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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-19 · Heft 2512 (19.2.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2512 (19.2.1926)
Date
1926-02-19
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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9h. 9519 Mm, Freitag Wiener MarstenMun« Gerichtssaal. «an der Wehrmacht. Vor dem StrafbezirkSgericht hatte sich gestern der Gefreite de» Infanterieregiments Nr. 4, Franz Grohmann, wegen Uebertretung der Pflichtverletzung im Dienste za verantworten. Am 19. Mai hatte der Oberst Rudolf Fellner, welcher Verwalter der militärischen Schießstätte ist, gegen den Beschuldigten eine Anzeige erstattet. Demnach soll Franz Grohmann, der Wachkommandant über fünf Mannschaftspersonen war, in der Nähe der Schießstätte, Ecke Wagramerstraße, mit zwei Frauenspersonen sich mrtechalten haben. Der Oberst stellte ihn zur Rede und befahl ihm, sich auf seinen Dienstposten zu begeben. Beim Eingang in di« Schießstätte halbe entgegen der Vorschrift hie Lampe nicht gebrannt und die TingangStür sei auch nicht versperrt gewesen. Die dem Grohmann unterstellten Mannschaftspersonen schliefe», statt auf Wache zu stehen, in ihrem Dienstzimmer. Auf Grund dieser Anzeige wurde gegen Grohmann daS Verfahren m Hinsicht auf ein Vergehen beim Landesgericht anhängig gemacht, welches aber später dem Bezirksgericht zur Behandlung ÄS Uebertretung abgetreten wurde. Der Beschuldigte stellte, ebenso wie er dies in der Dis-' ziplinaruntersuchung getan hatte, jedes schulvbare Verhalten in Abrede. Die Anzeige des Obersten könne nicht auf Richtigkeit beruhen, da er jur kritischen Zeit schwer betrunken war. Er habe den Oberst bei der Düre angetroffen und ihn, da er sehr stark nach Alkohol gerochen hattet gefragt, was denn vorgefallen sei, woraus der Oberst ihm zugerufen habe: „Sie mit Ihren roten Wurschteln, was glaubt's Ihr Horde eigentlich? Das kann einem nur in der roten Saurepublik passieren!" Als er dann den Oberst, den ein Wachtposten bei der Hand genommen hatte, um ihn auf den Schießplatz zu führen, aufforderte, die Posten zu visitieren, habe der Oberst gesagt: „Lassen Sie mich mit Ihren roten Burschen in Ruhe, wenn man euch belangen will, kommt das ganze rote Parlament und hilft euch." Der als Zeuge vernommene Oberst Fellner bestätigte den Inhalt seiner Anzeige und bestritt entschieden, betrunken gewesen Zu sein. Sein unsicherer Gang sei auf ein RückemnarkAeiden, das er sich im Kriege zugezogen hatte, Mvückzufühven. Er bestritt auch die Aeußerungen gegen die Republik und. gab nur zu, gesagt zu haben, daß eS offenbar in der Psyche der Roten liege, immer nur Rechte zu verlangen, aber die Pflichten nicht zu erfüllen. Der als Zeuge vernommene Infanterist Otto Perschlinghofer bestätigte die Aussagen des Beschuldigten und erklärte, daß der Oberst sehr stark angeheitert war. Ebenso sagten die anderen vier Infanteristen aus. Nach durchgeführtsm Beweisverfahren sprach der Richter den Angeklagten Grohmann mit der Begründung frei,, daß der einzig belastenden Aussage des Anzeigers vier entlastende glaubwürdige Aussagen gegenübevstehen. Rowosad Meiftt traf dem Steknhos. Neuerlich als geisteskrank erklärt. Der Hakenkreugler Rudolf