Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2521 (28.2.1926)
- Date
- 1926-02-28
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 1b Wien, Sonntag Wiener 28. Wmar 1826 OM«- AMhJ ttt AL Mormrrw itn Landesgericht. Gestern wurde nach mehr als einmonatiger Untersuchung der Jutvctendu'd Julius Moransky dem Landesgericht unter bcsonderen Vorsichtsmaßregeln ci«geliefert. Er wurde von vier Kri nnnalbcamtcn im Polizeiauto ins Landesgericht gebracht. Er war an den Händen gefesselt. Auch im Landesgericht ist er gleich unter b c > o n d e r e Bewach u n g gestellt worden, denn er l>at bald nach seiner Festnahme und danach die Hoffnung ausgesprochen, dag er nicht lange in Haft bleiben werde. Er hat sich sa auch tatsächlich als ebenso gewandter Einbrecher wie Ausbrecher gezeigt und ist seinerzeit aus den Gefängnissen in Oedeiibnig, in Prag und in Zürich entsprungen. Auch die Braut des Moransky, Valerie Hohldampf, die im Verdacht der Mitschuld steht, wnv-c heute dem Landesgericht eiirgcüefcrt, während ibr Vater schon in landesgerichtlicher Haft ist. Auch di,' gewesene Gattin Moranskhs und ihr früherer Geliebter Hermann Träume r, der auch im Verdacht der Mitschuld sicht, wurden gestern deni Landesgericht überstellt. Erleichterungen sSr PalMnatouriften nm die Peffachzeit. Ebenso tvie in den früheren Jahren sind Verfügungen erlassen worden, denen zufolge Erleichterungen bei Erlangung von Touristcnvisa für Personen, die Ercz Israel um die Peffachzeit besuchen wollen, gewährt werden. Nur die durch das P a l ä st i n a a m t als Bona-fide-Touristen befundenen Personen, die somit nicht die Absicht haben, dauernden Aufenthalt in Palästina zu nehmen, werden ohne S ch w i er i g k e i t e n das Touristenvisum zum Besuche Palästinas erhalten. Die Ankunft in Palästina, woselbst diese Touristen bis 13. Mai I. I. verbleiben können, darf nicht nach dem 2. April l. I. erfolgen. Das Mitnehmen von Kindern ist nicht zulässig. Jnr Interesse einer glatten Durchführung der technischen Arbeiten empfiehlt es sich, die Reisepässe samt zwei Paßbildern zwecks Bidierung gemäß den erleichternden Sonderbestimmungen bis 15. März l. I. beim Palästinaamt einzureichen. Jeder Tourist nmß im Besitz eines gültigen, für Palästina sowie für die Rückreise ausgestellten Reisepaßes sein. Bei einer genügenden Teilnehmcrzahl für jeden vor Pessach abgehenden Dampfer sind Fahrpreisermäßigungen für die Hin- und Rückreise zu gewärtigen Anmeldungen sind an das Palästinaamt, Wien, 1. Bez., Bauernmarkt 24 (Tel. 63-1-27) zu richten, woselbst während des Parteienverkehrs (täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, von 10 bis 1 Uhr vormittags) nähere Auskünfte erteilt werden. W i e n, 28. Februar. * Das Wetter. Gestern herrschte klares, etwas kälteres Wetter. Die Voraussage lautet: Morgensrost, tagsüber wolkig und kühl bei östlichen Winden. * tÄmund Melcher — Bürger der Sticht Wien. Der Architekt und Staötbaumerster Edmund Melcher wurde anläßlich seines 60. Geburtstages in Würdigung der großen Verdienste, die er sich um das öffentliche Leben und auf dem Gckrete der Humanität erworben hat, in der Gemeinderatssitzung vom Freitag zmn Bürger der Stadt Wien ernmnt. Stadtbaumeister Melcher gehörte auch viele Jahre dem Wiener Gemeinderat an. * Die Flucht des Wiener Rechtsanwaltes Dr. Taub. Im August 1924 hat die Flucht des Wiener RechtsaniwÄtes Dr. Alfrch Taub aus Wien, der sich nach Verübung von Veruntreuungen in der Höhe von fast einer Milliarde Kronen aus dem Staube machte, riesiges Aufsehen erregt. Im Verlaufe von wenigen Wochen hatte Tr. Taub