Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2499 (6.2.1926)
- Date
- 1926-02-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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JHriL_ M«I, SwEsg Re Keren-Hajeffod-Uktiou. Die Drive-Leiiung in der Leopoldstadt fordert auf diesem Kege alle Drive-Mitarkeitcr auf, den kommenden Sonntag für den keren Hvjessod auszumitzen, und die noch zu absolvierenden Be- Zche zu erledigen. Die Mitarbeiter mögen daran denken, daß es Ehrenpflicht der Sektion ist, die ihr Vovgeschricbene Anzahl der leren-Hajessod-Besuche zu erledigen. Die Mrechnung findet tägich von 4 bis 8 Uhr abeirds im Sektioncheime, 2. Bez., Zirkusasse 83, stait. Alle Mitarbeiter werden aufgefordert, die eventuell ci ihnen noch erliegenden ausgejsüllten Zcichnungserklärungen bzuliesern, sowie-die OnittungSölocks zu verrechnen. Lar Mische Ml Ißt Lbdachl-se. Eine Geschichte der jüdischen Wanderschaft ließe sich an Hand ki Schichte bc-j „Vereins Jüdisches Asyl für Obdachlose" chreiben. Jahre vor Kriegsausbruch hat er bereits eine nm» assende Tätigkeit ausgeiibt. Tann hatte er noch einmal eine Zeit rauriaer „Hochkoiijuklm". als er bei Kriegsausbruch all feine iräf'e zur Unterbringung von Flüchtlingen auspannen mußte. Lie Zeit der Geldentwertung entkräftete ihn wie so manche andere gemeinnützige Einrichtung; er schlief vollständig ein. Tas Bedürfnis tvar aber zu dringend als daß es nicht die Aufmerksamkeit tatkräftiger Männer auf sich gelenkt haben sollte. Seitdem sich im Jahre 1923 ein neuer Borstand gebildet hatte, 'essen arbeitsfreudige Mitglieder aus den Herren Gerneiuderat Lr. Leopold P l a s ch k c s, Oskar Gv lds ch m i e dt, Rabbiner Bela Fischer und dem bereits länger im Vorstand befindlichen Herrn Michael Honig bestand, giirg die alte Tätigkeit auf neuer VasiS voran. Zunächst gelang es trotz großer Schwierigkeiten in der Hchenberggasse eine Baracke, die früher als Militärarrestlokal gedient harte, zu erhalten und so umzugrstalten, daß cs 80 Flüchtlingen ein Asyl gewähren konnte. Fast ständig war es überfüllt und hat schon vielen hunderten Durchwandercrn Obdach geboten. Als int Frühling des Vorjahres die Ehalnzim das ttahlenbcrgcröorf verlassen mußten und der Hechaluz sich in größter Verlegenheit fccfmiö, griff der Verein auch hier ein, indem ein Saal für die Ehalnzim und einige Kämmerchen für Chalnzoth reserviert wurden. Ta mit Obdach allein den völlig Mittellosen noch nicht gebrcitt ist, hat der Asylverein mit denl Ausspeiseverein für die Bezirke 12 bis 15 ein Abkommen getroffen, das die Verköstigung solcher Mittelloser sicherstellt. Dankbar soll erwähnt sein, daß die Israelitische Allianz in der letzten Zeit mehyncrls Beiträge geleistet hat. Allerdings hat der Verein bei seiner Tätigkeit immer wieder fühlen müssen, wie unzulänglich jede derartige Bemühung im Verhältnis zum Bedürfnis ist. Es ist ständige Arbeit erforderlich,, um das Ilsyl auch nur den dringendsten Anforderungen entsprechend auszugestalten und cs den Anforderungen der Hygiene entsprechend zu führen. Die Völlischeu und ihre Schriftleiter. Letzten