Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-01-21 · Heft 2483 (21.1.1926) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2483 (21.1.1926)
Date
1926-01-21
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981570--25303-3012934
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

dk. 8W Me«, ~_ mhmt "* _ . S1. Jänner 1926_ Sette B Kunst, Mae, Buch. .ststMß Sah« MW« Aealer Eine Revue. Aust Netv-Aork wird uns berichtet: Am 27. d. wird hier in Keßlers Seeond Avenue-Theater eine h i st o r i s ch e Revue zur Aufführung gelangen, die nicht nur dem Liebhaber jüdischer Kunst, sondern auch dem Kulturhistoriker viel Interessantes und Belehrendes zu bieten verspricht. Bor 60 Jahren hat Abraham Goldfaden das. jüdische Theater geschaffen und seinem Andenken ist auch die Revue gewidmet. Szenen aus allen seinen Stücken werden gespielt und die besten seiner Kompositionen werden gesungen werden. Und die ganze jüdische Künstlcrfamrlie — Schauspieler, Schauspielerinnen, Sänger und Musiker — wirb Mitwirken und wollen, wie sie sagen, in jener Matinee am 27. d. dem Publikum ein lebendiges Kapitel jüdischer Theatergeschichte bieten, das die Entwicklung jüdischer Theaterkunst besser veranschaulicht, als das beste Buch es zu tun vermag. * Die Wiener „Freie jüdische Volksbühne" hat seinerzeit — allerdings nicht in Form einer Revue, sondern durch Aneinanderreihung typischer Szenen und Einakter — die Entwicklung des neuen jüdischen Theaters gezeigt. Es war einer der künstlerisch geglücktesten und erfolgreichsten Abende des Ensembles. Luise Blahai GegkSbnIi. Aus Budapest wird berichtet: Gestern nachmittags wmÄe tfic Schauspielerin Luise Blaha von der Bochalle des ungarischen Nationaltheaters «uö zu Grabe getragen. Nach der Trauer- .zeremonie hielten an der Bahre Unterrichtsminister Graf Klebelsberg, Bürgermeister Sipösz, der Direktor des Nativnalcheaters, H e v e s i, und im Namen der alten Mitglieder ves Lolkscheaters Emmerich Szirmay Gedenkreden. Sodann bewegte sich der Trauerzug, den berittene Polizeibeamte in Gala?i,»leiteten, durch ein Spalier von Pfadfindern nach dem Friedhof, wo die.Beisetzung in dem von der Hauptstadt gewidmeten Ehrengabe erfolgte. Während der Bestattung spielten 200 Zigeuner- »t usiker ungarische Lieder. An den Trauerfeierlichkeiten nahnt eine überaus große Menschenmenge, etwa 100.000 Personen, teil. — Die Büste der Verstorbenen wirb in allen Budapester Theatern zur Aufstellung geladen. 9er Steiger-Prozeß auf der Wische« Bühne. Das muß man den Amerikanern — den „hundertprozen- .igen" und den eingewanderten — lassen: Sie sind fixe Jungen. Nicht nur in der glatten Busineß, auch in der Kunst, die ja schließlich auch busineß sein kann. Das wichtigste ist: Up to date, allermodernst zu sein und der Konkurrenz den neuesten Einfall, den „Schlager", vor der Theaterkasse wegzuschnappen. Diesmal war es das „Grand Theater", das den großen Wurf gemacht. Es hat ein „Melodrama, aufgebaut aus die Passierungen in Lenrberg mit dem jüdischen Studenten Stanislaus Steiger, der beschuldigt war, gegen den Präsidenten von Polen eine Bombe geworfen zu haben", herausgebracht und „macht volle Häuser". Der Autor des Melodramas „Der Steiger-Prozeß" ist Isaak Z olotarewSki, die Musik stammt von