Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2514 (21.2.1926)
- Date
- 1926-02-21
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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tzert« 1Ö Wien, Sonntag Der Chef der Polizeihossteüc, Frei.^rr^ v>'u 2umcvou, übermittelte diesen Bericht dem Minister des Auswärtigen, Grafen Stadion, mit dem Bemerken, daß man alle Behörden hievon verständigen müsse. Er ersuchte ferner Stadion, ihm diesbezügliche Notizen, die er auf diplomatischem Wege erhalte, zu übermitteln, to man nur durch ein gemeinschaftliches Zusammenwirken ersprießliche Resultate erzielen könnte. Es war also klar, daß die österreichische Regierung der Tatsache der Einberufung der Notabelnversammlung und des Sanhedrin einen besonderen politischen Stempel aufdrücken wollte. Sie witterte darin staatsfeindliche Akte gegen Oesterreich und befürchtete, daß es Napoleon vielleicht gelingen könnte, die österreichische Judenschaft in den Staaten Franz des Ersten für sich zu gewinnen. Oesterreich war in diesen Jahren in Paris durch Fürst Metternich*) vertreten. Botschafter Metternich war nach dem Prehburger Frieden, als Kobenzl endlich gestürzt und Graf Philipp Stadion sein Nachfolger wurde, zum Botschafter in Petersburg auscrwählt. Er konnte jedoch diesen Posten nicht beziehen und wurde über Wunsch Napoleons, allerdings auf Empfehlung des französischen Gesandten in Berlin, Laforest, zum Botschafter in Paris ernannt. Hier wurde er ein Liebling der Gesellschaft, des Kaiserhofes und der Salons. Er verstand es auf geschickte Weise, lvenn auch vermittels der Frauen, die er liebte, die wichtigsten politischen Geheimnisse Napoleons zu erfahren. Er verfügte nicht nur über eine glänzende Menschenkenntnis, sondern war auch in der glücklichen Lage, durch seine bezaubernde Art, Menschen zu gewinnen, über alle Stadien und Dctalls der napoleonischen Politik informiert zu sein. Er war vielleicht einer der wenigen österreichischen Diplomaten, die in Napoleon nicht nur ein Genie der Kriegskunst, sondern auch einen glänzenden Gesetzgeber, Verwalter und Organisator dieses neuen Staatswesens erblickten. Als nun Napoleon die Regelung der Judenfrage in Angriff nahm, hielt es Metternich für notwendig, hierüber seiner Regierung eingehend zu berichten. In seinen Berichten legte er mit dem ihm eigenen Scharfsinn und Darstellungsgabe die Motive dar, die Napoleon zu diesem Schritte veranlaßten. Metternich glaubt, daß Napoleon die Absicht habe, den Juden in Frankreich ihre eigentliche Heimat zu geben. Wenn auch Metternich voll und ganz einsieht, daß der Hauptzweck der Notabelnversammluug in der Regelung der Beziehungen zum Staate liegt, so kann er doch nicht umhin, schon aus der Tatsache, daß Napoleon sämtliche jüdische Gemeinden in Europa eingeladen hat, nach Paris Delegierte zu entsenden, den Schluß zu ziehen, daß dahinter auch weitere politische Ziele gesteckt wurden.**) Denn abgesehen davon, daß Napoleon durch die Einberufung der Notabelnversammlung der Judenschaft der Welt zeigen möchte, daß er der einzige Beschützer ihrer Interessen und Schöpfer ihrer Gleichberechtigung sei, um auf diese Weise die Juden anderer Staaten unzufrieden zu machen, hatte Napoleon nach seiner Ansicht die Judenschaft für sich aus rein politischen Gründen gewinnen wollen, denn seine letzten Manöver beweisen, daß er jetzt das Bestreben habe, sich „den: christlichen Volke als Befreier Polens, der großen jüdischen Bevölkerung aber als Messias zu zeigen".