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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-19 · Heft 2481 (19.1.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2481 (19.1.1926)
Date
1926-01-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 2181 W'en, Dienstag ...--.. ....... %tt Prozeß Wmbmg kontra Frtttch. Hamburg, 16. Jänner. Der PrivatbeleLigungsprozeß Max W a r b u r g-Doktor Melchior gegen den Herausgeber des „Hammer", Theodor Fritsch, hat heute vor der Hamburger Strafkammer in der Berufungsinstanz begonnen. Fritsch ist persönlich zur Verhandlung erschienen und hat zu seiner Assistenz den Hamburger BürgerschsttSabgeorrmeten und Rechtsanwaü Dr. Jacobsen bestellt. Die ebenfalls persönlich erschienenen Kläger Max Marburg und Dr. Melchior werden vertreten von den Rechtsanwälten - Dr. Bartning und Dr. Samson (Hamburg). Den Vorsitz führt der Landrichter Dr. Waldow. Obschon der Prozeh mehr als zweieinhalb Jahre schwebi, stellt der Vertreter des P r iv a t b e k l a g t c n zu Beginn und im Verlaufe der Verhandlung zwei V e r t a g u n g 3 a n t r ä g e, die jedoch vom Gericht als unbcgrünöet abgelehnt werden. Schließlich kommt man nach Verlesung der inkriminierten Artikel v'S „Hammer" sowie des Handzettels zur verantwortlichen Vernehmung des Privatbeklagten. Bei der Besprechung der eirrzelnen beleidigen-- den Behauptungen verhält sich Fritsch äuherst zahm und friedfertig. Man gewinnt den Eindruck, als hätte er die betreffenden Wendungen bei Durchsicht der Artikel überlesen. Er behauptet, er habe den Kläger nicht persönlich, sondern als Angehörigen des W e l t j u d e n t u m s treffen wollen. Fritsch hatte zum Beispiel behariptet, Marburg sei für das Verbleiben der englischen Besatzung in Köln verantwort!lch. In der Verhandlung erklärte Fritsch das aber so: „Marburg habe sich bimst vielleicht sogar um das deutsche Volk verdient geinacht, weil er die Besetzung dieses Gebietsteiles durch die Franken auf diese Weise verhindert habe." „Man hält das allerdings in dm Artikel fegen tönueit. Das ist aber ein Mangel des betreff e n d e n M i t a r b e i t e r s, von denr die Information stammt," sagt Herr Fritsch. Solche Zn rückzieh er macht Fritsch bei ziemlich allen seinen Angriffen und. Behauptungen. Er beschränkt sich in der Hauptsache aus W e l t a n s ch a u u n g e n, T a l m u d und Ausrede u. Max Marburg äußerte sich ziemlich eingehend. „I ch bin stoIz dar auf, Jude zu sein. In der jüdischen Religion finde ich die schönsten Sittenlehren, die auch im Christentum wiederkehren. Liebe deinen Nächsten. Bei diesem Grundsatz habe ich keinen Unterschied in der Religion gekannt. Das Hab ich genügend bewiesen. Ich habe niemals Diplomaten ausgebildrt, obwohl es vielleicht sehr nützlich gewesen wäre. Das Hamburger Institut für auswärtige Politik hat mit der Ausbildung jüdischer Diplomaten gar nichts zu tun. Seinem Kuratorium gehören u. a. an Fürst Bülow und Graf Brockdorff-Rantzau. In den Frieden sverhandlungen in Stockholm mit dem russischen Delegierten Protopopoff im Jahre 1916 habe ich nicht teilgenommen. Mein Bruder, Dr. Fritz Marburg, mit dem ich bei diesem Vorwurf verwechselt werde, hat eine Unterredung mit Protopopoff auf Wunsch des deutschen Gesandten in Stockholm gehabt und dabei sicher alles getan, um einen Separatfrieden herbeizuführen. Di-e amerikanische Reichsbank, die Federal Reserve Board, die mein Bruder mitbe- ■ gründet hat, untersteht nicht jüdischem Einfluß. Die Direktoren sind meist Christen. Von diesen finanziellen Dingen verficht Herr Fritsch wirklich nichts. Nach Fritsch ist der Kapitalist Ford produktiv, die jüdische Finanz ist es nicht. Es gibt aber keinejüdischeundkeknechristlicheFinanz. Auf die englische Besetzung der Kölner Zone hatte ich gar keinen Einfluß. Auch mit der Ernennung Cunos zum Reichskanzler hatte ich nichts zu tun. Diese gehässigen Aeußerungen sind in böswilliger Absicht irr die Auslandspresse gebracht und wurden von deutschen Journalisten übernommen. Ich war