Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2479 (17.1.1926)
- Date
- 1926-01-17
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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€&* IS Mm. GönMg " MeMd MSVttMrreskttV« 17. Rannet 1926 AmuUa — eia 8m) olne Ooftnnnasnos Zu den üblen Folgen, dic der Krieg mit sich brachte, gehört auch die Wohnungsnot. Er gibt kaum ein Land in Europa, das von ihr verschont geblieben wäre und infolge der schweren Wirtschaft- Nchen Krisis wird eS auch sehr schwer gemacht, hier wirksame Abhilfe zu schaffen; so brennend das Problem auch P, er werden doch noch viele Zehre vergehen, che eS gelingen wird, so viele Neuwchnungen zu schaffen, daß -er Ausfall der Kriegsjahre eingeholt wird und wieder normale Verhältnisse hergesiellt sind. Biel günstiger als bei uns in Europa liegen tagegen die Peryältnisse deS Wohnungswesens in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Auch hier macht es sich für dieses Land günstig bemerkbar, daß es nicht unmittelbar vom Kriege berührt worden ist. Zwar mußte auch dort während einiger Jchre die Bautätigkeit znrücktreten, weil alle vorhandenen Kräfte in den Dienst der Kriegs-, mdustrie gestellt wurden; in gewissen Gegenden macht sich ein gewisser Dchnungsmangel unangenehm bemerkbar, doch handelt es sich dabei sozusagen nur um eine partielle Wohnungsnot, das heißt sie umfaßt nicht das ganze Land, sondern nur diejenigen Gegenden, in denen sich die Kriegsindustrie konzentrierte, nach deneik große Mengen von Arbeitskräften hinströmten. Besonders stark war von der Wohnungsnot N e w - f) o r I berroffen. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde ein Ausnahmegesetz erlasien. das den N e u b a u von Kleinwohnungen von der Grundsteuer befreite. .Sonst aber sah man in den Bereinigten Staaten von einer Zwangswirtschaft auf dem Gebiete des Wohnungswesens ab und überließ die Entwicklung der freienKonkurv e n 5. Freilich wurde in den ersten Nachkriegsjahren die Bautätigkeit stark unterbunden als Folge der stark anziehenden Baukosten. Nach einem Bericht, der über das Wohnungswesen in den Bereinigten Staaten herausgegeben worden ist, betrugen die Baukosten, wenn man sie für das Jahr 1914 mit 100 annimmt, 1918 160, ISIS 22q, 1920 360. Damit war der Höhepunkt erreicht. In den daraus folgenden Jahren sHvankten die Relativzahlen der Baukosten Dorschen 170 und 200, anfangs 1925 wurden sie mit 180 angegeben. Als Ursachen für dieses Anziehen der Baukosten führt der ^Bericht vor allem die Steigerung der Kosten des Transports, der Kohle und des Kredits an. Es darf aber bei der Beurteilung dieser Verhältnisse nicht vergessen werden, daß gleichzeitig auch die Kaufkraft des Dollars fiel. Als im Jahre 1921 ein Fallen der Baukosten einsetzte, regt? das die bis dahin ruhende Bautätigkeit stark an. Wie Pilze schossen die neuen Häuser auS der Erde uns es kam bald so weit, daß man vor einer U'eberproduktion an Wohnungen warnen zu -müssen glaubte. Charakteristisch für die nun einsetzende Entwicklung war, daß vorwiegend große Mietshäuser gebaut wurden, dagegen wenig Einfamilienhäuser, während di? letzteren früher einen , großen Pr^entsatz stellten: im Jchre 1920 entfielen 44,6 Prozent aller Wohnungen auf Eigenhäuser. So ist Amerika, auch was die Wchnungsverhältnisse anbetrifft, weit besser daran, als die Me Welt. Freilich sind die Mietpreise dort sehr hoch und für. die .