Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2510 (17.2.1926)
- Date
- 1926-02-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m. E»_«sw«?_ Geringe Zunahme der ArilntslosenMer. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen in Wien ist in der 4*fl#n Hälfte des Monats Februar um 23 auf 9 9.5 2 0 g estiegen. Zn dieser Ziffer ist die Zahl der im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe stehenden Arbeitslosen nicht inbegriffen, welche um 407 auf 5344 gestiegen ist. Der Stand der Unterstützten ist in Wien um 2 0.4 3 7 größer als im Voriahre. Zn der Umgebung von Wien sind insgesamt 14.911 Arbeitslose im Bezüge der Unterstützung (um 282 mehr als anfangs Februar d. I.) Eine Besserung zeigt sich bet den Blumen- und Federnschmückertnnen sowie bei den Modistinnen, die Strohhutindustrie ist gleichfalls etwas besser beschäftigt, dagegen ist im Bekleidungsgewerbe und in der Textilindustrie die Lage andauernd unbefriedigend. In der mechanischen Industrie und teilwe se in der Galanteriescbuherzeugung zeigt sich eine Befferung der Beschäftigung. Die Zahl der beim ArbeitSnachwe S der Etat Wien im Bezüge der Unterstützung stehenden Hilfsarbeiter ist um 443 auf 22.406 gestiegen. ' Me Hochschule für Welthandel. Die Verhandlungen, welche die d e u 1 s ch n a t i o n a l e; Studentenschaft mit dem Rektor der Handelshochschule, Hofrar ■ Dr. Gruntzel, zur Herbeiführung einer Verständ'gung anbahnte, sind dem Abschlüsse nahe und dürften die Wiederkehr normaler Verhältnisse an der Akademie hevbeiführen. Die deutschnationale Studentenschaft verpflichtet sich, für die Aufrechterhaltung der Ordnung in der Handelshochschule Sorge zu tragen und gleichzeitig die Erklärung zu veröffentlichen, daß sie die Ausschreitungen der d e u t s ch r a d ikalen Stüdentengruppe bedauert und daß Neuwahlen ausgeschrieben werden. Hofrat Gruntzel erklärt sich unter diesen Voraussetzungen bereit, das von ihm erlassene Be rsammlungs verbot auszuheben» mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß n u r a k ade mischen Lehrkräften Vorträge gestattet sind, und außerdem der deutschen Studentenschaft eine Jwtitulstätigkeit zu ermöglichen. Die technische Durchführung dieser Frage wird weiteren Besprechungen Vorbehalten. Ser Fuwelendieb Moranszky. In der Angelegenheit. des Juwelendickes Moranszky wird die Untersuchung noch immer fortgesetzt. Sowohl die Schweizer als auch die tschechoslowakischen Behörden haben sich hi che; wegen Auslieferung Moranszkys gewendet, um ihn wegen der in Zürich, Prag und Brünn verübten Einbrüche zur Verantwortung zu ziehen. Die Beutestücke, die er noch nicht eingeschmolzen und verarbeitet hat, sind schon durchwegs agnosziert. Alle anderen Stücke sind im Auftrag Moranszkys von Wiener Goldarbeiterfirmen hergestellt. Wahrscheinlich hat er dazu das Gold unh die Edelsteine erbeuteter Schmuckstücke verwendet. Zu wiederholten Malen wurde an alle diejenigen, die von Moranszky teils unmittelbar, teils durch Zwischenpersonen seit dem Bestände seines Geschäftes' Juwelen gekauft haben, die Aufsordcrung gerichtet, sich zu melden, wobei betont wurde, daß den Käufern ihr Eigentum durchaus unbestritten echalten bleibt. Es haben sich aber bisher nur zwei Personen gemeldet. FranenwSnsche fnch nicht immer leicht zu befriedigen. Auch dann nicht, wenn sie den Ankauf praktischer Bedarfsgegenstände betroffen. Das Bestreben der Hausfrau, ihren Vorrat an Leib- und Bettlväsche zu ergänzen, wird immer wieder durch die Geldknappheit in der Ausführung gehemmt und der Kauf schweren