Nowosad, der, wie eriniOclich, stimm Kameraden Karger in einem Walde bei Reulengjbach mit einem Beilpickel den Schädel zertrümmert hat, dann von den GerichtSpshchiatern Professor Dr. Hoevel und Dr. Schnopf- Hagem geisteskrank erklärt wurde, und sich seither auf dem Steinhof befindet, hat im Dezember vorigen Jahres ein Gesuch um Aufhebung der Entmündigung eingchracht. Daraufhin ist er von einer GerichtSkommission, bestchend aus dom OberlandeSgerichtsrat Dr. Schirl des Bezirksgerichtes Hietzing, den Professoren Bischofs und Dimitz, neuerlich untersucht worden. Wie verlautet, ist dieser Tage auf Grund des erstatteten Gutachtens der Antrag auf Aufhebung der Entmündigung ab gewiesen worden, da auch die neue ärztliche Untersuchung festgestellt hat, daß Novosad dauernd an jugendlichem Jrrs i n n, verbunden mit Wahnvorstellungen, leidet. Der Mörder bleibt demnach weiter im Verbrecherpavillon auf dem Steirchof. Freiherr von LStzow al« Erzieher. Der Sadist als Schulleiter. . Montag den 23. d. beginnt beim Amtsgericht Berilin-Lichterfelde ein großer Prozeß,, dessen Vorgeschichte die größte Sensation erregt hat. Die Anklagebehörde legt dom Schulleiter Dr. Phil. Kurt Luder Freiherr v. Lützow aus Zoflen zur Last, daß;r an 75 seiner Zöglings unzüchtige Handlungen vovgenommen har. Sechzig der ihm anvertrauten Kinder .seien . unter 14 Jahren gewesen, wobei er seine Verschlungen durch körperliche Mißhandlungen mL Werk gesehi habe. Ein Untersuchungsrichter oernahm sämtliche Zög'mge ^es Erziehungsheims und oerscha"te ück» d:e Listen der vielen Hunderte ehemaliger Zöglinge oeL Freiherru und bereiste ga n z Deutschland, um die ehemaligen S hüler zu verhören. Die Feststellungen deckten sich mit früheren Wah.nebmun.aen, die bereit» gemacht wurden. Es stellte sich heran», daß im Zossener Erziehungsheim fast kein einziger Junge war, der nicht irgend einmal geprügelt worden wäre. Es gab solche, o:e t c Exekution br» zu zwanzigmal ubrr.sich haben ergehen lasten müssen. Die Züchtigungen fanden aus den geriuMn Anlässen statt: war die Mißhandlung vorüber, so zeigte sich Freiherr v. Lützow schr zärtlich zp den Knaben. C» folgte eine Pause, Tröstungen, Liebkosungen und wieder Schläge. Die Staatsanwaltschaft hat allein 168 Zeugen »anchaft gemacht. Bon der Verteidigung wurden 200 Zeugen beantragt. DaS Gericht wird unter nicht weniger al» 560 Zeugen seine Auswahl zu treffen haben. Er läßt sich daher gar nicht abschen, wie lange der Prozeß dauern kann. Ueber den Geisteszustand des Angeklagten wird u. a. auch SanMSrat Dr. Magnus Hirsch seid vernommen »verden. Der Angeklagte leugnet entschieden und fuhrt )ie Anschuldigungen aus Intrigen zurück. Er habe niemals da» 'sii'chugnngSrecht überschritten. ' Volkswirt. Neue Steuererleichterungen ln Sefterrelch. Herabsetzung der Wechselstempel- und der Aktienemissionsgebühre«. Zollfreiheit für Maschine». In der gestrigen Sitzung des Nationalrates kündigte Finanzminister K o l l m a n n an, daß zum Zwecke der Förderung de» Exports sämtliche Steu.rvorbelastungen auf die Exporterzeugnisse, welche bisher mit bis zu 40 Prozent ermäßigt waren, nunmehr auf 100 Prozent ermäßigt werden würden. Dadurch soll die österreichische Ware im Ausland konkurrenzfähiger worden. .Außerdem nimmt die Regierung wesentliche