ärmerer: Bevölkerungsschichten mangelt es heute, wie auch vor dem Kriege an billigen Kleinwohnungen. - «ne rnmSnlsch-WWe Stadt in Amerika. In tan Bereinigten Staaten leben sehr viele aus A l trurnänien eingewarwerte Juden, die in einem viele Tausende Mitglieder umfassenden Verband vereinigt sind. Biele dieser Eingswanderten haben es im Laufe der Jahre in der neuen Heimat zu ansehnlichem Vermögen und angesehener sozialer Stellung gebracht, und die philanthropischen Leistungen der Vevbandes rumänischer. Juden in Amerika nicht nur in Amerika selbst, sondern auch in Rumänien, sind allgemein anerkannt. Nun sollen die rumänischen Juden in den Vereinigten .Staaten, wie der Autarkster „Curierul Israelit" aus New- Aork meldet, an die Ausführung eines großen Planes schreiten. Es handelt sich um nichts Geringeres, als daß eine .Gruppe, zumeist a u s Jassy stammender Jrchen, die schon seit vielen Jahren in Amerika wohnen, die Initiative zur Gründung einer „rumänischen Stadt" in Amerika ergriffen hätten, die nur von emgerranderten rumänischen Juden besiedelt werden soll. Die neue Judenstadt, der, wie die Meldung hervorhsbt, ein rumänischer Name zu gedacht ist, soll in der Nähe von Philadelphia erstehen. Eine Bestätigung disser. Meldung von anderer Seite liegt vorläufig nicht vor. Es ist nicht ausgeschlossen, daß man es hier mit einer Verwechslung mit einer anderen Mion der jüdischen Organisationen von Philadelphia zu tun hat. Die Mischen Wohlfahrtsverbände und Lpndsmannschaftsvereine von Philadelphia haben nämlich beschlossen, anläßlich der geplanten Weltausstellung in Philadelphia eine große Bauaktion durchzuführen, durch welche die vorhandenen, bereits unzulänglich gewordenen jüdischen Anstaltsgobäude durch neue, allen modernen Ansprüchen enllisprechende Paläste ersetzt werden sollen. Wird diese Aktion — in welche auch der sehr viele Mitglieder zählend« Verein rumänischer Juden in Philadelphia einbezogen ist — tan vorliegenden Plänen gemäß durchgeführt, so wird hi Philadelphia ein neues jüdisches Zentrum entstehen, deflen BauliOeilen sowohl wie die inneren Einrichtungen ein« Sehenswürdigkeit der Weltausstellung bilden werden. -rnlbsrtuas der LlsasrtStzrrn Mische» Srdrneich »ad Amrika. Zwischen der österreichischen Bundesregierung und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist durch Notenwechsel der Bundeskanzleramtes mit der Gesandtschaft der Bereinigten Staaten von Amerika in Wien vereinbart worden, daß amerikanische Bürger für eine« Sichtvermerk zur eiu- «glig« $«f$ti4}§ durch Oesterreich ohne freiwilligen Aufenthalt 1 S. 80 G., für einen Sichtvermerk zur beliebig oftmaligen Einreise nach Oesterreich für die Dauer von 12 Monaten 14 S. 50 G. zu entrichten haben. In den Vereinigten Staaten von Amerika werden diese Gebühren mit 0,25, beziehungsweise 2 Dollar, im übrigen Ausmnde im kursmäßigen Gegenwerte erngchoben. Oesterreichische Staatsangehörige entrichten für einen vom Tage der Ausstellung auf 12 Monat« gültigen Sichtvermerk zur einmaligen Durchreise durch die Vereinigten Staaten von Amerika, ohne Aufenthalt 25 Cents, für einen Sichtvermerk gültig siir die Dauer von 12 Monaten vom Tage der Ausstellung zur beliebig oftmaligen Einreise nach und Ausreise aus den Vereinigten Staaten 2 Dollar. Diese Vereinbarung rriit am 16. Februar in Kraft; sie gilt beiderseits nur siir „Nichteinwanderer", also in erster Linie für Personen, die als Touristen, zu Bergnügungscdcr Geschäftszweüen in das Gebiet des anderen Staates einreisen. Einwanderer haben auch weiterhin die bisher in Geltung gestandenen Gebühren für das Visum (10 Dollar) zu entrichten Schutz der SMleneinlenn in der Tschechoslowakei. Prag, 16. Jänn-cr. (Tel.