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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-26 · Heft 2519 (26.2.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2519 (26.2.1926)
Date
1926-02-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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.. ■■■—..---............... 9m «RÄMUDMUtz. Bvn?Pr. S. ArrdcheWer, Direkwr des israelitischen Taubstummen instiwts in Wien. Die LchSvierOeiten, denen setzt die Wohifchrtscinrichkurzen in Wien begegnen, wenn sie Kinder ausnehmen, die aus fremden Staatsgebieten stammen, sind groß. Warum, so heißt es setzt, sollen Mir für fremde Kinder Geld hergeben? Früher war Wien das Zentrum eines großen Reiches und die Kinder, die jetzt Freinbe sind, waren früher unsere Staatsgenossen. So hören Mir es bei Waisenhäusern, bei Erzichnngsanstalten für Blinde und Taubstumme. Wien ist verarmt, Wien kann nicht mchr für alle diese Anstalten Opfer bringen. Der Bund und die Gemeinde geben für diese Stätten der Kultur selbst gar nichts. Bei ihnen sind neben dem Staatsinteresse auch konfessionelle Motive maßgebend. Der Bund sorgt vor allem für seine bundesstaatlichen Einrichtungen, die Gemeinde für die in ihren Intentionen geführten städtischen Heime. Anch vorher hat der Staat nur durch sein Wohlwollen unsere Anstalten gefordert und die Gemeinde einige Stiftungsplätzc auf Widerruf geschaffen. Unsere Anstalten lebten mm gediehen durch Elternbeiträge, die verhältnismäßig gering waren, und durch Stiftungen nrw Mitgliedsbeiträge. Die geringen Elternbeiträge haben darin ihre Begründung, daß nur arme oder wenig bemittelte Leute ihr: Kinder, ob sie normal oder abnormal waren oder sind, in die Fremde geben. Die Reichen lassen ihre Waisen und ihre unglückliche Nachkommenschaft lieber im Hause und Privat erziehen. Kinder wohlhabender Eltern sin-) in Blinden- und Taubstummenanstalten selten zu finden, sie bilden nur einen kleinen Prozentsatz der Insassen solcher Bildungsstätten. Das beruht darauf, daß die Gebrechen der Blindheit und Taubstummheit meist im Gefolge der Armut auftreten. Und wehe diesen Armem, wenn es jüdische Kinder sind! . Hier ist die konfessionelle Schule von selbst gegeben. So war es und so ist cs. Wir wissen, daß das Wiener israelitisch! Taubstummenlnstrtut zum Beispiel nach seinen Statuten ganz gut auch nichtjüdische.Kinder aufnchmen könnte, und daß dort auch wirklich neben christlichen Lehrern und Lehrerinnen christliche Kinder waren. Aber es sind Ausnahmen, wie denn auch jüdische Kinder in den Bundes- und Landesanstalten für diese Abnormen selten sind. Da nun die Zahl der Juden in Polen eine große ist, währen) in den Ländern un) Städten.des heutigen Oesterreichs kaum eine halbe Million Juden löüt, da ferner in Polen die Armut bei Juden und Christen groß ist, ist cs kein Wunder, daß es dort viele bliiwe und viele taubstumme und viele geistig arme Kinder gibt. Aber es kommen auch aus Jugoslawien, Bulgarien, der Slowakei und anderen Ländern solche arme Menschen zu uns nach Wien. Wie unsere Wiener ärztliche Kunst Leute aus aller Welt Herzog, so sind auch unsere Blinden- und Taubstummenanstalten durch die Tradition von Jahrzehnten. und durch ihre Lehrer bekannt und berühmt geworden. Das-Unglück sucht immer die am besten scheinende Hilfe. Aus Wien und Oesterreich sind wenige Zöglinge in diesen Anstalten zu finden. Sind solche dort, so fag, vielmehr liegt ihre Zuständigkeit auch auswärts. Es erhebt.sich nun die Frager Was soll mit diesen Kindern, was soll mit diesen