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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-04 · Heft 2497 (4.2.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2497 (4.2.1926)
Date
1926-02-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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-S'M.idPHV» Wirre 4 Wien. Donnerstag Wiener MoraenzettnNO l JNrmr 1928 £t SÄT Lagesbericht. 9t. Bl rev Loewyr 58. Seburtrtsg. Wir echallten folgen).: Zuschrift: ^Jch lütte ni ei ne lickx'n Freunbr, Bnnr>esbrHbrk und iHefmnungSgenossen, welch? mich anläßlich meines 50. Geburtstages mit Ehrungen, Aunnrrksamleiten und susrichtigen Glückwünschen weit Wer Verdienst übelschnttet haben, auf diesem Wege meinen cherzinnigsten Dank in Lmpsang nchmen zu wollen. Dr. Alfred L o e w Y.- Sir Philipp Hartog als East in PalWna. Aus Jerusalem wiro uns geschrieben: Sir Philipp Hartog, der sKllvcrtreteniX Rektor der Universitär von Deren lBangor), hiolt jich auf seiner Reise von Indien nach England auch eine Woche in Palästina auf. Z\t Philipp, der zum neuen Jahr mit seiner Ernennung zum Ritter geehrt wurde, weilte ails iÄast von Koloncl K: sch hier und harte GÄegcnhcit, mit den Führern der Jerusalemer (Gemeinde zusammenzukcnnmen. Er besichtigte die hebräische Universität schr eingchend uno sprach sich über ihre Entwicklung im höchsten Grade bcsriedlgt aus. Alsdann besucht? er in Begleitung von Kolone! Kisch T e l - A w i tv und inachte noch mit Herrn Kalvarisky zu-- ,-animen eine Reise durch aas nördliche Palästina, wobei er Afule, Balfomia, Mizpoh, Daganiah. Kinerech, Rcholal und Haifa berührte. zionlKjscher Laadrrlomltee sSr Sestettelch. Infolge der zahlreichen morgen stattfindenden Versammlungen entfällt die Obmänncrkonferenz. Der Zeitpunkt der Sitzung lvird den Obmännern der Sektionen ichristlich bckunntgegcben werden. Der BortvagSzyklus. Heure, halb 8 Uhr abends, spricht Herr Dr. F. Dr e s e n d r u ck im Rahmen des Vortragszyklus über „K u l t u r p r o b l e m c im Z i o n i s m u s". Die restlichen Karten köirnen bor denl Vortrage behoben werden. Der Vortrag findet im Klubheim der Hakoah, 1. Bez., Mpplingersttahe 24 bis 26, statt. Sir Keren-Kajeffod-Aklion. Montag abends fand im Klubheim der Hakoah eine Besprechung der Mitarbeiter des 9. Bezirkes" statt, bei' der die Mitarbeiter über die Aufgaben des Drives informiert wurden. Bei dieser Gelegenheit wurde bereits das gesanite Besuchermaterial auf die einzelnen Mitarbeiter aufgeteilt. Nach den getroffenen Vorarbeiten darf angenomnten werden, daß der Drive im 9. Bezirk gute Erfolge zeitigen wird. - Die Leitung dieses Bezirkes amtiert m der Wohnung des Herrn Dr. Löwenherz, S. Bez., Nußdorferstrafte 42-44, in der Zeit von 11 bis 1 Uhr vormittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags. Tel. 17-8-40. * Sonntag den 7. Februar findet um halb 11 Uhr vormittags im Schottenkino eine Vorführung des neuesten Palästinafilms statt. Eintritt frei gegen Einladungen. Vor der Aufführung hält Herr Leo Sendrowicz eine kurze Ansprache. manche dieser versprengten Volksreste, wenn auch in tragischer Weise, noch an das jüdische Volkstum knüpfen). Äw Gedanke jedoch, daß auch jüdisches Bewußtsein nicht schlechthin Abstinenz von der Umgebung bedeuten kann, entspricht der Tradition einer Richtung, welche auch der „Jude" seit dem Beginn der großen europäischen Krise zu der seinigen gemacht hat. Richtigertveise sind aber auch die Lebensgebiete zu unterscheiden: vom bedenklichen der Politik, wo nur übernationale Ziele eine gemeinsame Plattform schaffen können und wo die jüdische Beteiligung doch nur in der Form einzelner Menschen sich zeigt, die sich entweder in idealster Weise „hingegen" oder nur ihren Ehrgeiz befriedigen und nicht in volkstümlicher Beteiligung, deren Träger Juden und deren Inhalte deutsch sein köllnten — über das noch bedenklichere^ der Literatur, für welche die Argumente Flakes mehr als verständlich sind und wo „jüdisch" und „deutsch" am stärksten vermischt und verwechselt sind, bis zu dem des Geistes, der eben von dem der