-Komp.) Der Zusammenbruch cmig.r Banken hat bekanntlich die Regierung veranlaßt, zur Schadloshaltung der Einleger einen besonderen „Geldinstitutsfonds" zu gründen. Die Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Es kann damit gerechnet werden,. daß bereits im Februar mit der Auszchlung kleinerer Beträge begonnen werden wird. Ter gesamte Sanierungs- Plan ist mit 1640 Millionen tschechischer Kronen budgetiert. Man glaubt, daß die Einleger einen großen Teil ihrer Einlagen zurückerhalten werden. «in frecher Ranbmordversnch in Berlin. Achtung vor Bettlern! Aus Berlin wird uns telegraphiert: In der Friedrichstraße wurde heute mittags ein Raubmordversuch verübt. Der 20 Jahre alte Arbeiter S ch a r b u n überfiel beim B e t t e l n e i n e F r a u, als sie die Wohnungstür öffnete und brachte ihr mit einem Rasiermesser mehrere tiefe 2chnittw u nden am Halse bei. M entriß ihr sodann die Geldbörse und flüchtete. Er wurde jedoch von Straßenpassanten eingcholt und .der Polizei übergeben. __ Sa, Schicksal von P-t-cki-Wechsel». Verhaftung des Raffinerirleiters Nachmüller in Wien. Der von den polnischen Bchörden tvegen Betruges und Unterschlagung den etwa 50.000 Schilling gesuchte 35jahrige jrühere Leiter der Spiritusrafsinerie in L a n c u t, Joses Nachmüller, zu Zwawiercin geboren, wurde Freitag in Hietzing ausgesorscht und verhaftet. Nachmüller war selbst Milchef einer Pelroleumsirma St. Sachse u. I. Nachmüller und war vom Mar 1924 an bis April v. I. in den Diensten der Aktiengesellschaft für Spiritus und. chemische Industrie gestanden, der auch die Raffinerie in Lancut gehört, deren Leiter Nachmüller war. Als er im Sommer v. I. flüchtig wurde, kam man ihm durch sorgfältige Prüfung der Bücher auf rin? Reih? von Jnkorrcktheiten. . Schon im Dezember 1924 hat er sich 5 000 Zloty, die 2: gegen Scheck von der Lemberger Filiale einer Bank behoben hat, behalten und Schecks ans 15.0 0 0 Z l 0 t y, die aus Radom an die Gesellschaft gelangt sind, unterschlagen. Dann hat er eine Anzahlung von 5060 Zloty, dir er für ein Spiritusgeschäst an einen Rademer Kaufmann leisten sollte, nicht abgeführt. Eine Quantität Spiritus, die wegen Nichtbezahlung des Kaufpreises an die Aktiengesellschaft zurücköeordert wurde, hat er für seine eigene Firma ükerncmmen und mit Garantiewechseln bezahlt, die aus 20.000 Zloty lauteten, abet gefälscht waren., Dann ließ er sich für die eigene Firma Akzepte auf 15.000 Zloty aus- . folgen, die die Aktiengesellschaft später einlosen mußte.. Im Februar v. I. hat er von dem Grafen Alfred Potocki. Akzepte aus 51.000 Zloty zum Eskcmpte übernommen, aber auch sie für sich behalten. Auf VKLftches Betreiben hat er nach und nach auf diese Schuld 42.500 Zloty zurückbezchlt. Als alle diese Machenschaften auflamen, war Nachmüller langst geflüchtet; die Spur führte damals nach Privoz bei Mährisch-Ostrau; dcch ehe ihn der Steckbrief dort erreichte, war er verschwunden. Nun ist er in Wien vechastet worden. Die gegen chn echober.en Beschuldigungen sucht Nachmüller zu entkräften und seine Schiebungen als harmlos und tot Einvernehmen mit seiner Gesellschaft geschehen erscheinen zu .lassen. Er behauptet, nur deshalb geflohen zu sein, weil er mit seiner eigenen Firma falliert hat, so daß er 60.000 Zloty Passiven hat. Er wird dem LandeSgerichte eingeliefert. wie» im Schnee. ' 10.000 Schneearbeit« in Tätigkeit. - Der vorgestrige starke Schneesall, der die ganze Nacht hindurch anidauerte, hat, wie schon berichtet, in den späten Abendstunden nahezu auf allen Linien der Straßenbahnen zu Verkehrsstockungen geführt. Um viertel 12 Uhr wurde durch eine Stromstörung beim statischen Elektrizitätswerk der gesamte Verkehr durch längere Zeit stillgelegt. Gestern um 4 Uhr stich wurden abermals die Geleise gereinigt. Die Straßenbahn hat-dazu 6158 Schneearbeiter ausgenommen» 89 Motorschneepflüge mit 182 Anhangewegen kn Bettieb gesetzt und außerdem auf gewissen Strecken noch 11 