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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-24 · Heft 2517 (24.2.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2517 (24.2.1926)
Date
1926-02-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Se-ie 8 Me«, Mtttvs'H Verhaft««» eines Sfterreichischr» VanknotenfSlschers. Hieres, 23. Februar. Der österreichische Student Adolf Sammely, der falsche Renten mark h c rg e st e l l t und in den Hotels von H i e r e s und Toulon verschiedene Betrngercinen verübt hat, ist hier verhaftet worden. Ar Angelegenheit der »Wiener Allgemeinen Zeitnng". Der „Abend" meldet: Im Verlaufe der gegen die „Wiener Allgemeine Zeitung" eingeleiteten Untersuchung wurde der volkswirtschaftliche Redakteur des Blattes, Tr. Eugen Schlesinger, im Sicherheitsbureau cinvernomnlen. Tr. Schlesinger war cs, der im Aufträge der Herausgeber des Blattes, Herczeg und Haesak, Direktor Kux von der NUederösterreichischen Eskomplegesellschaft aufgesucht hat. Tr. Schlesinger erklärte bei der Polizei, er sei im Aufträge des Blattes erschienen und aus rein geschäftlichen Gründen zu Direktor Kux gegangen. Er habe ihm vorgeschlagen, einen Prospekt in der „Wiener Allgemeinen Zeitung" erscheinen zu lassen und dafür einen Preis von 300 Millionen Kronen genannt. Im Lause des Tages wurde auch einer der Herausgeber, Äeza Haesak, vom Sicherheitsbureau einvernommen. Wien, 24. Februar. * Ein merkwürdiges Vorgehen. Die amerikanisch-österreichische Gesellschaft har vorgestern aus Anlaß des Geburtstages Washingtons zu Ehren des amerikanischen Gesandten, Mr. Washburn, ein Festmahl veranstaltet. Darüber wich im Wege der Korrespondenz Wilhelm ein Bericht ausgeaeben, tvelcher die Toaste des Polizeipräsidenten Tr. Schober und des Bundespräsidenten Tr. H a i n i s ch mitteilt. Bezüglich der Antwortrede des Gesandten wird auf den bereits in einem Blatte veröffentlichten Text verwiesen. Das ist ungehörig. Es geht nicht an, daß die amerikanisch-österreichische Gesellschaft den Bundespräjidcnten und den Polizeipräsidenten zurücksetzt und sich durch Zuckerln die Gunst 'irgend eines Blattes sichert. Wir lehnen es ab, von der sonst sicherlich politisch wichtigen Angelegenheit werter Kenntnis zu nehmen. * Das Wetter. Gestern herrschte warmes, klares Wetter. Die Voraussage lautet: Vorwiegend heiter und mild. * Todesfall. Nach langen! Leiden ist gestern Herr Moses E d e r e r verschieden. Das Leichenbegängnis findet heute um 11 Uhr vormittags auf dem Zrntralfriedhöf (3. Tor) statt. * Did durch einen Hundebitz. Am 14. d. wurde der 64jährige Bvrrichter Anton Hehl von einem Berhardinerhund, der der Gaschofbesitzerin Elfte Bauer, 21. Be;., Am Damm wohnhaft, gehört, gebissen. Auf Anordnung des Kommissariats Floridsdorf wurde der Mann in das Rudolfsspital gebracht. Er ftt dort am 21. d., nachmittags, an den Folgen des Bisses gestorben. Di>e tierärztliche Untersuchung hat ergeben, daß der Hund gesund ist. * Goldene Hochzeit. In Vertretung des Bürgermeisters überreichte der amtsfuhrende Stadtrat Speiser dem Ehepaar Abraham unö Johanna Neufeld, 2. Bez., Große Mo^rengasse Nr. 6, im LlMhos, anläßlich ihrer goldenen HochzeitZseier die Ehrengabe der Stadt Wien. * Dr. David Rothblum. Zur Feier des 50. Geburrstagcs des jüdischen Schriftstellers Tr. David Rothblum veranstaltet der zionistische akademische Verein Bar-Kochba am 27. d. im großen Saal des Cafe Colonaden (1. Bez., Luegerplatz 4) einen Fcstwmmers. * Verhaftung des internationalen ScheckfAschers Marchetti. In Mailand ist eine Betrüger- und Fälscherbande verhaftet worden, die in der letzten Zeit in Paris, Budapest, Wien, Rom und anderen Städten des Kontinents Betrügereien mit einer riesigen Dchadenssnmme verübt hatte. Ihr Führer ftt der seit sechs Jahren von der Polizei gesuchte Georg Marchetti. Er und fünfzehn seiner Komplicen -wurden nunmehr dingfest gemacht. Der : ver- - haftete Hochstapler ist ein gewe>ener Beamter der Banca commerciale in Rom, und diesem Umstande ist es auch zuzuschreiben, baß er-seine Fälschungen geradezu meisterhaft ausgeführt hat und die Schecks von Banken anstandslos anerkannt wurden.; . * Dorotheum, Zweiganstalt Hietzing. Am 1. März d. I. eröffnet das Dorochrum in Hietzing. Haupfttraßr 3, eine neue Zweig- . anstatt zur Belehnung von Juwelen und Pretiosen und für den 1 ZPareinlagenverkchr. * Der neue Palcistinafilm gelangt heute uni 10 Uhr abends in beit Künstlerlichtspiele«, 16. Be;., Neulerchenfeld.rstraße 43. zur Aufführung. Die einleitende Ansprache hä'r Herr Leo Sendrowjcz. , .'/ .* Ein Vortragszyklus über Dtaimonides. Die zionistische Bezirkssekrion Leopoldstadt veranstaltet seit der Eröffnung ihres Heinis ' in der Zirkusgasse eine Reihe von 'Vortragsabenden. .Ganz besondere Verdienste hat sich Herr Rabbiner Dr. W u n d e r m a n n erworben, oer feit vier Monaten allwöchentlich anr Freitag abends im Äale der Sektion Borträge über Maimonides hält. Die Borträge sind so fesselnd und lehrreich, daß sich difte Ab-ude eines ausgezeichneten Besuches erfreuen. Die zionistische Sektion LeopoLstadt.erstartet auf diesem Wege Herrn Dr. Wundermann. d:r ihren Mitgliedern so viel Anregung und Belehrung bietet, den herzlichsten Dank. * Die Einbrecher vom Allgemeinen Krankenhaus verhaftet. In der Nacht zum 11. d. wurde, wie berichtet, im Verwaltung--.-: grbäude der Niederösterreichifchen Gebäranstalt auf dem Gelände/ des Allgemeinen Krankenhauses ein Einbruch verübt, bei dem die ■' Täler 5210 Schilling und 30 bis 40 Pretiosen aus dem Nachlaß verstorbener Patienten erbeuteten. Unter dem dringenden Verdachte der Täterschaft wurden der 40jährige Baupolier Josef Wlplinger und der 24jährige Kastenschlösser Rudolf Hai»er verhaftet. Die 27jährige Schirmnäherin Rosa Opfer mann wurde als Mitschuvige in Verwahrungshaft genommen. Die Verhafteten, die die Tat leugnen, wurden gestern dem Landesgericht eingelresert. * Fahrplanänderungen. Der bisher dreimal wöchentlich zwischen Wien— Paris als Luxuszug geführte Schweiz— Arlberg-Wien- Expreß wird unter Beibehaltung seines bisherigen Fahrplanes ab 1. März in einen Schlafwagenzug umgewandelt. Die Benützung dieses Schlafwagenzuges wird zum normalen Tarft. also ohne LuxuSzufchlag möglich fein, und zwar im österreichilchen und schweizerischen Durchlauf mit Fahrkarten l. und II. Klaffe und im französischen Durchlauf m>t Fahrkarten l slajse vermehrt um den Schlafwagenzuschlag. Wetters wird mit 1. März die gesonderte Führung der Passauer Schnellzüge D 157/D 158 (Wien-Westbahnbof ab 23 Uhr lö Min., cm 8 Uhr 2b Mi») in der Strecke Wien—Westbahnhof—Linz, entfalle». Die Wagensätze dieser Züge werden mit jene» der Schnellzüge D 139 und D 140 zwischen Wten-Westbahnhof und Linz vereinigt geführt werden. Zug D 139 wird für die Zeit des NtchtverkehreS des Zuges D 157 in Mett um 0 Uhr 40 Mt»., in St. Valentin um 2 