Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2512 (19.2.1926)
- Date
- 1926-02-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Weit» S tftfeit, gttitofe _Wiener Mokaenzettitnzwölf Sahn schweren Ketten. Sa» Urteil liege« de« Mörder Seidel. Die Verhandlung wurde gestern vom Vorsitzenden Heirat Sch au pp erst gc^n 10 Uhr eröffnet. Die den Geschworndn vorgelegten Schuldfragm lauten: 1. Hauptfrage auf Mord, Eventualfrage auf Totschlag. 2. Hauptfrage auf versuchte schwere körperliche Beschädigung des Revierinspektors Reinöl. 3. .Hauptfrage auf Hausfriedensbruch. Hierauf hielt Staatsanwalt Dr. S ch w a r tz sein Plaidoycr. Er führte aus: Das verflossene Jahr lvar das Jahr der politischen Demonstrationen. Am 1. August wurden Hetzreden am PraterMl gchalterr, und harmlose Passanten, ja sogar Wachleun, wurden attackiert und mißhandelt. Diese Vorfälle bilden sicherlich kein Ruhmesblatt in der Geschichte Wiens. Wenn jemand aus politischen Gründcu sich irgend eine strafbare Handlung zu Schulden konrmen läßt, das kann man noch verstehen und im Berstchen ist bereits ein gewisses Verzeihen mit inbegriffen. Aber da wahre ich mich entschiedenst gegen die Annahme, daß dieser Bursche vus politischen Gründen gehandelt hat. Wenn er aber keine politischen Grunde hatte, warum hat er Mohapel eigentlich hingeschlachtet? Ein bcsonöcrs mildernder Umstand sind die traurigen Verhältnisse, unter denen Seidel ausgewachsen, das schlechte Beispiel, das ihm zu Hause gegeben wurde. Die Lcumundnow hat nicht zu schwarz gemalt: Er ist e i n verlorener Mens ch. Und ich kann nicht umhin, den Gegensatz zwischen chm und seinen: Opfer hier festzuhalten. Es war kvin Totschlag, sondern ein Mord. Seidel mußte wissen, daß er mit dem neu angeschafften, scharf geschliffenen Vexiermesscr seinem Opfer nur eine tödliche Verletzung bribringen konnte. Ter Staatsanwalt schließt: Den Eltern können wir den Schn nicht mehr ersetzen: Durch Ihren Dchuidfpruch wecken Sie aber wenigstens diese scheußliche Tat sühnen und Ihre Mitmenschen für längere Zeit von einem jo gefährlichen Menschen befreien. Das ist mein Wunsch und das ist der Wunsch der Bevölkerung. (Bravorufe im Auditoriirm.) Verteidiger Dr. Robert Klein spricht sein Bebauern dar- , über aus, daß ein braver Schn achtbarer Eltern durch diese Tal ums Leben kommen muß«. Es sei sicherlich für alle eine Genugtuung, daß nicht unmittelbar politischer Haß dem armen Mohapel das Leben gekostet habe. Und das fei der einzig richtige Grundsatz einer objektiven Verhandlungsleitung gewesen, die Politik von diesem Falle fern zu halten. Aber dennoch spielen die Auswüchse der Politik und ihre geheimnisvollen Wirkungen auf die Bevölkerung bei dieser Tat eine Rolle. Das Unglück wäre nicht geschehen, wenn nicht vorher, M o n a r e hindurch i n den S t r a ß o n Wiens gehetzt worben wäre. Politische Gewalttätigkeit war auf dem Wiener Boden immer ein fremdes Gewächs. Mohapel sei das Opfer einer unseligen Radaupolitik. die damals die Wiener Straßen beherrscht har. Ter Verteidiger fetzt nun juristisch auseinander, ivarum seiner Auffassung nach hier weder Mord noch Totschlag vorliegt, sondern lediglich das Verbrechen nach 8 113 St.-G., das ist Tötung bei einer Schlägerei, an der mehrere Personen beteiligt waren, ohne daß der Täter eruiert werden konnte. Dkse Auffassung fipdr auch eine Stühe in dein gerichtsme?