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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-25 · Heft 2487 (25.1.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2487 (25.1.1926)
Date
1926-01-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Mener MorArnzertitna m.^mmt9m_«,.«87 « dem alle Jüdischen Bürger sowie »lle Jädt sehen Hochschiller Viens singe laden wer des» Gemeinderat Dr. Plaschkes wird aber dts mJüdischb Presse* Rechtsanwalt Dr, Israel Waldmann überdQ »Minoritätenrechte im Friedem Vertrag? referiere «MM . WfMfcwte« #■ 1 ........ . .. er Qeeamleerband jüdischer Hochschiller »> a Oesterreichs mJUDEAu, der Serdorenkonvsni H I SSehrhafter zionistisch-akademischer Verbindnn- H 1 gen m Wien a. der Akademische Landesverband Bl m veranstalten Bll heute Montag den 25. d. | |f j am 7 Uhr abends in den B m Olgmpiasälen, Rotgasse sin ■ ■ ' m Palästinaanleihe. IIL Me Plnebevung bet Anleihe. Für tte Frage der Placierungsmöglichkeit ist es von weseni« Ach« Bcheutung, ob di« angebotenen Bedingungen solche sind, daß Aussicht jx ernsten Verhandlungen besteht. Di« Frage der „Unterlagen* ist auch stets als die wichtigste «ngefehen worden. Wenn Ruppin glaubt, auf eine Kapita.Sßarontt, verzichten zu können, jo ist dies« Ansicht eine schr oplimi. stische. Die Bölkerbunbanleihe für Oesterreich, an deren Zustandekommen die große und bi« kleine Entente zur Zeit ihrer Aufnahme rin großepolitische- Interesse hatten, betrug dem Erlös nach zirka 630 Millionen Goldkronen oder 26 Millionen Pfund. Diese Anleihe wurde einem Staate von 6,5 Millionen Einwohnern tust einer hochentwickelten Volkswirtschaft und einer Steuerkraft von 500 bi- 600 Millionen Schilling im Jahr gegeben. Oesterreich aber mußt« dafür die Einnahmen aus verschiedenen Monopolen und den Zöllen verpfänden und sich die weitgehendste Kontrolle seiner Gebarung auf Jahre hinaus gefallen lasten. Allerdings ist ein« Anleihe für einen Staat zur Sanierung seiner Finanzen nicht zu vergleichen mit einer sochen für direkte produktiv« Anlagen (obzwar ein beträchtlicher Teil der Völkerbund« anleih« in Oesterreich gleichfalls zu Investitionen Verwender worden ist). Aber immerhin: 10 Millionen Pfund für eine „Je- Witz National Home Company", die keinerlei eigene Aktiven besitzt, die kein« altbestehende, anerkannte und bewährte Finanz- -eMchaft ist, find eine so bedeutende Summe, daß ich es für ausgeschlossen halte, daß sie ohne eine Kapiralsgarantie zu erlange» sind, von den Schwierigkeiten, eine solche, wie sie Arlosoroff Vorgeschlagen hat, zu schaffen, ist schon gesprochen worden. Die Kommission wird sich gleichwohl mit dieser Frage eingehend beschäftigen müsten. Aber nehmen wir an, daß die von Ruppin vorgeschlagene Garantie für den Zinsendienst genüge und sich die Anleihezeichner darüber hinaus mit einem chnen zu sichernden Einfluß auf die Verwendung der Gelder und auch auf die Gebarung des Instituts zufrieden geben. (Ruppin spricht von diesem Einfluß seitens der Geldgeber nicht-, sondern bloß von einer möglichen Kontrolle durch ein Völkerbundorgan. Dieser Punkt ist aber einer der wichtigsten.) Wie baut Ruppin nun jene Zinsengarantie auf? Der Keren Hajesiod und andere größere jüdische KörMschasten und reiche Einzelpersonen sollen in legaler Form sich verpflichten, an die Jewitz National Home Cy 20 Jahve hindurch jährlich 200.000 Pfund zu zahlen, wofür sie Anteilscheine der Jewitz National Home Cy und ein Mitbestimmungsrecht auf ihn Geschäftsführung erhielten. Der Keren Hajessod sollte dabei subsidiär herangezogen werden und im Falle es sich herausstelleu sollte, daß nur ein Teil der Summe oder gar nichts zu erzielen ist, sollte er den verbleibenden Rest, eventuell die ganzer. 