***) Somit hatte Metternich klar ausgesprochen, daß Napoleon mit Hilfe der Notabelnversammlung sich innerhalb der Judenschaft fremder Staaten Sympathien schassen und durch sie die allgemeine Gesellschaft „infiltrieren" wollte. Es war daher kein Wunder, daß die österreichische Regierung in Wien auf Grund der verschiedensten Nachrichten, insbesondere, aber der Mitteilungen ihres Botschafters, in der Notabelnversammlung und späterhin im Sanhedrin eine gegen die Sicherheit des österreichischen Staates gerichtete politische Aktion erblickte. Sie mußte daher nach Ansicht damaliger maßgebender staatlicher Faktoren vor allem Maßnahmen treffen und eine eventuelle Teilnahme österreichischer Juden an der Notabelnversammlung und am Sanhedrin verhindern, um so einer Beeinflussung der Juden zugunsten Napoleons vorzubeugen. Abgesehen davon, war es Kaiser Franz dem Ersten nicht besonders genehm, die Iudenschaft seines Staates mit den Bestrebungen Napoleons bekanntzumachen, die überall darauf hinausliefen, „eine gänzliche Regeneration des jüdischen Volkes durchzuführen". Die Angst vor dem revolutionären Charakter des Sanhedrin wuchs aber noch mehr, als zur Kenntnis der Polizei gelangte, daß der Sekretär der Notabelnversammlung, Roderigues, dem in Wien wohnhaften Baron Eskeles eine schriftliche Einladung zukommen ließ, in der er aufgefordert wurde, am Sanhedrin teilzunehmen. Diesem Schreien war auch die Proklamation^) der Notbelnversammlung beigeschlossen, mit dem Ersuchen, sie den Vertretern der jüdischen Gemeinde in Wien bekanntzugeben. Der in diesem Briefe vorkommende Sqtz „universalitee des Jsraelites" steigerte noch diese Angst, da man in der Polizeihofstelle einen evidenten Beweis erlangt zu haben glaubte, daß es Napoleons Ziel sei, die Judenschaft der Welt für sich zu präparieren. Der Chef der Polizeihofstelle glaubte nun den sicheren Nachweis in der Hand zu haben, wie staatsgefährlich Napoleons Judenpolitik werden könnte. Dies genügte ihm schon, um Kaiser Franz dem Ersten die dagegen ergreifenden Maßnahmen vorzuschlagen. *) Ueber Metternich siehe das vor kurzem erschienene Werk von Prof. Dr. H. R. von Srbik: „Metternrch, der Staatsmann und der Mensch", München 1925. 2 Bände. **) Metternichs Bericht an Grafen Stadion vom 24. September 1806, Nr. 5 (Wiener Staatsarchiv: Frankreich — Berichte 1806, hasz. 288). ***) Metternichs Bericht an Stadion vom 26. Oktober 1-806, Nr. 11. . ~ ,t) Siehe Aktenstücke «. Brau, S. 896-426, _Wiener Mar-jenzeNitn« _ fionUsmattttfitiaft oder Fraktion. Bon Fustizrat Dr. Bodenheimer (Kölln.) Tic Tchnsfnng dcS Einheitsschekels hat eine Frage ins Rollen .icin-ociit, i»i: seit Dev Zeit HerzlS Dev Erleoigung havvtc. TaS Verhältnis dev Landsmannschaften zu den Fraktionen innß nunmehr klargestellt werden. Schon lange drängte sich allen, eie sich mit dem Problem oev Organisation befaßten, der Gedanke ans, daß der gegenwärtige Zustand ein ungesunder sei. Ans den Kongressen gewauuen die Fliigelvarteien eine ihre zch.e,Mäßige Größe weit überragende Bedeutung, ohne jedoch in der Lage zu sein, die Führung zu übernehnlen. Tie nicht fraktionell gegliederten programmäßig zersplitterten Landsmannschaften waren in dieser Form ebenfalls zu einer positiven Politik unfähig. Der Grundfehler unserer Organisation bestand darin, daß die Landsmannschaften wchl organisatorische, aber keinerlei propagandistische und parlamentarische Bedeutung haben können, weil ihnen das gemeinsame und überzeugende Programm fehlt. Trotzdem wäre es verfchlt, die Landesorganisation zugunsten einer Parteigruppierung aufzulösen. Das hieße das Kind mit dem Bade ausschütten. Die Bedeutung der Landesorganisationen wird immer