mehrere Milliarden Kronen im Spiele verloren, seine Klientel vernachlässigt, seine Kunsh'chätze zum Teil versetzk, zum Tell verkauft, und stand nnttellos da. Schließlich meldeten sich die Gläubiger, hohe Summen hatte sich Dr. Taub ausgeliehen, ohne sie zurückzuerstatten. Erst nach seiner Flucht wurde auch bekannt, daß der Mann von dm Brüsseler Behörden tvegen des gleichen Deliktes verfolgt werde. Es hieß, daß sich Dr. Taub nach Frankreich gewendet habe. Aus Grund eines Steckbriefes des Wiener Landgerichtes wurde er endlich in Nizza im September vorigen Jahres verhaftet und hätte gestern in der Grenzstatton Pas sau von den deutschen Behörden den österreichischen übergeben werden sollen. Nach einer hier eingetroffenen Mittciluna ist jedoch Dr. Taub vor der Usbergabe in Passau den bayrischen Gendarmen entsprungen und fomtte nicht mehr eingeholt werden. * Aenderung im Bahnhosrundverkchr. Wegen Geleiseavbeiten in der Hinteren Zollamtsstraße und Radstzkyftraße wird der Bihnhofrundverkchr vom Montag angefangen. bis einschließlich Freitag zwischen Jrwalidenstraße und Praterstern über Stubenring. Asprmplrtz, Praterstraße in beiden Fahrtrichtungen geführt. * Der türkische Kriegsminister ließ sich hier operieren. Der tinckische Kciegsminlster R es ch i d Bei, d:r eigens aus Angora wegen eines Hrlsleidens nach Wien gekommen ist. wurde hier von Prof. Dr. Emil Glas im Sanatorium Löiw einer Operation mir vollem Erfolg unterzogen und hat heute vormittags vollständig gcheilr die Anstalt vertessen. * Mutmaßlicher Endesmord. Freitag abends wurde am Ufer des Donaukanals an der Rossauerlände, gegenüber der Einmündung der Brrggasse, aus der Stiege zum Tveppenweg ein Bündel, das Kinderwäsche enchie'l: und einen bräunlichgestreisten Mantel ohne Taschen. gefunden. In dern Bündel wrren ein Steckkissen, Windeln, eine Kauischukeinlage. in Kinderhemdchen, eine gehäkelte Jacke, eine Wolljacke mit rosaroten Bändern, ein Häubchen und ein grobwollener Schal. Die Wäsche war anscheinend gebraucht und zum Teile feucht vom Urin. Es ist anzunehmen, daß mau die Wäsche dem Kinoe eilig abgenommen hat, da die Äermel des Hemdchens umgekehrt sind. Gestern früh wurde nun in der Nähe des Fundov/c'b ein blutbeflecktes Zei tungspapier gefunden. Mau vermutet, daß eine Mutter ihr Kind nachts jns Wasser geworfen hat. * Ein vielgesuchter Betrüger. Am 25. d. haben Kriminalbeamte in einem Kaffeehaus der Inneren Stadt den Vertreter Richard Schwarz ungehalten. Der Mann tvurde in das Sicherheirsbureau gebracht unü hier von Polizeirat Dr. Pleininger eingehenten Verhören uni er zogen. Auf betrügerische Weife und unter listigen Vorspiegelungen hat der Mann nicht nur Geschäftsleute und Firmen, sondern auch d:r.u Vertreter um Grldbträg: und Waren gebracht. So konnte ihnt nachgewiesen werden. daß er durch feine (iauncreien die Firma 2 kenazi u. Co. in der Greolerstraße 10 um 515 S-chilling. den Papirrhändter Wilhelm Berger. Rauschcrstraße 4. um 130 Schilling, den Vertreter Karl S p r i n- ^eles. Favoritenstraße 130, um 30 Schilling, oen Prokuristen Max Weiß um 675 Schilling, die Firma Geller G. m. b. H. DOROTHEUM WIEN, I. DOROTHEERGASSE Nr. 17 TELEPHON 7S-5-BO Wiedereröffnung der n i i ■■ a i j >i «i »»» »W» -W -w w «mubb -ww * * w ph ■ Vermittlung des An- und Verkaufes von städtischen und ländlichtn Realitäten und Grundstücken, von Gütern und Landwirtschaften. Gutspachtungen. Niedrige Vermittlungsgebühr nur vom Verkäufer, für den Käufer m kosftenSos Fachmännische Beratung / Vornahme von Schätzungen / Liste der Vermittlungsobjekte wöchen < lieh in den Mitteilungen des Dorotheum / Parteienverkehr in Wien nur von 9 bis 12 Uhr: Hauptanstalt, Seitenstiege, IV. Stock v..Aufzug) I Schnftl. Anfragen an Dorotheum, Realitätenabteilung, Wien I. Anmeldestelle^ auch in den Zweiganstalten Klagcnfurt, Linz, Baden, Mödling, St. Pölten, Wiener-Neustadt. 