, zu hören. Diese Haltung der amerikanischen nichtzionistischen Gruppe hatte die Wirkung, den: Vertrauen der Z i o n i st e n zur Bona s i d e s der n i ch t z i o n i st ijcheu Gruppen den Garaus zu machen. Wa?