Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2496 (3.2.1926)
- Date
- 1926-02-03
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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f&tat, MliwoH Wiener Msrnenirefknnn 3. $&1m 1926 Nr. A98 SekkeS >.....im Sie sallche Stndeatin. .. Der auf so mysteriöse Weise durch einen Revolverschuß verletzte Beterinärmediziner M i ch a l e k konnte gestern die Unfallstation verlassen. Er gab bei der Polizei unter anderem an, daß er die W i e s e r im Spitale kcnnengelernt habe. Er' habe ihr niemals das Heiraten versprochen, denn sie ivar denk Genuß von Morphium und Acthcr verfallen, und überdies erfuhr er, daß sie mit dem Kellner Niedermaier int gemeinsamen Haushalt lebe. Er und Niedennaier wollten dann der W i e s e r soweit an die Hand gehen, daß sie selbständig werden könne. Das Mädchen machte ihnen aber damals Szenen und mußte sogar auf die p s y ch i a t r i's ch c Station gebracht werden. Vorgestern besuchte er sie. Kurz bevor er sich von ihr verabschieden wollte, trat die Wieser auf das Nachtkästchen zu. Plötzlich Mtzte ein Lichtschein auf und im selben Momente verspürte der Student einen brennenden Schmerz an der linken Schläfe. Er versetzte nun der Wieser einige Schläge, nahm den zu Boden gefallenen Revolver an sich und wollte das Zimmer verlassen. Die Wieser versicherte ihm, daß sie sich s e l b st habe töten wollen und wies auf ihr Kleid, an dem zwei Brandlöcher zu sehen waren. Erkundigungen beim Dekanat der medizinischen Fakultät haben ergeben, daß die Wieser niemals als Hörerin inskribiert tvar. Die Angaben über ihr medizinisches Studium sind unwahr. Sie ist seinerzeit als Comptoiristin hier tätig gewesen, hat aber den Posten aufgegeben. Sie wurde gestellt dem Jmquisitenspital eingeliefert. Schilling-Woche bei zwirback, Mariahliserfttßfie 111, Ecke Weboaffe. Das war tatsächlich ein enormer Andrang! Die ZeitunMnkünoigurrg harte nicht gelogen und wer Gekrgenhnl gehabt har, während des gestrigen Tages, vormittags wie auch nachmittags, einen Blick in die Geschäftsräume der Firma Josef Zwieback u. Bruder, Mariehiiftrstraßc 111. zu tun, für den war der klare Beweis erbracht, daß die Situation unsoves Wirtschaftslebens nicht eine so trostlose ist. wie sic häufia gemal: wird. Man mutz dem Publikum nur tatsächlich etwas bieten, dann kauftes auch! ' Und es kauft und kauft uni) die durch die schwierige finanzielle Lage der meisten und die hcchen Preise der jetzigen Zeit allenthalben zurückgeörängte Kauflust, bricht sich mit elementarer Gewalt Bahn. Bon mehreren enggedrängten Rechen Kauflustiaer waren die Schaufenster beider Fronten der Firma Zwieback 111 d n ganzen Tag über belagert, in ununterbrochenem Zuge drängten die Kauter ein und auS und trotzdem häufig die Sicherheitswache eingreifen rmd vorübergehend das Lokal schließen mußte, staute sich eine unicherschbare Menge an den Ladentischen. Mannshoch lagen die Maren auf den Tischen ausgestapelt und das Publikum drängte sich und wartete geduldig, jeder jedoch mit zäher Energie seinen