Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2484 (22.1.1926)
- Date
- 1926-01-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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©eite % sm. will«* ^VWVWWv'VWWVW' STOCK' \;\VWVN WWVWvWA aus naturechten, besten Weinen in amtlich plombierten Matchen (Erlaß des Ackeibaurninisteruims ZI. 1M99/474 ex 1904) nach wie vor die führende Marke! ÜBERALL ZU HABEN 1_ nichr au LorL P l u m c r), sondern an Sir Wyndham Deedes, nach seinem Abgang an Sir Gilbert Claylon und jetzt an Kolonel Lyme s. Ter High Commissioner ist >cr weithin sichtbare Exponent der britischen Politik nnd in einem gewissen Linne das Plakat dieser Politik, so wie sie erscheinen möchte. Lo stellte sich die Politik Englands in l'alc|tiiut als eine Politik des Gleichgewichtes, der unparteiischen Gerechtigkeit, des Kompromisses zwischen den Forderunaen des Mandates und dem Drängen der Wirklichkeit, .des Ausgleiches arabischer Ansprüche und jüdischer Wünsche dar. Cft und oft mußten wir über die allzu weitgehende AusgseichttngStendenz der Regierung Klage führen, über Herbert camuels allzu liberales Laisser faire. Es ist aber interessant und nicht ohne tiefe Bedeutung, daß dem über den Dingen stehenden, des Ausgleichs beflissenen High Commissioner, der Reihe nach drei Persönlichkeiten als Chefsekretäre zur Leite gestellt wurden, die andem großen Reservoir des britischen Kolonialdienstes nach dem Gesichtspunkt des besten Verstand^ nisse» für die jüdischen Aspirationen in Palästina ausgesucht zu sein scheinen. Deedes, Claylon, Lymes sind unter allen Beamten, mit denen wir seit 1918 zu tun hatten, ungefähr die p r o i o rr i st i s ch e st e n, v e r st ä n d n i s v o l l st e n und s y m p a t b i s ch e st e n. Wie viel wir ihnen zu danken haben, wird erst eine spätere Zeit abzuschätzen wissen, die auch das beuie noch in verborgenen Akten Verborgene ans Licht bringen wird. So haben wir Sir Wyndham Deedes gegenüber eine klar ausgesprochene Pflicht der Dankbarkeit. Er ist ein pazifistischer Militär, ein echter Idealist, der seine Gesinnung nicht nur durch Wort und Bekenntnis, sondern vor allem durch reales Wirken betätigt, ein Mann tiefen sozialen Empfindens. Seit seinem Rücktritt vom Amte hat er sich ausschließlich der sozialen Arbeit (Settlement-Bewegung) im Londoner East End gewidmet Wir wollen die Hoffnung aussprechen, daß es ihm auch wieder einmal möglich sein wird, eine amtliche Stellung anzunehmen, die ihm Gelegenheit gibt, seine zionistischen Sympathien auch ans verantwortlichem Posten wieder zur Geltung nr bringen. fei BortragMlvs des zionistischen Landeslomstees. Einleitung durch Oberrabbiner Dr. Chajes. Das Direktorium des Zionistischen Landeskomitees deransialte:, wie bereits mehrfach berichtet, eine Reihe von Borträgen zur Geschichte sowie Theorie der zion i st i s ch e n Bewegung. Den ersten Vortrag hielt gestern im Klubheim der Hakoah Oberrabbiner Professor Doktor Chajes. Unter den Anwesenden bemerkte man den Vizepräsidenten der Zionistischen Organisation von Südafrika, Hersch, den Vizepräsidenten der Kultusgemeinde Doktor Löwenherz, das Mitglied des Direktoriums des Landeskomitees Goldhammer, das Mitglied des Aktionskomitees Oberbaurat Stricker, den Generalsekretär des Zionistischen Landeskomitees, Dr. Gelber, u. a. m. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Präsidenten der Zionistischen Organisation, Dr. Frredmann, ergriff Oberrabbiner Dr. Chajes zu einer mehr als einstündigen Rede, die von den zahlreich erschienenen Zuhörern mit aufmerksamer Spannung angebört wurde, das Wort. Ein Großteil der Erschienenen konnte, da der Fassungsraum deS Saales zu klein war, keinen Einlaß finden. In seiner Rede beschäftigte sich Oberrabbiner Doktor Chajes mit dem Zweck des Vortragszyklus, den er einzuleiten habe. Die Vorträge sollen Leute, die sich schon mit dem Zionismus beschäftigt haben, in den Stand setzen, die Gegner des Zionismus mit stichhältigen Argumenten zu überzeugen. Es ist viel leichter, — so führte der Redner aus — in einer Versammlung vor einer leicht beeinflußbaren Menge zionistische Propaganda zu betreiben. Biel schwerer aber ist es, in privaten Zirkeln aus alle die Einwürfe und Fragen, die bei der zionistischen Propagandaarbeit gestellt werden, zu antworten. Mit diesem Rüstzeug will das Zionistische Landeskomitee durch diese Kurse alle Zionisten, die etwatiefer in die Probleme cindringen wollen, ausrüsten. Zur Zeit HerzlS, als der Zionismus noch etwas ganz Unerhörtes und Neues war, da war es leicht, die Gegner des Zionismus mit einigen Argumenten zu überzeugen. Die zweite Phase im Zionismus, in ver es nicht notwendig war, allzutief in die Probleme einzudringen, um mitreden zu können, war die Zeit unserer größten Erfolge, die Zeit der Erlassung der Balfour-Deklara-! i o n. Heine, wo die Welt viel nüchterner geworden ist, ist es viel schwerer, zionistische Propaganda zu machen. Man muß sich tiefgründiges Wissen aneignen, um selbst die eingefleischtesten Gegner wirklich zu überzeugen. In Amerika ist die Stimmung für den Zionismusehr günstig, doch muß man auch dort mit hieb- und stichfesten Argumenten kommen. In Frankreich herrscht für den Zionismus die denkbar beste Stimmung. Fast jede Zeitung, jede wissenschaftliche und belletristische Zeitschrift besaßt sich mit chm. So ist zum Beispiel.der Roman von Pierre Benoit „Ter Brunnen Jaatobs", der auch das zionistische Problem berührt, in Frankreich sehr verbreitet und wurde sogar zum Sujet eines Films gemacht, dem aber die Einfuhr nach Ungarn verweigert wurde, weil der Präsident der Budapester Knltusgemeinde, dessen Rat eingeholt wurde, ihn als staatSi.i. 'u v bezeichnet. In Italien war die Stimmung nach dein Friedensschluß für den Zionismus äußerst günstig. Geistig hochsleheitde Menschen, wie Senator R u f f i n i, haben ihm das Wort geredet. Auch in Italien haben wir uns auf die äußeren Erfolge verlaßen und haben keine tiefgehende Diskussion geführt, und so kam es, daß die Idee an Werbungskraft verlor. In Deutschland und Oesterreich liegen die Dinge ähnlich. Auch hier haben wir nur wenige Leute, die fähig sind, mit überzeugenden Argumenten für den Zionismus zu kämpfen. Aufgabe dieses, vom Zionistischen Landeskomitee in dankenswerter Weise eingerichteten Vortragszyklus ist es, Leute dazu heranzuziehen, de« Gegnern des Zionismus in jeder auch noch so hochstehenden Diskussion standzuhalten. Der interessante Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Präsident Dr. F r i e d m a n n dankte dem Vortragenden für seine geistvollen Ausführungen und lud die Teilnehmer für den nächsten Vortrag, den Oberbanrat Stricker über Zionismus und Weltpolitik halten wird, ein. fei Fall Bmsloff. Die Klage des Professors Schönbauer gegen die „Wiener Morgenzeitung". Gestern fand vor dem Leiter des Strafbezirksgericht 1, Hosrat Dr. H ö s l m a y e r, die Verhandlung über die Ehrenbeleidigungsklage statt, die der Universilätsprofesjor und Nationalrat Doktor Schönbauer gegen unseren verantwortlichen