darin bestehen, die verschiedenen zionistischen Parteigruppen oder Föderationen innerhalb eines Landes zusammenzufassen, die Vertretung des Zionisnms nach außen zu übernehmen, gemeinsame Aktionen zu Sammelzwecken einzuleiten, und die Richtlinien de« Politik des Zionismus in den einzelnen Ländern auf allgemeinen Tagungen festzulegen. Die Landesorganisation ist in allen Ländern notwendig, wo es möglich ist, dem Zionismus das Recht öffentlicher Korporationen zu verschaffen, und in zahlreichen, heute noch nicht übersehbaren Fällen. Dagegen ist die Landesorganisation auf dem Kongreß hilflos, da sie keine inneren Bezichungen zu anderen Landesorganisationen besitzt und ein einheitliches Programm wegen der Verschiedenheit der Welt- oder Parteianschauung der einzelnen Gruppen nicht möglich ist. Die Kürze der Zeit während der Tagungen des Kongresses läßt eine einheitliche Stellung zu den Fragen des Kougvesses durch die Lanosmannschaften nicht zu. Hier muß die fraktionelle Betätigung eingreifen. Nur die Fraktionen können die notwendigen parlamentarischen Funktionen auf den: Kongreß ausüben. Dies muß sich sowohl bei der Zusammensetzung des Kongreßpräsidiums und der Kommissionen, als auch bei der Stellung zu allen lebenswichtigen Problemen des Zionismus auswirken. Die Anfänge solcher Bestrebungen innerhalb der Landesorganisationen liegen schon weit zurück. Die Bildung der gegensätzlichen Gruppen der Zione Zion und der politischen Zionisten nach dem sechsten Kongreß war der erste Versuch hiezu. Er konnte keme Dauer haben, weil das Ugandapwjekt, das ihm seine Daseinsberechtigung gab, auf dem siebenten Kongreß in der Versenkung verschwand und die politischen Zionisten, soweit sie zielbewußt eine Nebenlösung der Judenstage anstrebten, aus der Organisation austraten und unter Zangwills Leitung sich zum Territorialismus zusammenschlossen. Ein Ausflackern einer Parteigruppierung erfolgte, a.s sich die Gegner Wolfsohns unter Ussischkin, Tschlenow und WeiMann zusammenfanden. Doch hatte diese Gruppierung keinen ausgesprochen programmatischen Charakter, ebenso wie auch die Politik Wolfsohns eines positiven Programms entbehrte. Wolfsohn betrieb eine Opportunitätspolitik, genall wie jetzt WeiMann, nur bestand dabei der Unterschied, daß Wolfsohn nicht das Glück hatte, die Konjunktur der Zeit mit Erfolg auszunützen. Vielleicht stand ihn: die Tradition Herzls im Wege, die ihn veran.aßte, seine Bemühungen bei der Hohen Pforte zu einer Zeit fortzusetzen, wo es schon sicher war, daß man dort vor einer eisernen Tür stand. Auch tvaren zur Zeit, als er die Führung übernahm, die von Herzl gesponnenen Fäden nach Rußland und England bereits abgerissen. Ein Versuch, die Anhänger Wolfsohns unter einem Programm zusammenzuschließen, wurde auf dem zehnten Kongreß in Basel unternommen, als dieser von der Leitung des Aktionskomitees zurücktrat. Nordau, Marmorek, Jean Fischer, Friedemann, Kremenetzky und außer anderen auch ich sell>st, waren gewillt, mit Nordau an der Spitze eine opposüionelle Partei zu bilden, um die Richtlinien der Herrschen Politik in der Bewegung zu verfolgen. Dmr trat Wolfsohn entgegen, indem er eine Kompromißlösung suchte. Er fand diese in der Beherrschung des Aufsichtsrates der Bank, in die er eine Majorität seiner Anhänger hineinbrachte. Diese Lösung war deshalb verfchlt, weil hiedurch der Gegensatz innerhalb der Bewegung nicht aufgehoben, vielmehr der Endkamps um die restlose Bcherrschung der Organisation in die beiden Körperschaften des Aktionskomitees und des Aufsichtsrates der Bank verlegt wurde. Nachdem aber die