«nischen Gutachten, welches ausdrücklich besag:, daß nach der An und Beschaffenheit der Wenden ein bestimmtes Messer nicht mit Sicherheit festgesteNt werden könne, daß also verschiedene Messer und verschiedene Täter in Frage kommen, von denen einer dem Mohapel die tödlichen Stiche zugefügt hat. Welcher, könne eben nicht mit Sicherheit bchcr::p:et werden. Es bestcht keine Gewißheit, daß die tödliche Stichverletzung vom Angeklagten zugesügi wurde. Hierauf hielt der Vorsitzende ein halbstündiges Resume über die Ergebnisse des Belveisversahrens, dann zogen sich die Geschwornen gegen 1 Uhr zur Beratung zurück, die eine halbe Stunde in Anspruch nahm. Die Geschworueu bcfahten mit acht gegen vier Stimmen die Hauptfrage aus Mord, sowie die zweite und dritte Hauptfrage. Tie Evcntualsrage auf Totschlag entfiel. Auf Grund dieses Wahrspruches verurteilte der Gerichtshof den Angeklagte. Franz Seidel zu zwölf Jahren schweren Kerkers, verschärf: mit Fasten und mit Dunkelhaft an jedsm Jahrestag der Tat. Tie Untersuchungshaft wird dem Verurteilten in die Strafzeit eingerechnet. Bei der Strafbemessung wurde als mildernd das Geständnis, die vernachlässigte Erziehung, die geistige Miuderwertigkcit aiigcnomwen, weiters der Umstand, daß er zur Zeit der Tat angeheitert war und sich in aufgeregtem Zustande befunden habe. Als erschwerend wurden die Vorstrafen Seidels angenommen. Der Angeklagte nahm das Urteil ruhig auf und erklärteauf die Frage, ob er ein Rechtsmittel anwenden wecke: „Ich nlclde die Berufung an." der Keren Kajemeth im Rnaer. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Die Einnahmen des Keren Kajemetih im Jänner sind um 25 Prozent höher als im gleichen Monar des Vorjahres und um mehr als 100 Prozent gegen das vorletzte Jahr gestiegen. Die genauen Zahlen sind: Jänner 1924: 10.024 Pfund, Jänner 1925: 17.281 Pfund, Jänner 1927: 21.774 Pfund. Mne Schenkung ems Uirgckrn. Aus I e r u s a l e m wird uns geschrieben: Eine jüdische' Dame in Ungarn hat beschlossen, ihr Haus zu verkaufen und 50 Prozent des Erlöses dem Keren Kajemeth l'Jsrael zu stiften. Wien, 19. Februar. . * Das Wetter. Gestern hielt tagsüber der milde Wettcrtharakter an, abends setzte Regen ein. .Die Voraussage läutet: Trüb, Niederschläge, im Gebirge Schnee. * Namensgleichheit. Tie Firma Jäc. Mayer, Wien, 2. Bez., Glockengasst 24, ersucht uns. festzrfftellen, daß sie unt der Fjrmä I. Mayer, Kleiderhändler in Wien, von der jüngst in Wiener Blättern gemeldet wurde, daß sie sich in Zahlungsschwierigkeiten befindet, nicht identisch ist. , * Rehabilitierung des Schuhhändlers Benno Schächter. Wie somerreit berichtet. ist aus Grund von Anzeigen argen sen. Schuhwärenyändler Benno Schächter wegen Verdachtes des Betruges und der betrügerischen Krida mit einer damals geschätzten Schadenssumme von;irfa 30 Milliarden Kronen im vergangenen Spanner eine polizeiliche Verfolgung eingelvitet worden. In der Zwischenzeit hat sich Herr Schächter, der sich nur zur Ocknung seiner finanziellen Angelegenheiten in das Ausland begeben hattedyn Wiener Landesgerichte zur Verfügung gestellt. Der Unter-. suchungsrichter des Landesgerichtes ha: nun vor einigen Tagen das Verfahren gegen Herrn Benno Schächter mangels eines strafbaren Tatbestandes eingestellt. , * Hausdiebe bei Zwieback. Bei der Firma Zwieback wurden schon seit geraumer Zeit Abgänge von Waren, meist Stoffen, wahrgenommen, und es war klar, daß diese Diebstähle