Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2518 (25.2.1926)
- Date
- 1926-02-25
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. -818 Mr«. DsnMrßtag LO bis 60 Millionen betrug. Ter Angeklagte gib: weiter zu, daß dem Tirektionsrat noch Bekanntwerven der Schwierigkeiten der Bank eine falsche Aufstellung über b»ie Spekillationskonti gegeben wurde, welche dann auch in die Oeffentlichkeit drang. Der Zweck dieser unrichtigen Aufstellung war, dir Gemüter zu beruhigen. Verteidiger Dr. Schwarz-Hilter: Haben Sie mit dem Herr- Direktor Oswald nicht persönliche, aber sachliche Differenzen gehabt? — Angekl.: Ja, in der Frage der Beamtenkonti, wo ich absolut der Ansicht war, daß z.i verkaufen sei. — Staatsanwalt: Aber warum haben Sie in einer so prinzipiellen Sache nicht wirklich die höhere Instanz angerufen ober mit Ihrem Vater gesprochen? — Angekl.: Ich habe meinen Vater in der Zeit nur als Vorgesetzten betrachtet. (Heiterkeit im Auditorium.) Und ich war auch von meiner Stellung in den fri'chercn Unternehmen gewohnt, mich nur an meinen unmittelbaren Vorgesetzten zu halten. Nun beginnen die Zeugenverhöre. Der erste Zeuge, Gustav Löderer, ehemals Verwaltungstat der Bank, bezeugt, er habe jener Gruppe im Derwaltungsrat angchört, welche wegen grundsätzlicher Meinungsverschiedenheiten als eine Art Opposition betrachtet wrrde. Er war nämlich der Ansicht, daß die Kaufmännische Bank sich hauptsächlich dem kaufmännischen Geschäft, dem Eskompt, widmen sollte. Dagegen standen Direktor Oswald und die Mehrheit der Berwaltungsräte auf dem Standpunkte, daß das Effektengeschäft unverhältnismäßig höheren Gewinn verbrechen würde. Ter Zeuge ist jetzt Liquidator der Kaufmännischen Bank. Ter Zeuge Franz Hi ebener war Vorstand der Filialen trolle, er war als solcher Vorgesetzter der Filitalvorstände. Die Esseitenkrcdite konnten die Filialvorstände im eigenen Wirkungsfreiä gewähret!, doch war eine sechzigprozentige Deckung usuell. Die Rentabilität der Bank ha: er günstig beurteilt, lieber die Veamteukontis befragt, gibt der Zeuge au, daß er nur darauf gesehen habe, daß keine solchen Kvntis bei den Filialen geführt wurden. Er gibt an, daß er über die Beamtenkontis mit dem Prokuristen Feldmann gesprochen habe, was dieser entschieden bestreitet. Es wird nun dem Gerichtshof eine Liste vorgelegt, wonach die Beamten der Bank nur 48 Millionen geschuldet hätten-. Sachverständiger Prof. Müllor legt eine Gegenliste vor, lronach das Passivum aus den Beamtenkontis insgesamt 2984 Millionen beträgt, dem nur ein Wtivum von 1000 Millionen gegenübersteht, so daß eine Unterdeckung von 1940 Millionen vorhanden ist. Ueber diese Ziffern «ntspinnt sich zwischen dem Gerichtshof, dem Staatsanwalt und dem Angeklagten Feldmann eine längere Auseinandersetzung. Schließlich stellt sich die Ziffer des Sa chverständigen als richtig heraus. Vors.: Und da spielen wir uns die längste Ze i: herum. Die 48Millionen waren ein Aufsitzer. (Heiterkeit.) ■ Als nächster Zeuge wird der Filialleiter der Wollzeile, S uwald, vernommen. Er ist der Schwiegersohn deS Ingeklagten Feldmann. D-cr Zeuge gibt an, daß er bei notleidenden EfMenkontis selbständig Exekution geführt habe. Regelmäßig habe er über die Csfektenkontis nicht Bericht erstattet, doch habe rr alle acht bis vierzehn Tage die Unterdecklisten an die Zentrale gesandt. Der nächste Zeuge, Direktor der Nationalbank