Literatur getrennt gesehen sein sollte. Hier verlegen in charakteristischer Weise von jüdischer Seit« Margarete Sußmann und Hans Goslar, aber auch Paquet in seiner messianistischen Auffassung des Zionismus den Schwerpunkt ins Religiöse oder vielmehr m die tieferen Vcrcindungen des Nationalen und Religiösen im Judentum. Unter Voraussetzung einer einmal gegebenen nationalen Andersartigkeit seien eben doch Berührungen in den lieferen Kulturschichten möglich, und erst auf diesem Gebiete werden auch solche Konstatierungen und Probleme, wie sie zum Beispiel in bezug auf die Frage der Stellung zu Leben und Tod von W. Eh. Michel hingestellt iverden, legitim. Andererseits ist es doch ernstlich zu -ezweiseln, daß mit der „Rückkehr zum Gesetz" sich auch das Interesse an den innersten Impulsen des religiösen Lebens, der Mut zum Jakobskampfe, der die Freiheit vorauösctzt, sich vereinigen kann. Wie immer man aber zu den Problemen und zu der Probtunatik ihrer Anssprache stehe, so möchte man es doch gerne wünschen, daß der „Jude", als dar berufene Organ der jüdischen Bewegung, das sich durch seine Wille ns richnmg von allen sonst verwandte» Gründungen abhebt, mit feinem Merkheft die Krise seiner Existenz übertaucht.. I Ae KerenchareffoL-Singiinge im ' Jahre 1925. | Ein Rekordergebiriö von 573.250 Pfund. j Die oeifciwenbe Stellung, die sich der Keren Hajessod im jüdischen Leben erobert hat» wird durch die Eingänge des vergangenen Jahres dargetan. Div Eingänge des Keren Sajesssd haben im Jahre 1925 518.258,14 gegen 473.099,3,lil Pfund im Jahre 1924 betragen Wen» auch dieser Fortschritt noch weit davoir entsernt ist. den dringendsten Notwendigkeiten zu genügen, jo bedeutet er nichtsdestlstveniger einen Rekord, wenn man ihn mit den Eingängen der früheren Jahre vergleicht. E8 ist zu hoffen, daß diese sortschroitende Erhöhung der Einnahmen auch weiterhin archalten wird. Der Keren Hajessod, der der allerkv: ch t igst e Faktor im jüdischen Leben geworden ist, muß in Anbetracht seiner ungeheuren Verpflichtungen in Palästina und im Interesse der iwüumaften Ehre nicht nur seinen Rekord an Leistungen «Inhalten, sondern mit schnellen Schritten darüber hinausgchen. Bor kurzem erst mußte oine starke Abnahme der Keren« Hajessoo-Eingänge wäbrend der letzten fünf Aconate festgestellt werden. Dirs ist tief zu beklagen. Wir glauben jedoch, daß die jetzt für das Jahr 1925 veröffentlichte Gesanchumme als Antrieb für alle dienen wird, dennen die große Dache am Herzen liegt, und daß die Jndenheit, wenn sie die herrlichen Errungenschaften in Palästina durch den Keren Hajessck erkennt und die Dringlichkeit der jetzigen Situation in Erwägung zieht, alle Anstrengungen machen wird, um den Rekord aufrechtzuechaken, den der Keren Hajeffod seit seinem kurzen Bestehen erreicht hat. Für die österreichischen Förderer des Keren Hajessod ist es ein Ansporn zu oifrigster Arbeit während der letzt i nt Zuge befindlichen Aktion, daß Oesterreich im verflossenen Kalenderjahr 5439 Pfund beisteuerte, mehr als Ostgaliizien (4888 Pfund), fast ebensoviel wie Palästina und rm Verhältnis zum Beispiel zu der T s ch e ch o - S l o w a k e i (7317 Pfund) nicht ungünstig a b s ch n e i d e t. Allerdings haben die Juden der Tschecho-Äewakei dis Ende 1925 insgesamt rund 42.000 Pfund aufgebracht, hingegen Äe Inden Oesterreichs bloß rund 14.000 Pfund. Wie weit Oesterreich hinter seinen Leistnugsmüglichkeiten »och znrnch't-cht, gcht daraus hervor, daß die Juden Deutschlands 1925 rund sechsmal so viel ansbrachten als die I-u den Oe st erreich s. Ciite zlonMche Versammlung am Msergnmd. Im Rahmen des Organlsationsdrives sprachen am 2. d. die Herren Gemeinderat Dr. Leopold PI a s ch k e s und Bezirksrat Dr. Gco^g Weiner über die Tätigkeit der Wiener jüdischen Mandatare. Beide Redner besprachen fchr ausführlich die wirtschaftliche und pol rische Lage der Inden Oesterreichs, die durch die ,von der Revolul'cn yrrbcrgeführte politische. Umwälzung keine Besserung erfahren habe. Der Antisevlitismus hat nach wie vor steien Spielraum und wird gerade von einer