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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-26 · Heft 2488 (26.1.1926) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2488 (26.1.1926)
Date
1926-01-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gettk 1 _ Men. Dlenrtag Lllgesbericht. Varsbel mnu -ochmitt. Ern frommer Mann zog sttnes Weges und es fügte sich, baß der Pwphet Elia eine Strecke mit ihm. zusommenging. Da sahen sie einen Tierkadaoer auf dem Felde liegen und dieser verbreitete einen großen Gestank» daß der nomine Mann sich mir $c: Hand die Nase zuhielt- Elm ging aber dicht an das Aas vorbei und schien nichts >n merken. Als die beiden wieder em Stück gegangen tvaren, begegnete ihnen ein Mensch von hochmütigem Gobaren, der übecheblich und hoffärtig tat. Da legte Elia, als er den Stolzen von ferne kommen sah, die Hand an die Nase. Darauf fragte der fromme Mann: Warum hielt mein Herr vor dem Aas div Nase nicht zu? Elia anttoortete: Dieser hier stinkt schlimMr als das AaS; faßt ein Mensch einen toten Körper an, so ist.er unrein bis zum Abend; wer aber diesen hier anrührt, wird mit einer schweren Unreinheit behaftet. (Aus,L>er Born Judas", Jnselverlaz, Leipzig.) Fünf Aesanten aus ritt«« Zirkus ausartrodten. Eine wilde Hetzjagd in den Straßen Turins. Aus Mailand wird gemeldet: Mitten in der Stadt Turin sind gestern nachmittags fünf Elefanten aus einem Zirkus ausgebrochen, weil einer von ihnen aus einer Buldogge gebissen worden war. Die flüch:endrn Tiere richtetest in den belebtem Straßen eine schreckliche Pan:k an. Tie Leute flüchteten in -ie H.i ise.ngänge und Kaufläden; einige wurden über den Haufen gerannt, ohne jedoch ernstlich verletzt zu werden Ein Elefant rannte eine Haustüre ein und flüchtete in einen Keller gang, ttp er eingeklemmt stecken blieb und von Zwei Pferden wieder h e r a u s g e s ch l e p p t werden mußte. Drei Elefanten »rangen in ein Hans ein und rannte,» die Treppe hinauf, wo sie von Wärtern gebunden und in den Zirkus zurückgejühri w.rden konnten. Auf den fünften Elefanten wurde durch die ganze Stadt von Zirkuswärtern und Polizei auf Automobilen eine regelrechte Treibjagd veranstaltet, bis er endlich umzingelt und bewältigt werden konnte. Ser Reichsbani-rMent akr Lertdlcht-r. Aus Berlin wird gemeldet: Wie die „B. Z. anr Miuag" trretdet,.hat Reichsbankpräfident Dr. Schacht als T ext verfass er des von Leopold Hassenkamp vertonten „Spielmannwalzers" gegen den Verleger Artur Parrhhsius in Berlin eine einstweilige Verfügung erwirkt, nach der es diesem verboten ist, den Walzer weiter zu vertreiben oder Nachrichten darüber in der Presse zu verbreiten. Prok. Woeß — der Nochfoloer lvrok. SToWi. Nach einer Innsbrucker Meldung der Amtlichen Nachrichtenstelle ist Professor Dr. Friedrich Woeß, ordentlicher Univer» sitSispryfessor für römisches Rechr und österreichisches bürgerliches Recht an der Universitär Innsbruck, als Nachfolger Professor Wlajsaks aus die Lehrkanzel für römisches Recht an der Universität in Wien berufen worden. Heber den Befetzungsvorschlag 'ür die zwei re romanistische Lehrkanzel der Wiener Universitär, die durch den Tod Prof. Iors verwaist ist, ist noch keine Entscheidung gefallen. . Amerika verpflanzte Jude diese Widerstandskraft nicht mehr. Hier wird es am besten klar, wie stark