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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-01 · Heft 2522 (1.3.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2522 (1.3.1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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r Men, MMfi " WseMn Movftellzeskutta Ate Geistigen und der Keren Kajemeth. Von Dr. Fritz LSwenstein, Jerusalem. Ist» dies?« Tagen wviaulMtt tic Zionistische Exeluirve, d.iß t« Laufe dieses Sommers die llebersiedlung des Direktoriums de» Keren Hajeffrb und der Redaktion des „-’oiofam" nach Palästina Pattsinden werde. Sicherlich hat die Tatsache, daß die Uedersied Äug de- Keren Kajerneth nach Palästina in jeder Beziehung so befriedigende Resultate ergeben hat, erheblich dazu beigetre-en, «munchr auch den anderen großen nationalen Fonds an die Stätte seiner eigentlichen Wirksamkeit zu verlegen. Heute wird Sam »rech jemand die Meinung äußern, daß die Gcldairfbrinzungsaktionen nicht von Palästina ans geleitet werden konnten: die steile Kurve, in der sich die Einnahmezisfern des Keren Kajemech seil seiner Ueber-sievlung aupuärtä bewegen, beruhigt solche Zweifel. Beide Fonds haben eine doppelte Tätigkeit, Veld aufzubringen und es in Palästina zu verwenden. Alle Erfahrung aber hat uns gelehrt, daß es feilt besseres Mittel der Agitation gibt, als den Bericht über das in Palästina Geleistete. And darin liegt vielleicht das Geheimnis der zunehmenden Erfolge des Keren Kajemeth. daß seine Agitation sowohl durch die sie tragenden Menschen als auch durch ihre Gedanken aufs engste mit Palästina verbunden ist. Die Arbeiter aus Palästina, die sich für einige Monate für Keren-Kajemclh-Aobeit in Osteuropa zur Verfügung gestellt haben, die Lehrer der hebräischen Schulen, die tr Amerika gearbeitet haben, stellen in vieler Beziehung vielleicht den idealen Typus des Propagandisten dar. In dieser Woche haben wir einen neuen Beweis dafür erhalten, welchen starken Impuls Palästina der Keren-Kajemcth- Arbeit im Golus zu geben vermag. Im vergangenen Jahre machte das Direktorium des Keren Kajemech zunr ersten Male beit Berich, die in Palästina lobenden S ch r if l st e l l er. und Dichter, Künstler und Gelehrten zusanimenzuberufen, diesen Männern des Geistes von der Auslösung des Bodens durch den Nationalfonds zu sprechen und ihre Hilfe bei diesem Werk m Anspruch zu nehmen. Dieser erste Versuch glückte und so lud der Keren Kajemech erneut in diesem Jahre alle „geistigen Arbeiter" Palästinas ein, am 14. Februar sich in Kirjach Anawim einzu- Mden, wo auch im Vorjahre die Veranstaltung stattaefunden hatte. ' war der erste Frühlingstag in diesem Jahre, und wer weiß, was palästinensische Regenzeit bedeuten kann, der wiwd enipftnden, daß die Erwähnung des schönen Wetters nicht überflüssig ist. Durch ein zufälliges Zusammentreffen wurde an diesem Tage auch das Fest der Bäume von den Schulen Jerusalems gefeiert, das aus Wittevungsgründen am 15. Schwat nicht hatte ftatt- Wtden Kimen. So herrschte schon am Morgen fröhliche Bewegung in allen jüdischen Quartieren der Stadt, zu Taufenden zogen die Schulkinder ins neue jüdische Viertel Bech Hakerem, um dort za Pflanzen und zu feiern. Und zu derselben Zeit begäben sich «lgefähr 200 Ritter der Feder und des Pinsels aus Jerusalem, aber auch aus anderen Teilen des Landes nach Kirjath Answin». Die früher einmal Dilb, heute Kirjath Anawim genannte Siedlung liegt auf Boden des Keren Kajemech und ist mit dem Gelde des Keren Hajessod gebaut. Es ist eine Kwuzah, deren Kern eine Gruppe ukrainischer Chaluzim