Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2528 (7.3.1926)
- Date
- 1926-03-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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im>% Mener 7. Ttftß Tagesbericht. Re Woche. W&n dem Vorfrühling schwcht daß Ititfefaititf? . .. TvS Wetter wechselt, mit dem Wetter die Stiumrung. Was bringt der nächste Augenblick, spärlichen Regen oder spröde Sonne, dusteres Gewölk oder klaren Himmel? Und wieviel Sonderbares regt sich in unserer Brust gerade in dieser wunderbaren Ue-bergangszeit? Dom erstarrenden Lebens¬ und Lieibesgesühl über die erregte Unsicherheit des müden Nachmittags bis zur Erstarrung des noch kalten Abends. Es ist die Rendezvouszeit der Jahreszeiten. Es ist die Zeit vor der Geburt, wo üu Keim alles Künftige enthalten ist. Eine tanregende Zeit großer, verschiedenartiger Möglichkeiten. Geirade darum aber eine gefährliche Zeit, die auch die Ster* Aweiflung und der Selbstmord lieben. D'e Zeit der Konitraste, der Schließung neuer Liebes- und Ehcbünde, aber iauch der schrecklichen Familienzwiste und -Tragödien. Der Süden und der Orient kennen keinen Vorfrühling. jFu Palästina gibt es entweder Regentage (vom November bis Mitte Februar) oder heißen, trockenen Sommer. Jetzt schon steigt dort der Tag mit heißer, brennender Sonne auf ünd die Erde und die Dlenschen erholen sich erst, wenn auch die Sonne ins kühlende Meerbad steigt. Dort gibt es fast keine Jahreszoitenw-illNr, nur zwei wechseln ab und jede hält ihr Wort. Darum muß und wird dort der Mensch phantasiereicher: ermuß -zum Fvühliugsdust von Jaffas Orangenblüten den kühlenden Nordwind hinzudichten (in WrAichkoit kühlt in Palästina ein wenig der westliche Meerwind), den Herbst sich verzaubern und schließlich auch -den Win-erschnee. Besonders, wenn er aus der gemäßigten 'Zone hmkommt und 'an Herzen den abwechslungsreichen Vorfrühling trägt, den unheimlich schwangeren, den verführerischen, de« rätseilhasten..." * In Brüxrpcst haben jetzt der. Zeitgeist und die Jahreszeit auch die Hand im Spiele gehabt... Da ging Herr Josef A n t a l in die Telephonzelle eines Kaffeehauses und telephonierte einige Male, ohne die gewünschte Nummer auch sprechen zu können. Me Kontrolle konnte fsststellen, daß bei der angevusenen Nummer die Hörmuschel immer wieder abgelegt wurde . . . Irgend jemand wollte also Herrn Antal nicht hören . . . Kurz entschlossen erschoß sich der junge Mann. In seiner Rocktasche fand marr einen verschlossenen Brief und einer: Zettel, der besagte, daß der Brief die Erklärung seines Selbstmordes geben wird. Die Polizei erbrach sofort das Kuvert -7- und welch erstaunte Gesichter muffen die Polizeiboam'en gemacht haben, als aus dem Kuvert ein richtiges Kreuzworträtsel herausfiel. Wohlgebaut, mit symmetrischen Figuren, mit ErKärungen serckrecht und wagrecht, sollte es die Selbstmordursache, die Namen der hetolligten Personen, überhaupt alles auiftlären . . . Vergebens mühen sich die findigen Detektivs, das schwierige Rätsel, zu lösen. Rätselsachvevständ'ige sollen beigezogen werden. Wie mysteriös, w.e wunderlich muß es in der Seele dieses Selbstmörders ausgesehen haben, der vielleicht die Idee fix seines Lebens: das Kreuzworträtsellösen zum Kopfzerbrechen absichtlich seinen Mitmenschen