Schalom Sekunde. Aus Alsred Polgars .Handbuch fBrftHtifet". In der „Literarischen Welt" veröffentlicht Alfred Polgar, besten wertvolle Kritiken demnächst erscheinen, eine Serie „pointierter, gebrauchsfertiger Wendungen". Wir wollen die humorvollsten unseren Lesern nicht vorenthalten. Gegen Ende des Stückes waren viele Zuhörer eingeschlasen, aber die Zischer weckten sie wieder aus. * Vor ihr gähnte ein Abgvund. Recht hatte er. » Die Menschen dieser Dramas leben nicht, sie sind nur behängt mit Leben. Ein Werk aus zweiter Hand. Es schmeckt nach Talent wie Master in einem nicht gewaschenen Weinglas nach Wein. * Der Gang der Künstlerin ist von hörbarer Leichtfüßigkeit. Ein Walzwerk für Stimmungen war an der Arbeit. Jede Sekunde dauerte eine Minute. * Er läßt nicht locker in der Entschlostenheit zur Individualität. * Seit Jahre»! schon ist er auf der Suche nach seiner Handschrift. * Muck und Schauspieler Pasten zueinander. Sein Leih wird dem Geist der Komödie in hohem Maße gerecht. * Die Posse hatte einen ausgesprochenen Lächelerfvlg. * Me möchte gerne, daß das Temperament mit ihr durchgmge. Aber das Temperament will nicht. * Der Witz dieses Autors ist glänzend wie ein abgewetzter Schreibävmel. * 2ie steckte in ihrem Kleid wie ein Bonbon hn Seidenpapier. * Man sah förmlich, wie er den Becher beschwor, üiberzuschäumen. » Eine begabte Aufhörevin. * Er deklamierte sich die Seele aus dem Leib, der den Verlust gar nicht merkte. Die Aufführung ließ nichts zu wünsche»» übrig, als daß sie muerblieben wäre. Der junge Dichter tritt mit diesem Werk in seine Windstill« und Dvangperiode. » ' ' Die Akte schleichen hin, ganz betäubt von ihrer eigenen Langweiligkeit. * Die Volksschauspielerin. Wie ist fieV Kreuzbrav. Wo trägt sie das Herz? Auf dem rechten Fleck. Aber andererseits wo noch? Auf der Zunge. Wie gibt sie's dem Dösen? Ordentlich. Was hat sie für Geruch? Erdgeruch. Aber was hat sie in der Kehle? Lachen und Minen. Und waS ist ihre Kunst? Ihre Natur. Diese jedoch ist wie? Vollsaftig. Und was sitzt ihr in ven Augen? Der » Schalk. Falsch! Der Schelm. Der Schalk sitzt ihr »vo anders, nämlich wo? Im Nacken. Na also! * Er ließ seinem Uebermut die Zügel schießen. Der wußte aber mit der Freiheit nichts anzufangen und tat, wie sich das fiir einen rechtschaffenen Uebermrrt geziWt, selten gut. . . * . Sie hat die beste Atemtechnik für Verliebtheit, ihr Vortrag seelischer Erschütterungen ist sehr ausgeglichen und besonders schön das Legato ihrer Zerrissenheit.. Nur de« Theatern. Burgtheater. Morgen, 7,8 Uhr abends, „Lady W t n d e r m e r e s Fächer". A t a b e m i e » v e a ' e t Morgen, 7a3 Uhr abends, »Der Liebhaber''. (Abonnement II Gruppe.) Operntveater. Morgen, 7 Uhr abends, „H e rnani" mit Kammersängerin Kurz und Herrn Grosav e S c u. An Stelle der angekündigten Vorstellung A n d r 4 C d b n i e r" gelangt SamStag „Der Rofenkavalter" zur Aufführung. V o l k s o p e r. Das nächste Auftreten Anne R o s e 11 e 8' erfolgt SamStag in der anläßlich der 100. Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft als V e r d t - F e i e r stattfindenden Festaufführung von „A t d a". Deutsches VolkStheater. Albert Bafferm a « n spielt morgen zum letzten Male den Konsul Bernick in „Die Stützen der G e ) e l l s ch.a f t". Sonntag, 7,4 Uhr nachmittags, „Iosephtne" mit Leopoldine Konft a n t i st und Jakob Feldhammer Theater in der I o f efstadt. Freitag zum 26. Male „Riviera" von Franz M o l n a r. Modernes Theater. Morgen, 8 Uhr abends, Erstaufführung von John GalSworthys Schaujpiel „S e nfation", deutsch von Leon Schallt. Grabsteinlegung für Esther Rachel Kaminska. In Warschau werden für den 26. d. anläßlich der Trauerfeier für die Kaminska nach den abgelaufenen 30 Tagen (Schloschim) Vorbereitungen getroffen. Am selbeii Tage wird ^auf dem Friedhof eine Gedächtnisfeier abgehalten und ein' Grabdenkmal enthüllt werden. Das Grabdenkmal in Marmor und Granit stimmt von Rubiglicht und Brodatti. Am Abend desselben Tages findet cittö feierliche Veranstaltung im Theater, das ihren Namen trägt, statt. Am Repertoire steht das Drama „Chasche, die Waise" von Jakob Gordin, besten Hauptrolle von der verstorbenen Künstlerin kreiert wurde. E Klavierabend Adolf Baller. Für diesen, Montag, den 25. d. im Großen Musikvereinssaal statifindenden Abend des 14jährigen Virtuosen, der jüngst am Konzert Michael Böhnens mitwirkte und großes Anstehen erregte» sind nur mehr wenige restliche Karten erhältlich. Beginn halb 8 Uhr abends. 9er Zusammenbruch der SDieliafitenlttmf. Die Haftung der Großbanken für die Deposttenbankgläubiger. Ein Senat des Oberlandesgerichtes unter dem Borsitz des Hofrates Dr. Springer (Referent Hofrat Doktor Bettelheim) hatte gestern das Urteil des Handelsgerichtes in. den von mehreren Gläubigern der Depositenbank gegen die fünf Großbanken auf Rückzahlung ihrer Forderungen an die Depositenbank angestrengten. Prozessen zu überprüfen. Es hatten mehrere Gläubiger der Depositenbank, teils Einleger, teils Kontokorrentgläubiger, gegen die fünf Großbanken, welche seinerzeit die Sanierung der Depositenbank durchführen wollten, Klagen beim Handelsgericht aus Bezahlung der Forderungen, die sie an die Depositenbank zu stellen hatten, angestrengt. lieber die Prozesse fand beim Handelsgericht eine Reihe von Verhandlungen statt, in deren Verlauf eine Reihe höherer staatlicher Funktionäre sowie eine. Reihe von Persönlichkeiten aus . dem .Bereiche der Banken vernommen worden waren. Es handelte sich bei den Prozessen um die Beantwortung der Frage, ob und. wie weit die Großbanken aus den seinerzeit am 6. Mai 1924 unö dann am 24. Juni 1994 veröffentlichten Cominuniqües.den Gläubigern der Depositenbank gegenüber hast bar zu »nachen sind. In der Berufung der Großbanken wird das Urteil des Handelsgerichtes seinem ganzen Inhalt nach angefochten und als Berufungsgründe geltend gemacht: unrichtige rechtliche Beurteilung der Sache und wesentliche Brrsahrensmän-gel. Es wird der Antrag gestellt, s ä m t l i ch e U r t e i l e des Handelsgerichtes, soweit in diesen Urteilen dem Klagebegehren Folge gegeben worden war, abzuändern und die gestellten Klagebegehren ahzuweiser». In der Berufung werden dann auch die einzelnen Fälle genau erörtert und der Nachweis zu führen gesucht, daß das Klagcbegehren auch nicht in einem einzigen Falle begründet sei. Die Vertreter der einzelnen Klagen haben ausführliche Berufungsmitteilungen erstattet und vertreten nach Wie vor den Standpunkt, daß die Großbanken nicht nur für di: neuen