Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2478 (16.1.1926)
- Date
- 1926-01-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mb I Men, SamZiag DIWBIIE BAU »m Zoo, Berlin, Hardenbergstr. DUnme-DMR Nr. 37. Direktion! N. V. Benedito Treffpunkt der Fremdenwelt Berlins 5-Uhr-Tee » Souper prtz fix * ExquUllr Küche Kapelle t Scala»S*ai<.ftaa4, Milano, ferner der Wiener Humorist Charlie Woähet IN7 Um das Bölkerbuadmavdat. - V. Wten, 16. Jänner. Die Beantwortung be* Weizmann-Memoraubums durch die britische Regierung gibt eine deutliche Vorstellung von den Schwierigkeiten, denen die jüdische Arbeit in "Palästina ausgesetzt ist. Das Werk, das in diesem Lande begonnen wurde, vollzieht sich unter so außergewöhnlichen Bedingungen, daß es mit keinem anderen Kolonisationsunternehmen verglichen werden kann und daß es aus keinem ähnlichen Vorgang sich Muster und Vorbilder holen kann. Die Engländer, Franzosen, Deutsche, die Nordamerika und Kanada kolonisierten, standen allein, losgelöst von der Welt/ die sie verlassen hatten, aus der sie geflüchtet waren. Die politischen Umwälzungen, die in der Heimat vor sich gingen, schlugen nur wie auslaufende Wellen zu ihnen. Die neuen Länder entwickelten sich selbst nach ihren eigenen bodengewachsenen Gesetzen. Die jüdische Kolonie, die das Mutterland neu besiedelt und aufschließt, steht in ununterbrochener Beziehung zur Umwelt, insbesondere zu Europa. Tie ist durch die Völkerbundgarantie für das Mandat in das System der europäischen Politik ausgenommen. Ihre wirtschaftliche Entwicklung kann nicht frei geschehen und es muß immer wieder das bestimmende Ziel zionistischer politischer Arbeit bleiben, die jüdische Einwanderung bis zu dem Grade zu steigern und dem neuen autonomen Gebilde so einzuordnen, daß die fremden Einflüsse der europäischen Krise absorbiert werden können. Die englische Verwaltung geht nicht die Wege, die ihr im Mandat vorgeschrieben sind. Das Mandat will, daß eine jüdische nationale Heimstätte errichtet werde, und es bezeichnet auch genau den Weg, auf dem dieses Ziel zu erreichen ist. Es anerkennt die Zionistische Organisation als die jüdische Vertretung, deren Rat die Verwaltung einzuholen hat, und es erteilt der Mandatsmacht den Auftrag, die geschlossene jüdische Siedlung zu fördern unter der selbstverständlichen Einschränkung, daß hiedurch kein fremdes Recht verletzt werden darf. Die britische Verwaltung hält sich an diese Einschränkung und dies zu dem Zweck, eine ihr genehme Definition des Mandates zu. geben. Sie tut dies in der. Praxis und auch ihre Theorie, die an den Völkerbund adressierte Antwort, beruft sich ausdrücklich darauf, sie könne den Arabern die bereits übergebenen oder von diesen besetzt gehaltenen Staatsländer nicht nehmen und den Juden geben, weil dies ja den Artikels verletzen würde. Das, was dieser Artikel positiv für die jüdische Siedlung verlangt, findet keine andere Berücksichtigung, als die Behauptung, die Verwaltung habe alles getan, was in ihrer Macht stand. Sie verweist im übrigen auf die im Zuge befindliche Landvermessung und erwartet konkrete Vorschläge der Zionistischer Organisation. Dies steht im Widerspruch zu den Angaben des Memorandums, das doch ausdrücklich die Aufmerksamkeit darauf lenkt, daß der Artikel 6 nicht durchgeführt ist. Es ist auch kein Geheimnis, daß die Zionistische Exekutive konkrete Vorschläge in genügender Anzahl gemacht hat, die sich