Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-02-03 · Heft 2496 (3.2.1926) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2496 (3.2.1926)
Date
1926-02-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981583--25438-3013082
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

m ms _ Men, gfiffiroifi _ Kunst, »fidne, »«ch. Sascha Leontjew. Tanzmatinee im Modernen Theater. Sascha Leontjew ist in Men kein Unbekannter. Sein Stil und seine technische Vollendung haben den russischen Künstler in die erste Reihe moderner Tanzkunst gestellt. Sontttag vormittags zeigte er sich mit einem für Men neuen Programm und hatte damit durchschlagenden Erfolg. In seinen „religiösen Tänzen" gab er eine überraschend realistische Verkörperung innerster Gedanken. Auch das Romantische kam nicht zu kurz. Ganz groß aber kvurde Leontjew erst in seinem nationalen Milieu. Sein russischer ,Zeltler" zeigte das innere Temperament dieses Künstlers. ebenso wie sein sublimes rhythmisches Erfassen russischer Volksweisen. Endloser Beifall aber holte sich Leontjew mit seinen „Erinnerungen au Wien" Seine Mimik, sein schalkhafter Huinor und seine Karikierspäße feierten ' wahre Triumphe. Viermal mußte er wiederholen und auch dann noch wollte der Applaus kein Ende nehmen. Ein bescheidenes Blnmenstöckchen würbe Leontjew aus.die Bühne gebracht; es hätte eine Palme sein sollen. —eich. Jas Lkwberger jüdische Theater geschloffe«. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Lemberg, 2. Februar. Das hier seit 40 Jahren bestehende j ü d i s ch e Theater mußte infolge der gegenwärtiger! Wirtschaftskrise geschlossen werden. Das Lenrberger jüdische Theater wurde im Jahre 1886 von Gimpel begründet und zählte zu seinen ersten Regisseuren den bekaunten jüdischen Bolksdichter Abraham Go l d s a d e n. Dem Thcaterenseinble gehörten seinerzeit viele begabte Schauspieler an, die später nach Amerika auswanderten und sich dorr als jüdische Schauspieler einen bedeutenden Ruf erwarben. In den letzten Jahren sah sich die Theaterdirektion mehrinals veranlaßt, einen Abbau durchzuführen. Nach laugen Verhandlungen wurde vor kuvzem die Verwaltung des.Theaters den Schauspielern übergeben, die den Betrieb sozialisierten. Trotzdem konnte der Theaterbctrieb nicht aufrecht erhalten werden. L'Aamwrio sucht eine bessere Weit. Der göttliche Gabriele arbeitet zurzeit an einem großen u t ogischen Zukunftsroman, zu dem, wie jetzt bekannt wird, Mussolini und Conan Doyle die, Vorrede schreiben werden. D'Aunuuzio schildert darin auch seine.Bekehrung zum Spiritismus, dem er den Verkehr mit der Geisterwelt verdankt und dessen Ergebnisse in dem Zukunftswerke nicdergelegt toerden sollen. Die Idee der Utopie dreht sich indessen um Mussolini, von dem es heißt, sein Werk sei kein Produkt dieser Welt, sondern eine höhere und bessere Parallele aus einem anderen Dasein. An« den Theater«. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr,abend-, „Cyranv so« B e r g e r a e". Akademretbe ater Moraen Erstaufführung des Schauspieles .Maria O r I o w a" von Otto Zoff.. Overntheater. Morgen, 7 Uhr abend«. „A n d r 6 E h e n i e r". VolkSoper. Morgen gastiert Anne R o f e l l e als Marqarete — Die Premiere von Bu > oniS ^Arlecchino" nnd StrawinSkyS „Geschichte vom Soldaten" findet am 11. d. statt. Deut'ches Bolkstheater. Die nächste Renbeit ist Hans Müllers Schauspiel „Veronika" mit Leopoldtne K o n st a n t t n. HanS Mojer tritt darin zum erstenmal im Deutschen Bolkstheater auf. Raimund-Theater. Freitag gastiert Frau Haust Niese in dem Lustspiel „Im weißen Rößl" — Mittwoch den 10. d. g langt B hard L ei l l er s Stück „Der dreizehnte Stuhl" mit Frau Hansi Niese als Gast zur Erstaufführung. Modernes Theater. Sonntag den 7. d.. '/,4 Uhr nachmittags, findet eine Tanzveranstaltung de« Tänzerpaaies Thea v. U y i und Ernst Walt statt. 