Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2479 (17.1.1926)
- Date
- 1926-01-17
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981566--25267-3012894- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. S47V Wien, Sonnkag' ElMenct» Morgenzeitung 17. Jänner 1928 Seite 18 * 14. SsteneWsche Klassenlotterie. Die Erneuerunarftist für die 2. Klasse endet am Abend des 18. Jänners 1926. Die Zichung dieser Klasse findet Dienstag den 26. v. im ZiehungSfaale, Wien, 8. Be,.. Marxergasse 1. ebenerdig, statt und beginnt um 8 Uhr früh. * PoftanwetsungS.. Nachnahme- und PostanstragSverkehr mit Italien. Die italienische Postverwiltuna hat den HSchstbetraa für Postanweisungen auS Italien nach Oesterreich von 320 S. auf 800 S. herabgesetzt. Ab heute können im Verkehr mit Italien sowohl eingeschriebene Briefsendungen als auch Wertbriefe, Wertschachteln und Postpakete mit Nachnahme belastet werden. Der Höchstbetrim der Nachnahme wird mit 800 in der Gegenrichtung mit 1000 Lire festgesetzt. Ebenso wird auch der Postauftragsverkehr mit Italien wieder ausgenommen. Der Höchstbetrag wird mit 1000 Lire, in der Gegenrichtung mit 800 S. festgesetzt. * Heimfvhrnng von Kriegsgefallenen. Im kommenden Frühjahr entsendet dar Oesterreichische Schwarze Kreuz die zehnte, vorauSstchtlich letzte Expedition nach Italien, um auStzen Schlachtfeldgvbieten am Ifonzo und an der Piave, der Hochfläche von Aftago und dem Raume von Folgaria und endlich auS den ehemaligen Kriegsgefangenenlagern im Innern Italiens dort bestattete Gefallene ruf Wunsch der Angehörigen in die Heimat rückzuführen und Nachforschungen nach verschollenen Gräbern zu pflegen. In Italien steht die Auslastung einer gröberen Anzahl von Doldalensriedhöstn bevor. Die Ueberreste der dort Bestrtteten werden in Beinhäusern beigesetzt werden. Für den Frühsommer ist eine Gesellschaftsreise zum Besuche der italienischen KriegSgräber geplant. Im Spälsommex wird die zweite RückfüHrungssyredinon nach Polen entsendet werden. Anmeldungen für die italienische Expedition und Reise sind bis spätestens 1. Februar, für die polnische Expedition bis 91. Mi d. I. an das Generalstkretariat, Wien. 1. Bez., Herrengaste 81. zu richten. * Revision des englischen Erbrechtes. Mit Anfang des neuen Jahres sind in England sechs neue Gesetze in Kraft getreten.. die zum Teil alte, gewissermaßen noch auS der Feudalzelt stimmende EigentumSbegrifse revolutionieren. Eines, der weittragendsten ist sicherlich daS neue Erbschaftsgesetz, im IM kein Testament vochanden ist. In einem Lande wie England, wo bis weit in daS bescheidenste Bürgertum hinein fast jedermann ekwaS auf der Bink liegen und einiges zu vererben hat, waren die Einnahmen der Krone, d. h. deS Staates, auS den Hinterlassenschaften, zu denen sich kein Erbe find, stets sehr beträchtlich. DaS neue Gesetz aber erlaubt nur unmittelbaren Verwandten, eine Erbschaft anzutreten, falls nicht ein ordentliches Testament voraefunden wird. Sind solche Erben nicht da, so verfällt daS Erbe dem Staate. Ein anderes Gesetz regelt den Irll. wer bei dem gleichzeitigen Tode eines Ehepaares — etwa durch einen Unfall oder bei Selbstnwrd und weniger häufig bei natürlichem Tode — gesetzlich zuerst