Erleichterungen auf dem Gebiet der Stempel- und Rechtsgsbühren in Aussicht. Die Aktienemissionsgebühr soll von 7 Prozent auf 4 Prozent und die Wechselstempelgebühr auf die Hälfte ermäßigt werden. Für Investitionen produktiver Art sind Steuererleichterungen in den nächsten zwei Jahren vorgesehen. Für Maschinen, die nicht im eigenen Lande erzeugt werden, soll volle Zollfreiheit gewährt werden. Für die Entwicklung des Geldmarktes verdient die ange« kündigte Ermäßigung der Wechsclftempelgebiihr auf die Hälft« erhöhte Bedeutung. Dadurch soll der bargeldlose Berkehr stärker gehoben und die Anwendung des kurzfristigen Kommerzwechsels gefördert werden. Eine Maßnahme, die zur Mobilisierung deS Wirtschaftskapitals wesentlich hrirragen dürste. ES fehlt aber vorläufig das dem ausgedchnten Wechsolverkchr zugrunde liegende Kreditvertrauen. Vorläufig ist wobl für die ersten Hände das Geld ungemein flüssig Erstklassige Wechsel werden aus dem Geldmarkt mit 7,6 Prozent, alio einem halben Prozent unter der Bankrate, begeben Das Geschäft ist aher p'ring. weil der Geldmarkt nicht in Anspruch genommen wird. Hingegen sind die Angehörigen der Industrie uni) des Handels, die nicht mit dem ersten Kreditquell in direkten Verkehr stehelr, von den Wohltaten des billigen Geldmarktes völlig ausgeschlossen. Sie verschaffen sich nur schwer die für ihre Produkten notwendigen Betriebsmittel. Ob die Ermäßigung der Wechselstempelgebühren hier -ine rasche Besserung bringen wird, ist vorläufig Unwahrscheinlich, so lange nicht die Bertranensmentalitä eine andere geworden ist. Die Bedeutung für die Börse. Für. die Börse ist die vorgesehene Erniedrigung der Aktienemissionsgebühr von 7 aus 4 Prozent von größerer Bedeutung. Es soll dadurch der Wirtschaft mehr Betriebskapital zugeführt werden. Die Regierung verfolgt dieses Ziel schon seit einiger Zeit. Bor drei Wochen har üch oer Regierunasverireter in einer Sitzung der Wiener Bövsenkamnrer sehr entschieden für dir Zulassung noch nicht kotierter Werte ausgesprochen. Er fand damals in der Kammer einen gewissen Widerspruch, da befürchtet wurde, daß ein stärkerer Zuzugs von Effekten die damals im Entstehen begriffene Auftvärtsbewegung ersticken könnte Trotzdem siebt die Regierung ein, daß nur' di^ Fördertrng idÄ^EMissionen sowohl der Privat- Wirtschaft' als auch der staailichen/ Fmaul-wlrtschast die nötigen Drittel verschaffen könnte. Wie bei der jetzigen gerückten Börsenstimmung solche Emissionen technisch durchführbar sind, kann schwer gesagi werden. Auch diese Maßnahme dürfte nur als Vorbereitung für eine eventuelle Veränderung der Verhältnisse auf dem Aktienmarkt vorgesehen sein. Prgfident 2r. Sieghart in London. * Neue Pläne landwirtschaftlicher Hypothekarkredite. Präsident Dr. Sieghart wird, wie die „Bank- und Börsenzeitung" erfährt,, nach Abschluß der Pariser Bevhandlungen über die Borkriegsschulden nach London fahren und dort mit verschiedenen Käpitalistengruppen Fühlung nehmen, um sich über die Möglichkeiten der neuen landwirtschaftlichen Hhpothekarkredite zu informieren. Diese Besprechungen sind vorderhand rein informativer Natur, doch kommt ihnen schon mit Rücksicht auf die weitgesteckten Jnvestitionspläue große Bedeutung zu. Zum ersten Male ein umfassendes Bild von Paläßina 300 Bilder nach Original-Aufnahmen Einteilung von SVEN HEDIN Mit ausführlichem beschreibenden Text herauspegeben von GEORG LANDAUER * Das Land uralter Traditionen und immerwährender Sehnsucht Das Land leidenschaftlicher Zukunftsträume ersieht in diesem Werke lebendig vor uns * Der schon ausgestatiete Gansleinenband ist zum Preise von S 56.