18V Jahre Wiener Theater. Die vom Bühnenverein als Präludium zum 160jährigen Bestandsjubiläum des Burgtheatcrs veranstaltete Ausstellung, die sich nur aus Beständen von Privatsammlern, also aus bisher zumeist völlig unbekannt gebliebenen Objekten zur Geschichte der Wiener Theaterkultur von einst und jetzt zusammensetzt, wird heute um 11 Uhr vormittags in den künstlerisch dekorierten Wintergartenräumen des Kaufhauses Gerngroß für gelanvene Gäste eröffnet. Die allgemeine Besichtigung ist von morgen Donnerstag ab freigegeben. Entree wird nicht eingehoben. Hundertjähriges Geschäftsjubiläum der Musikalienhandlung Leo Tublin (Hugo Kncplcrs Nsg.). Die Musikalienhandlung Leo Dublin (Hugo Kneplers Nsg.) begeht in diesem Jahre die Feier ihres hundertjährigen Bestandes. Die Firma ist allerdings bereits int Jahvc 1828 gegründet worden, somit sch n vor 108 Ich en, ivie aus dem beziiglichen Konzessicnsakt ersichtlich ist. in welchem es unter anderem heißt: „12. Nov. 1823. Vinzenz Schuster, demselben wird statt dem Franz Rosen'schen Befugniß ein neues derley Befugnis erteilt". Nachdem sich die Firma in den Fachbüchern erst seit dem Jahre 1826 vorfindrt, hat sie sich entschlossen, dieses Jahr als Gründungsjahr anzuschen. Auf Grund der er eilten Befugnis übte nun B. Schuster das Geschäft aus bis es nach chm F. X. Ascher übernahm und nach Wien, 1. Bez., Habsburgergasse Nr. 2. verlegte. O. F. Koliha und. Josef Hauser folgten Ascher. Im Jahre 1809 ging das Unternehmen m den Besitz de8 bekannten Konzertbirektors Herrn Hugo Knepler über. Dieser übersiedelte von der Habsburgergasse 2 in die Kärntnerstraße 8. Im Jahre 1917 übernahm Herr Leo Tublin. der derzeitige Inhaber, die Firma und verlegte das Geschäft nachher in d'e ausgedehnten (Äeschäftsräume Wien, 1. Bez., Seilergasse 12; er vergrößerte den Betrieb, welcher bis dahin in kleinem Umfange geführt wurde, in bedeutendem Maße. Durch sein« Bestrebungen hat bas Anternchmen in den letzten Jahren einen hervorragenden Aufschwung geiwmmen. Dem bedeutend erweiterten Musikaliensortiment hat Herr Tublin ein erstrangiges Großsortiment angegliedert, welches fast alle Sortimenter Oesterreichs und der SukzessionSstaaten zu seinen ständigen Kunden Ml. Die Musikalienhandlung Tublin ist eine der ältesten am Wiener Platz und auch ryl ganzen Bundesgebiet Oesterreichs. Aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens sind der Firma aus Verleger- und Kundenkreisen bereits zahlreiche Glückwünsche zugekomme». MeMr MoeMzesiltM .. ■■■■■•«—... u i«. ■ . ini i JÜDISCHES KÜNSTLERKABARETT II., Pratersirasse 60 / Leiter s Max Streng •v W'*’ v vurvr w"«' V ('TyrrrrtTW Heute 1f49 Uhr abends U DER GROSSE SCHLAGER U Hojsche Telebendig mit MAX STRENG in der Titelrolle und das übrige reichhaltige Programm Gunnar Tolnaes an der Bolksopcr. Dem Direktorium der Volksoper ist es gelungen, Gunnar Tolnaes für ein interessantes Auftreten zu gewinnen. Der Künstler wird Freitag im Rahmen her Konzcrwinlagc „Fledermaus" das Publikum begrüßen und außerdem mehrere Gedichte zuni Vortrag bringen. . verfammlaniskalrader Heute, Mittwoch. 