bildet, die auf einem Lchrgnt des ukrainischen Hechaluz landwirtschaftlich ausgebildet wurden und gemeinsam nach Palästina zogen. Die Siedlung liegt a» Derech Harnelech, der Straße Jerusalem—Jaffa, mitten im Märschen Gebirge, in herrlicher landschaftlicher Lage. Etwa 60 arbeitende Menschen gehören der Kwuzath an und außerdem 14 Kinder, prc die ein Kindergarten besteht. Wie jede Siedlung in Palästina ihre Spezialität hat, seien es die Bananen oder der Tabak, die Orangen oder die B'.chwirtschaft, so ist Kirjath Anawim besonders interessant wegen der großen Baumpflanzungen, die dort von der Leitung des Keren Kajemech za wissenschaftlichen 'Zwecken und zur Forderung der kolonisatorischen Arbeit angelegt worden find. Kirjach Anawim befindet sich gerade im Stadium schnellen Fortschreitens. Wie immer hat man zunächst gute Anterkunftsräume für das Vieh geschaffen, während die Menschen überaus pvivritw -ntergebracht waren. Jetzt baut man zwei Häuser und legt eine große Zisterne an, denn das Wasserproblem Ht hier, auf den kahlen Hängen des judaischen Gebirges, besonders wichtig. Drei der berühmtesten Namen fehlen diesmal. Bialik «nd Schmarjahu L e w i n befinden sich, treu dem Gedanken, dem die Schrrffftellertagung gewidmet ist, in Amerika, um dort am Drive für die beiden nationalen Fonds teilzunehmen. Der dritte aber, A ch a d H a a m, wurde durch seinen Gesundheitszustand vechindert, Tel-Äwiw zu verlassen. Seine Grüße überbrachte der Chchcedakteur des „Haareg", Dr. M. Glueckson. Zweier ariderer Mämrer wurde trauernd von Dr. Klausner gedacht, §. Schillers und Jahalals, die im Laufe des letzten Jcchres gestorben sind. Bon den zcchlreichen Anwesenden seien nur zwei noch namentlich erwähnt: der Senior der hebräischen Schriftsteller A. S. R a b i n o w i tz und Rüben B r a i n i n, der seit einer Reihe von Wochen im Lande weilt. Ich will hier nicht die Inhaltsangabe der gehaltenen Reden versuchen. So bemerkenswert viele von ihnen waren, stärker als alle Argumente, auch als die Ussischtins, dessen Rede, wie immer, tiefen und echten Eiirdruck machte, wirkte die Umgebung. Auf dem Boden des jüdischen Volkes, inmitten der Chaluzim von Kirjach Anawim, an einem herrlichen palästinensischen Frühlingstag, find alle vereinigt, die in geistiger Leistung ihre Lebensaufgabe sehen und deren Werk, wie einer der Redner bemerkte, ebenso ein unveräußerliches Eigentum des jüdischen S8oL3 sein soll wie der Boden unseres Fonds. Bei uns wenden fie^ hie Männer des Geistes noch nicht stolz von der Welt der Realitäte. vom Werke des Tages und von der Politik: w« die Gäste Kirjach AnawimS auf dem Boden des Volkes standen, so fühlen sie sich cmch geistig verbunden mit dem Volke und seinen» Werk. Das ist km schlechtes Zeichen für unsere Bewegung. Nicht nur als Fest war die gedacht, sondern auch <rf£ erry'chairs vie zu bestimmten regseu Beschlüssen kommen sollte. Das Ergebnis dieser Beratungen liegt in Form eines Ausrufes vor, den dir Versammelten an ihre Kameraden im Golus gerichtet haben, an alle Juden des Golus, die als Dichter, Schriftsteller, Journalisten und Gelehrte zu den Schafsenden gehören. Der Aufruf appelliert an-sie, der Genlach Haare; zu denken und einen Tag im Jahr, den Lag Bcomcr, diesem hchen Ziele zu widmen. Möge der Ruf, der aus Kirjach Anawim tont, in allen Lärckern gehört werden, wo Inden die alte Tradition Hochhalten, daß wir ein Volk des Buches, ein Volk des Geistes sind. Die j8 irische Rationalavleihr. Von Ab. Goldberg (NewHork). Die Frage einer jüdischen Nationalanki-He ist nicht neu. Es ist über die cs Therna sehr