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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-05 · Heft 2498 (5.2.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2498 (5.2.1926)
Date
1926-02-05
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ht. 2408 Wserrer Morfienzeliun-k 5. Februar 'IM Men, Freliag mm*ausasmsxmMmmms»msmmmn>km> i imyti aaw«B«aaaBF-~~*gaB. Soeben erschien D€R JUDE Sonderheft: Antisemitismus und jüdischesVoikstum Inhalt: Arnold Zweig: Der Jude in der deutschen Gegenwart Hermann Stehr: Bemerkungen zum Antisemitismus Otto Flake: Antisemitismus und Zukunft Oskar A. H. Schmitz: Wünschenswerte und nicht wünschenswerte Juden Wolfgang Schumann: Deutscheund jüdische «Schuld* und Aufgabe Wilhelm Michel: Deutsche und Juden Margarete Susman: Die Brücke Jakob Wassermann: Der Jude der Bestimmung L6on Blum (Paiis): Jude und Franzose Bernhard Shaw: 1. Offener Brief an Henry Bernstein 2. Nachwort Heinrich Mann: Das auferstehende Land Hans Goslar: Der moderne Jude und der Staat RndoliG.Bindlng: Zwei jüdische Offiziere im grossen Kriege Josef Trumpeldor: Port Arthur und Galüpoli (aus den * Tagebüchern) Martin Buben .Pharisäertum* Bemerkungen: Emil Ludwig: Die Sendung des Juden L. Quidde: Entschuldbarer und unentschuldbarer Antisemitismus Hms Kohn: La N’uit Kurde Moritz Goldsieln: Leisten, nicht grübeln! 136 Seiten Preis S S.~~ Die kleine Auflage geht bald zu Ende! Bestellen Sie sofort bei Buchhandlung R. Löwit, Wien I., Rotcnturmstrassc 22 ioj Theater an der Wien. Morgen findet eine lustige Nachtvorstellung unter dem Titel „Nadio»ummel auf Welle 531" statt. Mitwirkend: Fritz G r ü n b a u m. Karl Farkas, Quartett S i i v i n g, Joief König, Betty Fischer, Luise K a r t o u s ch, Otto T r e ß l e r. Hans M o i e r, Gisela Werbeztrk. Das erste Radio-Fußball m a t ch; Im Goal: Fabian (Hakoabl; Schiedsrichter; C u 11 i (Amateure) S-enen aus .F a u st" mit Sigi Hofer, Gisela Werbezirk und Fritz G r ü n b a u m. Rena'fsancebübrie. Als nach e Neuheit gelangt Dienstag den 9 d der Schwank »Der wahre Jakob" von A r n o l d und Bad) zur Aufführung. Modernes Theater. Tdea v. U y f und Ernst Walt veranstalten Sonntag um 7*4 Uhr nachmittags eine Tanzvorführung. Johann-Strauß-Theater. Sonntag nachmittags .Das Hollandweibchen". Ronacker-Operettentheater. Sonntag nachmittags .Madame Pompadour" mit Louise Karte u! ch. Das Februarheft der „Menorah". Die soeben erschienene Nummer 2 des 4. Jahrganges präsentiert sich wieder in einer vornehmen, künstlerischen Ausstattung, welche durch die vortreffliche Wiedergabe der Werke zeitgenössischer jüdischer Künstler und alter Porträts gehoben wird. Aus dem reichhaltigen Inhalte fei besonders die vom völkerpsychologischen Standpunkt hoch interessante Studie des Senators Dr. Michael Rrngel über die Steiger-Affäre hervorgehoben, welche durch dte Porträts der an diesem Prozesse teilhabenden Personen wirkungsvoll ergänzt wird. Diese Arbeit wird ein bleibendes Kulturdokument zur Geschichte des Prozesses bilden. Aus dem übrigen Inhalte des reich'illustrierten Heftes: „Studie zum Buche Ruth" von Rabb. Dr. David Feuchtwang; „Rahel Szalit" von Walter Kauders; „Ein Waisendorf in Palästina" von Prof. Dr. Leon Kellner; „Der