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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-03 · Heft 2524 (3.3.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2524 (3.3.1926)
Date
1926-03-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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mh ’4 m™, M'MsH baß cs unrichtig fei, -aß die Regierung von -er Fvankenfälschung gemißt hätte. Al nächst die Anzeige von Ba ro ß: Was häkle cs für einen Zinn geerbt, über die Affäre demjenigen eine Anzeige zukcmmen zu lassen, der von der Sache ohnehin weiß und von dem man daher annehmen «konnte, daß er Leine Maßnahmen treffen »verde? Der andere Berveis sei, daß nach idem Briefe des Ministerpräsidenten an Baron P e r e n y i unter den Fra nkenfä sichern große Erregung entstanden sei und die gefälschten Franken nach einem anderen Orte gebracht worden feien. Aber mich das Vorgehen des Ministerpräsidenten selbst beweise, daß er von der Mion keine Kenntnis gehabt habe. Wenn er von der Zache gewußt hakte, ihätte^er entweder sie verhindern oder decken können. Wenn er die Sache nicht vechindern wollte, hätte es keinen Sinn gchabt, an Perc ny i e:ne n Br ief zu schreiben, denn mit diesem Briefe hätte er doch riskiert, daß die ganze Angelegenheit an den Tag komme und ihre Fortsetzung unmöglich werde. Bezüglich der anderen Beschuldigung, -er Ministerpräsident hätte einm Fehler begangen, als er im Jahre 1922 nach 5>ctt Mitteilungen des Grasen Teleki Nadossy bloß anfgefor- Vert hätte, der Angelegenheit ein Augenmerk zuzutvenden, statl _ gegen Prinz Windischgrätz und Genossen das Strafverfahren einznleiten, müsse er darauf verweisen, daß Graf Teleki von der Sache bereits als von einem nieder- QJ schlagenen Plan Erivähnung tat. Er habe also tatsächlich keine andere Aufgabe gehabt, als den Landespollzeichef anzuweisen, mit doppelter Aufmerksamkeit ähnliche Versuche in Ankunft zu verhindern. Bethlen fährt nach Genf. , Ministerpräsident Gras Bethlen reist Mittwoch nach Genf aib, ohne sich in Wien aufzuhalten.. Das Fin a n z k o m i t e e des Völkerbundes beginnt am 5. März mit der Beratung der ungarischen Angelegenheiten, die am 8. März den Völkerbnndrat beschäftigen werden. In hiesigen politischen Kreisen sicht man -er bevorstehenden Tagung des Volkerbundrates mit gespanntem Interesse entgegen, da man es für möglich hält, daß die Frankenfälschnngsaffäre in Gens zur Sprache gebracht werden wird. Die französische Gruppe 8er Union der Vvlkerbundligen hat das Präsidium der Union das Ersuchen gerichtet, den Völkerbund auszuforbern, daß er die Frankenaffäre in seiner bevorstehenden Tagung aufrolle. „Magyarorszag" zufolge dürfte allerdings der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric D r u m m o n d, die Eingabe der Union der Völkerbundligen nicht weiterleiten. Dagegen sei es durchaus möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß die Delegierten Frankreichs in der Völkerbundversamminng die Fälscherasfäre zur Sprache bringen werden. Auch Bothlens Sohn kompromtMert. Der „Abend" meldet aus Budapest, daß der Sohn des Ministerpräsidenten, Gras Andreas Bethlen, zu jenen Leuten gehörte, die d i e s a l sch e n N o t e n insAusland brachten und sie dort in Umlauf setzten. Großes Aufsehen erregw es im Herbst 1925, als der junge Bethlen ,Mf Wunsch feines Vaters" plötzlich nach Amerika fuhr, angeblich, um