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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-07 · Heft 2500 (7.2.1926) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2500 (7.2.1926)
Date
1926-02-07
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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7. Februar 1926 Heite ^4 _Men, Sonntag_Weiter Morfteirzelturtft Hakoah im Jahr« 1»2S. Die Leichtathletikfektion. Aus den bei der Generalversammlung der Hakoah vorgelegten Sektionsberichten. Erneu Bericht über das abgelaufene Sportjahr zu geben, ist schwer, weil für uns, die wir die Geschäfte und sportlichen Arbeiten der Sektion leiten, die Lage sich weitaus anders darstellt als für den Außenstehenden, deur im allgemeinen kein anderer Maßstab für die Bewertung geleisteter Arbeit zur Verfügung steht, als Meetingsberichte, die aber lediglich kundgeben können, welche sportlichen Erfolge der Sektion beschieden waren. Wir sind Heuer leider nicht in der Lage, wie im vorigen Jahre von hervorragenden Erfolgen unserer Athleten zu berichten. Die wirtschaftliche Lage brachte es mit sich, daß die beiden hervorragendsten Athleten unserer Sektion sich ihren Lebensunterhalt im Auslande suchen mußten, und dadurch für die Sektion vorläufig verloren sind. Die Leichtathletiksektion hat es sich so wie bisher angelegen sein lassen, die Jugend für die sportliche Tätigkeit zu gewinnen und in zwei Wettbewerben hat die Sektion bewiesen, wie ernst sie es mit ihrer Arbeit nimmt. Beim Frühjahrs-Waldlauf des Oesterreichischen Leichtathletik-Verbandes erschien die Hakoah mit 16 Mannschaften am Start, die alle das Ziel in ausgezeichneter körperlicher Verfassung passierten. Einen Ehrenpreis der Hygiene-Ausstellung gewann die Hakoah beim Stern lauf, mit 80 Athleten antretend, den dritten Ehrerrpreis, gespendet vom Olympischen Komitee, gewannen unsere Jungathleten dnrch ihren Sieg bei „Quer durch Wien". Die Leichtathleten halfen auch den Schwimmern den Massenpreis des Schwimmens „Quer durch Wien" zu gewinnen. 30 Leichtathleten nahmen am Schwimmen teil. Die besten Leistungen d^s Jahres bot Frankl, der 1500 Meter in der Zeit von 4:20, 3000 Meter in 9:08,7 und 5000 Meter in 16:02 lief. Hübsch, der im Training Sprünge von 6£0 Meter zeigte, konnte bei einem offiziellen Wettbewerb nur 6,52 Meter erreichen. Dukes schöne Leistungen im 400-Meter-Laufen bei dem großen jüdischen Meeting anläßlich des Zionistenkongresses, wo er den Berliner Treu mann hinter, sich lassen konnte, sowie seine Leistungen bei den Juniorenmeisterschaften stempeln ihn zu einem unserer besten Athleten. O st e r s e tz e r erfüllte die Erwartungen, die man in ihn setzte, nicht. Mangelndes Selbstvertrauen ließ ihn nicht zu seiner besten Form aüflaufen. T i ch l e r und B l ö d y sind zwei unserer talentiertesten und bravsten Athleten, die in der kommenden Saison sicher zu den Besten zählen werden. Reue Hakoah-Rekorde wurden von Frankl über 5000 Meter und von Hübsch im Weitsprung erzielt. Die Sektion errang 4 6 Siege, 50 zweite und 51 dritte Plätze; ein sehr respektables Ergebnis, wenn man die starke Konkurrenz in Betracht zieht. Meetings wurden von der Sektion im heurigen Jahre nicht veranstaltet. Mangelndes Interesse seitens des Hakoah- Publikums macht ein Meeting unmöglich, da sich die Sektion mit einem Defizit nicht belasten kann. De« Höhepunkt der Saison bildete das große jüdische Sportfest anläßlich des Ziomstenkongreffes. Die drei Tage dauernde Veranstaltung, von der Leichtathletiksektion der Hakoah organisiert und mustergültig durchgeführt, zeigte, welche riesige Arbeit nötig ist, um bei einem derartigen Meeting mit Erfolg bestehen zu können. Gäste aus Deutschland, der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Polen