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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-14 · Heft 2507 (14.2.1926) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2507 (14.2.1926)
Date
1926-02-14
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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wfgffrr MtvrMUIkNNWW ». M«r« 19« M. MI Lolkswirt. DWk mh Heft ZkMtMmMr ttoc gfewitnwl «mfj ywMbwft ivEkbfeA. Drm einem Kai-Kaustnan».) Fu Leu letzten Tage« hänfen sich die Beratmrgeu und Aber die Maßwchmeu zur Behebung der MrtfchastS- \ krffe. Bei allen BechaMnngeu wird aber in erster Reihe an; die Industrie gedacht und übersehe», daß anch ein anderer \ DrrffchastsMor von ebenso großer Bedeutung für die Entj Wicklung Oesterreichs ist, der österreichische Handel. Als ei« l Kaufmann zmu Nnanzmivifier Oesterreichs ernannt wurde, l ist allgemein der Erwartung Ausdruck gegeben worden, daß f ammnehr das Flnanzmimsterim» entschiede ne re Maßnahmen sirr die Abw«<dmrg der Üvchuämrffchen Krise in - Angriff nehmen würde. Man hat bisher von solchen Maß- . «ahmen aber nichts gchört. Kner Abordnung von Kaufleuten ^hat wühl der FinanAMmister Kollman« erklärt, daß er ge-? wisse Skuererleichterungen schaffen wolle, da' er selbst Kaus- ' urarw sei und die Lage des Kaufmannes 'begreife. Mehr ist ' öfter weder gehört noch getan worden. Die Kanftnonnschaft fordert ebenso energische Maßnahrnen zur Mwendung der Krise wie die Industrie und die Landwirtschaft. Sie hat das Rechtzu verlangen, daß ' die maßgebenden Faktoren ihr diesÄbe Aufmerksamkeit zuwenden. Der Finanzminister hat sei« Wohlwollen für Vre ' Börse dadurch b^undet, daß er zur Belebung des Geschäftes eine Herabsetzung der Effektenumsatzsteuer dovgenommen hat. > Daran wird aber nicht gedacht, auch der Kaufmannschaft gewifie Steuererleichterungen zu gew^ren. Es ist notorisch, daß infolge des furchtbaren Steuerdruckes eine ganze Reihe von . kaufmännischen Unternehmungen zusammengebrochen ist. Trotz alledem denkt noch immer niemand an den Abbau der erdrückenden Steuern. In Deutschland hat in der letzten Woche der Fincmzminrster Reinhokd erklärt, daß die Steuer- Lelastung der Stenerfähigkeit des Steuerträgers angepaßt werde« müsse. Er hat infolye- ' dessen eine starke Herabsetzung, teilweise sogar eine Aufhebung der U m s a tz st e u e r angekündigt und Ailant eine Minderung der Einkommen- und Erwerbsteuer. Die österreichischen BickgetverhAtnisse sind nach den Steuereiuflüffen viel günstiger cüs ursprünglich gedacht worden war. Der Einnahmenüberschuß übersteigt beweitem die Höhe von IM Millionen Schilling. Bon dieser Summe wurde nur eine ganze Rehe von Investitionen gedeckt. Dies ist unwirtschaftlich. Der deutsche Finanzmimster erklärt: Werte wurde, dvar dies gerechtfertigt. Heute, wo die österreichische Wahrung bereits stabilisiert ist, wo ein normaler Zinsfuß die Regel ist, darf auch der Staat keine Verzugszinsen für das Unterbleiben der Steuerzahlungen fordern, die 25 Prozent und mehr betragen. Ein Kaufmann als Finanzminister müßte als erster diesen Wucher aus der Welt schaffen, da er genau weiß, wie schwer heute die Beschaffurrg von Gelderrr für den Kaufmann geworden ist. Wenn der Staat schon außerordentlich« Ueberschüffe ausweist und tatsächlich ein Interesse für die Schonung des österreichischen Handels an den Tag legen rvürde, so mutzte er in erster Reihe den notleidenden Kaufleuten ein zinsensteks Moratorium für fällige Steuerzahlungen bis zum Saisonanstmg des betreffenden Geschäftszweiges bewilligen. Es geht nicht an, daß in diesen Zeiten des