Redakteur, Herrn Jakob K r a u s z, angestrengt hatte. Der Kläger inkriminicrte einen am 2-1. Oktober 1925 unter der Ueberschrift „Die Hetze gegen Braslosf" in der „Wiener Morgenzeitung" erschienenen Artikel, in deni dem Prof. Schönbauer vorgeworfen wird, daß er die völkische Hetze gegen den Universität -Professor Braslosf inszeniert habe, um sich eines unbequeme« Rivalen um die ordentliche Professur für römisches Recht, die nach dem Abgang Prof. Wlassaks frei werben sollte, zu entledigen. Um feinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, habe Abg. Schönbauer, der Führer der Landbündler, im Parlament den „wilden" Manu gespielt. Dadurch wollre er die Regierung für seine Zwecke gefügig machen. Gegen Pros. Braslosf wurde bekanntlich wegen angeblicher obszöner Aeußerungen während seiner Vorlesungen die T'vziplinarunterinchung eingeleitet, dir auch mit einer Rüge für ihn geendet haben soll. Der B-.'ichuivigte war von Gemeinderat Dr. P l a s ck» k e s vetleid'gt, während für den nich'ci'chienenen Kläger Dr. Robert Gruber :ntr:«enterte. Der an.g.'klagte Redakteur gab zu seiner Verantwortung an, daß er den inkriminierten Artikel weder gelesen noch;um Drucke befördert habe. Scdann ergriff Verteidiger Dr. Piaschkes das Wort und führte aus: „Die M: eilungen zu diesem Artikel hat der V'.:« Hasser von einem Hob-chullehrer erhalten, an -essen Glaubwürdigkeit nicht zu zweifeln ist. Nachdem Pros. Schönbauer die Klag? erhoben hatte,, hat sich der Redakteur an seinen Informator gewendet, welcher jedoch in Anbetracht der furch erlichen Zustände, die jetzt an den Hoch'chulen herrschen, aubisianee 'st, seine Behauptung im Gerichtssaal zu lviederholen, obwohl ihm lückenloses Beweismaterail zur Verfügung steht, da er fürchten muß, seine Existenz anis Spiel zu '-den. Tie Stimmung, welche an der tlmversi.ä! herrscht, erkennt man am besten aus -er Verurteilung des Pros. Braslosf und man kann einem Hochschuldozenten, der sein Ehrenwort für die Nichtigkeit seiner Behauptung gab, seine Haltung nicht verdenken. Die Strafe, die den Beschuldigten im Verurteilungsfall« treffen wird, steht in keinem Verhältnis zu den Nachteilen, denen sich >der Informator, falls er hier nn Gerichtssaal erscheinen muß, anssetzen würde. Deshalb lehnen wir es ab, den WahrhettsbeweiS zu führen und erwarten ruhig das Urteil. In seinem Strafantrag trat Dr. Gruber für strenge Bestrafung des Beschuldigten ein, iveil die Behauptung, Prof. Schönbauer habe die völkische Studentenschaft ausgeboten, um Professor Braslosf selbst mit Mißhandlungen zu bedrohen, den Vorwurf zur Verleitung zu einer strafbaren Handlung beinhalte. Prof. Schönbauer habe sich niemals um eine römisch-rechtliche Professur beworben, sondern habe vielmehr eine solche für Landwirtschaftsrecht angestrebt, weshalb er mit Prof. Braslosf nie in Konkurrenz treten konnte. Gegen Pros. Braslosf habe sich der abtretende Ordinarius Prof. Wlassak ausgesprochen, weil Braslosf seit §chn Jahren keine ernsthafte wissenschaftliche Arbeit mehr publiziert habe. Redner müsse in Anbetracht der Schwere der Beleldigung um di« strengste Bestrafung des Beschuldigten, weil durch sie die deutsche Jugend verführt wurde, und um gleichzeitige Einstellung der Zeitung bitten. Dr. P l a s ch k e % bestritt die Argumente deS KlagevrrtreterS. Der Anklagevertreter sei schlecht informiert, wenn er behauptet, Prof Schönbauer bewerbe sich um eine deutsch-rechtliche Lchrkan^l, zumal dieser jetzt Vorlesungen über römisches Recht hält. Um einen Menschen nicht