Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2510 (17.2.1926)
- Date
- 1926-02-17
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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■'»If pi«' Jj 11.4* L. I H m., AWM! faul_ «MMMMY Serichtssaal. Sie Meujuftiz. Der Msche VersShmmgStag wird sicht aserkavst. Die Frage, ob ein jüdischer Angeklagter verpflichtet ist, an Ibtem hohen Feiertag, an dem ihm das Schreiben verboten ist, gerichtliche Zustellungen zu übernehmen und zu unterschreiben, würbe in einem EhrenLeleidigungsprozeß vor dem Bezirksgericht Gloggnitz (Semmeringgebiet) angeschnitten, der auch wegen der Rolle, die das erzbischöfliche Ordinariat in dem Prozeß spielt, besonderes Interesse verdient. Der, Sachverhalt ist folgender: Das erzbischöfliche Ordinariat hat iit der Nähe von Gloggnitz ausgedehnten Grundbesitz, aus dem kürzlich Kupfer entdeckt wurde, das einzige dieses wertvollen Minerals in Oesterreich. Den .Bergbaubetrieb auf diesem Grunde führt Ingenieur Emmerich Herzog, der gemeinsam mit dem Wiener Notar Hackmüll er die Schurftechte auf 25 Jahre gepachtet hat. Einem Förster des Ordinariats oblag die Lieferung von Holz für den Grubenbetrieb. Ingenieur Herzog führte nun über diesen Förster einmal Beschwerde, daß er die Lieferungen vernachlässige und beschuldigte ihn dabei, daß er das Hotz verstecke. Das Ordinariat, dem die Beschwerde vorgelegt wurde, übergab nun dem Förster diesen Brief, der, vertreten durch Dr. Grünwald, die Ehrenbeleidigungsklage einbrachte. Die Ladung zur Verhandlung wurde nun dem Ingenieur am jüdischen Versöhnungstage überbracht. Er ist ein orthcdoxer Jude und weigerte sich, am höchsten Feiertage das Religionsverbot zu verletzen und den Rückscheinzuunterschreiben. Im Strafverfahren ist nun eine Hinterlegung der Vorladung bei der Post nicht zulässig, und so fand die Verhandlung in Abwesenheit des Beschuldigten statt. Der Ingenieur kam um die Möglichkeit, seine Interessen wohrzunehmen, einen Wahrheitsbeweis eventuell anzubieten, und er wurde ohne Anwendung irgend eines Milderung s r e ch 1 e s mit Rücksicht ans sein Nichterscheinen zu e •<. n e m Monat strengen Arrests verurteilt. Vergeblich versuchte Rechtsanwalt Dr. Engel st ein dir Aufhebung des Kontumazurteiles zu erwirken. DaS Bezirksaerrcht hat den Einspruch gegen das Urteil verworfen, das Kreisgericht Wiener-Neustadt den Rekurs gegen diesen Beschluß a b g cwiesen. 14 Tage «eben der Leiche der 8nm»deten. Der Prozeß gegen den Marktfahrer Karl Hübscher wegen Ermordung seiner Lebensgefährtin Kawline Horvath wurde gestern beendet. Hübscher wurde zu vier Jahren schweren Kerkers verurteilt. Nach Einvernahme der psychiatrischen Sachverständigen Äer den Geisteszustand des Angeklagten und nach Erstattung des gerichtsärztlichen Gutachtens beschloß der Gerichtshof, alle vom .Verteidiger Dr. T e i r i ch gestellten Anträge abzulehnen, Worauf den Geschworenen die Fragen vorgelegt wurden. Sodann begannen die Dchlußvortrage. Nach' längerer Beratung beantworteten die Geschworenen die Hau-ptfrage auf Mord mit 9 Stimmen Nein und 3 Stimmen Ja, die Eventualfrage auf das Verbrechen des Totschlages mit 11 Stimmen Ja gegen 1 Stimme Nein und die Zusatzfrage auf Sinnesverwirrung zur Zeit der Tat mit 12 Stimmen Ne in. Die Frage auf Diebstahl aus dem Nachlaß der Ermordeten wurde einstimmig bejaht. Auf