Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2529 (8.3.1926)
- Date
- 1926-03-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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SM* lMEr 8 Mrz IHM Nr. MD Sic Anlelhe der Paläslmaregterung unv wir Juden. Bon Dr. S. M. Zweig. AaS Fman^reiftn der Londoner City verlautet, daß die Patchtinaregierung dort demnächst eine Investitionsanleihe auf fünf Millionen englische Pfund, rückzahlbar binnen 50 Jahren, mfisgen wird. Bekanntlich hat der letzte Zionistenkongreß eine eigene Kvtnmistion mrter Vorsitz Dr. R i p p i n s eingesetzt, wüche die Möglichkeiten einer alljüdischcn Anleihe für de« Aufbau Erez Israels studieren und die Anleihe selbst vorbereiten soll. Eine wichtige, doch ebenso schwierige Aufgabe, da cs gilt, entsprechende Sicherheiten für die Zeichner der Anleihe ausfindig zu machen. Da ist nun die Palästinaregierung in einer viel besseren Lage; denn die Sicherheiten der von ihr geplanten Anleihe sind chnoweiters gegeben, zunächst in den Einnahmen des Landes selbst, welchesich nun schon das dritte Jahr eines beträchtlichen Budget- Überschusses rühmen kann. Und hiezu soll noch die Garantie Großbritanniens als der Mandatsmacht hinzutreten. Bewahrheitet sich die Lorckoner Nachricht, die übrigens mit den von Lord Plumer in Tel-4kwiw gemachten Andeutungen übereinstimmt, und wird die Regierungsanleihe schon demnächst am Londoner Kapitalsmarkt aufgelegt, dann ist es Wohl sicher, daß die jüdische An'eihc für eil« Zeit in den Hintergrund treten muß. Denn es steht von vorneher fest, daß die eifrigsten und ausgiebigsten Kontribuenten der Regierungsanleihe überall die Juden sein werden, und zwar auch viele von chnen, die sich bei einer ausgesprochenen jüdischen Anleihe aus finanziellen Bedenken oder vielleicht auch aus assimilatorischer Neigung zurückhalten würden. Gerade aber wegen der starken jüdischen Beteiligung an der Regierungsanleihe muß die Zionistische Exekutive als Jewifh Ageney rechtzeitig auf den Plan treten, um die jüdischen Interessen sicherzustellen. Wozu soll die Anleihe dienen? Wie es heißt, zur Durchfiihvung wichdiiger Investitionen, und vor allem zum Ausbau des Verkehrsnetzes, von Eisenbahnen, Straßen, Brücken, Häfen und Telegraphenleitungen. Wo bleibt da ein speziell jüdisches Interesse zu wahren? Gewiß dienen ja diese Anlagen allen Land sbewohnern ohne Ausnahme. Und wohl nicht zuletzt den um so vieles agileren Jltden, welche die Verkehrswege für den Absatz ihrer landwirtschaftlichen und industriellen Produkte, für ihren Handel und Wandel benötigen. Aus diesem Titel können wir Inden keine besonderen Ansprüche stellen, vorausgesetzt, daß die Verkehrswege nicht gerade aus solche Winkel des Landes beschränkt werden, wo es keinen Inden gibt. Doch das ist kaum anzunehmen! Bei diesen Arbeiten aber werden viele taufend Hände Beschäftigung finden. Wix wissen, was der High Commissioncr kürzlich auf den Wunsch der Assejath Hamwcharim geattwortet hat, die Regierung möge bei ihren Arbeiten mehr Juden als bisher und zu menschenwürdigeren Löhnen beschäftigen. Die Regierung verschanzte sich hinter das bequeme Schlagtvort, sie mache keinen Unterschied nach Volk und Glauben, und müsse daher auch allen Arbeitern den gleichen Lohn zahlen. Das heißt, jenen