er dm Kontakt und die stete Krautern euerung aus den östlichen Quellen nötig hat. Nicht als ob es ihn zur»Taufe drängte. Aber er ist allen Richtungen und Strömungen ausgeliesert. Die ernsten Führer der amerikanischen Juden sehen d.ese Strömungen mit Schrecken und sind bemüht, das amerikanische Judentum wieder zu seinen reinen und starken Quellen zurückzuführen, den Juden klar zu machen, daß diese Strömungen keinen Ersatz, sondern nur eine falsche Abkehr, eine Verwässerung des echten und wahren Judentums herbeiführen. Sie warnen davor, daß sich das Judentum in Amerika mit einem (wenn auch segensreichen, fast majestätischen Almosengeben) begnüge, das sich an die Stelle der Religion drängt. Da diese Gefahr rechtzeitig erkannt wurde, beginnt auch in Amerika jetzt eine Renaissance des jüdischen Lebens. Ter Amerikaner hat erkannt, daß das Judentum in Amerika nicht gewinnt, wenn es nur an Umfang zunehme, es muß vor allem vertieft werden. Er beginnt die jüdische Literatur zu lesen, zu forschen und die großen Schätze der Vergangenheit zu werten. Trotz seiner verhältnismäßig geringen Seelenzahl stellt das amerikanische Judentum hellte einen ungeheuren Machtfaktor dar. Das liegt nicht nur an seiner wirtschaftlichen Stellung und daran, daß es die reichsten Juden der Welt besitzt. Es umfaßt alle jüdischen Elemente der Diaspora und es besitzt in New-Aork mit seinen 1,600.000 Juden dagrößte jüdische Zentrum der Welt, dabei das reichste und aus allen diesen Gründen das mächtigste. Darum ist es für unS so beglückend» zu sehen, wie die jüdische Renaissance in Amerika sich Bahn bricht und fortschreitet. Daß beispielsweise ein Jude 100.000 Dollar zur Unterstützung jüdischer Schriftsteller gab. daß große Summen für UeÄrtragung klassischer Werke ins Hebräische gewidmet werden, läßt uns das Beste von der jüdischen Zukunft in Amerika erhoffen. Ich glaube, daß für die amerikanischen Juden das goldene Zeitalter^ des jüdischen Lebens anbricht. Ich glaube, daß der große starke Geist der jüdischen Rasse in den amerikanischen Juden lebendig ist. Auf hundert Feldern wird gesät, hoffen wir^ daß auf einem Teile reich geerntet wird. _fPftifer MnyftrnMMs Mischer Stuvenlemneeriim. Das Problem des Milwrilätrnschußes. — Die Bebrütung der Mischen Presse. Gestern abends fand in den Olympiasälen ein Massenmeeting der jüdischen Studentenschaft Wiens statt, dem auch einige hnndert Nichtstuventerr beiwohnten. Das Meeting galt dem Problem des jüdischen Minoritätenschutzes in Oesterreich und der Frage der Erhaltung und des Ausbaues der jüdischen Presse. Der erste Redner Dr. Ist«! Waldmann hielt ein Referat über die Minoritätrnrechte im FriMnSvertcag. Seine durch große Sachkenntnis und gründliche Beleuchtung einschlägigen Materie gekennzeichneten Ausführungen besagten im wefemlichen folgendes: Da die Kenntnis unserer Rechte gleichbedeutend tst mit der Erkenntnis unserer Pflichten, ist es nötig, der Bedeutung beä Minoritätenproblems für das jüdische Volk beirmßt zu werden. Wir haben di« Frage des Minoritätenschutzes anders beantwortet als die anveren Völker, weil wir eben anders sind als die anderen. Diese Antwort bedeutet für die Menschheit eine neue Wahrheit in soziologischer Beziehung, wie wir sie auch in ethisch-religiöser Beziehung der Menschheit gegeben haben. Auch unsere