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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-26 · Heft 1777 (26.1.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1777 (26.1.1924)
Date
1924-01-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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« Nr. 1777_Wien, Samstag_ Tagesbericht. Sinbenlfuitg des zionistischen Parteiratrr. Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich teilt mit: Sonntag den 27. d., halb 3 Uhr nachmittags, findet int Zionistischen Bureau, 2. Bez., Taborstraße 20a, die Sitzung des Parte irat es statt. Tagesordnung: 1. Konstituierung, 2. Bericht des.Landeskomitees, Referent Dr. Löwenherz. 3. Bericht des-Keren Hajessod, Referent Dr. Otto Abel es. Jene Delegierten, denen infolge verspäteter Anmeldung die Legitimation nicht zugeschickt werden konnte, können dieselbe vor Beginn der Tagung beheben. Für das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich: Dr. Josef Löwenherz. Ing. Robert Stricker. Mischer Sammeltao. Wie wir von der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge erfahren, sind die Sammelergebnisse des jüdischen Sammeltages bisher noch nicht bekannt, da noch nicht alle Gelder abgeführt sind.. Sämtliche Inhaber von Sammelbüchsen und -b o g e n werden gebeten, diese samt den gesammelten Betragen Montag den 28. d. in der Zentrale des Sammeltages, 1. Bez., Seiten st ettengasse 2 (Israelitische Knttusgememde) abtteftrn zu wollen. »odenerwerb in Daiöftiaa. «• Parzellen am Westkarmel für die Ssterreichischen Inden reserviert. Unbeschadet der erfolgreich fortschreitenden österreichischen Aktion für die jüdische Kolonialbank wurde in den letzten Tagen auch eine großzügige Kantpagne zum Verkaufe von Bodenparzellen in Palästina unter den österreichischen, insbesondere den Wiener Juden eingelettet. Anläßlich des mehrtägigen Aufenthaltes des Präsidenten des Waad Leumi in Palästina, Dr. Jakob Thon, in Wien, der gleichzeitig der Direktor der Palestine Land Development Company ist, wurden hier sämtliche Vorarbeiten für den Verkauf von Bau- und Gartenstächen am Karmel unter den österreichischen Juden getroffen. Der Wiener Judenschaft bietet sich nunmehr die beste Gelegenheit, eine Anzahl von Parzellen am Westkarmel, dem reizendsten Teile des an Naturschönheilen überreichen Palästina, zu erwerben. Infolge der auch in Deutschland, in den Vereinigten Staaten und in Kanada sehr erfolgreich vor sich gehenden B o d e n e rwerbsaktion konnten für Oesterreich im ganzen bloß 80 Parzellen am Karmel, und zwar im westlichen Teile desselben, reserviert werden. Hiervon bleibt etwa ein Viertel den Mitgliedern der Wiener D'nai B'rithHogen überlassen, die eine eigene Aktion ausgenommen und Käufe bereits abgeschloffen habet!. Im Anschlüsse an den Block der Logen find weitere 20 Parzellen für jene jüdischen Reflektanten reserviert, die ihre Grundstücke in der nächsten Nachbarschaft des Logenbesitzers zu erwerben wünschen. Außer diesem südöstlichen Block sind auch im Nordosten des Westkarmels zwei andere Blocks für die österreichischen Juden reserviert. In diesem Teile hat der Großrabbiner vonHusiatyn eine Parzelle erworben. Verehrer des Hnsialyner Rabbi übernahmen es, beit Absatz weiterer Parzellen auf Terrain unter seinen Anhängern durchzuführen. Auch hier wurden bereits einige Parzellen fest verkauft. Mit der Durchführung der Bodeiwerkaufsaktion in Wien ist Herx Ing. Laszkowitz betraut worden. Zur Schließung von Verkaufsverträgen und Quittierung entgegengenommener Gelder für Rechnung der Palestine Land Development Company sind die Herren M. A. Tennenblatt und Schaft Horowitz autorisiert und mit formeller Vollmacht versehen. Allfällige Auskünfte werden im Zionistischen Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 20a, Palästina-Referat, Zimmer Nr. 8, Tel. 45-3-23, erteilt. 8er Flug «m die Wett. Washington» 26. Jänner. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Das Kriegsdepartement hat die Flieger bestimmt, die an dem Fluge um die Welt teilnehmen sollen. Es sind die Leutnants Smich, Nelson, Waly und der ^mmandant Martin. Die Expansion wird am 1. April vom Flugfelde in Seattle aufbrechen. 