— zu beziehen durch BacIiDaDdiUflo R. LÖWIT. WIEN, I. Rotenturmttr. 22 19fttfmn 198« Wfc f Hatthmms LekhanSluagra in Polen noA nicht verkett. Sin neuer polnischer Wirtschaftsplan. — Di« 2tf#tttg tzer tt» lienifcheu Tabakanleih«. (Von unserem polnischen M.-S ^Korrespondenten.) Eine vollkommen unrichtige Nachricht ging den letzte? Tagen durch die mitteleuropäische Preste über di« Jntereffenechme der Gruppe Horryman an der oberschlesischen Industrie. Richtig ist, daß dr.? Gruppe Harryman von der polnischen Regierung dr Option erhalten hat, über den Ankauf von 61 Pro« zent der Aktien von Giesches Erben zu verhandeln. Diese Besprechungen dauern jtu Stunde noch an und nehmen einen günstigen Verlauf, sind jedoch noch keineswegs abgeschlcssen worden. Ganz unrichtig ist auch die Nachricht, daß die Gruppe Harryman den* polnischen Staat eine Anleihe von 10 Millionen Dollar gewähren soll. Die polnische Regievung versprach Harryman verschiedene Erleichterungen nach der Perf.ktion.erung des MienkaufeS, verlangte jedoch keine Anleihe und wird keine aufnehmen. Die Ihr Korrespondent erfährt, befasien sich die maßgebenden polnischen Rgrerungs« und Finanzkreise mit der Präzisierung eines großen neuen Wirtschaftsplaner. ES sollen von der Regierung ausländische Sachverständige nach Pollen eingeladen werden, die die Ausgabe haben werden, die Organisation und dm Verfassung deS Finanzministeriums, der Eisenbahnen, der staatlichen Betriebe, der Bank für Landwirtschaft und schließlich der Bank Polski zu prüfen. Die Experten sollen ausschließlich aus Amerika und Englano eingeladen werden. Diesen soll dann eine polnische Fachkommission als Beratungskörper zugeteilt werden. Das endgültige Urteil der Exporten wird sodann von der Regierung als Grundlage be'. der Bearbeivung des neuen Finanz- und Wirtschaftsplanes dienen, welch.r wieder eine Grundlage für zukünftige Verhandlungen über weitere Anleihen dienen soll. Gleichzeitig bereiter auch das FinanMinisterium neue Vorschriften über die Autonomisierung der staatlichen Betriebe vor. Es muß nun festgeftellt werden, daß dieser neue Plan, falls sr zur Gänze zur Durckfühmng gelangen «ollte, berechtigte Aussichten bietet, die zerrütteten Wirtschaftsoerhältmsse Polen» in normale Bahnen zu lenken und in absehbarer Zukunft die Wiederkehr normaler Verhältnisse in Aussicht stelltl Eine halboffizielle RegiorungS.rklävung meldet, daß der Bankers Trust eine Verschiebung per Optionsfrist verlangt Hai und daß infolgedesien die Realisierung der Anleihe neuerlich biS April verschoben wurde. Tatsache ist, daß in Mailand Vertreter des Paukers Trust und der Delegierte Polens, Klarner, mit der Panea Commerciale wegen der Tilgung der aus dem Dabäkrnonopol lastenden italienischen Anleihe verhandeln und eine Einigung erzielt haben. Die polnische Oe^entltchkeit ist jedoch mit der Tatsache nicht zufrieden, daß die jetzt beginnenden Schlußverhandklngen in New-Aork und