nicht von Laden-, sondern von Hausdieben verübt wockirr seien. Schließlich wurde in der letzten Zeit festgestellt, daß der 16jährige Ptattikant Walter H. uns der noch nicht 18jichvige Handelsangestellte Fritz K. seit etwa fünfviertel Jahren die Diebstähle ausgesührt - haben. Kleider, di« aus den von H. gestohlenen Stoffen angofertigt wgren -und etwa 60 bis 70 Meter Stoff tvucken zustande gebracht. H. hat den Lebemann gespielt und das wenige, was ihm aus dem Erlös blieb, meist in Kaffeehäusern verspielt. Die beiden Jungen wurden dem Jugendgerichte, eine große Anzahl Personen der Staatsanwaltschaft angezeigt. * Die Rasenstreifen auf de« Ringstraße wecke» instand gefetzt. Ter GemeinderalSausschuß für technische Angelegenheiten hat beschlossen, die Rasenstreisen der Ringstraße zwischen Schottenr>: n g und Aspernbrücke wieder instand setzen zu lassen. Die Kosten werden mit rund 9000 Schilling veranschlagt. Es wäre im Interesse der Verschönerung des Stadtbildes zu wünschen, daß diese Anlagen vom Publikum nicht beschädigt wecken. * Ei« Lehrstuhl kür semitische Philologie ou der Universität Florenz. Laut Beschluß des italienischen UnterrichtsminffteriumS wurde an der Unlversität Florenz ein Lehrstuhl für femitllche Philologie geschaffen, Professor Furlani, eine der bedeutendsten italienischen Autoritäten auf dem Gebiete der semitischen Sprachforschung. Wuchs zur Leitung dieses KchrtzuM tzrWe^. Kunst, Bühne, Buch. „Der sprechende Affe." Lustspieltheater. Also zwei Affen, von denen einer spricht, ein torkelndes Kamel, ein Reitpferd und mre intelligente Gans geben sozusagen die tierischen Hauptunö Nebenrollen in diesem Stück von Rene Fäuchois, das — halb Kinokomödie, halb tieffte menschliche TraMe — nur im heiteren Teil den gewöhnlichen glücklichen Ausgang nimmt, während wir uns im tragischen mit einer angedeuteten Ahnung einer unzureichenden Lösung begnügen müssen. Denn, wie gesagt, nur ein Affe spricht, was der Konkurrenz, die nur einen nichtsprechenden Affen zur Verfügung hat, ein Dorn im Aug' ist, und, geschürt von verschmähter Liebe, zu einem listigen Raubeinbruch führt, der aber schließlich durch die Bauchrednerkunst des Wärters noch zum Guten gewendet wwden kann. Neben dieser mehr geschäftlichen Aktion gibt es aber noch eine private Herzensangelegenheit: der spa.chende Affe ist näntlich gar kein Affe, sondern ein unglücklicher Zwerg, ein Krüppel, aber doch ein Mensch, dem es die junge, naive, unschuldige Zirkusakrobatin angetan hat. Die Liebessehnsucht des „Affen" scheitert aber an der Liebe des Herrn, der b.'i Miß Dora viel mehr Glück hat. Sie liebt ihn so innig, so herzlich und kiicklich, daß es ihr sogar gelingt, diese Liebe zum Mittelpunkt des originellen Stückes zu machen. Schade nur, daß der Schluß des interi.ssantererr Teiles nicht ganz befriedigen kann. Ein Krüppel bescheidet sich in solchen Fällen nicht so leicht . . . Die Darstellung war unter der Regie Jarnos nicht ganz gleichmäßig. Von den zwei Hauptrollen war die der kleinett Miß Dora mit Lucy Englisch glänzend besetzt. Ich möchte sagen, sie schlug einen tveicheren, rundlicheren. Koeppke-Ton an. Weniger modern, aber weiblicher. Der Ton nicht verschleiert aus der Tr.'se gerungen, aber die Gebärde der Jnstinktsicherheir auch der Fingerspitzen. Ihr schamhaftes Nicht-zu-Ende-Sprechet» und Weinett beseligen- und selten; auf der, Bühne und im Leben. Die Asfeu und