viel geschrieben und gesprochen worderr. Es gibt zumindest ein halbes Dutzmd Menschen, die Anspruch erheben, das große Wort zum erstenmal ausgesprochen zu haben, und die eigentlichen Schöpfer der Nationalanleiheide« zu sein. Auf den» letzten Zionistenkongreß m Wien ist dieser Frage ein besonderes Referat gewidrnet worden. Ein Komitee ist eingesetzt worden, das sich mit den: Problem zu bsschäftigen hat. Damk dem Umstand, daß nach einer Nachricht aus Palästina Exambassadeur Morgentau seine Zusage gegeben hat, einem Komitee von Finanzleuter» zum Studium der Frage beizutreten und sich um die Herbeischaffung einer größeren Anleihe ftir Palästina zu bemühen, hat sie an Aktualität gewonnen. Man nennt sogar die Summe von fi'lnfzig Millionen Dollar. Man nnrß gestehen, daß die ausgiebige Diskussion keine Klarheit gebracht hat. Das ist auch nicht leicht. Es ist nicht Schuld unserer Theoretiker, denen weder hicjür Wille noch Fähigkeiten fehlen. Das Problem selbst ist äußerst kompliziert und schwierig. Bei uns ist es anders wie bei anderen Völkern. Fremde Beispiele lehren uns nichts. Es ist müßig, zu sagen: Die Griechen haben eine Anleihe bekommen, waruin sollten wir es nicht? Die heutigen Griechen si»»d als Volk gewiß weniger bedeutend als wir. Mer in Dingen einer Anleihe fino sie 'n einer unvergleichlich günstigeren Lage. Sie haben einen Staat, sie können ihre Bürger besteuern, sie haben für gewisse Artikel das Monopolisierungsrecht und können dieses als Garantie für eine Anleihe anbieten. Wir haben vorläufig noch keinen Staat; wenn wir Steuern verlangen, ist niemand verpflichtet, sie zu zahlen. Vor allem fohlt uns das Monopolisierungsrecht, dese unumgängliche Vorbedingung für eine Anleihe. Dennoch haben alle jene, die über diese Frage nachgedacht habendas Gefi'chl, es müsie sich irgendwie doch machen «lassen können. Man kennt die Schwierigkeit, aber man ist dennoch der Ueberzeugung, daß es nicht über unsere Kraft ist. Morgentaus Bereitwilligkeit, sich der Sache zn widmen, ist ein erfreuliches Symptom. Er ist kein Zionist, ja er war gestern noch als scharfer Gegner des Zionismus bekannt. Er ist kein Enthusiast und kein Phantast. Er ist ein ausgesprochener Geschäftsmensch, der nicht wenige wichtige Finanzoperationen durchgeführt hat. zuletzt auch eine Nationalanleihe. Er will, daß noch vor der Inangriffnahme der Nationalanleihe, bevor man sie auf den Geldmarkt zu werfen versucht, die Frage von bekannten Finanzleuten studiert werde. Das ist richtig. Aber die Tatsache, daß er bereit ist, sie zu studieren, und sie nicht von vornherein als phantastisches Untern chmen äblehnt, ist ein gutes Zeichen. E n Beweis, daß die Nattoyalanleihe möglich ist. Es wäre aber naiv, zu glauben, daß dieses Finanzkomitee — falls es zustande kommt — den Plan für die National-! anlleihe ausarbeiten werde. So weit reicht das Interesse der j jüdischen Finanzleute für Palästina nicht. Wäre das Interesse dieses Kreises genügend stark, würde es an Geld für Palästina nicht fehlen, wäre eine Nationalanleihe vielleicht gar nicht vonnöten. Sie werden höchstens unsere Pläne zu prüfen geneigt sein, und wenn sie sie korrekt finden, das heißt, wenn sie finden, daß ihnen eine finanzielle' Basis zugrunde liegt und daß sie nicht der gute Wunsch von Idealisten sind, werden sie sich viellicht entschließen, die jüdische Nationalanleihe' auszuschreiben. Die Zionisten selber und die Freunde des jüdischen Nationalheims müssen die Pläne ausarbeiten, ein «Schema schaffen, sich selber schlüssig werden und dem Komitee schlüssig machen, wie sie sich die Sache