Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-02-14 · Heft 2507 (14.2.1926) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2507 (14.2.1926)
Date
1926-02-14
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981594--25558-3013213
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

8 ^tcrt; Gonntüy_ Amerikanische Philanthropen. Von Anitta Müller-Cohen. Philanthropie ist ein leeres Wort geworden. So edel -llnd groß sein Wbrtlaut ist: es hat einen sarkastischen Nebenigeschmack bekommen, <ils hohle Wichtigtuer sich Philanthropen nannten, Menschen, sie nur sich selbst liebten und sich be^; Wiegeln wollten in Wohltaten, mit denen sie die Armen niedcr- «drückten, statt sie zu erheben. Wir haben diese beschämende Phase überwunden. Wir , haben uns zu einer höheren Auffassung der sozialen Arbeit ' durchgerungen nach Toynbees Wort: „Gib nicht nur lÄeld, gib I dich selbst." Dir haben uns auch daran gewohnt, in der staatlichen Einj stellung zur sozialen Arbeit einen Jdealzustand zu sehen. Wie! sehr setzt es daher den Wiener in Erstaunen, wenn er nach! Amerika kommt und sieht, daß dieses wohlgeordnete, glänzend; administrierte und organisierte Land eine behördliche Wohl- ' sahrtspflege so gut wie gar nicht kennt. Die soziale Arbeit ist hier so gut wie gänzlich der Privaten Wohltätigkeit überlassen. Das gilt sogar nicht allein von der Fürsorge für Arme rmd Bedürftige, auch >das Erziehungs- und Schulwesen liegt : in den Händen Privater. Schulen, Universitäten, Bibliotheken, Museen sind private Gründungen und danken dem Privaikap':- tal ihre Erhaltung. Die Philanthropen Amerikas haben sich sozusagen spezialisiert. Es gibt Männer und auch Frauen unter ihnen, die ihren Lebenszweck darin finden, Universitäten zu gründen, andere schiffen Museen oder Bibliotheken und nicht wenige von ihnen sind von dem tiefen Derantwortlichkeitsgefühl beseelt, das sic erkennen läßt, sic hätten nur dann das Recht, die ganze Behaglichkeit ihrs Wohlstandes auszukosten, wenn sie von demselben auch den Armen in entsprechendem Maße mitteilen. Und wie weit geht in Amerika die Freude am Geben! Es gibt hier Philanthropen ganz großen Forniates. Nicht unter jenen allein, welche sich durch ihre Gründungen auch europäischen Weltruhm geschaffen haben, deren Namen mit dem Aufschwung von Kultur und Wissenschaft in den Bereinigten Staaten unlöslich verbunden ist. Ich möchte hier von den anderen sprechen, die das Gute und Große tun, ohne davon viel Wesens zu machen, die Wohltaten in der Stille üben und in einer Weise, weche uns die Fürsorge der alten Welt vor Scham und auch vor Neid erröten macht. Ich habe in Amerika manche von diesen Menschen kennen gelernt und es drängt mich, aus einem Gesiihl der Dankbarkeit und der Bewunderung heraus, von einigen von ihnen zu erzählen. So habe ich eines Tages in Neiv-Z)ork an einer wundervollen Feier teilgenommen. 1500 Menschen hatten sich in den Festräumen eines der prachtvollen, für unsere Begriffe ganz unerhört schönen Hotels cingefunden, um zwei edle Wohltäter zu ehren. Zwei Menschen im schönsten und höchsten Sinne des Wortes, denen Mensch sein in Wahrheit Menschlichsein bedeutet, Menschlichfühlen und Menschen lieben. Wenn irgend jemand den Namen eines Philanthropen als Ehrentitel tragen darf, so ist das Nathan Strauß und seine .Gattin Lina Gut Herz-Strauß. Ungezählte Jnstitutioi^n der Sänglingsfürsorge, nicht nur in Amerika allein, sondern auch in den notleidenden Staaten Europas danken diesen beiden