niemals eigentlicher Beamter des Auswärtigen Amtes. Ich bin mit in Versailles getvesen, wohl die unangenehmste Aufgabe, die man haben kann. Die Kriegsentschädigung in der Höhe von 100 Milliarden Goldmark ist von der ganzen Finanzdelegation vorgeschlagen worden. Dieser Plan hätte uns, wenn er von der Entente angenommen worden wäre, vor dem jetzigen Elend bewahrt. Seine Voraussetzung war der Besitz der Kolonien, unserer Schiffe, Oberschlesiens und der abgetretenen Gebiete im Westen sowie Freiheit der deutschen Wirtschaft. Tatsächlich bedeuten diese 100 Milliarden nur 30 bis 40 Milliarden, weil sie zinsfrei sein und sich ans ein Menfchenalter verteilen sollten. Der Antisemitismus und seine Unterstellungen machen es jedem Anständigen unmöglich, für sein Vaterland ehrenamtlich tätig zu sein. Es kann nicht ruhig hingenommen werden, wenn einzelne Bürger in den Schmutz gezogen werden, wie es hier geschehen." Dr. Melchior fühlt sich beleidigt durch den im Zusamuumhang kaum .mißzuverstehenden Vorwurf der Grenzübersch rei tu ng ohne Durchsuchung. Wenn Beamte der deutschen Regierung oder Herren mit Spezialrniffion die Grenze überschreiten müssen, dann echalten sie einen Ministerialpaß, der sie gegen Untersuchung schützt. Dr. Melchior ist Mitglied der Waffenstillstandskvmmiffion und der Finanzdelegation. Hierauf stellt der Vertreter des Privatbeklagten 33 neue Beweise«träge und begründet sie eingehend. Ein Teil dieser Begründungen ist bis zum Abschluß des ersten Tages vorgenommen worden. Die Begründung der letzteren Anträge dürfte den zweiten Berhcmdlungstag ausfüllen. Mae aeijeimndvolle MordaWe. Moskau, 16. Jänner. (I. T. A.) In der Nähe des Dorfes Smiirkhowaka, Distrikt Bobruisk, in Weißrußland, wurden die Juden Hel man und Grodezky von Huligans ermordet. Die Bevölkerung des Ortes behauptet, die Mörder zu kennen, vertragt aber nicht der Dorfpolizei, und fordert, daß der Staatsanwalt persönlich komme, um die Untersuchung zu leiten. Die örtlichen Polizeibehörden werden beschuldigt, die Verbrecher schonen zu wollen. Sie haben die Angaben der Ortsbewohner nicht an die höhere Behörde geleitet. Die örtliche Bauernschaft entsandte eine Abordnung nach Bobruwk, die die oberen Behörden veranlassen soll, das Justizwesen in der ganzen Gegend einer eingejende« Untersuchung, zu unterziehen. ** __Steuer Morstenzeit„i*i Snland. Ter Rachfol er Maloja«. Tex langjährige Sektionschcf im Außenamt, Franz Peter, ist zum Generalsekretär für die auswärtigen Angelegenheiten bestellt worden. In dieser E'genschast wird er den inneren Geschäftsgang des Außenamtes zu leiten und dem Bundeskanzler, dem bekanntlich die Führung der auswärtigen Politik obl.egt, zur Seite zu stehen haben. Kollmann« ÜladToInet in Baden. Hotelier Bruffatti — Bürgermeister. Aus Baden wird uns gcmeld.'t: Die Wahl des Bürgermeisters von Baden, Josef Kol!mann, zam Finairzminister hatte zur Folge, daß Kollmann gestern seine Demission als Bürgern: er st er ds Kurortes Baden in einer außerordentlichen Sitzung des Gemeinderates gab. Die Sitzung war für Baden ein außerordentliches Ereignis Die Galerien waren stark besetzt, als Bizebürg:m elfter B r u s j a t t i die Sitzung eröffnete. Nachdem der Vorsitzende den Zweck der Sitzung erklärt hatte, ergriff Finanzmin.ster Kollmann unter allgemeiner Spannung das Wort. Er führte unter anderem aas: „Der Nationalrat hat mich für einen anderen Posten bestimmt. Ich bin mit schwerem Herze n diesem Rufe gefolgt. Rech schwerer scheide ich von d:m Posten des Bürgermeisters von Baden, den ich fünf Jahre das Glück und die Ehre hatte, zu bekleiden. Ich werde selbst weiter den: Gemeiuderat von Baden angehören und jede mir zur Verfügung stehende Zeit dem Dienste der Gemeinde wibnlen." Bizebürgermeister B r u s s a t I i gab in bewegten Worten sein Bedauern darüber Ausdruck, daß Bürgermeister Kollmann durch seine neue Würde gezwungen sei. ans das Bürgermeistermandat zu verzichten. Er feierte den Bundesminister Kollmann als prominente Persönlichkeit, deren Ruf