Herzens verschoben. Es wird daher seitens des konsumierenden Publikums besonders freudig begrüßt, daß das wegen seiner Kulanz und Billigkeit in der Leopoldstadt bestrenommrerte Warenhaus Brüder Dchiffmann, 2. Bezirk, Taborstmße 48, durch seine populäre Veranstaltung der „Weißen Woche" erlesene Qualitätswaren zu beispiellos billigen Preisen auf den Markt bringt. Den Wünschen zahlreicher Knuden entsprechend, welch? bisher ihren Bedarf an Weißwaren nicht decken konnten, haben Brüder Schiffmann den Okkasionsverkauf der „Weißen Woche" prolongiert. In dem Bestreben, ihr: Leistungsfähigkeit neuerlich besonders zu beweisen, hab.n Brüder Schiffmann namhafte Fabriksbestände gegen Kassa außerordentlich billig angekauft und verkaufen dieselben unter Hinzurechnung eines äußerst geringen Nutzens zu Preisen, welche auch dem Aermsten den Kauf ermöglichen. Niemand versäume diese außerordentlich günstige Käufgelegenheit. Besichtigung ohne Kaufzwang jedermann'gestattet. Der fogenmrate „Mische Welthllfrfammettog“. Wir werden um Beröffentl chung der nachstehenden Zutrift ersucht: «Wir erlauben uns zü dem in Ihrem geschätzten Blatte vom 1b d, Seite 3, erschienenen Ar tkel «Offene Anfrage an die Beranftalterdesjüdifchen W eltbtlf SsammeltageS" folgendes zu bemerken r Der Verein M a ch f t k e Hadath zur unenkgelllicken AuSipevung jüvi'cher Notleidender steht in gar keiner wie immer gearteten Verbindung mit dem Komitee des jüdischen Welthitfsfammeltage». Es wurde wohl etnZirkular dte'eS Komitees zugestellt, das jedoch unbeachtet blteb." Ser Mord an dem gnldeNor Bott**., Der Täter in Italien verhaftet. DaS Schwurgericht in T e r »i in Italien hat den 33jähvigen Naunr Cligio Manzinetti, der am 6. November 1919 in Wien den Kommandanten der Sichecheitswachstube in der Salzachstraß«, Inspektor Anron Bauer, durch vier Revolverschüsse getötet hat, zu drei Jahren, fünf Monaten und 20 Tagen Gefängnis verurteilt. An dem kritischen Tage hat seinerzeit eine Bande italienischer Verbrecher den Versuch unternommen, im Magazin der Speditionsfirma Caro u. Jellinsk in der Traisengasse einen Einbruch zu. begehen. Inspektor Bauer war herbeigeeilt und wollte die Täter festmhuM. Kiz flüchteten und einer von ihnen gab aus den Per- _WfE* MatMWeNiMil_ so.'ger a i Ci Schüsse ab, die rhu töteten. Nach Mva.i'en '^lang cs, die aus fünf Lcurcn bestehende Bande fcstziinchmcn. Es wurde festgcstellt, daß der unter dem Namen Feliciano Angeli auftrerendr Italiener die Schüsse abgegeben hat. Er wurde;u n e u n Jahren schweren Kerkers verurteilt. Es gelang ihm aber einige Monate später aus dem Gefängnis zu r n t s p r i n g e >r. Dann kam heraus, daß der Manu eigentlich Manzinetti l-eiße. Jetzt.wurde Manzinetti, der übrigens Ende 1918 einen Feldwebel in der italienischen Armee nicdergestochen hat, in seiner Heimat Terni verhaftet und abgeurtetlt. . Wien, 17. Februar. * Das Weiter. Gestern herrschte klares, mildes Wetter. Die Mittagstemperatur betrug 6 Grad. Abends gab es leichte Niederschlage. Die Voraussage bezeichnet den milden Charakter als andauernd. * Die Vermißten. Seit Freitag den 12. d. ist der 51 jährige Postunterbeanlte Karl M e r l l i k, Mommsengasse 9 wohnhaft, spurlos verschwunden. Er trug sämtliche Dokumente und eine größere Geldsumme bei sich. — Seit Samstag wird aus der elterlichen Wohnung in Floridsdorf, Schielgasse 22, der Gymnasiast Walter Richter vermißt. Der Junge hat sich vom Hause entfernt, weil er ein schlechtes Zeugnis erhalten hatte. Man vermutet, daß er sich ins Salzkammergut oder nach Holland begeben