alten Anstalten in Wien geschehen? Sollen sic zu Polizeikasernen oder zu Mietwohnungen umgestaltet werden? Sollen sie nach fast hundert- oder mehr als fünfzigjährigem Bestand aufhören und nicht mehr zum Wohle und Heile der Unglücklichen wirken? Sollen diese ihre ganz besonders wirksame Bildungsstätte verlieren? Ausländer halben, so erschallt es fetzt von vielen, vielen Seiten, hier nichts zu schaffen. Wir erhalten sie nicht mchr. Das Gefühl beiseite gesetzt, wäre doch nur zu sagen: Diese Kinder sollen nach Wien kommen, aber ihre Eltern oder Gemeinden cher der Staat sollen für sie zahlen. In der Tat verlangt auch jede dieser Anstalten schon. Beiträge für die Kinder nach Maßgabe der Verhältnisse, aber weder der Staat noch die Gemeinderr leisten direkt an die Anstalten Beihilfen. Sie geben so wenig Gelder nach Oesterreich für solche Kulturzwecke, wie das unser Staat tun würde. Was aber die fremden Eltern leisten, ist nur 40 Prozent der Ausgaben. 60 Prozent sind zur Erhaltung noch aufzubringen. Ist das nötig? Schädigt man dadurch nicht die eigene Wirtschaft, eigene Institutionen? Wäre nicht eine Auflassung der besagten Anstalten von Vorteil für dje eigenen Armen und^Geschädigten? Letzteres wäre der Fall, wenn nicht genügend Fürsorge für diese Kinder in Wien und Oesterreich bestünde. Außer dem Burgenland .siitd Wien und die Bundesländer mit solchen Fürjorgeeinrjchturigen gut versorgt und der Bund, und insbesondere die Stadt Wien, tun Vieles und Gutes. , Die Uebung von Unterstützung und Wchltätigkeit findet nur dorr statt, wo man es tun kann. Sie beruht auf der privaten Entschließung und schädigt nicht das Gesamtvrrmögen, zumal da die hiefür aufgewendeten Mittel des einzelnen immer und überall verhältnismäßig gering sind. Aber man übt dafür soziale Hilfe und damit etwas, waslobens- und rühmenswett ist. Me Absage der Hilfe, das Verweigern von Unterstützung kultureller Institutionen ist eine Härte, die im Egoismus und in Unbilligkeit chren Grund har. Eine Beschränkung und Zurückweisung der Fremden von Bildungsstätten haben vielmehr wirtschaffliche Vorteile. Brüssel, Dresden, ja auch Paris, pflegen Bildungsstätten und Heime für ftrnide Kinder. Es erwächst ihnen daraus Verdienst. Selbst bei unseren armen Institutionen ist das der Fall. Die Eltern und Verwandten, die die Kinder bringen und bchichen, sind Käufer in Wien und bringen auch Geld ins Land. Sie benützen den hiesigen Aufenthalt, um Kauflüden aufzusuchen und Aerzte zu befragen. Sie sind die Vermittler zwischen ihren Bürgern und uns. Dann M man in jedem Falle Orte der Bildung und Kultur schätzen und schützen. Man macht sich selbst am», wenn man hart ist und der Nutzen aus der Zerstörung gltex Peredlungsorte steht m keinem ""_Wtmt ^_ Vtthäirnis zur Armut, die aus der Vernachlässigung von sozialer nnd edler Tal enisteht. Auch ver erste allgemeine K i nd c r woh l fah r t skongreß, der vom 21. bis 28. August 1925 in Genf tagte, hat sich mit der Frage, die uns hier beschäftigte, befaßt. Dort wurde der Grundsatz der GI e i ch st c l l u u g lnlfsbedurstiger Ausländer mit den» Inländer an die Spitze gestellt und die Vereinbarimgen im einzelnen den Staaten überlassen. Im Falle der Vereinbarung des Kostenersatzes soll seine»»» Eintritt jedenfalls ein: erste Frist des Kostenvcrzichtes vorangeheu. Es wurde anch die Schaffung eines internationalen Fonds z»»r Unterstützung gefordert nnd auch turck» eine Bereinigung in Angriff genommen. Eine Resolution tvendel sich an die Privatfnrsorge um Intervention bei den Staaten lind