Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2507 (14.2.1926)
- Date
- 1926-02-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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«r. 2507 K. Mbmar 1926 Wien, Sonntag ' daß manche Leut-e^ die, um -ihr Leben zu fristet:, jahraus jahr- M geMmgen waren, sich gegen di-e Willkür des Fiskus mit eitlen Mitteln zu tvchvcn, diese nun auch einer jüdischen Be- -Hörde lgogenüibcr anzuwenden suchen, und empört sind, wenn sie auf Recht und Ordnung besteht. Sa müsse die Einhaltung der Bauordimrrg, welche in den Anfängen der Stadt nur lax geihandhabt wurde, in: emiueu-ten iiffenKichen Interesse streng dmcchgefetzt werden. Auch sei es nur gerecht, daß die Kommifsilmsvorsteher, zumal aus den: Arbeiterstand, ivenn sie -durch ihr Amt dam gewöhnlichen Erwerb entzogen iverden, dafür aus städtischen Mitteln Entschädigung beziehen. Die größere Zahl der Beamten schließlich erkläre sich zwanglos davaus, daß die Verwaltung Tel^Alviws bei den: rapide«: Bevalkornnysz^wachs und bei der starken Ba-nbeweqnng ganz außerordentliche Anforveruilgei: stellt. UebrigeidZ seien die Gehallte der Beaurtcn sehr klei«: — und zndon: noch seit Monaten -rückständig. Den Chorus der Unzufriedenen verstärken gewiß die Stimmen mancher Boden- und anderer Spekulanten, die guter: Grund haben, sich durch die Reforrnibeiichlüsse der linken Mehrheit im Gemeind erat beschwert zu fühlen. Daß r.nbebau-te-r städtischer Bode«: bestene-vt wird, i-st schließlich in den Mischen Siedlungen Palästinas keine Nerrevung nrehr. Doch matt faivit.fic bisher nur Steuersätze Var: etwa 2 bis 3 Prozent des Bodeniwevtes, -i,n Tel->2lwiw 3 Prozent. Nurvrnehr hat die Iria der Negierunig einen Beschluß zur Bestätigung vorgelegt, wonach jeder, der mehr als oiiiteit Bauplatz hat, jährlich von den: durch Schätzung festzustellenden Wert feiner Bauplätze eine zchirprvzent-i-ge Gebühr an die Ge-nreindekasse abzuführen hat. Gegen diesen rad-ik-ailen Be-schluß wird tvohl die breite j-üd-ische Oefsentlichkeit, «nid werden voran die Freunde des nationalen jüdischen Bodens nichts cinzuwenden haben. Noch weniger, wem: die J.ria, wie es heißt, den Ertrag dieser Gebühren dahin verwerten «rill, um den Gruildbesitzeri: oje Beschaffung von Hypoihekarkredit und so die Bebauung ihrer Plätze zu erleichtern. Bedenklicher sind jchou di-e Sätze der Mietsteuer, welche von 1 Prozent bei einen: Zimmer bis (i Prozent bei zninirtdest 6 Zimmern airsteigen und jetzt bis zu 10 Prozent erhöht iverden sollen. Die absolute Höhe ist n-icht so exorbliant; zahlt man doch auch an die Bclladic von Jerusalem 8 Prozent, aber die rasche Progressioi: der Sätze, welche darauf hinzuzielen scheirn, jede bessere Lebensführung gleich,sqn: zu bestrafen, wird als drückend e-lnpsnivde«:. Äluch erleichtert cs die Bauführnng nicht, wenn für die Erlaubnis zun: Bau,, wie für vieles andere, hohe Gebühren eilrgesovd-ert werden. Am ineisten Staub aber hat a-uifgewi-ribelt, daß die Jrm in ihrem Nachtragsbudget etwa 30.000 ägypt. Psuiw, welche von den Elter«: der Bolksschüler als Schulgeld gezahk: worden sind, ans das allgemeine städtische Budget übernimmt. Das scheint an und für sich keine so radikale Maßregel; entspricht