hat. * Feuer in der Wäscherei Sickenberg. Gestern mittags entstand in der Wäschers Sickenberg in Döbling in einem mit Benzin gefüllten Behälter ein Brand. Das Feuer, das von einer Explosion begleitet war, wurde bald gelöscht, doch wurde eilt Teil der Maschinen und andere wertvolle Einrichtunasgegenstände voll-' ständig zerstört Der Schaden wird aus 20.000 bis 30.000 Schilling geschätzt. * Drei Kinder verbrüht. Im Dorf F i s ch a m e n d hatte die Arbeitersftau Schandl einen Kessel heißes Wasser zum Feuer gestellt, um Wäsche zu waschen. Sie verließ gleich darauf das Haus und ließ ihre drei Kinder im Alter von vier Jahren, drei Jahren und sechs Monaten unbeaufsichtigt zurück. Die Kinder warfen beim Spielen den Kessel um und erlitten durch das siedende Wasser Brandtvunden aller drei Grade. Das jüngste Kind starb, die beiden anderen liegen schwer verletzt im Krankenhaus. * Der Fremdenverkehr im Jänner. Im Jänner b. I. hat die Zahl Der Fremden, die in Wien angekommen sind, eine leichte Steigerung erfahren:. 36.662 gegen 36.107 im Dezember v. I. Bon der Gesamtzahl waren 15.355 Oester re ich er, 12 Palästinenser, 1241 Polen. * Erhöhung des Straßenbahnfahrpreises nach Mödling. Dem Beispiel der Bundesbahn folgend, die den Fahrpreis vom Südbahnhof nach M ö d l i n g von 80 auf 90 Groschen erhöht hat, folgt nunmehr auch die städtische Straßenbahn. Der Wiener Stadtsenat hat mstern beschlossen, den Fahrpreis von einem beliebigen Punkt des Wiener Straßenbahnnehes nach Mödling mit 84 Groschen festznsetzen. * Hunde müssen im Prater an der Leine geführt werden. Die Anordnung, wonach Hunde im Prater an der Leine zu führen sind, wird vom Publikum dahin ausgelegt, daß der Leinenzwang nur für die Hauptallee bestehe. Es wird nun amtlich in Erinnerung gebracht, baß nach den Mtenden Pratervorschristen Hunde i n allen Teilen des Praters ait der Leine geführt werden müssen und die Uebertretung dieser Vorschrift polizeilich b e st r a f t wird. * Berichtigung. In 'den Aüfßitz „Die^Woche" von Sonntag den 14. Februar 1926 hab.n sich leider einige sinnstörende Druckfehler eingeschlichen. Im ersten Absatz soll es statt: „Für die Assimilation ist die Welt kein Moloch . . ." richtig heißen: „Für die Assimilation ist die Welt e i n Moloch . . Der Schlußlatz des zweiten Absatzes soll richtig laut.it: ■„. . . massenwirkender Mittel, Symbole und Schöpfungen, auch wenn sie augenblicklich noch nicht aus Lebensnoiwendigkeiten entstanden sind, kann eine erfolgreiche Bewegung kaum c n t r a t e n." * Ein Verband der Chauffeure in Palästina. Am 30. Jänner fand in Tel-Awiw eine Besprechung der palüstmensischen Chauffeure zwecks Gründung oines „Verbandes der Ehanffenre in Palästina" statt, in dem sotvohl die eig>ne Wagen besitzenden wie auch die Angestellten Chau/se.tre organisiert sÄn sollen. Kunst, Bühne, „BKine der Fungen." Eine Uraufführung im Czartorhski-Schlössel. Ideales Stroben, Verantwortungsgefühl, heiße Liebe zur Kunst, Eine Jugend, in welcher diese Kräfte wirken, hat Anspruch auf Hochachtung. Wohlwollendes Gönnertum des Kritikers wäre eine Beleidigung für die Genieinschaft „Bühne der Jungen". Sie setzten sich für das Mysterium „Diebstahl" mit ganzer Kraft ein. Ich halte das Werk Leu; Grabners, eines jungen Arbeiters, das er im Jahre 1918 schrieb, für verunglückt, und ich glaube, daß sich die junge,! Schauspieler beim Gestalten ihrer Rollen Gewalt antaten. (Sie waren unsrer, verstanden den Text nicht, wie ihn der Referent nicht verstand.) Wenn man in diesem alten, strengen, schlichten Saal sitzt, in