dort eine ganzuntergeordnete Stelle in i^rgend einer Bank anzunehmen. Andreas Bechlen hielt sich vor und während dieser Reise auch in W i e n und Paris weich gebracht, und ausgemacht, daß es allem an den Erwiedet, daß selbige mit geziemender Solemnität gsweihet werde, gestatten wir auch unseren Herrn Ordinavium, durch unsere abgeordnete, noch hiebevor, daß wir und unsere Nachchumen als patronü e c c l e s i a e, bis nach und nach sattsame Stiftungen erfolgen, nit allein die Kirchen erhalten, sondern auch zu bequemen Auskhumen eines eigenes Pfarrers, demselben jährlich zweihundert Gulden von genrainer Statt Oberkammerambt Anfählbarlich reichen wollen, versichern lassen, also daß neque in dotatione, minus in fundatione, weiter nicht abgchet. Wann dann JedermännMch mit großem Verlangen visiert und ganz begierlich an dem Orth, wo Christus und seine Unbefleckte Mutter zu diel tausend uich unsiihlbaren Mahl von den gotteslästerlichen Juden geschmähet wurden, *), dieselbe zu Eh'cen, und den wahren Messiam anzubethen, den Tag und Stundt wünschet, benebens unser Herr Ordinarius, daß Er allein Ew. Kays. Matzest, befehl erwarte, und vertröstet, damit dann Gottes Ghr aufs allereheiißt befürdevt, Jedes wahren katholischen Christus lobwürdige Begierdt ersättiget und so die h. Sacrificia, welche alda gelesen wurden, länger rtft verschoben, benebens die Jowohner vermahlen mit ain aigenem Seelsorger versehen werden, auch solches alles noch kn diesem der Juden ausschaffungsjahre beschche. Gelangt an Gw. Kays. Matzest, unser allerunterkhämg gehorsamstes Bitten, die geruhen, chne unser gchorsamstes Maßgaben zur Dedication einen fürdersamen beliebigen Tag allergnedigst zu benennen, und selbige mit dero Kays, und landesfiirstl. Präsentz zu Erleuchten, gleich wie solches zu Gebote Ehr beschiehet, also thun zu beharlichen Kays, und landessürstttche Hulden und Gnaden auch Gewährung allergnedigsten Resolution, wie uns alle aller« unterchänig gehorsamist beschien!" Am 6. September 1671 wurde dann die Kirche feierlich von Kaiser Leopold dem Ersten eingeweiht. Die „vermaledeiten", „gotteslästerlichen" und doch unentbehrlichen Juden wurden schon zwei Jahre später in Wien wieder begrüßt, die Synagoge haben sie aber nicht mchr zurückechälten. Die Kirche wurde dann von den Türken im Jahre 1688 vernichtet und erst im Jahre 1724 neu ausgebaut. Heute stcht also schon eine ganz neue Kirche auf dem alten Synagogengruntz. Nur eine marmorne Tafel erinnert an den glorreichen Raub. Hoffenlich hat der barmherzige Gott verziehen, denn er l-edt alle Erdenkinder ... Dr. Leopold Thal er. *) Als ob sich die Juden jemals in ihren Tempeln rqit jrernden Religionen beschäftigt hätten! MeMk MskftlmME auf, wo er größere Geldbeträge, die in die Hunderte v o n Millionen gingen, eingewechselt hat. Es handelte sich durchwegs imt französische Franken, für welche sich der junge Bechlen Dollarnoten kaufte. Die französischen P ol i ze i be a m tc n erfuhren von dieser Tatsache und führten Erhebungen durch. Es stellte sich heraus, daß der junge Bethlen, der noch bis Sommer 1925 schwer verschuldet war, im August und September seine sämtlichen Schulden beglichen hat. Es handelte sich um.Hunderte von Millionen. Es steht fest, daß er auf seiner Reise „Kuriergepäck" mitgenommen hat, das von u nga r i s che n Beh ö rden versiegelt worden war. Das waren die falschen