einmal eroberten Platz behauptend, damit auch ex seinen Teil jener phantastisch billigen, r'esic, großen Warenauswahl echasche uns diese nicht wiederkchrende Gelegenheit nicht ungenützt vorübergehen lasse. Schon der erste Tag der „Schilling-Woche" bei „Zwieback 111" hat klar und deutlich gezeigt, auf welchem Wege dem Warenmangel der Wiener Bevölkerung abzuhelfen ist. Wien, 3. Februar. * Das Wetter. Gestern herrschte wieder naßkaltes Wetter. Die Prognose für heute läßt keine Aenderung des herrschenden Weitercharakters erwarten. * Professor Dr. Oskar Stoerk. Der Professor der pathologischen.Anatomie, Dr. Oskar Stoerk, ist nach langem Siechtum vorgestern hier im 66. Lebensjahre gestorben Der Verstorbene war ein Schüler Weichselbaums; er hat'größere Arbeiten auf dem Gebiete der Tuberkuloseforschung, der Pathologie des Herzens' usw. verfaßt. Die Lebensmüden. Der 28jährige Privatbeanite Paul S t atzhat sich gestern vormittags ein langes Küchenmesser in. die ^Herzgegend gestoßen und ist auf der Stelle tot geblieben. Nr-, fache der Tat ist Familienzwist. — Die 60jährige. Pen-. sionistensgallin Barbara Haidinger hat sich am 31. Jänner wegen 'ein.'s Nervenleidens aus einem Fenster ihres Wohnhauses gestürzt und wurde schwer verletzt. Vorgestern ist sie ihren Verletzungen. erlegen. * Nicht aufspringen! Gestern nachmittags wollte in der Fav'oritenstraße die 18jährige Tochter des Pressechefs der polnischen Gesandtschaft. Dr. Parneß, Alioe. ans einen fahrenden Straßen-, bghnzug der Linie 66 aufspringen, kam zu Fall und erlitt euren Br'uch des Schädelgrundes. Die Verunglückte mußte durch die Rettungsgestllfchaft in das Wiedener Krankenhaus gebracht werden. * Einbruch. Am 1. d. wurde bei Frau Gita Seidenwurm, Kleine Pfarrgasse 13, eingebrochen. Gestohlen wurden 1260 Schilling in barem Gelde, zwei Noten zu }’ 20 Dollar, vier Goldstücke zu 10 Kronen, 70 bis 80 Srlberkronen und eine Perlenschnur mit 96 Perlen im Werte von etwa 1000 Schilling. * Späterlegung des Wintersportzuges Tirol—München. Um eine spätere Rücksahrgttegenheir von den Tiroler und Jnntaler Wintersportplätzen nach München zu schaffen, wird die letzt mit -den beschleunigten Personenzügen 537/138 und 812 bestehende Abendverbindung (St. Johann irr Tirol ab 16 Uhr 35, Kufstein an-18 Uhr 47, ab 19 Uhr 10, München an 21 Uhr 15) bis einschließlich 28. d. an Sonn- und Feieriagen um eine Stunde später geführt werden, und zwar: St. Johann in Tirol ab 17 Uhr 35, Kitzbühel ab 18 Uhr 20. Wörgl ab 19 Uhr 30, Kufstein an 19 Uhr 46, ab 20 Uhr 05, Rosenheim an 20 Uhr 52, München (Hauptbährrhos) an 22 Uhr 30. * Gründung einer zionistischen Ortsgruppe irr Salzburg. Am Sonntag sen 31. Jänner wurde in Salzburg eine Ortsgruppe der Zionistischen Organisation ins Leben gerufen. Schon lange bestand .die Absicht, die zionistisch gesinntere Juden Salzburgs in estrer Gruppe;u vereinigen, doch war die Ausführung dieses Planes nicht eher zu verwirklichen. tzs blieb immer nur bei kleinen Abenden au denerr über jüdische Geschichte und jüdische Tagesfragen gesprochen wurde. Endlich