Lohn» mit dem die bedürfnislosen Fellachen, nicht aber die an europäische Bedürfnisse gewöhnten Juden leben können. Die Regierung konnte sich bei dieser Antwort darauf stützen, . daß ihre Einnahmen ans Steuern und Zöllen, also aus den Taschen aller Bürger stammen. Wohl wäre es nun eine dankenswerte Aufgabe für das statistische Amt der Exekutive, nachzuweisen, daß auch jene Stenern und Zölle zum Großteil von den Juden bezahlt werden. Aber immerhin käme man da vielfach nicht über Schätzungen hinaus; denn wenn der jüdische Importeur Waren aus dein AnÄcmfo: bezogen und verzollt hat, ist damit noch nicht gesagt, an wen er die Waren formt ttxfkcr verkauft. &an'3 anders bei der Anleihe! Hier ließe sich siinwandfrsi feststellen, wer die Anleihe zeichnet, wieviel also aus jüdischen Taschen stammt. Nur müssen wir vechtgovdig die nötügen VovkeihvunigVn treffen. Die ExektU'ive sollte eigen« Zahlstellen, zum Beffpiel beim I. C. T. und der A. P. C. schaffen, bei denen die ZoichlM'wgen der Juden zusammenfließen, am gcsammeA der Regierung Wevgelben zu werden. Es läßt sich auch ganz gut denken, daß in England, Amerika twb anderwärts viele christliche Freunde des Mischen Naricmailhevms unsere Swnmtelstellen bsvoriAugen, um das Gewicht unserer Wünsche an die Mandatsvsg'.Vvuny $u unterstützen. Es Weifet den Arabern Palästinas unbenmntneu, bei ihren Fveunden in aller Wett desgleichen zu tun. Abgesehen von der BeschMguny Mischer Arbeiter, sollte die Zionistische Exekutive sich bei der PMästmawegienung weAors darum bemühen» daß diese eine Quote dar Anleihesumme, entfiprechettd dom Anteil dar Juden und -ihrer Fremtde an dar Anfiwingung des Geldes, für ausgesprochene jüdische Investitionen #u verwenden. An solchen» die zugleich dom allgemeinen Wohl des Landes dienert» fehlt es wahrlich nicht. Bisher waren zum Beispiel die Jtlden darauf angewiesen, daß die AntolHoriievu-ug weiter Bodeustrecken, insbesvlcders ihre Eutsumpfnttg und Bvsreiung von der Malaria. vo»r unsovem Fonds und vor allem dom Kieven Kajentoth besorgt trmrdert. Die Belastung des Keren Kajonvech — man denke nur an die Drainage van Nuvis und Nahalöl — war ome sehr ompfinNiche. Gerade jetzt steht der Keren Kajonveth vor der Kvängenden NochwendigkeLt, auch die tvvu gekauften Böden längs des Klischon und stoischen Haifa und Akko M eiwsnmpsen uttd so zu samaven. Es ist noch zweisickhai't, ob der Koren Kajemech vor seinen beschränkten Mitteln und feinen älteren, noch ungetilgten Bevpftichtungen dazu imstande ist. Hier k«m und muß mm die Regiovung aushelsen. .Ist sie doch taut Monidatsvevtvag zrc-r Förderung der Mischen Kvilonisatioir und Mvmal der lcmdwwtfchafMchen Ansiedlung gsradegu verpflichtet. Das Geld soll dem Keren .Kajemech voll der Regierung beileibe wicht goschenA, sonder,t rm getiehan werden, und zwar zu den glichen Bsdingt^tigen, zu deuten sie sich den Zeichnern kpgsmkber verpflichtet. Dm Keren Kajenwth würde sben der Regierung einen gswijstu Teil ihrer Berzinfirngs- «tnd Ti'lgungslosten abrrehmen^ §ls Berliner Keren-Hajeffod-Berfammlnng. Lskar Waffemann nnd Felix Planer al« Redner. Berlin, 7. März. (I. T. A.) Das Präsidium des Ke reck Hajessod halle, wie schon am Sonntag berichtet, 31t einer Veranstaltung in den Saal des ehemaligen Herrenhauses eingeladen. Ter