800.000 Psmck auf sich nchmen und dann versuchen, von den Körperschaften besondere Rückverpflichtungen zu eryauen. Nehmen wir vorsichtshalber den ungünstigsten Fall an, so ftagt es sich, ob eine Verpflichtung des Keren Haj-essod, durch 20 Jahre 200.000 Pfund zu leisten, für die Zinsgarantie genügen könne. Der Keren Hajesiod ist ein Spendenfonds, und wenn er auch bisher durchschnittlich 400.000 Pfund pro Jahr aufbrachtr, so ist sehr zu bezweiseln, ob die Geldgeber sich mit seiner Garantie, durch 20 Jahre jährlich 200.000 Pfund einzuzahlen, begnügen würden. Ein Spendensonds bietet die Sicherheit, daß er durch 20 Jahre dies leisten kann, im geschäftlichen Sinne eine Bürgschaft nicht. Es wird also das Gelingen deS'Plans davon abhangen, daß tatsächlich jüvische Körperschaften Garantieverpflichtungen eingehen. Der Keren Hajesiod könnt« übrigen-, angenommen er werde durch Jahrzehnte seine Einnahmen behalten und steigern, schwerlich diese 200.000 Psund pro Jahr abgeben, ohne seine weitere Tätigkeit in Palästina zu reduzieren. Es ist durchaus nicht so. daß er durch Kredite der Jewish National Home Cy von seinen Leistungen in Palästina in diesem Maße entlastet werden könnte. Die Ausgaben für Schulen, Sanität, Emigration und einige andere Titel werden weiterlaufen. Dazu kommt aber, daß durch den Anleihrplan selbst außer der Z'msengarantie echöhte Anforderungen an den Keren Hajessod gestellt werden. Ruppin will die Anleihsgelder den Jnsti.utrn im Verhältnis zu ihrem Eigenkapital gchen. Bei der Hypochekenbank soll dieses 1:5, bei der Jkdustrlebank 1:8 sein. Um also immer mchr Kredite aus der Anleihe zu bekommen, respektive um diese überhaupt verwerten zu können, mutz daS Eigenkapital der Institute fortlaufend vergrößert werden. Ruppin sagt selbst, daß er damit rechnet, daß der Keren Hajessod auch weitechtn in den nächsten 10 Jahren gewisse Summen den drei Instituten wird geben können. Schon im Anfang will er die Jndustriebank mit 100.000 Pfund Kapital ausstatten, ickes der Kongreß bloß 80.000 Pfund „bewilligte", von denen wir noch nicht wissen, ob sie auch verfügbar sein werden. Wer auch in der Kolonisation unbemittelter Elemente wird seine direkte Hilfe nicht zu umgehen fein. Ruppin spricht nur von der Ansiedlung mehr oder weniger Bemittelter. (Familien mit 100 Mund Eigenkapital echalren 850 Psund, solche mit 530 Pfund 550 Pfund, solche mit 1000 Pfund erhalten 600 Pfund Kredit.) Die gänzliche Ausschaltung unbemittelter Elemente von der Ansiedlung entspricht zwar den allgemeinen Siedlungsprinzipien, wird aber in Palästina zu politischen Schwierigketen führen und sicher zu einem Mangel an geeigneten Ansieolungskandidaten. l Die Ausgabenseite des Keren Kajemeth l'Jsraek wird jedenfalls infolge der Anleihe bedeutend wachsen. Die Annahme, daß unter dem Eindruck des Anleiheerfolges auch die Einnahmen steigen