Grund dieses Verdiktes v e r u r teilte der Gerichtshof den Angoklagten unter Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechtes zu vier Jahren schweren Kerkers. Die Untersuchungshaft vom 1. August 1924 bis zum Tage des Urteils wird in die Strafzeit eingerechnet. Der Verurteilte behielt sich Pedenkzei: vor. Copyright 1926 by J. Ladyschnlkow Verlag, Berlin. litt Glaubensmarthrium.37 Roman von Schalom Asch. 8. „Du verkaufest Deiu Volk umsonst." (Aus den Psalmen.) „Was Hast du da aufgegriffen, Kosak?" „Einen jungen Juden. Ich dachte, es wäre ein Weib, so sah er von weitem aus. Tann aber sah ich, es war ein Jüngling mit bebenden Pajes", antwortete der Kosak, der Schloime aus dem Wasser herausgezogen 'hatte, einem zweiten Kosaken, der am Ufer wartete. „Was willst du mit chm anfangen?" fragte der zweite Kosak. „Ich weiß selber nicht. Es wäre schade, ihn zu töten, da wäre ich ja umsonst ins Wasser gestiegen!" ,Zißt du ihm aber das Leben, dann mußt du ihm auch zu essen geben." „Das stimmt auch", versetzte der Kosak stutzend. Reben dem Kosaken kauerte ganz durchnäßt Schloime. Er lauschte dem Gespräch der Kosaken, es berührte ihn aber nicht im mindesten. Er war zum Sterben bereit und sagte die Todesbeichte vor sich hin. Einen Augenblick lang war ihm wohl leid um sein junges Leben und das Glück, das zu genießen er eben erst begonnen hatte. Mein er war so fest überzeugt, im Jenseits mit Twoira wieder zusammenzutrefstn und daß sie beide ein erhabenes und ewiges Leben in ewiger Ruhe begMMn würden, daß er sich jetzt glücklich fühlte di^em Augenblick naher zu fein. Wenn er etwas bedauerte, so war es nur, daß Dwoira nicht bei ihm war, daß sie nicht beide zusammen sterben konnten. Die Ungewißheit über Dwoiras Schicksal, das Leid, sich von ihr getrennt zu haben, begannen ihn zu peinigen. Allein bald gewann er wieder die ruhige Hoffnung auf den Herrn der Welt, der alles sicht und alles weiß. Der Kosak hielt ihn am Rocke fest und um sie herum hatten sich inzwischen noch andere Kosaken versammelt. Die PaK wgx dMel M rHig, M Sterne und der Muß Vers _ ~ WShmr MsesrUzettiML_ Volkswirt. 6te Mkleokrach in Rew-Iork. Schwere Verluste der Spekulation. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Rew-Aork, 16. Februar. Es hat den Anschein, als ob Wallstreet die Hausse bereits überwunden hätte. Schon zu Beginn der Vorwoche machten sich die ersten Anzeichen einer Tendenzänderung bemerkbar. Diese wurde durch große Kündigungen von Bankdarlchen ausgelöst. Als nämlich vor Mi Wochen die Statistik der New-Aorker Börstndarl-chen veröffentlicht wurde, zeigte sich, daß an der Börse allzu große Summen alz Leihgeld für Effekten investiert seien. Die Banken zogen daraus die Konsequenzen und kündigten Efstktendarkhen in der Höhe von 30 Millionen Dollar. Dies bewirkte eine Kursderoute, die aber wich, als es der SpMation gelungen war, die Knappheit zu überwinden. Gestern setzte e-ine neuerliche starke Deroute ein. Es waren Meldungen kolportiert worden, wonach die Regierung entschieden gegen die Trustbildung in der NahrungsmitiÄindustrie vorzugchen gedenke. Bekanntlich ist vor einiger Zeit die Bildung eines Bäckereitrustes in Angriff genommen worden. Ein solcher Trust wäre in der Lage, gemeinsam mit der Getreidespekulation, di« in Chikago chren Sitz hat, die Lebenshaltung in Amerika schr zu verteuern. Die