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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-14 · Heft 2507 (14.2.1926) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2507 (14.2.1926)
Date
1926-02-14
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Jfc SSO? Wen/ Sn*M - 1...* , ____' __ fflos mim im zrühla-r tragen wird. Akte Untemdmig mit Fnm Krupn if. a Sdjtt Tage früher als sonst ist Heuer Frau Jfrttppif, ötc Chefin öcs Modenpalais Krupnik. 7. Bez., .llaiscrstraße 111—1.1.7, ua» Paris gefahren. um sich den amerikanischen Einkäufern <m- MMießen, vr für den Erßrlg der Mooe bestimmend sino. Frau Krupnik, die erst^ gestern aus der Leinestaöt zurückgekchrt ist, schildert ihre Eindrücke, die sie mm der neuen Mode gewonnen Hai, wie folgt: „salon Agnes* bringt vom streng gehaltenen Faltenkleidchen für den Vormittag vis zu den feinsten gestickten Nachmittags- Neidern alles. Worth zcigre viel englische Mäntel, mit Naturfuchsen verbrämt. Vernarb placiert das ausgesprochen. Tailleur aenre, bringt kurze Jacken für der: Vormittag und fesche Ma.nrlr eidn und RckeS Tailleur. Dann neben Falten uns Plissees bringen alle Pariser Häuser das eng anliegende Tailleurkleid, das aber doch genLaeribe Bewram>.'s reihe!: gestattet, da es ikber eine gcwiste Anzahl dü'enrrttae: PnjjLefalten , verfügt. Alz Modefarbe scheint diesmal Tegctchofiblau zu dominieren, man sich: aber auch lehr viel schwarz-weig und orapvbvaun Pepttta, ferner alle grünen Nuancen und endlich das beliebte Rofenbolz. Einige gelungene Smokinakleider mit Moirewcsten, steifer Hemdbrust, Manischesten und Kragen, sowie schwarzer Masche, charakterisieren die männliche Mode. Ein großes Pariser Haus fjat auch SmicckingS aus Silber- und Goldlainee als Abendtoiletten gezeigt. — Jean Lauwin forciert weite Mäntel, die rückwärts einen capeartigen Eindruck machen, auf Seide und Kmha. Für ocn Nachmittag sicht man viele elegante Conwlets in Seide, viele bunt gestickte Kleider, auch aus Spitzen und Tafst geschmackvollster Art. Iungmödchenkleider auch aus buntem Musselin Frau Krupnik bat fast alle führenden Pariser Häuser besucht und die gewiß, nicht leichte Aufgabe» aus d m vielen, vielen Gesehenen ihre Auswahl zu treffen, vollkommen gelüst, indem sie das für den Wiener Geschmack geeignetste wählte unb eine unendliche Fülle von Ideen flir ihre eigenen Werkstätten mitbrachte, so daß die binnen kurzenr fertiggesteMe Wiener.Kollektion des Hauses Krupnik nicht nur jüdem Geschmack gerecht, sondern auch in bezug auf die Neuartigkeit der McdelinUe eine Sensation bilden wrrd. Das Haus Krupnik wird die diesjährige Frühsahrssanon mit einer grandiosen Modsschau in seinen Salons eröffnen. Die Mcdellkollektion . umfaßt eine enorme Auswahl von erstklassigen Lkbellen. Bei einer Ausstellungsdekoration unter dcr Devise „eine Pariser Woche", welche Anfangs Mörz stattfinden wirb, werden ciüßergewöhlcklche Uebettaschungen, ’ tote immer Großes und Sehenswertes im Hause Krupnik geboten werden, M HungerkSnftler. Aus Berlin wird gemeldet: .Heute abends um.6 Uhr hat sich der Hungerkünstler Wally aus Krefeld in einem Restaurant der Friedrüchsstraße in einen G l a Z k a st e n e r n s ch l r c ß e n lassen, in denr er 37 Tage hungern will. Er hat sich in seinen Waskäsig 300 Flaschen Selterswasser und 5000 Zigaretten mitgenommen. Er hat bereits einmal 37 Tage gehungert. ' Hervorragend bewährt znr BekSmpfnnkrhenmatischer, aichtischer, «ervSser GchmergL« sowie gegen Kopfschmerze«. Ttt OfrtaM tritt «naFttelfear chi. »eine schädlichen »eftcnmtrfnn|«n. «erzittch isfecnh »egn»achtet. — In nven «varheken. tmmmä Else Loeffler Ing. Josef Kornstein Klosterneuburg Klosterneuburg V er1o bte Februar 1926 Anna Rieger Markus Schapira 11. N. Verlobte Wien» im Februar 1926 Lea Löffelstiel Moshe Engelstein Heidelberg Haifa Verlobte Sbwat 5586 Jiftner 1926 Möbelfabrik j. Spira Feine m IM. III. SIHttUtBigUH 1~2 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl-Schweighoter-Gasse) SIEOM. KORNMEHL, ar«„ßlGlHCbH»—»«I Zentrale: IX^ # erfasse Nr. 10, Td. 17*3*99 u. IS.V-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für “12^2-Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats 4er Isr. Kultusgemelnde Wien IX.» Berggasse 15 und XVIII, Wlkrinleriiraiie 97 SDer weitere Verkauf des von den landwirtschaftlichen Genossenschaften aus! PALÄSTINA | . . Blumenkohls 3 ftndef morgen Montag den 15. d. M. bei Josef Fröhlich, Wien, 111, QroHmarkthaUc Stand 14, am Karmeliterplatz und am Mannoverplatz statt. Wiener Perserteppiche auf Teilzahlung! I* MMns CH. MAttOL | tmn. »ln Mir »Ml Br. (2 Reichhaltiges Lager * tot. 60*7*39 * Engrospreise Hakoahner erhalten besonderen Rabatt! 