Bildung der Oppositionsgruppe als Fraktion gescheitert war, blieb sie völlig einflußlos. Daher kam es, daß ihre Anhänger nach und nach aus der aktiven Teilnahme an der Arbeit der Bewegung ausgeschaltet wurden. Zu den Versuchen einer Parteibildung auf Grund zionistischer Problematik gchörte auch die Schaffung der Gruppe Binjan Haarez in Berlin unter Kollenscher, Professor L-öwin, Klee, Leszinskr und anderen, denen sich sofort der nationale Mock mit Mumenfeld, Rosenblüth, Hantke uitb die ganze Gruppe der seinerzeitigen Leitung der zionistischen Landesorgmisation für Deutschland entgegenstellte. Diese Bewegung hat echer über die Grenzen Deutschlands hinaus kaum irgend eine Bedeutung gehabt, weil der zugrundeliegende Gedanke der Entfaltung nationaljüdischer Propaganda für die Länder jüdischer Massensiedlung gegenstandslos war. In diesen Ländern verstand sich der nationale Gedanke alz Grundlage zionistischer Bestrebungen von selbst. In den westlichen Ländern dagegen und auch in Deutschland hatte der Gedanke der Nation eit« ganz Din» jüdische Haus | a» jüdische Blatt n. MSMtr 2M» M. «W andere Ausprägung gesunden, weil er dort vielfach mÄ dem BeWD des StaatSbürgertums verwechselt wurde. Es war immerhin eine merkwürdige KoinMnz der baß die Gruppe der Binjan Haarez fast ausschließlich auS den Anhängern des politischen Zionismus bestand. Dieses ist aber vielleicht dadurch zu erklären, daß Liefe Gruppe das Hauptgewicht «rf die Ziele der Außenpolitik und nicht auf die klckturell-natiimal« ©t<< zichungsarbeit, also die Innenpolitik des Zionismus legte. Der gemeinsame und wesentliche Kern aller dieser BsmÄhm». ge»l bestand darin, das Problem des Zionismus in seinem innechvy Wese,: von verschiedene» Gesichtspunkten zu erftfftn, «nd danach' Politik und Taktik der Bewegung aufzubauen. Neben diesen Bestrebungell innerhalb des Kreises der Landsmannschaften hatten sich die Föderationen entwickelt, die das Pwblem des Zionismus selbst unberührt ließen. Sie erhoben innerhalb der zionstischen Bestrebungen Donderfragen, wie die der Religion (Misrachi), oder des Sozialismus (Hitachduth) zu ihre Plattform. Diese Einstellung, die bei konsequenter Entwicklung aus dem Zionismus hinauszuführen droht, verhinderte gleichzeitig eine Evoürtion der Bewegung und ihre Anpassung an die neuen politischen wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben vom nationalen Gesichtspunkt. Dieser Evolution und Anpassung hätten die iu den Landsmannschaften vereinigten Zionisten dienen können, wenn sie sich interterritorial hätten verständigen können. Es ist kein Zweifel, daß es innerhalb der zionistischen Missen differenzierte Anschauungen gibt, die bei fraktionsmäßigem Zusammenschluß die Bewegung befruchten und die Leitung stärken könnten. Das Bedürfnis dieses Zusammenschlusses führte kurz vor dem 14. Kongreß zur Bildung der Konftrenzgsnreinschaft radikaler Zionisten, die alle Kennzeichen einer zielbewußten, von zionistischen Gesichtspunkten ausgehenden programmatisch geschlossenen Gruppe zeigt. Es soll hier kein Werturteil über das Progvomm dieser Gruppe selbst gegeben werden, aber es muß gesagt werden, daß ihre Gründung notwendig geworden war, um die Lücke zwischen den Flügelparteien auszufüllen. Dies schließt keineswegs die Möglich'- keil für eine weitere Fraktionsbildung aus. Im Gegenteil, dft Enrwicklung drängt numehr notwendig zur Bildung einer Partei, die ich, um chren Zweck vorweg zu nehmen, vorläufig als Regierungspartei bezeichnen möchte, oder als Opportunitätspartei, die geneigt ist, die Politik der verflosienen Exekutive zu