sowie aus einigen österreichischen Provinzorten, gaben die G^ner ab, denen die Hakoah durchaus gewachsen war. Die Leitung der Leichtathletiksektion, die bis vor kurzer Zeit fast zur Gänze aus aktiven Athleten bestand, ist heute aus Herren zusammengesetzt, deren Mitarbeit der engeren Leitung erst jenen Rückhalt gibt, der notwendig ist, um die Sektion richtig leiten zu können.. Namhafte Verstärkungen, erhielt die Sektion durch den Beitritt einiger Wiener jüdischer Athleten, die sich nicht nur in sportlicher, sondern aud) in administrativer Beziehung betätigen lverden. Die Leichtathletiksektion, die seit jeher unter dein Mangel an entsprechenden Umkleidekabmen litt, geht gegenwärtig daran, neue Kabinen mit einem Fassungsraum von 260 Personen zu schassen. Mit Unterstützung der Klubleitung wird es hoffentlich gelingen, den Bau vor Beginn der Saison zu beendige«. Entsprechende Wasch- und Massageräume werden den Athleten zur Verfügung stehen. Seit dem heurigen Jahre hat die Leichtathletiksektion Hqlhjahrsuntersuchungen der Athleten eingesührt. Genaue Messungen und Untersuchungen durch Aerzte, die Mtglieder der Sektion sind, ergeben ein genaues Bild über den Wert sportlicher Betätigung. Durch regelmäßige Vorträge und Lichtbildervorführungen im Klubheim wurden den jungen Athleten neue Impulse gegeben. Wöchentlich einmal fanden gesellige Zusammenkünfte im Klubheim statt. Die Arbeit, die im heurigen Jahre geleistet wurde, gibt die Gewahr dafür, daß der Sektion im kommenden Jahr jene Erfolge beschieden sein werden, die notwendig find, um auch diejenigen, die den Wert der Leichtathletik nur nach den äußeren Erfolgen bemessen, für unseren Sport zu gewinnen. bar heutige Sportprogramm. 8-tzdall. Hakoab—Simmering.‘/,3 Uhr, Hakoah-Platz. Hertha—Amateure (Meisterschaft- . V,3 Uhr. Hertra-Platz. Slovan-Vienna.. V*3 Uhr, Tlchech. Herz-Platz. Rapid—B. A. C.7,3 Uhr, Rapid-Platz. Sportklub —Ntchollon. .. 3 Uhr, Sporttlub-Platz. Admira-Fav. A. C.V*3 Uhr, Adrntra-Platz. Vorwärts 06—Rudolfshügel ... 10 Uhr, Vorwärts 06-Platz. Re Vollversammlung der Haloah-FußballseUion. Obmann: Fritz Baltaxe, Leiter der Professionalmannschaft: Artur Baar. Unter sehr starker Beteiligung fand gestern die Jahresvollversammlung der Hakoah-Fußballsektion statt. Außer den korporativ vertretenen Spielern aller Mannschaften bemerkte man sehr viele Mtglieder aus alter Zeit und aus den Bezirkssektionen. Die Versammlung wurde vom Vizepräsidenten Fritz B a l t a x e eröffnet. Dann hielt Sektionsleiter Baar ein Referat, in dem er einen Ueberblick über die sportlichen Ereignisse der letzten Jahre gab. Sein Referat sowie der Kassabericht Grünfelds bewegten sich im Sinne der in der Generalversammlung vorgelegten Darstellung. Im Laufe der Debatte wurde konstatiert, daß die versöhnliche Stimm ü n g, welche von der Generalversammlung ausgegangen war, unter anderem auch die Angelegenheit Guttmann beigelegt hat. Unter großem Beifall der Versammelten fand zwischen dem Sektionsleiter Artur Baar und dem Mitglied« Paul R udolfcr eine Aussprache statt, die eine Klärung der in der Generalversammlung zwischen beiden zutage getretenen sachlichen Gegensätzen ergab und die Einigkeit vollkommen herstellte. Die erste Mannschaft sprach durch N e u f e l d, die Reserve durch Kraus, die Jungmannschaft durch Hornstein der Sektionsleitung, speziell den Herren Artur Baar und Josef Kupfermann, den Dank aus. Dann wurden der Sektionsleitung das Absolutorium und der Dank der ganzen Versammlung unter großem Beifall votiert. Hieraus wurden der neu zu wählenden Leitung aus der Mitte der Versammlung einige Anregungen gegeben. Generalsekretär Eisler schlug nach Besprechung mit der Klubleitung die neue Leitung vor. Cs wurde hiebei betont, daß