es doch dem, was in Europa gang und gäbe ist, daß nämlich der Besuch der Elementarschulen allen unentgeltlich freistcht. Auch ist es gerecht, daß jeder Zahlungsfähige, ob verheiratet oder nicht, mit oder oh««e Kinder, zur Deckung des Schu-llbudgets hcrangezvgen wird. Temroch lag gerade in Tel-Awiw keine zwingende Notwendigkeit zu dieser Aenderung vor, mbd am tvenigsten in: jetzigen Zeit-p-nnlkt der allgenreinen Geldknappheit und. Utrznsri-edercheit; den«: schließM) zahlt man. doch - nwch immer lieber Schulgeld für eine bestmmrte Gegenleistung zugunsten der eigenen Kinder, als «ine allgemeine Steuer für irgendwas oder -irgendivc»::. Und schließlich dürfte es bisher auch kauinr Vovge-kommcn sei«:, daß, eiht Kind von: Schulbesuch ausgeschlossen wurde, weil sei,«re Glterir das Schulgeld nicht -bezahlen konnten. Ob :mn mit oder ohne Grund, die Unzufriedenheit der bürgerlichen Elemente -in Tol-AWIiw ist groß. Ein Zeichen hiefür ist iud6icn Dilsengosfs Rücktritt die betrübende Tatsache, daß d-er reiche Fabrikant Delfiner ioirre Seidenweiberer, dieses Temonstvatiorrsobjeckt für die Jndnstrlal:sicrnn.g Palästinas, plötzlich gesperrt hat. Es war vor allen: eine Geste des Protestes gegen das, was er als Schikane der Arbeiterschaft empfand. Herr Dworski, der Finanzreiferent der' Irin, hat zwar in offener Geme-irtd-eratssitzung diese Anklagen an- Har«d plausibler Ziffer«: z-urückgvwiesen. Bürgermeister Drsc-ngosf -schied aus seinem An:t mit dem Rufe «rach Neuwahlen, und Mar ans Grund o'mer zu reformierenden Wahlordnung, welche die Wahlpflicht einführt. Bekanntlich haben auch ir: Europa die bürgerliche«: Parteien immer z«:r Wahlpflicht Zuislucht genonrmen, n-n: -ihre lässigen Anhänger a«r die Urne z«: bringen. Disengoff und seine Freunde hoffen anscheinerrd, durch ihren Manda-tsverzicht zu erwirken, daß die Regierung Neuwahlen an>ord«:et. Doch ist kann: anzuMhmen, -daß sich die Eligländer in i»:bor>:e Stre-iti-gkeiten der Jude«: ein-nrischen; höchstens daß der Distriktsgouverne-nr jenes Nachtragsbudget «eicht bewilligt. Der:«: das Budget Del-Awiws von eileer Biertellnillion Pfrmd jährlich auf 10.000 Seelen gegenüber de«n Budget des gesanüen Mandatsgebietes Palästina von kaum einer Milldo«: auf 800.000 Seelen ist dem: doch verblüffend hoch. Mes znsamnwllgesaßt, läßt sich sage», das; die Zuspitzung der Gegensätze in Tel-Awiw hauptsächlich auf die nnb-efriiedige««de Wirtschaftslage zurückznführen -ist, oder, wie das jüdische Sprichwort so ku-rz iwii> treffend sagt: „Der Talle-s schlägt sich". Zu tiefgreifender Beunruhigung aber liegt wohl kaum ein Anlaß vor. Dar Stolz auf das durch gemeinsame Arbeit gaschaffene und trotz der Krise rvoch immer mqchtig aufstrebende TÄ-dttviw, m«d das Bewußtsein dar getneinsannn Aufgabe«: ist in allen jüdischen Herzen so vage, daß die trennenden Tendenzen — dank der Einsicht beider Teile — sicher bald überwunden lverden. WSHmt Msesttkzettm^ Tagesbericht. Sie Woche. Das Rededuell Mussolini—-Stresema«:n und die Affäre Weisz haben scheinbar eigentlich diese Woche die größte Sensation hervorgerufen. Es tvaren ja auch wichtige Ereignisse — Vas eine könnte einen Erdteil, das andere einen Stand bewegen —, im Wesen aber so einfach, so traurig, so