Partei betrieben, von der die Juden Oesterreichs als der einzigen freiheitlichen Partei eine gerechte Bchandlung hätten erwarten können. Die Rckmer behandelten schr ausführlich die antisemitische administrative Praxis von seiten des Bundes und der Gemeinde, die beide, letztere ganz offenkundig, elfterer infolge taktischer, allgemein-politischer Erwägungen weniger nach außen betont, es auf die Vernichtung der wirtschaftlichen und eigen kulturellen Position der Juden Oesterreichs abgeschen haben. Dem kann nur durch Ausbau der eigenen Organisation und Presse und in nicht geringerem Grade durch di« Führung einer aktiven und konsequenten jüdischen Landespolitik — diese gerade auch im Interesse des Ausbaues der jüdischen Heimstätte in Erez Israel — begegnet werden. Beide Referate wurden mit großem Beifall ausgenommen. Sie Juden in der BdlkswIrtsÄaft. Aus Berlin wird uns geschrieben: Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur sprach Staatssekretär a. D, Professor Dr. Julius Hirsch über das Thema ,,Die Inden in der Volkswirtschaft". Als Grundlage für rus Wirtschaftsdenken der Juden, wie es heute geworden ist, bezeichnete der Redner ihr Wirtschaftsschicksal. Aus dem Hirtenvolk der grauen Vorzeit wurde »m 1200 bis 1000 v. Chr. ein Acker bau Volk; im babylonischen Exil trat an Stelle des Ackerbaues der Handel mit der Gründung von kaufmännischen Kolonien am Mittclmeer. Schrittweise folgte dum die Zurückdrängung der Juden auf den Geldhandel, den sie aber nur solange auSzuübeu in der Lage lvaren, als nicht die Städte das ZinSgeschäft in ihre Hände nahmen. Die letzte Umschichtung brachte dann die Revolution von 1789, die für die Juden deS Westens einen großen Ausstieg, für die Juden des Ostens aber einen traurigen Niedergang vorbereitete, der den Handwerker zum Hairsirldustrietten herabdrückte oder zur Auswanderung zwang. Der Redner wirft nun die Frage auf, ob die jüdischen Wirtschaftsdenker eine einheitlich spezifisch jüdische Geistesrichtpng aufweisen. Zur Beantwortung dieser Frage geht er auf die Lehren der jüdischen Wirtschaftsdenker ein, gibt einen Aufriß der Lchren Ricardos, heute noch die Grundlagen des volkswirtschaftlichen Lehrgebäudes, der Lehren Karl Marx', die auch in ihrer Schöpfung nicht rein jüdisch sind, da ihre Wurzeln schon auf Robert Orla, Fourier und Saint Simon, bestimmt Nichtjuden, zurückzuführen sind; an der Fortbildung der sozialistischen Lehr« haben Juden und Nichtjuden zu gleichen Teilen Anteil. Aber auch die Lehren der dem Soz'alismu; entgegengesetzten Gcdankrnreihe, der kapitalistischen, sind größtenteils jüdische» Ursprunges; Din» jüdische Haust as jüdische Blatt« l il "«"BRAND | aus naturechten, besten Weinen in amtlich plombierten Flaschan (Erlitt des Aekerbiuntinlsterinms ZI. 10199/474 et 1904) nach wie vor die führende Market ÜBERALL ZU HABEN! Karl Menger, der Vater der Hechaluztheorie, war Jude, ebenso zum Teil chre Fortbildner. Auch die Bodenreform findet ihre stärkste Begründung durch die Juden; der Redner weist besonders auf Oppenheinier hin. der die Vorzüge des Grundbesitzes mit denen des Kleinbesitzes in einer Skdlungszrnossenschaft vereinige» will; auch in der Privatwirtschaftslehre und der Soziologie. ebenso wie in der Statistik sind Juden betelligt. Jedoch nicht nur unter den Wirtschaftsdenkern, auch unter den Wirtschaftspolitikern findet sich in allen Ländern eine große Anzahl Inden. Im Geldwesen Ludwig Bamberger. der eigentliche Schöpfer der deutschen Goldwährung. Paul Werburg; auf kaufmännischem und kolonialem Gebiete Disraeli. Lord Reading, Rothschild; in der Industrie: Amerika verdankt die Schaffung der Zuckerindustrie, die rationelle Gestaltung des Eisenbahnwesens^ auch die Auslandsfinanzierung zum größten Teil Juden; auch die Singer-Nähmaschine, d^s Arbeitsgerät des kleinen Mannes. ist eine jüdische Erfindung In Deutschümd seien nur Namen wie Albert B a l l i n, Eniil und Walter R a t h e n a u genannt. Aus all diesem zieht der Redner den TMuß, daß es ein spezifisch jüdisches Wirtschaftsdenken, eine spezifisch jüdische Wirtschaftslehre