Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2485 (23.1.1926)
- Date
- 1926-01-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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.Wette« Me«. SämMß Wiener Mor-enzeltttÄO SS. ftSwRtt ISS« Sie Steuer» des Sr. Wolfgang Sawid. «ne interestante Verhanblung vor dem BenoaltunMerichttzhoft. DK Neue Wiener Korrespondenz meldet: Der von der Steuer« bchörde als „rechte H a n d d e s Herrn B o s e l" be^ichnete Dr. Wolfgang Dawid war für das Jahr 1922 anfänglich auf Grund seines Einkommenbekenntnisses (85,896.115 K.) besteuert worben. Infolge einer Intervention des „Leiters des Spezial« referats für Bankiers" bei der Steueradministration Wien 1 wurde jedoch trotz dieses schon rechtskräftig gewordenen Steuermandats; sein Einkommen mit 250 Millionen Kronen angenommen und; dementsprechend ein neues Steuermandat erlassen. Die Steuer» behorve bereute aber auch diese Bemessung als viel zrl gering; sie; leitete die Reassümierung des Verfahrens ein unv erließ nur, zum; drittenmal einen Zahlungsauftrag, der jetzt auf ein Einkommen von einer Milliarde Kronen lautete. Dagegen brachte Dr. Dawid die Berufung ein, worauf der Vorsitzende der Schätzungskommission im Jänner 1925 (so lange dauerte da? Verfahren) einen Vorhalt erlieg, welchem zufolge das für 1922 . festgesetzte Einkommen zu gering erschein-e, „weil Zenfit zufolge . der gepflogenen Erhebungen Spekulationsgeschäfte sotvoh! über Konto als auch per Kassa in Devisen, Valuten und Effekten sowohl auf dem Wiener Platz als auch auf auswärtigen Plätzen, wie Berlin, Budapest, London, Paris, New-York mit großem Erfolg durchgeführt und hierbei enorme Summen verdient haib;." Ferner wurde darauf hingewiesen, „daß außer den auf eigene Rechnung durchgesührten Transaktionen Zensit an den Geschäften des Herrn Bosel, dessen rechte Hand er sei, mit einem Schlüssel von 12 bis 15 Proxnt partizipiere." Im besonderen wurde auf folgende Transaktionen hingewiesen: Auf die 1922 im Verein mii her Firma Weinmann in Aussig und der polnischen Regierung durchgeführte große Transaktion Vereinigte Laura- und Königshütte, aus die im gleichen Jahre gemeinsam mit Herrn Bosel begonnene Konterminage der deutschen Mark, auf den Kauf von Realitäten (Gütern) in Berlin. „Die Erlöse (Kaufpreise) bestanden in' von deutschen Firmen vorgelegten Reichsmark, wobei begreiflicherweise infolge Entwertung der Mark noch separate, horrende Zwischengewinne erzielt wurden." Die Spekulation in Wertpapieren aus dem Wiener Platze, wie auch in Budapest, Prag und Krakau sei intensiv und systematisch mit großem Glück durchgeführt worden, so daß der Erfolg gigantische Formen angenommen habe. Endlich seien große Gewinne erzielt worden bei Juli-Süd-, Staatsbahn-, Bodenkredit-, Schodniea- und Karpathen-Aktien. An allen diesen Transaktionen sollen Gewinne von 12 bis 15 Prozent gemacht worden sein. Dr. Dawid wurde von der Steueradministration ausgefordert, unter Vorlage der Konti, gleichgültig, ob aus eigenen Namen oder auf Decknamen lautend, die Namen sämtlicher Banken des In- und Auslandes, mit welchen er in Geschästsoerbindung stand, Kassabelege sowie eine Aufstellung über den Anteil an den