Uhr 08 Min. fahrplanmäßig anhatten. Wiener Morse«zett»«g S4. Februar IMS Nr. 2517 Kn jüdisches Massenmeeting im Prater. die zuftiinve in der Wiener «nttnsgemetnde. — Ser Kampf gegen die AsAmilatio«. Am Samstag fand unter Vorsitz des Obmannes . --- der Zionistischen Bezirkssektivn Prater, Herrn Schmidt, im großen Saale des Restaurants „Zum Radfahrer" eine jüdische Massenversammlung statt. Der erste Redner, der Prüsideitt des Zionistischen Landsverbandes für Oesterreich, Dr. Desider Friedmann, erinnerte an die Zeit, da die Kultusgemeindc in so arger Bedrängnis war, daß die Mandatare der Union schon ihre Posten im Stiche lassen wollten. Nur dem tatkräftigen Eingreifen der zionistischen Fraktion ist es zu danken, daß die Gemeinde damals erhalten wtlrde und heute als saniert gilt. Zur Zeit der letzten Kultuswahlen wurde mit den Mitgliedern der Union ein Wahlübereinkomnl e n geschlossen, wonach auch diese sich verpflichteten, am Aufbau Palästinas mitzuarbeiten. Diesem Wahlpakt sind die Mitglieder der Mehrheit untreu geworden. Der Konflikt, der jetzt in der Wiener Kultusgemeinde ausgebrochen ist, hat von Deutschland aus seinen Ausgang genommen. Aber nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt beginnt eine Reaktion gegen den Zionismus, und deshalb ist es notwendig, daß sich die Zionisten wieder auf ihr Programm besinnen. Einer der wichtigsten Stützpunkte für unsere Idee sind die Kultusgcmeinden. Wir verlangen, daß die Kultusgemeindc zu einer wahren V o l k s g e m e i n d e, zu einer autonomen Vertretung der jüdischnationalen Minorität umgewandelt werde, die alle kulturellen Bedürfnisse des Judentums zu befriedigen hat. Unsere kulturellen Bedürfniste beginnen in der jüdischen Schule. Bei einem Budget von 55 Milliarden im Jahre 1925 haben die Herren der Mehrheit 750 Millionen für das Schulwesen für ausreichend erachtet. Wir verlangen, daß dieser Betrag entsprechend erhöht wird. Die Kultüsgemeinde muß sich als Trägerin der politischen und sozialen Rechte der jüdischen Minderheit und als Glied der jüdischen Weltgemeinschaft darstellen. Wir verlangen, daß die Kultusgemeinde osflziell in ihrem Budget im Jahre 1926 einen entsprechenden, würdigen Betrag für den Keren Hajeffod Tic Mehrheit hat bis zum 28. Februar ein Budget» provisorinm erhalten. Der Termin ist also nicht mehr ferne, wo in der Kultnsgemeinde der gesetzlose Zustand herrschen wird, weil wir kein Budget haben. BiS heute hat keine Sitzung des BcrtretcrkollegiumS stattfinden können, weil die Herren der Mehrheit zu keiner Sitzung erschienen. Herr Dr. 'rnficm ist gekränkt darüber, daß er einen Brief geschrieben hat. den wir uns nicht gefallen lasten konnten, und die anderen Herren der Union kommen, aus Trauer über diesen Brief nicht zu den Sitzungen. Wir werden aber die Verhandlungen über das Budget, wenn sie im Vertreterkollegium durch Sabotage nicht möglich sind, im P l e n u m f ü h r e n. Als jüdischer Mandatar im Wiener Gemeinderat vertrete ich immer die Ansicht, daß große Jvveltistoucn nur im Wege der Anleihe zu deckelt siltd. Bon diesem Standpunile kann ich auch nicht in der Kultusgemeindc abgehen. Milliardeninvestitivlten. wie sie der Neubau der Zeremollienhalle auf dem Zentralfriedhof notwendig macht, sind nltr im Wege einer Anleihe, die voll einigen Generationen zu tragen ist, zu decken. Die Kultllsgemeinde, die heute als saniert gilt, kann sich billiges Geld verschaffen. Unsere