Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2483 (21.1.1926)
- Date
- 1926-01-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981570--25299-3012930- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 2483 Wen, Donnerstag fftfenev Sie jüdische Nalionalveksommlung. Die Begrüstung durch die Zionistische Exekutive. lEigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Jerusalem, 19. Jänner. Die Begrüßungsdepesche der Zionistischen Exekutive an die Afsefath Han'wcharim lautet: „Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung der Versammlung, dre nicht nur für den Jischuw, sondern auch für das gesamte Judentum der Diaspora bedeutsam ist. Wir sind fest davon überzeugt, daß die Versammlung von der Klugheit und dem dem Jischuw eigenen Verantwortungsgefühl durchdrungen sein wird. Der Präsident der Zionistischen Organisation bedauert, daß er infolge wichtiger Besuche im Ausland an dieser Veranstaltung nicht persönlich teil* nehnrerr kann." Die Botschaft wurde von Kolonel Kisch verlesen. Professor Couchoud Wer das jüdische Werk begeistert. Jerusalem, 19. Jänner. Aus Paris wird gemeldet, daß Professor Ccuchoud, der Inhaber des Lehrstuhles für alte Geschichte an der Sorbonne, nach seiner Rückkehr von einem Besuch in Palästina einen begeisterten Bericht über das jüdische Aufbauwerk in Pa ästina erstattete. Daß auch viele französische Juden beginnen, sich lebhaft für das jüd'sche Pa astina zu interessieren, zeigte sich deutlich bei einem Bortrag, den der christliche Gelehrte auf Einladung der Geselllcha'1 „Schemer Israel", einer Vereinigung orthodoxer antizionistischer Juden, hielt. Professor Couchoud führte einer zahlreichen Zuhörerschaft die „Wunder" vor Augen, tvelche sich in dem Leben des heutigen Pa astina ge gen, und antwortete dann auf Fragen und Einwendungen. Zum Schluß der Vorlesung schlug er vor, eine französisch-jüdische Fahrt nach Palästina zu veranstalten; alle Teilnehmer sollten vorher etwas Hebräisch lernen. Juden von Marmorosz studieren die Kolonisati onsmö«*licbkei ten. Jerusalem, 13. Jänner. (P. C.) Eine Grupps von 102 Familien in Marmorosz hat eine Delegation von vier Personen vorausgeschickt, we'che die Möglichkeiten der Ansied l u n g i m E m e k I e s r e c l ernsthaft prüfen soll. Die Kolonisationsexperten der Zionistischen Exekutive halten diese Gruppe für besonders geeignet zu landwirtschaftlicher Arbeit, da alle seit ihrer Jugend einfache Farmer und an ein sehr bescheidenes Leben gewöhnt sind. Es ist vorgeschlagen worden, zunächst die größeren und reicheren Familien dieser Gruppe wenn möglich aufKeren- K a j e m e t h - B o d e n anzusiedeln; man hofft, daß die Mehrzahl der Siedler 250 bis 300 Pfund Sterling zur Verfügung haben wird und daß der Keren Hajessod einen gleichen Betrag, soweit im Rahmen des jetzigen Budgets möglich, hergeben wird. Der enMch-Mische Gemclnveverkand. , London, 20. Jänner. (I. T. A.) In der am 17. d. statt- ^echndenen Sitzung des Jewish Board of Deputies (Deputiertenrat der englischen Juden) wurde die Wahl des neuen Präsidenten an Stelle des vor kurzem verstorbenen H. S. Q. Henriques vorgenommen. Es standen, wie schon berichtet, vier Kandidaten zur Wahl: Kolonel Charles Waley Cohen, Präsident des Parlamentskcmsiees; Mr. O. Es Ubtrf lUaalt durch gen Renomee. se ne res ge W'rkune der echte DIANA- Franzbranntwein mit M«nthol säntl'che ausländischen Erzeugnisse und Hausmittel. An Narvoait&t und Kop'sch«erzen Leidende wenden nur eilte Massage an, um sich zu erfrhihen und ihre ermüdende lagesarbeit fortsetzen zu Können. Leberall arhttltllch! es E. Mvigdor Goldfmid, Vizepräsident des Board; Mr.Felix Rose und Mr. Joseph Prag. Die Wahlhandlung leitete Mr. Jacobs. Ter provisorische Präsident des B ard, Lord Rothschild, hat sich wegen Krankheit entschuldigen lasten. Das Resultat der Wahl war: O. E. d'Aoigdor Goldsmid erhielt 76, Prag 44, Waley Cohen 38, Rose 2 Stimmen. Mr. l^oldsmid, der somit als gervähll ersch en, dankte für de Wahl und erklärte, er werde den Traditionen des Board gemäß