den Menschen, der in einen: stak, mimte Viktor Franz. Viel . Talent bringt er mit; das grandiose Formal zu dieser sehr schwierigen animalisch-elementaren Rolle fehlt ihm. Oder stört da die Erinnerung an Pallenberg oder Wegener? Es will mir scheinen, daß diese beiden, jeder auf seine Art, außer dem Handwerklichen, das auch Herr Franz vollkommen bcherrscht, noch ein Weiteres gestaltet hätten, das man hier nur hinzudenken und wünschen kann.. Aus dem übrigen Ensemble sind besonders Hans Kammauf als verblödeter, degenerierter Vicomte, Kamillo Triemb a chr als der affenbesitzende Kavalier, Tony G i r a r d i als der energische Konkurrent und Klara L a k n r r als übermondäne, reiche Amerikanerin hervorzuheben. Die übrigen Zirkusleute — Barieteniv'au. Hoffentlich mit Absicht. Leopold Thal er 19. Februar 1926_«-.SM «odowrkh über die Mische M«jkhochfch»tt i« gerusalem. Leopold Godowsky gab in der letzten Woche Ar Acht gusteosaal zu Rom zwei Korrzerte. Bor seiner Abreise aus Rom $u einer längeren Tournee Wer. Spanien sprach der berühmte! Künstler mit dem I. T. A.-Bertreter über die Eindrücke seiner letzten Palästinareise und sagte, er wolle vonmm an einen große»! Teil seiner Kräfte der Schaffung eines repräsentativen jüdischen musikalischen Instituts in Palästina widmen. „Wir müssen," sagte Godowsky, ,j)en Völkern zeigen, daß der Jude aus dom Gebiete der Musik Schöpferisches und Unvergängliches geleistet hat und noch leistet. Nicht nur Musrkschöpfer, sondern auch geniale Musikinterpreten, wie Kreisler, Huberman, Ehejfez und Jsaie (dessen Großvater noch Jndc war) hat das Judentum hervorgebracht. Von den berühmten Dirigenten schon nicht zu reden. Die zukünftige jüdische Musikhochschule muß einen Teil dar hebräischen Universität zu Jerusalem bilden. Ich habe darüber schon mit Prof. Magnes unld anderen jüdischen. Persönlichkeiten in Palästina und Amerika gesprochen Die jüdische Musikhochschule soll aber allen Nationen und Religionen frei zugänglich sein. Bei der GründrmgsversEmlung der Gesellschaft des Jewich Memorial Consewatory habe ich vorgeschlagen, daß die große:! jüdischen Künstler in aller Welt verpflichtet wecken sollen, eine Zeitlang unentgeltlich an der Hoch-, schule zu lehren. Ich habe schon eine diesbHüKiche Verpflichtung übernommen und zweifle nicht, daß mir andere folgen wecken."' Prof. Godowsky war bekanntlich längere Zeit Professor am staatlichen Konservatorium zu Wien. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, V*8 Uhr abettds, »Lady W i n d e r m e e r 8 F ä ch e r". A t a d e m t e t ö c o i e t. Morgen, l/tS Uhr abends, zum erstenmal .Onkel Toni". Operntheater. Morgen. V-8 Uhr abends, „Cavalleria r u s t i c a n a", „D e r B a j a z z o". Volksover. Heute gelangt Heinz OrtnerS Trauurspiel „Das Märchen" mit Frau Hilde Wagener tBurgtheater) und den Herren Jakob Feldhammer und HanS Rodenberg (Teut'ches Volkstheater) in den Hauptrollen zur Uraufführung. Morgen erstes Auftreten der Koloratursängerin Lydia L i v k o w s k a in „L a T r a v i a t a". Ratmund-Theater. Morgen. */»4 Uhr nachmittags, zum erstenmal „A schenbrödel". Das Stück wird Sonntag nachmittags wiederholt. Thealertn derJosefstadt. Montag, neu eiltstudier:, Jacques Nathanfons Lustspiel „Ihr k l e i n 11 Freun d" (deutsch von Berta Zuckerkand!). Im Carl-Tbeater finden Montag und Dienstag Ensemblegastspiele des slowakischen NntionaltheaterS aus