Mittwoch hielten die deutschen Vereine Wiens in den Sälen der Bäckergenossenschaft eine . große Einspruchsversammlung ab, in der über die Unterdrückung der Deutschen in Südtirol durch das saszistische Regime bittere Klage geführt wurde. Der Hauptredner, Pater Jnnerlofler aus Innsbruck, schilderte sehr eindringlich dir Entdeutfchungsmaßnahmen in Schule, Amt und Kirche und kam dann auch darauf zu sprechen, daß die Faszisten sich nunmehr auch der deutschen Presse Südtirols bemächtigen. So werde ab 15. d. die „Meraner Zeitung" nicht mehr erscheinen können und mit den Maschinen dieses Blattes rin deutsch geschriebenes Faszistenorgan, die „Alpenzeitung" hergestellt werden. Da sich in Tirol kein deutscher Schriftleiter für dieses Blatt fand, suchte inan unauffällig von anderswoher Redakteure zu beziehen. Es meldeten sich auch tatsächlich drei O e st e r r e i ch r r und vier Reichsdeutsche. Die drei Orsterreicher zogen, als sie von der Tendenz des Blattes erfuhren, ihre Dienstanerbieten zurück, die vier Reichsdeutsche aber hielten ihre Bewerbung aufrecht. Bei diesen Worten erhob sich im Saal großer Lärm; es ertönten Pfuirufe. Die in der Versammlung anwesenden Völkischen riesen unausgesetzt: „Natürlich Juden! Juden! Als sich der Lärm einigermaßen gelegt hatte, antwortete Pater Jnnerkofler den völkischen Zwischenrusern. Er sagte, zu seinem größten Bedauern müsse er mitteilen, daß die vier Reichsdeutschen nicht Juden, sondern Schriftleiter völkischer und de u ts ch n a t i o na l er Blätter a u s d e m R e i ch e s i n d . . . Die Arbeitrlofiglelt steigt Wetter. Ende Jänner wurden in Oesterreich 223.666 unterstützte Arbeitslose gezählt. Diese Zahl verteilt sich folgendermaßen auf die Sprengel der einzelnen industriellen Bezirkskommlssionen: Wien (Stadt) 99.497, Wien (Umgebung) 14.629, Wiener-Neustadt 18.605, St. Pölten 11.679, Gmünd 3154, Sauerbrunn 6851, Linz 28.858, Salzburg 4609, Graz 20.460, Klagenfur: 6391, Innsbruck 6012, Bregen; 2921. Zu der angegebenen Zahl von 223.666 kommen noch rund 8000 ausgesteuerte Arbeitslose, die im Genüsse eine Beihilfe stehen, und jene Arbeitslosen, die in den Arbeitsnachiveisstellen zur Arbeitsvermittlung vorgemerkt sind, aber keinen Anspruch auf Unterstützung besitzen; diese sind mit etwa 30.000 Personen zu veranschlaget!. Die Steigerung der Zahl der unterstützten Arbeitslosen gegenüber Mitte Jänner (212.386) beträgt sohin etwa über 11.000 und ist geringer als in der vorhergegangencn vierzehnrägigen Berichtsperiode. Durch die in Aussicht genommene Vergebung von öffentlick-en Lieferungen und Arbeiten sowie durch den Eintritt der wärmeren Jahreszeit un) der bald beginnenden Bautätigkeit steht zu erwarten, daß binnen kurzem eine weitere Zlirwhnw der Ärdeitslosigkei: nicht mehr e'ntret'eu wird. -i 49PW5P1 . Wiener Morgenzettuirg ^. ‘ ' F ,. ' W i e n, 6. Februar. * Das Wetter. Den ganzen Tag über herrschte gestern klares, ungewöhnlich warmes Wetter. Die Mittagstemperatur in der Sonne Betrug 18 Grad. Die Voraussage für heute lautet: Mild, Bewölkung unsicher. * Tierbefall. In Linz ist vorgestern