ausgegeben hat?! Oder :st er am Kreuzworträ-se-l zugrunde gegangen, und dies wollte er den Ueberlebenden aüdeuten: da habt chr euer verfluchtes Spiel, das mir Verstand,. Zeit, Nerven geraubt, Mich mit dem oder der zusammen- oder, auseinandergeführt ünd schließlich in den Tod getrieben hat. Die größte Wahrscheinlichkeit bürfc aber die Annahme für sich haben, daß das mühsam zusammengestellte Rätsel von der langen Qual erzählen soll, die nur so bezwungen und vor Irrsinn, Verbrochen oder Selbstmord bewahrt tverden konnte, Laß sie in das spitzfindige Prokrustesbrett eines komplizierten Kreuzworträtsels gezwängt wurde. „Schi", sagt der To->e, „das, was ihr hier leset, hat mich Tage und Nächte lang gemartert; zum sinnlosen Spiel mußte ich es machen, um es immer nahe zu haben und doch daran nicht zu vergehen, zu verbrennen!" War es Liebe, war es Reue, Furcht, Kmnkhei-? Das wissen nur die Begriffe des Kreuzworträtsels, derren es gelang, den Trieb zeitweilig zu töten, zu zahmen. Als das Rätsel aber fertig wurde, war auch der Damm gerissen. Die Art dieses Aüstobens und die Form dieses Testaments sind durchaus modern und das Geheimnisvolle dem Stil des Vorfrühlings wundervoll angepaßt. . . .Ursprung und Ende des Lebens sind immer unbekannt Und vielleicht darum zusammenhängend. * Seinerzeit ha' Frau Miliar Vukobranlovie während ihres Prozesses von ihrem „parzellierterr Bewußtsein" gesprochen und sich mn diesen: geistvollen Wort diele SYm- Pachien erworben. Die Wissenschaftler horchten ans und sagten, es sei eme neue richtige Bezeichnung für eine öfters beobachtete seelische Tatsache; die Laien beugten sich vor der Intelligenz und fühlten, etwas würd schon.daran wahr sein.. Dieses unbewuß t Gefühl kam aus verborgener Tiefe der Menschen; irgend eine Saite wurde berührt, die nur selten voll erklingt und deren dumpfes Zittern die meisten Menschen nur ahnen. Es ist das Phänomen der Bewußt» seinsspaltung, das nur selten im Mertischen ganz sich vollzieht, diel öfters dagegen, als man meint, im täglichen Loben Zusagen im Anfangsstadium zum Ausdruck konmn. Was sich jetzt in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, zugetragen hat, ist geeignet, viele Erlebniffe, die uns selbst unverstäMich schienen, zu Mären, soweit 'eben das Leben überhaupt erklärbar ist. Bis auf das letzte Mysterium... Schon vor Jahren ist dem Fabrikanten Madros etwas für die Umgebung vMommen Unverständliches Pas- 2N, WWtzvd joines GeburtstoOfches saß er plötzlich ganz ^ub— Wieder eröffnet! Hotel National Wien, II. Taborstrasse 18 Telephon 4Z-5-W Vollständig neu eingerichtet, zentrale Lage, 200 Zfmme mit Messendem kalten u. warmen Wasser, Bäder, Zentralheizung, Lift. Kaffeehaus und Restaurant.im Hansel Massige Preise! Nene Leitung I Wie versteinert und fremd da und konnte rveder die Anrede verstohen noch die Personen erkennen. Der früh morgens herbeigerufene Arzt ließ ihn zu Bett bringen und erst, als er nach 24 Stunden erwachte, war der Fabrikant wieder bei hollem, normalem" Bewußtsein. Was in der Zwischenzeit geschehen war, hatte der Mann vollständig vergessen. Die Aerzte fi'chrten das Ereignis auf Uebermüdung zurück und die Sache war abge an. Vor kurzem wurde der reiche Bankier B a r r e n 0 s in seinen: Salon ermordet aufgefunden