KolonisationStätigkeit, in Palästina ist grundverschieden von der Kolonisationspolitik anderer Völker, die nur den Zweck hat, ein Absatzgebiet and Ausbeutungsobjekt zu schaffen, was durch Bataillone und Flugzeuge erreicht wird. Unsere Kolonisations- Politik ist nicht die Eroberung, sondern die Erschließung des Landes, nicht von einer Zwangsorganisation diktiert, sondern einzig von der Pflicht, durch Arbeit und Schweiß. Die ganze Welt müht sich um . die Lösung der sozialen Frage, dir sie durch Theorien aus der Welt zu schaffen glaubt. Wir smd die ersten, die der Welt ein Beispiel der praktischen Lösungper sozialen Frage gegeben haben durch Ein-• richtungen, wir sie der Jüdische Nationalfonds darstellt. Ebenso steht es um das Problem des Minoritätenschutzes. Die Regelung des Minoritälenschutzes, wie sie in den Friedensverträgen festgelegt ist, bedeutet nicht nur die Garn nt i e der Gleichberechtigung der Minoritäten, sondern auch ihre Bollbercchtigung. Und dies ist bas Neue, daß alle Mit- . noritäten der Welt dem jüdischen BoKe zu danken haben. Wilson hat diese Forderung theoretisch ausgestellt, aber kein Volk war da, das mit genügendem Nachdruck' ihre Verwirklichung angestrebt hätte. Das jüdische Volk war dazu von der Geschichte berufen, weil es nicht jenen Hemmungen ausgesetzt war, die di« anderen Völker daran verhinderte. Es ist nirgends territorial konzentriert, es nirgends an ein Land, wo Juden die Majorität biilden, ist also nicht i r r e d e n t i st i s ch. Es war interessiert an der Verwirklichung des reinen Minoritätenschutzes, weil es vorläufig noch nirgends eine Minorität ist, das Soüveränitätsrechte besitzt. So war es das Co mite de -delegalion juive, welches; jenes Projekt .der Minori« täten rechte abfaßte, .daß das Fundament für die ganze Wett wurde. Dr. Waldmaun behandelt dann ausführlich den Inhalt der Minoritätenvertrage, die den verschiedenen Völkern, in verschiedener Form sichergestelli wurden. Aus Oesterreich übergehend erörterte er den Artikel 66, 87, 68 des Friedens- Vertrages von St. Germain, die den ethnischen, religiösen und' sprachlichen Minderheiten nicht nur die Gleichberechtigung, sondern auch die Bollberechtigung garantieren, Bestimmungen, die von den österreichischen Vertretern mit' Befriedigung entgegengenommen wurden, mit dem Hinweis , 'darauf, daß es ihren Konnationalen» die in vielen Ländern , Minoritäten sind, zugute kornmen müsse. Es ist also nicht illoyal, von Oesterreich die Verwirklichung dieser Bestinnnnn« gen zu fordern. Der zweite Redner Gemeinderat Dr. Leo Plaschkes, richtete an die Versammlung in längerer Rede den -Avpell, die Grundlagen, die eine wahrhaft jüdische Politik ermöglichen, zu schaffen, und was vorhanden ist, zu erhalten und auszubauen. Das Sprachrohr des österreichischen Judentums, die „Wiener Morgenzeitung", die einzige jüdische Tageszeitung in deutscher Sprache, die für die Juden Mitteleuropas, ja vielleicht für die ganze Welt, von nicht abzuschätzender Bedeutung ist, die eine reine, einwandfreie jüdische Tätigkeit allsübt, mutz ausgebaut werden. Ihr Eingehen wäre eine Katastrophe. Die Positwn im Kampfe gegen den ümmer brutaler werdenden Antisemitismus, in allen seinen Formen muß verstärkt, die publizistische Arbeit für die Zionistische Organisation, den Aufbau Palästinas und für die