jetzige Regierung befürchtet daraus unangenehme soziale Weiterungen und ist entschlossen, gegen die Trustbildung energisch vorzugchen. Neben dem Bäckereitrust sind aber auch andere Trustorganisationen in Bildung begriffen. Es wird nun befürchtet, daß die Maßnahmen, welche gegen den Bäckereitrust angekündigt werden, auch andere Trustbildungen im Keime ersticken könnten. Dies würde zweifellos eine Beeinträchtigung des Geschäftsganges der diesen Trust bildenden Industrien zur Folge haben. Die Kontermine an der New-Anker Börse benützte diesen Umstand, um gegen die hohen Positionen einzelner Jndustriepapiere Sturm zu 'lausen. Sie tätigte große Leerabgaben, was eine Senkung des gesamten Kursniveaus zur Folge hatte. Die einzelnen Papiere wiesen Kurseinbußen zwischen 5 und 10 Prozent auf. Hauptangriffspunkt der Kontermine bildeten die Elektrizitäts- und Stahlwerte. Auf alle Fälle muß der Verlauf der nächsten Börsentage abgewartet werden, bevor ein endliches Urteil Wer den Charakter der jetzigen New- Jorker Börsendewute gefaßt werden kam Gedrückte Stimmung in Wien. Aus dem Wiener Platz herrschte eine ausgesprochen flaue Stimmung. Man hatte den Eindruck, als ob die Haussestimmung nunmehr vollkommen verflogen wäre. Auf sämtlichen Gebieten, sowohl im Schranken als auch in der Kulisse, zeigte sich stärkeres Anbot. Die meisten Kurse wiesen Abbröckelungen aus. In erster Reche waren ungarische Kreditlose ongeboten., die echeblich sanken und in vielen tausenden Stück am Markte ausgeboten waren. Das Ansehen der Ungarischen Kredit hatte schon seineitzett gelitten, als anläßlich der Kundmachung der neuen Emission eine ganze Reihe von Emisiioushänsern genannt wurde, anstatt daß man sich mtt dem einen oder anderen Emissionshause begnügt hätte. Es wurde damals erklärt, daß nur schwache Unternehmungen sich in den Schatten so vieler Finanzpotenzen stellen. Tatsächlich wird die Situation der Ungarischen Kredllbank nicht günstig beurteilt. Die hiesige Spekulation, welche sich in diesem Papier stärker festgelegt hatte, löste gestern unter schweren Verlusten ihre Positionen. Der Eindruck in Berlin. Berlin, 16. Februar. Als die flaue Haltung ves New-Uorker Marktes bekannt wurde, wirkte dies auf die gesamte Haltung der Spekulation verstimmend. Es wird befürchtet, baß im Falle eines weiteren Umsichgreifens der Tewute die amerikanischen Kaust in _ 17. Februar 1926_Nt. 5510 Berlin aussetzen würden. Dies hätte zur Folge, daß außer der Spekulation auch PMikumsabgaben einsetzten und die Kurse der einzelnen Standardpapiere echeblich drückten. Zweifellos wären die Kurssenkungen noch weit umfangreicher gewesen, wenn nicht der Geldmarkt sich andauernd flüssig gehalten hätte. Für tägliches Geld wurden 4,5 Prozent gezahlt, ein Zinssatz, der 3 Prozent unter der Diskontrate liegt. Es war infolgedessen der Spekulation möglich, die Positionen ourchzuhÄten. Trotz alledem war die Stimmung 'bis zum Schlüsse gedrückt. Der Handelsvertrag mit der Schweiz. Der österreichischschweizerische Handelsvertrag vom 6. Jänner 1926, der von beiden Parlamenten ratifiziert worden ist, tritt am 1. März in Kraft. Die Lage der Möbelbranche. Die Lage dieser Branche ist desolat. Viele Spezialfirmen, die während der Inflation gegründet wurden, sind schon zugrunde gegangen, indem sie entweder überhaupt liquidiert oder über sie das