nicht in Warschau vor sich gehen und so dem Gesichtskreis der Regierung entzogen wurden. . . Das,die Jndpstrislage betrifft,trat in. der Borichtswoche keine ausschlaggebende Äendetüng eür. Der Lohttkönf.llkt im Dombrower Revier wich sicher auf ftiedlichem Wege feine Erledigung finden. Die Maschinenindustrie hat Aussichten, in der Türkei einen großen Absatzmarkt zu gewinnen und führt diesbezügliche Besprechungen. Die elektrotechnische Industrie wich infolge d:s Schutzzolles einen großen Aufschwung nehmen. In der Textilindustrie ist eine leichte Besserung eingetreten, die Werke Krusche und Ender haben ihren Betrieb ausgenommen und 1840 Arbeiter verpflichtet. Seine Reihe österreichischer Fabriken' bewirbt sich um die Bewilligung der Uebersiedlung nach Polen und dürfte "diese auch im Handelsministerium erwirken. Der Magistrat der Stadt Lublin hat mit einem belgischen Unternehmen einen Vertrag für den Bau von Elektrizitätswerken um den Betrag von 5 Millionen Zloty abg:schlossen. Der Zloty erfuhr in der Berichtswoche eine leichte Abschwächung und wurde von den Banken mit 7.46 bis 7.48 Dollar gehandelt, in privaten Umsätzen wurden 7.52 gezchlt,, die Bank Polski meldet einen Kurs von 7.30. Auf den Effektenplätzen war für AnlagÄvcrte größeres Interesse vorhanden. Für die lOprozentige Gold-Eisenbahnanleihe wurden für 100 Nominale 116.76, für die konvertierte Anleihe 34 Zloty gezahlt. Ziemlich behauptet liegen auch andauernd die Wiener Arbitrag.werte, wogegen polnische Papiere ohne nennenswerte Nachfrage verblieben. Die Notierungen stellen sich wie folgt dar: ZieleniewSki 10.20, Chodorow 4.05, Tepeg? 0.23, Chybie 8.35, Gorka 7.60, Galizifche Montan 3, Lemberger Brau 8.50, Bank PolSki 62.50 Zloty. SteverermMgung in Leutschland. Eine zweite Red« de» Reichsfinanzministers. — Gespannte Finanzlage. Berlin, 18. Februar. (Wolfs.) In der heutigen Sitzung de» HaushaltungsauSschusseL des Reichslag.s gab Reichsfinanzminister Dr. Re in hold eine Erklärung über die Finanzlage de» Reiche» ab.-Der Minister betonte zunächst, daß sich die Regierung nich t desw.gen zu Steuersenkungen enychlossen habe, weil etwa eth« günstige Lage vorhanden sei, sondern aus dem Grunde, weA sie überzeugt sei, daß Deutschland in wirtschaftlicher Hinsicht s o i n N 0 i sei, daß zum Programm der Reichsngierung auch S t e u e rsenkungen gchören. Durch diese olllein könne jÄoch die Not nicht behoben weiLen. Wir müssen, erklärte der Finanzminister, alle Kräfte darauf richten, die Krise zu überwinden. E» ist ein unmöglicher. Zustand, daß Tausende von deutschen Arbeitern unbeschäftigt sind, während.die Eisenbahnen außerordentliche neue Anschaffungen nötig haben und diese nur aus Gründen der Finanzierung unterbleibetll Die Regierung muß sich mn dem Reichstag zu einer Notgemeinschaft zusammenschließen, um die Krise zu beenden. Dabei ist aber, zu bedenken, daß durch die U n t e r st ü tz u n g der Erwerbslosen, die 50 Millionen Mark im Monat beträgt, große Anforderungen an die Regierung gestellt werden. Der Miyderertrag wird aus 650 Millionen geschätzt. Ehe wir un», sagte der Minister, zu den Steuersenkungen «ndschlosien haben, haben wir eine genau« Ueberstcht über da» A75^^:+^+/../+^+8+..7+++^

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