Pferdeschneepflügr verwendet. Die Gemeinde selbst hat von dem ständigen Straßenreinigungspersonal rund 1000 Bedienstete zur Säuberung der Straßen herangezogen und außerdem 2537 Schneearbeitn ausgenommen. Gestern hat die Gemeinde für die Schneeabsuhr zusammen 28.400 .2. ausgegeben. Die Kosten« die der Schneesall der Straßenbahn ver- Nr. 3479 'Ursacht, sind in dieser Summe nicht enthalten. Der starke Schnee» fall hat auch im ZugSverkehr zu Störungen und Verspätungen geführt. Auch aus Italien werden große Schneefälle gemeldet. — In Wien beweg:« sich gestern stüh die Temperatur unter Rull, Später wurde es wärmer. Die Vorhersage lautet: Veränderliches, zu Niederschlägen neigendes windiges Wetter. Im redaktionellen Teile enthaltene entgeltliche MtteMmge» sinh durch ein vorangrse-tes E gekennzeichnet. Wien, 17. Jänner. * Budaprster Gespräch vom Tage. Alter Kunde zum Bankiers „Bitte. wechseln Sie mir die zwei Tausend-F.ank-Noien." — „Sind sie auch echt?" — „Bin ich ein Prinz?" * Ein Realschüler vermißt. Seit Freitag ist der 16jährige Realschüler Karl B u r i a n, der Sohn eines Bundesbeamten, Grundsteingasse 62 wohnhaft, ms seltsame Weise vermißt. Er hat dem Unterricht beigewohnt, hat sich aber vor der Religionsstunde aus der Schule entfernt. Bocher hat er sein Bückerpaket einem Kollegen mi. der Bitte übergeben, es nach Hause zu tragen, und hinzugefügt, er gehe weg und werde den Eltern schon schreiben. Nach Hause gekommen ist er nicht. Der Junge war BorzuaSschü'er. * Eilte 83jahrige springt aus dem Fenster. Die 63jährige Majorsmitwe Anna Lökher bat sich am Donnerstag aus einem Fenster ihrer Wohnung im zweiten Stockwerk des Hauses Linzerstraße 344. in den Lichlhof gcstürzr und ist sofort tot liegen geblieben. Krankheit und Lebensüberdruß sind die Ursache der Tat. * Der gestohlene Platinring. Wir haben am 15. d. eine Mitteilung der Korrespondenz Wilhelm wiebergegeben, in welcher über eine Anhaltung des Juweliers R e i s k i n berichtet worden war. Wie wir erfahren, ergab das Verhör die völlige Ha-ltlosigkeit der gegen Herrn Reiskin erhobenen Anklagen. Er konnte Nachweisen, daß er bei Abschluß des Kaufes nichts davon gAvußt hatte, daß oer ihm zum Kauf ingebotene Ring gestohlen sei. Her Kauf war in den Büchern ordnungsgemäß eingetragen worden und Herr Reiskin hat diesen Ring mit Preisangabe behu's Weiterverkaufes in seine Geschäftsouslage gegeben. Sohin wurde di« über Herrn Reiskin verhängte Verwahrungshaft aufgehoben und er noch am 14. d. aus freien Fuß gesetzt. * Irden lurterkauf, staunend billige Preise in einzelne» Paaren. Schuh-Dorn, 2. Bez., Taborstraße 8. * Eine Feier für Gustav Seidemann in Baden, Aus Baden lx:i Wien wird uns geschrieben: Aus Anlaß der Abreise des verdienstrollen Vizepräsidenten und Mitbegründers der Zionistischen Qr.sgrupp« Bad.n, Herrn Gustav Seidemann, fand am 6. d. im Sitzungssaal« der Israelitischen Kultusgemeinde eine -interne Ab'chicdsfeier statt. Präsident Dr. Krauß hob in herzlichen Worten die Verdienste des Herrn Seidemann mm die Verbreitung des zi-rnistischen Gedankens und der Palästinaidee in Baden hervor und üterrelchte -ihm im Namen der Zionistischen Ortsgruppe ein Diplom über 15 Bäume im Herzl-Walde. . * Einbruch in die Hagener Synagoge. Aus Hagen in Westfalen wird xcn.eldrt: Gingebrcchen wurde-in der Silvesternacht in die Msche Synagoge. Zwei Gesetzrollenmäntel vonrotem Samt, mit hebräischen Zeichen bchickt. wurden entwendet. -Die Eingangstür wurde gewaltsam erbrechen. Die Einbrecher hat'en rS of eibar auf Silbersachen abgesehen, die jedoch nicht ' vorhanden waren. * Del-Ka Herren-, Tanz- und Geftttschastsschuhe aus prima Chrmrlack. rchn'ergcnäht, rder prima Velourkalb