nicht nur in Baden bekannt, sondern wett über die Grenzen des Landes hinausgedrungen sei. Hierauf wurde über Vorschlag des Finanzministers Kollmann der bisherige Bizebürgermeister, Kommerzialrat Alois B r u s s a t t i, mit 37 Stimmen zum B ü r g e r m e i st e r gewählt. Zwei Stimmzettel blieben leer. Die Wahl wurde mit großem Beifall ausgenommen. B r u s s a t t i dankte mil wenigen Worten für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und erklärte, kein Programm entwickeln zu »vollen. Da er bereits 23 Jahre dem Gemeinderat angehöre und 21 Jahr« Äs Vizebürgermeister tätig sei, habe man sein Programm zur Genüge kennen g.'lernt. Bezirkshanplmann Dr. Pilz rrahm sodann dir Angelobung vor. Der sozialdemokratische Gemeinderat Dr. Justiz erklärte namens seiner Fraktion, daß diese dem Bürgermeister Brussatti nur aus Wertschätzung für seine Person die Stimmen gegeben habe. Sie werde aber weiterhin in der Opposition verharren, da sie überzeugt sei, daß der Geist Kollmanns in diesem Saale nach wie vor herrschen werde. Zu Bizebürgermeistern wurden die Herren Karl Gleichweit, landwirtschaftlicher KommerziÄrat und Vizepräsident deS Hauptverbandes der Weinbautreibenden Oesterreichs Hoftat Zeiner und Karl Berka gewählt. Nach Schluß des Wahlaktes wurde vorn Genremderatsausschuß über Antrag des Burrdesministers Kollmann die Aufnahme eines Kredits von 80 Millionen Krone:: zur Errichtung eines neuen Strandbades im Helenental einstimmig angenommen. * Der Finanz, und Bndgetausschnß hält Donnerstag eine Sitzung ab, auf deren Tagesordnung unter anderem die Ersatzwahl für den zum Finanzminister gewählten Obmann- Stellvertreter d:s Ausschuffes, Kollmann, die Verlängerung des Bauaufwandbegünstigungsgesetzes, der Person Ästeuemovelle, die Aendcrung des Steuer- und Gebührenbegünstigur^sgesetzes und die Novelle zum Geldinstitutszentralengesetz steht. Wie verlautet, wird der neue Finanzminisier gelegentlich der Beratungen der Personalstenernovelle eine längere Programmerklärung abgeben. kr. zimmrnnan kür ein «MelenropSWer Wirlschaftrvrogramm. Für die Zusammenarbeit der Notenbanken und der Berkchrsinstitute. In einem Interview, das Generalkommissär Dr. Z i m-> metmati der „Prager Presse" zur Verfügung stellt, machte er unter anderen: folgende Mitteilungen hinsichtlich der Entwickln ng der zentraleuropäischen Wirtschaft: „Der Förderung der zentraleuropäischen Wirffchafttbez'e- Hungen scheint mir am besten ein s ch r i t t w e i s e S Borgehen zu entsprechen. Es hat keinen Sinn, alles auf einmal durchführen zu wollen; der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen kann meiner Ansicht nach n u r a l l m ä h l i ch erfolgen, wenn er zu Positiven Resultaten führen soll. Die vielfach erhobene Forderung nach Einführung von Präferenzialzöllen zwischen Oesterreich und den Nachbarstaa en erscheint mir praktisch schwer durchführbar. Die Frage der Präferenzzölle ist kein rein zentraleuropäisches Problem, sondern ein Problem, das eigentlich die ganze Weltwirrschaft betrifft. Aus diesem Grunde erscheint mir eine allgemein annehmbare Lösung dieser Frage als schwierig. Meiner Auffaffung würde es entprechen, wenn von allgemeineren Plänen zugunsten praktisch-technischer Arbeit Abstand genommen werden würde. Aus einer Reihe Dins jüdische Haus | as jüdische Blatte _19. Jänner 1926 Seite 8 ilhre Gesundheit können Sie vollständig wieder zurückcrlangen, von allen Ihren Schmerzen werden Sie gründlich befreit, wenn Sic DIANA- FRANZBRANNTWEIN mit Menthol äusserlich zu Einreibungen, innerlich, auf /.uckcr, tropfenweise genommen, verwenden. Das beste Hausmittel. __Leberall erhältlicht von Gebieten erscheint mir ein Ausbau der Zusam* incnarbeitder zentraleurop äIschen Staaten mögiich. So beisp elsweise aus dem Gebiete des E i s e n b a h n- Wesens, der P o st- und Telephon Verwaltung und der D o n a u s ch i f f a h r t. In allen diesen Bereichen dürfte eine, gegebenenfalls unverbindliche, p e r i o d i s ch e Z u s a uu m e n ku nfr der lestcrden Faktoren