stillcn. schlichten und in ihrer stillen Bescheidenheit so unsäglich großen Menschen ihr Entstehen und ihr Bestehen. Es ist nicht notwendig, steinerne Gedenktafeln für solche Menschen zu errichten. Das Leben der hunderttausend Kinder, denen sie Glück und Gesundheit gaben, ist ein Denkmal, wie eS größer und schöner nicht geschaffen iverden kann. „Der alte große Mann" nennt man Nathan Strauß in Amerika, aber der 78jährige verwahrt sich entschiedenst dagegen, für alt ge» holten zu werden. Und wer wie ich die Freude hatte, diese beiden Menschen nicht nur bei einer offiziellen Feier zu sehen, sondern mit ihnen wunderschöne, vertrauliche Stunden airf ihrem herrlichen Landsitze bei New-?)ork zu verleben, der weiß, daß sie beide wirklich jung sind und nicht altern können. Denn diese Kraft des Erlebens und des Empfindens, diese unendliche, sich stets erneuernde Güte muß sie stark und froh und jung erhalten. Gewiß, NäWn Strauß ist ein reicher Mann, auch für amerikanische Begriffe reich. Aber dennoch gibt er nicht nur nach seinen Verhältnissen, er gibt weit mehr, als ein anderer in seiner Lage wohl tun würde. Er letg sich Opfer auf, mn im notwendig großen Mißstabe geben zu können. Er verkaufte seine Rennpferde, seine Aacht, seine großen Glas- ^häuser, um von diesen! Erlös wirklich Großes, Unvergängliches schassen zu können. Aus Palästina kam die Nachricht, daß man großzügige Hilfsaktionen für Kinder und Kranke brauche. Da reisten Nathan und Lina Strauß nach Palästina, sie nahmen die Strapazen dieser Fahrt und des Aufenthaltes im fremden Lande, iüls ihnen so wenig von der gewohnten Bequemlichkeit bieten konnte, mit lächelnder Freude auf sich. Sie wollten selbst sehen, wo es fehlte, und in welcher Form die Hilfe geboten werden mußte. Uns als sie sähen, wie sehr notwendig die Hilfe ivar, da ging Frau Nühan Strauß hin, ganz leise, ganz freundlich, ganz selbstverständlich, und verkaufte ihren unerhört kostbaren Schmuck — alle ihre Juwelen. Denn, nicht wahr, es ist nicht notioendig, Schmuck zu tragen. Aber es ist notwendig, daß man Kinder vor dem Zugrundegehen schützt. Keine neue, keine himmelschreiende Idee, wirb vielleicht mancher sagen. Nein, sie ist nicht neu, sie wurde oft gepredigt. Neu aber ist, daß jemand auch nach ihr lebt und sie in die Tat umsetzt. „Wir wollen arm sterben" sagen Nathan Strauß und seine Gattin. Es ist, als ob sie, aus einem tiefen religiösen <^sühl heraus, dem Himmel wiedergeden wollten, ivas er ihnen in ihrem Erdenleben bescherte. So gehen sie jetzt daran» in Jerusalem ein t^esuttdheäszenreinu zu schaffen, eine Stelle, zu der die Kraulen und Hiljs'oedürstigen kommen dürfen, wenn jie ärztlichen Beistand, Unterstützung, Fürsorge und Ratschläge hrmtcheu. Einen Mittelpunkt für alle, -ie sorgen beladen fiito. Wtoxr «twuemeUiiiM _W. fftttmc M6_«r. «8» Warum lösen Sie Kreuzworträtsel? Bon OSlkär SttfenM. An einem KaffeehanSttsch sitzt ein erwachsener Mensch, der Physiognomie und Kleidung nach bürgerlicher Provenienz, mit Bleistift und Radiergummi ausgerüstet, einer intensiven Beschäftigung hingegclben. Die Gedanken für das tägliche Leben, für die schönen Dinge, für die Weltpolitik sind auS» geschaltet, sein Gehirn gchövt mir einer einzigen Aufgabe, sein Stift bewegt sich vertikal und horizontal, biswoilen greift er nach einem Lexikon, um es mit einem befreienden Seufzer wieder an feinen Platz zu stellen, und plötzlich, wie befreit aufspringend, ruft er einem emtretenden Bekannten zu, „Alles gelöst". Die