werden, halte ich für mchr alz fraglich. Bisher hat die Propaganda für den Keren Hajesiod damit gearbeitet, daß di« Spenden direkt für den Ausbau verwendet werden und daß dessen Tempo von dem Wachsen der Spenden abhängt. Beide Argument« fielen beim Gelingen der Anleihe fort. Wenn wir sagen müßten, daß wir sammeln, um mit einem großen Teil der Spenden Geldgebern ein« ZinSgaranti« zu schaffen, so würde daS kaum sehr anziehend wirken und angesichts der großen Anleihe können wir auch nicht behaupten, daß der Fortschritt des Aufbauwerkes bloß von der Größe des Keren Hajesiod abhängt. Kein Punkt im ganzen Plan erscheint mir derart fraglich, wie ein Basieren irgendwelcher Garantien auf Spendeneinnahmen, wie eS sich in allen bisher gemachten Plänen findet. , Auch di« formelle Konstruktion der Garantie erscheint mir nicht klar. Die Zinsgaramen sollen für die eingezahlten Beträge „Anteile der Jewish National Home Cy" erhalten (und dadurch Einfluß auf die Gebarung). Ruppin sägt nicht, waS diese Anteilscheine eigentlich bedeuten. Die Jewitz National Home Cy ist „Träger der Anleihe", aber was sind die Anteile der Jewish National Home Cy? Die Anleihezeichner erhalten doch wohl festverzinsliche Anleihestücke und nicht „Anteile" der Jewitz National Home Cy, denn dann wären sie ja mit dieser identisch. Aus welchen Anteilscheinen setzt sich die Jewish National Home Cy zusammen? Diese Frage ist durchaus keine bloß organisatorisch-technische. Wenn die Jewish National Home Cy die Anleihe ausnimmt, dann muß sie doch nicht nur eine Rechtspersönlichkeit sein, sondern auch eine materiell fundierte Gesellschaft. Nach RuppinS Plänen ist sie quasi nur eine Durchgangsstation. Sie nimmt das Geld auf, gibt dafür Anleihestücke, und legt das Geld wieder in Obligationen der drei Institute an. Sie ist quasi Treuhänderin für die Gebarung der Gelder und gleichzeitig muß sie den Instituten die Einhaitung der von Rrippin ausgestellten strengen Geschäfts- Prinzipien auferlegen. WaS bleuten also „Anteile der Jewitz National Home Cy? ES ist nicht denkbar, daß die Anleihezeichner, wenn sie schon auf eine Kapitalsgarantie verzichten, sich mit einer doppelt indirekten Sicherheit zufrieden geben werden. Diese ist erstens indirekt, weil sie ja nur in dem Vermögen und der strengen Gebarung der Institute liegt, und zweitens indirekt, weil die Anleihezeichner von diesem durch das Medium der Jewitz National Home Cy gelrennt sind, d. h. sie borgen ihr Geld ja nicht den Instituten, sondern der Jewish National Home Cy. Hier tut eine auskärende Ergänzung des Vorschlags durch Ruppin dringend not. Von Wichtigkeit ist auch die Frage der Marktgängigkeit der Anleihe. Der Mangel einer solchen hat bisher verhindert, daß palästinensische Wertpapiere großen Absatz finden konnten. Die Gründung der Investment Cy soll diesem Mangel abhelfen. Aber diese Gesellschaft wird anfangs nur 1 Million Dollar (200.000 Pfund) Kapital haben und selbst eine Steigerung dieses Kcyntals kann keinerlei Gewähr dafür bieten, daß sie bei einer fünfzig Millionen-Tollar-Anleihe immer für angebotene Stücke aufnahmsfähig wäre. Für eine solche große Anleihe ist unbedingt die Kotierung an den Börsen durchzusetzen nötig. Ob sie auch möglich ist, kann heute nicht beurteilt werden. Diese wenigen und — wie am Rahmen eines Zeitungsartikel nicht anders möglich — kursorischen Bemerkungen zu dem Plan einer Palästinaanleihe mögen einen Begriff von den großen Schwiergikeiten geben, die überwunden werden müßten, damit der Plan durchgesührt werden könnte. Umso nötiger ist es, daß die Auleihekommission, hie vor fünf Monaten gewählt wurde, ohne Verzug ihre Beratungen aufnimmt. Der Joint in Polen. Warschau, 24. Japner. Die Vertreter der Jomtübteilung für Europa, Dr. Bernard Kahn und Herr Schweitzer, sind heute hier eingetroffen, um mit den maßgebenden jüdischen Institutionen wegen der Organisierung der Jointhilse in Po.en zu beraten. _ An politischer Prozeß in vrodno. Grodno, 24. Jänner. Am Samstag fand hier ein großer politischer Prozeß gegen 24 jüdische Studenten und Handelsangestellte statt, die bclschewikischer Umsturzpläne gegen den polnischen Staat beschuldigt waren. Die Anklage stützte sich ausschließlich auf die Anzeige eines Spitzels, der vor Beginn des Prozesses verschwunden war. Sämtliche Angeklagte wurden s r e i g e s p r o ch e n. Frankrrich und Paliistina. Paris, 24. Jänner. (I. T. A.) „Quotidien", das Org.il der Linken, schreibt im Zusammen^. > mit der. Eröffnungssitzung des Bereist „Frankre i - Paläst i n a": Das Ziel der neuen Vereinigung ist ein hoch st ideales. Das französische Volk will den jüdischen Aufbau Palästinas unter britischem M and a t unterstützen. Dieser Aufbau ist das zivilisierteste Unternehmen seit dem Kriege. Durch die Unterstützung dieses Werkes wird das französische Volk sein Prestige mehrvn. Irrbitsch Linroln» Sohn wesen Raubmord« rum Lode oetntteut. Aus London wird gemeldet: Gestern ist von einem westenglischen Schwurgericht der 23jährige englische Artilleriesoldat John Lincoln wegen Raubmordes, begangen an einem Gastwirt, zum Tod« verurteilt worden. Lincoln ist, wie gemeldet, der einzige Sohn des Ungarn Trebichch Lincoln, der unter Vorlegung gefälschter Papiere Mitglied des englischen Unterhauses wurde und dann während deS Krieges, als man die Fälschung aufdeckte, als Spion verhaftet, seiner Würde als UnterhauLmilglied entkleidet und des Landes verwiesen wurde. Trebitsch Lincoln war zwei Tajlang Pressechef der Berliner Kapp-Regierung. Me Prager Schachmeisterschaft. Prag, 24. Jänner. (Tsch.'P.-B.) Heute wurden dz« mtterbrochenen Partien auS der zweiten und dritten Runde zu Ende gespielt. K u b a n e k als weiß wehrte sich schwach gegen Hromadka, der durch ein präzises PosilionSspiel siegte. Richter remisierte gegen Chodera. Die Partie Phelen-Richter wurde nicht gespielt und ist weiter unterbrochen. Prokop erzielte in schlechter Position ein Remis mit M a x i m o w i t s ch als schwarz. Den Positionsvorteil im Turmendspiel konnte er nicht zur Wirkung bringen. Stand nach der dritten Runde: Erster HrTvmadka 3 Punkte, Hasek 2,5 Punkte, Kub a n e k 8 Punkte. __ Keine Kvmmerjlalisternng der rabakreoie. " In den letzten Tagen waren in parlamentarischen Kreisen Gerüchte verbreitet, wonach ein« Kommerzialisierung der Tabakregle geplant sei. Der Herausgeber der Korrespondenz Herzog befragte den Generaldirektor der Tabakregie, Sektionschef Doktor Dorrek, der auf das entschiedenste die Nichtigkeit dieser Gerücht« bestritt und auf die stetig wachsenden Einnahmen deS Bundes aus dem Tabakmonopol