Ausgleichsverfahren, beziehungsweise der Konkurs eröffnet wurde. Andere, besser fundierte Firmen arbeiten unter den schwersten Bedingungen. Diese Erschwerungen sind: Das verkleinerte Jnlandsgebiet, die Unterbindungdes Exports durch Zölle, die allgemeine Geldknappheit im Jnlande, insbesondere aber die Tatsache, daß durch das Sterben der Jnflationsgründungen, seien es nun Bank-, Industrie- oder Handelsfirmen, täglich Bureaumöbel ans den Markt gebracht werden, die zu einem Drittel, ja zu einem Fünftel des Geschäftspreises zu kaufen sind. Ferner sind heute nicht nur Neugründungen so gut wie ausgeschlossen, sondern es werden auch in den bestehenden Firrnen nur ungenügende Reparaturen vorgenommen. Auch der Mieterschutz bedeutet eine Erschwerung des Absatzes. Kurz, seit Menschengsdenken war die Lage der Branche nicht so schlecht. Eine Zwanzigmilliardeninsolvenz. Der Vertreter der Autofirma Cadillac u. Buick, Otto Lippman n, eine in der Wiener Gesellschaft sehr bekannte Persönlichkeit, hat, wie berichtet, vorgestern beim Handelsgericht das Ausgleichsverfahren angemeldet und nach den bisherigen Feststellungen sollen sich die Passiven auf etwa 21 Milliarden belaufen. Bei der Wirtschaftspolizei sind inzwischen eine große Anzahl von Strafanzeigen gegen Lippmann eingelaufen, in denen ihm vorgeworstn wird, 'daß er alte Wagen gegen neue zum Umtausch genommen habe, sich eine Aufzahlung geben ließ, dann die neuen Wagen nicht lieferte und die Aufzahlung nicht rückerstattete. Auf welche Weise die ungeheuren Passiven entstanden sind, ist vorläufig noch nicht festgostellt. Lippmann hat eine außerordentlich luxuriöse Lebensweise geführt. Es scheint, daß Lippmann seine ganzen Vermögenswerte auf seine Frau übertragen hat, denn plötzlich taucht seine Gattin als Hausbesitzerin in Wien auf, hat nicht weniger als zwölf Häuser in Wien und Schmuck von großem Werte. Lippmann wurde vor einigen Tagen wegen einer Anzeige, die ein Geschädigter erstattet hatte, vom Stadtkommissariat einvernommen und befindet sich seit gestern im Sanatorium Jnzersdorf wegen eines angeblichen Nervenzusammenbruches. Die Strafamtshandlung gegen Lippmann wurde eingeleitet und wird weiter-, geführt. Weiterer Rückgang des französischen Franken. Da das Budget in der französischen Kammer infolge neuerlichen weiteren Abgang ges von 4 Milliarden Franken keine Zustimmung fand, war der Franken gestern wieder rückgängig. Er senkte sich in Zürich von 19.09 auf 18.865. — Schr fest lagen wieder die nordischen Devisen, wobei sich Oslo von 107.75 auf 109.50 erhöhte. Warschau lag wnter unverändert fest. Der Niedergang der Handelsmoral; seine Ursachen und seine Bekämpfung. lieber dieses Thema spricht der erste Sekretär des Gremiums der Wiener Kaufmanschaft, Dr. Rudolf Brichta, Donnerstag den 18. d. um haW 8 Uhr abends im reservierten Saale des Äriegsministeriums, Wien, 1. Bez., Stubenring 1, in der Generalversammlung des Vereines für kaufmännische Interessen. Gäste willkommen. schwanden irgendwo in der Dunklheit. Nur das Flußuser war beleuchtet. Die Kosaken kamen einer nach dem andern. Alle waren sie neugierig, zu sehen, was >der Kosak aus dem Wasser gezogen 'hatte. „Ein junges oder ein altes Weib?" fragte jeder, nahm die Fackel und leuchtete damit Schloime ins Gesicht. Als sie aber die langen, bebenden Pasts an dessen jungen Gesicht sahen, brachen