23 um 376 Schilling, oic Finna Fred Herrma ll n um 100 Schilling. und eine Wiener Zeitschrift um 235 Schilling geschädigt hat. Ter Mann versuchte zu leugnen, mußte jedoch miter der Last des Beweismaterials die ihm iiachgewiesenen Betrügereien vollinhaltlich z «gestehen. Schwarz ist ein Mann, der die Sichcrheits- und Gerichtsbehörden schon wiederhol: beschäftigt hat. Der Mann, der 'bereits wiederholt abgestraft ist. hat zuletzt eine schwere Strafe von zwei Jahren Kerkers wegen Betruges abgebüßt. In der letzten Zeit wohnte er unter dem falschen Nmnen Otto Schwarz rn der Taborstraße 76a. Richard Schwarz wird überdies von den Polizeikommissariaten Innere Stadt. Leopoldstadt und Neubau sowie vom Strasbezirksgericht 1 und von der Staatsanwaltschaft 1 m Wien wegen Betruges und Veruntreuung gesucht. Auch die Landesgerichte in Prag und Pilsen verfügen ihn. De: Betrüger wurde vorgestern nach Abschluß der Erhebungen dem Landesgerichte emgeiiefert. * Das Urteil gegen Dr. Hauck verschärft. Von der Berliner Strafkammer wurde gestern die Strafe gegen den Privatgelehrten Dr. Hauck, der sich des Archivdieüstahls schuldig gemacht hat, auf zwei Jahre sechs Monat? Gefängnis verschärft. Sein Gehilfe Hohenlochcr erhielt die gleiche Strafe. Beide wurden ivfort in Haft genommen. * Der neue Polizeibezirksleiter der Leopoldstadt. Mit 1. Marz dieses Jahres tritt der bishrige Stellvertreter des Vorstandes des SichecheitÄureaus, Regierungsrat Dr. Wilhelm Wehbora, sein neues Ami als Potezeibezirksleiter in der Leopoldstadt 2.1. Der bisherige Bezirksleiter, Hofrat Dr. Friedrich R am ach, tritt nach 33jähriger, sehr verdienstvoller Dienstleistung in den Ruhestand. Der neue Bezivksleiter, Regierungsrat Dr. Wehbora. genießt den Ruf eines hervorragend befähigten, kenntnisreichen und pflichtbewußten Beamten. * Der Hundsturmer Friedhof — eine städtische Gartenanlage. Der Gemeinderatsausschuß für technische Angelegenheiten hat die Umwandlung des ehemaligen Hundsturmer Friedhofes in eine Gartenanlage beschlossen. Sie wich in zwei Teile getrennt werden, Der erste Teil umfaßt eine allgeinein zugängliche Gartenanlage, der zweite Teil einen eingefriedetcn, grasbewachsenen JugendspiÄ- Platz. Die Kosten der Umwandlung sind mit 218.000 Schilling veranschlagt. * Der erste Ball des Warenhauses Brüder Schiffmann. AZ eine der gelungensten Unterhaltungen des heurigen Winters kann die vom populären Warenhaus Brüder Schiffmann ^veranstaltete Akademie mit Tanz bezeichnet werden. Der Besuch übertraf alle Erwartungen, ein überaus zahlreiches, distinguiertes Publikum füllte die Olympiasäle, und die Stimmung war die denkbar beste und angeregteste, was dem vortrefflichen Arrangement danken war. Die Vorträge bestritten ausgezeichnete Kräfte, wie Hans Ritter vom Bürgerlhcater, die reizende Diffuse Lilly Schwarz, die Klaviervirtuosin Frl. Seifert, der Humorist Norbert Meller und der Zauberkünstler Alexander. Die verstärkte Musikkapelle Tomansky sorgte dafür, daß fast ununterbrochen getanzt werden konnte. Es gab überdies zahlreiche Belustigungen und eine Tombola. Die Veranstaltung, die sich nach dem großen Erfolg wohl dauernd im Vergnügungsleben Wiens einburgern wird, dauerte bis zum Morgengrauen, so daß die tanzlustige Jugend auf ihre Rechnung kam. * Ein jüdischer Kaufmann bei Metullah ermordet. Aus