Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2507 (14.2.1926)
- Date
- 1926-02-14
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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lu Die«, Svnirtchg Wiener Morsenzettnng Aus de« dunklen Rußland. Der falsche Erzherzog. Verhaft«»« einer Hochstaplers. 14. gcftBBtfflaS R» «MW«WWW>WW»WWWW^ Bor kurzem wurde in einen: russischen Dorfe das Gerächt verbreitet, der berühmte Dichter Puschkin sei -olSGeist indenr Dorfbrunnen zu sehen. Binnen kurzer Zeit war der Brunnen von Leuten, die eine wundersame Heilung vom Geist des Dichters erwarteten, umlagert. Alte Werber, frühere Offiziere, Mönche, Nonnen und Geistesschwache hausten Tag und Nacht in der Umgebung des Brunnens. Ein spitzfindiger Mönch übernahm das Amt des „Hcilens". Er begoß die Hcrlungsbedürftigen mit dem Puschkin-Wasser, verjagte den Teufel und heilte Schwindsucht. Die Sawjetregierirng i nutzte ein* schreiten und ventrteilte mehrere Geistliche zu schweren Strafen. Ae Schwiegertochter elugemauert. Aus Rom wird gemeldet: In Basto hatte vor drei, Jahren ein Bauer ein Mädchen entführt und nach langer Zeit die Zustimmung der Eltern zur Che erhalten. Als die Frau aber bald darauf erkrankte, Mmgeu die Schwiegereitern im Einverständnis mit ihrem Sohne die Frau, zugunsten ihres Mannes zu testieren, und schlossen sie unter dem Vorwand einer Ansteckungsgefahr in eine Kammer rin, deren Türe vermauert wurde und die nur an der Decke eme Qeffnung in den Stall harte. Ans Anzeige der Eltern wurden die Schwiegereltern und ihr Sohn verhaftet und dir Ei ngcmanerte befreit. Rote» der FrWahrrmode. Das Jumperkleid. — Die Faltmschotz. — Das Complet. Wenn eine nene Mode kommt, dann ist es noch nicht sicher, ob sie populär wird. Das hängt von ihrer Durchschlagskraft ab, von der Laune der Damen, vom Stil der Zeit, sehr oft auch vom Zufall. Das Paradies des Frühlings, Nizza, hat endlich in bezug ans Modekreationen den Rang erhalten, der ihn: gebührt. Denn die führenden Pariser Modellhäuser lassen die Wirkung und Tragbarkeit ihrer Modelle zuerst in der Februarsonne Nizzas erproben, bevor sie dieselben als geeicht der internationalen Welt übergeben. Der Chef des Modenhauses Leopold Ascher und Bruder in der Mariahilferstraße 50, hat in Nizza, von wo er eben zurückgekehrt ist, die intensivsten Modestudien betrieben und erzählt uns in fesselnder Weise von den neuen Tvpen der kommenden Frühjahrsmode. Dem Jumperkleid in goblrn und lichtblau, hauptsächlich aus Kashastosf, ist es nach wie vor beschieden, slch im Vordergrund zu behaupten, weil es den Anforderungen der Eleganz und des praktischen Zwecks durchaus entspricht. Exquisite Kleider mit Bordüren »us verschiedenen Crepes Georgettes und feinen Lyoner Seiden fallen durch bei charakteristische Faltenschoß ans, welche überhaupt für die kommende Frühmhrsmode typisch ist. Das zweifarbige Kleid hat sich die Sympathien des verwöhnten Geschmacks erobert. Jumcherbluse weiß, Rock schwarz, in Phantasiepliffees gelegt,, ist für jede Figur vorteilhaft, wie denn überhaupt das in Wie« kreierte Schwarz-Werß beim Frühjahrskleid eme große Rolle spielen wird. Das Complet ans Kashastoff ist ebenso praktisch wie elegant, bemerkenswert dabei der Mantel aus Stoff, das Kleid aus Seide in der Farbe des Mantelfutters, welches phantastisch bunt dessruiert erscheint. Alle diese Modelle, für die Nizza bereits heute siegreich gekämpft hat, find zum Teil auch auf den'Wiener Geschmack nach Wunsch der . Kunde stilisiert, im Modenhaus Leopold Asch« und Bmder m reichster Auswahl