vorstellen. Da ist es nötig, ein Wort der Warnung zu sagen. Die Freunde der Anleihe müssen im Interesse des Erfolges sehr vorsichtig in der Aufstellung von Behauptungen sein. Eine einzige übertriebene Behauptung, ein einziges Wort der Uebertreibung ist der Sache wesentlich zu schaden befähigt. Man MUß bei solchen Plänen eine strenge Linie zwischen Tatsache und Wunsch ziehen. Gs darf umb muß Schwung vorhanden sein, aber die Sache muß festen Boden unter ihren Füßen haben, wenn man von der Finanzwelt ernst genommen sein will. Schon der Name „Natioualanleihe" ist nicht gut gewählt und ( Eignet, unnötige Schwierigkeiten zu bereiten. Bei bet gegenwärtigen Lage des jüdischen Boiffes kann von einer wirklichen Nationalanleihe nicht die Rede sein. Es hat Zeiten gegeben, da wir alle den Tag nicht fern glaubten, an dem jeder jüdische Volksteil seinen eigenen Kongreß haben werde und alle diese Kongresse sich zum jüdischen Weltkongreß konstituieren »verden. Dieser Weltkongreß würde die wirkliche Repräsentanz des jüdischen Volkes sein, das eine jüdische Nationalanleihe H WerbetMormeutensikdieß; „Mener Morgenzeitung" I ü __1. März 1986_Rr. 8888 für alle jüdischen Bedürfnisse, auch die der Galuth, Kr schaffe« imstande »väre. Daraus ist nichts geworden. Wir haben nationale Rechte gewonnen, aber nur auf dem Papier. Die Juden des Ostens besitzen nicht nur keine nationalen Rechte, ma» gewährt ihnen nicht einmal die bürgerliche Gleichberechtigung. Die jüdischen Landeskongresse sind nicht geschaffen worden und der amerikanisch-jüdische Kongreß hat vorläufig noch einen geringen Einfluß auf das jüdische Leben. Es werden bessere Zeiten konrmen; als gute Juden glauben wir daran, ober Palästina kann rascher eine jüdische Majorität erlangen, Äs die wirkliche Repräsentanz des jüdischen Volles in Form eines Weltkongresses geschaffen »verden kann. Es ist daher angemessen, nur von einer Palästinaanleihc zu sprechen. Hier haben wir es mit bestimmten Kräften, mit abgcgrenzten Möglichkeiten zu tun. Wer auch diese »nuß genau vefmiert werden. Denn handelt es sich nn» eine allgemeine Palastlnaanlihe, die nicht ausschließlich ftir jüdische Interessen gedacht ist, dann ist es klar, daß nicht die Juden die Anleihe zu projektieren und KU realisieren haben. Das »ft eine Fttnktion der Palästinaregiemng mii Hilfe der Mandatarmacht. Die Juden würden sich selbstverständlich an der Realisierung entsprechend beteiligen. Eine Angelegenheit spezifisch jüdischer Hilfeleistung aber wäre sie nicht. Die englische Regierung könnte eine solche Anleihe, falls sie sie machen wollte, in Engla»»d selbst rasch placieren, oder in Amerika. Sie kann Garantien bieten, und man wird sie akzeptieren. Sie hat ein Bosteuemngs- und Monopolisierungsrecht. Wenn die Palästinaregierung eine Anleihe wünschte, würde sie sie schon aus dem Grunde rasch bekonnnen, weil sie äls eine der wenigen Regierungen darauf Hinweise»» kann, daß sie einen Ueberschuß in den Eiugänge»r gegenüber den Ausgaben im Budget dieses Jahres aufzuweisen hat.' Sie hätte nt dieser Sache unsere Sympathien, wenn sie sich mit uns ms Einvernehmen setzt — und sie muß sich mit der Jewifh Agency beraten — und beweist, daß sie die Gelder in solche Unternehmungen zu investieren geneigt ist, die auch uns von Nutzen sind, auf den wir Anspruch erheben können. Die Palästinaanleihe also, von der wir hier reden, ist die, die ausschließlich für den Aufbau des jüdi'chen Nationalheims 'bestimmt ist. Nun entsteht die Frage: Wo ist die Garantie für diese Anleihe? Es ist nur eine Antwort möglich: Das jüdische Palästina selbst