um Gewinnung der öffentlichen Meinung zugunsten einer unterschiedslose!» Kinderhilse nnd a>» die öffentlichen Stellen mit dem Rate zur Heranziehung der freien Fürsorge bei der Hilfeleistung für Altslandskinder. Un» diese unterschiedslose Hilf: u»»d freie Fürsorge für Kinder, für arme, breschastc Kinder, bit:eu diese Zeller». Kinder sin) imui-er Kinder, cb sie nur» in Polen oder ':» Zagreb oder in Brünn geboren sind. Zie sind elend, wenn sic brcst bas» sind. Unv jcder denke an seine eigenen Kinder nnd erbarme sich der andeien! Gilt Gemeiildeakar aus dem alle« jüdischen ßilenstadt. Gin Grlaff der jüdischen Gemeindeväter ans dem Jahre 1730. — Gegen die Krinottne. — Der Bann gegen das Kartenspiel. Die nachstehende Bermdnunz der Judeng.'meiude Eisenstadt, datiert vom 17. April 1730, ist ein interessantes Dokument. Sie ist (in Nebersctzmig) in dem soeben erschienenen zweiten Band der „Eifenstädter Forschungen" enthalten, heransgegeben von Sanövr Wolf, bearbeitet von Doktor Bernhard Wachstein. Wir haben im Feuilleton unseres Blattes von» 21. Februar 1926 die .Bedeutung dieses Werkes gewürdigt. Mir Hilfe Gottes. Da wir gesehen haben, daß sich ein göttliches Strafgericht über unsere Gemeinde verbreitet, haben ivir beschlossen — und wer seiner Welt „genug" zugerufen hat, möge es auch mit unseren (bisherigen) Leiden genug sein lassen —, eine Rückschau über unsere öffentlichen Angelegenheiten zu halten. Zrrerst muß die neumodische Kleidung erwähnt weide»», wie inan da in frecher Gewandung einhergeht, iu Reisröcken, einer sreinden Tracht, vie unsere Eltern und Voreltern nicht gekannt haben. Es wurde daher von der Gemeindeverwaltung und von» Rabbinal beschlossen, den Bann zu verkünden gegen alle, auch junge und kleine Mädchen inbegriffen, die dieses aufreizende Kleid tragen. Urn die Gebreche»» der Zeit zu heilen und die Führung eines heiligen Lebenswandels anzubahnen, soll auch verboten werden, nach Art der Ausgelassenen und Unzüchtigen, Kleider mit offenem Hals und offener Schulter zu tragen. Dies ist auch für kleine und junge Mädchen Glicht gestattet. Es soll vielmehr jüdisches Gesetz und jüdische Sitte gehalten werden, sich nach dem Branche unserer Ilhnerr sittsam zu kleiden. Deshalb haben wir uns ver- ' anlaßt gefühlt, gegen jeden, der dieses Verbot Übertritt, den Bann cinszusprechen. Es ist weiters für alle ruhigen un) in sich gefestigten; Frauen geziemend, vaß jede, gottessürchtige Fran am Sabbat un) Feiertag nach Schluß des Anim Seuliroth die Synagoge sofort verlasse, damit sich nicht Frauen mit Männern mengen. Es gchört zum Anstand, daß jede nach Hause gehe, ohne auf der Gasse stehen, zu bleiben. Ferner wird wegen der vielen Verderbnisse, die dadurch entstehen, haß Jünglinge mit Mädchen, Männer mit Frauen an Sabbati»nd Festtagen außerhalb der Judengasse spazieren gehen, welches eine starke Lockerung der Litten und auch eine Entweihung ' von Sabbat und Jomtob zur Folge hat, beschlossen, Von heute an Mädchen, Jungfrauen, Mann oder Weib, zu verbieten, an» Sabbat und Feiertag außerhalb der Gasse zu gehe»». Der Uebertreter, auch in dienender Stellung, verfallt einer Strafe zugunsten der Herrschaft. Dann wurde mit der Strafe des Bannes bas Kartenspiel verboten. Bei Wöchiterinnen jedoch dürfen Frauen spielen. Während der Chanukatage ist auch Männern das Spiel erlaubt, keineswegs aber Männern mit Frauen, oder Jünglingen mit Mädchen, auch dann nicht, wem» sie miteinander verwandt sind. Dieses Verbot gilt eine Meile rveit im Umkreis unserer Gemeinde. Es wurde ferner im