zu sehen. Was. hiebei besonders ins Gewicht fallt, ist die Tatsache, daß dieses Modenhaus in der eigenen Werkstätte in großzügigster Weise arbeitet rnL daher jede Dame in die Lage versetzt, sich äußerst preiswert das Modernste für das Frühjahr anzuschaffen. Den beiden Chefs, tüchtigen Fachleuten in dm: Modebranche, ist es gelungen, auf dem Gebiete der Mode tonangebend zu werden, da sie in. Fühlung sind mit den großen Modenhäusern der Welt und. den eigenen Geschmack mrt dem der vornehmen Dame in Einklang zu bringen. Denn, wenn auch die Mode Gesetze hat, so kann immerhin auch das persönliche Geschmacksgefühl zur Geltung kommen. Es handelt sich nur darum, gute Berater zu haben. or. Aeuterei in edlem zuchthaur. Bukarest, 13. Februar. (Ung. Tel.--Korr.--BM>) Im Zuchthaus von Kronstadt entstand gestern eine Meuterei der dort untergebrachten Schwerverbrecher. Nach dem Abendessen brach eine Gruppe von Sträflingen in das Wachzimmer ein, überrumpelte die Wache, bemächtigte sich ihrer Waffen und suchte teils durch den Ausgang, teils durch die Wohnung des Direktors, zu flüchten. Diejenige Gruppe, die durch den Ausgang eniweichen wollte, wurde durch die alarmierte Torwache daran verhindert und entwaffnet. Die aus 10 Mitgliedern bestehende andere Gruppe konnte einen Vorsprung gewinnen. Die sie versagenden Wächter schossen einen der Flüchtlinge nieder. Neun von den Sträflingen gelang es jedoch, in das Gebirge zu entkommen urü> sich dort zu verbergen. KereU'Hajeffod'Attion. Die österreichische Keren-Hajeffod-Kommifflon veranstaltet heute Sonntag die folgenden Filmvorführungen r 1. 4. Bez., Favorttenstraße 32 (Ecke Möllwaldplatz), Wiedner Bürger-Aino l/tll Uhr vormittags, „Der jüvische Pionier". Ansprache r Dr Otto Abeles 2. 9. Bez., Liechtenfteinstraße 37, Flieger-Aino, */,ll Uhr vormittags, „Das Land der Verheißung". Ansprache: Leo Sendrowiez. * Die Stillegung der Delfinerfchen Seidenfabrik. Durch ein Berschen sind in der Borbemerkunq zu der gestern von uns veröffentlichten Znschrist oes Herrn Otto Weiß die Worte tveggeblieben: .. schreibt miö unter den» 9. Februar." Der Artikel, auf den er BÄstü nchm, war am 7. Februar rrsr^eneg. In A g r a m wurde ein internationaler Hochstapler verhaftet, der viele Jahre seines Lebens in: Kerker verbracht hat. Der Mann gab an, er sei der int Jahre 1870 zu Pancsova geborene Milan B u g a r s k y. Nebcr sein Leben erzählte er, er habe bas D o k t o r a t der Medizin und der Jurisprudenz erworben und gab einen ganzen Roman über seine glänzende Karriere in der alten Monarchie zum .besten. Der Mann ist ein g e f a h r l i ch e r Hochstapler, der auch in Wien einmal ein Gastspiel gegeben hat. Im Jahre 1912 hat er hier die Tochter eines verstorbenen Großindustriellen kennen gelernt und sich hier als Dr. Emil Budarsky vorgestellt. Er ließ damals Durchblicken, daß dies nur ein Deckname sei und spielte vor, er sei in Wahrheit der Erzherzog Josef Ferdinand. Seine Tante sei die Gräfin T r a n i, die Schwester der versiorbenen Kaiserin Elisabeth. Er versprach der Dame, auf Rang und Würden zu verzichten und sie zu heiraten. Die beiden verlobten sich auch und der Termin der Hochzeit wurde festgesetzt. Er ließ sich das ganze Vermögen der Braut und ihrer Mutter einhändigen und bemerkte, daß sich ihr Kapital viel besser verzinsen tverde. Durch fast ein Jahr Mißerfolg des Lotlovrovßeten. Aus Rom wird gemeldet: Die für heute ausgegebenen Ambonummern des Invaliden T o r r a c c a von San Ferdinando haben einen noch nie dagewefenen Sturmaufdie Lotto kollekturen in ganz Italien