Zeitungen werden beiseite geschoben, die Lunge atmet auf, siegreiches Lächeln flitzr über sein Gesicht, als hätte er etwas für die Unsterblichkeit getan. So hocken sie in unausgesprochener Gemeinschaft überall in den Kaffeehausnvschen, mit Wassergläsern, Zigarettenstmnmeln, Ausschnitten die Tische verunzierend, und ein französisches Blatt weiß aus Wien zu melden, daß die Casetiers Wiens von dem stillen Treiben dieser Nichtkonftrmenten alles mehr alö erbaut sind. Und ein anderes Blatt weiß zu melden, daß ein amerikanischer Journalist, dem der Erdball die Erfindung des Kreuzworträtsels verdankt, an dieser „epochemachenden Kreation" ein Milliardenvermögen zusammengstrnWvvrträtselt habe. Welch herrliches Jahrhurchert? * Das demokratische Amerckd atso har du- Kreuzworträtsel erfunden, populär, zum täglichen Brot, zur stündlichen Hingabe gemocht, Derselbe Geist, der Wolkenkratzer baut aus wirklicher Materie, baut leere Felder für das mechanisierte Hirn Über-, neben-, durcheinander, schafft.ein heilloses Buchstaben- und Ziffernjazzbandmosaik. Ist die Welt entgötlert? Gibt eS keine Probleme mehr? Ist die Phantasie getötet — durch Film, Radio, Reklame? Wie wäre anders das Hinsinversenken sonst brauchbarer Hirne in die „Mysterien" des Kreuzworträtsels zu erklären! Als Nachkriegsevschc inung hat man die Spekulationswut konstatieren können, und nun, da die Spekulation mit Konjuukturwerten unrentabel geworden ist, wird vielleicht der Intellekt zu einer Platonischen Spekulation, zum sinnlosen Kombinieren gegriffen haben, um die dem Menschen eingeborene Neigung zu. Spintisieren zu befriedigen. Aber hier — und das ist das Betrübende — gibt es nur ein Experrimentieren mit toten Buchstaben, die einander nichts zu sagen haben, die sinn- und inhaltlos neben- und übereinander wohnen, so daß zum Schluß nicht die Lösung einer Frage gefunden, sondern die Entdeckung gemacht wird, daß die Schlange sich selbst in den Schtvanz gebissen hat. Es sind nur Begriffe, die anftauchen, ohne jede Vorstellung, totes Material in Quadraten, mit dem die Phantasie nichts an-- sängen kann; kein Resultat, nur ein Ende. Die Hervschast des mechanischen Verstandes, das Dominieren eines öden, unlebendigen Rationalismus, eine Art Interessendemokratte schtvingt das Zepter über Schuldige und Unschuldige und läßt sic Seligkeiten genießen, die mit dem „Wagrecht" und „Senkrecht auch schon zu Ende sind. Die. Phantasie hat ein vollständiges Debakel erlitten, (denn die spekulative Arbeit entbehrt eines wirklichen Objekts) und muß in das Gebiet des nüchternen, abstrakten Verstandes flüchten, ohne Hoffnung auf ein wirkliches Erlebnis, auf aine Ueberraschung, auf eine Pointe, die allein auch das Gemüt befriedigen kann. Und wer von den Klugen und Uoberklugen, van den Prompllüfern und Blitzfindern, von den Übergeistteichen Kombinatoren könnte Anspruch auf Bildung, auf eben evst erworbene oder vermehrte Bildung erheben, der erfahren hat, daß es Emu, Ai, Ger gibt und die lange Reihe chemischer Zeichen se, so, fi, fu, fa? Alles ist Training, Gedächtnisabstrapazieren, meclMisches Denken, Willkür — für den Löser und den Komposttour. Und beleuchtet nicht der Unwert des Kreuzworträtsels, seinen öden Mechanismus die Tatsache, daß man dahin ge langt ist, den spielenden Narren einen Kreuzworträtsel- Lehmann fix und fertig auf den Tisch zu legen, eine Gebrauchsanweisung für alle diejenigen, die ein Wiener Schriftsteller in einem anderen Zusammenhang „Jntelligenzplcbejer" genannt