Interesse der Befestigung der Sitten verschlossen, daß »»jemand eine verheiratete Magd, es wäre denn eine Amme,, in seinem Hause halten darf. Der Uelbertreter verfällt bat» Banne und hat überdies eine Geldstrafe von zchn Reichstaler an die Herrschaft und zehn Reichstaler für Arme zu leiste»,. / Es wird auch gewarnt, daß eine Frau oder ei,» Mädchen ohne Begleitu»»g in das Haus eines Christen gehe. Sollte irgend welche darauf nicht achten, so wird sie als Peruza (Unkensche. Anm. d. Red.) ausgerufen werden. Wir binden auch jedem Manu oder Frar» ans Herz, genaue Schau im Hause zu halten, ob etwa ein nlännlicher oder weiblicher Bedienter sich einer Sünde schuldig mache. In einem solchen Falle sind sie sofort — auch vor Ablauf der Dienstzeit — zi» entlassen. Es wird auch davor gewarnt, daß eine verheiratete Frau oder Witwe mit einen» Manne oder Jüngling tanzen soll. Gleichzeitig wird ein allgemeiner Fasttag für den nächsten Donnerstag festgesetzt. Dieser gilt für Männer von 17 Jahren und Frauen von 15 Jahre»» an . mit Ausnahme von schwangeren u»»d säugenden Frauen, Krankem u»»d 70 Jahre alten Leuten. Dies alles ist geschehen mit allgemeiner Zustimmung, wie nur einem einzigen Wort, zu Ehre»» des Einzigen der Welt. m. &bwt im , m. mm _ —^—•JtiT Tr ftaüa «Heu mf »de »II m* Ml%. Die ne«n WevenWg««. '&>n der Geschäftsstelle der internationalen NwtzOM ko u f e r< uz in Genf sind nunmehr die Wellenlänge» fik W beiden Wiener Rundspruchfe>»der festgesetzt worden. Für hm R vs enh ü ge ls ender wurde dis Welle 5821/* Meter, Dt den Stilbenringsrnder die Welle 531 Meter auSgewoD Dir Abstimmung »vnrde heute nacht vorgenommen. Der Wellenlrx'rhsel »vor notwendig, u»n Störungen andem und durch andere Sender zu vermeiden. Ob es auch wirklich end« gültig bei diesen international festgesetzten. Wellen wich bleche, können, muß die Zukunft lchrcu. Alerauder Weisz. Dir Hchvefchlverde abgsvnsstn. Die Ratskannner des Landesgerichtes hat gestern mittvgß über die Haftbefchwerde der beiden Berhastewn Alexander W c °. ß und Artur Fuchs entschieden und die Beschnrerde imi der Begründung abge »v ie se n, daß noch imrw.r Be rabr: d u n g su tt S> Verdunkelungsgefahr besteht. Die beiden Beschuldigten, die also »veiter in Haft verbleiben, iverocn nun das RechtSinittel des Rekurses an Obrrlandesgericht ergreifen. Sin Erdbeben im Sodelaner. Rach einer Meldung a»,s Athen lvnrde»» d»»rch ont Erdbeben auf der I >»sel Kos in» Dodekanes 600 Häuser des Latchens »TT-tinrachia zerstört. Z lv e i E i»»!v o h n e r der Stadt w»»rden getötet und 6 0 Personen verwundet. Der Kampf gegen Lar Pafchisnm. Prag, 25. Februar. Der Außenansschuß der Pragev Kam»«»' nahm den Vertrag über Erleichterungen int Greriz-- verkehr zivischen der Tschechoslowakei und Polen an, demzufolge von nun an für den Grenzübertritt nach Polen nicht m ehr P ä s f c erforderlich sind, sondern bloße Grenzüberschreitungsscheinc. Am Schluß seiner Verhandlungen nahm der Ausschuß eine Resolution an, in der die Regierung auf-- gefo».