Einladung ittarat führende jüdische Persönlichkeiten Berlins nnd die Vertreter der Presse in großer Zahl gefolgt. Direktor Qskar Wassermann begrüßte di« Erschienenen namens des Präsidiums des .Keren Hajessod und fühvie ungefcchr aus: Wir haben Sie gebeten, zu uns zu kommen, weil wir Ihre Hilfe brauchen. Der Aufbau Palästinas hat einen großen Aufschitvung genommen, die Einwanderung ist in ungeahnter Weise gestiegen, es ist unmöglich, die neuen Ein- »vanderer in die Wirtschaft des Landes einzuordnen, wenn nicht Stütze von außen kommt. Der Redner entwickelte die Ziele des Keren Hastssod und richtete an die Amvesenden die Bit'e, inehr als bisher ihr Interesse der Palästinasache zu widmen. Der Keren Hajessod fei keine Parteisache, sondern eine allgemeine jüdische Angelegenheit. Es ist unsere Aufgabe, jeden Juden in Deutschland zu gewinnen. Viele sind heute noch gleichgültig, viele ablehnend. Manche geben als Grund an, Palästina sei eine englische Kolonie. Das ist jedoch nicht richtig, Palästina ist Mandatsland, vom Völkerbund kontrolliert. Und vor allem: 'Alles, was wir dort leisten, tun wir fiir uns. Auch der Himveis auf die Wir<schaftsnot in Deutschland ist nicht stichhältig. Es ist wahr: der Not hier bei uns muß und soll gesteuert werden; darunter braucht aber die Arbeit für Palästina nicht zu leiden, diedasbeste ist, was heute Juden für das Judentum tun können. Noch oiwas anderes: Das Problem, Palästina aufzubauen, haben wir tticht erfunden, es steht vor uns als Tatsache, und wir haken uns damit abzufinden. Wir haben nur zu fragen, wollen wir mittun oder soll es ohne uns und gegen uns geschehen. Was die Juden in Deutschland vor allem schreckt, ist die Zusammenarbeit mit den Zionisten. Es ist aber klar, Kamt die Maud-atsvegiieivung sich unserem Vergangen lvongorn? Kaum. Tenn unsere Interessen wiegen zumindest ebenso schwer a!ls di« der eugliischen Industrie, welche sich als Gegenleistung für die bloße Gawcmbi-or'tmg >des Aniboihrdieitstes durch England, reichliche Bestellungen verspricht. Doch fefi&ft wenn die Pälä stMavegierung sich vor Auslegung der Anleihe zrt festen, vechtlichen Bindungen gegenüber der Exekutive nicht verpflichten wollt«, wäre es detmoch sehr zweckmäßig, die voventpfehlenen jüdischen Sammeilstellett rfür die Palläst,iilaa»>lechen oitMrichten. Denn die Zuführung von Anlleiheigelidorn, welche ausdrück-lich im Mischen Interesse gesa>mn«l>t wl.ivdeu, wurde der Reg''M»n>g — wie dem Völkerbund u-nd federn rann — das schwere Unrecht attgensällig tnache-n, Wern ge-vad« die jüdischen Wünsche miißachlet dlicben. Diesem mavabischen Druck ka^m sich d>'e PcMsti>na« regierung schließlich nicht entziÄ-en nnd wiald «inlenken ndüsfen. Vor den versammelten Keren-Kajemeth-Kommissären Werts sprach am 23. Februar der aus Jerusalem vom Hauplbureau des Keren-Kajentelh Delegierte Dr. E. M. Zweig über die Lage uNd die Aufgaben des jüdischen Nationalfonds. Der Natter führte unter änderest aus, daß die in den fünf Monaten des laufenden Nechirungsjahres dem Hauptbureau abgeführten Eiltgäng« zwar noch inuner im Slei'gcn sind, aber durch die wirtschaftliche Krise in Polen und in anderen eurcpäischen Lätldern jäwie durch die vom Krimprojekt verschltldete politische Krise in Amerika entPsiMich gehemmt wcrden. Es