Einlagen, sondern auch für die vor dem 6. Mai 1924 gemachten Einlagen schadenersatzpflichtig sind. Der Vertreter der Großbanken, Dr. Adler, besprach in zweistündiger Red? in großen Zügen - die -Rechtslage eingehend und insbesondere die „Riare" von der Uebernahme der Depositenbank durch die Großbauken. Nur über-Andrängen der Regierung im Interesse der Volkswirtschaft, nur Wider Willen hätten sich die Großbanken in die Affäre der Depositenbank hineinziehen lassen. Insbesondere die Behauptung, daß sie es aus Geschäftsrücksichten, um die Konkurrenz der Depositenbank loszuwerdeu, getan hätten, sei vollkommen unsinnig, Tatsächlich seien die. Großbanken^ welchen diese StützungSaktion 230 Millionen Kronen kostete, Hineingel egt worden». In den Communiques hätten die Großbanken keinerlei Bürgschaft und Haftung für die Depositenbank übernommen und mußten schließlich, als sie sahen, daß es sich um ei« Danaidenfaß handle, in» Interesse der eigenen Aktionäre endlich mit dieser Stützungsaktion Schluß machen. Hierauf sprechen Dr. Tennenbaum, Dr. Klemperer, Dr. Gayerh a h n und Dr, I a k o b s o h n, welche den Ausführungen Doktor Adlers entgegentreteit und die Bestätigung des erstrichterlichen Urtci&vtoeguu Verschuldens der Großbanken beantragen. In vckr- - gexchckteri.Abendstunde.wurde die Verhandlung aogeschlossen. Das Urteil des Oberlandesgerichtes wird im schriftlichen Weg« bekanntgegeben werden. Sie Toiletten der Gattin und Theaterbesuche als Steoererhöhuugsgrüuve. Der Kaufmann Johann Schmid hatte fit seinem EinkoMmen'steuerbekenntnisse für 1922 die Koste« für den Lebensaufwand mit 54 Millionen Kronen angegeberr. In einem Vorhalt der Steuerbehörde wurde diese Ziffer als viel zu niedrig bezeichnet, weil die vorliegenden Nachrichten einen bedeutenden Lebensaufwand feststellen. ES mache die Gattin des Fatenien einen großen Aufwand von Toiletten, er besuche mit seiner Gattin.häufig Theater» Restaurants und Heurigenschänken, besitze ein Auto usw. Mit Rücksicht auf diese Lebensführung müsse angenommen werden, daß sein Lebensaufwand im Jahre 1922 mindestens 160 Millionen ausgenracht habe. In der Antwort auf diesen Vorhalt wurden die Angaben über die Toiletten der Gattin, Theaterbesuche usw. als übertrieben bezeichnet. Seine Gattin freue sich zwar, daß dem. Verfasser der an' die Steuerbehörde gelangten Nachricht ihre Toiletten so gut gefallen haben, aber wenn er sich die Toiletten näher angesehen oder in die Schneiderrechnungen Einsicht genommen hätte, so hätte er finden müffen, daß die Toiletten nur gut bürgerlich, aber keineswegs luxuriös waren. Die Theaterbesuche seien nicht häufiger gewesen als die eines Bürgers, dem Theaterbesuche ein kulturelles Bedürfnis und keinen Lurus bedeuten. Gasthausbesuche können schon gar nicht als Kennzeichen eines höheren Lebensaufwandes herangezogen Werder», denn es sei beka»»nt, daß das Essen im Gasthause billiger komrne als wenn man es sich zuhause bereitet. Und wenn man hie und da zum „Heurigen" gehe, so müsse man auch deshalb kein derartig hohes Einkommen haben, daß man für den Lebensaufwand allein 150 Millionen ausgeben konnte. Das Auto sei ein Geschäftsauto gewesen und wenn man cs nach Geschäftsschluß zu Privatfahrten benützte, so sei es dadurch noch kein Luxusauto