--dert wird, m i t allen Nachharftaaten über die Aushebung der Paßvisa zu verhandeln. Maueredlfturz im Baveaer Hotel Äellevue. Aus Baden bei Wien wird uns telegraphiert: GesteM uachurittags stürzte beim Schloßhotel Bellevue die große Mauer, auf welcher eine große Terrasse ruht, in einer Länge vor» 3 0 Metern unter einein ungeheure»» Krachen ci»r. Durch den Mauereinst»»rz m»»tzte die Terasse g e p ö l zi werden. Die Bausachverständigen führen den Einsturz auf das Erdbeben, ivelches im Semmeri»»ggeb»et konstatiert wmde, zurück. Vnterschlag»mg von 8e»»erkf«hast»gelbem. Die BetriebÄkontrolle im städtischen ElÄtri^itatswerE und Organe des Metallaribeiterverbawdes stellten bei einer Revision im Elektrizitätswerk fest, daß drei BetriebsrAe Gewerkschaftsgelder im Betrage 'von 200 Millionen Kronen unterschlagen halben. Die drei Betriebsräte mußten sofort ihre Funktion niederlegen und sich verpflichte»», durch Abzüge von ihrem L o% n ci itf o m e n den Schaden wieder gutzmnachen. Geschädigt ist rmr der Metallariheiterverban-d, das Gemein>deivermögen würde nicht in Mitleidenschaft gezogen. " Wien, 26. Fchvuar. * Das Wetter. Jeder Dag bringt jetzt Regen, daher ist rs ziemlich »varrn. Die Voraussage lautet: Nnstcher, wchrischvriMch Aueheiteruug, heiter, warn». * Perjonalnachricht. Herr Dr. Sa»»el B e? r -ist »»ach Wien zurück-gekehrt »tnb ordiniert wieder 2. Bez. Praterstraße 25 a. '* Mit vier Kindern in den Tod. Aus Linz wird uns gemeidet: Wegen fottgesetzter häuslicher ZwistWeiten hat die ' ArbeiterLgattin Zenta Zag lau er vor eimiM Tagen mit ihren vier Kindern den Tod in der Donau gesucht und gesunde!». Die neunjährige Hildeaarde wurde bei Rossatz tot ans Land gespült. die fünfjährige Gertrude wurde Zwischen St. Johann und Oberarnsdorf als Leiche aus den Fluten der Donau gezogen und . bei Hainburg wurde oie Leiche der achtjährigen Rosa geborgen. Die Leichen der unglücklichen Frau Zaglau-er nnd ihres SchneS Karl konnten noch nicht geborgen werden. * Das Wiener Telephonvuch. Das nach Nummern geordnet« Verzeichnis der Teilnchmer des Telephonnetzes. in Wim ist sochm.; erschienen und kann durch die Te-legraphendirÄtion, 3. Bez., Hrtzgasse 2 (3. Stock, Zimmer 226), sowre durch alle Wiener Telephonämter bezogen werden. Der Preis beträgt 6 Schilling. * Schlafwagenverkehr. Der von Wien-Südbcchnhof verkehrende Abendschnellzug v 187 (Wie»» ab 19 Uhr 45 Mi»».), sowie lei» Gegenzug D 188 (Wien an 9 Uhr 27 Min.) werden zwischen Wien-Südbahnhof—Abbazia—Jiumv ab S. Mär» ab Wien jeden Dienstag Donnerstag, SamStag und ab Ftume— Abbazia ab 9. März jeder» Mitttvoch. Freitag und Sonntag je einen direkten Schlafwagen führen. Dieser Gchlafwaqenkurr wird auch auf der italienischen Strecke, also in seinem ganzen Durchlauf, Wagen I. und II. Klasse führe»». * Wien—Kritzendorf. Die Generaldirektion der Oester- »e'chiichen Bm»deSbahnen teilt rnitr Wegen n n z n l ä n al'cherBenützung werden ckb 1. März in der Strecke Wien Franz-Josefs-Bahnhvf — Kritzendarf die Nahpersonenzüge Nr. 1121 ab Wie» Franz-Jolest»« Bahnhof 17 Udr 50 Min. und Nr. 1138, an Wien Fran,-Josefl- Bahnhof 19 Uhr 55 Min. eingestellt. * Unteraa»»g eines jüdischst Stiidtcheus in Weißrußland. Die bekaunte russische Tchriststellerin SkopSkala, die gsgenwürttz eine Reise durch die weißrussifchen kleinen Städte macht, gibt in ihrem letzten, von der Sowjetpresse vsMentlichten Rellebrief eine Schilderung der traurigen Lage der jüdische»» Stadtbevblkerung. Es heißt darin, die kleinen Städtchen haben chre' historische Rolle als Verurittlöe Zwischen Stadt u»»d Dorf auSyefpielt. Dis Konfumgenossemchasten haben den privatm Handel er.-' würgt. Was diese übrig gelassen, hat der Steuerdruck zerstört.. Ein jüdischer Ladenbesitzer, der einen Warekcheftand m» Mrte von 100 Rubel besitzt, muß 200 Rubel jährlich an Steuern Men. Aehnlich ist die Loge der kleinen Hand-wevrer. Der Haupttei» Ur jüdischen Bevölb-'rung lebt öou den paar Dollar, der von M- Ivanöten aus .Amerika eiutrefken. WWW! mHw wsmzmimmmr-i

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