8er leere Hamsterkasten. Mein Hamsterkasten ist leer. Im untersten Fach langweilen sich noch drei Päckchen mit Bohnen (braun, brauner, am braunsten) und ein Sack mit Haferflocken denkt über die Dergännlichkeit irdischer Herrlichkeit nach, in einer Ecke schmollt ein Rest Brotmehl neben etwas Trockenmilch (ganz vortrefflich, von frischer Milch überhaupt nicht zu unterscheiden, so lange man sie nicht trinken muß), aber sonst gibt es von allen not- Ihendigen Nahrungsmitteln gerade nur eine kleine „Handkasse" gibt nur so viel Mehl, Reis, Grieß usw., wie die nächsten Tage erfordern. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte mich, wie jede andere fürsorgliche Hausftau, dieser Zustand mit Verzweiflung erfüllt und Angstvorstellungen bei mir wachgerufen, die die kstuhr meiner Tage gestört hätten. Heute freue ich mich der Tatsache, den Hamsterkasten endlich für vernünftigere Dinge frei zu bekommen, herzlich und räume mit innigem Behagen unsere Bergschuhe, Sportkleider, Freßkistchen usw., die in unwürdiger Gpge eingepfercht lagerten, an die Stelle der entschwundenen Schätze. Mein Vergnügen an dieser Arbeit beruht nicht nur mzf der hausfraulichen Befriedigung, unsere touristische Ausrüstung zweckdienlicher unterbringen zu können. Sie hat eine viel tiefere Wurzel. Der leere Hamsterkasten ttnb meine Gelassenheit diesem Phänomen gegenüber, die führen mir deutlich Md' sinnfällig zum Bewußtsein: eS geht uns besser. Sicherlich $ *U{« Besserung nicht bei allen festzustellen, sicherlich umfaßt Wiener Morgenzeiturra. Jede mondäne Dame besieht Ihre Seide vom C eidensDezialhaus ▼ Richard LeStner Wien, IV. Margaretenstr. 10 Unerreicht billige Preise! 5008 sie die Arbeitslosen und Arbeitsunfähigen nicht, sicherlich hat die Mittel- und Unterschichte der Bevölkerung auch heute noch nicht den Lebensstandard der Vorkriegszeit erreicht. Dennoch — es geht uns besser. Das weiß niemand genauer als die Hausftauen. Die Zeiten sind vorbei, da man den Wienerwaldtee mit'Saccharin versüßte, da man KriegSkaffee mit der Hacke zerkleinerte, weil er jede andere Art der Zerteilung entschieden ablehnte, und in der Kaffeemühle statt dessen Haferflocken mahlte, um daraus Brot zu backen, das, mit allem Raffinement und allen Kriegs- | listen der waffenfähigen Hausftau behandelt, doch immer in die Breite statt in die Höhe ging, und dessen Oberfläche Sprünge zeigte, deren sich ein rechtschaffener Vulkan nicht zu schämen gehabt hätte. Die Zeiten sind vorbei, da der Mittagstisch die kühnsten Kombinationen von Haferflocken, Eiersatz, Schuhcreme, Wrnken und Dörrgemüse brachte, da man Knochen sammelte, um daraus Seife zu kochen, die weichmütig war wie eine alte Jungfer in einer Lenzesmondnqcht, und da man mit den unerträglichsten Menschen verkehrte, nur weil sie Schwäger, Neffen, Vettern ihr eigen nannten, die einem zweimal im Monat einen Laib Brot zukommen ließen, gelb wie Safran und ebenso leicht in Scheiben zu schneiden wie der Dünensand. Wir müssen uns nicht mehr durch zehn Deka ranziges Pflanzenfett zu heißer Dankbarkeit verpflichtet fühlen und müssen nicht mehr schwierige Berechnungen anstellen, wie mit dem einen Kubikmeter Leuchtgas, der mts gewährt ward, Beleuchtung, Kochen, Waschen und gelegentlich auch noch ein Bad bewerkstelligt werden könnte. Der Semmelkorb ist kein Märchen aus uralten Zeiten mehr und der Krapfenstecher ist sich seines Wertes wieder bewußt geworden. Es geht uns besser.