starb. Im Falle von Versicherungen und infolge gesetzlicher Bestimmungen knüpfen sich an den früheren Tod des einen oder anderen erhebliche Geldauszahlungen oder auch andererseits TodeSkontributionen. DaS neue englische Gesetz nimmt mit einer gewissen Berücksichtigung einer simplen Auffassung an. daß der ältere der Ehegatte« zuerst gestorben sei. Auch bisher noch aus der F e u h a lz e i t stammende Lehenszinse werden nunmehr abgeschafft, die. obgleich feit Jahren fast ohne praktische Bedeutung, doch bei allerlei Abkommen als historischer Zopf berücksichtigt werden mußten, Vereine, LortrSm «md Versammlungen. Zionistische BeztrkSsektton Leopoldft a d t. Morgen. 8 Uhr abends, Im SektionSbetm. 8. 18«,., Zirkusaaste 99, Vortrag Dr. Gelber über »Jüdische Geschichte" Jugendarupve der Temvelvereiner, 2. Pazmanitengaste 6. Morgen, lfaB Uhr abeich», Vortrag de» Herrn Rabbiners Dr. D. yeuchtwa n a im Restaurant Nagel. 2. Bez., Kleine Sverlgasio 9. über das jüdische Leben in den Niederlanden. Anschließend Rezitationen von Frl. Grete B a ch. Kein Konsumzwang. — Zi o n 1 sti sch e S ektion Ottakring-Hernals. Morgen. 8 Ubr abend», findet im Cafe DubimSky, 16. Bez.. Brunnengasse 84, Ecke Thgltastraße, eine Vollversammlung mit folgender Tagesordnung statt i' 1. Bericht, 2. Wad len. Wiener Beth-Hamidrolch, 2. Bez., Ferdnandstrabe 38. Heute, ö Ubr, Dr. S Gelbb a u Sr «Sifte'. « Uh^ Lektor Dr. S. R ub 1 nr „Midrasch" Morgen. 7 Uhr. Lektor Dr S R u b i nr „Talmud". — Beth Waad l e't w r t m. DieNStaa, lf9S Uhr abends, im Saale. 2. Bez.. ZirkuSgafs« 99. Abschiedsabend zu Ehren der Frau Chama und des Herrn Prof. Dr. Sf-airn H a'r o u w s n t. Freunde de» Hebräischen, insbesondere die Freunde der Genannten, sind auf diesem Wege geladen. L e o v o l d st S d t e r V o l k S h e 1 „r, S. Bez., Zirkusgaste 48. Heute, 7 Uhr abends: Vorlesung Karl K n e i d t n g v rr Humor aus Stadt und Land. Karten bis zu 1 Schilling. * Das KarnevalskoftUm. seine Entstehung und tiefere Bedeutung schildert Dr. Elle H a s m a n n heute Svnnraa um »/,6 Ubr nachmittags in dem Uraniavorirag „B a j a z z o". (Mit Lichtbildern!) Verein „Srez Israel" 2. B«z., Zirkusgass« 33. Heute u>n halb 7 M abends findet zu Ehren unseres Lchrers I. Herzberg anläßlich seines zwanzigjährigen Lehrerjubiläums ein Teeabend statt. Zionisten der Bezirke 12 bl» 15! Um alle Zionisten der Bezirke 12 bis 16 zu vereinigen, veranstaltet die Zlonistssche Bezirksorganisation 13 vis 16 ieben ersten und dritten Montag im Monat im Bereinshause, 16. Bez., Herklotzgasse 81, EmPfangSabende. Morgen, Montag den 18. Jänner um 8 Uhr abeM Met der erste dieser Abende statt. S a in S t a g 'd e n 34. Jänner um 10 Uhr vormittags führt die Sektion gemeinsam mit dom Makkabi 15 in den Raimtind-Lichtsvielrn, 14. Bez., Dechshauserstraße 9, den nca«n Palästinafilm «Der jüdische Pionier in Erez Israel" vor. Den einleitenden Vortrag hält Dr. M. N. G e l b e r. — Unsore Bekan»rrmach»»gr n werden wir nur in der „Wiener Morgenzottung" veröffentlichen. ES ist Pflicht jedes Zionisten, dieses Blatt zu abonnieren 'und zu lesen. Klub radikaler Zionisten. Morgen um 8 U(r abends Generalversammlung Im Cafe Bürger, 2. Bez., Praterstrabe 11. Referate: Bericht der Proponenten über die bisherige Tätigkeit (D^k'or I. Waldmann). Die gegenwärtige Situation der zionistischen Weltorganisation (Oberbaurat Robert Stricker). Zutritt haben im österreichischen öande-verbande organisierte Zionisten, welche bereits Mitglieder de» Klubs sind oder dem Klub beitreten wollen. Beitrittserklärungen werden vor Beginn der Generalversammlung entgegengenommen. Wiener iursstische Gesellschaft. Mittwoch um viertel 7 Uhr im Hörsaal 83 der Wiener Universität Vollversammlung. Fortsetzung der Debatte über die VerwattungSreform in Oesterreich. Vortrag «Mo MMnSaljen. Für den am D i e n S t a g den IS. d. um halb 8 Uhr abends tax HaW der Industrie, Schtvarzenbergplatz 4, stattflndenden Vortrag Meine Amerikareise" sind' restliche Karten im Vorverkauf erhälilich: 1. Bezirk: Zionistisches Bureau. Kärntnerstraße 28;. Buchhandlung Lowit. Rotenturmstraße SS; 2 Bezirk: „Morgen- Zeitung". Tavorstraße 20 a; Soziale Hilfsgemeinschaft,' Untere Augartenstrabe 35; 8. Bezirk: Bennoplatz 1. Telephon 26-2-68 Wb 4 hm halb 6 Uhr nachmittag), Kunst, Bühne, »mH. »Komme der Worte." Deutsches vottsthcater. In Arnold Kor ff S Koffer für Gastspielreisen fehlen niemals die Rollerchefte dieser drei vortrefflichen, scharf gemünzten Einakter G ck n i tz l e r S. Da man ihn in diesen Stücken wiedersieht, läßt sich erkennen, daß dieser Künstler nicht stehen bleibt. Sein Arzt im ersten Stück ist bitterer, sein männlicher Star im zweiten überlegener, sein Schriftsteller inr dritten weiser geworden. Errka Wagner ist ihm eine vollwertige Partnerin; Cäcilia LvovSkY durste als Gattin des berühmten Mimen ln einer Frauengestalt Anmut mit Würde vereinen und Um außerordentlich (an solchen Abenden erkennt man, wie häufig sie zum Schaden ihrer Kunst für weit abliegende Fächer mißbraucht wird); Annemarie Steinsieck war sehr schön, aber der Humor der Schnitzlerschen Figur erschloß sich ihr nicht. Ausgezeichnet tn kleineren Rollen Frl. Wessely und Herr Sima und sehr fein Herr H o m m a in der an Strindberg erinnernden „Stunde des ErkennenS". Herr Seiffert als Bahnhofportier rief nicht nur die Züge ms, sondern leuchtete tief in dis österreichische Gemütlichkeit und Wurschtigkeit hinein. ' 'O. A. Professor A«to« Hlavarek geftorbe«. Der Nestor der österreichischen Landschaftsmaler, Professor Anton tz l av a ce k, ist hier nach langem Leiden im 84. Lebensjahre gestorben. Er mußte lange kämpfen, bis er die verdiente Anerkennung fand, war -ber bis in fern höchstes Alter nicht auf Rosen gebettet. Im Pavillon auf dem Tivoli bei Schönbrunn ha', er sich in der großen Reihe der giganttschen Alpenlandschaft e n sein schönstes Denkmal geschaffen. In der Jugend half er dem Vater m Webstuhl. Professor Steinfeld wurde auf daß Talent deS Siebzehnjährigen aufmerksam unb brachte ihn in die Akademie. Sein erstes großes Bild, das er 1859 an den Kunstverein verkaufte, hieß „Aus der Umgebung Wiens". In den Jahren IW bis 1868 lebte er in Köln und Worms. Das erste Bild, das er nach der Rückkehr nach Wien schuf, „Her Königssee", kaufte Kiffer Franz Josef. Um die Mitte der Achtzigerjahre begann Hlavacek die große Serie seiner Bilder für den Tivoliwirt Wallner. ES kamen etwa 60 Bilder