Friedrich Kasparek, gibt an, daß die Kaufmännische Bank in der zweiten Hälfte des Monats Juni 1924 bei der Nationalbank um einen Kredit in der Höhe von drei Milliarden eingeschritten wäre, der dann auf sieben Milliarden erhöht wurde. Als Grund wurde eine vorübergehende Immobilisierung angegeben. Mitte Jnl-l wurde um eine weiter« Erhöhung um eine Milliarde angssucht, doch wurde nur nnhr die Hälfte ausbezahlt. Im ganzen wurden durch die Nativnalbank 12,8 4 Milliard -rn geleistet. Als iich di-r gänz^ch« Zahlungsunfähigkeiit herousstellte, wurden von der Schuld sofort 2,84 Milliarden zur Befriedigung der kleinen Gläubiger abgest-chi.n. Später wurde diesem Zwecke noch eiine Milliarde gewidmet, so daß im ganzen der Bank 3,84 Milliarden geschenkt wurden. Da dieser Betrag ein Geschenk ist, erachtet sich die N a t i o n a l b a n k nicht als geschädigt. Tann wird der Seiner der Filiale Währing, Schied, einve-rnommen. Er gibt an, daß bei seiner Filiale hauptsächlich der kaufmännische Kredit gepflegt wurde. Schr interessant gestaltet« sich die Aussage des letzten Dirskwrs de» Bank, Dr. K a s s a f> i r e k, der knapp vor dem Zusammenbruch am 15. Juli 1924 in die Dienste der Bank trat. Er ha: sofort den Eindruck bekommen, daß es unmöglich ist, sämtliche Forderungen mit 100 Prozent hereinzubekommen. Als eS dann eme Woche nach feinem Eintreten zum Sturm, auf die Kassen kam, hielt er bei schneller und rascher Hilfe eine Sanierung für möglich. Nach der Aussage des Zeugen tvaren damals schon 3 0 Milliarden notwendig. Als dann die Schalter der Bank gesperrt wurden, errechne:« er, daß sämtliche Debitoren nur zu 82 Prozent gedeckt waren, was sich später bei genauerem Nachrechnen auf 50 Prozent erniedrigte. Unter solchen Umständen waren damals 60 Milliarden notwendig geworden. Da die Pank bestenfalls nur über 15 Milliarden verfügte, war der Zusammenbruch unvermeidlich. Die beiden letzten Zeugen des gestrigen Tages, der Obmann des Aussichtsrates LoiSmüller und der Schriftführer Schneider, geben übereinstimmend an, daß si« vom Apkil 1923 bis zum Juni 1924 allmonatlich Revisionen in der Zentrale und in den Filialen voygenonchrn haben. Ueber dir häufigen Revisionen beschwerten sich die Beamten und drohten dem AusfichtSrar, sie würden in passive Resistenz treten, wenn die Revisionen nicht aushörten. Daraufhin wurde vom Direktionsrat nahegelegt, nicht allzu häufig zu kontrollieren. Bei den Kontrollen waren sie ganz allein auf sich angewiesen, weil sie keinen Beamten zugeteilt erhielten. Dadurch wurde natürlich ihre Tätigkeit sehr erschwert, d:e Proben konnten nur teilweise durchgesühtt werden. Das Zeugenverhör wurde um 3 Uhr nachmittags abgebrochen und wird heute «uc 9 Uhr fortgesetzt werde». Wl««»r Moraenzeltunq so» Geliebten mit der Hacke erschlagen. Die Täterin snigesprochen. Bor dem Schwurgericht des Landesgericht es 2 hatte sich gestern die 19jährige Hausgehilfin Marie Frank ans Rust im Burgenlande wegen Mordes an ihrem Geliebten Viktor Wimmer zu verantworten. Wimmer, der erfahren hatte, daß die Frank es mit dem 21jähr:gen Taglöhner Johann T o m s ch i tz halte, wollte das Verhältnis mit ihr lösen, weil er fest davon überzeugt war, baß ihr zu erwartendes Kind nicht von ihm sei. Als ihre Bitten nichts mehr fruchteten, versuchte es die Frank mit Drohungen und schließlich erwog sie den Plan, W'mmer zu töten. Seither trug sie ständig