- Wir horchen nicht mehr während der Arbeit angstvoll auf die Straße hinunter, ob nicht der Ruf ertönt: „Extraausgabeee-große Offensive an der Südfront" und wir schlagen nicht des Morgens zitternd das Zeitungsblatt auf, ob eS nicht von „Kampfhandlungen" in dem „Raum von...berichten wird. Die grünen Karten mit der in den neun Sprachen Oesterreichs gedruckten Versicherung: „Ich bin gesund und es geht mir gut" als einziges Lebenszeichen des Gattetr, Sohnes, Bruders, gehören der Vergangenheit att. Granate, Schrapnell, Bombe verschmilzt wieder in den allgemeinen Begriff: Kanonenkugel und die Vorteile der inneren Linie sind uns so gleichgültig geworden wie dem Familienhund Flock die Sanskritforschung. Man fürchtet sich nicht mehr, Bekannte, die man lange nicht gesehen, nach ihren wehrfähigen, männliche,! Familienangehörigen zu fragen, und verbindet den Begriff: Achtzehnter Geburtstag auch bei den jungen Burschen nicht mehr ohne weiteres mit dem Begriff: Front. Auch kräftige Männer müssen sich nicht mit einem Herz- oder Lungendefekt dafür entschuldigen, sich im „Hinterland" aufzuhalten, und man hat aufgehört, einander die Nierenentzündungen und. Leistenbrüche nachzurechnen. Der Mensch hat wieder ein Privatleben, er ist nicht mehr ausschließlich ärarischer Besitz. Wenn man mit Freunden zusammenkommt, spricht man nicht ausschließlich von Niehl- und Fettpreisen. Die Frauen haben aufgehört, zu streiket,, leiden nicht mehr an sozialem Sinn und lassen sich ihre Kleider durchaus nicht mehr aus Klavierdecken, Lambrequins und Geschirrtüchern verfertigen. Wenn -die Theaterkarten auch unsinnig teuer geworden sind, so „leistet" man sich doch hie und da wieder einen Theaterbesuch. Man sitzt zwar unr einen Stoch höher als früher einmal oder —- wenn das nicht mehr möglich — doch ein paar Sitzreihen höher, hinter Säulen und sonstigen Zierstücken, aber man sitzt doch wieder im Theater oder Konzertsaal. und ganz leise und verstohlen träumt man sogar schon wieder von einer kleinen Reise. , Nein, der Himmel hängt durchaus noch nicht voll Geigen. ES gibt viel, eS gibt unerbittlich schweres Elend unter uns, und wir alle, die wir von ehrlicher Arbeit leben, haben den Kopf voll Sorgen. Aber wir haben so laut, wir haben so jammervoll geklagt, daß wir jetzt sagen müssen: es geht uns besser. Mein Hamsterkasten ist leer und bleibt leer. Juchhe! K. M. JMtmn der MeMuchlWe. In ber Gesellschaft der Aerzt-e in Paris halten die Aerzte zweier Kliniken, Dr. Noel Fifsinger und Dr. Marool Bideg-aray, Vorträge über ihre Erfahrungen hinsichtlich des Auftretens der Bleichsucht in den breiten Bevolkerungs" schichten. Beide Aerzte stellten fest, daß diese vor noch nicht allzu langer Zeit als Bolkskrankheit angesehene und gefürchtete Kvan.khettSersche>i>nung in auffallender Weise im Rückgang, mm, könnte fast sagen im Verschwindet» begriffen ist. Dieselben Erfahrungen tvurden auch von den übrigen Spitalsärzten in Paris und in der Provinz festgestellt, und auch aus dem Anstande liegen Meldungen über die gleichen Erfahrungen vor. lieber die Entstehungsurfachen der Bleichsucht gibt es bis heute noch keine einheitliche Anschauung. Sie war im allgemeinen die Krankheil jvnger Mädchen, wenngleich sie auch bei männlichen Personen im Jünglingsalter mitunter vorkommt. Die unter dem Namen Clorose bekannte Bleichsucht erhielt ihre wissenschaftliche Bezeichnung nach den: griechischen Wort chloros (grün), wohl deshalb, weil die von der Krankheit Befallenen eine grünlich-bleiche Gesichtsfarbe anftveiftn. Es unterliegt _26. Jänner 1924 ' Serie 5 keinem Zweifel, daß der beobachtete Rückgang der Bleichsuch als Volkskrankheii zun, großen Teile der geänderten sozialen Lebensweise zuzuschrerben ist. Das junge Mädchen von heute ist viel freier, betätigt sich im Sport und arbeitet, eS hat sine; aktivere Lebensführung und ist nicht in dem Maße wie früher' Mischen die licht« nnd lufölosen Grenzen fetoeS Heims gebannt. 8er Sttefte Wische Republikaner. Dor älteste Bewohner von Hoboken (New-Arfty), ein . Jude -namens Koppel Bier, hat au seinem 104. Geburtstage dem Präsidenten Coolidge im Weißen Hache zu Washington etinen Besuch gemacht, um ihn seiner Treue und der Treue seiner 147 Köpfe zählenden Nachkommenschaft zur republikanischen Partei zu versichert,. Bie-r, der erst vor 35 Jahre« aus Deutschland nach Amerika gekommen ist, betreibt i« Holbvken einen Geflügelgroßhandel und ist bsi bester Gssundheiil noch selbst im Geschäfte tätig. Er hat mit 80 Jahren noch einmal geheiratet, sreine Gattin ist jetzt einige 40 Jahre alt. Bier hat 11 Söhne und zwei Töchter, sein ältester Sohn ist 85, der jüngste 22 Jahve alt. Krawalle im Wiener