im hohen Alter von 79 Jahren Frau Henriette Klein gestorben. Die^eingebildete und vornehme Dame war vor einigen'Jahren ans Pi s ek nach Linz übersiedelt. Sie war die Gattin des Begründers der Beka-Schuhfabrik, Herrn Leopold Klei», der sein Unternehmen in Pisek von kleinen Anfängen an entwickelt hatte. Als nach seinem Ableben die Fabrik nach Mödling überging, wo sie seither durch die Söhne, die Herren Kommerzialräte Karl und Max Klein, geleitet wird, zog Frau .Henriette Klein nach Linz. Sie war stets der Mittelpunkt eines großen Freundeskreises, der sie ob ihrer Liebenswürdigkeit und Güte schätzte. * Tod des Wiener-Neustädter Kantors durch Fischvergiftung. Aus Wiener-Neustadt wird berichtet, daß dort der Oberkantor der israelitischen Kultnsgemeinde, Herr Moses Vogel, mt 42. Lebensjahre gestorben ist. Er erkrankte an einer Fischvergiftung, welche er'sich vorige Woche in Wien zngezogen hat und erlag nach kaum achttägiger Krankheit seinem Leiden. Das Leichenbegängnis fand gestern unter zahlreicher Beteiligung statt. Herr Oberrabbincr Weiß hielt dem pflichteifrigen Beamten, welcher auf so tragische Meise der Gemeinde entrissen wurde, einen tiefempfundenen Nachruf. * Rechtsanwalt Dr. Israel Waldmann, 1. Bez., Nathansstraße 8 (Tel. 29-8-17), ist zum gerichtlichen Dolmetsch für p v ln i s ch c und ukrainische Sprache ernannt worden. * Preisausschreiben der Concordia. Der Journalisten- und Schriftstellerverein Concordia hat auch in diesem Jahre.wieder einen Preis von 1000 Schilling (10 Millionen Kronen) für einen wertvollen politischen Artikel ansgeschr eben. Das Thema der Preisausschreibmrg lautet: „Ist ein' dauerndes politisches Zitsammenarbeiten zwischen bürgerlich-demokratischen n n d g e m a ß i g t - s o z i a l d.e m o k r a t l s ch e n Parte i e n m ö glich? Und ans welchen programmatischen Grundlagen?")Einsendungen-(in Maschinenschrift) müssen längstens am 28. d. in der Kanzlei der Concordia, Wien, 1. Bez., Rudolfsplatz 12, eingelangt sein. Die Entscheidung des Preisgerichtes wird gegen Ende Mai d. I. veröffentlicht werden. . * Ein Kalendcrjahrbuch der Rettungsgesellschaft. Zugunsten der Rcttiinasgesellschaft ist ein „K a l e n o e r-J a h r b n ch" erschienen, das die Leistungen der Gesellschaft verzeichnet und in einigen Abbildungen die innere Einrichmng des Rettnugdienstes zeigt. Tas Geleitwort gibt Bundespräsident Tr. Hainifch. Mit Beiträgen sind ferner vertreten Bundeskanzler Dr. 21 a nt c!, Polizeipräsident Scho b.e r, Gcneralkommissär Dr. Z i nt m e rn> a n und viele andere. Der Kalender enthält alle wichtigen Behelfe zur Orientierung im Geschäftsleben und ein Verzeichnis der Wiener Straßen und Bertchrsmöglichkeiten. Das Büchlein ist int Eigenverlag der Rettungsgesellschaft, 3. Bez., Rbdetzkystraße 1, erschienen. * Die erste Frauenschönheitskonkurrenz in Palästina. Ant 1. d. fand in Tel-Awiw die erste Franenschonheitskonkurrenz Palästinas statt. Frl. T s ch e r t k o f.f wurde als die Königin Esther des kommenden Purim in Tel-Awiw gewählt. . Radioprogramm. Heute Samstag den 6. Februar. 