zusammen, dis eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges sind. Hlavacek blieb bis ins hohe Alter rüstig und arheitete bis in seine letzten Tage. ker Fall Schilling». Alts Berlin wird gemeldet: Jnteiedant v. Schillings Hat nuirmehr endgültig das Hm vom prmßychen Kultusminister angeibotene Amt des Leiters einer Meisterklasse siir Musik an der Akademie der Künstler abge^lehn 1. G'lalchzettig hat er um die Durchfühmng der ihm zustehenden Fortzahlung der vertraglichen Bezüge gübeten. In dein Schreiben des Intendanten an den Kultusminister Märte Schillings, er halte die persönlichen Gegensätze nmner noch für ausgleichbar, dagegen hätten die sachlichen an Schärfe nichts di n g e b ü ß 1, was durch das S ch e j-'. t e r n d e r B s r h a n d l n n g e n des MinisteriWls mit der Stadt Berlm über die Jnteressengemetnschaft der betden Opernhäuser klargestellt worden sei. Schillings grösst sodann die Dezernenten des Ministermnw abermals an und schließt, wenn er das chnr angckotene Amt übernourmen hätte, würde es sich nicht vermeiden lassen daß er weiterhin mit diesen Herren in dienstliche Beziohu ngen gerate. Deshalb sehe er sich zu einem Mchnenden Bescheid gexynugen. - ' . Au» de« rheatrrn. B u r g t h e a t e r. Morgen, */*8 Uhr abend», „Major Barbar a". Freitag den 82. d. findet die erste Aufführung d«s ' Schaulptele» «L a d y W t» d e r m«r e r F ä ch e r" von Oskar Wilde, deutsch von P a v t a und T e s ch e n b e r g statt. Ende Februar ist als Neuheit »,L'A t g l o n", SchaUsviel von R o st a n d, in der Übertragung von K l a b u n d geplant. Die Rolle des Herzogs von Reichstädt wird Frau Jda R o l a n d spiele». Akademtetheater. Dienstag, lLB Uhr abends, «D i e Welt, t n dop man f r ch langweilt". Donnerstag Än 81. d. findet die U r a n f f ti h r u n s von Hermann Bahrv neuestem Lustspiel „Altwetbers o m m e r" statt. Hierauf „Der Selige" von Hern» «n Bah r. Die Reihenfolge der nächsten Neuheiten im Akademietheater stt r 30. d. „M a r t a O r l o w a" von Otto Zoff, erste Hälft« Februar „Onkel Toni" von C. K a r l w e i i. zweite Hallte Februar „Mart e" oder „A u f s a n f t e A r von Claude Roger Marx, deutsch von Berta Zuckerkand!. O p e r n t h e a t e r. Morgen, 7,8 Uhr. „Madame Butterfly.". Dienstag „Lu ela von Lämmerm a o r". Die Tuelrolle fingt zum ersten Mals Frau G e r h a r t. B o l k s o p e r. Mo gen, 7 Uhr abends, „T. a n n- Häuter" mit William B o l a n d a. G. und Kammersänger Gouard E r h a r d a. G. D e u t > ch o s V o l r s"t h e a t e r. Als nächste Neuheit gelangt Kail S ch ä n h o r r S Wiener Schau viel „Der A i m e n - D o k t o r" mit Viktor K u t s ch e r a in der Titelrolle am'38. d. zur Aufführung. DaS Gastspiel Albert B a s s ermann S endet tn den letzten Jännertagen. „WallensteinS Lager" und „Wallensteinö Tod" au einem Abend. Am B u r g the a t e r steht eim benrerkemverte Aufführung bevor. Mau wird Schillers Wallenstein/Vranra (,Aie Pieeolomini" und „Walle,.ssteinS Tod") in der Bearbeitung des bekannten Literaturhsstorikers u»w Kritikers Karl Eduard Klopfer an einem Abend aufführen. „WallensteinS Lager" ist nicht -- wie gestern in einigen Blättern gemeldet wurde — in diese Auf. sühvung mit e'mbezogen. Eine