Geschäften des Herrn Bosel beizubringen. In der Beantwortung wurde dieser Vorhalt als zu allgemein bemängelt und erklärt, daß solche Geschäfte nicht gemacht worden seien und daß die eigenen Geschäfte aus den vorgelegten Kontokorrenten des Bankhauses S. Bosel hervorgehen. Es wurde eine Erklärung des Herrn Bosel vom 16. Jänner 1925 beigebracht, womit bestätigt wird, daß Dr. Wolfgang Dawid an den von Bosel in den Jahren 1922 und 1923 getätigten Geschäften weder eine Beteiligung noch eine Provision zugestanden erhielt. Dr. Dawid erklärte, daß er somit selbswerständlich auch nicht die geforderten Behelfe über den „Anteil an den Geschäften des Herrn Bosel" vorlegm könne; im übrigen sei das Bekenntnis ohnedies in der Berufung vollständig ergänzt worden. Da die Berufung Dr. Dawids gegen die dritte tSeuerörmessung von der Einkommensteuer-Berufungskommission für Wien abgewiesen wurde, brachte er die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein. Ter Beschwerdevertreter Dr. Renee P e r i n bemängelte hauptsächlich, das; der Vorhalt sich nur auf „gepflogene Erhebungen" berufe. Ein solcher Vorhalt entspreche nicht den Bestimmungen des Personalsteuergesetzes. Durch die Erklärung des Bankhauses Bose! fallen übrigens alle Behauptungen über die Beteiligung Tr. Dawids an den Geschäften dieses Bankhauses in nichts zusammen. Der Verwaltungsgrrichtshof (Vorsitzender zweiter Präsident Jenny) gab der Beschwerde Folge und hob die angefochteue Entscheidung Wege» mangelhaften Verfahrens auf. In der Begrünoung wiw hervorgehoben, die Annahme des Vorhaltes, daß Dr. Dawid an den Geschäften des Herrn Bosel beteiligt sei, lei zwar durch die Erklärung des Bankhauses S. Bosel nicht völlig aufgeklärt, aber doch ohne weitere Erhebungen nicht als unbedingt unrichtig anzusehen. Es hätte daher dem Zeniiten ein weiterer Vorhalt gemacht und die Erhebungen zur Feststellung der tatsächlichen Verhältnisse gepflogen werden sollen, wobei die Steuerbehörde auch die eidliche Vernehmung von Zeugen hätte veranlassen können. 8!n Mer des SufomsH. Das Dienstmädchen Kalaussek. Wie bereits berichtet, endete der in Lemberg durch- Sesührte Prozeß gegen das Dienstmädchen Maria Kalaussek, eine der Zeuginnen in der Steiger-Affäre, mit der Verurteilung der Angeklagten wegen Meineids zu drei Monaten Gefängnis. Ueber die Verhandlung, die vor dem Kreisgericht stattfand, berich:et die I. T. A>: Die Kalaussek, eine Tschechin, war zuerst bei dem Präsidente» des Jüdischen Sejmklubs, Aög. Tr. Leon Reich, später bei der als antisemitisch bekannten Familie Flach bedienstet. Unter dem Einfluß dieser Familie stehend, erzählte sie, 8»diae Lutwak Friedrich Schtnnkler Wien Wien (Taino*) Verlobte Jänner 1926 Stadteentrum * 150 neu eingerichtete Zimmer » Zentralheizung, kalt- und warmfliessendes Wasser, Telephone, Lift, Cat6-Restautant Preise von 8 5.- aufw., aufleute 10®/o __Rabatt._ 665 HOTEL CENTRAL Gegr. 1M4 Älteste* 6«gr. 18M Wiener Restaurant KRZIWANEK Klenvetter * Hölscher IWS BERLIN NW 1 Frledrfdtitrasie — feite MlttelslraOe S7/58, I» Nor eine Treppe Vorzügliche echt österreichische Küche, Pilsner Urquell, österreichische und deutsche Weine. Bürgerliche Preise «•••■«•«•••••Mi •eeaeeaeeeaaeeea«*<f JOD. TISCHGESELLSCHAFT LANDSTRASSE j i.