16 Uhr 15 Min.: Nachmittagskonzert. — 17 Uhr 15 Min.: Dr. Rudolf Merthar Die gesetzliche. Krankenversicherung der- Arbeiter und Angestellten vom Standpunkte der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber. — 18 Uhr 30 Min.: Ferdinand v. Saars Novellen. Gesprochen von Paul Askonas. — 20 Uhr: „Wiener Spezialitäten", Vortrag -von iE. Skurawy. — 21 Uhr 15 Min.: Vorträge des Bläsersextetts Dengler-Stärk. Heitere Abendmusik. geteilte, Vorträge und Versammlungen. Wiener Beth H am t d r as ch, 2. Bez., Ferdinandstraße 23. Heute, 3 Uhr nachmittags, Lektor Dr. S. Rubin: „Die Grundlagen der Bibelkritik'erschüttert." — Jugendgruppe der Zionistischen Sektion Zwischenbrücken, 20. Bez., Leystraße 81. Heute, 8 Uhr abends, Vortrag Löbl Taubes über „Jüdische Sprichwörter". Nach der Vorlesung Schwager aus Schalom Alejchem.. Anschließend Gesang von Frl. B.rat en. — I u g e n d v e r e i n Erez Israel. Morgen, halb 8 Uhr abends, wichtige Mitgliederversammlung. — Z i o n i st t s ch e K u l t u r g r u p p e -JXX, 20. Bez., Karl-Meißl-Straße 5. Heute, halb 6 Uhr abends, Mitgliederversammlung. Morgen, 9 Uhr früh: Büchsenleerung; 7 Uhr .abends: Heimabend. — Hitachduth, Wien, Morgen, 7 Uhr abends, anläßlich des vierten Todestages A. D. Gordons rm Klubheim der .yakoah, 1. Bez., Wipplingerstraße 24, Gedenk- .abend. Sprechen werden die Herren Dr. Zwi Diesendruck und Jhoschuah Vierer. — Toynbeehalle, 20. Bez., T-enisgasse 33. Heute, 7 Uhr abends, Konzert. — Verein österreichischer Chemiker. Heute, 6 Uhr abends, im Hörsaal für Chemie an der 'Technischen Hochschule, 4. Bez., Karlsplatz 13, Vortrag. Prof. Dr. Ernst Breztna: „Neueres über gewerbliche Vergiftungen". — Misr acht-Sektion der w e st l i ch e n B e z i x f e. Heute, halb 6 Uhr abends, im Bethausverein Westend,, 6. Bez., Millergasse 43, Vortrag Benzion Tauber über „Das Verhältnis der religiösen Juden zum Aufbau Palästinas". — Verein Freie Jüdtsche Volksbühne. Cafe Buchsbaum, 2. Bez., Kletne Pfarrgasse 21. Sonntag, 10 Uhr vormittags, im Theatersaal des Cafe Arkadia, .2 Bez.,. Praterstraße 60, .Generawersgmmlung. — Zionistische Frauen gruppe Leopoldstadt. Heute um halb 8 Uhr abends im Sektionsheim, Hirkusgass^.33, Vortrag der Frau Tr. Löwenherz über: „Die jüdische Frau". Leopold st ädter Volks he im, 2. Bez., Zirkns- .gasse 48. 7 Uhr abends: Prof. Dr. Ferdinand Bronner: „Die Bedeutung der skandinavischen Literaturen für die deutsche." Eintritt frei. * iMrnjm JfcJK. Kunst, Sühne, M »Mria Lrlowm" Akademietheater. Wäre die Titelrolle an die Roland geraten.. ,. M»; guH) dann (>ätte dieses Stück nicht ins Durgcheater kommen dürfen!.; Für Stargastspiele an Pwvinz- und Vorstadtbühnenist es tauglich' und Asia Nielsen sollte sich's beibiegen; wenn es auch schlechter' gemacht ist, als der Kitsch „Romantisches Wenteuer", mit dem sie reist, die Bontbenrolle der Maria würde der großeik Iran außer-, ordentlich liegen. Hier aber geschah doppeltes Unglück. Eine Premiere, die nicht hierher gehört, und eine unmögliche .Besetzung. Zwei Fliegen auf einen Schlag: Ein Stück wiw umgebracht, das anderswo weit besser abgeschiritteil