1/28 Uhr abends, Cafe Lovr a n a, 8 Bez,. Lüivengasso 86. Redner: Dr. Desider Friedman» Präsident des Zionisttichen Landeskomitees, und Prof. Dr, Wilhelm Stein. Donnersiag den 4. Februar, Uhr abends, Terrasse n - R e n an r a n >, 5. , Maigmetenpiatz Redner: Doktor Desider F r i e d m a n n und Frau Anitta Müller-Coden Donnerstag den 4. Februar, 5 Uhr nachmittags,^ Cafe L o v r a n o, 8. Bez, Löivengasie 86, Redner: Frau Dr. Sovhte L ö w e n b e r t und Dr. Isidor K I a b e r ■ Donnerstag den 4. Februar, V28 Uhr abends, Leseu n d Rede halte, ». ^?ez., Lürlensnabe 9. Redner: Frau Doktor. Else F t n k e l st e i n »nd Herr Dr Josef L ö w e n h e r z, Btzep,äsident der Jsraelit'sclien KultU'gemeinde. Samstag den 6. Februar, J/a8 Uhr abends, Hotel M ü ll e r. 1. Bez.. Graben 18. Redner: Her Dr <w>ef L ö w e.nh er ^Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde und Dollar Desider F r i e d m a n u, Präsident des Zionistischen LandeStomttees Sonntagden 7. Februar, l!£ Uhr abends, im Klrrbheim der H a. 0 a n, 1. Bez., W>pvt ugersiraße 2z .24. .Redner: Dr. Desider F r t e d m a n n und Gemeinderat Dr. Leopold P l a j ch 1 e s. Dienstag den 9. Februar, -I/»8 Uhr abends, Eichen) ä l e, 10? B<z.. Ccnumbusgasse, ■' Mittwoch den 10. Februar, V28 Uhr abends, Kasino Zögernitz in. Be^. Döb>irgel Hauplftuiße. Donnerstag den 11. Februar, V28 Uhr abends, Niederö st e r r e t ch: s a) e r G e w e r b e 0 e r e t n, 1. Bez., Eschenbachgasse 11. . Eine rSMrige Raubmiirverin. Josefine Herder vor den Geschworenen. Die 61jährige .Witwe Barbara M i t u r a wurde, wie seinerzeit berichtet, am 6. Juni vorigen Jahres in , ihrer Wohnung, Landstraßer Hauptstraße, mit furchtbaren Kopfverletzungen tot aufgefunden. Sie war mit einer Holz hacke erschlagen worden. Kurz vor Auffindung der Leiche beobachtete die Hausbesorgerin ein junges Mädchen, das aus dem Hause der Ermordeten einen Koffer wegtrug. Das Mädchen wuriw in der Person der 23jährigen Hausgehilfin Josefine Heid er festgenommen. Sic gestand nach anfänglichem Leugnen, die alte Frau ermordet 31t haben, um sich der Habseligkeiten zu bemächtigen. Die Hei,der lebte mit einem Lohnarbeiter im gemeinsamen Haushalte und wollte sich durch den Raubmord eine Ausstattung verschaffen. Während der Untersuchungshaft beschuldigte Josefine Heider ihre eigene Mutter der Mitschuld am Morde. Heute.beginnt vor dem Schwurgericht die Verhandlung gegen Josefine Heider wegen Raubmordes, Verleumdung, D i e b st a h l s und Betruges. Sre hat nämlich auch ihre früheren Dienstgeber bestohlen und verschiedene Betrügereien verübt. UIH HCU'UfimzmtKll »tu vutllv WlOWf Wie berichtet, hat das Zivillandesgericht sich mit einer Klage beschäftigt, welche die Verwandten des inr Jahre 19Q6 verstorbenen Bankiers Siegmuud Reitzes, Andor und Aladar Döry und Ladislaus Döry, Jolanthe Sacken und Margarete Döry namens ihrer Tochter Viola gegen den Universalerben Baron Hans Reitzes v. M a r i e n w e r t auf Zahlung einer monatlichen Rente voll je 25 Millionen zur Führung eines standesgemäß gewohnten Lebensunterhaltes angestrengt hatte::. Die Kläger, Neffen und E,nkel nach Siegmuud Reitzes, stützen ihren An- . spruch auf eine Bestiminung des Testamentes, wonach im Falle die Kläger das ihnen iu Legaten vermochte Vermögen von je fünf Millionen teilweise, sei es verschuldet oder unverschuldet