weiter Arbeiten. Hinauf wurde der Bericht des Jeint Fore'gn Commitee (Komite-i für auswärtige jüdische Angelegenheiten) verlesen. Ter Bericht verweist mit Genugtuung auf die Freisprechung Steigers und gibt kund, daß Schritte unternommen wurden, um die Lage der Juden in Damaskus zu erforschen. Endlich wird die Entscheidung des Völkerbundes ira Falle des ungarischen Numerus clausus bekamügegeben. Mr. S. Rowson beantragte im Interesse der Oekonomie und der geweigerten Le stungsfähigkeit, den Jewish Board of Deputies und die Anglo Jew'sh Astociatiou zu fusion'eren. Es entwickelte sich eine sehr lebhafte Debatte. Einige Vertreter der Assoziation führten gegen die Vereinigung ins Treffen, daß die Assoziativ» Erziehungsarbeit in verschiedenen Teilen der Welt, wie in Marokko und Ceylon, leistet, die demi Bereich des Board fernliege. Auf Vorschlag des Präsidenten' d'Av'gdor Goldfmid wurde d'e Entscheidung über diesen Antrag auf sechs Monate verschoben. Es wurde Arie Begrüßung des Präsidenten des südafrikanischen Deputiertenrates, Mr. Alexander, verlesen, in welcher ansgedrückt wird, die südafrikanische Juderrhcit tvolle im Interesse!der Behebung der Judennot mit allen europäischen Organisationen, wie Board, Astociatiou. All'ance usw., Zusammenarbeiten. «Kein sie würde es vorziehen, mit einer geeinten jüdischen Organisation zu verhandeln. Man möge in Sachen der jüdi'chen Hilfe konzentrisch Vorgehen und feine geographischen Unterschiede machen. Für den Ml chen Busbaufond. London, 20. Jänner. (I. T. A.) Der 2500 Mitglieder zählende Order of Ancient Maccabeans hat beschlossen, in diesem Jahre ein Pfund monatlich für jedes Mitglied zum Keren Hajespd üe'zuiragen. Am 22. d. findet hier ein Meeting für den Keren Hajestod statt, auf we'chem Bialsik, Dr. Schmarjahu Le Win und Sir Alfred M o n d, der Präsident des britischen Keren-Wajessod- 21. Jänner 1926 m» | Komitees, als Redner austre:en werden. Bialik und Doktor l Lewin begeben sich von hier aus, wie schon gemeldet, nach * Amerika. Sie Sioniflen tterfolsune in Rußland. Unparteiische Arbeiter. Moskau, 18. Jänner. (I. T. A.) Die in Kiew soeben beendete unparteiische A r b c i t e r k o n f e r e n z, der 660 Te'cgierle beiwohnten, nahm einen scharfen Beschluß gegen die in Rußland legalisierte Organisation Hcchalnz an. Es wird gesagt, daß diese Organisation eine legalisierte zionistische Organisation in der Sowjetunion darstellt und vermittels ihrer Literatur eine schädliche zionistische Propaganda betreibt. Während andere konterrevolutionäre Organisationen — heißt es in dem Beschluß weiter — vollkommen lahmge^egt sind, dürfen die Zionisten weiter aktiv sein. Die Konferenz sieht in jeder Form des Zionismus, sogar m den sozialistisch-kommunistischen Gruppen, einen Herd der Konterrevolution und fordert die zuständigen Behörden auf, dieser antisowjetistischen Arbeit ein Ende zu machen. Litwakosf gegen den Zionismus. Moskau, 18. Jänner. (I. T. A.) Die führende jüdischkommunistische Zeitung „Emes" bringt einen Artikel von Liiwa - koff,.in welchem dieser erklärt, daß in Sowjetrußland der Hebräismus als Mittel zum Kampf gegen die Sowjets verfolgt wird. Er west auf den Beschluß des Bolksbilduugskominissariates vom Juli 1919 hin, laut welchem der Unterricht der hebräischen Sprache in den oberen Klassen auf Kosten der Eitern der Schüler sowie auch hebräische Kurse nach einem bestimmten Programm erlaubt sind. Er schließt die Betrachtung mit der Erklärung, nicht die hebräische Sprache, auch nicht andere Kulturbestrebunoen werden verfolgt, sondern einzig und allein der antisowjetistische kämpferische Zion i s m n s. Sin Santschreibe» Stevhru Wi^es. New-Aork, 20. Jänner. Wie bereits berichtet, hat Stephen W i s e dem Drängen der amerikanischen Zionisten nachgegeben und die Führung in der Fiinfmittioner.dollaraktion für Erez Israel wieder übernommen. Aus diesem Anlaß richtet Dr. Wise in der amerikanischen Presse ein o f f e n e s S ch r e i b e n an alle Zionisten, das folgenden Wortlaut hat: „An meine zionistische Freunde! Da es noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, dis ich die zahlreichen brieflichen und telegraphischen Kundgebungen, die mir im Lau'e der letzten zwei Wochen von Zionisten aus oem ganzen Lande zugekommen sind, beantworten kann, möchte ich hiermit allen meinen zionistischen Freunden, mit denen ich seit so vielen Jahren zusammenarbcitc, für das mir bekunvetr Vertrauen und die mir zum Ausdruck gebrachte Liebe meinen innigen, herzlichen Dank aussprechen. . Unser großes, erhabenes Ziel kann sich keine Gefühle von Zorn oder Verärgerung gestatten. Wir wollen uns alle mit Leib und Seele der großen Aufgabe widmen, die wir mit unserem vereinigten Appell für Erez Israel aus uns genommen haben und mit unserem Enthusiasmus und unserer Opferfreude den eigentlichen Zweck unserer Mühe und Arbeit —- ben Ausbau des jüdischen Natronalheime3 in Err, Israel — zu endgültigem, vollständigem Sieg führen. Dr. Stephen S. Wise." „Amerika, wie ich es sah." Von Anitta Müller-Cohen. Am Dienstag hielt im Hause der Industrie Frau Anitta Muller-Cohen einen Vortrag über die Amerikareise, welche sie kürzlich über Einladung einiger großer amerikanischer Organisationen unternommen hat. Frau Anitta Müller- Cohen hat Amerika mit der ihr eigenen Lebhaftiakeit und Schärfe geschaut und sie verstand es, ihrem Publikum einen ungemein lebendigen Eindruck über das von ihr Gesehene und Erlebte zu geben. Nachstehend geben wir jenen Teil ihrer glänzenden Ausführungen wieder, welche sich auf die Lage Amerikas, seine Ausgaben Europas gegenüber und auf sein Menschentum beziehen. Die jüdisch-politischen Beobachtungen Anitta Müller-Cohens in Amerika haben wir erst jüngst in einem ausführlichen Interview behandelt. Vor allem ist es das kolossale, atemraubende Tempo, welches in Amerika verblüfft und mitreißt. Es gibt für den Amerikaner nur em Vorwärts, dem er, mit ungeheuerer Energie und Arbeitsentfaltung, ohne Sentimentalität, ohne Schwäche und ohne Rückblick, zujagt. Ameviika ist das Land ohne Mittelalter. Es hat freiwillig Vorurteile aufgegeben, oder besser, es hat vermieden, Vorurteile anzunehmen, welche wir erst langsam, unter dem" Truck der Notwendigkeit aufgeben mußten. In diesen! Müssen, im Gezwnngensein aber liegt immer die Wurzel nie erlöschender Bitterkeiten. Ungeheuer ist der Reichtum dieses prachtvollen, vielgestaltigen, vielseitigen Landes. Es ist reich, nicht nur an Geld, sondern vor allein an Daseins- und Entwicklungsmöglichkeiten. Amerika hat die Zukunft. In der Art, wie es arbeitet, wie die Quellen des Reichtums, über die es verfügt, von jeden! einzelnen ausgenützt werden, liegt die Gewähr dafür, daß es seine vorherrschende Stellung nie wieder aufgeben wird. Wir in Oesterreich kennen immer nur eine gewisse Sorte von Amerikanern, die Vergnügungsreisenden, die hierherkommen, um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben. Das gilt von den Männern, wie von den Frauen. Was für starke, aufrechte, energievolle, zielbewnßte Menschen die Amerikaner sind, das sieht man erst, wenn matt in ihr Land geht und dann erkennt man auch, wieviel gerade wir von ihnen lernen könnten. Es wäre gerade für Oesterreich und für Wien von unschätzbarem Vorteil, wenn cs gelingen könnte, einen engeren Kontakt zwischen Oesterreich und Arnerika herzustellen, der ein besseres Sich-kennen-lernen zum Ziele hätte. Der schnelllebige Amerikaner vergißt sehr rasch. Er hat in den letzten Jahren Wien immer nur als den Bettelmann kennen gelernt, als die Stadt voll Not und Hunger. Er hat darüber vergessen, daß diese arme Stadt auch wundervolle Reichtümer hat, kulturelle Kostbarkeiten, landschaftliche Reize, und daß in ihr ungeheuere Arbeitsmöglichkeiten durch die Not verschüttet wurden, die aber der ganzen Welt dienstbar gemacht werden könnten. '■ Die große Zukunftsfrage ist die Frage des Weges. Auch für Oesterreich ist es eine Frage von Lobenswichtigkeitp welchen Weg es einschlagen wird. Es wäre aber aut, auch dem Auslande gegenüber zu betonen, welchen Weg Nur gehen tvollen, und den Amerikanern die