ist es den Bemühungen einiflfr für di? zionistische Idee überaus »ärlgen Damen und Herren gelungen, aus diesen kleinen Anfängen heraus eine feste Gruppe zu, bilden Zu der Gründungsversammlung, die für SalMrger Berhültnisft sehr gut besucht war, halte dos Zionistische Landeskomitee, für Oesterreich Herrn Professor Dr. Wilhelm Stein entsendet In seiner. großangelegten geistvoll aufgebauten R:de ttgte er die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller am Wiederaufbau Palästinas interessierten Juden dar. um auch rein zahlenmäßig d?r Mandatarmacht gec^nützer den Beweis zu erbringen. daß die Zionistische Weltorganisation di? Vertretung d'r. gesamten Inden heit baMellt. Di.jc Ausführungen wurden mit großem Beifall ausgenommen und in emem geselligen Beisammensein endete der für die En Wicklung der Salzburg r Juden denkwürdige Abend. — Die neugcgrünoste Ortsgruppe entfallet bereits ein lebhafte Tätigkeit. Für den nächsten, Sonntag ist eine Vorführung des vierten Palästmafilws mit einem einlestenven Vortrag des Herrn Dr. Otto A b e l e s aus Wien vorgesehen, ^erner wird m den nächsten Wochen Frau Anitra Müllerohcn einen Vortrag über die Eindrücke ihrer Amerikareise hallen. Auch sonst wird man durch Abhaltung von Vorträgen, Geschichtskursen uns künstlerischen Darbietungen versuchen, neues jüdisch s Leben, neuen jüd'chen Geist uni Zusammengehörigkeitssinn in die Salzburger jüdische Gemeinde zu tragen E. P. * Wiener Küche in Berlin. Wir machen unsere Leser auf die erstklassigen Restaurationsbetriebe der renommierten Restaurateure Vogel und Rosenbaum in Berlin aufmerksam. Die unter Aufsicht 'des Rabbinats der jüdischen Gemeinde Berlin und des Hamburger Vereines stehenden, streng koscher geführten Restaurants, Schlüterstraße 60 (am Bahnhofausgang) und Augsburqerstraße 23 (Augsburger Hof), werden von den nach Berlin kommenden Freu,oen wegen der bekannt vorzüglichen Wiener Küche, der zivilen Preise und der aufmerksamen Bedienung mit Vorliebe ausgesucht. * Hagenbecks Februarprogramm hält sich auf der Höhe vornehmste Zirkuskunsi. Den aligewoyruen Piecen, den Proben seiner P'erdedressur. Eisbären- und Lcwer.vorfichrungen, die sich bereits ihr Stammpublikum erworben haben sind Jongleur- und Turnerakte hinzugefügi worden, die man mit Staunen und hin und wieder auch mit Atcmbeklcmmung v.rfolA Herr Roagers. der eine 25 Kilogramm schwere Hölzkugel durch geschickte Balance auf eine schief? Bahn hinauf und Wi der hinunter dirigiert, verdient den stürmischen Applaus eben,» wie die Jongleure T a m b o mit ihren Schüss-In unL Tambourins. die Keulenspieler W a ll a st o n und die scheinbar gewichtlosen G.schwister B i r k e n e d e r, Sie sich auf dem Hochseil produzieren. * Butterteigmehlspeisen kommen so selten auf den Tisch! Und warum? Einmal heißt es: „sie sind zu teuer" dann wieder: „der Teig ist sitzen gebliben" oder: „die Butterteigmehlspeise ist zu schwer verdaulich!" Lassen Sie diese Gründe nicht gelten. Schon oer erste Versuch mit ,,Thea"-Milch-Magarine wird Sie üb rzeugen. wie billig