Hauptforderung nach einein würdigen Beitrag für den Palästina-Aufbaufonds werderl wir nicht fallen lassen. Oberbaurat Robert Stricker führte ulller anderem aus: In den letzten Jahren haben wir einen F e i,e r t a g s z i o n i s m u s betrieben. Wir haben jeden Fortschritt in Palästina gefeiert und daher vergessen, unsere eigene Organisation zu stärken. Als es in Palästina gut ging, waren alle begeistert. Jetzt, wo auch dort sich Schwierigkeiten zeigen, haben sich viele wieder abgewendet. Die Assinlllanten benützen dies, um eine Offensive gegen den Zionismus zu beginnen. Deshalb hat die Zionistische Exekutive die Parole zur Stärkung d e r Organisation erlassen, weil nur diese geeignet ist, eine sichere Grundlage für den Aufbau Palästinas zu schaffen. Wir hoben den Kampf gegen die AsK" milation an zwei Fronten zu führen, gegen die weihe und gegen die rote Assimilation. auswirft und wir werden diese Forderung anläßlich der Budgetdebatte aufs nachdrücklichste vertreten. Herr Doktor Ornstein hat in seinem Brief an die auswärtigen jüdischen Funktionäre von einer wirtschaftlichen Depression, unter der die österreichische Judenschaft leidet, gesprochen. Bei einem Budget von 55 Milliarden kann doch wohl der Betrag von einigen hundert Millionen, den wir dem Wiederaufbau Palästinas zuführen wollen, keine Rolle spielen. Wir haben beantragt, daß die Kultussteuern auf 80 Prozent des Vorjahres herabgesetzt werden, um so mehr als eine ähnliche Einrichtung bereits im Bund besteht, der ohne besondere Prüfung der Einkommenverhältniste nur 30 Prozent der vorjährigen Steuern einhebt. Diesen Antrag sabotierte die Majorität und gerade er wäre geeignet, der wirtsch östlichen Depression Rechnung zu tragen. Wir verlangen, daß die Kultusgemeinde an den Bund und die Gemeinde Wi^ herantritt und den ihr laut Friedensvertrag gebührenden Beitrag für ihre Institutionen verlangt. Die jüdische Bevölkerung macht 10,8 Prozent der Gesamtbevölkerung ans und trägt einen noch viel größeren Prozentsatz zu den öffentlichen Abgaben bei. Es würde sich also um Milliardenbeträge handeln, die den jüdischen Institutionen zufließen könnten. Die Herren der Union wollen sich aber nicht auf den Friedensvertrag berufen, weil sie durch Inanspruchnahme der Minderheitsrechte - eine Schwächung ihrer Gleichberechtigung befürchten. Wir behaupten, daß dadurch ganz im ^Gegenteil eine Verstärkung unserer Gleichberechtigung erzielt wird, weil sie durch den Friedensvertrag und den Völkerbund garantiert ist. Wir werden unser Programm weiter verfechten und hoffen, daß die jüdische Wählerschaft uns dabei .unterstützen wird. Gemeinderat Dr. Plaschkes führte aus: Wir wußten, daß auf die Freundschaft der Mehrheit nur insolange zu rechnen ist, als sie uns braucht. . Sowie ihre Position nur einigermaßen gesichert-erscheint, ist sic bereit, uns zu jener Opposition zu nötigen, die ihr nicht gerade angenehm ist, aber die sie doch, zu überdauern hofft. Auf der ganzen Welt macht die Assimilation gegen den Zionismus einen Angriff, weil sie den Zionistnus für innerlich geschwächt hält. Weil die Zionisten nach Aufrollung der Jewish-Agency-Frage eine Erweiterung der Organisation durch AssiMilan t e n angestrebt haben, glauben diese, daß wip schwach gewordell sind und daß jetzt der günstigste Moment zum Angriff gekommen ist. Wir haben dem Burgfrieden nie recht getraut. Wir sind deshalb zum entscheidendsten Kampfe zur