hätie, und Lotte Medetsky. ist bloßgestellt. Sei hat eine schtvüle, dämonische Abenteurerin uuo Verführerin zu spielen, rin Weib, dessen Blick alle Männecherzen versengt, dessen Lächeln Jünglinge zn Mördern und Greise jit Sklaven macht. Solches ist diesnral der Atcdclsky zugemntet und weil die Künstlerin ivchl seit geraumer Zeit überreizt ist, sich allsogleich in den Krampj spielt, aber immer echt bleibt, niemals zur Komödiautin toird, fällt die Sache eben kläglich aus. Otto Zoffs Reißer, dem scheinbar die Krimiualaffäre der schönen Russin Tarlolvska — man erinnert sich noch der" Vor-' gänge im Hotel Danieti an der Riva dcl Schiavoni zu Venedig und au den nachfolgenden Sensatioilsprozeß — als Vorlage diente, war auch .sonst nicht glücklich besetzt. Herr Andersen spielt einen herabgekommenen' russischen Lldvokaten recht farblos' und Herr Devrien't einen allen Kavalier recht-fchablonenmäßig. Ver> dienstlich die Herren Ophäls und Dan egg er, sowie das temperamenwolle Fräuleiil Wall. Der junge Autor wurde häufig gerufen. Aber es war uicht das Publikum, tvelches einer Purgtheaterpremiere Interesse eutgegenbriugt uud dem Dichter zu danken wünscht. Es lvaren Freunde. Wie sollte cs auch noch ein Publikum, geben, das sich für Burgtheaterprcmierett interessiert, wemr derartige, wie es die gestrige tvar, jetzt schon an der Tagesordnung sind? Beim besten Willen kann man den Unwillen über solch» Abende nicht -unterdrücken. Als hätten es die Leiter der Staats^ bühne daraitf abgeschen, deit Gegnern des Burgtheaiers Freude zu M che.n! O.' A. Bolksoper. Eine Fa u st-Aufsi'chrung mit drei Gästen in drei Sprachen^ Das Liebespaar sang ungefähr französische der Mephisto Polnisch, das übrige Ensemble deutsch. So sehr eine Jnternattonale in der Kunst erwünscht ist, so wenig scheint uns ein .derartiger Aiassen-' einbruch ftemder Sänger und fremder Sprachen in ein heimisches Ensemble angebracht. Frau Ame Rosclle sei freilich ausgenommen, ihre übemtäßig blonde, franMsche „Margarite" läßt -man. sich stets gerne gefallen, schon mit Rücksicht aus ihre hohe Gesangskuust, die in der „Schmuckarie", eilt ent Juwel an Feuer mtb Leuchtkraft, wahrhaft fasziniert. Neben ihr hat es Herr Ch or ja n als Faust nicht leicht. Er scheint noch nicht zu wissen, wie man auf der Bühne Frauen fesselt und in den Hoheit Tönen seiner lyrischeil Stimme klingt bald echter, bald Talmiglanz, es fehlt noch die rechte künstlerische Fassetierung. .Herr Orda, der polnische Mephisto, trägt mit.Ausland sein feuerrotes Kostüm, in seiner spröden -farblosen Stimme und in seinem gleichgültigen Spiel sucht ‘ man freilich vergebens die mephistofelische Mischung von Pechschwarz und Schwefelgelb. Vom heimischen Ensemble waren die Damen Att.ler'und B ä ck.