auf herrenloses Land beziehen. Die Zionistische Organisation kann und will kein Recht eines Dritten kränken. Sie unterläßt dies aus Gründen der Menschlichkeit, da sie aus der jüdischen Geschichte sehr gut weiß, wie Menschen ums Her^ ist, die um Heim und Haus ^gebracht werden. Sie weiß aber auch aus ihrer Kenntnis der allgemeinen politischen Situation des Judentums, wie eine Forderung solchen Inhalts aus uns alle zurückwirken würde. Man rennt offene Türen ein, wenn man diesen zweiten Teil des Artikels 6 ins Treffen führt, und es handelt sich hier nur um die Art'der Bureaukratie, die an ihrem Schreibtisch immer nur den Wortlaut der Instruktion vor Augen hat und bemüht ist, sich zu decken. Diese Instruktionen sind unklar. Bor allem ist unklar. wer sie zu erteilen hat. Die Mandatsausübung geschieht im Namen und im Auftrag des Völkerbundes. Nun ist, wie sich gerade jetzt wieder ergeben hat, die Stellung der jüdischen Vertretung zum Völkerbund und damit auch zur Mandatsmacht vollständig unklar. Die Zionistische Organisation, hat Ormsbh Gore vor der Kommission erklärt, ist nicht die Regierung. Die^ Verhältnisse in Palästina liefern den Beweis dafür. Sie hat. auch keine unmittelbare Einwirkung auf die Regierung, wie wir ans früheren Erklärungen und vor allem aus dem Bericht des früheren Oberkommissärs wissen. Sie kann aber auch nicht direkt mit dem Völkerbund verkehren, sondern muß ihre Schriftsätze immer vor jeder Sitzung der Mandatskommission an die Mandatsmacht, respektive deren Vertretung in Jerusalem leiten. Diese Prozedur eines zeitraubenden Aktenganges hat das Mißliche, daß darüber die Stellung der Zionistischen Vertretung als der einer Weltorganisation in Vergessenheit gerät und daß sie behandelt wird wie etwa eine iZruppr Malcontenter in Kamerun. Das verträgt sich nicht mit dem Mandat, in welchem die Jewish Agency anerkannt wird, und das ist eine der Ursachen für die Haltung der Verwaltungsorgane. Diesen Uebelstand wird die Aufklärungsarbeit der Zionistischen Exekutive zu beseitigen haben. Wleuer Morgenzeltuns Re jüdische« Kolonie» in Rußland. Unter Meier Ueberschrif: Lutufli cor polnische Mv.iF;mov ..Cza?" in Cer So,m!cicwlmmiiler vom 10. d. n'houco äußerst bemerkenswerte Ausführnngen: „Unter den sowjetistisrhi'n Experimenten ist das teilweise verwirklichte Projekt der Schaffung geschloffener jüdischer Kolo n i e n im Süden Rußlands zu verzeichnen. Zur Durchführung, oder bester gesagt, zur Finanzierung des Projektes sind die atnerikanischen Juden aufgesovdert Wortes die den Beschluß faßten, 100,000 jüdische Familien anzusiedeln, indem sic sich bereit erklärten, 9 Millionen Dollar zu diesem Zweck eufzubringeil — somit 780 Dollar für je eine Familie festsetzten. Dieses Projekt, dessen Durchführung das Joint Distribution Committee in die Hand genommen, krankt aber schon im Keime an Undurchsührbarkeit, denn der Betrag von 750 Dollar ist für die Ansiedllmg einer Familie unzureichend. DäS verringert indes nur de» Maßstab, denn der Versuch, in freilich geringeremAusm i ß, ist bereits gemacht Worten und stellt sich in Wirklichkeit folgendermaßen dar: Schon zur Zeit der Revolution hatte Rußland zirka 50.000 jüdische Ackerbauer, und im Jahre 1928 steigerte sich ihre Zehl auf . 