ei>ne Küchenhacke unter ihrem Mantel verborgen. Bei einem Besuche in der Wohnung des Wimmer am 23. Oktober, bei dem er ihr wieder kategorisch erklärte: Eine Hei>rat sei ganz ausgeschlossen, zog die Frank die Hacke hervor, legte sie an d e n Kopf Wimmers und fragte: „Soll ich hinhaun?" Wimmer «ntgegnete ruhig: „In Gottes Namen, schlag zu, ich Hab' vor dem Tod keine Angst." Die Frank holte . nun zu einem kräftigen Schlage aus und zerschmetterte dem Unglücklichen den Schädel. Sie wurde bald darauf in ihrem Heimatsort verhaftet. In der gestrigen Verhandlung erklärte sie sich schuldig, bestritt jedoch, ihren Geliebten vorsätzlich getötet zu haben und behauptete, sie. halbe ihn nur bedrohen wollen und könne sich nicht erklären, wie es dann zu dem tragischen Ende ' gekommen war. Der Vorsitzende hielt ihr ihre Verantwortung in der Voruntersuchung vor, in der sie die Tötungsabsicht zngegeben-hat. Diesen Widerspruch konnte die Angeklagte nicht ausklären. Die Psychiater bezeichnen die Frank als psychopathisch veranlagt, jedoch als vollkommen zurechnungsfähig. Als -■ erster Zeuge wurde ihr vorübergehender Liebhaber, Johann Tomschitz, vernommen. Der Zeuge schildert die Angeklagte ' als - l a u n e n h a f t und v e r w o r r e n. Sie habe chm erzählt, daß sie auf dem Friedhof mit den Geistern ihrer gestorbenen Geschwister Zwiesprache gepflogen habe. Die 16jährige Helene B r a ü n s h e i m erzählt von einer Eifersuchtsszene, die ihr die. Angeklagte machte, als sie einmal mit dem Wimmer beisammen war. Der Verteidiger Dr. Tänzer bat in seinem Plaidoyer die Geschwornen, die Angeklagte mit R ü cksicht auf das Kind,.das sie unter dem Herzen trage, freiz u s p r e ch e n. Nach längerer Beratung verneinten die Geschwornen die Hauptfrage auf das Verbrechen des Mordes mit zehn gegen, zwei Stimmen und die Eventualsrage auf das Verbrechen des To t.s ch tag es mit fünf gegen, fic b e n Stimme n.. Auf Grund dieses Verdikts fällte der Vorsitzende den Freispruch der Angeklagten. Die Angeklagte verstand den Freispruch zuerst nicht und erst, als. ihr ihr Verteidiger diesen erklärte, dankte sie heftig weinend mit gefalteten Händen den Geschwornen für ihre Milde.. An Leiter der krwachiM». Mörder und Räuber. Am 21. November 1921 wurde der Budapester Gasstwirt Georg Szabo in der Nähe der Eisenbahnstation A g a r d ermordet und beraubt. Die Staatsanwaltschaft erhob in dieser Angetogenheit gegen den Selcher Johann Bajas. und den Gendarmen Josef Herczeg die Anklage wegen des Verbrechens des Mordes und des Raubes. Für diesen Strafprozeß war der Gerichtshof von Stuhlweißenburg zuständig. 'Da jedoch die meisten Zeugen in der Hauptstadt wohnen, verhandelte ein Strafsenat dieses Gerichtshofes, den Prozeß in Budapest. Im Laufe der Hauptversammlung betonte Bajas unablässig seine r a' s s e n s ch ü tz.l e r i s ch e n Prinzipieit. Nach dem Sturz der Räteregierung sei er als eine leitende Persönlichkeit an der Spitz« der Erwachenden Ungarn tätig gewesen. Als gesinnüngstreuer Erwachender Ungar sei et' — wie er stolz beteuerte — gogen alle Kommunisten und Juden von glühendem Haß beseelt. Der ermordete Szabo sei ihm als Kommunist verhaßt gewesen. Auf der Reise habe er mit ihm einen Streit gehabt und ihn ermordet. Das Bewei^verfahren ergab, daß Bajas wiederholte Versuche angestellt hatte, um reiche Juden in die Provinz zu. locken und si e dor t zu ermord en. Nach