sich der Verein die Erweiterung seiner Amateurmannschaften besonders angelegen sein lassen werde. Die akademische Mannschaft, die Alte-Herrenmannschaft und die Iungmannschaftcn werden darin besonders vertreten sein. Die Neuwahlen ergaben per-acclamationem folgendes Ergebnis: Ob manu der Sektion: Vizepräsident Fritz Baltaxe; Obmannstellvertreter Speyer (Sektion 6-8); Leiter der Professionalmannschaft Artur Baar; Leiter der Amateurmannschaft Hermann Adler; Leiter der Reserven Josef Kupfermann. Außerdem wurden folgende Herren gewählt, deren Funktion von der erster: Sitzung der neuen Leitung bestimmt werden wird: Alt, Auer, Eine Riesenschere zum Strrhlschneiiden. Zunl Schneiden von Stahl- und Eisenstangen sowie von Röhren und Traversen werden nt'"or. 'ncy cnn i" vcr';äuuismäßig kleine Pwstle geschnitten werden sollen, große und kräftig jtin’te Maschinen vermengt. Wohl, niemand wird sich ei>ne zutreffende Vorstellung von den r.esigen Abmessungen einer Schere machen können, d:e oe''r.c!e>».'i>7 einen Walzwerkblock von 200 Milümeter Durchmesser dnrchsünu^en soll. Eine solche Maischte ist kürzlich 'onstruieri worden und sie weist geradezu unglaubliche Leitungen aus. Genau wie be: der n, jedem Haushalte zu findenden Schere entsteht auch..bei der Eiseuschere die Schneidcwi-vkung dadurch, baß sich zwei scharf cusch'iffene Schneidomesser dicht aneinander vocbe: »erregen., Das eine Messer sicht still, während das andere un:er starke!» Druck einer Manhirn heruntergeschoben wird, so daß das zwrschen den Messern liegenoe Material gewissermaßen durchzetrennt nur). Der höchste Druck, den diese Maschine aufzubringeu vermag, beträgt .>i.bi welliger als 1,5 Millionen Kilogramm Man feDeufe: HO Schnellzugslokomotiven, von denen jede ungefähr 53.000 Kilogramm wilsgt, mären überemandergejchichtet erst imstande, auf die Schienen einen ungefähren Druck von 1,5 Millionen Kilogramm auszuüben. Wassevdichtc Streichhölzer. Wenn erst die neueste Erfindung des Engländers Mo Island allgemein eingeführt sein wird, dann )oerden witr m Zukunft unsere Streichhölzer ruhig auch ms Wasser werfen können, ohne daß sie unbrauchbar werden. „Nicht länger werben wir verhindert sein, uns in: Regen unsere Pfeife oder Zigarre anzustecken; nicht mehr werden wir uns am Morgen darüber beklagen nrüssen, wenn Wasser auf die Streichhölzer gekommen ist, die wir in der Dunkelheit auf den Waschtisch gelegt haben," so berichtet die Londoner ^Discovery" über diese Erfindung. „Die treuen wasserdichten Fischer (Sektion 9), Fleischer, Alois Grünwnld, Guttmann (Sektion 20), Meier (Sektion 2), PiSk wü> Ernst Weiß (Sektion 6 und 7). Es wurde der Sektion freigestellt, eventuelle Koopticrungen vorzunehmerr. Die konstituierende Bcrsamnrlllng der Sektionsleitung fiubct Donnerstag den 11. d.. um 8 Uhr abends im Klubheim statt. Hakoah-Reservemannschaft. Donnerstag den 11. d. unk halb 8 Uhr abends in: Klubheim Spielerversammluna. Unbedingtes Erscheinen Pflicht. Das dritte Spiel der FloridÄwrfer in Malta gegen den Klub St. Georges endete 1:1 (0:1). Das Tor der Flor-iosdorfer erzielte Drucker. Hechawer spielt heute um 2 Uhr nachmittags am Vas 11- Platz gegen den erstklassigen Amateurverein Simmeringer Sportverernigung. Die Lockung hat deshalb einen solch schweren Gegner gewählt, weil die Mannschaft nächsten Sonntag ihr wichtigstes Meisterschaftsspiel, uitb zwar zenes gegen Nordstern 11, tvelches noch vom Herbst rückständig ist, zur Austragung bringt. _ Die Vollversammlung der Hakoah-Schwimmsektion. Gestern hielte:: auch die Hakoah-Schwiuuner ihre Jahresversammlung ab. Sie war gut besucht. Dr. Heller gab einen Ueberblick über die überaus erfolgreiche Tätigkeit der Sektion im abgelaufenen Jahre. In der sich anschließenden Debatte evgriff auch