130.000 Mann. Hievon siedelten sich etwa 50.000 Inden während der RevÄutionszeit an und 30L00 in letzterem Jahre — dank den systematischen Anstrengungen der Sowjetmacht in dieser Richtung. Im Jahre 1923 erschien die Publikation des „Jewrejskij Krestjanin" („Der jüdische Ackerbauer"), in welchem unter anderem folgernde Daten über oie jüdische KolonisationSbetvegung enthalten waren: Bis Jänner 1925 besaßen 100.000 Juden 188.000 Deßjatinen (annäherungsweise Hektar) Boden, mtb während des ersten Halbjahres wuchs dieses Terrain um 88.000 Deßjatinen mit 29.000 neuen Kolonisten. ■ « Diese Verhälinisdaten sind indes weniger interessant. Wichtiger ist cs, die Beziehung dieser Bewegung zu öen breitesten Schichten Rußlartds und zur Intelligenz zu bestimmen. Für die Bolschewiken steht die jüdische Kolonisation im Gesichtswinkel ihres Prinzipes des „Selbstbestimmungsrechtes der Völker", und sodann machen sic dabei ein doppeltes Geschäft, denn einerseits ziehen sie oie I u d e n h c i i aus der ganzen Welt an sich heran und namentlich die amerikanischen Juden, und andererseits streuen sie unter die russische Bevölkerung ein Element, das völlig von ihnen abhängig und somit den sowjetistischen Tendenzen nolens volens ergeben ist. Daher schlugen die Monarchisten, die sich in der Emigration zusammengeschlossen, aus diesem Grunde einen gewaltigen und freilich leicht begreiflichen Lärm . . . Aber zumeist maßgebend ist die Stellung der sogenannten Liberalen und nmnentlich der Partei der „Freiheit dem Volke". Tenn diese Partei ist bis ins Innerste durchsetzt mit jüdischen Elementen und „prinzipiell" philosemitisch. Das von Herrn Miljukow geleitete Parteiorgan „Poslednija Nowosti" macht zwar eine Reihe von Vorbehalten, die beweisen sollen, daß die Partei zur Gänze das gleiche Recht der Juden wie der Russen in der Frage de- Bodenerwerbs und der Bodenbesiedlugn anerkenne, knüpft aber daran iveitere Erörterungen, die zwar äußerst diplomatisch in der Form, aber völlig durchsichtig sind in ihrer Tendenz. Denn eine andere Sache freilich ist es — bemerkt das Organ deö Herrn Miljukow — wie sich die russischen Bauern dazu stellen werden, wiewohl — meint betonend „Poslednija Nowosti" — diese von Haus aus scheinbar keinen Haß Me» ihre jüdischen Mitbürger hegen. An diesem Punkte nun beginnt die Sache sich zu komplizieren^ denn es tritt auf den Plan ein „wer" oder „was", mit dem sogar der allmächtige bolschewikischc Kreml immer mehr rechnen muß. „Die Sonderkampagne, einer Bodenschenkung an eine besondere Menschenkategorie unter besonders günstigen Bedingurtgen, noch dazu im Augenblick eines allgemeinen Bodenhungers (!) — diese Aktion ist ohne Zweifel angetan, unfreundliche Gefühle zu wecken, die ja im allgemeinen keine Ausnahme sind innerhalb nationaler Gruppen — wenn eS um den Boten geht ... Wenn den Juden verhältnismäßig größere Streifen Landes in der Krim, in Neurußland oder der Ukraine zugeteilt werden, so kmn das auf die Losalbevölkenmg einen fraglos schwerwiegenden Eindruck ausüben. Sogar in dem Buche „Jewrejskij Krestjanin", welches im allgemeinen das Verhalten der örtlichen Bauern zu den jüdischen Ackerbauern optimistisch zeichnet, finden wir die Bemerkung, daß im letzten Halbjahre, das heißt im Halbjahre gesteigerter Kolonisierung, „der Stand der Dinge sich verschlechtert hat". Der Berichterstatter des Blattes „Dni" tnerkte noch.. im September <1925) an: „. . . in unseren (sowjetistischen) Zeitungen schreiben sie, daß jetzt Boden aufgeteilt wird im Süden, und unter den Bauern werden Stimmen laut: Für uns Russen ist nur Boden in