unglücklich zu machen, verzichten wir heute aus den Beweis, daß Prof. Schönbauer an die völkischen Studenten den Auftrag zu Mißhandlungen des Prof. BraSlofs erteilt hat. Sicher aber ist, daß noch bevor -er Artikel wt der „Wiener Morgenzeitung" erschienen ist, die deutschvölkisch« Studentenschaft in mehreren Versammlungen den Prof. Braslosf mit Mißhandungen bedwht hat, falls er seine Vorlesungen wieder aufnehmen sollte unter dem lächerlichen Borwand, daß dieser in einem Seminar obszöne Witze gemacht habe, welch; die Moral dieser „verführten" deutschen Jugend beeinträchtigt haben. Daß die Studentenschaft mit Mißhandlungen ungehindert gedroht hat, ist erwiesen und läßt sich nicht aus der Welt schaffen, und auch das ist erwiesen, daß die völkisch; Studentenschaft die DiSziplinaruntersuchung gegen Braslosf verlangt, daß sie auf ihr Verlangen hin geführt wurde und daß Prof. Bras» loff von derselben völkischen Studentenschaft persönlich derart verfolgt wurde, daß er an Depressionszuständen leidet. Alles ist wahr, alles ist klar erwiesen und Prof. Schönbauer darf sich wahrlich nichts daraus einbilden, daß wir ihn persönlich hier nicht fassen können. Hier handelt es sich nicht um die Frage, ob Prof. Wlassak den Prof. Braslosf zu seinem Nachfolger bestimmt hat oder nicht, sondern darum, vag Pros. Schönbauer falls >- yjUlllicr Tvzff ttl. H9K * -J 4 .tön Meeting der Mischen Studentenschaft. Am SS. Jänner. Der Gesamtverband jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Fndaea", der Geniorenkonvent wehrhafter ziouiftts^ akademischer Verbindungen zu Wien und der Akademisch« Landesverband veranstalte» am Montag den 85. Jänner, 7 Uhr abends, ln de» Olympiasälen, 1. Bezirk, Rotgasse, ein Massenlneeting, zu dem alle jüdischen Bürger sowl« alle jüdischen Hochschüler Wiens eingeladen werden. Gemeinderat Dr. PlaschleS wird über die „Jüdische Presse", Rechtsanwalt Dr. Israel Waldmann über die „Minoritätenrechte im Frle. densvertrag" referieren. Braslosf wegfallt, ohne Rücksicht auf seine wissenschaftlichen Arbeiten, Nachfolger WlassakS werden kann. Prof. Schönbauer ist auch gekränkt darüber, daß man ihm zum Vorwurf macht, er habe im Parlament den wilden Mann gespielt, um die Profesiur zu erlangen. Was soll sich em Redakteur denken, der eine Information erhält und bemerkt, daß gerade zu dieser Zeit der Deutsche Landbnnd, dem Prof. Schönbauer als prominentes Mitglied angehört, gegen die Christlichsozialen und Deutschnationalen bockt, genau so, wie der Informator behauptet? Ist da nicht die Meinung gerechtfertigt, daß Schönbauer gegen seine Volksgenossen und gegen die Koalitionsgenossen vorgcht, um seine privaten Ziele zu erreichen? Wiir können heute keinen Wahrheitsbeweis erbringen, aber wir werden uns diese Sache merken und vielleicht in einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen, wenn der Terror auf den Hochschulen nachläßt oder die Stellung unseres Zeugen leichter wird. Für heute können wir nur wiederholen, daß meiner Meinung nach alles, was in dem Artikel steht, auch den Tat fachen entspricht. Es spricht alles so sehr dafür, daß der Redakteur seinem Informator Glauben schenken mußte. Die Strafe für meinen Klienten muß daher seiner ehrlichen und offenen Haltung angepaßt worden. Nur eine hübsche Bemerkung des Angeklagten muß noch besprochen werden. Erschwerend ist angeblich, daß die „Wiener Morgenzeitung" die deutsche Hochschuljugend verführt. Ich will unseren Hochschulen und ihrer deutschvölkischen Jugend nur vom Herzen wünschen, daß