hinwieS. Di« Taöakregie plant, wie aus den ftingsten Ausführungen deS Finanzministers Kollmann im BudgetauSschuß hervorgeht, für die nächst« Zeit sogar die Neuaufnahme von 800 bis 100 Personen, um entsprechen^ der gesteigerten Nachfrage die Produktion zu Hebers Jüdisches Künstlerkabaretl. „A jeder srou'S serlcmg" („Aller Frauen Sehnsucht") ist die Liebe. Dies« bringt Verderben und Tod, eine Wahrheit, die dom Jüdischen Künstierkabarett durch ein Beispiel illustriert wird, das «inen tränenseligen, amen melodramatischen Kitsch darsiellt, gekennzeichnet noch durch die bei solchen Stücken zur Gewohnheit gewordene Verwahrlosung des Mischen Idioms. — Die Dacheller zogen sich mit Gewandchoit aus der zum Teil unerquicklichen Affäre. Herr W it t l e r spielte mit viel Talent einen sanftmütigen, gerührten Staatsanwalt. Frau Dreiblatt ließ em wunde Mutter, Frau Weibberg «me verprügelt« Tochter glaubwürdig erscheinen. p. h. „Vodenftöndig und seßhaft? D4e Debatte über die Antrittsrede des Bezirksvorstehers De. Siegmeth. — Der Standpunkt der jüdischen Wähler. Wie berichtet, hat am 13. Jänner der neugewahlte Bezirksvorsteher der Inneren Stadt Dr. Eduard L i e g m e t h, ein Christlichsozialer, eine Antrittsrede gehalten, in welcher er unter anderem versicherte, er werde trachten, das besondere Bedürfnis der Bevölkerung mit den Wünschen der s e ßhaftenGewerbetreibendenzu vereinen; in Heimatsrechtsachen sei «in erhöhter Schutz der bodenständigen Bevölkerung gegenüber der Uebersiutung durch fremde Elemente am Platz. Die Debatte über diese höchst deplacierten Aeußerungen, die sofort von der „Wiener Morgenzeitung" gerügt wurden, fand am den 19. d. M. statt. Für die jüdische W a h l g e m e i nschaft sprach Bezirksrat I. H. Waltuch. Er bemängelte es zunächst, daß Vorsteher Dr. Siegmeth in seiner Antrittsrede die Frage des Fremdenverkehrs gar nicht berührt hat, obwohl doch der Fremdenverkehr insbesondere für den 1. Bezirk von ungeheurer Bedeutung ist. Wenn wir uns fragen, warum die Fremden nicht in größerer Anzahl nach Wien kommen, so müssen wir uns sagen, daß die Hauptschuld daran die traurige Tatsache ist, daß sich in unserer schönen Stadt eine wüste konfessionelle undnationale Hetze breit macht. Vor drei Jahren tagte in Wien der Weltkongreß jüdischer Frauen, welcher die Aufgabe hat, das soziale, moralische und materielle Niveau der jüdischen Frauen zu heben. Diese Tagung war von den Sympathien aller anständigen Elemente getragen und der Bundespräsident hat sie durch seine Anwesenheit geehrt. Die Hakenkreuzler aber haben eö für gut befunden, Plakate in den Straßen Wiens zu affichieren, in welchen die jüdischen Frauen in der schmählichsten und niederträchtigsten Weise besudelt wurden. „Mir sagte damals eine Delegierte aus Texas, daß die N e g e r in Texas sich schämen würden, wenn in ihren S'raßm solche Plakate affichiert würden." Sie sehen also, daß die Ha.'enkreuzler noch schwärzer sind als die Neger. Noch schlechter ging es im Monat August vorigen JahreS anläßlich des Zionistenkongresses zu. Ter Kongreß war nach Wien einberusen worden, nachdem von offizieller Sielle ehrlicher Schutz versprochen worden war. Es haben sich aber in Wien die HUler-Leute, die Erwachenden Un-

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