Preßburg unter Leitung des Direktors Oskar Nedbal statt. Zur Aufführung gelangt Franz Langer? neuestes Werk „Peripherie" sowie das dreiaktige Lustspiel „Der R a st e l b i n d e r von Palarik. Ronacher-Op erettenth eater. Sonntag nachmittags findet ein Eniemblegastspiel des Deut'chen Volkstheaters n „S e ch s P e r s o n e n i u ch e n einen Slutot" statt. Sonntag abends zum letzten Male „Das Spiel unr bie Lieb e". Ab Montag wird allabendlich „M a d a m e P o mp a d o u r gegeben. Roland- Bühne. Sonntag bei: 28. d.,- nachmittags 3 Uhr. findet eine Akademie zu wohltätigem Zweck statt.. Zur Aufführung gelangt der Emakler „L e k a r Prem i e r von Viklor Lson mir Eugen Jensen und Alice Lach. Anschließend bunter Teil. Mitwirkender Hans Moser, Sigi iHojer, Bogia Horska. Bela Laszki und andere. Modernes T d e a t e r. Die Erstaufführung von Felix Langers Komödie „Banknoten" wurde auf die nächste Woche verschoben. Bela Balasz' Drama „Tödliche Jugend" wurde zur Aufführung angenpmme». . Betty Fischer und Fritz Werner lvecken Samstaa den 20. d. von 1 bis 5 Uhr nachmittags in der im Warenhaus Gerngroß stattfindenden Theaterausstellung, die Gäste cinpsangen und Autogramme ausfertigen. ... Der Verein für neue Musik (Jnternationalie Gesellschaft für neue Musik, Sektion Oesterreich) veranstaltet Dienstag, den 23. d. um halb 8 Uhr.abends im kleinen Musikvereinssaal seinen viertle n Kamme rmusikaben d. Zur - AuMMng gelange« Werke von Alexander Zemlinsky, Ernst Bachrich und Heinrich Kaminski (Uraufführung). Ausführende: Das Sodlak-WiMer- Qnartett, Prof. Viktor Polatschek und Prof. Karl Stiegler. „Gruppe 1925." Eine Anzahl deutscher Schriftsteller hat sich unter diesem Namen zu einer Schriftstellergemeinschaft zusammengeschlossen, der u. a. Doblin, Ehrenstein, Hasenclever, Klabund, Toller und Wolfenstem angehören. In der Ankündigung heißt es: Die „Gruppe" sammelt um sich Schriftsteller von Belqng. die mrt der geistesrevolutionären Bewegung unserer Zeit verbunden sind, dies in ihrer Haltung zu Staat und Gesellschaft bekunden und dokumentieren in Arbeiten auf künstlerischem,'effaylsckem, kritischem, allgemein-wissenschaktlichem Gebiet. Die „Gruppe" WA nach innen diese Schriftsteller aus ihrer Isolierung heben und durch den kameradschaftlichen Zusammenschluß fördern'.und stärken. Die „Gruppe" bezweckt nach außen das endliche Hervonreien einer Repräsentanz dieser tnodernen geistesradikalen Bewegung. D:e „Gruppe" erweist ihr Leben in regelmäßigen Zusammenkünften und in der Stellungnahme zu Dingen, dre ihr Wichts erscheinen. Vereine, Vorträge und BrrsaAmlungen. Z i o n i st i s ch e B e z i r k s so k tl o n .L.e o p o k d« st a d t. Heute. 8 Uhr abends, im Seltionshetm. 2. Bez., ZutuSgasie 33. Vortrag Rabbiner Df. Hu» Hermann über: „More nebuchim". RadioProgrMnw. Heute Freitag den 19. Februar. 16 Uhr 18 Min.: NachmittaLsionzrrt Die Ouvertüre von Mozart. — 18 Uhr: Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. Oberbaurat Erwin Deinlei». — 18 Uhr 10 Min. r Oesterreichs große Physiker. Rektor Professor Heinrich Mache. — l9 Uhr 10 Mtn.r Französisch. Infolge der Uebertragilng muß der englische Sprachkurs entfallen. — 19 Uhr 4b Mtn.r Übertragung aus hem großen Konzerthaussaal. Oichesterton-icrt des Wiener SymphockeyrchesterS. ~ Nach Schluß des Abendprogramms Auslandsübertragung bei günstigen EmvfangSverhältntssen. .„Wiener Morgenzeitung" I