steinerne König" (Novelle) von Walter Eidlitz und anderes mehr. Elisabeth Schumann in London. Man schreibt uns aus London unter dem 28. Jänner: Elisabeth Schumann, die im Vorjahre anläßlich ihres Auftretens im „Rosenkavaller" hier so großen Erfolg hatte, gab gestern in der Wlgmore-Hall ein eignes Konzert. Der geschätzte Wiener Gast wurde außerordentlich gefeiert. Ihre Leistungen auf dem Konzertpodinm haben ihre Darbietungen in der Op.'r womöglich noch nberboten. Man behauptet (war. daß sich die Engländer durch kontinentale und musikalösche Leistungen, insbesondere durch Wiener Künstler, leicht enthusiasmieren lassen. Mer jene Künstler oct Donaustadt, Mt> bereits in London auftraten, werden bestätigen, daß der Geschmack der Londoner sehr wählerisch ist. Die Begeisterung, lösche gestern das Publikum der Sopran der Elisabeth Schumann versetzte, ist ein Gradmesser für ihre Kunst. Ihr Programm wies viele Lieder von Richard Strauß auf. Ganz besonders gefiel ihr Mozart-Gesang. Elisabeth Schumann wird hier tm Mai oder Juni, wenn die allsährliche Londoner Opernsaison in Convent Garden statt, indet. wieder erwartet. „Die Walküre" kn der Urania. In Verbindung mit dem Neuen Wiener Konservatorium ideranstaltet die Urania heute, halb 8 Uhr abends, im großen Saal unter Leitung des Kapellmeisters Fritz Bland eine vollständige wnzertmäßige Aufführung der Oper „Die Walküre" von Richard Wagner. Lerlammlungskalender. Samstag den 6. Februar, V*8 Uhr abends, Hotel Müller. 1. Bez.. Graden 19. Redner: He>r Dr ^o es Löwenh e1 si, Vizepräsident der Israelitischen Külmsaemeinde und Doktor Desider F r i e d m a n n. Präsident des Zionistischen LandeskoMltr-S. Sonntag den 7. Februar, */*8 Uhr abends, im Klubheim der Ha.oau, 1. Bez., Wlpvbugelstraße tz z4c. Mednerr Dr. Desider F r i e d m a n n und Gemeinderat Dr. Leopold P l a i ch t e s. Dienstag den 9. Februar, */„8 Uhr abends. Eichensäle. 19. 8N».. Co umbuSgasse Mittwoch de« 10. Februar, */»8 Uhr abends, Kasino Zöge r n i tz l» Per Töbtiae» Hauprswiße Donnerstag den 11. Februar, V*8 Uhr abends, Niederü st e r r e i ch»s a) e r G e w e r b e v e r e t n, 1. Bez.. Ezchendachgasse 11. Gerichtssaal. 6itt schweres versehen bei einer W«ter«> beiirahlung. Ein schwerer Unfall, von welchem eine Patientin bei einer Röntgenbestrahlung im Krankenhaus Rudolfsstiftung betroffen worden war, bildete gestern beim Strafbezirksgerichte 1 den Ausgangspunkt einer Verhandlung. Die an der gynäkologischen Abteilung des Prof. Weibel beschäftigte weltliche Pflegerin Helene Wawra war plötzlich an einem schiveren Frauenleiden erkrankt. Prof. Weibel erteilte dem Assistenten der an die gynäkologischen Abteilung angeschlossenen Röntgenabteilung, Dr. Wermr Troll-Obergfell, den Auftrag, sofort eine Röntgenbestrahlung bei der Wawra vorzunehmen. Es wurde auch sofort die Bestrahlung vorgenommen unter Leitung des genannten Assistenzarztes, wobei der Röntgenapparat von der Krankenschwester Marie Kriz bedient wurde. Die Bestrahlung dauerte 26 Minuten, plötzlich bemerkte die Wärterin auf der bestrahlten Stelle der Patientin einen Hellen Lichtschein und rief dem Assistenzarzt erregt zu: „Wir haben das Filter nicht in den Apparat eingelegt". Die Patientin hatte