verlieren, sollten, dem Baron Hans Reitzes die lebenslängliche Verpflichtung auferlegt werden soll, die Kosten des gewohnten Unterhaltes aus eigenem 31t tragen. In dem Testament war der Wunsch ausgedrückt, daß Prozesse vermiedelt werden sollen und war jede „amtliche Prozedur" untersagt. Baron Reitzes hatte durch Dr. Neufeld bestritten, daß den Klägern ein Klagerecht zustehe, da ein solches im Testanrent, das Baron Hans Reitzes auf Grund der Angaben seines Onkels seist niedergeschrieben hatte, dieses Klagerecht ausschließt. Der Senat hat nun gestern folgendes Zwischenurteil gefällt: Die Einrede - der Unzulässigkeit des Rechtsweges wird verworfen und das K l a g e r e ch t der Kläger zur Stellung de^ Klagebegehrerls auf Zahlung einer Rente von morlatlich je 25 Millionen Kronen wird dem Grunde nach anerkannt. ’ Aus den Anspruch selbst einzugehen, war angesichts des Einschränkungsbeschlusses, lediglich über das Klagerecht zu entscheiden, keine Veranlassung, und war nur festzustelleu, daß ein. Ausschluß des Klagerechtes rucht gegeben war. 3. ^ehrnar 1020 Sekte t olkswirt. Polens Sanierungsbudget. Die Garantien für die Tollaranleihe. — Invcstitionsarbektev zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. — Kursrückgänge an den Börsen. sBon unserem polnischen M.-S.-Korrespondeuten.) Der K u r s d e s Z l 0 i Y bchauptete sich in der Berichts- Woche fast unverändert auf dem Niveau von 7,22 bis 7,25 für einen Dollar. Auf den „schwarzeil Börsen" bewegte sich der Zloty g<gen den Dollar bei 7,26 bis 7,30. Alle Anforderungen von Valuten deckte die Bank Polski aus eigenen Mitteln, vas nicht wenig zur allgemeinen Benrhigung beigetragen hat. , Die Börsen bAlrteilen die A n l e i h e v e r h a n d l u ngen sehr optimistisch, trotz der schweren Bedingungen. Dir Vertreter des Bankers Trust habeil dir Rückreise bekanntlich bereits angetreten und müssen :m Lause dieses Mona s, da die Option anr 1. März abläuft, die Entscheidung treffen. Die präzisierten Bedingungen der Anleihe dürsten nun folgende sein: Der Bankers Tmst erteilt eine Anleihe im Nominalwerte von 100 Millionen Dollar in achtprozentigeu Staatsobligationeu, die er zum Kurse von 75 Prozent über-- n mm:. Der eigemliche Zinsstrß beträgt somit :rd)* ganz zehndreiviertel Prozent. Die Anleihe wird durch das Tabakmonopol sichcrgestellt sein, von deffen Einkünften die Amerikaner 45 Prozent erhalten werden. Außerdem sichert sich der Bankers Trust das Recht, den: Tabaknionopol eigene Rohwaren zu liefern, und von diesen Lieferungen wird den Anleihegebern ebenfalls ein netter Nutzen abfallen. Der ganze Betrag wird nun auch nicht in die Staaiskassen kommen, da ja noch die alte italienische Anleihe, die auf dem Tabakmonopol lastet, zurückgezahlt werden muß. Wie ntan also aus diesen Ausführungen, ersieht, gestaltet sich die Anleihefrage nicht sehr rosig, dennoch wird der Staat die Bedingungen akzeptieren müjfcit, da die Realisierung der Anleihe ein Gebor des Tages geworden rst. Das Sanierungsprojekt der Regiemng stützt sich hauptsächlich auf die Reduziemng des Budgets auf dom Niveau von 1600 Millionen Zloty und auf eine ausländische Anleihe. Das Budget stellt sich nun in den Endziffern wie folgt dar: Ausgaben Einkünfte A. Administration ....... .1.719,568596 1.012,867.294 v. Staail'che Unternehmungen . . 10,517 956 60 801.638 C. Monopole.- — 454,510 050 Zusammen. . . 