einleuchteiü), daß es nicht gut rnöglich ist, dem allgemeinen Geschrei und der Entrüstung «wch eine neue Nuance abzugewinnen. Und dann hat die Sache noch ihre besonderen Gründe. Der eine Fall befindet sich bereits in: Stadium der gerichtlichen Untersuchung, eine eingehende Behandlung ist daher preß-gesetzlich verboten. Im anderen, im politischen, scheinen öle Gegner selbst ihr Redebcdürfnis vollkommen befriedigt zu haben; hoffentlich bedeutet dies auch irgendwie Einlenken und Schluß der gefahrvollen Feuerspi-elerci. Das Feuer in diesem Augenblick dämpfen, hieße vielleicht, es zu schüren, und dies könnte niernand, wenn auch unbeabsichtigt, mitverantworten. Und schließlich . . . die „Deutsche Zeitung" bedauert, daß die Juden sich um das Selbstbestimmungsrecht Oesterreichs und Südtirols kümmern. Die Jdeenreinheit lverde darunter leiden, meinen diese Herren. Sie sollen Recht haben, ihr verderbliches, blindwütendes Gekläffe kann kein rechter Jude mitmachen. Und den Unrechten ist in diesem Blatt scho«: aus anderen Anlässen — zuletzt aus den: ungarischen — vielfach gezeigt werden, ivohin ihr Uebereifer führt. Für die Assimilation ist die Welt kein Moloch, der den gefräßigen Rachen aufreifet,, um sie mit Haut und Bein zu verschlingen. Dem Moloch muß man sich nur anbieten . . . $ Das wollen ivir auf keinen Fall. Als Symbol dieses unbeugsamen Willens zur Selbstbehandlung und Selbstaufrichtung «nögen unsere Feinde die jüdische N a t i o«: a l v e r s a m m l u n g in Palästina betrachten. Ihre Beschlüsse besitzen vielleicht nur lokale Bedeutung intb sind nicht immer welterschütternd; darin aber gerade liegt ihr tiefster Sinn. Das jüdische Volk will die Binsenrvahrheit verwirklichen, nicht ftüher Allevweltsbeglückcr zu sein, bis das eigene, wenn auch kleine Haus gebaut und in Ordnung gebracht ist. Heimatlose Menteurer sind nur falsche Messiasse . . . Aber auch den Gefühlswert unserer Nationalversammlung dürfen wir nicht unterschätzen. Daraus kann, trotz allem, nicht oft ge«:-ug hingcüviesen werden, daß in -diesem Stadium der zionistischen Bewegung die kraftauslösen-de -und menschengewinnende Bedeutung der palästinensischen Institutionen der realpolitischen gleichzustellen ist. Man muß sich vor Ueberschätzung hüten; auch massenwiÄende Mittel, Symbole n«rd Schöpfungen, auch wenn sie augenblicklich noch nicht aus Lebensnotwendigkeiten entstanden sind, kann eine erfolgreiche Bewegung kaum eintvagen. * Im Streit der Philosophen um die Mitleildsechik — das ist um die Begründung und Erklärung der Moral aus dem Gefühl -des Mitleides — sprechen viele Erfahrüngstätfachen und subjektive Empfindungen den Gegnern dieser Sympachiemoral das Wort. So wird jeder gleich bestätigen, daß ihm eigentlich fremdes Mitleid auch in großer Not, im Wesen Peirtlich ist. Wenn dos Mitgefühl aber en gros vertrustet wird, muß es jeder Taktvollere unangenehm, störend ernpfinden und es gerät schließlich nicht selten in den Verdacht, nicht ganz lauteren Motiven seine Zeugung und Geburt zu verdanken. In dieser Form wird es zu-r Philanthropie, diesem verzerrten Hcrlbgdbilde der menschlichen Gesellschaft, mit Tanzveranstaltunge«: für beinlose Krüppel und Mode-, Tratsch- und Kuppeltees für