infolge des Umstandes, daß der Filter vor die Röhre nicht eingelegt worden war, eine schwere Verbrennung davongetragen, wurde eine Stunde nach der Röntgenbestrahlung von Schüttelfrost und Erbrechen Sefalfen und mußte dann längere Zeit in Spitalspflege verbleiben. Die Verletzung war eine schwere und cs ist nach dem ärztlichen Gutachten fraglich, ob eine vollständige Heiülng in diesem Falle überhaupt möglich ist. Es wurde gegen den Assistenzarzt, sowie gegen die Röntgenschwester, weiters auch gcgen die Privatpflegerin Auguste Engelhardt, welche der Röntgeuschwester bei der Hcrrichtung des Röntgenapparates assistiert hatte, die eingangs erwähnte Anklage erhoben. Der Angeklagte Assistenzarzt hatte zu seiner Verantwortung angegeben, daß die Patientin zunächst auf einem Röntgenapparat, der unter seiner Assistenz von der Krankenschwester Kriz ordnungsgemäß vorbereitet und mit einem Filter versehen war, in Behandlung genommen werden sollte. Da dieser Apparat, wie es sich vor der Bestrahlung zeigte, stromlos war, habe er der Kriz den Auftrag gegeben, den zweiten Apparat zur Bestrahlung vorzubereiten. Er habe dann bei dem zweiten Apparat im Röhrenkasten getastet und habe geglaubt, den Filter zu fühlen. Der Filter sei jedoch auS Versehen nicht eingelegt worden und habe er die breite Umrahmung des Röhrenrasten für den Filter gehalten. Der Richter verurteilte den angeklagten Assistenzarzt,zu 3 Wochen bedingt unter Einräumung einer zweijährigen Bewährungsfrist, die angeklagt« Marie Kriz zu acht Tagen Arrest, gleichfalls bedingt, während die Angeklagte Engelhadt mangels jeglichen Verschuldens frei gesprochen wurde. Der verurteilte Arzt erklärte die Strafe anzunehmen. Ae «auvmörderia Helder vor Gericht. Das Urteil wird heute gefallt. Die Verhandlung gegen die Raubmörderin Josefine Hei der konnte gestern nicht zu Ende geführt werden. Die Angeklagte blieb nach wie vor dabei, daß sie nicht mit einem vorgefaßten Mordplan die Wohnung der alten Frau Mitura betreten, sondem lediglich an Diebstahl gedacht habe. Als Zeugen wurde gestern die Hausbesorgerin des Hauses, in dem die Ermordete wohnte, Frau Josefine Kaiser, einvernommen. Ihr Verhör gestaltete sich recht lebhaft. Am kritischen Tag habe sie die Herder auS der Wohnung der Mitura, ihrer Cousine, mit einem Koffrr herauSkommen und fortgehen sehen. AlS die Herder beim Tor hinauSging, folgte ihr die Kaiser. Aber die war schon sehr weit. Sie mußte offenbar gelaufen fein. Da ging die Kaiser rasch zurück in die Wohnung der Mitura und sah die Greisin dort liegen. Der Elektriker Friedmann, dessen Geschäft und Wohnung im Hause sind, erzählte, wie er von der Hausmeisterin alarmiert, der Herder nachlies. Sie flüchtete in das HauL Nr. 12, wo er sie nach kurzem Suchen hinter einem Misthaufen in hockender Stellung fand. Er sagte ihr: „Kommen Sie, Sie haben die Mitura umgebracht." „Ich habe sie nicht nmgebracht", sagte sie. „Aber sie ist tot," meinte Friedmann. „So gefährlich wird es nicht sein," erwiderte sie. Der Zeuge Josef Schuch, der zuletzt ein Verhältnis mit der Heider hatte, sagt, daß ihm die Herder acht Tage vor der Tat erzählt habe, sie habe wieder einen Posten bei einem Gärtner in Simmering. Als er sich erkundigte, fei