sich mit „Thea" Wirtschaften läßt, wie flaumig weich die schmackhafte „Thea" alle Butterteigrn hljpeisen macht und w'e leicht verdaulich sie sind. * Das Remigungsgeld für Geschästslokale, Kanzleien und Werkstätten. Die Verordnung des Bürg rmeisters über die Erhöhung des Reinigvngs- und Sperrgeldrs der Hausbesorger regelt auch mit Wirksamkeit oom 1. d. das Entg.ll, das au die Hausbesorger für G e s ch ä f: s t o! a l e, Magazine, Garagen, Werkstätten, Bureauräume Stallungen Wo^nschuppen usw zu entrichten ist Hie', wird im Gegensatz;u den Wohn.mgen der Iähre s m i e t z i n s für 1911 als Grundlage der Äer chnung des Reinigungsgeldcs genommen. Es wurde festgesetzt, daß von den ersten' 20CJ0* Kronen Friedelismietzins das 270fache, von den nächsteti 2000 Kronen Frieder smietzins das 260fache und von dem 1000 Kronen übersteigenden Teilbetrag oek Friedensmiotzinses das 250fache als Reinigungsgeld zu bezahlen »fr, wobei in allen Fällen das Vielfache der einzelnen Staffel auch sur die angefangerren Betrag? jeder Staffel in Anwendung kommt. * Verhaftete Kaufleute. Auf telegraphisches Ersuchen der Oberstadthauptmanschast Budapest wurden am 1. d. zwei angebliche Kaufleute der 18jährige Isaak Häusler und sein Schwiegerjlchn, der 24jährige Jakob Groß, in der Wohnung eines Verwandten im 2. Bezirk verhaftet. Sie. werden kaufmännischer Malversationen mit einer angeblichen Schadensumme von 150 Millionen ungarisch'r Kronen beschuldigt. Häusler gesteht zum Teile die Schuld-ein, während Groß leugne t. Beide wurden gestern dem Laydesgericht eingeliefert. * Die Mystifikationen der Feuerwehr. Seit längerer Zeit mystifiziert offenbar ein und dieselbe Person die Feuerw.hr durch telephonische Anrufe und zitiert sie zu fingierten Brandplätzen. Gestern g-lang es. einen der Urheber dieser Bubenstreiche in der Person des 32jährigen ehemaligen Feuerwehrmannes Rudolf Oihler festzu nehmen. Oihler hatte gerade wieder die Merdlinger Feuerwehr von einem öffentlichen Telphonautomaten aus verständigt, daß auf dem Stratzenbahnhos in der. Aßmah:rgaste ein Brand ausgebrochen sei. Kurz nach ihm betrat ein Sicherheitswachmann die Telephonzelle, um ein Gespräch;u. führen. Es meldete sich zu seinem Erstaunen die Feuerwehrzentrale, und der Feuerwehroffizier fragte ihn. ob er nicht wenige Sekunden vorher einen Brand angezeigt habe. Der Wachmann eilte.sofort dcm Manne, der kurz voher gesprochen hatte, nach und loiuttetfyr ln der Nähe des Straßenbahnbofes, als gerade die ersten LöschzKge der Feuerwehr eintrafen, sestnehuren. Er hatte chn an , ferner übergroßen Gestalt und an seiner Kleidung mit Bestimmtheit erkannt. Oihler leugnet, die Mystifikation i verschuldet zu haben, doch scheint es durch die Aussage des Wachmannes als erwiesen, daß nur er als Tater in Betracht kommen könne. * Milchverschleitz an Sonntagen. Schon seit, längerer.Zeit verhandeln die Organisationen der Leber smittelhändler unk die Arbeiter- und AngLstelltenorganisationen über die Einführung.der vollen Sonntagsruhe im Leben smittelhaydel. ,.Pas Ergebnis dieser Verhandlungen