und zu gleicher Zeit Vevschtvand der Fabrikant Madros spurlos. Ein beim Ernrordeten liegender Dolch wurde aber zum Verräter. Der nach seinem Vater, suchende junge Madros agnoszierte, nichts ahnend, den Dolch bei der Polizei als ein altes Erbstück der Familie. Man suchte eifrig nach dem Fabrikanten und fand ihn bald in einer Matrosenschenkc in verwahrlostem Zustand, di« Augen gläsern und wirr. Er konnte sich an n-ich-Z erinnern und besonders nicht an sein früheres Loben. Jetzt verstand man auch das GÄ-urtstagseroignis vor Jahren. Es war eine vorübergehende Bowußt-- seinssipaltung gewesen, während jetzt vielleicht schon endgültig ein anderes Ich das alte verdrängt hatte . . . Der Fabrikant wurde daher einer Irrenanstalt übergeben. Den Irrsinn trug er aber schon lange, immer in sich. Er hatte ein stark Parzelliertes Bewußtsein. Wir haben es alle. Und würden es sicherlich erkennen, wenn wir nur ein wenig manche unserer Erlebniffe und Taten von innen heraus betrachteten. Diese Selbsterkenntnis lwäre auch der beste Schutz vor Irrtum, Fehltritt, schließlich Wahnsinn. # Die Mode ist auch solch eine Bewach tseins-spaltung. Ms Psychose der Gesellschaft. Nicht umsonst wird sie so oft verrückt" geschimpft. Volksmund trifft immer, auch wenn er nicht weiß warum. Die französischen Maler klagen über Modellmangel, denn die mondäne, schlanke Frau entspricht schon langst nicht mehr einem -haGwegs annehmbaren Schönheitsideal (!) und paßt nur für ein Bild der Hungersnot. Die Sache wäre nicht ganz ohne, denn das Hungerphantom war während des Krieges ganz gewaltig und hat vielleicht aus No' eine Schönheitstugend gemacht. Die Grürrde scheinen aber doch etwas tiefer zu liegen. Eine Mode, die so radikal und konsequent Schlankheit und Bubikopf, Männevberuf und Mönnerkleidung von den Damen und herv-orste-hend-" Brust, taillierw Kleider und weiblichen Tanz von den Kavalieren fordert, muß durch die elementarsten Triebe der Menschen dieser Epoche bedingt sein. Diesen Gedanken hat vor einigen Tagen der bekannte Arzt und Psychologe Dr. Magnus Hirsch seid in einem Borwag im Berliner Institut für Sexualwiffenschaft:,/Sexualität und Kleidung", ansgesührt. Hirschfeld meint, unsere Zeit sei von Transvestiten beherrscht, d. i. von solchen Individuen, die sich gerne in Kleidung, Haltung, Körperlichkeit dem anderen Geschlecht anpaffen. Hirschfeld zeig-e auch-einen vollkommenen Transvestiten, einen Mann, dem seine Männlichkeit ganz unangenehm tvar, die Erinnerung daran Scham hervorrief und der daher in allem Weib sein wollte. Solche Extreme sind selten, im Charakter und Zug der Zeit liegt aber diese anderssei «wollende Richtung. (Zur Erläuterung des Ausdruckes sei hinzugefügt, daß Hirschfeld auch Cis* vestiten femr, das heißt solche Menschen, die sich gerne jünger (Böser-Bnben-Ball) oder nach einem anderen Stand (Ges-indeball) kleiden. In dem erivähnten Vortrag handelt es sich aber hauptsächlich um Transvestiten, also Personen, die nach dem anderen Geschlecht tendieren.) Gemeinverständlicher ausgedrückt, muß man unsere Epoche als d.e Zeit der sexuellen Z w i sch e n st u f e n bezeichnen. Es gab schon solche Zeiten in der Geschichte, so um das Jahr 1560, aus welcher Zei' die Bilder uns den Mann .