dem Agacder Mord flüchtete Bajas nach Rumänien, wurde jedoch dort seftgencmmen und an Ungarn ausgeliefert. Der Gerichtshof sprach Herczeg frei und verurteilte Bajas zum Tode durch den Strang. Der Angeklagte Bajas betynte auch vor der königl. Tafel seine unwandelbaren rassenschützlerischen Prinzipien als Erwachender Ungar. „Ich war," sagte er, „als eifriger Erwachender Ungar Mitglied der Organisation der Sicherheit des.Itaares. .WaS ich in Rumänien Vorhalle und in wessen Auftrag ich mich hinbegeben hatte, durfte ich weder vor dem Gerichtshof verraten, noch bin ich ermächtigt, hievon zu sprechen." Die königl. Tafel verurteilte sowohl Bajas als auch Herczeg zu lebenslangem Zuchthaus. Der öffentliche Ankläger nahm das Urteil zur Kenntnis, die Verurteilten appellierten an die königl. Kurie. — Gestern verhandelte die königl. Kurie diese Angelegenheil unter dem Vorsitze Doktor Esizinßkys. Nach dem Referate Dr. Szlaveks verurteilte die königl. Kurie den .Angeklagten Bajas zu lebenslangem, Herczeg zu 15 Jahren Zuchthaus. Zur Anbringung eines Telephons ist di« Zustimmung des Hausherrn nicht erforderlich. Der Hauseigenrniim Franz Schachhuber hatte beim.Bezirksgericht Margarethen flccjcii eine Mietpartei, di« Private Anna. Wilhelm, die Besitzstörungsklage eingobracht, weil diese in ihrer Wohnung ohne seine ZustinMUnä ein Telephon anbringen ließ. Der. Verteidiger der Beklagten legte. ,cine Zuschrift der Telepyondirektwn vor, in der ausdrücklich erklärt' wird, daß zur Anbrinnnng eines Telephons die Zustimmung des Hausherrn nicht erforderlich ist. Dieser An-, sicht ichloß sich auch der Richter au nun wies die BesinstörmvgS- , Mgc rostrnpfli'chtjg ab. 98. Februar 102»» TM f Volkswirt. (Fm kv wUlfBCHII 1199(Pro ™ Aurstcht. Im Zuge der gestrigen Beratungen über das tte»fc Kleinrentnergefetz wurde von verschiedenen Seiten bemängelt, daß die Schlußbestimmungen des Entwurfes den Grundsatz „Krone ist Krone" in dem Gesetze inartikulieren und gleichzeitig eine Relation der Papierkrone zum Schilling für gewisse Aufwertungsansprüche vorwegnehmen. Gegen diese Bestimmungen wurde namentlich eingewendet» daß sie den Aufwertungsurteilen von Gerichten Über Leibrentenprozessc präjudizieren, die bekanntlich Iviederholt die Valorisierung des Rentenanspruches als z« Recht bestehend erklärten, wenn es sich um laufende Unterhaltsverpflichtungen handelte. Der Berichterstatter über die Vorlage, Dr. Schumacher, bezeichnete selbst diese Klauseln des Entwurfes des Kleinrentnergesetzes als anfechtbar und meinte, es wäre besser, wenn die Balorisierungsbestimmunge« er st in dem bereits in Ausarbeitung befindlichen Aufwertungsgesetze Platz fänden. In Finanzkreisen wird aus dieser Aeußerung geschlossen, daß in absehbarer Zeit ein besonderer Balorisierungse n t w u r f dem Nationalrate vorgelegt werde« dürfte. Damit ist das Prinzip der Regierung, aus dem Standpunkte ,„Krone ist Krone" zu beharren und jeder Balorisierungsfta-' peinlich aus dem Wege zu gehen, endgültig durchbrochen. Vas FufionsbegünftigiuWsesetz. Der Finanzausschuß hat seinerzeit die BoÄage de» Bundesregierung über Aenderunoen des Steuer- und Ge- 'bührenbegünstigungsgesetzes vom Jahre 1922 (FusionS- 'begünstigungsgesetz) von der Beratung abgesetzi und die Regierung ausgesordert, die Vorlage vorerst, den beteiligten Kammern (Handelskammer, Arbeiterkammer), zur Begutachtung zu übermitteln. Dies