1.730,086.552 1.528.178.982 Die Reorganisierung der staatlichen Unternebmungen soll ergeben . . — 72,000.000 Durch die Reform der Administration sollen erspart bleiben . . 130,000 000 — Die endgültigen Schlußziffern . . 1.600,086.552 1 "0>',178.982 Das Budget wäre somit aus-bolanciert und dürste, wenn es der Regiemng gelingt, eben mit Hilfe der Anleihe dr-e Wähmng dauernd zu stabilisieren, keine Aenderung mehr erfahren. Inzwischen ist in Polen eine neue Streikwelle za verzeichnen, die mit dem Streik der Telephonistinnen in Warschau ihren Anfang nahm. Die Verhandlungen mit Arbeitern und Beamten in Oberschlesien nehmen ebenfalls, einen sehr schweren Verlauf und gestatten keinen günstigen Ausblick in die Zukunft. Die amerikanische Bauunternchmung Ulon u. Co., die bereits Jnvestitionsaobeiten in verschiedenen polnischen Städten übernommen hat, will im Wege der Bank ‘für Landes- Wirtschaft Kommunalobliga'ionen polnischer Städte um den Betrag von 10 Millionen Dollar übernehmet^, und so dürfte, falls dies perfekt wird, die A r b e i t s l 0 s i g k eit durch Aufnahme nmer Jnv estitionsarbeiten abnehmen und auch die Industrie hätte Aussichten auf große Lieferungen. Die neuen Preiserhöhungen des Ersensyndikates in Oberschlesien und zuletzt auch des Kohlensyndrkats um 6,5 Prozent übt auf den Absatz einen uugüstigen Einfluß aus. Fast alle Walzw:Ae sind untätig und lediglich die Zrnkwti> Bleihüften weisen eine bessere Beschäftigung auf. Auf den polnischen Effektenplätzen dauerte die vollkommene Stagnation auch in der Berichtswoche an. Der horrende Geldmangel läßt keine lebhaftere Sftmmung aufkommen. Die Notierungen aller Werte, auch der prominentesten, lveisen Kursverluste auf, nichtkotierte und Anlagewerte sind gänzlich unbeachtet. Die Notierungeil der Wiener Arbitragewerle stellen sich wie folgt dar: Zieleniewski 9.25, Warschauer Diskontobailk 4.60, Gorka 7.20, Chodorow 4.70, Chybie 3.20, Gllizische Montan 1.90 Lemberg Brau 8.30 Zloty. Leichte Abschwächung der Devise Mailand. Aus allell Do- Visenplätzen wuwe ,estern die Devise Mailand ziemlich stark ausgoboten. In Zürich sank sie deswegen von 20.90 auf 20.795. Diessr Rückgang der Lira um mehr als ei» halbes Prozent ist der erste seit ihrer Stabiliisierung. — Ziemlich fest lag das englische Pfulld, das sich rveiter auf 25.23 nach 25.22 erhöhte..— Leicht rückgängig war die Devise Belgrad, die sich von 9.15 ans 9.125 ermäßigte, sich dann wieder auf 9.145 erholte. — Buk arest und Warschau lageri fest. — Die Kursänderungen dcr übrigen Devisen waren unbedeutend. Insolvenzen. Das. Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Bernhard und Otti'lve F r i s ch m a n n, Tuchhändler, 2. Bez., Schrotzberggasse 1, über Hermann Korntheuer, Trafikant, 14. Bez.. Marzstraße 71, über Wolf Mark, Kaufmann, 2. Bez., Große Sperlgasse 33, über Leopold Weigl u. Adolf K » t a l e k, Kausloute, 6. Bez., Nragdalenenstraße 26, und über Irma Bauer. Kaufhaus in Kornouburg. Die Papierindustrie wird auf der 12. Prager Frühjahrsmesse (21. bis 28. März 1926) diesmal endlich auch würdiaer vertreten sein als bisher. Die kolossale 'Nachfrage nach 'der» verschiedenen Paplersorten hat auch diesen Jlldustriezweig genötigt, sich entsprechend an den Prager Mustermessen zu beteilrgeil. So, wich auch das stets vermißte imprägnierte Papier, welches für, die Lebensmittelindustrie unentbehrlich ist. rlebst anderen exportsähige« Papiersorten. ausgestellL sei«.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.