verursacht, die seit gestern in allen Städten förmlich belagert wurden. In Foggia wurden fünf, in Neapel 13, in Mailand noch mehr Millionen gesetzt. Man berichtet, daß die Lottokollekturen 250 Millionen eingenommen haben. Die Nummern sind heute zum ersten Male nicht gekommen. Torracca hat den Ort f l u ch t a r t i g v e r l a s s e n. FranenwSnsche sind nicht immer leiicht zu befriedigen. Auch dann nicht, wenn sic den Ankauf praktischer Bedarfsgegenstände betreffen. Das Bestochen der Hausfrau, ihren Vorrat an Leib- und Bettwäsche zu ergänzen, wird immer wieder durch die Geldknappheit in der Ausführung gchemmt und der Kauf schweren ^rzens verschoben. Es wird daher seitens des konsumierenden Publckums besonders freubtg begrüßt, daß das tvegen seiner Kulanz und Billigkeit in der Leopoldstadt bestrenommierte Warenhaus Brüder Schifsmann, 2. Bez., Taborstraße 48, durch feine populäre Veranstaltung der „Weiße Woche" erlesene Qualitätswaren zu beispiellos billigen Preisen auf den Markt bckirgt. Den Wünschen zahlreicher Kunden entsprechend, welche bisher ihren Bedarf an Weißwaren nicht decken konnten, haben Brüder Schiffmann den OKasionsverkaus der „Weißen Woche" prolongiert. In dem Bestreben, ihre LeistungssähiAeit neuerlich besonders zu beweisen, haben Brüder Schiffmanu namhafte Fabriksbestände gegen Kassa außerordentlich billig angetanst und verkaufen dieselben unter Hinzni-echnuirg eines äußerst geringen Nutzens zu Preisen, welche auch dem Aermsten den Kauf ermöglichen. N'emand vrr'äumr diese außerordentlich günstige Kaufgelegenheit. .Besichtigung ohne Kaufzwang jedermann gestattet. Irr Generaldirektor der Concordiamühle verschwunden. Ans Budäpest tohäb berichtet: Der Generaldirektor der Concordiamühle in Budapest, Heinrich Höhn ich ist seit Freiwg verschwunden. Sein Verschwinden konnte bisher nicht aufgeklärt werden. Es ist möglich, daß Höhnich unter dem Eindruck von seelischen Depressionen einen Selbstmord verübt habe, da er solche Absichten wiederholt geäußert hatte. Es 'st aber auch nicht ausgeschlossen, daß er einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die Direktion der Coneordia-Dampfmühle erklärt, daß das Verschwinden Höhnichs mit den Z^igelegenheiten der Mühle in gar keinem Zusammenhang stehe. Es soll mit seinem schweren Nervenleiden Zusammenhängen. Die Concordiamühle hat vor einiger Zeit eine englische Anleihe von 50.000 Pfund ausgenommen, die vor etwa acht bis zehn Tagen prolongiert wurde. Materie! leSchwierigleiten haben sich bei der Mühle überhaupt nicht ergeben. Höhuich selbst befit großes Vermögen. Las grobe Verkaufrereignis des Monates Februar „Die Weiße Woche" bei Gerngroß wird Montag den 15. dzur Wirklichkeit. Die Vorbereitungen hiezu haben Monate angestrengtester Arbeit iu Anspruch genommen. Durch direkte Einkäufe riesiger Posten im geeigneten Zeitpunkte bei den Fabrikanten des In- und Auslandes war es möglich, weiße Waren aller Art zu den seit Jahren noch nie dagewosenen Preisen bereitzustellen. Besonders aufmerksam machen wir auf die Angebote in Damenwäsche, die ausschließlich aus ausgewähltem Material in der bekannt guteil und geschmackvollen Wiener Näharbeit hergestellt sind und sich vorteilhaft von ausländ!schert Erzeugnissen unterscheiden. Da die Damenwäsche, die bei uns zum Verkaufe gelangt, durchwegs in unseren eigenen großen Werkstätten erzeugt wird, kann das Publikum erstklassige Wäsche zu den billigsten Fabrikspreisen kaufen. Aber rricht nur die weißen Waren, sondern auch die farbigen Artikel aller Abteilungen sind zu tief reduzierten