Jerusalem meldet I. T. A.: Ein jüdischer Kauflnann aus Safed, Chaim Schm ul, wurde nicht weit von Metullah in der französischen Zone ermordet rufgesunden. Die näheren Umstände sind noch nicht bekannt. * Die älteste indogermanische Sprache. Der tschechische Sprachforscher Dr. H r 0 z n y, Professor an der Universität Prag, soll in Älsinasien e-in umfangreiches kappadokisches Archiv entdeckt haben, das etwa 1000 Tontafeln mit hechitischer Keilschrift aus dem dritten Jahrtausend vor Chr. enthalt. Ein Fund von gwßer Bedeutung! Denn die hethitische Sprache ist rrach bem „Kleinen Brockhaus" die älteste indogermanische Sprache, die wir kennen. Allerdings ist sie stark gemischt mit der Sprache der oinheimiichen Bevölkerung, die vorwiegend aus Semiten bestand, aber der eigentliche Bau des H-elhischen, die Stammbildung und Flexion — und darauf koulmt es bei der Bestimmung einer Sprache in erster Reihe an —. trägt unverkennbar indogermanischen Eharaktrr. Das hat gerade Hroznh zuerst nachgewiesm. Schr umstritten ist die Frage, zu welchen Gliedern des indogernlaniscken Sprachstamms das Hethitische gehört. Merktvüchigerweise ist ems so gut wie sicher: ilicht zu den asiatischen Sprachzweigen, nicht zmn Jwischen oder Iranischen. Vielmehr scheint das Hethitische m gewißen Be^ichungen zum Italischen zu stcherp Bereit», SortrSge und Versammlungen. Zi 0 nisti 1 che Jngendgrupve LeovolßA st a d t. Heute, 9 Uhr vorm«ttags, Mitgliederzusammenkunft zwecks Nationalsondsarbeit. Morgen, 7 Uhr abends, Fortsetzung der Generalversammlung. Dienstag ab 7 Uhr abends hebräische Kurse. Mittwoch zwanglose Zusammenkunft. Donnerstag hebräische Kurse. — MatmonideS-Institut, S. Bez.. Hetzaasse 40. Morgen 6 bis 7 Uhr. Dr. A. Kaminkar „Das Buch Hiob". 7 bis 8 Uhrr „Der Führer der Irrenden von Matmo« nideS." — Beth waad l'twrtm, 9. Bez., Türkenstraße 9. Morgen, 8 Uhr abends r Mtfchteh wffimchah n m t i ch l 0 a ch m a n 0 t h tachath hanhalath raw purim. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. — Zionistische Bezirksektion Wieden-Margareten. Mittwoch. 8 Uhr abends, im Terraffenrestaurant, 6. Bez.. Margaretenvlatz. Sitzung, bei welcher Herr Artur Holzer über: „DaS Programm des neuen Ausschusses" und Herr Dr. Israel W a l dmaun über: „Minoritätsrechle" sprechen werden. Gäne herzlichst wAkommen. — Zion t st ts che BeztrkSsektion Döbling. Montag */»9 Uhr abends, im Cafä Döblinger Cottage, 19. Bez.. Silbergaffe 19, Vorttag Ludwig Bator „Hebräische Dichtkunst in Spanien" mit Rezitationen in deutscher Sprache von Frl. Tilde Freund. Leopold st ädterVolkSheim, 2. Bez., ZirknSgaffe 48. 7 Uhrr Dr. Josef Bergauerr „Altwiener Theater- und Volkslieder" (Neues Programnr). Karten bis 1.20 S. Klub radikaler Zionisten in Oesterreich. Montag den 1. MärZ um 8 Uhr abends im Cafe Wiener Bürger, 2. Bez., Praterstraße 11. Vollversammlung. Distnssionsabend. Themar Aktuell^ Fragen. * Jschias-Schmllkmen. Im neueröffneten „Thermia"» Institut, 1. Bez., Fmnz-Josef-Kai 1, Tel. 79-1-37, werden täglich SchnMuren gegen Ischias, Hexenschuß und sonstige Neuralgien vorgenommen. Weiters werden alle rheumatischen^ gichtischen und Herzerkrankungen nach den neuesten Methoden der physikalischen Dhevapie bchandelt. * ly Artikel aber die richttzen für das Frühjahr bringt Del-Zka. Damen mid Herren finden die apartostcn Mod» Neuheiten zu billigen Preisen in alten Del-Ka-Berkauiffhäusern, Beachten Sie die Schaufenster. E Nene Stenographie- und kaufmännische Kurse sowie Maschine schreiben. Beginn am 4. März. Schule Weiznwnn, 1. Bez.. Wall-- zelle 5. Einzelunterricht. Tel. 