besteht die Gefahr, daß die am letzten Kongreß ausgegebene Parole, heuer die Bruttoeinnahmen des Keren Kajemech von 260.000 aus 500.000 Pf. St. zu steigern, sich nicht voll verwirklichen läß:.' Dies wäre verhängnisvoll, denn dann würdo das Hauptburequ sich darauf beschränkt sehen, die noch aus früheren Bedenkäufen den Fonds belastenden Schuldraten zu tilgen, könnte jedoch nicht Neues schaffen. Eine besonders dringliche Atlsgabe fft zttm Beispiel di« Drainage jcnsr ausgedehnten und ftuchtbaren Flächen, welche der Keren Kajemech im Vorjahre südlich Nahälal und bis gegen Haifa hin am Ätischonfluß erworbett hat und ohne deren Durchführung die Besiedlung dieser Gckiete mit den schon ausgewählten, ungeduldigen Kolonisten unmöglich wäre. Dsr Referen: erörterte alle Maßnahmen, welche geeigutt scheinen, dem Direktorium die verhängnisvolle Einschränkung feiner Arbeit zu ersparen. Das wichtigste sei die Vermehrung der Einnahmen, indem jeocs Land, also auch Oesterreich, nicht hinter dem chm zugeteilten Spendetckontingent zuoückbleiben dürfe. Es gilt, sich ein Beispiel an dem England der Nachkriegszeit zu nehmen, welchezur Abstoßung der riesigen Kriegsschuildenlast auch vor der schwersten Besteuemrtg seiner Bürger nicht zmückschrectte. Die en^choidettde Hilfe werden hoffentlich die Juden Amerikas bringen, wohin das Hauptbureau einen eigenen Delegierten entsandte. Auch die Entfaltung der Propaganda ritt Testamente und Stiftungen, die ssimrzeit rnlrch die Stifimtg Kahane in Wien ihren Ausgang nahnt, und der Versicher-nBaklion, für welche der von Dr. Tarlakvwer abgeschlossene Landcsvertrag Oesterwich beispieLgebend wwkte, verdatz ohne Zstmisten PaAsttna nicht ansgestM werden kann. Der Keren Hajessod ist neutral, das bedeutet, daß diejenigen z»r bestimmen haben, di« die Majorität haben. Der zweite Redner Dr. Le» Baeck, Präsident des Derttsche« Raibfeinewerbantdes und Groß- Präsident der G r 0 ß l 0 g e B'n a i B'r i t h im Deutschland, sprach in fornwollendoter We-ilse über den Begriff der Neutralität. Ein lebendiger Mensch könne nicht neutral sein, sondern reagiere auf alles, was das Leben bringt. Wenn jedoch ein Werk mutral ist, fo verlangt das von den beteiligten Menschen keine Aufgabe ihrer Uelberzeugung. Es ist ledigsich eine Vereinigung zu praktischer Arbeit. Der bekannte Mrtfchaftskritiker des ,/Berliner Tageblattes". Dr. Felix Pinuer, der den Polästinaausbau an Ort und Stelle studier: hat, sagte, es sei wahr, daß jedes Werk vor allem eine wirtschaftliche Grundlage haben mutz, aber auf Wirtschaft allein kann nicht alles gestellt sein, der Idealismus ist ein realer Machtsaktor. Er überwindet Schwierigkeiten, die dem rein praknschen Denken unüberwindlich scheinen. In Palästina wurde organisatorisch Lebendiges geschaffen: die hebräische Sprache, das jüdische Kind, der jüdische Arbeiter, der jüdische Bauer, die jüdische Gesellschaft sind dort Tatsache. Was geschaffen wurde, ist von hoher Qualität. Nun aber muß die Quantitätsfrwze gelöst werden. Wir müffen scheu, daß die Wirtschaf: in Palästina entwicklmlgsfähig bleibt. Die nächsten Jahre werden die Etttlscheidung bringen. Herr Kurt B l u m e n f e l d, Präsident der Zionistischen Bereinigung für Deutschland, verlas dann eine Zuschrift Georg Bernhards, Chefredakteurs