mitvornehmer Lackgarnitur 34,50 2. Beachten Sie Inserat Seite 11. . * Der Wohmmgsnachweis der Stadt Wien. Am Freitag wurden beim städtischen Wohnungsnachweis 60 Wohnungen an- . .qcntc.bet; zugleich aber wieder alle als bereits vermietet abgemeldet. Gestern langten 62 Meldungen ein. darunter wurden f ü n f W 0 hnungen als noch frei angezeigt. * Ein neues Krankenhaus für Betriebsunfälle. Gestern wurde das Unsallkrankenhaus der Arbertcrunfallversicherungsanstalt für Wien, Nicderösterreich und das Burgenland, das sich im Hause, 20. Bez., Webergasse 2—6, befindet wo früher das Kriegswucheramt untergebracht war, eröffnet. Das Spital, dar unter der Leitung ds Primararztes Dr. Lorenz Böhler steht, ist mit den modernsten chirurgischen Einrichtungen ausgestatte-t. Es soll dazu dienen, alle unfallversicherten Arbeiter, die Betriebs. Unfälle erleiden, rasch zu heilen und arbeitsfähig zu machen, s« daß sie nicht mehr auf die Invalidenrente angewie.en sind. - * JSchiaS-Schmllkme«. Im neueröffneten ,Ihermia". tnstitut, 1. Bez., Franz-Jojef-Ka-l 1, Tel. 79-1-37. werden täglich ckncllluren gegen Ischias, Hexenschuß und sonstige Neuralgien vor'cencn n en. Weiters werden alle cheumatischen, gichtischen und He?zerkranlungen nach den neuesten Methoden der chysikalischen Therapie behandelt. * Der neuhebräische LeörkmS an der öfftntNcho» Lehranstalt für orientalische Sprachen. Die Direktion der öffentlichen Lehr- , ansUlt für orientalische Sprachen gibt bekannt: Anmeldungen für tan von Herrn Pvf. Wiesen geleiteten Kurs.für Neuhebraisch werden in der KanKei der Anstalt, 9» Bez^ BolMann'gasse 16, brsj zum 31. d. cntgegevgcnommenl SOprozentiae Ermäßiguna de, tschechoslowakffche» Visa für HrmdlnnMeifende. Die Paßsammelslelle' der t'chechoslowrkischen Handelskammer in Wien, 1. Bez., Herrengaffe 12, teilt mit: Nur .jene Bisabewerber haben Anspruch aus die bOprozentige Ermäßigung der Bisagebühr, die sich mit der mit einem Lichtbilds versehenen, für das Jchr 1926 gültigen Gewerbelegitimation für HändlungSreifende auSweifen. die für das Ausland gelten muß und von der Polizeibehörde ausgestellt ist. Di« Vorlage von anderen Legitimationskarten ist zwecklos. * Ein ehemalige, Freifchäckersührer im Burgenland. Aus Bernstein im Burgenland wirb»unS geme'det: In den lehteq Tagen rft hier der ehemalige Freischärlerführer Dr. Emmerich v. Egan plötzlich aufgetaucht. Der Bevölkerung bemächtigte sich sogleich Aufregung und Unruhe, zumal sich Dr. Egan seinerzeit al» Führer der Freischärler gegen die BewohneMaft äußerst, aewrlttätig gezeigt hatte und auch daS Standrecht verkünden lifß. Da dre Bevölkerung gegen den Aufenchalt Egons scharf Stellung nahm, müßte die Gendarmerie, um Ausschreitungen hintanzuhsiten. in Aktion treten und ihn über dle Grenze wieder nach Ungarn abschieben. * Das Gehirn aus Mesiina. Es , ist bekannt, daß sich der Eintritt der Gezeiten, Ebbe und Flut.,täg'ich.ändert. D:e genaue Berechnung ist aber unbedingt erforderlich, sa die Gezeiten auf di« Schtsfahn einen großen Einfluß ausüben. So gehen in Hamburg in der Regel die Schtsle mit der Ebbe aus, um wiederum mit der Flut den Stwm hinaufzukommen, um auf diese Weile an Mwtchlnerlraft zu sparen, bezichungsweise das für den hohen Tiefgang einzelner Schiffe erforderliche Wasser auszunützen. Im Eoast and Geodetie-Survey in Washington befindet sich nun eine aus rund 16.000 Meffinpteilen bestetenve Maschine, an -er bis auf tauft» de 5ahre im voraus der Wafferstand zu einer bestimmten Stunde in irgend einem Seehafen der WÄt obgeleftn werden kann. Tiefer genial erdachte Apparat fall angeblich die Arbeit von 60 Mathematikern illusorisch mache,». (Dr. L. P., »Relloms Uniperjum"^ /