« ver- „Trenderl." In diesem Monat wird die Wiener Juden schaft die Zentenarfeier der Gründung des Stadtteinpels begehen. Aus diesem Anlaß gedenkt man aller Männer, die sich in dem verflossenen Jahrhundert jüdischer Entwicklling um ihr Volk besonders verdient gemacht haben. L e 0 p 0 l d K 0 m p e r 1, der böhmische Jude, welcher den größten Teil feines Lebens in Wien wirkte, soll nicht vergessen sein. Einer der besten Männer der Emanzipationsperiode, hat er das jüdische Menschentum, ivelches aus der»! Ghetto kain, wundervoll lebendig in seinen Rmtanm und Novellen geschildert. Eine der roertvollsten Erzählungen Komperts, die .beschichte eines jüdischen Schmiedegesellen, der aus Böhmen nach Wien kam, bringen wir zum Abdruck, um daran zu erinnern, wie sich die Besten unseres Volkes bemühten, die aus dem Ghekto strömenden jüdischen Menschen der produktiven Arbeit, dem Handwerk zuzuführen. Es tvar ja auch bekanntlich das Bestreben der Toleranzjudrn, die neue jüdische Generation zum Handwerk zu erziehen und die herzhafte Geschichte Leopold Komperts voni „Trenderl Schlosser" wird unseren Lesern gewiß sehr tvillkonunen sein. Wir beginnen mit der Veröffentlichung in unserer Dienstag-Ausgabe. Nr. 2828 -weiblichtcr Kleidung mit Halskrause und die Frau in eng« anschließenden männl.chen Kleidern zeigt. Das 20. Jahrhundert scheint auch so eine Zeit der Grenzvcvwischung de! Geschlechter zu sein, und -Hirschfeld prophezeit dem Bubikopf noch eine lange Dauer. Man kann darüber erfreut oder «erbost sc.n, die Tatsache und ihre ziemlich einleuchtende Erklärung bleibt bestehen. Es ist nur besser, die Gesellschaft wird sich ihrer Bewuß seinsspaltung bewußt, damit sie nicht ganz dem Irrsinn verfällt. . . Aus der symbolischen Irrenanstalt „Welt" könnte noch eine traur.g-wirkliche werden. Das heißt eine andere. Geschmacksachc und was alles möglich ist . . . * Was alles möglich ist... In den Elendsquartierett der Buxwn Street, im Armenviertel Londons, geht da ein unbekann er Wohltäter herum und verteilt Psundnoten. Täglich hundert. Die Loute stellen sich schon an und erwarten das Wunder sehnsüchtig. Bisher kam es pünktlich mit dem Autobus an, teilte 100 Pfund aus und verschwand. Was wird aber geschehen, wenn es einmal ausbleiben wird?... Auf zudringliche Polizi-stenfragen antlwortet der Unbekannte: ,Mas schereuch mein Geld?" Er will niemandem Rede stehen, nur sein Geld will er los werden. Und — marr muß sagen — auf nette, hilfreiche Art. Was mag den Mann dazu trenben, namenlos Gutes zu tun? Uebermut oder Reue? Ter Witz eines Mächtigen oder die Zerknirschung eines Gestrauchelten? Eine einfache Tat fällt aber aus der Selbstverständlichkeit des Alltagslebens heraus und errege darum gleich unsere Neugierde. Mit Recht. Diesmal aber könnten wir uns mit der Tatsache aussöhnen, denn sie ist harmlos, und schließlich behalten die Pfunde aus jeden Fall ihren not erlösenden Wert . . . schade nur, daß in Wien so sÄten jemandem eine so glänzende Idee kommt. . . Drc Stad', fast die ganze, hätte es nötig . . . Vielleicht könnte man dem unbekannten Wohltäter nahelbringen, daß in Wien das Inkognito sicherer wäre, und ihn hierher einladen . . . Nur müßte marr ihm zuerst versprechen, daß die Polizei keine Ausweispapiere, der Magistrat keine S andkonzeffi-on und die Halenlkreuzler keine