französischen Noten. In Paris hat er an einem einzigen Nachmittag falsche Noten im Werte von mehr als f ü n shundertM illionenangeb rach t. In Wien arbeitete er ebenfalls sehr gut. Auch nach Amerika nahm er falsches Geld mit. Diesbezüglich liegen!bei den Pariser Behörden ganz genaue Mitteilungen vor. Scharfe Sprache der Pariser Presse. Paris, 2. März. Sauerwein erklärt heute im „M a t i n", B r i a n d werde ohne Zweifel heute in der Kammer Mitteilen, daß er in zwei Demarchen bei der ungarischen Regierung darauf gedrängt habe, daß eine ernsthafte, wirksame Untersuchung stattfinde, daß aber alle diese Demarchen nichts gefruchtet haben und daß die Untersuchung lächerlich geblieben sei. Es genügt aber nicht, sagt Sauerwein weiter, wenn Briand nur das sagt. Das Budapester Komplott ist ein Angriff gegen Frankreich, dem ein ähnlicher Angriff gegen die Tschechoslowakei folgte. Eine Verurteilung der Regierung, welche diese beiden Angriffe geduldet har, müsse durch den Völkerbund erfolgen. Wenn Bethlen wirklich den Mut hat, persönlich in Genf zu erscheinen, dann darf es keine Schranken geben. Er müsse mit einem scharfen Tadel nach Budapest zurück g e s ch l ck t werden. Nichts ist leichter, ehrlicher und lichaler, als einen Nachfolger für einen Minister zu finden, der nicht würdig ist, sich an den T i s ch d 1r Völkerbundversammlung zu setzen. Die letzte französische Demarche in Budapest bezweckte, wie Sauerwein bestätigt, nähere Austlärungen über die Rolle des ungarischen Gesandten in B erlin zu erhalten, der nach der Tageibuchnotiz des Obersten Jankovies ihm helfen sollte. Marcel Rey erklärt im „Petit Iournal", Blum dürfte verlangen, daß die französischen Völkerbunddelegierten von jeder Bölkerbundsitzung fern bleiben, an der Bethlen teil nehme. Ein derartiges Verhalten, meint Rey, käme einem Abbruchderdiplomari scheu Beziehungen gleich. Rey hält es fürs Beste, wenn Bethlen sich von der Genfer Tagung ftrnhält. Horthhs Gnade. Straftmchlaß für einen Ju-emnördier. , Budapest, 2. März. Großes Aufsehen erregt hier ein Gnadenakt des Reichsderwesers Horthy, durch welchen dem zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilten mehrfachen Mörder Gergely T a s f y die restlichen Jahre der Straft erlassen und Tassy sofortauf freien Fuß gefetzt wurde. Tassy gehörte zu den blutrünstigsten Mitgliedern des Hejjas-Detachements, das nach dem Zusammenbruch des Kommunismus im Donau-Theißgebiet Hunderte jüdischer Familien zum Teil ermordet, zum Teil schwer mißhandelt, in allen Bällen aber ausgeraubt oder an ihnen schwere Erpressungen verübt hat. Tassy hat jumitätoft e: nDutzend Judenmorde und eine Anzahl von Plünderungen auf dem Gewissen, aber alle seine Verbrechen blieben wie die der übrigen Pogrom isten, dank der seinerzeitigen Amnestie Horthys, straffrei, da sie — wie der Amnestieerlaß behauptete in begreiflicher Patriot ischerErregnng und nicht aus gewinnsüchtigen Motiven 'begangen worden seien. Bloß die Greuel einer einzigen Nacht, am 13. Mai 1920 in K i s k u n h a l a s, konnten beim besten Willen nicht in die Begünstigungen des Am nestieer lasses hineingepreßt werden. In jener grausigen Nacht hat Tassy den Versicherungsagenten Alexander S ch w a r z aus feiner: Wohnung verschleppt, in der Gendarmeriekaserne selbst niedergeschossen und dann seine Wohnung a u s g e r a u b t. Dann drang Tassy mit seinen Leuten in die