es nicht wahr gewesen. Die Mutter der Angeklagten ent sch lug sich der Aussage. Ihre 21jährige Stiefschwester gab an, daß die Angeklagte die Mutter oft bestohlen habe. Auch die ganze Wäsche der Zeugin habe sie genomnren. Anr Tage des Mordes waren die Mutter und die Schwester tagsüber zuhause. Diese Aussage ist deshalb wichtig, w il die Angeklagte ja ursprünglich die Mutter des Mordes beschuldigt hatte. Gegen 2 Uhr erklärte der Vorsitzende das Beweisverfahren für geschlossen. Staatsanwalt Hofrat Dr. Butschck beantragte nun Vier Hauptfragen im Sinne der Anklage: lautend auf Raubmord, Verleumdung, Diebstahl und Betrug, ferner eine Eventualfrage auf gemeinen Mord mit nachfolgendem Diebstahl und eine Eventualfrage auf räubert, scheu Totschlag. Verteidiger Dr. Trink!er beantragte zudem noch eine Eventualsrage auf Totschlag mit nachfolgendem Diebstahl und eine Zusatz frage auf Sinnesverwirrung. Die Verhandlung wurde dann abgebrochen und wird heute um 8 Uhr fortgesetzt werden. ®*I Volkswirt. SB: «od gegen die «örsenhauffv. Eine interessante Debatte ln der Börsenkamm«. Anläßlich der Beratung über die Zulasiung der bereithh willigten Effekten zur Notierung wurde in der gestrigen Sitzung der Börsenkammer auch eine große Debatte über die Berechtigung der Hausse abgesichrt. Der Regiermigsverireier sprach sich entschieden gegen eine forcierte Börsenhmtsie aus und wünschte, daß die maßgebenden Bankenvertreter in dieser Hinsicht kalmierend wirken mögen, da die jetzige Bewegung ein nngesundes Aussehen zu bieten beginne. ES könnten Rückschläge eintreien. die dann eins neuerliche Enttäuschung des Publikums zur Folge haben müßten. Um einen gewissen Druck auszuüben, sprach sich der Regierungs- Vertreter für die Zulassung einer Reihe von Akttengattungen aus, die dann hemmend wirken wurden. Ihm widersprachen aber sowohl die Vertreter der Banken als auch der Bankenfirmen. Diese Redner betonten, daß di« Wiederbelebung der Börse nur zu begrüßen sei. Man dürft nicht die Entwicklung, die hübsche AnjBnge zeitige, jetzt plötzlich unterbinden. Diese Bevormundung könne mehr schaden als nützen. Man möge die Börse den Anlauf, den sie genommen, ungestört fortsetzen lassen. Die Worte des Regierungsvertreters fanden aber dennoch sehr große Beachtung. Schließlich einigte man sich dahin, daß nur eine gesunde Entwicklung begrüßenswert sei, was so viel bedeutet, daß auch die maßgebenden Persönlichkeiten der Börsenkammer gewisse Konzessionen an den Standpunkt der Regierung z« machen bereit sind. .Hiezu wird folgendes Communiyue versendet: In der am 1. d. abgchalteneu konstituierendcn Sitzung des N o t i e r u n g skomitecs erfolgte die Wiederwahl des Börsenrates Felix 21 r a n s k y zum Obmanne und des Börsenrates Siegmund Löwy zum Obmanu^Stellvertteter. Nachdem nunmchr die ersten Umstellungsbeschlüsse u-ach dem Goldbilanzengesetz vorliegen, gelangten auch schon, entsprechend der ersten Goldbilanzenverordnung die von einigen Gesellschaften vorgelegten M u st e r von Ausdrucken zur Genehmigung. Hiebe: wurde beschlossen, auf die Notwendigkeit der genauen Einhaltung der vorgefchriebenan Maße neuerlich hinzuweisen. Ferner wurde grundsätzlich festgestcllt, daß bei unveränderter Mienanzahl Mglich