549 MÖBEL ln Monatsraten ohne Preiserhöhung eil MHflHi $ sonn, m«, n, iMotr Gürtel nr. u GegonOber SOd- und Ostbahnhot Reichhaltiges Leger * Tel. BO*7*>30 * Engrospreise Hakoahner erhalten besonderen Rabatt! Soeben erschien dcr ym Sonderheft} Antisemitismus und jüdisches Volkstum Inhalt: Arnold Zweig: Der Jude in der deutschen Gegenwart Hermann Slehr: Bemerkungen rum Antisemitismus Otto Flake: Antisemitismus und Zukunft Oikajjr A. H. Schmitz: Wünschenswerte und nicht wünschenswerte Juden Wolfgang Schumann: Deutsche und jüdische „Schuld* und Aufgabe Wilhelm Michel: Deutsche und Juden Margarete Susman: Die Brücke Jakob Wassermann: Der Jude der Bestimmung L£on Blam (Parisv: Jude und Franzose Bernard Shaw: 1. Offener Brief an Henry Bernstein 2. Nachwort Heinrich Mahn: Das auferstehende Land Hans Goslar: Der moderne Jude und der Staat Rtndolf G. Blnding: Zwei jüdische Offiziere im grossen Kriege Josef Trumpeldor: Port Artur und GalHpoil (aus den Tagebüchern) Martin Bober: „Pharisäertum* Bemerkungen: Emil Ludwig: Die Sendung des Juden L. Quiddci Entschuldbarer und unentschuldbarer Antisemitismus Hans Hohn: La Nuit Kurde Moritz Goldsielh: Leisten, nicht grübeln! 156 Selten Preis S 5.*- Die kleine Auftage geht bald zu Ende! Bestellen Sie sofort bei Buchhandlung R. Löwif, Wien I Rotenturmstrassfc 22 wi ■^n* uh 71L 7 .u . sjkn S5DkbJW“iKö w » t 6 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiimifiinraiiiiiiiniiiiniininnuniiiiiiiiiiiiii ps jwnasm jyjyvi :: pn ]'N toD:$p-‘?tnjw 'Wiks rp amffiMrow-m -fH -T! pK -ijn jjajni pk im 1V p IS 1 JS .J ps TjnriK wwySi«m» P X ' J b v D 3 T b D .*H p 6 Tiys cm ]J?lfi3NpK2 OMß byttfbz K D31B *0 ' sN jni pK n / •]«{. pvvw^2 n n lyiynjK ^6 vHt .Jüdische Morgenpost* LWIen ll.Tabo/str. 52B? Tel« 48-0-82 . KUNSTMÖBELFABRIK 520 JOH. GRÜNWALD'S WS£ i.t Fleischmarkt 17 Weihburggasse 11 Weluuulra, duhUblokilc, < »!«». Klmp, Tbpaler, uh clge»«e EnlwQrfcn. stet« g r o s e >, assortierte« Lager U. fobrmr I9R Sette - Gemiiie aus Srez Israel iu Wie« Wie wir gestern kurz berichteten, langte Freitag in ba Wiener Großmarkchalle die erste große Zttrdung von Karsio aus den Siedlungen des neuen Jischub in Erez Israel an Dieses Gemüse ist in der Qualität so hervorragend, der Anblick der Prachtvollen Karsiolro'en so verlockend, daß gestern vor den betreffenden Bcrkaussständen ein Massenandrang zr verzeichnen war. Wir nahmen Anlaß mit Herrn Iehoschuah Liercr, einem Palästinenser, der sich gegurmärtig dienstlich in Wer auMlt und sich um die Ue der nähme des Transportes kümmerte, über die Bedeutung der Lieferung von Frühgemüf aus Erez Israel nach Europa zu sprechen. Nachstehend geben wir seine Aeußerungen wieder: ,Menn es gelingt, einen gesicherten Absatzmarkt für alle unsere landwirtschaftlichen Produkte zu schaffen, dann sind unsere palästinensischen Wirtschaften auf eine sichere Basis gestellt; dann können neue Siedlungen mit sicherer Perspektive gegrüirdet werden; dann wird das Privatkapital von Hans- und Landspekulation lasten und sich der fundierteren Landwirtschaft zuwenden. Jahre hindurch haben die palästinensische Plantagenbesitzer um die Durchsetzung ihrer Produkte am Weltmarkt gerungen. Die palästinensische Orange, ausgezeichnet durch ihre besonderen Qualitäten, hat den Kampf auf dem englischen Markt siegreich bestanden. Die ,Laffa-Oränge" (der gebräuchliche Name der palästmensischrn Orange) bsherrscht den englischen Markt und mm müssen sich die Gemüseprodukte durchsetzen. Die zionistische Exekutive