der Mitte dieses ausgezeichneten Publikums, vor diesem Ensemble neuer Jugend, hat man nicht Lust, Worte zu biegen, seine Meinung mit Höflichkeit zu übertünchen. Ich lehne das Stück ab und die Darstellung, kann nur die vortreffliche Inszenierung sowie die bemerkenswert geglückte Raumgestaltung (I. P. Z o w a k) gelten lassen. Frarrz Theodor C s o r o r, dek Spielleiter, würdigte in seiner Einleitung den neuen Autor. Die literarische Produktion der ersten Nachkriegszeit sei durch „Sucht nach der Idee" gekennzeichnet gewesen, jetzt aber durch eine neue Periode dichterischen Schaffens abgelöst, die ans einem ungeheuren Vitalitätsbodürsnis, ans „Sucht nach Rekord" entstanden ist. Lenz Grabners unmittelbar nach dem Weltkrieg entstandenes Mysterium weise beide Merkmale auf. — Die Darsteller überraschen durch sorgsamste Sprechknltur. Sehr angenehm die Zurückhaltung Justille Fialas, recht begabt scheinen mir Franz Deutsch und Elisabeth Schwarz zu sein. T.r Schauspieler Karl Sk raup nahm sich einer schwierigen Rolle an. O. A. Me Situation im Burgtheater. Die Gefahr eines Streiks der Bühnenkünstler. Wie wir bereits meldete», haben die Vertrauensmänner der Vurgschauspieler der Berwrltuug einen Borichlag unterbreitet, wonach sie sich zu einer G a g e n r' d u k l i o n i m B e: r a g e von T?. TOT*-- " *?!f< 7 ' 4 P i o; c u i i; ■;v :;: :j>- finn-xn, unter der .-.atz G a g e u n d - Spiet g e l •? j u s a m m engezoge n werden. Dadurch hätte sich nach der B.'rcchnnng, der Antragsteller, Heu Pranger, rorlegie, . :u Ersparnis o.m 590 Millionen ergeben. Dir Verwaltung erflehie, auf di.'i'u Varzchlag deshalb pickst eingehen z-.l können, weil sich ra Entfall des oro Aden) ausge« worfcnen Spielgeldes V i e tz u n g s s ch -v i: r: g k e i t e n ergeben könnten. Doch hält: sich über d'eze Frage reden 'aisen, wenn die Forderung der Schauspieler, eine b c st i m m t e Zahl der ausgesprochenen Kündigungen z u r ü ck z u z, e h e n, ecsülli worden wäre und wenn man in der U r l a n b s f r a g e eine Einigung hätte erzielen können. Wie wir mitteilten, sind die Schauspieler damit einverstanden, daß man die ihnen vertragsmäßig zuerkannte Urlaubszeit teilt, mn eine Verlängerung der Spielzeit zu ermöglichen. Die Burgthcaterdirektion wendete aber ein, daß es technisch nicht durchführbar sei. währendderHauptspielzeitdieimSommernicht benützten Urlaube nachzutragen, weil sich empfindliche Lücken im Ensemble ergeben müßten. So kanl es, daß an Stelle der gestern erwarteten Entspann nung nach den Verhandlungen der Betriebsräte Heine, Pranger und Schmidt mit der Burgtheaterverwaltung eine Verschärfung eintrat, wie sie bisher noch nicht zu verzeichnen w ar. Wenn es Sektionschef Dr. P r ü g e r nicht gelingt, einen annehmbaren Vermittlungsvorschlag zn machen, so wird die Vollversammlung der Burgchoaternlitglieder, welche Samstag stattfmdet, voraussichtlich von ihrem gewerkschaftlichen Kampfmittel, dem Streik, Gebrauch machen. Bis Samstag ist — wie wir ans dem Burgtheater erfahren — weder - eine Demission Direktor Herterichs noch des Sektionschefs Prüger zu gewärtigen. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, Jß et t G y n t" (Abonnement VI. Gruppe). Atademielvearer. Morgen. */»8 Uhr abends, ,DieWelt, in derman stchlangwetlt". Overntheater. Morgen, ‘/*8 Uhr abends, »Der Troubadour-. Redoutensaal. Morgen. */»8 Uhr, Ballettsoiree Coupertn — Ravel - Rameau — Johann Strauß. VolkSoper. Morgen „A r. l e e ch i n o" und «G es ch i ch t'e v o m S o l d a t e n". Freitag den 19. d. Uraufführung des TraumipielS ..D a S M ä r ch e n" von Heinz Ormer. D e u t > ch e S B o t t s t h e a t e r. Sonntag, */,4 Uhr nachm'ttags, «Komödie der Worte" mit Arno d Korff. Ratmund-Theater. Samstag Md Sonntag, */,4 Uhr nachmittags, «Aschenbrödel". Johann - Strauß-Theater. Samstag und Sonntag nachmittags „D e r R a st e l b i n d e r". L n st f v i e l t h e a t e r. Heute, */*8 Uhr abends, Premiere der Komödie «Der sprechende Affe" (»Le singe qui parle“) von Rene Fauchois. Modernes Tv eater. Freitag Erstaufführung der Komödie «Banknoten" von Felix Langer. Carl-Theater. Eine gute, alte, melodiöse Operette „Frühling s l u f t" von Ernst R e i t e i c r nach Motiven von Josef Strauß aearbeitc!, ging gestern im Carl-Theater mit starkem Erfolg in Szene. . Die temperamentvolle Mimi V e s e l y fand stürmischen Beifall. Um das Gelingen des Abends mochten sich neben dem Liebling b:8 Publikums Gustav Werner noch die Damen D r e x l e r, Forst, Frey und W i l c z e k sowie die Herren Bartl, Hartl, Rolf, Ralf-Ostsrmann und Stilp sehr verdient. Einer von den Extern gestorben. Das langjährige Mitglied der Exl-Bühne Fritz Friedrich ist gestern im 56. Lebensjahre von schwerem Leiden erlöst worden. Er gchörte der Exl-Bühne seit 1904 an. Fritz Friehrichs Besond.'rheit als Darsteller waren sanfte, milde Pfarrer sowie komische Charakterrollen. Seine heworraaende Leistung als Pater Jakob in Karl Morres gleichnaiuigen Volksstück und als Altlechner in „Di: Kreuzelschreiber" werden wohl allen Besuchern der Exl-Bühne in Erinnerung olerben. Vereine, VortrLge und Versammlungen. Wiener Betb-Hamldrasch,2 Bez., Ferdinand« straße 23. Heute, 6 Uhr, Lektor Dr. S. G e l d h a u s r Liturgie. 7 Uhr, Lektor Dr. S. R « b i n r Die Philosophie der MaimonideS. — Beth Waad k'iwrtm. Heute um 8 Uhr abends im Saale der Rede- und Le'ehalle, Türkenstraße 9, Voitrag des Prof. Jonah Gelernter über üa« Thema: „Hakolant w'bazanua basafruth". — Verein Tikwath I e h u d a. 8. Bez., Bennoplatz 1. Heute, präzile V,9 Uhr abends. Vortrag Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Kultusgemeinde: Unsere Gemeinde und das Aufbauwerk. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, im Cafe Lovrana, 3. Bez.. Löwengasse 36 lSouterrain), Vortrag des Herrn Prof. S. BraSlawsky über «Jüdische Musik". Mitwnkende r Herr Oberkontor G. MarauHes, Herr Dr. Sierfried Seidiger (Oboe). Herr Fritz Jadoda (Klavier). Anschließend gesellige Unterhaltung. Beginn */,9 Uhr abends. * Klub radikaler Zionisten in Oesterreich. Montag den 22. d. um 8 Um avcnos finoet uu Cafs L urrglNis. t>. Bez., Rl'ariahiiierstraße 89 a, eine Ver ammlung statt Tagesordnung: Was woilen dre radikalen Zionisteni! Referentenr Hans K a n d l und Oberbamar Stricker. Zutritt haben alle oraanisier'en Zionii'ten. Gute Faschingskrapfen gelingen vorzüglich, wenn Sie zum Ausbacke i mumho. Dcnuiäen Aoer nuln ,>ur ^ravzen, ronoecn auch alle anderen Mehlsveiiän geraten sicher, wenn das reine, ausgiebige und leicht verdauliche Pflanzenfett Kunerol verwendet wird. Radioprogramm. Heute Mittwoch de» 17. Februar. 16 Uhr 16 Min.: Nach» nntragStonzerl He tsres ^ompomsten-Abc (b. Folge). — 17 llot 50 Alt».: Etwas über den österretchticheu EilenbabnbetriebS- Lienst. Ing. Hans Sedlak. — 18 Uhr 2a Min.: Mimikry und Schutzfärbung. Nniv.-Prof. Dr. Franz Werner. — 19 Uür: Prof. Dr Richard Stöhr. Musikalische Formenlehre. — 30 Uhr: Konrertakademie. Mitwirkend: Kammersängerin Vera Schwarz, Kammersänger Hans Dudan. Grete Löw-Smetana (Violine), Emmy Zopf (Mavter), Prof. Erich Meller (Staat-- oper).