72-206. E Zionistische Bezirkssektibn , Alsergrund. Heute Sonntag uws 8 Uhr abends im Cafe Cich (Mezzanin), 9. Mz., Porzellangaffe ch Purämakademi'e Mt Tanz. JaMand. Mittvirtende: Fra». Hilda Dulitzlaja, Fmu Dr. Herzberg-Blatt, Herr S. Schwer, „Adolar". Sonntag den 7. Marz um 3 Uhr nachmittags im Caff Edison, Mserstraße 9, Jugend-Purimseier für dir jüdischen Kinder Wiens. Gäste yerzlichst willkommen. * Wir empfehlen den noch Wien kamntonden Austemdsleserq' unseres Blattes, rm Hotel National, 2. Bez., Tabow straße 18, Quartier zu nehmen. Erstklassiges Wablisffmont. Mäßige Preise. Case> und Restaurant im Hause. E Manischewitz-Mazzoth. Es wird hiemit bekamrtgegebrn, daß die Firma N. Brodetzky auch Heuer am Verschleiß der Manff schewitz-Mazzoth beteiligt ist. * Die Bereinigung der jüdffcheu und hebräischen Presseberichterftatter in Men teilt mit, daß die für Dämtag den 1. März oxtr beraumte Purrmfeier ans unvochergesehenen Gründen abgeffyt werden mußte. _ Rlr-io-rogikmmtt. Heute Sonntag de« 28. Februar. 10 Uhr 80 Mrr^ Orgelvorttag. Erhard Kranz. — 11 Uhr: Orchesterkonzert des Wiener Symphonieorchesters Leitung StaatSopernkavellmeister Hugo Reichenberger. Mitwirkend Kammersängerin Elisabeth Schumann. — 16 Uhrr Populäres Orchesterkon^ert des Wiener Konzertorchesters Schieber. Ouvertüre zu „Orpheus in der tlnterwelt" Waldteufel, Eslucklsntina. Walzer. DelibeS. Intermezzo aus dem Ballett „Natla". MaScagnt, Phantasie aus der Oper „Cavalleria rusticaiia." Brahms. Zwei ungarische Tänze. Komzak. Volksliedchen, Märchen. Bizet, Aus „L'Arlesienne“, Suite I. Millöcker, Potpourri aus der Operette „Der Bettelstudent." Schieber, Burgenland-Marsch. — 18 Uhr 15 Mtu>r Gitarre-Kammermusikäbend. — 20 Uhr r „Gebildete Dienschen" Volksstück von Dittor Leon. Kunst, Bühne, Buch. „Die neuen Herren." Deutsches Bolksthoat«. Kdrg sein, uärrischer Graukopf, nichts Unmögliches verlangen! Wenn dir ein junges Geschöpf sagt: Ich bin dir zu großem Dank verpflichtet, ff mußt du dich im siebenten Hirnmel glauben. Auf das fiebernd gehauchte Wort: ^Jch liebe dich" hast du längst keinen Anspruch mchr. In dem neuen, amüsanten Lustspiel von Flers und Ero iss et sicht man einen Herrn gesetzteren Alters seinen Liebes- Haushalt erfolgreich mit solchen Surrogaten bestvrtten. Freilich: Diese wviff Genü^amkeit ist kostspielig und der alte ffanMische Aristokra: kann sich's leisten. Gleich zu Beginn präsentiert er seiner kleine» Freundin ein Pariser Palais, ein Schloß aus dem Lande, ein Anstellungsdekret der Comedie Francaise und einen (morganatischen) Ehekontrakt. Schlag auf Schlag folgen diese nicht gewöhnlichen Ueberraschungen vmander aus den: Fuße und die ftöhlichen Autoren wissen die Serie der Schmkungsakte mit Geschick zu steigern. „Das ist ja wie zu Wechnachten!" jubelt der blonde Wuschelkopf und unterschreibt die angenehmen Urkunden. Sie dankt dem noblen Royalisten mit glänzenden Augen, schuriegt sich au ihn und er sagt sich wche: „Mr ist, als sänke ste> m Liebesverzückmg an meine Brust." Ein Sechziger, auch wenn er ein Märchenprmg ist, muß aus .die siegreiche Konkurrenz junger, kräfttger Männlichtert gefaßt ffttr. Die erscheint schon während der fabelhaften Bescherung in Gestatt eines srijchen Handwerkers, der im Nebenamt Gewerkschastsffkretär ist. Das Nebenamt wird zunr Hallptmnt, der fesche Installateur avanciert — ein wenig poffenhaft — zum Abgeordneten uud Minister und die Freundin des Aristokraten wird seine GÄisbte. „Wie schlecht doch eine Frau lügt, wenn man weiß, daß sie lügt," sagt her alt« Gmj. M ist Es vo« dm Mreichea wchüche» mm 72221570