Festvorstelluna der Arbeitsgemeinschaft in der Volksover. In der VoMoper sirrdet am 33. d. die 100. Vorstellung in, Rahruen ver Arbeitsgemeinschaft statt. Das Direkwriun, bereitet für diesen Abend eine Festaufführung vor, BeckiS ,,Aiba" vor. Als Aida gestiert Frau Anne R o f e l l e von der Atetropolttan-Oper in Row-Kork. Für ok Partie RadaineS wurde Kammersänger Alexaiwer K r r ch nv von der BevltM SMattwper 0 Mt Wronum, „Indigo" mit den Philharmonikern. Im Akademietheater gelangt als Deranstnltung oer'Hochschule und Sdaatsakademie für Musik und darstellende Kunst Mittwoch den 27. d^, 7 Uhr abends, die Operette „Indigo" von Ichann Dtvauß in der teMchen Neichearbeitnng von Dr. Fvitz Löhner (Bcda) zur Aisssührung. In, Orchester: die Professoren der Hochschule und der " k a d e m i e, verstärkt -durch die Wiener Phicharmoniter. Musiwische Leitung: Kapellmeister Josef Holzer. Regie: Professor!>ei>rz ÄklMbanr. Das Konzert Goldschmied-Badian brachte ein reiches, ja überreiches Proaranim: Geige, Gesang, Klavier, zwei Urauffüh' runaen. Die HMoll-Biolinsonate von Rudolf Polsterer, ivelchs von der besamen Geigerin Alice Goldschmied und dem boavouröstn Pianisten Richard Goldschmied uraufgeführt wurde, ist ihrer ganzen Änwge nach ein Jugendwert. Ebenso m der ehrlichen, tvaxmen SmosiMrug und der urwerkünstelten Melodik wie in der kargen Motivik und tn der dürftigen Harmonik. In Bronia Badian lernten wir eine lenweramenwoll« Sopranistin kennen, deren ergiebiges Stimnwterial höheror GesangSkültur zustrsbt. Mit dem Vorträge rrmer, dankbar-sr Lieder von I. Pomeraniee, die sich im Gesangspart und in der Klavierbr- ^eitung auf hübsche Stimmung verstehen, erntete sie stürmischen Tanzabend Susi Mirjam. Der Tmtzabend der zchnjährigen Susi Mirjam findet Mittwoch den 20. d. um halb 8 Uhr abends sin Zermwniensaal der Hofburg statt. Karten bei Aehlendorfev, 1. Bez., Krugerstraße 8, Del. 76.808. Merander MozkowSkv, der große Humovsst und Phllosoph, beging am 15. d. semen 76. GebuÄstag. MoSzkswKy Ist üb-vauS vielseitig. Der langjährige Redakteur der,Mti«n Blätter" sst einer der besten Kenner Einstein- und yat «im große Zahl von Werken a,tf dem Gebiete vor Philosophie, Ju-riSprvdenz und Musikgeschichte geschrieben. Berühmt sst sein smlagrndsr Witz. Ungezählte Nnelvoten hat er 'in die Welt gesetzt und sein «Anttm Notenquetscher" sst eine populäre Figur geworden. Die Berliner Blätter widmeten de«, Denker und Humorssten Festartilkel. AnSkiS „Dhbut" wird unter der Regie Berkhold Viertels im Kleinen Heater Unter den Linden Äs nächste Novität vorbereitet. Eine internationale Festgabe für Romain Rolland, Sitm 60. Gchurtstag Romain Rollands erscheint em ,^iber Amrcorum", ein festlicher Band von rund 860 Seiten mit Beiträgen aus allen Weltgegenden, darunter Briest, Erinnevungen. Aussätze, teichnungen. Herausgegeben wird das Werk von Warim G o r k t,?orge Dubamel und Stephan Zweig. Weit.Wer hundert Mitarbeiter haben 'sich zu der Festgabe vereinigt, alles Namen von bestem Klang. U. a.: Albert Einstein, Richard Strauß, Artur Schnitzler, Ernst Toller,^ ferner T. G. Masary^ Georg Brandes, Selma Lagerlof,. .H. G. Wells, JsM Zangwill, Mgml de Un amu na, MavleS Bauds in, Räbindramch Tagora, Mahatma Gandhi, Won Sinclair. Fridjaf Nansen. Radioprogramm. Seute Sonntag den 17. Jänner. 