ÖWENGASSt 36. CaFE _ | NI. Heute Samstag den 23. Jdnner 1926, 6 Uhr abendi AKaoeniie Künstle.ischer Leite.: Dr. Siejjfrie. Seidner PROGRAMM: 1. Violinvorlräge: Violinvirtuose D . Ru o'.f Latnpl 2. Gesangsvorträg: Opeinsänge in Frau Lotte Meczes 3. Tanzvoifilhrungen: Qretl Fröhlich, Palmi-^ciiülerin 4. Rezitationen: Fr. Ren£e S t e i n, Schülerin d. Wr. Konservatoriums 5. Jüdische Leder: Herr Max Hack er 6. C ansons Frau Addi Lewin-Kelsen Am Klavier: Herr Hugo Riesenfelu und Frau Edith Wiener TANZ 860 Bm«aa«afn«o»i JÜDISCHES KÜNSTLERKABARETT!<., Praterstrassc 60 / Letter t Max Sire Heute und morgen 1!49 Uhr Ehrenabend der Frau Hilda Dulitzkaja Außerdem reichhaltiges Programm! man habe im Hause des Dr. Reich von derSchuld Steigers gesprochen und davon, daß man ihn retten müsse. Vom Studenten Flach wurde sie dem Kommissär Lu ko ms k i zugeführt, vor dem sie angeblich diese Erzählungen wiederholt haben sollte. Als Zeugin im Prozeß gegen Steiger vor Gericht stellte sie, die der polnischen Sprache nur wenig mächtig ist, in Abrede, all dies gesagt zu haben. Sie behauptete, Flach hätte für sie gesprochen und Lukomski hätte das Protokoll so aufgesetzt, als ob es sich um ein direktes Verhör handelte. Wie erinnerlich, wurde die Kalaussek sofort nach Beendigung ihrer Aussage vor Gericht unter dem Verdacht der falschen Zeugenaussage und des Falscheids verhaftet, später aber gegen eine Kaution freigelassen. . In der Gerichtsverhandlung blieb die Kalaussek bei ihrer damaligen Aussage, daß der Student Flach sich all das, was Lukomski in seinem Protokoll als ihre Aussage ausgenommen hat, selbst autgedachi habe. Wahr ist nur, was sie in öffentlicher Gerichtsverhandlung als Zeugin ausgesagt hat. Infolge ihrer Unkenntnis der polnischen Sprache habe sie sich in Widersprüche verwickelt. Im Verlauf des weiteren Verhörs wurde sie sehr aufgeregt utid rief laut: „Ich werde schre en, daß die ganze Welt mich hört: Lukomski ist ein Lügner. Er und Flach haben mich armes Mädchen in ihre Netze versponnen. Ich habe nur einmal die Wahrheit gesagt, das war vor Gericht!" Ter Richter ließ eine Pause eintreten, damit die Angeklagte sich beruhigt. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung verkündete der Vorsitzende: Da die Angeklagte sich weigere, ihre Zelle zu verlassen, so werde in ihrer Abwesenheit weiter verhandelt. Der Verteidiger Tr. Rainer weift aus Dokumenten nach, daß der Hauptzeuge, der Student Flach, ein Polizeispitzel sei. Schließlich wurde Maria Kalaussek zu drei Monateri Gefängnis verurteilt. 8i»e nüchterne Bilanz des vadaprster Komvromiffes. Aus der Perspektive des Parlamentsbufetts. In Ungarn herrscht jetzt eitel Fried' uno Freude. Der große Sorgentag ist glücklich vorüber, das Kompromiß ist geschlossen, das öffentlich' Gewissen kann ruhig weiterschlafen, den Schlaf der Ungerechten. Nur ein Mensch ist unzufrieden, daß der Rummel so rasch vorüberging und keine Fortsetzung hat, oas ist der Pächter des Parlameursbufetts Reigl, der an lenem „großen" Tag keine geringere Sorge hatte als Graf Bethlen, wie der aufgeregten Horde im Hause der „Mund gestopft" werden sollte. Ter phantastischen Bilanz Bethlens über seinen Kamps stellt Büfettier Reigl mit nicht minder berechtigtem Stolz sein: nüchterne Bilanz entgegen. Sie lautet: „An jenem historisch denkwürdigen Tage sind innerhalb einer halben Stunde mehr als 250 Mittagmenüs verzehrt worden. Außerdem wurden konsumiert: 500 Stück Poj __fo'tm galschen. eine magyarische gebackene Nationalspeise. 