Palästinafonds muh erweitert werden. Unsere Pflicht' ist es, jeden Juden zum Abonnenten der Zeitung und zur Beisteuerung für den Pressefonds anzubalten. Das ist eine Aufgabe gerade der jüdischen Studentenschaft, die das. Volk nicht verlassen dürfen. Nach den mit großer Begeisterung aufgenommenen Reden wurden entsprechende Resolutionen der jüdischen Studentenschaft einhellig gefaßt. »er «eite ftoniKft der Mischen H,Mittel in Po'ea. BegrüßungStelegramm de- Präsidenten Weizmann. Warschau. SS. Jänner. An die vor einigen Tagen hier exöffnete zweite Tagung ver jüdisch-akademischen Jugend von Polen ist eine große Anzahl von Begrüßungen eingelangt. Die Tagung wurde vom Präsidenten des Zentralkomitees der jüdischen Studentenverbände in Polen, Magister E. Lew i n, eröffnet. Der erste Kongreß fand vor drei Jahren in Lemberg statt; gegenwärtig sind 6000 jüdische Hochschüler im Verband organisiert. Unter den zur Verlesung gebrachten Begrüßungstelegrammen befanden sich unter anderem' die Begrüßungen des Warschauer Stadtpräsidenten J§blonSki, _Jönmr m__ffe sm dev Rektoren der Universitäten Warschau und KraktM. Botck Präsidenten der Zionistischen Organisation, Dr. Weißmann, ist folgendes Telegkaknm eingelangt: „Besten Dank für die Einladung. Ich entbiet« der Z& flttnß meine besten Grüße. Möge es Ihnen gelingen, für den Chaluz-Studenten einen rettenden Ausweg aus der wirtschaftlichen Krise zu finden, damit er sich von neuem mit erhöhter Kraft der Befreiung des Volkes von den Fesseln der bitteren Galnth widmen könne." Der berühmte jüdische Historiker, Prof. Dubnow, findet in seinem Begrüßungstelegramm, daß der jüdische Studentenkongreß den erfreulichen Beweis liefert, daß der Organisatoinsgeist im Judentum in dieser schweren Zeit noch lebendig fei. Nach der Zerstörung des jüdischen Zentrums in Rußland fei jetzt das polnische Judentum der größte und wichtigste Träger der jüdischen Kulturidee. Namens des WeltverbandeS jüdischer Studenten begrüßte Generalsekretär Stein den Kongreß. Er führte aus, daß die Frage der zur Auswanderung gezwungenen jüdischen Studenten in Polen nicht nur den polnisch-jüdischen Studentenverband, sondern alle übrigen zwanzig Landesverbände, die dem Weltverband jüdischer Studenten angegliedert sind, nahe berühre. Diesem Weltverband gehören gegenwärtig 3 0.000 jüdische Studenten an. Den ausländischen Hochschulabsolventen fehle heute jede wirtschaftliche Grundlage. In Frankreich müssen diese Akademiker-Emigranten als Hilfsmonteure, Chauffeure und dergleichen arbeiten, um sich vor drückender Not zu schützen. Die geistige lieber Produktion sei übrigens nicht nur ein jüdisches, sondern ein allgemeines Problem. Generalsekretär Stein teilte schließlich mit, daß daS Bureau für geistige Zusammenarbeit beim Völkerbund sich gegenwärtig mit dem Plan befasse, diese Hochschüler nach Kanada zu bringen, um sie dort als landwirtschaftliche Arbeiter anzusiedeln. f tttntoeft nicht mehr MMoaenftM. Budapest, 25. Jänner. (U. T. K. B.) Zwecks Ergänzung der Wählerlisten war Ende 1925 eine allgemeine Zusammenschreibung der Bevölkerung angeordnet worden. Auf Grund des bisher aufgearbeiteten Materials könnte festgestellt werden, daß die Budapester Einwohnerzahl von einer Million nicht errett*' sein .ld etwa 960.000 betragen dürfte. Brrlehrrkataftrophe» am