der ,^8offvschen Zeitung", der bedauert, der Bevsarrrmlung nicht beiwohnen zu können, und ein Bekenntnis zur Arbeit in Palästina ablegt. sprechen neue Einkünfte. Darüber dürfe man auch die Chance einer Anleihe Nicht aus dem Auge verlieren. Außer Geld muß der NationalfondS direkt Boden in Erez Israel zu gewinnen suchen. Schon bisher wurden ihm solche Ländereien von Vereinen «nb Gesellschaften, die zur Besiedlurtg zu kapitalsschwach waren, geschenkweise überlassen. Auch Privatpersotten zeigen inmter mehr Neigung, ihren Boden zu nationalisieren, nicht zuletzt, um das Verbleiben ihrer Nachkommenschaft auf diesen Gebieten m Palästina und deren landwirtschaftliche Beatbeitung tat nationalen Interesse sicherzustellen. Diese Tendenz muß unterstützt werden, indem der Hypochekarkredit der zionistischen Institute nur jenen Bodenbesitzern zugute kovrmt, welche dem NationalfondS zumrirckest viu Vorkaufsrecht auf ihren Boden einräumen. Die wichtigste Forderung des Augenblicks sei aber die tlach Überlassung von Regie rungsland. Dieser aus dem Mandatsvertrag en^springendca Verpflichtung darf sich die Palästinaregierung nicht länger mit leeren Ausflüchten^ wie sie bisher der Mandatskommission deS Völkerbundes und dem englischen Parlament gegenüber gebraucht wurden, entziehen. Die Grundsätze des NationalfondS können übrigens nicht nur von diesem, sondern auch von dem aufftrebenden jüdischen Gemeinwesetr Palästinawirksäm zur Anwendung gebracht werden. Insbesondere Tel-Aiwiw zeige schon erfreuliche Ansätze zu einer planmäßigen städtischen Bodenpolitik. Der Referent schloß mit ein« Darlegung besten, was der Keren Kajemech trotz seiner beschränkten Mittel in der letzten Zeit geleistet hat und hob einerseits die Fortschritte der MittelftaudSbesiedlung «rf Keren-KaMreth-Boden, andererseits die Zuweisung eines großen Teiles des Djedrobodens bei Haifa für eine Vorstadtsiedlung der Arbeit er hewor, als Beispiel, daß der Nationalfonds ftünem Namen >gemäß ftrr alle Schichten des Volkes Sorge trage. Neber das beffällig ausgenommene Referat enffpann sich, eine lebhafte und eingchende Diskussion. So wurde der Wunsch voryebvacht, die österreichischen Zionisten mögen wie vor Jahren durch Beistellung der Mittel für die Pflanzttng des Jaar Austria bei Kineveth auch neuerdings den Boden für eine Kolonie Oesterreich bereitstellen. Weiters wurde der seinerzeitige Beschluß der Keren-KajsmechMelÄonserenz zu Karlsbad unterstrichen, daß das Direktorium die Rechte d e s N a t i 0 n a lfonds bei Zuweifiing der Bodett, bei ihrer Benennung, bei Vergebung der AmelioratronSarbsiten und bei Einziehung der Zinsraten gegen jedermann, auch die Kvilorristen selbst, energisch tvahren müsse. Ftzmer wnrde angeregt, daß die Landesstelle sich bcmU-en soll, für österreichische Juden, welche nach Palästina auswattdern, bei der hiesige» Regierung die gle«iche Geldunterstützung (-Lbfertigung für ArbeitSlosenbö-üge) anzufordsrn wie sie den Auswanderer« «ach Sowjetrußland gewährt wurde. Die mteveffcnrte Bersammvrng Motz mit der Absendung einer Gra-ulation an den bekannten Freund des Nationalfonds Baruch Kahane nach Plästi zu seinem 90. Geburtstag. An« Pole« «ach PalSMa. Aorschm,. 7. Mir,. <J. T. «.) Im B-rlairs de-» Monats Februar sind 930 Jude« aus Pole» «ach Palästina