sie in wildes Gelächter aus. „Hohoho! Die Jüdin hat er über den Fluß schwimmen lassen, den Juden aber zog er heraus. Seht, Kosaken, was er gefangen hat! Seht euch seinen Jang an! Ach, du Fischerjunge!" Ter junge Kosak, der ein gutmütiges Gesicht und scharst, kleine Augen hatte, betrachtete sein Opfer. Ein paarmal versetzte er Schloime einen Tritt mit dem Fuße, doch nicht aus Bosheit, sondern weil er nicht wußte, was er mit dem Jungen anfangen sollte. Endlich beschloß er: »Ich werde ihn taufen und 'der Kirche zuführen. Ich will für meine Arbeit mir wenigstens ein Verdienst >bei Gott erwerben." Mit diesen Worten nahm der Kosak von seiner Brust ein kleines Metallkreuz und hielt dieses dicht vor Schloimes Gesicht. „Bete Christus an, aus die Knie vor ihm, dann lasse ich dich am Leben!" Allein Schloime antwortete nicht. So wie er zusammengekauert dalag, das Gesicht in den Körper vergraben, so Meb er weiter liegen. „Steh auf, Jude!" hob der Kosak ihn auf. „Nun, ich will dir doch eine Gnade erweisen. Ich will dich der heiligen Kirche geben und dich leben lassen, weil die Kosaken mich ausgelacht Wen. Also bete zu Gott, knie nieder vor ihm» küsse das Kreuz und sprich mir die Worte nach: Im Namen des Vaters, des Sohnes . . . Sprich, verfluchter Jude, sonst töte ich dich! So wahr Gott lebt, ich erschlage dich!" Allein, sobald der Kosak von seinem Opfer abgelassen hatte, warf sich Schloime wieder auf die Erde, vergrub sein Gesicht in hie .tzgM und schwieg. „Du wirst mit ihm nichts ausrichten. Ich kenne diese Leute. Ich habe mal einen in Korfun gefangen. Es war ein junger, hübscher Jude, und es war zu schade, ihn zu erschlagen. Ich wollte ihm meine Tochter zur Frau geben. „Laß dich taufen!" sage ich zu ihni, „und ich werde dir meine Tochter zum Weibe geben. Tu kannst mit ihr in die Setsch gehen und Kosak werden." Aber es hat nichts geholfen, ich mußte ihn töten. Harte Schädel! Die Rabbiner tun es ihnen mit Zauberei an. Sie geben ihnen so einen roten Wein zu trinken, wenn sie sie in das Judentum eimveihen, und der rote Wein läßt sie dann ihren Glauben nicht wieder vergessen. Du wirst nichts, mit ihni ausrichten. Schlag' ihn lieber tot!" „Ihre Rabbiner geben ihnen bei der Beschneidung Bluk zu trinken. Und das Blut -hat eure solche Kraft, daß es sie jedesmal stört, wenn sie sich taufen lassen wollen", sagte jemand. . „Dkan sagt, vor ihrem Tode sehen sie ein Licht und ick dem Lichte ihre Mutter, und das verhindert sie!, sich von ihrem Glauben loszufagen. Aber wenn man ihnen die Augen zu, bindet, können sie das Licht nicht mehr sehen." „Einerlei, du wirst mit ihn; nichts ausrichten. Schlags nur zu!" „Schenfl ihn mir!" bat ein alter Kosak. „Was willst du mit ihnr machen?" „Ich will ihn nieiner Großmutter schenken." ' Die Kosaken lachte«. „Töte ihn doch, quäle ihn nicht erst! Es ist eine Sünde« sich über ein Geschöpf Gottes lustig zu machen", sagte ein alter Kosak. „Du hast recht, Väterchen, es ist richtiger, ihn KU töten", beschloß der Kosak, der Schloime gefangen hatte. In diesem Augenblick ertönte in der Ferne das SM einer Laute. Und bald kam ein Greis heran, sich auf emG Stock stützend und auf den Saiten einer Laute klimpernd, „Ach, Kosaken, was lacht ihr da?" „Du siehst doch, Alter, man hat ein Jüdchsn gefangen und weiß nicht, lvas man mit ihm ansangen soll." (Fortsetzung folgt.)