Wohnung des Moriz H o l z m e i st e r, die er gleichfalls völlig ausplünderte, während die jüdische Fam'lie von einem Teile der Räuberbande mir vorgehaltenen Pistolen gezwungen worden war, lautlos der Plünderung zuzusehen. In der seinerzeitigen Hauptverhandlung erklärte Tassy, im Auftrag seines'Chefs, Ivan Hejjas, in patriotischer Aufwallung gehandelt zu haben. Da Hejjas zur Zeit dieser Verhandlung durch die Amnestie bereits in Sicherheit war, ließ er Tassy fallen und dieser wurde unter Einrechnung der zweijährigen Untersuchungshaft ju zehnjähriger Zuchthausstrafe verurteilt. Jene Verhandlung vor dem Honvedgericht ist auch dadurch berühmt geworden, daß der VerhaMmgSleiter, Major Ladislaus Ghörffh, den als Zeugen einvernommenen, berüchtigten« aber gleichfalls amnestierten Massenmörder Michael Franeia-Kiß nicht nur ruhig eine blutrünstige Pogromvede halten ließ, sondern ihn mit den Worten: ,-Gott mit?fhnen, Michael!" verabschiedete. Tassy hat demnach aum ein Jahr im Zuchthaus verbracht und wurde fttzt, beguad.gi, in Freiheit gesetzt. Me Wirren in SHIna. Peking, 8. März. Der Doyen der Gesandten der ftomden Mächte hat am 27. Februar an den chinesischen Außenminister eine Not« gerichtet, worin dieser ausgesovder: wird, unverzüglich die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, um dem ungesetzlichen Treiben des S t r e i k k o m i t e e s in Kanton ein Ende zu setzen. .s.'Mn m ' ~ i&y ' fft. , Sie französische Kammer ratifiziert das Locarno-Attomme«. Briand Über den Bülkevbnnbvat. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Paris, 2. März. Die Kammer setzte heute die Locarno- - dcbatte fort. Als erster Redner ergriff Franklin- Bouillon das Wort, der erklärte, die finanzielle Enttänschung des Versailler Vertrages habe zum Dawes-Abkommen und die politische Enttäuschung 5U den Loearnoverträgen geführt. Er befürworte die Ratifizierung dieser Verträge, aber unter der Bedingirng, daß Frankreich auch weiterhin Deutschland unter scharfer Kontrolle halte. Als Franklin- Bouillon den Ministerpräsidenten zu einer Erklärung in der Frage der ständigen Ratssitze aufforderte, erhob sich Briand sofort und sagte, die Erweiterung des Rates sei in den Völkerbundstatuten vorgesehen und er befürworte sie. Der Völkerbund werde eine immer größere Rolle zu spielen haben, der Rat müsse also i m m e r nr e h r N atronen umfassen. Briand erklärte, daß er die Aufnahme Polens in den Völkerbundrat begrüße, urrd tvenn er in der Lage Deutschlands wäre, so würde er in dem Eintritt Polens, mit welchem Deutschland so viele Fragen zu regeln hat, auch nur Vorteile erblicken. (Beifall.) Franklin-Bouillon erwidert, daß er seinerseits auch den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund begrüße, aber sein Mßtrauen ausfprechen müsse, da der Revanchegei st in Deutschland noch nicht erlös ch e n s e i. Hierauf ergriff Briand neuerlich das Wort, um zu erklären: Der Geisteszustand eines besiegten und eines siegreichen Landes kann nicht derselbe sein. Es ist am Sieger, dafür zu sorgen, daß der Besiegte seinen Groll vergesse. Es gibt in Deutschland genügend Leute, die nichts mehr vom Kriege wissen wollen und die. den Mut haben, ihren Standpunkt öffentlich zu vertreten. Frankreich ist stark genug, um die anderen Völker zum Frieden einladen zu können. Nachdem noch der Kommunist B a r 1 o n und der nationalistische Deputierte