sterbende Lungenkranke. Aus Amerika kornint es aber jetzt noch -bester. Dort hat auf dem jüngsten Bäckerkongreß irgendein ganz großer Brotsabrikant den Antrag gestellt, einen Riesenbäck er trust, die Incorporated William Wards Bakerh CY. mit einem Aktienkapita-l von 2 Milliarden Dollar (140 Billionen Kronen) zu gründen, um einen anschnlichen Teil des jährlichen Riesengewinnes wohltätigen Zwecken zu widmen. Eigentlich ivar es uingekehrt: der noble anrerikanische Milliardär will seinen armen Mitmenschen helfen; einzig zu diesen: Zweck — nicht lachen, so hat diese Begründung gelautet — schlägt er vor. diesen Trust ins Leben zu rufen uslv. Ist dieses großzügige Mitgefühl en masse n-icht rührend, daß die notwendigste«: Lebensmittel verteuert, rmzählige Existenzen ruiniert und sich die Taschen Mt, u«n ohne geringste eigene Einbuße, der sentimentalen Stirnme der „Menschlichkeit" zu genügen?! Nein, liebes Mitleid, bleibe vereinzelt, scham-hast, bleib stiller, unsichtbarer Begleiter aufbauender Ideen und lebendigen,. wirklich helfenden Verstandes. Nur tiefste Scham ist Gewähr dei«:er Keuschheit. Und ich sage euch, daß die süße, offenherzige, schlangenhafte Lia de Pntti recht hat . . . Recht, daß sie bisher ihr Pse«:donym de Putti allen Interviewern gegenüber als ihren lvahren Namen ausgegeben und ihre adelige Abstamnuing betont hat, währe«:d sie in Wirklichkeit eine simple Amalie Jan ko ist . . . Warum die närrischen Kinoanbeter hinter die Krllissen sehen lassen, wenn sie so dumm sind, auf Putti und Stan:n:baum enchfänglicher zu sein, als auf Janko und talentierte. Bürgerlichkeit?! Und wenn pleite gewordene und reklaursüchtige Geschäftsleute Kleider, Juwelen, Schuhe und Pelze ins Haus schicken ««nd von einer Rechnung mit Rücksicht zahlungskräftiger Freunde nichts erwähnen: tvelche junge, lebenslustige, aufstrebende Schauspielerin könnte dem auf die Dauer widerstehen? So iveitblickend, daß man wirtschaftliche Krachs und Krisen Voraussicht, ist auch die vorsichtigste Dame- Gatti«: «ucht, und die kleine Lha hat sich höchstens nur der momentanen materiellen Situation ihrer Freunde vergewissert. Ein .Hehl aus ihrer leichten Lebigkeit hat sie nie gemacht, man sagt sogar jetzt noch, sie sei viel besser als ihr Ruf, den sie selbst hinausposaunt hat . . . Schließlich, warn::: sollte sie sich für ihre eingestandene Unschuld einsperren lassen und nicht lieber in Holywood für 1000 Dollar in der Woche filmen und die wankende Position und das erschütterte Prestiqe retten und auffrischen?! . . . Warum hält Wieder eröffnet! ■■■& Hotel National Wien, II. Taborstrasse IS Telephon 41*5*93 Vollständig neu eingerichtet, zentrale Lage, 200 Zimmer mit Messendem kalten u. warmen Wasser, Bäder, Zentralheizung, Lift. Kaffeehaus und Restaurant Im Hanse! MfUsige Preise! Nene Leitung! Nene Leitung! man sich an ein einzelnes, nm seinen Erfolg besorgtes Mädchen, wenn das System schuldig ist, das Tra-ra der Filmwelt, des Geschäftslebens, der Großstadt ... . 