Durchführung unserer Ziele bereit: Wir bekämpfen an dem Briefe des Herrn Dr. Ornstein, daß er aus dem Ausland Antworten herberschaffen will, die erweisen sollen, daß die Zionisten die Arbeit der Kultusgemeinde zugrunde richten. Davon aber, daß die Herren vor vier Jahren die Kultusgemeinde im Stiche lassen wollten, davon steht in dem Briefe nichts. Juden laufen in sklavischer Weise den jetzigen Machthabern in Wien, den Sozialdemokraten nach, weil sie von dort Vorteile erhoffen. Bei den letzten Wahlen haben 80 Prozent der Wiener Juden es vorgezogen, keinen eigenen Vertreter ins Parlament zu .entsenden, sondern haben sich einer Partei verschrieben, die mit dem Judentum nichts zu tun haben will, auch wenn sie jüdische Mandatare hat. Dabei wird diese Partei in den grundlegenden Fragen ihrem Parteiprogramm untreu. Was sie sich gegen die Juden leistet, reicht an die Ueberheblichkeit der polnischen Schlachzizen gegen die galizischen Juden heran. Ich erinnere nur an, die famose Fremdengesetzgebung und an die Erklärung des Stadtrates B r e i t n er, daß jüdische Schulen W oh n b aust e u e r zahlen müssen, weil sie k e i n e; gemeinnützigen Anstalten sind. Ich erinnere daran, daß die „Arbeiter-Zeitung" zur Zeit des Zionistenkongresses ihre Leser ausgefordert hat, sich an dem Kampf zwischen „Ha kenkreuzlern und Haken näslern" nicht zu beteiligen. Eine Auseinandersetzung zwischen S e i p e l und Chajes brauche die Arbeiterschaft nicht zu interessieren. Wir sind schou seinerzeit an die sozialdemokratische Gemeindeverwaltung herangetreten, um von ihr den uns auf Grund des Fr iedensv ertrag es zustehenden Beitrag von den öffentlichen Ausgaben zu verlangen. Tie Herren haben das rundweg abg elehnt und erklärt, daß sie, wenn wir uns an den Völkerbund wenden werden, sich nur zähneknirschend fügen würden, wenn sie dazu verhalten werden.. Auf dem sozialdemokratischen Parteiprogramm steht quch. die F r e i h e i t in kulturellen A ng e lcg e nhe i t o n. Der Präsident des Stadtschulrates, Glöckel, hat , es „ für/gut befunden, den jüdischen Vertreter zu befragen, wann die Juden eigentlich mit ihrem re ükt ipn'ä.ren Hebräisch aufhören werden. Die Beispiele'sasstn sich ins unendliche verniehren. Man muß die Assimilation nach, rechts und nach links bekämpfen. Wir - müssen, zum W e r k t a g s z i o n i s in u s - zurückkehroch zur Arbeit für den Wiederaufbau Palästinas und. zum Kanlpse gegen alles, was ihm entgegensteht und insbesondere gegen die Reaktion in der Wiener Kultusgemoinde. Der Vizepräsident der Kultnsgemeinde, / Dr. Löwenherz, führte die Entstehungsgeschichte des Konfliktes / in der Kultusgemeinde aus. Wir haben den Herren pon der Mehrheit Vertrauen entgegengebracht und sind, darin getäuscht worden. Sie haben sich verpflichtet; den Palästina-» aufbau zu fördern, und tun grade das Gegenteil. Rein vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, muß man es begrüßen, daß im Vorjahre 3000. junge Leute den Wiener Arbeitsmarkt entlastet haben und-in Erez Israel produktiven Berufen zugeführt, wurden. Der Konflikt, der jetzt in der Kultusgememde ausgebrochen ist. zeigt die tiefe Kluft zwischen den Weltanschauungen. Der Horizont her Herren von der Union reicht nicht über die Seiteystettengqsst hinaus. Unser Blick geht aber weiter — über das Heer nach Palästina, wo die jüdische Heimstätte wieder ersteh-. JUH,

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