Balkan. Bukarest, 25. Jänner. Nach einer Blättermeldung stießen auf der Eisenbahnstrecke P i a t r a—N e a m tz zwei Güterzüge zusammen, wobei der eine Zug, der aus einer Lokomotive und fünf Waggons bestand, von einer Brücke zehn Meter tief in die Bistritza stürzte. Drei Personen wurden getötet. Belgrad, 25. Jänner. In der vergangenen Nacht stieß der von Susak kommende Expreßzug in der Nähe des Bahnhofes von Ogulin mit.einem Lastzug zusammen. Zahlreiche Personen wurden verletzt» Der Schaden wird auf mehrere Millionen geschätzt. Infolge der Schneestürme sind in Südserbien Züge im Schnee stecken geblieben. Der Verkehr auf dm Linien Gradsko—Monastir und Henrijevo—Kitschevo ijk unterbrach en. Ler Haager als MordmMel. . Man schreibt uns aus Linz: Bei dem Hofbesitzer Franz H e i m i in Ober-Gassolding wohnte dessen 46 Jahre alte Schwester Marie, die im vorigen Herbst erkrankte. Dem Heim! und ferner Frau erschien die Schwester schon längst als eine Last und sie beschlossen daher, sich ihrer zu entledigen. Zu diesem Be- Hufe, faßten sie einen teuflischen . Plan. Sie sperrten die Kranke in e'im Kammer, deren Tür sie Mit Schlössern urw Stricken gegen' jeden Versuch, sie zu öffnen, sicherten. Die Krankheit der Marie verschlimmerte sich und sie erhielt nur unverdauliche Speisen m sehr geringer Menge. Wie jetzt festgestellt wurde, schlug da8 erbarmungslose Ehepaar die Bitte der Kranken um ärztliche Hilfe ab. Man rief ihr zu, sie solle entweder von ihrem Krankenlager aufsichen oder sterben. Der außerehelichen Tochter der Eingeisperrten wurde der Zutritt zu ihrer Mutter trotz alles Flehens verweigert. Das unglückliche Opfer all dieser Brutalitäten, das am 1. November 1926 in die Kammer gebracht wurde und diese während der ganzen Zeit nicht mehr verlassen durste, ist schließlich in de« Raume an den Folgen der Verwahrlosung und Entkräftung gestarben. Das gerichtliche Verfahren gegen di« beiden Schuldigen! wurde eingeleitet. ' . Folge« einet ««grm«e« Buchung. Die Korrespondenz Wilhelm meldet: Vor einigen Tagen hat drr Hafrai i. P Leopold I e n s ch i t s ch im Sicherheitsbureau die Anzeige erstattet, daß er 'im Frühjahre 1923 beim Bankhruse Ephrussi eine Amtshandlung wegen Uebertretung der Divisen- Verordnung durchgesührt habe und daß er einen Tag vor der. Erstattung seiner Anzeioe eine Vorladung zur Finanzbehörde erhalten habe; es sei ihm milgeteilt worden, daß Ende 1928 festgchellt wurde, daß im Bankhaust am 3. Oktober 1923 ein« Post von 20 Millionen Kronen mit dem Vermerk „Wegen Leopold Jentschitsch" verbucht erscheine. Hofrat Jentschitsch erklärte, weder ^direkt noch indirekt vom Bankhause Ephrussi j- Geld erhalten zu haben, und ersuchte um Feststellung des Tatbestandes. Die vom SicherheitSbure»» eingeleiteten Erhebungen ergab;», daß das damalige GesällSsttafverfahren mit einem Ablaßbetrage von 180 Millionen Kronen erledigt worden sei. D?r Prokurist Fischer gab an, daß Hoftat Jentschitsch weder direkt noch indirekt einen Geldbetrag schalten habe, und daß der Benag von 30 Millionen Kwnen an den Anwalt, der die Bank in dieser GesSMrafe vertreten habe, als Honorar auSbezchlt worden fei. Die Pezeichmmg ,-Wegen Jen'.schitjch", der mit der Sache damals amtlich zu tun hatte, sei als Abkürzung gewähltwordey,

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