Sememderal. Pultdeckel- und Pseiflonzert. Der Gemeinderat bewilligte in seiner gestrigen Sitzung 250 Millionen für die Wiener Frühjahrsmesse, einen Kredit von 610 Millionen für den Ankauf von Grundstücke« für die Braunkohlenwerke in Zillingsdorf, einen Ehrenpreis von einer Million Kronen für die 18. Jahresausstellung des österreichischen Künstlerbundes, einen Zuschußkredit von 132,8 Millionen für Grundankäufe, einen Zuschußkredit von zwei Milliarden Krönet! für den weiteren Ausbau des städtischen Ziegelwerkes in Oberlaa, die Endabrechnung über den Ankauf von Aktien der Persenbeuger Porphyritindu strie und einen Zuschußkredit von 260 Millionen für die Frühstücksausspeisung in den städtischen Kindergärten. Eine lebhaftere Debatte löste der Antrag auf Zuschußkredite für die Schneesäuberung aus. Es wurden die üblichen Klagen vorgebracht, gerechte und ungerechte Beschwer den. Schließlich wurden auch diese Kredite bewilligt. Dl'e Sitzung nahte bereits ihrem Ende. Stadtrat Siegel erstattete das Referat über einen Entwurf für den Wohnhausbau, 17. Bez., Hernalser Hauptstraße 64. Bon der Opposition wurde der Entwurf nach vielen Richtungen hin bemängelt, was den Referenten in seinem Schlußwort zu der Bemerkung veranlaßte, die Opposition werden keinen Entwurf gut heißen, wenn er noch so gut sei. Diese Aeußerung entfesselte einen Sturm, wie man ihn selbst in diesem Saale noch nicht gehört hat. Die Opposition stürzte gegen den Referententisch, vor dem Mitglieder der Majo rität einen Wall um Siegel bildeten. Schmährufe wurden laut, auf die Pulte wurde geschlagen, Aktenbündel gegen Siegel geschleudert und schließlich ein Pfeifkonzert begonnen. Vergebens läutete «der Vorsitzende Schorfch, die wüsten Szenen dauerten minutenlang an. Bürgermeister Seitz, der bett Vorsitz übernahm, apostrophierte zuerst seine Parteigenossen, dann eilte er in die Reihen der Opposition. Man sah ihn auf diese einsprechen, dann — nach zehn Minuten — wurde es allmählich still im Saale und' der Vorsitzende erteilte dem Referenten Siegel wegen der beleidigenden Aeußerung gegen über der Opposition eine Rüge und beit Ordnungsruf an die Mitglieder der Opposition Wawerka, Biber und Rotier. Die Sitzung konnte nun weitergehen. Sie wurde in Ordnung zu Ende geführt. Sie Lohukllmpfe. Die Metallarbeiterfrage. Gestern sind die Vertreter der Metallarbeiter und der Unternehmer zu einer Konferenz zusammengetreten, bei der in beinahe dreistündiger Besprechung die Frage der Automobilindnstrie besprochen wurde. Die Verhandlungen gestalteten sich sehr schwierig. Ein Ergebnis kam nicht zustande. Die Verhandlungen werden, wie uns mitgeteilt wird, in einem späteren Zeitpunkte wieder ausgenommen werden, wahrscheinlich zu Beginn der nächsten Woche, und werden sich zuerst mit den Verhältnissen in de* Glühlampenindustrie befassen. Eine Demonstration von Versicherungsbeamten. . Bekanntlich befinden sich die Beamten verschiedener Versicherungsgesellschaften seit einiger Zeit im Lohnkampfe. Aehnlich wie es die Invaliden vor zwei Tagen im Parlament gemacht hatten, verabredete sich gefte*« eine Anzahl dieser Beamten insgehein,, kan, in kleineren Gruppen za dem Verbandslokal der Versicherungsanstalten auf dem Börseplatz, drängten und stürmten in das Haus, besetzten die Bureaus mnd konnten von dort erst nach einiger Zeit entfernt werden, nachdem Wache in genügender Anzahl dorthin beordert worden war. Zn größeren Ausschreitungen ist es nicht gekommen. Ausgleich mit den Versicherungsangestellten. Nach der Demonstration wurden die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Versicherungsanstalten und der Versicherungsangestellten fortgesetzt und führten zu einer Einigung. Die Unternehmer haben auf die Anwendung des Qualifikationsprinzips verzichtet und den Angestellten verschiedene Konzessionen in materieller Beziehung gemacht; der Rest der Fragen, die sich ans dem Kollektivvertrag ergeben, wird in einer morgen nachmittags stattfindenden Sitzung erledigt werden. Die passive Resistenz bei den verschiedenen Anstalten wurde eingestellt.

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