Orientierung in österreichischen und europäischen Fragen zu erleichtern. Amerika hat viel übrig für Oesterreich, wenn auch diese Liebe von einer eigenen Art ist, so wie der große starke Bruder sie dem kleinen, schwachen gegenüber fühlt. iAmerika ist der Gewinner des Krieges. Nicht nur darum, weil es aus der Seite der Entente stand, sondern weil! der Krieg, der alle anderen Teilnehmer in Mitleidenschaft gezogen hat, ihn! nur eine hohe wirtschaftliche Entwicklung und einen ungeheueren Reichtum bracht«. Amerika ist sich aber seiner Verpflichtung bewußt, die es! Europa gegenüber trägt. Das Wort „Noblesse obligeJ heißt in der Sprache amerikanischer Mentalität „NicheH'e oblige". Amerika weiß aber auch, daß man einem Kontinente nicht durch stete Geldspenden helfen kann, sondern! daß man ihm vor allem Existenzmöglichkeiten schaffen muß. ES strebt deshalb vor allem die Errichtung von Kremtkassen, Kooperationen und alle anderen Forrnen der produktiven Hilfe an. In Amerika bekommt man oft den Vorwurf zu hören, daß in Oesterreich zu weng gearbeitet wird und daß die Diskussion hieck d'e Produktion erschliiat. Es ist unendlich schwer, dem Amerikaner, der in einem schier unabsehbar großen Absatzgebiet uw einen! Produksionslaud von ungeheurem Reichtun! arbe'te». kürzumachen, daß es in Oesterreich unzählige tätige. arbeiWwillige Hände gibt, d'e fe'ern müssen, weil dem Wirtschaftsleben neben dem Kapital auch noch seine beiden wichtigsten Lebensadern, Absatzgebiet und Rohstofserzeugung, genommen wurden. Das ist es ja auch, was den Oesterreicher in Amerika so traurig macht und mit sehnsuchtsvollem Neid erfüllt. Nicht der gr ße Reichtum der einzelnen, so Zahlreich diese auch vertreten sind, aber der Umstand, daß Arbeitsmöglichkeiten füralle da sind, daß niemand, der arbeiten kann und tvill, darben, hungern und feiern muß. Man trifft selten einen Amerikaner, der nicht mit Stolz sagt: „Imake my living". Das, ivas wir hier als Utopie ansehen müssen, als fernen, unerreichbaren Traum, ist dort Selbstverständlichkeit. Aus diesen! Reichtum an Arbeit heraus aber resultiert der Wohlstand der Massen. Der Arbeiter kann sich drüben weit mehr Genüsse als selbstverständlich leisten, als bei uns se'bst der wohlhabende Manu. Und noch ein Umstand fällt gerade dem Oesterreicher aus. ihm, der als Bewohner der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie gewohnt ist, in der Nationalitätenfrage eine Quelle steten Haders und des Zerfalles zu sehen. Die Amerikaner, die doch ein Gemisch aus allen Rassen und Völkern darstellen, sind verschmolzen zu einer großen Nation, zum Amerikanismus. Bei aller Toleranz gegenüber den besonderen Eigenheiten der einzelnen Gruppen, bei allem gegenseitigen Verstehen und Dulden haben sie sich doch so ganz aufeinander eingestellt und fühlen sich nicht mehr als Angehörige ihrer alten Heimatsvöller, sondern als Bürger des neuen großen Landes, das sie mit Stolz lieben.! * '' lH'tWii Toleranz ist es, die den Amerikaner sin hohem Grade auszeichnet. Amerika ist das Herz des Weltkapitalismus. Man würde aber irren, wenn man glauben ivürde, daß gerade in diesem- Sitze der gesteigerten kapitalistischen Wirtschaft jene schweren Klafsenkämpfe anzutrefsen sind, welche gerade heute in der Zeit seines wirtschaftlichen Niederganges zu den schwersten europäischen Problemen gehören. Gewiß gibt es in Amerika eine große herrschende Klasse, die Reichen, und nirgends ist man ohne Geid so arm, so verloren, wie gerade in Amerika. Aber dir jeder Tag neue Reiche schaffen kann und da jeder die Lebensgeschichte der amerikanischen Multimillionäre kennt und iveiß. daß zum Beispiel Ford ein einfacher Arbeiter gewesen ist und sie alle oder doch zumindest ihre Väter ganz kein begonnen Halen, so ist die Ueberhebung der Reichen und der Neid der Armen nicht so groß und kraß, denn jeder hofft, es einmal ebenso weit zu bringen wie der Reiche, der für ihn nicht der ewige Widerpart, sondern viel eher das erstrebenstverte Vorbild ist. Und diese Möglichkeit des Schaffens, des Emporkommens