für alle beteiligten Länder mannigfache Erleichterungen und Vorteile bringen. kör:neu. Selbstverständliche Voraussetzung wäre, daß hiebei alle politischen Momente ausge'chaltet blieben und daß d'ese technischen Konferenzen sich ausschl.eßlich aus ihren Berwaltuugtzbereich beschränken würden. En ähnlicher Versuch ließe sich vielleicht auch in der Frage der Zusammenarbeit der zmwcileuropä scheu N o i c in-- banken machen. Die Notenbanken sind die Regulatoren der gesamten Volkswirtschaft und durch eine Zusainmenaröeit der leitenden Faktoren ließe sich wohl manche Erleichterung auf wirtschaftlichem Gebiee erzielen. Meiner Auffassung nach wäre cs nicht no wendig, zu warten, bis und ob sich sämrliche zentraleuropäischen Staaten über diese Konferenz ge einig: haben. Hauptsache wäre, daß zwischen einzelnen Sawen e i n Anfang gemacht wird, und zwar möglichst bald. Der zweifellos günstige Einfluß solcher prakti'chen Konferenzen würde sich wohl bald allgenrein fühlbar machen und mit der Zeit immer weitere Kreise ziehen. Neues aus der „Akbetter-zeitung". Das Zentralorgan der österreichischen Sozialdcmokratie kann anscheinend ohne Anpöbelung der Juden nicht leben. Ein antisemitischer Ausfall in der Woche stellt ein lebensnotwendiges Minimuni dar. Irr der vergangenen Woche hat es sich mehrere geleistet. Zwei der geistlosesten, dafür saftigsten, seien hier verzeichnet. Einmal wird der Wiener Oberrabbiner Prof. Dr. C Hajes auf einem Bilderbogen zusammen mit katholischen Geistlichen als Kinder mißhandler und Prügelpadagoge dargestellt. Wer Professor Chajes kennt, wird das Ausmaß dieser Büberei richtig einzuschätzen wissen. Das andere Mal wird das Rundschreiben eines jüdischen Tanzklubs glossiert. Das Rundschreiben selbst ist läppisch gehalten, ganz im Uu=> geist der Tanzidiotie, welche auch unter den Juden ekelhaft grassiert. Aber die Begleitworte der „Arbeiter- Zeitung" sind dem Wortschatz eines besoffenen Hakenkreuzlers entlehnt, der bei jeder Gelegenheit sein „Polnischer Jud'" und „Galizianer" gröhlt. Die „Arbeiter- Zeitung" schreibt: „Dieser Schrei aus den:, goldenen Judenberzen ist einmal Ausspucken, wert. Die meisten Mitglieder des Klubs „Schwarz-Weiß" — der Genosse, der uns das Dokument übermittelt, fragt, ob das eine Anspielung auf die Fingernägel sein soll — dürften ja ihre Borkriegskultur in den Gefilden Galiziens genossen haben!" Was sich die zahlreichen aus dem „Osten" stammenden „Genossen" bei der Lektüre dieser Auslassungen ihres Leibblattes wohl denken mögen? Biele werden das tun, was die Hansjvden in ihrer Heimat taten, wenn der polnische Schlachtschitz sie anspuckte. Sie werden sich das Gefickt abwischen. Hausjud bleibt Hausjud, ob schwarz oder rot. Aber einige dürften doch weiter denken. Um dieser willen sei die „Arbeiter- Zeitung" bedankt. __ Si« -andelrvertragsverhandlungen mit Ungarn. Die Handelsvertragsverhandlungen mit Ungarn sind gestern wieder ausgenommen worden. Nach der ersten Sitzung wurde ein Subkomitee zur Besprechung der einzelnen noch offtnen.Positionen eingesetzt. In den nächsten Tagen werden täglich Sitzungen stattfinden. Nach mehr Akbeitrlose. In der ersten Hälfte des Monats Jänner ist der Stand der unterstützten Arbeitslosen in Wien um 3 411 auf 95.117 gestiegen. In dieser Ziffer sind die im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe stehenden 4819 Arbeitslosen (gegenüber Anfang Jänner pllls 47) nicht inbegriffen. Bei den A n g e st e l l t e n zeigt sich ein R ü ck g a n g der Unterstützten uni 576 auf 10.741. Die Zahl der unterstützten Bauarbeiter ist um 202 auf 13.533 gesunken. Die günstige Witterung der letzten Tage hat zu Neueinstellungen geführt. In der Textil-, Hut- und Bekleidungsindustrie ist die Zahl der Unterstützten um 1444 auf 14.242 gestiegen. Im Schneidergewerbe ist die Lage durchwegs ungünstig. In der Textilindustrie ist die Beschäftigung unbefriedigend. In allen Gruppen zeigt sich eine langsame Verschlechterung.

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