ist nunmehr geschehen, und zwar wurden die Kammern eingeladen,, ihre Aeußerungen womöglich bis 5. März zu erstatten. Nach Ein-- langen der letzteren wird die Negierung den Entwurf ungesäumt dem Nationalrat abermals zur parlame-ntavischs« Erledigung vorlegen. Sie Lese der WrrreichW« ««infem» Mustere. Forderung nach Abschaffung der RohRzöüe. Gestern wurde die Wirtschaftsenquete mit einer Aussprache über die Verhältnisse in der Mineralölindustrie fortgesetzt. Einmütig wurde der Meinung Ausdruck gegeben, daß es außerordentlich zweckmäßig wäre, den Rohökz o l l, dessen Erträgnis sehr gering ist, zu eliminieren. Die bezüglich der steuerlichen Belastung vorgebrachten Wünsche waren die gleichen wie bei den anderen Jndustriegruppen. Einen breiten Raum in der Debatte nahm die Frage der Automobilsteuer ein, die als außerordentlich drückend für die Entwicklung des Automobilwesens und dadurch auch der Mineralölindustrie bezeichnet wurde. Es wurde daher.gebeten, einen Weg zu finden, der diese Steuer zumindest ans ein erträgliches Maß herabsctzt. Der Vorsitzende ersuchte, in diesem Gegenstände das Einvernehmen mit den autonomen Landesregierungen zu Pflegen. Beschwerden wurden über die staatlichen Lieferungen vorgebracht, wobei insbesondere als krasses Beispiel angeführt wurde, daß sogar die Generalpostdirektion die inländische Produktion bei der Abnahme ihrer Produkte nicht fördere. Die Industrie beschwerte sich außerdem über die großen Schwierigkeiten, die der Aufstellung von öffentlichen Abzapsst e l l e n geniacht werden.. Der Vorsitzende ersuchte die anwesenden Vertreter des Handelsministeriums, durch Besprechungen mit den Landesregierungen auch diese Frage einer Lösung zuznsühren. Die vorgebrachten Frachtenwünsche werden in einer eigenen Besprechung mit der Bmtdesbahndrrektion der Erl«^- gnng zugeführt werden. Siebe» «wione» Schweizer FkaMv<B«l«He der A. 8. G.-stsion stlettriziKts-GeseNchast. Die Oesterreichische Boden-Credit-Anstalt, die Oeste.rreichische Credit-Anstalt und das Bankhaus Blankartu. Cie., Zürich, haben von der A.E.G. — Union Elektrizitätsgesellschaft, Wien, eine 7prozentige hypothekarisch sichergestellte Obligationenanleihe übernommen, welche eine Laufzeit von 25 Jahren hat, bis zuM Jahre 1931 unkündbar ist und a p a r i zur Rückzahlung gelangt. In der Zeit vom 25. Februar bis einschließlich 6. März d. I. wird diese Anleihe zum Preise von 94 Prozent zuzüglich Stückzinsen ab 1. Jänner d. I. bei den genannten Banken zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. (Entgeltlich.) * Durch diese Transaktion, welche in der Schweiz abge» schlosien tourde, wird neuerlich das Vertrauen des Auslandes zu' den österreichischen Unternehmungen, namentlich aber zur österreichischen Elektrizitätsindnstrie, zum Ausdruck gebracht. Die Schweiz hat seit jeher ein Interesse an der österreichischerr Elektrizität genommen. Schweizer Kapital ist bei einzelnen Wasserkraftgesellschaften beteiligt. Die Salzburger Anleihe, welche vor einigen Monaten vom Schkveizer.Kapital abgeschlossen wurde, dient ebenfcklls in erster Reihe Elet'trizitätszwecken. Es ist zweifellos, daß die Schweiz durch ihr Interesse für die Elektrizitälsindnstrie und ihre Kapitalsbetciligung das Bestreben hat, an der Ausnützung der österreichischen Kraftquellen milzuarbeiten. Bekanntlich ist in der SckNveiz em größeres Bake: von Siemens-Aktien phrc'-'