Dr. Körner das Wort und hob namentlich die Verdunste des Sektionsleiters Samu Wertheimer hervor. Die Wahlen ergaben folgendes Resultat: Sektionsleiter: Samu Wertheimer. Weiters gehören der LeitulUl an die Herren Dollinger, Haftel. Dr. Heller, Dr. Hoff mann, Jung, Landes mann. Ing. Steinhardt und Stöckler. Aus beruflichen Gründen schieden aus der Sektionsleitung aus: Zsigo Wertheim er mü> Hermann Thysser. _ Ablehnung des AVieepneageaphe« im Internationalen SkivevVaird. Oesterdeich hat sich wieder einmal blaolkert. Auf dem in Lahti in Finnland stattgefundenen tatet* nationalen Skikongreß wurde auf Antrag Italiens und auf Befürwortung der Tschechoslowakei der Arierparagraph mit großer Majorität ab ge lehnt. Dagegen stimmten bloß Oe st erreich, Deutschland, Norwegen und Finnland. Die Vertretung Oesterreichs war Walter Schmiedkunz aus München anvertraut. Hakoah-Leichtathletiksektiou. Die Jahresversammlung und Neuwahl findet Mttwoch den 10. d. um halb 8 Uhr abends im Klubheim der Hakoah statt. Aus de« Vereinen. I. S. B. Makkabi. Ping-Pong-Sektign. Heute abendS Meisterschaftskcnnpf unserer zweiten Mannschaft gegen Vindobona, Cafe Thutt), 9. Bezirk. Zion. Ping-Pong-Sektion. Jeden Montag, Dienstag, Mttwoch und Donnerstag, ab halb 7 Uhr abends, Ping-Pong-- Trarning. Samstag und Sonntag, ab 3 Uhr irachmittags, im Cafe Neuhauser, 2. Bez., Franzensbrückeirstraße 1. Die Meisterschaft beginnt heute abends. — Fußballsektion. Jeden Donnerstag um 8 Uhr abends Spielerversammlung. Einzahlung und Mannschaftsaufstellung. Heute um 3 Uhr nachmittags Ausschußsitzung, zu der sämtliche Ausschußmitgle-rder zuverlässig zu erscheinen haben. Jüdische Spöttler! Erscheinet hcut-e vormittags in Massen zum Meeting der jüdischen Sportler im Klubheim der Hakoah, 1. Bez., Wipplmgerstratze 24. Beginn 10 Uhr. Redner: Oberbamat S t ri ck e r, Dr. F riedmann, Gemeinderat Dr. Plaschkes. Der Jüdische Sportverband. naß sein können und dennoch Feuer fangen, wenn man sie an der Schachtel anstroicht." Denn didses „Würger" wird dadurch hervorgerufen, daß das Brenwnaterial mit Kautschukmilchsaft verscheü urÄ auch das ganze Streichholz vulkanisiert ist. Bon der Petroleumlampe. . Auf einer Sitzung der Beleuchtuugstechnischen Gesellschaft fat Berlin wurde u. a. ein Vortrag gehalten über den Stande der Petroleumboleuchtung. Der Vortragende, Oberingenidur Albert s, gab zunächst zu, daß seit 1913 der Verbrauch an Leuchtöl in ganz Europa ganz bedeutend zurückgegangen sei. In der 'letzten Zeit ist jedoch schon wieder eine Steigerung zu beobachten. Das steht auch im Einklang mit der: Wahrnehmungen der Fabriken von Pettoleumlaurpen. Diie Lampe für flüssigen Brennstoff sei eben die einzige unabhängige u>:d transportable Larnpe. Heute weiden in Rußland und den Randstaalen, aber auch in Italien »mb Spanien wieder mchr Petroleumlampen verweirdet, darunter sogar große Brenner mit 2000 Kerzen, die bei dem Fischfang itn Süditalien und Spanien gebraucht werden. Gin Apparat zur Entölung des Meerwassers» Die englischen Marinekwise versuchen derzeit einen neuen Apparat, mit dessen Hülfe es angeblich möglich sein soll, das durch Oelmotoren verunreinigte Fahmvasser von Ozeanschiffen in einsacher mib sicherer Weise zu entölen. We,:n der Apparat halt, was er verspricht, so ist er bernsen, sehr viel Nutzen zu stiften; denn durch die wachsende Bevivend>:ng vo>: Oel-, nameutlich Dreselnwtoren, witrd >dos M«r-, aber auch das Flußwasser derart stark verunreinigt, daß vielfach ein großes Fischstevben einsetzt. Die -".'.glische Adnuralität, die umfangreiche Versuche mit dem Apparat angestellt hat, «beurteilt ihn sehr günstig. — Streichhölzer sind in jeder Beziehung so vortrefflich, daß sie gan^

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