war, daß der Handel', mst. Lebensmitteln an Sonntagen verboten wurde. Nur für dtzy Milchhand el wurde eine zweistündige Berkauf^zeü' auch an Sonntagen gestattet. Aus technischen und sanitären. Gründen konnte dem Verlangen nach völliger Sonntagsruhe auch im Milch- Handel nicht entsprochen werden. Ebenso wurde.das Begehren» den Milchv rschleiß an Sonntagen auf die Zen von 7..bis 8 Uhr früh zu beschränken, im Interesse der Kranken und Kinder abge lehnt. •:' : : ■ * Dritte Palästinareise des Sportllu-s Hakotzh, Pyieu. Der Sportklub Hakoah, Wien, veranstaltet seine heurig' .Reise unter der Devise „Pessach in Erez Israel" in der Zeit vom. 23. März bis 22. April d. I. Die Durch'ührung der Reise It jjt in d?n Händen der Gesellichaft „Palestine Lloyd Ltd." Dosi Programm dieser Reise für Palästina gibt den Touristen die Möglichkeit, die vier größten Städte Palästinas sowie sämtliche Kolonien bis hinauf in die nördlichste Kolonie nach Metulah m besichtigen.. Dem Sportklub Hakoah ist es gelungen, für die Führung prominente Kenner Palästinas zu gewinnen, so Dr. Hugo Bergmann, Dr. E. M. Zwei g, Tr. F. W a s ch i tz und andere. Koione! Kish, Bürgermeister Diseng off, Arch. Kaufmann werden Vorträge über Land und Leute, Kolonien und ^Industrie halten. An der zur Eröffnung der Universität gespendeten Hkrzjl« Büste der Hakoah wird eine Gederktas.l angebracht- Im Hakoah- Garten zu Dilb werden von den Reiseteilnehmern Oelbäume gepflanzt. Ueberhaupt wird diese Reise durch das sorafältigst ausgearbeitete Programm den Touristen in jeder Beziehung die Dloglichkeit gegeben, m einer kurzen Zeit Palästina genau' kennen zn lernen. Auch d:r Au'enthalt in Aegypten wird Gelegenheit geben, alle Sehens- und Denkwürdigkeiten kennen zu lernen. Ausführliche Prospekte versendet die Reiseleituna des Sportklubs Hakoah. Wien, 1. Bez.. Mipplingcrstraß? 24/28. * Bekenntnis einer schöne« Seele. Im Nürnberger „Stürmer" wendet sich der deutsche Hakenkrruzler Streicher gegen die Erhaltung von Heines Grab auf dem Montmartre durch Deutsche: „Auf dem Montmartre-Friedhof in Paris liegt der Judendichter Heinrich Heine, alias Bückeburg, begraben. Heine-Bückeburg war einer der größten jüdischen Schweinekerle des vergangenen Jahrhunderts. Er bewitzelte und beft'öttelt'.' alles, was Nichtjuden heffig war, Er »rächte mit seine» Drechtübel» auch vor dem nicht Halt, was wir Deutschen als Vaterland bezeichnen. Da ist begreiflich, daß der alte deutsche Staat von einem solchen Hundsfott nicht viel wissen wollte. Im neuen Staat, in der Republik, ist dies, wie so vieles andere auch, anders geworden. Juden und Judenknechie führen in ihr das große Wort, und da darf es nun gar nicht Wunder nehmen, wenn in Judenzeitungen in diesen Tagen folgendes zu lesen ist." (Folgt die Mitteilung der erwähnten Tatsachen.) Dann heißt es weiter: „Ist das nicht unerhört?! Die deutsche Republik ersetzt einem Pariser Juden keine Auslagen für die Erhaltung des Grabes auf dem Montmartre, in welchem kein Deutscher, sondern ein Jude, ein Lümmel ersten Ranges, verfault