RaffenbestätigUiNg verlangen wirken, und der Wiener könnte nach Herzenslust schauen und eine echte, einmal wirklich nützliche Gaude haben . ,, l. 1h. Balkangeschichten. Von Oskar Rosenftld. Die Kur des Gifeesüchttgen. Ein eifersüchtiger Ehegatte läßt sich schwer kuriere«, M wenn er eilt Bulgare ist. Tagsüber -nn Laden sitzend, -bewacht Georgi seine Fvau bttch ein praktisch angebrachtes Guckloch. Verläßt er am Abend daß Haus, versperr:- er Tür und, Tor entgegen bulgarischer Art, an tote Nächte am Kartentisch Zn verbringen, indes die arme Frau, tot der Welt abgeschnitten, über ihre Verlassenheit grübelt. Einmal wieder kommt Georgi beim Morgengrauen »ach Hause und während er trällernd die Haustür öffnet, hört er 'ifenatf- Frau flüstern: „Iwan, bist bu’§" Seither bleibt Georgi daheim, den Revolver unter dom Betkkiffen und wartet aus — Iwan. Di« schlaue Muttor. Der alte, reiche Haralan hat ein junges Weib genommen'. Was geschieht? Es betrügt ihn. Uni) was tut der alte, reiche Haralan? Er jagt sie aus dem' Hans — zurück zur Mutter. Geld hin, Ehe hm, Ehre hin. Aber eine Bnlgarenmutter ist hart wie Eisen unb klug tvie eine Schlange, sie läßt sich nicht -kirre machen, findet -immer einen ' Austve-g. „Bring' deine Kinderwiege von der Dachkammer,"- befiehlt sie der bestürzten Tochter. „Da kriech hinem!" Dke Arme muß Arme und Beine verknäülen, um in der kleinen Wiege Platz zu finden. „Und jetzt heraus und -zu deinem Gatten," heißt es energisch. Demütig fällt die Mutter vor dem alten, reichen Haralmt ans vie Knie und mit erhobenen Händen spricht sie? ^Lerainmy Haralan! Seitdem meine Tochter die Kinderwiege veril-affen, hat sie dich nicht betrogen. Ich schwöre es bei> allen Heiligen.. Der Gatte ist Vevsöhnt. Und die Mttter hat nicht falsch' geschworen. InteMgenz. Mr das ein fache, tonlose ,Hanke" besitzt'-der Bulgare temat eigenen Begriff, er sagt „merci", ohn-e das Bewußtse-'m eines Fremdwortes zu haben. Ein verwundeter Franzose wird an der lSalonikisront -gefangen und ins Spital gebracht. Als er in der ersten Nacht seiner Gefangenschaft von einer Pflegerin gelabt wird und ihr mit „merci" dankt, be-nrerkt diese zu ihrer Nachbarin: ,Mn -intelligenter Mensch der Franzose; kaum ein paar Stunden bei uns und er spricht schon bulgarisch". Miftvevständnrs bei Hof. Empsangsabeich bei Hof, die Tische -gedeckt, der Saal noch' lrer. Ein einzelner Gast, eingeslvischter Junggeselle, hat sich Kl Tisch gesetzt und gedankenlos, wie er es vom Restaurant aus gewöhitt ist, wischt er seinen Teller mit der Serviekte aus. Der Lakai, dies bemerkend, ergreift den Teller sofort und bringt vorn Tablett emen anderen. Das wiederholt sich dreimal. Beim vierten' Male -wendet sich der einsame Gast wütend an den Lakai mit den' Worten: Glaubst du, ich werde für die ganze Gesellschaft d« Teller putzen?" Der ovbentttche Kaufmann. Während des Welttrioges untechandelte Oesterreich mit König Nikita tvegen Nicderlegung der Waffen. Der inontenegvilösche Unterhäickler hatte den Auftrag, eme fixe Summe Zu verlangen. aber Oesterreich verlegte sich aufs Feilschen, mit der Mot»- vicrung, daß es bar und prompt bezahle. Als' dies Nititi mitgeteiü tvnrde, schlug cr wütend mit der Pfeife auf den Tisch unb rief; ,MeiterkämPseu! Kassaskouto gibt es ujcht!"