Preisen erhältlich, lim auch den derzeit mcht über genügend Barmittel verfügenden Käufern Gelegenheit zu geben, sich die Vorteile unserer weißen Woche zu sichern, reservieren ttür beangcLte Waren durch 4 Wochen. Den Rahmen für die diesjährige weiße Woche bildet eine prachtvolle Innendekoration, die im strahlenden Glanz: einer Fontaine lumineust und taufend Lichtern ein Rvkokoschloß aus der galanten Zeit zeigt. Näheres in unseren Inseraten auf Seite 16. Wien. 14. Februar. * Das Wetter. Gestern herrschte wieder feuchtes, nebeliges Wetter. Die Progrwfe lautet: Keine weseritliche Aenveruug, stellenweise Ausheiterung. * Verhaftung Wege» Betruges. Der wegen Unterschlagung von 10.000 Schweizer' Franken gesuchte 38jährige Kaufmann Leo Silberg, zu Podkamien geboren, nach New-Aork zustäirdig, wurde am 12. d. in emem Stadthotel verhaltet. Den Unterschleif soll holungsreisen, zog aber die -Heirat immer wieder EpnmS, wohl er -bereits vom Kaiser die Erlmümis zur Heirat erlangt haben' wallte. Im Oktober 1913 bleib er gänzlich aus. MrÜeK und Tochter tvaren um ihr ganzes Vermöge» gebracht worden und in bitterste Not geraten. Eine Anfrage an das Sekretariat des Erzherzogs Josef Ferdinand entlarvte schließlich den Hochstapler. Nach langem Suchen wurde der Mann im Juli 1914 aus der Wieden, wo er als Dr. Max Bach gemeldet war, verhaftet. Es würbe weiter in Erfahrung gebracht, daß er einer Hausbesitzerin in Hietzing schon im Jahre 1912 unter dem Versprechen der Ehe 137.000 Goldkronen entlockt habe. Die Frau hatte sich, als sie erfahren hatte, daß der Mann ein Schwindler sei, mit Veronal vergiftet. Bugarsky ist im Jahre 1915 wegen dieser Betrügereien mit sechs Jahren schweren Kerkers abgestraft und im Jahre 1919 begnadigt worden. Seither hat er wieder in Graz große Betrügereien verübt und ist deshalb auch mit 16 Monaten schweren Kerkers bestraft worden. er zum Nachteile des Haarhändlers Leo Feldstein in Zürich begangen haben. Silberg leugnete bei seiner Einvernahme jede Schuld, und bezeichnete die Anzeioe als einen Racheakt. Silberg wurde gestern dem Lrndesgericht eingeliefert. * .Hilf dir selbst!" Die Mion dir selbst!" (Siche Inserat. letzte Seite) bietet Frauen und Mädchen sowie abgebauten Angestellten die Möglichkeit guten Fortkommens durch Kurse über Herstellung und Modernisierung von Kleidern, Hüten und Wäsche sowie Lchrkurse über Schönheitspflege. Anfertigung von Hand-- arbeiten für Haus und Beruf. Tages- und Abendkurse. E Rechtsanwaltskanzlereröffmmg. Rechtsanwalt Dr. B. Bernstein hat seine Kanzlei. L Bez„ Börsegasse 10, Telephon 67-7-82, eröffnet. * Tanzmeistu Leopold Dubois sen. gestorben. Gestern früh P der Nestor der Wiemr Tanzmeister und chemcllige Tänzer der Wiener Hosoper, Leo Dubois sen., Ehrenmitglied des Tanzmeist«- greminms und Barer des Ballettmeisters der Staatsoper,. Leo Dubois, gestorben. Er gehörte einer aus Belgien eingewanderten Theaterfamilie an. Schon m den Bierzigerjahren -des vorigen Jahrs- Hunderts ist ein Wfved Dubois auf den Brettern dos alten, später abgebrannten Kämmerwrchralers gestanden. Leo Dubois hat durch volle 35 Jahre als Tänzer an der Oper gewirkt und nebenher eine Tanzschule geleitet. Er war einer der rneistgefuchtlm Tanzarronigouive bei Wrene- Elittbälten. * Karnevalsbericht. Auf den vomrehmsten Redouten der heurigen Saison, der Volkstheater-Redoute. sowie schon früher auf der Röten-Kreuz-RÄoute und der Caligari-Redoute, erregten die D:meir Grete Weiser, die reizende Tänzerin Herold, die Schauspielerin Lily Hofer und Grete Augusta mit chren weißen und