800 Sa» mein, 30 große Laib Brot, ungezählte Kilogramm von Klobafle«^ Speck, Käse, Konfitüren, LOO Orangen, 400 Flaschen Pier, 80 Flaschen Wein und 300 Portionen Schwarzen." Reigl spekulierte auf Kompromißaktion in Baisse und Hai sich auch für den Fall, daß die Interpellationen doch eingebracht würden, abermals stark eingedeckt. Er wurde aber von der Opposttion in die Konrermine eingezwickt. So hat der Urmagyar Reigl an d:r ganzen Frankenfälcherleich keine Freude. Grobe MelaldlMWe bei der Firma Rearath. Der Diebsseck um den Leib. Vorgestern wurde hier der 38jährige Schmelzmeister der Metallwarenfirma Neurath in Liesing, Leo A11 a f, zu Bar- Wald bei Madowice geboren» in Liesing wohnhaft, verhaftet. Er wird seit vier Jahren von der Polizei beobachtet, da er mit Frau und Kindern, obwohl er sich früher m den ärmlichsten Verhältnisse« befand, plötzlich ein luxuriöses Leben zu führen begann. Erst in der letzten Zeit wurde es bekannt, daß sich Aksak in Rodaun eine große Villa bauen ließ, die 22000 Schilling kosten sollte und auf die er schon 13.000 Schilling abgezahlt hat. Aksak, der sich immer sehr unauffällig benahm und besonders seine Reisen nach Wien und zurück in der vorsichtigsten Weise bemerkst.fligte, wurde schließlich dabei beobachtet, daß er wöchentlich mehrmals zu einer Alteisenhändlerin am Lerchenfeldergürtel mit einer Aktentasche fuhr. Vorgestern wurde er von Kriminalbeamten auf dem Mariahilfergürtel gestellt. Er hatte, wie gewöhnlich, eine Aktentasche in der Hand. Sie enthielt 8 Kilogramm Metall. Bei einer genauen Untersuchung ergab sich, daß der Mann um den Leib gebunden einen D i e b s s a ck trug, der 10 Kilogramm Metall enthielt. Bei der Alteisenhändlerin wurden 25 Kilogramm Komposttionsmetall gefunden, die sie in den letzten Tagen von Aksak geliefert erhalten hatte. Sie gab an, daß sie ihn für einen Altcisenhändler gehalten habe. Aksak gab die Diebstähle zu. Im Jahre 1913 ist er — er galt als sehr tüchtiger Schmelzmeister — bei der Firma Spitzer in Licsing, die die Vargängerin der Firma Neurath ivar, eingetreten. Er behauptet, daß er sich die Villa nicht aus dem Erlös der Diebstähle erbaut hat, sondrn daß er von reichen Verwandten Geld erhielt. Er ist schon vor zwei Jahren an Melalldiebstählen beteiligt gewesen. Jetzt will er erst vor kurzem wieder auf eigene Faust mi: den Diebstählen bei Neurath begonnen haben. Er beziffert seine dadurch erzielten Einnahmen auf höchstens 2000 Schilling. Doch scheint der Umfang der Diebstähle weit größer zu sein. Aksak wird dem Landesgericht eingeliefert werden. Wien, 23. Jänner. * Tie Pamphletisten. Herr Amtsdirektor Guido Fuchsgelb schreibt uns: Seit den Vorbereitungen zu den letzten Wahlen für den Kultusvorstand treibt im Wiener jüdischen Leben eine Kaffeehausgesellschaft ihr Unwesen, die sich ein eigenartiges Tätigkeitsfeld