Sibirien zu haben, aber für d i c Ihrigen ließ er sich viel naher finden .. ." Tenn es muß gesagt werden, daß gerade in jenen Ortschaften, wo Grundstücke den Juden zugeteilt werden, zur selben Zeit die Emigration russischer Bauern — infolge Bodenhungers — organisiert wird. Nach der Berechnung des bolschewikischen Nativnalökvuomen Bolschakow betrug die Zahl der im Jahre 1923 EmigrationÄnstigen 120.000, im Jahr« 1924 150.000 und während der ersten fünf Monate 1925 237.000. Das Kommissariat für Ackerbau hat in dieser Zeit 440.000 Rubel zioeckS Umsiedlung von 118.000 Menschen verausgabt, somit 3 Rubel für je eine Person. Es genügt, diese Ziffern Mit den vom „Joint" verausgabten 2 Millionen zusammenzustellen, zu welchen die Dowjetregierung 1,160.000 Rubel gibt' (für 88.000 Familien), um sich das Verhältnis zur russischen und zur jüdischen Bevölkerung klar zu machen. So darf nwn sich nicht wundern — schreibt „PoSl. Nowosti" — wenn ein namhafter Beamter d§r Sowjet erklärt hat; „Wenn auch die Sowjetregierung politisch stark sei und Pogrome nicht zulassen werte, so heißt das noch nicht, daß sie imstande wäre, den Bauern die Nachbarschaft jüdischer Kolonisten aufzuzwingen, ote* daß sie auch nur dis Kraft hätte, den letzteren die Beherrschung und die Benutzung des Bodens zu verbürgen". Zusammenfassend gelangt das Blatt dieser russischen Partei, die die Jutenfrags stetK sehr >Wsichrl,ich und libergl bchgMt. M folgertteffl Schluß: iS. aawm i98e „Das südliche Bauerntum kann in sein Zentralgebiet et Aß g e w i > i c A n zahl neuer jüdischer Ackerbauer» als ei» Fakt»« — ohne dagegen zu protestieren — hinnehmen; wenn diese FwW aber als ein "systematischer Kan in jenem weiten Ausmaß handelt wird, wie es der ursprünglichen Tendenz entsprechet würde, so wird der Widerspruch gegenüber jüdischer Kolonisierung nicht auSbleibcn, und, tvenn auch für den AugeMick gedämpft dir schlimmsten Stimmungen in Zukunft erregen." * Ein Kommentar zu diesem Kommentar — so schließt der polnische „CzaS" — ist wohl überflüssig." Ser Susammenschluß der Sude» Ht Griechenland. Gin Gespräch mit Oberrnvb'iner Dr. M. Ghrenpreis. Wie schon berichtet, hat dieser Tage der Ober« rabbincr von Stockholm, Herr Dr. M. Ehre tt* preis in Griechenland getveilt. Er hat den Antrag erhalten, das Amt deS Großrabbiners von Saloniki und damit von ganz Griechenland zu übernehmeil. Auf der Rückreise machte er in Berlin einem Vertreter der I. T. A. die folgen oen interessanten Mitteilungen: Das Problem der griechischen Judenschaft ist jetzt ein doppeltes: erstens die innere Neuorganisation, die ja auch vom Standpunkt des gesamtjüdischen Interesses wichtig ist, zivei tens die E i n s ü g u » g i u d a s neue S t a a 1 s g e b i l d e. Das neue Griechenland besitzt etwa 28 größere jüdische Ge meinden, jo unter anderem in Achen, Korfu, .Kreta, Kavalla, Drama usw., vor allem in Saloniki, das mit seinen mehr als SO.Ooü jü'di schen Seelen die führende Gemeinde ist. Im ganzen zählt Griechenland über 125.000 Juden. Die jüdische Gemeinde in Saloniki existierte schon in der Zeit vor Christi Geburt. Sie tvar stets und ist noch heute der Brennpunkt deS sephardischen Judentums. Eine Regeneration dieser Gemeinde wird das gesamte sephardische Judentum befruchten. DieS aber liegt im jüdischen Interesse. Die Annäherung des sephardischen an das aschkenasische Judentum macht ja immer weitere Fortschritte; dies kommt auch darin