färbigen wundervollen Perücken und Frisuren aus dem erstklassigen Frrseursalon Josef Ocskay, 9. Bez., Währingerstraße 16. bevechttgtes Aufsehen. Dieses Etablissement ist auch durch seine hervorragenden Dauerwellungen und Henne-Hoarsäbungen zu den billigsten Preisen allgemein bekannt. Daselbst kostenlose Auskunft über Haoarbeiten, Schönheitspflege ustv. E Der Hilfsvcrein der jüdischen Blinde« teilt mit, daß das am 10. d. ausgespielte Klavier von Herrn IW. Theodor Enge mit der Nummer 1576=a gewonnen wurde. * Gn Meister der Zuckerbäckerkunst. Kunst kommt von Können; ursprünglich war alles, was man konnte, eine Kunst. Später, als die Anforderungen, die das Leben an den einzelnen stellte, immer größer wuden, da verstand man unter Kunst nur mehr das, was die anderen nicht konnten. In diesem Sinne des Wortes mutz man einen Mann, den wir im gewöhnlichen Sprachgebrauch als Handwerker bezeichnen,. einen Künsüer nennen. Ich lernte rhu kennen, ganz ohne Nebenabsicht, als ich die Konditorei in der Gredlerstraße betrat, and mir der Inhaber, ein frommer Jude mit einem typischen Herzl-Kops. Herr Karl Neumann, seine Kunstiverke zeigte, die er aus Schokolade, Marzipan und Marmelade verfertigt. Schachteln in verschiedenen Formen mit künstlerischen Blnmenornamenten in allen möglichen Fariben. täuschend nachgeahmte Rosen, alles aus Süßigkeiten hergestellt. Sein Meisterwerk aber ist ein Buch, das. läge es nicht in der Auslage eines Konditors, jeder für ein in Leder gebundenes mittelalterliches Geschichtswerk halten könnte. Jedes einzelne Ornament, jeder Schnmckel und jeder Buchstabe ist mühsame exakte Handmalevei, statt mit Oel- oder Wasserfarben mit flüssigem Kakao ausgeführt. Man muß den jüdischen Meister bei der Arbeit gesehen haben und man wird nickt daran zweifeln, daß ihm der TitÄ Künstler gebührt. $eteine, Vertrüge und Versammlungen. Zionistische Sektion VI/VIU. Dr. Fritz Löh» n e r - B e d a spricht Dienstag de» 16. d., 8 Uhr abends, im Vereinsheim, 8. B^., Bennoplatz 1 a, über «Karl Kraus und seine BedeutMg". — Wiener Beth-Hamtdrasch, 2. Bez., Ferdtnmldftraße 23. Heute, o Uhr, Lettor Dr. S. GelbhauSr „Sifre". 6 Uhrr Lektor Dr. S. Rubinr „Midrasch nach den Quellen erläutert und interpretiert". — — Zionistische B e z i r k 8 se k t i o « Leopoldst a d t. Morgen, 8 Uhr abends, im Sektionsheim, ZirkuSgaffe Nr. 93. Vortrag,von Dr. M.N. Gelber über „Jüdische Geschichte". — MaimontdeS-Jnstitnt. 3. Bez^, Hetzgaffe 4. Rabbiner Dr. A. K a m i n ka, 6 bis 7 Uhrr .Targum fcheui zum Buche Esther". 7 btr 8 Uhrr ^More Nebuchim, Stufen der Prophetie". — Vereinigung jüdischer Akademiker. Samstag de» 20. d., 8 Uhr abends, sin großen Saale des Ingenieur- und Architettenvereins, 1. Bez., Escheubachgasse S, Vortrag deS bekannten Philosophen und Schriftstellers Dr. Nathan Birnbaum: »Der große Einsame". Der Reinertrag dient zur Unterstützung jüdischer Akademiker. -~ Zion ist ische BezirkSsektion Alfergrund. Morgen, 8 Uhr abends, im Cafe Metrovol. 9. Bez., Berggaffe 33, Vortrag Ludwig B a t o r »Hebräische Dichtkunst in Spanien". Rezitationen r Heinrich R e s i m. Nachher wichtige Besprechung der Ausschußmitglteder. Der Ball der Schassaer ln Wie« findet am Samstag den 20. d. tm Hotel Bayrt'cher Hof statt. Ein Biedermeierkräuzchen. Unter diesem Titel veraustaftet die Gesellschaft zur Hebung und Förderung derWienerBolkSknn ft (Sitz Cafe Kandlbof) am 1. März in G. Gschwandners Saal. 17. Bez.. Hernaller Hauptstraße 41, chren dritten VolkLkunstball, der einer der schönste» Balle deS heurtM Faschings z» werden verspricht.