ist. Das „deutsche" Auswärtige Amt zahlt dem Pariser Juden mit Dank zurüch waS dieser angeblich an Unterhaltungskosten für das Grab des größten literarischen Schweines de« vergangene» Jahrhunderts ausgegeben haben soll. Die Gräber der deutschen Helden des Weltkrroges verkommen und werden vergessen und für die Judensan auf dem Montmartre wirft man das Geld der deutschen Steuerzahlc> jmit Fenster hinaus." _ Serefnc, Lortröge und Berfammlimgeu. Jübkscki-atademiscberZuristenverein, Wien. 3 Bez, Taborstroße t 3 Morgen um 8 Ubr abends im Ber insh im Bort a, Dr. Nahum Blauer, Leiter te» Palästinaamle» über »Die wirtschaftlichen Aussichten derae» st lgen Arbeiter in Baläfttna". — Z ' o n i ft t' ch e Juaendgrupve Leopold st adt. Heu;e um */,9 Uhr oben'S tm H e i m, 8. Bez. Z»r usga/ie 33. Pleuarveriammlung mit anschließendem 'i eferat. MaimonideS-Institut 3 Bez-, Hetzgasie 40. Heute. 0 bi» 7 Uhr abends, >» abbin^r Dr. A K aminke „Das Buch Hiob" 7 bis 8 Uhr abends, Rechteanwalt Dr. N G o l d st e i n r „Traktat Baba Kama". — B e t h waad l'iwrim. Heute, 8 Uhr ab nds. findet im Saale der Lese- und Re ewlle ein Boitraq des Henn P of. Dr. S. Kraus über das Tbema „l'ch ekchbonah ichel t aftiitenu" statt — W » ener Beth Hamidraich. 3. Bez.. Ferdtmmbstraße 23. Heute. 6 Uhr abends. Lektor Dr. S G e l bhauS: Liturgie 7 Uhr abendSr Lektor Dr. S Rubin; „Die Philosophie des Ma.montdeS: Das Buch Hiob in macmonioischer Beleuchtung Rout zugunsten des Spitals der Barmherzigen Brüder. Am Samstag den 6 d. mn halb 9 Uhr abends findet m sämtlichen Festräumen der Präsiden: s ch a f t s k a n z l e' und des Bundeskanzleramtes unter dem Protektorat des Bundespräsid'nten Dr. H a i n i s ch und des Bundeskanzlers Dr. R a m e k ein Rout zugunsten des Spilals der Barmherzigen Brüder statt. Eine Re he der hervorragendsten Kraft., der Slaatsiheater wird Mitwirken. Für beste Tan musik und ein erstklassiges Heurigenquartett ist vorgesorgt. Vormerkungen für die restlichen Eintrittskarten (einschließ.'ich Büfett) w rden noch enigegengenommen bei Sektionsrat Dr. Wolfyang Lackenbacher. 1. Bez.. Minoritenplatz 5 (Unterrichtsministerium); Sektinnsrol Dr. Hugo Lederer, 1. Bez., Hrmmelpfortgasse 8 (Finanzminsterium). und Regierungsrat Czech. 1 Bez., Ballhausplatz 2 (Bundeskanzleramt). Arabische Sprachkurse des Jüdisch-Akademischen Philosophen- Vereines. Neue Einschreibungen werden für den unter Leiturrg des Herrn Kapliwatzki stehenden arabischen Kurs entgegeng.'nommen. Außerdem Mrden unter seiner Leitung syrische und arabische Kurse für Anfänger eröffnet. Einschreibunaen: Im Jüd. Philosophenverein, 9. Bez., Zimmermannplatz 8, täglich zwischen 1 und 2 Uhr: im hebräischen Pädagogium, 1 Bez., Drahtgaffe 4, Montag und Donnerstag zwischen 7 und 8 Uhr abends. Vorbesprechung: 'Montag den 8. d. Mischen 7 und 8 Uhr abends im hebräischen Pädagogium. Kursbeginn: Dienstag den 9. d. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße, 8. Bez.. Löwengasse 36, Cafe Lovrana (Souterrain). Heute zionistlsches Meeting, vom Zionistischen Laudeskomrtee veranstaltet. Redner: Präsident Dr. Desider Friedmann und Herr Profeffor Wilhelm Steru. Beginn 8 Uhr abends. Zionistische Bezirksorganisation 1. Heute, halb 9 Uhr abends, wichtige Borstanidssitzung im Klubheim oes Aoung I wish Sporting Club (Hotel Müller, 1. Bez.. Graben 19). Es werden alle ehemaligen Vorstandsmitglieder um bestimmtes Erscheinen ersucht. Tagesordnung: Erklärungen d's Landeskomitees. Reorganisation der Sektion, Wahl der Vorstandes. Erscheinen Ehrenpflicht: Die Konferenz für sittlich« Erziehung, die von der Ethischen Gemeinde veranstaltet wird, findet Samstag von - 3 bis 6 Uhr und Sonntag von 9—1 und 3—6 Uhr im Festsaal des Nieverösterreichischen Gewerbev-'reins. 1. Bez^ Eschenbaäwasse 11. statt. Sie ist allgemein zugänglich: Kosterbestrag 50 Groschen. Die Tagesordnung lautet: Ministerialrat Viktor Fadrus: Erziehung oer Erz, yer; Bezirksschulim'pektor Karl H ö t t l: Lektüre; D^em Alois Drttrich: Wer; und Gefahren des Sports; Schriftsteller Eduard Golias: Bedeutung und Gefahren des Kinos; Landesschulinspektor Hofrat Leopold Scheuch und Prof. Dr. Rober: Endres: Republikanische Erziehung durch die Sexualerziehung. — Bundespräsideni Dr Hanisch. der der Konferenz lebhaftes Interesse entgegenbnngt. hat sein Erscheinen in Aussicht gestellt. »KinLerfreünde. Das Abendheim der Jüdischen : wurde am Mittwoch den 13. Jänner eröffnet. Der Leiter des Abendheimes, Herr Dr. K lab er, gedachte vor allem des vor wenigen Taaen verstorbenen langjährigen Obmannes des Vereines Jüdische Kinderfreunde, Herrn Hofrat Rudolf Taussig, und schllderte in längerer Rede dessen Verdienste um den Verein sowie besten Bedeutung für die Wiener Judenschaft. Die Arbeit wurde in zwei Gruppen begonnen, und zwar die eine Gruppe Montag und Mittwoch in der Zeit von halb 7 bis halb 10 Uhr und die zweite Gruppe Dienstag und Mittwoch während der gleichen Fest. — Folgende Kurse finden derzeit statt: Hebräisch. Englisch, jüdische Geschichte, Erziehungslehre und Kulturgeschichte.. Handfertigkeiten und Hygiene. An Samstagen werden Heimabende abaebalten. — Bibliothefftuniden Mittwoch in der Zeit' von 6 bis 7 Uhr. Weitere Gruppen können jederzeit angeschlossen werden. Anmeldungen sind an das Sekretariat der Jüdischen Kinderfreunde, 2. Bez., Obere Donaustraße 91, zu richten. Der fünfte Dentfchmelsterball findet am Dienstag den 9. d. in den Sofiensälen statt. Borverkanfskarten 6 Schilling sowie Logen bei Portier Reis, Militärkasino, 1. Bez., Schwarzenbergplatz 1, und Kartenbureau Kehlendorfer, 1. Bez., Krugerftratze. _ Radwproftrttmm. Deute Mittwoch de» S. Fchruar. 16 Uhr 1ö Min.; Nachmittagstomeu — i< mr »0 p,tn.r Dr. E»n» Al enbergerr «kuoure» m Ar berg — 18 Ubr Sö Mm r Die Wiener Äunst'amM Ivngeu. Regierupgerat Dr Anton Reiche r Die Alb-rlina. — 19 ul,,» Prof. Dr. Richard Etöbrr Musi'alsiche Formenlehre. - '0 Ubr: He terer Einakte abmd. „M'meofiege*. eine Kaffeehausszene von Georges Cour e ine. .Pin ruhiges Heim". +ut* leite von Georges Eourteline. „Die kleinen Verwandten", Lustfpiet von Ludwig Dhoma. Heitere Abendmusit.