hat? Und belvuchtet nicht die Epidemie des Kreuzworträtsels der Scherz, daß eine kranke Ausländerin von einem HotÄportier, den sie nach einem berühmten Chirurgen fragte, die Gegenfrage „Wieviel.Buchstaben soll er haben" erhielt? * Ist's ein Spiel, eine Leidenschaft, eine Krankheit? Ist's Trägheit des Hebens, ist's wie Mechanik, ist's Narretei? Welche Schamlosigkeit gehört dazu, schone weiße keusche Quadratfelder mit schmutzigen, häßlichen, aufdringlichen Buchstaben zu bedecken! Fremde Zeitungen, die kultivierte Menschen nachher .'m die Hand bekommen, zu besudeln! Kennt ihr die häßlichen Neigungen, Primitiver Pornographen? Es ist dasselbe schandbare Spiel, das diese Pornographen treiben, die es sich nicht versagen können, die humanen Wände ge-» wifler Kabinette", Telephonzellen und Häusevplaniken mit dem Unrat ihrer infantilen Triebe zu besudeln. Eine Tat, io schön, so groß und segenbringend, daß wiederum Tausende, die hier Hilfe finden, den Namen ihrer Wohltäter mit Liebe und Dankbarkeit Preisen werden. Wie großzügig Amerikaner.zu spenden verstehen,'das sieht man vor allem an den Fürsorgeinstitutionen, die sic errichten. Ich habe es vielfach abgelehnt, diese Einrichtungen in Amerika zu besichtigen. Man sieht sie mit einem staunenden Neid, man faßt die Größe,.den Reichtum nicht, der sich hier ausdrückt. Es ist ganz unmöglich, daß einer Fürsorge, der unsere heimischen Verhältnisse gewohnt ist, an diesen Einrichtungen lernen kann. Man betrachtet sie, man geht hindurch man staunt, bewundert. Aber nicht einmal in dem leisesten, entfenitesten Gedanken dürfte man mit dem Wunsche spielen, ähnliches versuchen zu wollen. Es wäre, als ob ein Bettelkind König spielen wollte. Ich konnte aber nicht ablehnen, als Mrs. F r e e d m o n, eine gute, weißhaarige vornehme Dame mich einlud, das Altersheim anzusehen, welches ihr Bruder gestiftet hatte. Bon allen Hilfsbedürftigen sind die Alten für mich diejenigen, deren Nof mir am meisten ans Herz greift.- So ohne Hoffnung stehen sie da, an den Trümmern ihres Lebens, die von einem ruhigen, behüteten Lebensende geträumt haben, die für ihre alten, müden, iältedurchschüttelten Glieder so notwendig Hülle, Wärme, Bequemlichkeit brauchen würden und nun dazu verdammt sind, in kasernartigen Häusern als Typen, als Nummern, ein karges Existenzminimum vorgesetzt zu erhallen. So ist es bei uns. Es k a n n nicht anders sein. Und vielleicht habe ich gerade darum nie ein Altersheim errichtet, »veil gerade hier die Unzulänglichkeit der Mittel hinter dem liebevollen Wollt» so unendlich weit, so schmerzhaft weit zurücKleibt. Daran dachte ich, als ich an der Seite der Mrs. Freedman durch die herrlichen asphaltierten Straßen New-HörkS fuhr. Das Auto hielt vor einem wundewollen HauS, einem kleine», schönen und vornehmen Landsitz. Zeugte daS Aeußere schon von gediegenem Reichtum, so war das Innere noch verblüffender. -Das ganze Haus war ausgesüllt mit der kostbarsten Einrichtung, mit Perserteppichen, Bronzen, Blumen» Bildttn. Da gab eö Speisesäle, wie sie in unseren schönsten Hotelnicht strahlender und prächtiger sein können, Schach-, Billard- und Lesezimmer. Es gab große, entzückend eingerichtete Schafzimmer, deren jedes sein eigenes Badezimmer hat. Das alles in einer so unerhört luxuriösen Ausführung, wie ich sie bisher nur in den allerreichsten Privathäusern angetroffen habe, ein Heim von Menschen, die!m Luxus verwöhnt sind und sich alle nur erdenklichen Bequemlichkeiten und Behaglichkeiten