zuni Ausdruck, daß zum erstenmal in der Geschichte einem „Aschkenasi" das Oberrabbinat von Saloniki Angeboten wird/ Die jüdische Gemeinde von Saloniki ist in den letzten anderthalb Jahrzehnten durch wiederholte Kriege heimtzesucht worden. Mo schwerste Heimsuchung tvar der Brand im Jahre 1917,.der die ganze Judenstadt mitsamt 30 Synagogen, zahlreichen Schulen und charitativen Instituten dem Erdboden gleichgemacht hat. Bewundernswert ist es, wie sich diese schwergeprüfte Gemeinde wieder aufgebaut hat; noch bewundernswerter sind die ungeheuren Opfer, die für die wirtschaftlich Schwächeren gebracht werden.- Dio Wahnungsfürsor.g'e ist uuver» glerchlich. Bier Stadtviertel wurden für die Obdachlosen erbaut, viele Hunderte Familien sind in htBienisch einwandfreien Wchmmgen untergebracht, . Herr Dr. Ehrenpreis kam in Griechenland mit allen Kreisen der dortigen Judenheit zusammen. Er war Ehrengast der Zionisten und der B'nai B'rith, die ihre Mission des Zusammenschlusses mit Hingebung und Geschick erfüllen. Er stand in Fühlung mit Behörden und Gemeinden des ganzen Landes. In Men — so erzählte der Gast weiter — hatte ich die Ehre, vom Ministerpräsidenten PqngaloL empfangen zu werden. Es ist mir ein Bedürfnis, zu betonen, daß ich überall besonders bei dem gegenwärtigen Regierungschef, volles Berstä 11 d nis und Wohlwollen für die Bedürfnisse der jüdischen Ge meinschaft gefunden habe, sowie den besten Willen, die schwebenden Fragen, die sich aus der Neugestaltung des Staates ergeben, im Geiste der Billigkeit und Gerechtigkeit zu regeln. Aus dem Gespräch habe ich den Eindruck gewonnen, dflß die Frage der Sonntagsruhe sehr bald und' zustiedenstellend gelöst werden würde, wenn auch mit Rücksicht auf den scharfen Widerstand eines Teiles der öffentlichen Meinung man sich mit einer Kompromißlösung wird zufrieden geben müssen. 1 Die griechische Judenheit braucht heute eine feste Leitung nach innen wie nach, außen. So entstand der Gedanke, daß mit dem Oberrabbinat für Saloniki ein repräsentatives zentrales Großrabbinat für Griechenland verbunden werde; es wird auch darüber verhandelt, ob Saloniki oder Athen der Sitz des Großrabbinatsein soll. Herr Dr. Ehrenpreis erklärte zum Schluß, er habe sich die Entscheidung über Annahme des ihm angebotenen KrstenS bis zu seiner Rückkehr nach Stockholm Vorbehalten, Mische Abbarwvter. Warschau, 15. Jänner. (I. T. A.) In Verfolg der beschlossenen Sparmaßnahmen schreitet jetzt die polnische Regierung an ten Abbau eines Teiles der Beamtenschaft. Zu den ersten Opfern des Abbaues gehören die wenigen jüdischen Beamten. Auch die Verwaltung der polnischen Staatsbank hat in erster Reihe jüdische Bamte abgebaut, obwohl diese zu den bestqualifizierten Beamten gehören. Senator Trusker und Deputierter Wiszlieki besuchten den Direktor der Staatsbank, Schmidt, und führten Beschwerde dagegen, daß der Abbau nicht nach der Qualifikation, sondern anscheinend nach konfessionellen Grundsätzen geschieht. Dies werde sich die jüdische Kaufmannschaft, die mit der Staatsbank in geschäftlicher Beziehung steht, nicht ruhig gefallen lassen. Insbesondere wird sie ihre Kapitalien nicht mehr bei dieser Bank deponieren. Direktor Schmidt erwiderte, bei dem Abbau spielen nationale oder religiöse Gründe keine Rolle. Jndeffen werte die Bankleitung die Gesuche der abgebauten Beamten um Belastung auf ihren Posten geyg» tzxüjs» M begrüntet« fmm lü BrtrsK zleM