und ein spezifisch jüdisches Wirtschastsideal nicht gibt. Fufionierunl, wichtiger FSrsorgevereine. Die Vereine: Verein zur Förderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten und Zukunft haben in einer am 31. Jänner abgchaltenen Generalversammlung ihre Fusionierung beschlossen, um das Lehrli'ngsheim Grünetorgasse, auf wÄchem eben em neues Stockwerk ausyebaut wird, gemeinsam zu erhalten. Im ersten Augenblick scheint dies einen Verlust zu bedeuten, hat doch der Verein zur Förderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten chemals nicht nur dieses Heim allein geführt, sondern auch nahezu alle jüdischen HaüdwevkSlehrlinge Wiens befürsorgt und sie bis zur Solbständigmachung gejvvdert. Der Verein Zukunft wieder führte noch vor Mi Jchren ein Horm, das mehr als 300 LchLlinge beherbergte. Während der letzten Jahre konnte der HaMverkeoverein nur noch 5 bis 15 Jungen beherbergen und dürftig betreuen, boirck Vewin Zukunft war die Unzulänglichkeit durch die Not der Zeit so groß geworden, daß vor zwei Jahren die amtliche Sperrung angedrcht weiden mußte. Allerdings ist die Anstalt wieder so weit konsolidiert worden, daß 40 Jungen dort tadellos der--- pflegt werden, nur die Unterbringung in den Baracken ist zu bekämpfen, und müit kann sich nicht die Freude der Jungen vorstellen, mit der sie die Uebersiedlung m da8 schöne Hans in der Grünetorgasse erwarten. Das Bedeutendste an der Generalversammlung war aber, Laß nicht nur Mitglieder der beiden nun fusionierten Vereine im den neuen Vorstand entsendet wurden, sondern daß ihm auch Vertreter der Kultusgemeinde, deS Wiener Joint Komitees und der humanitären Vereinigungen Wahrheit und Massadah sowie der Jüdischen Jugendfürsorge angchören. Wie aus den Ausführungen verschredmer Redner heroorgcht, habe alle diese Körperschaften zur baulichen Erweiterung des LchrlingshermeS beigetragen. Di'e Männer, die in Wiett den Willen zur Zentralisierung der jüdischen Fürsorge verkörpern, wirken sämtlich mit und wie besonders OberraiÜbiner Dr. Ch aj c s betonte, soll die Fürsorge nicht nur den siebzig im Lehvlingsheim unterzubvingenden Jungen gelten. Im Heim werden verschiedene Abendkurse geführt werden und die über Anregung deS Joint nun in den verschiedenen Bezirken zu gründenden Jugendklubs sollen in der gleichen Weise Lchvliirgen, die auf Haimunterbringung nicht angewiesen sind, Gelegerchoit zur Ausbildung im jüdischen Geist und fit Geselligkeit mit jüdischen Altersgenossen geben. Lange schon wird theoretisch versucht, Sine Zentralisierung der jüdischen Jugendfürsorge an^ibahnen. Nun ist der erste praktische Schnitt zur Zentralisierung eines bestimmten Zweiges getan und schon m kurzem werden weitere solche Schritte erfolgen. _ ~ S. A. Sie Juden in SRetRo. Zurzeit lÄen in Mexiko 8000 Juden, deren wirtschaftliche Lage keineswegs gut ist. Selbst die Handwerker befinden sich in schlechter iwirtschaftlicher Position. Trotz des Naturreichtums Mexikos ist die Bevölkerung arm. In letzter Zeit wurden Versuche unternommen, die Juden auf dem Lande anzusiedeln. Ungofähr 300 Juden schloffen sich zu einem Kolonisationsverband zufannnen, der jedoch nicht in der Lage war, genügend Boden zu erwerben, da deni Verbände die Kapitalien fehlten. Von den 800 Juden konnten sich kaum 35 auf 2100 Hektar Boden ansiedeiln. Die Regierung wollte ihnen freies Land zur Verfügung stellen, doch war das zur Ärfügung stehende Gebiet keineLiwegs für den Ackerbau geeignet. Die Beziehungen der mexikanischen Bevölkerung zu den Juden sind recht gute. Infolge der Armut aber, in der sich der größte Teil der mexikanischen Bevölkerung befindet, kann von Mexiko als JmmigrationSgebiet für Juden keine Rede fein. Der Präsident des jüdischen Kolonisations« Verbandes in Mexiko, Herr Silber mann, der zurzeit in New-Aork tveilt, um größere Geldmittel für die Durchführung der jüdischen Kolonisation in Mexiko zu sammeln, erklärt in einem'Interview, daß es keineswegs ratfam wäre,! die MM Euiigratiou nach Mexiko zu lenken. 1 L tm

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