Kreditboykotts der Karlfleute durch das Barckkapital auch der Staat grade in den geldschivächsten Zeiten den Kaustnann mit seinen Steuerforderungen hcimsucht. Die Kauftnannschaft fordert in dieser Hinsicht ein Entgegenkommen des Fiskus. Sie hat ein Recht, zu fordern, nicht nur weil einer der Ihrigen an der Spitze der Fmanzverwaltung des Staates steht, sondern des- Ivegen, weil sie sich bewußt ist, daß sie in erster Reihe zur Hebung der österreichischen Zahlungsbilanz und damit zur Schaffung eines lebensfähigen Oesterreich beitragt. Für außerordentliche Ausgabe« muffe» außerordentliche Emmchmen durch Anleihen usto. geschaffen werden. Investitionen sind solche außerordenNche Ausgaben. Keine geregelte Finanzverwaltung denkt, namentlich nach einer noch nicht überwundenen Krise, daran, die Gegenwart zugurfften zukünftiger Vorteile allzu schr zu 'belasten. Nur die österreichische FinanKerwaltung gcht von solchen Grundsätzen aus. Wäre es nicht hoch an der Zeit, daß endlich auch in Oesterreich mit dem Steuerabbau begonnen wird? Wenn nur die, Hälfte des staatlichen Ueberschuffes flrr die Herabsetzung der Steuern verwendet werden und sich die Staatsverwaltung nur mit einem kleinen Susizit begnügen würde, dann würde dies schon eine ungeheure Entlastung Dr die Produktion und besonders für die Kaufmannschaft bedeuten. In der Zeit . der wachsenden Arbeitslosigkeit und der schweren Erlangung von neuen Anstellungen wird die Fürsorgeabgabe doppelt schwer empfunDen. Man hat sich bisher mit platonischen Versprechungen über die Aufhebung dieser Jnflationsabgabe. die ebenso den Arbeitnehmer wie den Arbeitgeber direkt, beziehungsweise indirekt belasten' befaßt. Positives ist bisher in dieser ■ Hinsicht noch nicht geschaffen worden. Die Umsatzsteuer behindert den Konsum. Sie war zu einer Zeit gerechtfertigt, wo die Uebevkonsumtion, durch Geldentwertung hervorgerufen, jeden Preis bewilligen konnte. Heute bedeutet eine solche Verteuerung der Produkte ein Hindernis für den Handel, da der Konsument mit jedem Groschen rechnet und die Ueberlastung durch die Umsatzabgaben auf -der Ware nicht verträgt. In dieser Hinsicht hat der deutsche Minister Reinhold den richtigen Weg eingeschlagen. Wäre dies nicht auch in Oesterreich möglich? Die hohen Erwerb- und Einkommensteuern, welche den Kaufmann besonders schwer treffen, stammen noch aus einer Zeit her, wo man dem Steuerobjekt jede Belastung zutrauen konnte. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Die Erwerbsteuer muß unbedingt eine weitere Entlastung erfahren. Die Steuerbehörden müssen sich endlich von der Mentalität befreien, daß man dem Steuerträger alle noch so hohen Lasten auMrden kann. In diesen Zeiten der Krise muß der Grundsatz der Steuerbehörden als staatlicher Organe lauten: Nicht Auspoverung des Steuerträgers, sondern vielmehr möglichste Schonung, nm den Kaufmann weiter als Steuerträger zu behalten. Die Staatswirtschaft kann nichts davon haben, wenn sie dem Kaufmann allzu große Lasten zmnutet und er infolge dieser Lasten einfach seinen Laden schließen muß. Man erinnert sich unwillkürlich an den Vergleich mit dem Esel, dessen Eigentisner, um dessen Erhaltungskosten zu ersparen, dem Esel immer mehr .Heu entzogen hat. Als der Esel schon so weit gebracht war, daß er überhaupt kein Heu mehr bekam, war er auch schon tot. Dian hat dem Kaufmann durch Steuern immer wehr Mittel entzogen. Wenn dies so weitergcht, ist das Ende sein Zusammenbruch. Dies muß auch gerobe ein Kaufmann als Finanzmimster einschen. Wie ftmn es auch weiter zugelaflen werden, daß zu einer Zeit, wo der Zinssatz immer