sie sich durch die Artikel der .Mener Morgenzeitung" endlich verführen läßt, dann wwd sie bas Ansehen unserer Hochschulen wahren und nicht durch Terror und Raufen beeinträchtigen, dann wird sie F r e i h e r t d e s L e h r e n s und Lernens achten und nicht mit Füßen treten,dann werde« unsere Hochschulen wieder Kulturstätten sein. Der Richter verurteilte den angeklagten Redcckteur gemäß 8 30 deS Paßgesetzes wegen Vernachlässigung der pflichtgemäßen Obsorge zu einer Geldstrafe von 20 Schilling und zur Beröffentlichur^ des Urteiles samt Begründung in der „Wiener Morgenzeitung", weil die Erbringung des Wahrheitsbeweises ausdrücklich abgelchnl wurde. " " 6 Nattrrmiitz«» Hetzrede gegen die Mische Religion. Erhebung der Anklage. Wie noch erinnerlich, hat der inzwischen von seiner eigenen Partei hinauSgeschmifftne österreichische Bahnbeamte Gat 1ermayer in einer gegen den Zionistenkongreß veranstalteten Versammlung allerlei Unflätigkeiten gegen die jüdische Religion ausgesprochen. Im Zuge der dann von der antisemitischen Presse zu Agitationszwecken durchgeführten Kolportageaiktivn hatte Gattermayer seine Aeußerungen auch als Artikel in der nationalsozialistischen Zeitung und als Flugblatt verbreiten lasten. Die Staatsanwaltschaft Wien 1 hat jetzt gegen Gattermah-er die Anklage wegen Vergehens gegen die öfftntliche Ruhe und Ordnung nach § 803 St.-G. und § 300 St.-G., ferner wvM Vergehengegen die Sicherheit der Eh« nach Art. 5 der Gesetzes vom 17. Dezember 1868, 8 *91 St.-G. erhoben. Den Gegenstand der Anklage bilden die Rede, welche Gattermayer am 16. August vorigen Jahres in der Katharinenhalle gehalten hat, die von ihm verfaßten Austatze der „Deutschen Avbeiterpreste" mit den Titeln „Wivn, wach aus" und „ChristenPogrom", schließlich da- Flugblatt „Gegen Juden und Judenknechte zum Sammeln geblasen". Die Staatsanwaltschaft erblickt in einigen Stellen die Herabwürdigung der Lehren der jüdischen Religion und eine Schmähung sowie Verspottung der Regierung sowie Aufreizung zum Haß und zur Verachtung gegen die Regierung. Er hatte damals den Bundeskanzler Dr. R a m e k wegen der Gestattung der Zionistenkongrestes ein „Seicherl" genannt. «Mose 8m. i>». E Die starke Nachfrage nach diesen Losen wWrenid der letzteck Woche ist dem Umstande zuzuschveibrn, daß das ZiehunaSergovniS der ersten BauloSziehung in tiefem Iah«, der Milliarde «Haupttreffer. bekannt wurde. Dieser Umsiand regt dar Publikum der weitesten Kreise heftigst zu neuen Käufen an und ftkbst an der Börse macht sich bemerkbar, daß dieser LoS beinahe ausveÄauft ist. Dieist natürlich mit weiteren Kursgewinnen verbunden, welche wieder den realisierenden Losbesitzern zugute kommen. Die Anfrage nach diesen Losen ist eine derart große, daß' speziell bei der größten LoSvertrftbSstelle, dem Bankhaus Albert Bauer (welcheauch da- Los mit dem Milliardenüaupttreffer verkaufte). von allen Selten Aufträge auf Baulose einlaufen. Diese werden von dem Institut trotz Kurserhöhung und Warenmangel in der promptesten Weift durchgeführt und spricht eS für die Leistungsfähigkeit dieser Firma, daß Ne ihren Betrieb in Zeiten, wo andere ihn mangels Ware einjchranten oder elnstellen, sogar noch auSdehnt und vergrößert. Äim die Vertretungen, welche die Bank seit Neujahr in atze veracht, bewerben sich zahllose Interessenten, die, wenn die Bewerber Uber gute Referenzen verfügen, Chancen haben, akzeptiert zu werden. Diese Beroerber -lebt speziell der Umstand an. haß bet»» ,/Wck-bauer" m Milliardenhaupttvefftr gemacht wir-e.