erkoren hat: die Verbreitung von Lügen, Verleumdungen und Verunglimpfungen. Als Objekt für ihre Mißbräuche dienen diesen Subjekten die Kultusgemcinde, deren Vorstand sowie die ersten Funktionäre und Beamten der Kultusgemeinde. Als Mittel zum Zweck benützen sie ein Pamphlet erbärmlichster Art, das als periodische Druckschrift unter dem Titel „Die jüdische Gemeinde" mit jener Unregelmäßigkeit das Licht der Oeffentlichkeit erblickt, mit der die Beschaffung des hiezu erforderlichen Geldes möglich wird. Aus jenen Verstecken, die das gegenwärtig in Wirkung stehende Preßgesetz bietet, werden hinterhältig vergiftete Pfeile geschleudert, werden die Angelegenheiten der Kultusgemeinde umgelogen und — wie raffinierte Kridatare die Firma umschreiben lassen, wenn ein Zugriff der Gläubiger droht — so ändert sich der Sitz der Redaktion, der Name des Herausgebers und des verantwortlichen Redakteurs» sobald die Gefahr besteht, Unverantwortliches verantworten zu müssen. Hat einmal einer dieser Pamphletisten doch unvorsichtig den Kopf zu weit hervorgestreckt, und soll ihn die gerechte Strafe ereilen, dann wiederholt sich jener Vorgang, den wir im Großstadtleben, wenn ein Wachebeamter einen Uebeltäter erfaßt, beobachten können: Es finden sich Leute, die „Auslassen!" schreien. In unserem Falle ist es gewöhnlich das „jüdische Mitleid", das diesen Schrei ausstößt, die Rücksicht auf Weib und Kinder derer, die ihr eigenes Nest gewissenlos besudeln. Und der Grund hiefür — nicht von jenem der Kultnsgemeinde gehörigen Grunde ist die Rede, dessen widerrechtliche Verpachtung durch Religionslebrer Pick und Konsorten demnächst die Gerichte beschäftigen dürfte, sondern der Grund der Verunglimpfung unserer Gemeinde und ihrer Führer ist einfach der, daß einige Individuen, die dem Wohlwollen und den Stipendien der Kultusgemeinde die Erlangung einer Existenz zu danken hatten, auf diese traurige Art. wenn sie schon nicht berühmt werden können, so doch berüchtigt werden wollen. Ich genieße den besonderen Vorzug, den Pamphletisten am wenigsten genehm zu sein. Ties rechne ich mit zu den Erfolgen meines arbeitsreichen Lebens. Die jüdische Oeffentlichkeit aber wird jenen Gauklern den verdienten Lohn zuteil werden lassen: verachtungsvolles Ignorieren! * Das Wetter. Gestern war die Temperatur während des Tages etwas über Null. Die Voraussage für beute lautet: Porwieaeud trüb, Temperatur wenig verändert, in den Nordalpeu Schnee. * Tödlicher Autounscll. Gestern abends Wurde der 7säh« rige Schüler Anton Jenschke, von einem von dem Ingenieur Hugo Marmorek gelenkten Auto auf der Simmerjnger Hauptstraße überfahren. Das Kind erlitt einen Bruch des Schädelgrundes und war auf der Stelle tot. * Die zwei vermißten BiirgerschMer zurvckaekehrt. Wie berichtet, sind seit dem 11. d. die Bürgerfchuler Malter Ha nn e r und Johann Wagner gemeinsam aus ihren elterlichen Wohnungen verschwunden. Vorgestern nachts wurden sie in Muthmannsdorf aufgegriffen. Die beiden Burschen haben ohne Wissen ihrer Eltern eine Tour unternommen. * Generalversammlung des Misrachi. Die für Sonntack den 17. d. angesetzt aewesene Generalversammlung des. Wiener Misrachi,' mußte infolge vorgerückter Zeit abgebrochen) *»