muß die Garantie stellen kraft seines Vermögens Md seiner Besteuerungsmöglichkeiten. Demgemäß wird die Anleihe nicht so hoch sein können, aber einige Zehnermlllionen kann sie erreichen. Das jüdische Vermögen der Kolonien und der Städte — Häuser, Bodenbesitz und Inventar — beträgt, sehr niedrig geschätzt, fünfzehn Millionen Dollar. Eine Sun»me, die mit einer sehr geringen Schuld bellastet öst. Das ist eine genügende Grundlage für eine Garantie, wenn man in Betracht zieht, daß die geliehenen Gelder nicht zu Ausgabezwecken für Armeen oder Staatsadministration, sondern für produktive Zwecke, die einen anschnlichen Prosit abzuwerfen imstande sind, verwendet werden. Die Garantie für die zu leihenden Gelder wird deshalb zu»n größten Teil in den Unternehmungen selbst liegen. So zmn Beispiel bei Durchführung des Rulhenberg- Projektes, beim Hafenbau in Tel-Awiw, bei Durchführung der Konzession für das Tote Meer, oder selbst beim Kauf von großen Landstrecken. Das sind alles Unternehmungen, die selbst eine Garantie für die Investitionen darstellen. Es werden sich auch die nötigen Zinsen aufbringen lassen, denn alle erwähnten Unternehmungen werden genügend Zinsen äbwerfen können, wen» cmch nicht in den evsten Jahren, so gewiß in den späteren Zähren. Es ist tatsächlich nur eine Frage der Aufbringung des Geldes, um sofort die Zinsen zahlen zu können. Das Geld selbst kam durch das jüdische Palästina sichergestellt toetfoett teilweise auch durch den Keren Hajessod und den Keren Kajemech. Die erste Palästinaanleihc wird deshalb vielleicht an Bedingungen geSnüpft sein, die sich auf die Unternehmungen beziehen werden, für die das Geld ausgegeben werde»» soll. ES lohnt sich, darauf einzugchen, denn das ist der beste Weg, dem Geldmarkt zu zeige»», wie er sich zu Palästinapapieren einzustellen habe. Die Obenerwähnte»» Unternehimungen sind von großer Wichtigkeit, so daß es uns nicht stört, wenn wir uns verpflichten, die Gelder für diese Unternehmungen zu verwenden. Cs besteht natürlich die Schwierigkeit, daß nicht das ganze jüdische Palästina das Besteuerungsrecht hat. Nur Tel-Awiw, Rischon li Zion und noch einige Kolonien haben es. Dieses Recht »nutz angestrebt werde»». Bekanntlich hat das Mitglied des Wirtschasisrates, Bernard Rosenblatt, Schritte unternommen, das Recht auf eine föderative Bereinigung von Tel-Awiw und den meisten jüdischen Kolonien bei der Rcgiemng zu er-' langen, eben züm Zwecke dieser Anleihe. Es »st kein Zweisel, daß dieses Recht erteilt »verden wird, mem» ein Finanzkomitee es zur Bedingung einer Anleihe nracht. England trägt Tatsachen Rechnung. Nach der ersten Anleihe, wenn die Unternehmungen Zinset» abwerfen »verden, wich eine größere Anleihe gemacht »vevde»» können, weil die anfänglich geringer eingeschätzten Unternchmungen dank der Vermehrung der Bevölkemng ur»d Vergrößemittg des Profits an Wert zu,»chmen werden. Wir werden mehr Geld bekornmen, denn auch die ziveite Anleihe wird für produktive Zlvecke vevwe»»det werden. Für die nicht produktiven Bedürfnisse werden für lange Zeit öffe»»tliche Sammlungen nötig sein, wiewohl es schr möglich ist, daß dann die PaWinensische jüdische Bevökkemng bei genüge»»der Envevbsn»öglichkeit selbst m der Lage sein wird, die Kosten für ErzichunWwecke, medizinische Hilfe usw. zu tragen. Ich bin überzeugt, daß, wenn inan sich vorläufig mH einer solchen Art von Anleihe begnügt und die Hilfe Morgentatls und seiner Genossen zu gewinnen sich bemüht, man das Projekt m kurzer Zeit realisiert sehen wird. ttmaatatJtMtaa,

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