-gut.bei. Stimme,. vom Dirigentenpülte aus sorgte Dr. Ludwig Kaiser für Tempo im Orchester, ohne gegen die Lechargie ans der Bichne mit ihrem schemenhaften Chor und.ihren puppenhaften Statisten auskommen zu können.' '.. flb. Ausden Theatern. A! a d e m i e.t h e.a t.e r. Morgen, 3,, Mr n-achmittags, „D i eMa uls"i' 7,8 Uhr abends: „M a'r^a O r l o w q". O p e r n t h e a t e r. Morgeil, 7,6 Uhr abends, „D i - M e i st e r s i n s e t jo o n N ü nt b c t g". *R ed o u t'e n s a a l. Morgen, 7 Uhr abends, B alll e-t ts o i r e e. V o l k s o p vst. Morgen verabschiedet sich Anne No sellze als „Madame B u t t e r f l y". Nachmtttags „M a r t h a" mit Klara Musil als Gast. — Die Premiere von B u s o n i.s „Arlecchino" und S t r a w i.n s k,v s „Geschichte vo m So l d a t e n".. Deuts ch e. S nqchmittags, „I m w als Gast. Modernes T.h eate.r. Wollen, .7^4 Uhr nachmittags, tanzen Thea v. U y'y üiid Ernst Ma'-l^t. pnoer am n. v. pti. B,o l 12 t ch e a tte.r. ^.MWM, *Ll Uhr {tue*« Nöyr Me'ffe t.e.r. Morgen» 3 Uhr «achmtttagS, Uhr' abends': „ß‘a d^y 2BTrrFe'r’m'e're4s B ihrwo F ä ch e r". Eine arme jüdische Frau» deren Ataun und Kind sich im Spital befinden, ist durch die Schicksalsschläge krank und ertverbslos geworden. Wir bitten für sie um Hilfe. Ablesekurse für Schwerhörige und Taube in der Wiener Urania zur Vervollkommnung des Ablesens der Lautsprache vom Mllnde: a) für mäßig Vorgeschrittette jeden.Tiens.tag von 6 bis 8 Uhr abends, b) für ziemlich Vorgeschrittene jeden Mo»ttag voit 0 bis 8 Uhr abends ab 15. Februar. Einschreibungen an der Kurskasse im Uran.iagebäude, 1. Bez., Aspernplatz, an Wochentagen von 8 bis 1 Uhr und von 2 bis halb 7 Uhr, au Sonntagen von 9 bis 1 Uhr. Zentralverbattd der unpolitischen Gewerbe- und Handeltreibenden Oesterreichs. Morgen, pünktlich um halb 10 Uhr vormittags, fiudet int Restaurant D o r n i n a e u, 3. Bez., Landstraße Hauptstraße 45, eine Bezirksversanlntlung des Zentralverbandcs statt. Referate werden unter anderem halten: .'öcmdcle-kam,»errat I. Ratschka und d.er Präsident des .äoiidcl'-gunüinulö Hernals, F. Wimmer. Anstünfte und r!!,!-:e!dniigcn bei dem Zeutralverbaud in Wien-, 0^ Ben, Berggajje 16 (Hondelsutujeum). Tel. 17-5-40. Neue Erfolge Pirandeüos. Der berühmte itMp-ifche Dramatiker Luigi Pirandello hat jetzt in Paris mit 67 Jahren.sein Debüt als Schauspieler begangen. Dev, Schauspieler Pioasso. der in einem seiner Stücke die Hauptrolle spielte, erkrarms näinlich im letzten Augenblick, und damit die Aufführung trotzdem stattfinden konnte, trat Pirandello selbst ein -und,führte, die Wvierige Aufgabe mit bestem Gelingen durch. Wie die Pariser Blätter, weiter melden, hat Pirandello einen neuen Roman vollendet, der den Titel „Ci Gira", d. h. „Es dveht sich", führt und in her Filmwelt spielt. Man will auch , die Dramen deS Dichters jetzt für die Filmwelt erobern, und es sind BerhaMunzen im Gange, um aus seinen: bekanntesten Wrrk. „Sechs P r r s o n e n s u ck e.n einen Autor", einen Film zu machen, in dem Ptrandello selbst als Hauptdarsteller, erscheinen soll. Unter den Bewunderern des italienischen Dichters befindet sich seit neuester Zeit aW Ford, der reichste Mann der Welt. Der AutomobiWnig hat kW tlch in einer Unterredung erklärt, er lese die WeÄe PimndeÜos W größter Begeisterung und. habe zu seinem Genie so viel Zutzaueuf das; er ernsthaft darq.n'denke, ein P i r a n d el l o-D h e^t e"r*i:i Umevita zu singNjieM. .T«8L.^n»>