ersinnen. Das war das Altersheim, das Mrs. Freedmans Bruder für arme alte Menschen errichtet hat. Für die Einrichtung und Erhaltung des Heimes ivurden fünf Millionen Dollar 25 Friedensmillionen ausgegeben. Vielleicht werden die Nörgler wieder kommen und sagen, dieseni Philanthropen wäre eö vor allem oarirm zu tun, ihren Namen Denkmäler ju setzen. Möglich, sehr wahrscheinlich sogar, daß hier auch ein wenig persönlicher Ehrgeiz und persönliche Eitelkeit mitspülen. Beide sind so starte Triebfedern M menschlichen Handeln, daß sie wohl niemand ganz ausschalten kann. Aber wohl dem Lande, dessen Menschen für ihre Eitrlkeit und ihren Ehrgeiz eine solche Form der Betätigung finden. Wohl der: Menschen selbst, bei denen auch Ehrgeiz und Eitelkeit sich in große, herrlich edle Gefühle umsetzte, ln Menschenliebe und in Opfer» für ihre Nebenmenschen. : Ich habe aber auch andere amerikanstche Philanthrop«! kennen gelernt, bei denen auch dieser leise Borwurf nicht zutrefstn kann, die ihre Wohltätigkeit nicht in bleibenden Werken niederlegen, sondern iy lebendigster Weitst» von Mensch zu Mensch Gutes tun. Schon in den ersten Tagen meines Neivtorker Aufenthaltes' fragte man mich: Da Sie doch sozialer rbeiter sind, tverden Sie wrchl Mrs. Emma Wertheim kennen? Ich hatte den Namen schon einigemal erwähnen gehört und fragte nun nach der Dame, nach der Art ihrer Betätigung. Man konnte mir darüber kein« Auskunft geben. Es ist schon so, daß sich oft die edelsten, die idealsten Bestrebungen nicht in eine abgebrauchte Wortsormel zwängen lassen. Was tut Mrs. Wertheim? Sie Hilst. Sie hat sich nicht spezialisiert, ist küne Gründerin von irgend welchen Institutionen. Aber wo es Arme, Bedrückte, Notleidende, Hilfsbedürftige gibt, die finden ihren Weg zu dieser Frau. Ueberall, wo man einen ganzen Menschen braucht, der das Vibrieren eines leiderfüllten Menschenherzens in den eigenen Newell und in der eigenen Seele mitempfindet, dort ruft man nach Mrs. Wertheim. Sie kommt und hilft und sie ist auch in ihrem herrlichen Heim immer zu sprechen. Sie ist bereit, wann immer Elend an ihre Türe Pocht und in welcher Gestalt immer es kommt. Sie hilft in großzügigster Weist mit Geld, mit ihren gwßen Beziehungen, mit dem Rate, der nicht nur aus einem gwßen Herzen, sondern aus kluger Erfahrung kommt. Sie gÄndet Existenzen, sie rettet Lebensmüde, sie unterstützt Frauen, rettet Kinder, sie versorgt Alte. Kein „Fall", der fiir sie zu schwer wäre, der ihr hoffnungslos erschiene. Sie arbeitet. Sie grht oft um 8 Uhr morgens schon aus ihrem Heim fort, immer unterwegs zu den Bedürftigen und zu jenen, die Hilfe geben können. Sie hat sich kein Denkmal errichtet, nicht in Form einer Büste oder eines SniN''s, auch nicht in Form einer Stiftung cder eines Hauses, das ans marmorner Platte ihren Namen trägt. Aber dieser Name ist Wf Hunderl Lippen, in hundert Hrrzen als der einer Retterin. Fvuftr blau-weiß« Hakoah-Redoutr. E Heute Sonntag den 14. d. »m 9 Uhr abends, « den Sälen der Hofburg, fünfte blau-weiße Hakoah-Rsdonte. Große Damenschönheiiskonlurren-, DameufpeNde: Am» nchmen A-etter „Gertrud". Damen: Abendtoilette oder KopüM, Marke «wünscht- Herren: Frack oder Smoking. Borvrrkaaf: (3 Schilling) Sekrekartak, 1. Bez., WipPlürger« straße % Tel. HS.109; Kehlenborker. 1. Bez., Krugevsttahe 3; Mda. 2. Bez., Taborsiraße 5; SporchauS Lazar, 9. vez., KoÜnMr &. und be: allen Sektionen der Hataach ütfuhlifl» IO flftjOiBL

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.