weiter heruntergeht, der Staat mit Verzugszinsen direkt Wucher treibt? W Mt, M an jedem Tage das Gech iiyMr geringer im Der Investment Trost. Bon Dr. Hemrich Schreiber. Der weise Ben Miba hat wieder einmal Recht behalten. Es wäre auch wunderlich hevgegangen, wenn etwa gerade unsere snranztechnrsche Entwicklung hinter anderen Ländern zurüc^eblieben wäre. Mit der Berschweizerung und dem Auslan^Holding sind doch wi>r vorangegangen. Was sich aber mit dem Merkmal und dem Namen des Investment Trust anfspielt und noucstens anläßlich der Gründung ber amerikanisch-deutschen European Shares Incorporated von sich «den machte, was ist es denn anders als ein Gebilde jener Gattung die sich uns bereits als Schweizer Trust vorgestellt hat, um ein kompaktes Aktienpaket aus heimischem Besitz aufzusaugen. Und ist denn die Trustgesellschaft, welche die Erbschaft des Stützungskomitees für die Börse antreten soll und in der Konstituierung begriffen ist, nicht auch schon ein solcher Investment Trust. Man braucht nur fleißig Zeübung zu lesen, um zu erkennen: „Alles schon dagewesen". Der Jnvestement Trust oder Investment Banking ist, wie die Fachliteratur erläutert, eine Kapiitalsanlagegeselkschaft, die in dem Kauf von Aktien und Anlagewerten ihre Ausgabe erblickt und deren Kapital sohin durchaus in solchen Wetten angelegt ist. Kredite flir die Unternehmungen, deren Aktien erworben werden, kommen dabei nicht in Betracht; es handelt sich lediglich um eine Kaprtalsbeteiligung. Vom Holding unterscheidet sich der Investment Trust nur darin, daß er nicht etwa bloß Aktien vorbestimmter gleichartiger Herkunft und Struktur sammelt, sondern sich in der Auslese der übernommenen Papiere keilne Einschränkung auferlegt lmd alles Material aufnimmt, das sich bietet, man möchte sagen, ihn: in den Wurf kommt und ihm gerade patzt. Je mannigfaltiger dieser Speicher angefüllt ist, desto wirksamer, weil er die Risken teilt und mindert. Der Holding ist die Patronanz geschäftlich aneinander hängender, affiliierter Unternehmungen, der Investment Trust das gemeinsame Obdach eines bunten Gemisches verschiedenartigster Wertpapiere, die der Zufall und die Marktgelegenheit zusammengewürfelt hat. Der Holding ist der Exponent einer Kapitalshegenlonie, die Investment Banking der Exponent einer bloßen Machtibeteiligung; der Holding somit ein selbstherrliches Regime, der Investment Trust der getreue Knappe, zerstreuter Positionen-, für die er seine Lanze einlegt. Daß es sich um eine dauernde Rechtsfigur handelt, beweist die Tatsache, daß ebenso wie der Holding auch der Investment Trust in die Form einer Aktiengesellschaft gegossen wird. Wäre seine Bestimmung bloß vorübergehender, paffagerer Natur, dann genügte die uns ohnehin geläufige und wohlbekannte Tracht der Gelegenheitsgesellschaft, die als Syndikat oder als flüchtiges Hausse¬ oder Baissekonsortium vorüberhuscht und den Markt in der Inflationsperiode als Spielball «ihrer Laune geschupft und wohl auch Iveidlich gerupft hat. Darin prägt sich wohl eine gewisse Kontinuität in der Entwicklung aus; erst war das Hauffekonsortium mit seinen wüsten Kurs- und sonstigen Treibereien, dann mußte das Stützmigs- und Jnterveniionsshudikat vorprellen und als auch dieses nicht tvoiterkonnte, tvcil manche Konsorten abgefallen waren, dann tritt als Helfershelfer der Trust aus den Plan, um mit seinem breiten Leib die Bresche zu decken, die in den Effektenmarkt geriffen wurde.. Alle diese Stadien trugen die Züge der Shaves-Cy, nur ist der Trust über die bloße Gelegenheitsgemeinschaft hinausgewachsen; er soll einen Dauerzustand und