unterstützen. Bei dieser treuen FraktionsbÄdung muß aber von vornherein: das Mißverständnis ausgeschaltet werden, als ob sie die Stellung der in ihr verbundenen Zionisten in religiöser oder sozialer Beziehung irgendwie berührte. Der Unterschied von den oben erwähnten Fraktionen der Misrachi und Hitachduch besteht darin, daß diese die Fragen des Aufbaues Palästinas in erster Linie durch chre religiöse oder sozialistische Parteistellung bestimmen lassen, während die Fraktionen, von denen jetzt die Rede ist, die Schaffung der politischen, nationalen und wirtschaftlichen Bedingungen hiefür in den Vordergrund rücken. Es handelt sich also keineswegs um bürgerliche Parteien, im Gegensatz zu den Sozialisten, oder um Anhänger einer freien religiösen Auffassung im Gegensatz zu den Misrachi. Dieses drückt die Konferenzgemeinschaft durch ihre Kenn- Zeichnung „radikale" Zionisten aus, was vielleicht insoftrn irreführend ist, als sie damit lediglich zum Ausdruck bringen will, daß sie bei ihren Bestrebungen ausschließlich von den im Zionismus ruhenden Grundlagen ausgehen will. Um es kurz zu sagen, ist das, was unserem Parlamentarismus fehlt, das Vorhandensein rein zionistischer Gruppen oder Fraktionen. Die programmatischen Gegensätze dieser Fraktionen werden sich allmählich bei der Propaganda, die nun einsetzen muß, hevauSschälen. Der Wahlkampf um den Schekelzahler wird jeden einzelnen Zionisten zwingen, Stellung zu nehmen. .Hiedurch allein ist eine Gesundung unserer Organisation und des Kongveffes möglich. Bratcudust alr Reklame. Ein amerikanischer Ingenieur hat eine Einrichtung fo» struiert, die dazu dienen soll, Gerüche als Reklame, und zwar zunächst als RÄlame fitx Gastwirtschaften auSzunützen. Ter Bratenduft wird auf einem Grill erzeugt oder in einer Einrichtung, in der man Hühner, Koteletts ufw. am Spieße brät. Der Spieß wird automatisch durch einen Elektromotor und einen Kettenantrieb gedreht. Ueber dem Grill oder dem Bratspieß ist eine große gewölbte Haube aus Blech angeordnet, die die Düste aufnimmt. Die Haube geht « ein Rohr über, in dem sich die Flügel eines ElektroventilatorZ drehen. Sie saugen den Duft an und befördern ihn durch die Mündung des Rohres dorthin, wo für den Braten ReKame gemacht oder Absatz gesucht werden soll. So strömen sie entweder auf die Straße oder, wie gleichfalls vorgeschlagen wird, in den Speifefaal. Hier davs aber, worauf besonderer Wert zu legen ist, nicht etwa ein Durcheinander von Gerüchen herrschen. Dabei könnte den Gästen der Appetit vergehen. Es soll vielmehr jeden Tag nur ein einziger Geruch, der des Hauptgerichtes, verbreitet werden. Eine weitere Ausführungsart dieses Verfahrens besteht darin, daß man am Eingänge des Restaurants eine Anzahl von Trichtern ausstellt, aus deren jedem ein anderer Geruch entströmt. Hier der Dust von Brathuhn, dort der von gebratener Leber, dann kommen der Karpfen, das Sauerkraut ufw. — den Möglichkeiten find keim Grenzen gesetzt. Der Gast schreitet auf seinem Wege in den Speisesaal an diesen Düften vorbei, schnüffelt in die Trichtere und kann sich dam gleich das wählen, was feinen Appetit am meistenen reizt. Der Erfinder verspricht sich viel von stimm Apparat «ritt seiner physiologisch-gastronomischen Wirkung. Der Gödarcke triy Geruchsreklame ist aber entschieden noch weiteren Ausbaues fähig. Man denke an Parfümeriegeschäft-, die dich Weise die Wchlgerüche Vorder- und Hinterindiens ans die Vorübergehenden ausströmen lassen. Gewinnt die Idee, dH Duft als Reklame zu benützen, erst einmal weitere BechwituM so wird es ja ei« vergnügen eigener M fe W