10 Uhr 80 Min.r Orgelvortrag «Domora n il Karl Waller.) - 11 Uhr: Orchestertonzer deS Wiener SymvhonteorchesterS. Leitung Martin Svörr. 16 Uhrr NachmtttagSkonzert. - 18 ilhr 15 Nt n. r Bläserkammernmfik. 20 Nhrr „Gappbo". Miiwirkend r Erika Wagner. Ferdinand Onno, Aurel Nowotny, Alle 31a. Morgen Montaa den 18. Jänner.. 11 Uhr: Bormittagsmustk^.- 16 Uhr "Id Min: Nachmmagrkomert - . 17 Uvr lb M n.l „Ptckerl", «in lustige» W'ener Märchen- - 18 Uvr M Mjn.° Miflistertalrat Dr. Artur HruM<u-r. Mechanischer «njba» der Elektromotoren. IS Uhr 1v Mtn.r Gsperantokur». --- IS Uhr 40 Minst Engl'sch für Anfänger. -- 20 Uhr Id Miv.r Konzert- _I* n-l Itt»*. OA (IRIm t AAMkAf^nnAAAAllLvilkiMii Gerichtrsaal. ssrwachrnde Srabschllnder. Aus Budapest berichtet I. %. A.: Bor Mützer Zeit wurde der israelitische Fvichhof in Bonyhab geschändet, Wem mchrevv Grabsteine umgewovstn und Grabstätten aufgewühlt wurdet,. Di« Zeitung „Wyenlösog" schrieb hierüber u. a.: .. Die stummen unb unterliegenden Helden tat c,eiten Taten des Antisemitismus, der über uns nach dem Stursr - der Rätsrogmung hereingöbrochen ist, waren die Toten Uu FarkaSveter Frisdhof und di« Grabsteine mit hebräischer Inschrsst. Die Grabsteine hatten gar nicht die Micht, sich an der Universität i>,strkbieren zu lassen mi) mußten dennoch daran glauben mW den „Zorn des Volkes" und die „Märsche Eckitterung" über sich ergehen lassen. Dies« Heldenmut deS Antisemitismus faitd dicht Vage eine Wiotacholung >!n dem Bonyhatar ssvqÄltWen Friedhof. 30 Gräber wurden zerstört, Grabsteine zertvünnnert.. die stummen Steine lossteten keinen Widerstand. Auch si,. Bonyhckd unterlagen die toten Juden. ES geb aber auch dm neue» Moment auf dem Gebiete der GrSbevschändung. Mn versch die umgestürzteu Grabsteine mit höhn'sschen Auffchvssten müd DpottnaMN. Die, Schlacht im Bonyhader Friedhof wurde gAvonnen." Der Verein der EmacheMn Ungarn und dessen Bonh- Hader Filiale strengten wegen dieses Artikels gegen den Rodaktenr des „Vgyenlöfeg", Dr. Ludwig S-abolest. Men Verlelnndungsgpwzetz an. Zwei Zeugen sagten aus, einige Studenten hätten im Friedhof Wchennester auszuhebrn versucht und bei dieser Ge'legeicheit gm fällig einige Grabsteine umgestoßen. DemgogeMber erklärten die übrigen Zeugen, daß die Bertvüstungen im jüdischen Fviedhof allgenroin als eine Folge der Hetzreden der Erwachenden Ungarn, namentlich des Führers der B o n Y h a d e r E r w a ch e n d e n, August KovacS, angesehen wurden. Dieser Kovacs, der arrfangs in diesem Prozeß gleichfalls als Ankläger figurierte, sst seither nach Verübung von Unterschlessen spurlos verschwunden. Dir Zeugen erzMen, die Grabsteine waren aus verErdegehobenund etwa 60 Meter weit verschleppt, dann mit Hämmern zertrümmert worden. Dr. Ludwig Szabolcsi wurde rwch durchgeführter Berhandlur^ wegen Beleidigung tar Grvbschänder zu zwei Wochen Arrest und sechs Millionen Kronen Geldstrafe derurtesst. srunnechr appellierte der Verteidiger Dr. Ernst Ballagi an die köiritzliche Tafel. Im Sinne seines Referats beschloß ditz Tafel, die Akten an den Gerichtshof zum Zwecks der Behebung der Mängel zuMzuMeL