ein haltba«s Gebilde Herstellen, um die eiligen Spritzfahrten in die bald blühenden und bcrld welkegpen Gefilde der Spekulation zu bremsen und, wenn schon nicht gleich an die Umkehr zu schreiten, so doch das Gefährte so zu lenken, daß es nicht scheitert und zerschellt in den Mgrund saust. Der solide« Bau ist also jedenfalls der Trust. Er ruht auf festem und bleibendem Grund, er hat bestimmte Absichten und Ziele, er Wird nicht von spielerischen, sondern von wirtschaftlichen Gesichtspunkten geleitet; er bezweckt eine gedeihliche Fruktiisizierung in geschäftlichen Anteilen, die freilich in reicher Kollektion aneinandergerecht werden. Während aber ein Trust schlechtwog di>e Konzentration und den Zusammenschluß gleichgerichteter Arbeitsgebiete sich zur Ausgabe setzt, liegt die Besonderheit des Investment Trust in der Zusammenfassung objektiv fremder Beteiligungen, die einem gemeinsamen Willen gchorchen und gemeinsamer Verwertung unterworfen werden. Wie die Beispiele zeigen, gravitieren diiese Gebilde in das Ausland. Es ist offenbar, daß ihre Schöpfer der Ansicht huldigen, daß diesen Formen der heimatliche Boden nicht zuträglich ist, daß sie ihn verlassen, weil es sich in fremder Lust und unter frenldem Rechte besser leben läßt. Der Name -srerlich ist fremd; die Ueberfremdung ist überhaupt diie Signatur dieser Entwicklwng, aber zugleich der Wermutskopsen in diesem, wie os scheint, sonst schmackhaft kredenzten Becher, der rasch zu einer Haussebewegu,^ ausgeschäumt ist. An ne«« amerikanischer Kredit sstr Drntschlanv. 18 Millionen Dollar für die deutschen Städte. Aus Berlin, 13. d., meldet Wolfs: Die BeratunMtcllch für Auslandsarrleiheit hat nrlnmchr die Ausnahnie einer Gemeine schaftsanlei'he siir deutsche Konnnunalvevbändc in der Höhe von>! 15 Millionen Dollar genehmigl. Die pvischen den deutschen! Sparkassen und dem Giroverbmid sowie den hier müssenden! Vertretern des- Nerv-Aorker Baii-khauses Harris, Forbes u. Co. wegen Uebernahme dieser Anleihe gepflogenen Vechandlungen habeit zu einer Einigung auf folgender Basis geführt: D3ü Anleihe wird von denr genannte,r Bankhaus übernonm«n, ' z» einem Auszahlungskurs von 90,9 Prozent bei einer. Berziusutvg von sieben Prozent jährlich und einer planmäßigen Tilgung iinnerhÄb .zweier Iah«. Die Anleihe kann irach fünf Jäh«n durch den Attleiheschuldner taillveise oder insgesamt gekürzt werden. In diesem Falle erfolgt die Rückzahlung in der Zeit zwischen fünf und zehn Jahren. Es ist beabsichtigt, scholl in den nächsten Wochen die Anleihe in New-Aork aufzulegen. An der Anleihe sind ungefähr 300 Städte und Kommunen beteiligt. Es wird wahrscheinlich eine zweite Anleihe folgen. Da» bisherige krgebuis der Wiüschaftseuquete. In einen, offiziellen Communigue werden die Ergebnisse der bisherigen Besprechungen über die BerhAtiriffe in den einzelnen Prodtlktionszwei-gen zusammengefaßt. Es sind bestimmte Vorschläge gemacht worden, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern übereinstimmend vertreten und in den beteiligten Ministerien behandelt werden. Als Schädigung des Exportes wird vor allen, ldas S t e u e r s y ft e,n angesehen. Me schr die Gestehungskosten durch u-nvollständige Ansuntzung der Betriebe infolge unzureichenden Exports gesteigert werden, zeigt das Beispiel der Schuhfabrikation, in der die Produktionskosten per Paar um 4 Schilling hoher sind als bei vollem Betrieb. Alle Betekli'gten sind darin einig, -daß zur Erlzöhung der Leistungen vor allem die Heranbildung tüchüger Werkmeister notwendig sei. Gegenwärtig werden zu viel Betriebsbeamte und zu wenig W c r k m