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In diesem Geist danke ich Ihnen aus der Tiefe meines Herzens für die große deren Sie mich wert befunden haben. Ich würde gerne Persönlich bei Ihnen sein, nm die goldene Medaille zu empfangen. Dies war mir leider unmöglich. Albert Ein st e i n." Präsident Heals erklärte, es sei der einhellige Wunsch d'er Gesellschaft, daß die Zukunft Einstein wertere wissenschaftliche Triumphe 'bringen möge, wie sie chm bereits zu einer der ersten Persönlichkeiten der modernen Wissenschaft gemacht hätte. Eine Heldentat der Budapefter Affimilmitea. Aus Budapest wird uns berichtet: Der Präsident der NeÄogen-gemeindr, Dr. Alexander Lederer, h-ai in seiner krankhaften Verfolgung jeder zionistischen und selbstbewußten jüdischen Regung abermals dm Heldenftückchen vollbracht, das in den weitesten jüdischen Kreisen von Budapest tiefe Erregung hervorgernsen hat. In den Budapefter Synagogen werden von altersher Spenden „für Erez Israel" gewinnet, die der unproduktiven, lmrgst überwundenen Ch-alukah zugewendet wurde::. Der Tempeldovstand der Rombachsynagoge, die von Anhängern der konservativeren Richtung frequentiert wird, aber gleichfalls der Oberaufficht der Ncologengemeinde untevstcht, hatte vor einiger Zeit den vernünftigen Beschluß gefaßt, an Stelle der Chanukajpenden Spenden für den Keren Kajemeth, den jüdischen Nationalfonds, einzusühren. An geeigneter Stelle wurde eine Speridentafcl für den Keren Kajemech angebracht. Diese Verfügung des Tempelvorstandes, der übrigens durchaus nicht zionistisch gesinnt ist, hat bei den DempeDesuchern starken Anklang gefunden und die Thoraßxnden für den Keren Kajemech liefen reichlich ein. Das brachte Dr. Lederer ganz außer Faffung. In einer überaus strengen Zuschrift wüd dem BethauSvorstand der Rombachsynagoge der schwere Vorwurf gemacht, einem zionistischen Fonds in den Tempel Eingang geschaffen zu haben und gleichzeitig ein strenges Verbot der Zulassung von Thoraspenden für den Keren Kajemech dekretiert. Wie lvir erfahren, werden der gemaßregelte Bethansvorstand und eine große Gruppe der ältesten Bctsitzinha-ber gegen diesen Willkürakt Pwtest einlegen. „Siottistmu als Mittler zwischen Satan und Richlinden." Heber dieses Thema spricht Oberrabbiuer Dr. Z. P. C h aj eS Donnerstag der: 25. d. um 8 Uhr abends im B erbau d S h ei m, 6. Bez., KÜnigSeggaffe 10. Karteuvorverkauf: Löwit, 1. Bez., Noteuturmstraße 22; Zionistisches Bureau, 1. Bez., Kärntnerstraße 28; Rath, 2. Bez., TaSorstraße 20 a SchuhwarenhauS Frichhack, 5. Bez., Masgützetenstraße 30; lkunstwerkstattv Kohn, 6. Bez., Mariahilferstraße 101; Vereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 12 bis Uhr abends). Brandkataftrophe in Kairo. Ans Kairo wird telegraphiert: Die Gebäude 8er lcmÄ» wirtschaftlichen Ausstellung, deren Eröffnung auf den 20. d. anberaulnt war, sind durch eine heftigeFeuersbrunst binnen 20 Minuten zerstört wovden. Es sind keine Opfer zu beklagen. Der angerichtete Schaden P erheblich. Glücklicherweise befanden sich in den Gebäuden, die in orientalischem SKe errichtet und die im Gezireh-Biertel bei der Kaarel-Nil-Brücke gelegen tvaren, noch keinerlei Ausstellungsobjekte. Sie Verhaftaag des Chelrrdottears Weisz. Wie schon berichtet, hat der gewesene Chefredakteur deS „Abend", Alexander We is z. gegen feine Verhaftung Einspruch durch seinen Verteidiger erheben lasten. Die Ratskammer wirtz sich am Msntag ggtt dieser BeWveche beschäftigst,