gemeinsam mit der Konsumgenossenschaft der jüdischen Arbeiterorganisation „Hamaschbir" versuchen, die europäischen Märkte zu interessieren. Palästina hat d e n g r o ß e n Vorteil, alles G e nt ü f c zwei bis drei Monate früher liefern zu können als sämtliche europäischen Länder, Italien mit inbegriffen. Durch Bodenverhältnisse und Klima vermag Palästina unvergleichliche, ersLassige Produkte zu liefern. Als erste europäische Stadt hat gestern WrendenerstenWaggonBlumenkohlausden Siedlungen des Keren Kajemeth, Tel-Josef, Ein Charod, Beth Alpha, Daganja und Kineret h, erhalten und die ausgezeichneten Produkte finden reißenden Absatz. Einer der.fiihrenden Wiener Kausleute erklärte, als man ihm erzählte, daß der Karfiol in Kisten und ohne Blätter verpackt ist, die Ware müsse unbrauchbar ankommen. Ms aber die 3 Kilogramm schweren Rosen aus den Kisten geholt wurden und kaum 16 Prozent durch unrichtige Verpackung gelitten hatten, gab er seiner Bewunderung Ausdruck uind stellte fest, daß sich die italienische und holländische Ware mit dieser palästinensischen nicht messen kann. Der Wiener Mavkt ist an Stückkauf und nicht an Gewichtskauf gewöhnt. Die palästinenisischen Karfiole, die um ein Vielfaches kompakter und größer sind, können erklärlicherweise nur nach Gewicht verlaust werden. Diese Mavktusanoe wird sich mit Rücksicht auf die ausgezeichnete Qualiät und diegünstige Preislage zweifellos rasch durchsetzen. ‘ Es ist natürlich eine große Genugtuung für die jungjüdischen Bauern, t«ß sie jetzt schon in die Lander der Berstreuung die Produkte ihrer Arbeit senden können und daß nach verhältnismätzig kurzen Jahren jetzt auch schon das Gemüse zu einer Zeit, in welcher die europäischen Länder über gleichartige Eigenprodükte nicht verfügen —- bestimmte Gemüsegattungen Palästinas werden bereits im Dezember geerntet— von den europäischen Märkten adsorbiert werden. Ein Beweis für die unvergleichliche Qualität des Karfiols ist der Umstand, daß die Ware trotz einer noch recht verbesterungsfähigen Verpackung und mancher technischer Mängel, die bei diesem ersten Versuche natürlich unvermeidlich waren — der Transport währte vierzehn Tge — in so vorzüglicher Versastung und Frische anlaugte. Der Transport wurde von N. Cherubi, dem Vertreter der Konsumgenosienschast Hamaschbir nach Wien begleitet. Diöser erste Versuch ist gelungen und ermutigt die maßgebenden Faktoren zur Anbahmmg dauernder Marktbezichung. 6in UntietmorD ans eisersucht. Ans Breslau wird gemeldet: In den letzten Tagen des November 1914 wurde auf einer Sanbfirage die Leiche eines jungen Mannes mit durchgeschnitte» n e r K e h l e autzefunden. Nunmehr wird ein Mann namens Bayer aus Ächerwitz des Mordes bezichtigt. Der Ermordete ist sein eigener Bruder. Bayer soll die Ta^ aus Eifersucht verübt haben. ein neues modrrnes Hotel. Das in der Vorkriegszeit, in der ehemaligen österreichischen Dtonarchie und im Auslande als erstrangige Gaststätte best-- renommierte „Hotel National" in der Taborstraße 18 ist vor kurzem von Herrn Wilhelm Ball angekauft worden. Der neue Besitzer ba: in dem Bestreben, das Hotel entsprechend den neuesten Anforoerungen in punkto Hygiene und Bequemlichkeit auszugestalten, nach vollständiger Renovi.-rung in allen Zimmern kaltcs und wamres fließendes Wasser jotoHe Zentralheizung ein-* geführt, viele Badezimmer und sonstige Badegelegenheiten eingerichtet, und die Zimmer äußerst bequem und elegant. möbliert. Dieses bequeme Heim, welches Ende Februar wieder erösstret wird, bietetdurch seine zentrale Lage in der Nahe des Kais, unweit der wichtigsten Geschäftszentren, der Bahnhöfe und Messegckäude, insbesondere Kausieuten alle Bequemlichkei:. Im Hotel befindet stch ein erstklassiges Restaurant und Kaffechaus. Tr^ der Fülle und Qualität des Gebotenen sind die Zimmerpreise sehr mäßig. Die Person des neuen Besitzers biete: für die erstklassige Führung des Unternchmens zur volleil Zufriedenheit der Gaste Gewähr. Dos Hotel National wiw sicherlich vo» den «ach Ws« taB8K9fes FrWM geroc besucht werde«. 292

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