auf dem Aktienmantel sin Ausdruck zu erfolgen hat, der Tividendenscheinbogen aber unverändert Inerter zu verwenden ist, falls nicht in den einzelnen Dividendenscheinen der Mt-iennenrrwert angeführt ist. Im Zusammenhänge mit den Goldbilanzerrfvagen wurde auch die Frage der noä) nicht zugelassenen Emissionen berührt. Doch kam es zu kemec Entscheidung. Dm Erörterungen dieser Frage in den letzten Tagen gegenüber, wurde unter Zustimmung des Börsenkommissärs Ministerialrates Dr. Reißenberger festgestellt, daß auf allen Seiten die vollste Uebereinst immung besteht, daß eine gesunde Entwicklung des Marktes zu begrüßen ist und daß auf diese bei alle» Verfügungen Rücksicht genommen werden wird. Sie Stlefcigtuta der Bankkonzessionsgeische. Zustellung des Bescheides gegen Marzende. Wie wir erfahren, dürften bäc Bescheide über die Gesuche um Verleihung der Bankkonzeffion den Gesuchstellern gegen Ende März zugestM werden. Wohl sind schon eine ganze Reihe von Gesuchen — zirka 200 — von den Verwaltungsbehörden und der Börsenkammer erledigt, doch wirb mfirt der Vorlage an den Finanzminister noch vorläufig zugewartet, bis sich Minister Kollmarm besser singearbeitet haben wird. Bsi den kleinen EiniMvmen ist eiin etwas rigoroserer Standpunkt zur Anwendung gelangt. Es wird gehofft, daß einige von ihnen, bis zur endgültigen Erledigung, die Gesuche zurückziehen werden. Jie krmWgung der «orlagevrovW». Der Nalionalrat genehmigte gestern den Handelsvertrag mit der Schweiz und beschloß unter anderem die Novelle zum Geldinstitutszentralengesetz und di« Verlängerungen des Bauaufwandbegünstigungsgesetzes und der Steuerfreiheit für Auslandskredite. Finanzminister K oll mann machte Mitteilung über die Verhandlungen mit dm Banken, betreffend die Ermäßigung der Bankenkonditionen. Ihm sei mitgeteilt worden, daß in den Bankenkonditionen ein kontinuierlicher Abbau erfolgt ist. Die Vorlageprovision werde seit April 1925 nicht mehr aus dem Debetsaldo, sondern aus den ZinSnummern genommen. Ein Vergleich der Anrechnung des Debetsaldos mit den Zinsnnmmern zeigt folgendes: Die Anrechnung nach dem Debetsaldo ist dem Zufall überlassen. Der Zufall konnte ergeben, daß ein Kommittent eine ganz kurze Zeit ein hohes Debetsaldo, daher eine hohe Gebühr zu bezahlen hatte. Die wirkliche Inanspruchnahme des Geldes wird aber durch die Zinsnummer angezeigt. Es wird jetzt von den Zinsnummern eine Vorlageprovision von 1,5 Prozent genommen. Man kann ruhig behaupten, daß durch diese Aenderung die Vorlageprovision auf rund ein Drittel zurückgegangen ist. Es war mir nicht möglich, eine weitere Ermäßigung zu erreichen. Die Banken erklären, sie seien in einer schwierigen Situation und könnten in dieser Richturrg kein Entgegenkommen beweisen. Insolvenz. Das Wiener Handelsgericht hat das Konkursverfahren eröffnet gegen Wilhelm Buck u. Co., Holfinbustwegesellschast m. b. H. in Liquidation, 1. Bez., Dowcheergasse 17. Die Spareinlagenbewegung im Dorotheum. Im Monctz Jänner 1926 wurden 6,684.377.79 Schilling eingelegt und 3,656.036.20 Schilling rückgezchlt. Mit Ende Jänner 1926 betrug bei einer Einlegerzahl von 44.969 der Gefamtemlagmcha» 81,693.428.48 Schilling.

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