und frühere Kriegsminister M a g i n o t sich gegen die Locarnoverträge ausgesprochen hatten, wurde das Abkommen von Locarno von der Kammer mit 413 gegen 71 Stimmen ratifiziert. Aus der Tagesordnung der heutigen Kammersitznng stand auch die Interpellation Leon Blums über die Frankenfälschungsasfäre. Nachdem aber die Looarnoverträge ratifiziert waren, wurde beschlossen, daß Blum morgen vor Beginn der Sitzung im Einvernehmen mit der Regierung seine Interpellation in der Angelegenheit der Frankenfälschungen in Ungarn einbringen soll. Deutschlands Eintritt in de« BSlkerbund. Luther gegen die Vermehrung der Ratssitze. Hantbmg, 2. März. Reichsikan^er Dr. Luther hat heirtck° atzend auf dem ihm zu Ehren vorn Senat gegebenen Bankett die angekündigte große politische Rede gehalten. Er sagte u. a.: „Für uns war es Lei allen Erörtemngen über den Eintritt Teusschlands ganz ftlbstvevstäMich, daß vor unserem Eintritt m den Völkerbund irgend welche bedeutungsvolle Aenderungen innerhalb des Völkerbundes nicht mehr vorgeirommen werden könnten. Ebenso ftllbstverstäMich war, daß der Eintritt DeuMands nur erfolgen kann, wenn wir einen ständigen Sitz im Völkerbund erhalten. Dies ist von allen beteiligten Negierungen anerkannt worden. Mit diesem Stvud der Dinge ist es unvereinbar, wenn die Einräumung des ständigen Ratssitzes an Deutschland mit einer weiteren Aende-. rnng in der Zusammensetzung des Rates verbunden würde. Wer aus Grund bestimmter Abreden seine Arrfnahme in eine Organisation beantragt, darf erwarten, diese Organisation bei 'einem Eintritt in unveränderter Gestalt vorzuiinden. Es ist neuerdings gesagt worden, daß die Erweiterung des Rates ein längst in Aussicht genommener Plan ft:, zu i>essen VerlwiMchung der deutsche Antrag jetzt die^pas- »ende Gelegenheit biete. Wäre dem so, dann wäre doch wohl das Gegebene gewesen, die deutsche Reg i e r <u n g bei den Verhandlungen des letzten Jvhves hievon zu verständigen. Mir ist auch nicht bekannt, daß di« jetzt erörterten Veränderungen jemals auf der Tagesordnung der Bundesversammlung oder des Rares, zum Beispiel rat November und Dezember, gestanden hätten. Wir 'jaben von derartigen Absichten erst Kenntnis erhalten durch!>ie Presseerörternng, welche unmitMbar wach Abendung unseres Völkevbundantrages einfttzte. Es ist für mich bei diesem Sachverhalt unfaßbar, daß' man es durch Ablehnung unseres Standpunktes in der Frage der Ratssitze dahin komnien lassen könnte, daß diegroßen Ergebnisse der Politik des letzten Jahres zerstört werden. Seit Locarno haben wir geschert, welche Fortschritte erzielt werden können, wenn die politischen Fragen in Offenheit und Vertrauen behandelt werden. Die Völker lftrben Attspmch daraus, daß dieser aussichtsreiche Weg weiter verfolgt wird. Wird die Frage des Eintrittes bejaht, wie sie bejaht worden ist, so bedeutet das, daß Deutschland die großett Gedanken der Bölkerbundgemeinschaft sich zu eigen macht. Für seine besonderen Interessen envartet Deutschland im Rainen der Bökkevibundgemeinschaft in gleicher Weise Berücksichtigung und Verständnis. wie es sie ftlbst den Interessen der Länder entgegenbringt. Die große Entscheidung ist gefallen. Jetzt kommt eS darauf an, alle deutschen Kräfte lebendig zu machen, um im Völkechund an Detttschla-nds Wchl und am Wohl der Mervsch, heit mitznarbeites,"

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