geworden. Der Vorhalt wurde von der Steuerbehörde als durch diese Antwort nicht entkräftet bezeichnet und auch der Rekurs des Fatenten gegen die Einkommensteuerbemeffung wurde von. der Finanzlandesdirektion abgewiesen, weil die Schätzung nicht zu hoch erscheint. In der dagegen an den Verwaltungsgerichtshof eingebrachten Beschwerde wurde auch darauf hingewiefen, daß im Jahre 1922 die Lebensführung noch nicht so teuer war, wie jetzt. Jetzt müssen Geschäftsleute auf manches verzichten, was sie sich im Jahre 1922 leisten konnten, ohne einer luxuriösen Lebensführung bezichtigt werden zu können, vom Halten eines Geschäftsautos könne schon garnicht die Rede sein. Theaterbesuche als Stenererhöhungsgrund anzunehmen, wäre bedenklich, die Theater würden noch schlechter besucht sein als es jetzt schon der Fall ist. Der BerwaktungSgerrchtshof (Vorsitzender Vizepräsident Jenny) gab der Beschwerde Folge und hob die angefochtene Entscheidung wegen mangelhaften Verfahrens auf, weil die Steuerbehörde, wenn sie der Vorhaltsbeantworlung keinen Glauben schenke, verpflichtet sei, durch einen nochmaligen Vorhalt der Partei Gelegenheit zu geben, die behaupteten Widersprüche aufzuklären. 8iu gerichtliches Nachspiel r« deu Mdlinger VorsSlle». Vor einem Schöffensenat des Straflandesgerichtes hatte sich gestern der 29jährige Tischlergchilfe und Maschlnenaröeiter Johann Schlögl bau er wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung zu verantworten. Die VerhaMung steht im Zusämme»»hang mit der am 20. Mai v. I. durch Hakenkreuzler erfolgten Tötung des Mödlinger GemeinderateS'Leopold Müller. Am Nachmittag des 22. Mai v. I. ging der Kanzleidiener der Südbahnstation Mödling, Josef Schulz, über die Stratzbrücke, welche über das Südbahngeleise Mtmödling und Neumödling verbindet. Schulz stand in dem Rufe, ein Mitglied der nationalsozialistischen Partei zu sein und war deshalb wiederholt beschimpft und' mißhandelt worden. Ungefähr in der Mitte der Brücke wuÄe Schulz von zwei Männern von rückwärts gepackt und geschlagen. Die beiden Angreifer versuchten, Schulz über das eiserne Geländer der Brück« hinab auf das Bahngeleise zu werfen. Die beiden Angreifer warfen nun Schulz zu Boden und setzten die Mißha»»dlungen durch Schläge und Fußtritte fort. Erst dem Eingreifen zweier Gendarmen gelang es, Schulz aus seiner gefährlichen Lage zu befreien. Die beiden Angreifer flüchteten. Einer von ihnen, der den Augenzeugen durch einen roten Bauernjanker ausgefallen war, konnte jedoch festgenommen werden. ES war dies der angeklagte Johann Schlögl bau er. Bei dem Uebevfall hat Schulz einen Bruch ztveier Rippen erlitten. In der gestrigen Verhandlung gab der Angeklagte zu, dem Schulz, durch den er provoziert worden sei, zwei Ohrfeigen versetzt zn haben. Daß er dem Privatbeteiligten Fußtritte versetzt habe, stellte er in Abrede. Der Beschädigte, Schulz, gab alr Zeuge an, daß er schon seit ztveieinhalb Jahren aus der nationalsozialistischen Partei ausgetreten sei und sich seicher nicht mehr politisch betätigt habe. Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten schuldig und verurteilte ihn'zu sechs Monaten einfachen Kerkers, perschärft mit einen» harten. Kager morratlichi

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.