eilstc r und Bora rb e-icke-r herangebildet. Mne ßiseabahnanleihe zur Tilgung des klettrifizierungslredits. Bundeskanzler Dr. Ramel teilte in einer WWerversammlung in Klosterneuburg -mit, daß die Regierung daran denke, wenn die Weltmarktlage es erlaubt, die Beträge, die für die Elektrisizierung der Bundesbahnen notwendig waren und aus denBölkerbmrdkreditrcsien entnommen wurden, durch eineAnleihe zu decken, die auf dem Weltmarkt ausgunehm e n wäre. Auf diese Weise sollen die Bundesbahnen in die Lage versetzt werden, dem Staate sein Geld zurückzuzahlen. „Dieses Geld wird ja amortisiert, aber wir erwarten", sagte Dr. Ramek, „daß wir den ge s a m t e n B e t r a g in ne rh a lb einer. * n r ze n F r i st auf einmal zur B e r s ü g u n g bekommen, um ihn neuerlich der Volks Wirts ch-aft zur Be«-' fügung zu stellen." . Die Konsolidienumsaulekhe b> der Achecho« slowatei. Prag, 13. Februar. (Tel.-5bomp.) In einer Unterredung mll Presstvertr,etcru gab der Fmanzminister die Bedingungen der Auf- , legung der KonsolidievurrgIanileihe bcLamü. Die Zeichnung erfolgt! I. durch Umtausch der Ersenbahnprioritaten, und zwar sowohl.der' mit 100 Prozent cinzrMenden Prioritäten der zur Gänze auf tschei chofloivakischem Gebiet liegenden Eisenbahnen, als auch der mm»- mehr gemischtstaatlichen Bahnen, darunter insbesondere die Staats-- eisenbahnprioritäten (alle Franzosen). Zur Einlösung gelangen nur die auf Kronen, Gulden und Franken, nicht aber auf Mark lau-l teriden Prioritäten. Die Zeichnung erfolgt 2. durch Barzahlung' irr der Höhe des Nonlirtalcs der zum Umtausch vorgelogten Prioritäten. Bei der, 100prozentigen Prioritäten sind also auf je 100 Kronen Nominale 100 Kronen bar zu bezahlen. Für die „Steg"- Prioritälen ist der tllominalkurs mit 675 Kronen sestgesetzt. Der Umtausch der Prioritäten ist fakilltativ. Die lschrchosloivaki^e Staatsbürgerschaft ist für die Zeichnung und für den Umtausch' Le irre Voraussetzung. Insgesamt fallen in die Konsolidierungsanleihe eineinhalb Milliarden Eisenbahnprioritäten. Der Erlös soll. zur Honorierung der heuer fällig wevdendell Kassenschein« im Betrag von 650,000.000 Kronen verwendet werden. Die Bewegung auf den Devisenmärkten. Die Absicht der nordischen Staaten, den Goldstandard zu erreichen, lösten h zirka viermouatlicher Ruhe om kräftiges Interesse nach den Devisen Oslo und Kopenhagen aus, welches ihnen auf allen internationalen Plätzen Kurserhohnngen um 2 bis 3 Progent brachte. — Auch der französische Frau k e,r tvar anf fei« günstigen Abstimmungsergebnisse für Briand sehr fest. Die Devise Paris komUe sich in Zürich vorübergehend auf 19.30 erhöhen, um schließlich 19.20 nach 19.14 dem Vortage gegenüber zu notieren. — Freundlich lagen auch die Schtveizer Franken und der Leu. Die Kursänderungen der restlichen Devisen waren unverändert. D«r gestrige Privatverkehr. Im gestrigen pvivaten EfMenhandel zeigte sich auf beruhigen-de Berliner MÄdungen einiges Jnte«ffe noch Staotsbahn-, Krupp- und einzelnen Transportwerten. Trotz der verhältnismäßig geringen Umsätze konnten! leichte Kursbesserungen verzeichn wevden. Die \ nngavffchen Arbitragoefsekten litten infolge der Schwierig-vitett der j ungarischen Mühlenindustric, doch kam dies kurspräßig nicht pm | Ausdruck, da in ungarischen Werten keine Umsätze getätigt i wurden. i Jrffolvenzen. Der K o »tu r s nxtr.de eröffnet über die Gesellschafter >der W i e u e r B e l o u r-, S tu m p emu nb Hutfabrik, 14. Beq., Stetterinaiergasse 38, und zwar Msec, Hermann, Jakob nrvd Johann Schwaist, alle wohu- <

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