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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-13 · Heft 2475 (13.1.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2475 (13.1.1926)
Date
1926-01-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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AM Dkm, MMoch " - ' ddiener Morgenzeituns Die Wscher der SewagMen. Krottenmaper nnd So. vor Gericht. Am 16. Jänner 1925 erstattete der Lithograph Ludwig Ri edler .hei der Polizerdirektion die Anzeige, daß ihn im Cafe Holub im 13. Bezirk ein Mann namens N o w a k zur Herstellung gefälschter Aktien angeiworben habe. Nowak war der Lithograph Albert K r o t t e n m a y e r. Er wurde verhaftet. Eine in seinem Unterstand, der Wohnung des Mechanikers Rudolf Dignös in der Johnstraße 69 in Rudolfsheim, vovgenommene Hausdurchsuchung ergab das überraschende Resultat, daß sich dort eine vollständige Werk« , statte zur Erzeugung von Aktien der Kreditanstalt füx Handel und Gewerbe vorfand. Am 11. März wurde in der Oesterreichischen Bodenkreditanstalt festgestellt, daß falsche Oewag-Aktien zirkulierten. Durch fachmännische Untersuchung der bei Krottenmayex Vorgefundenen Materialien wurde erkannt, daß. diese Falsifikate aus seiner Werkstatt herrührten. Insgesamt wurden 600.000 Stück falscher Oewag-Mtierr in den Verkehr gebracht und damit Belehnungssummen von 750 Millionen Kronen erzielt. Fünf Mitglieder der Bande haben sich vor einem Schöfjensenat unter dem Vorsitz des Hofrates Dr. Haerdtl in dreitägiger Verhandlung, die gestern begonnen hat, zu verantworten, und zwar der 32jährige LiHograph Albert K r o U iennrah c r, der 37jährige ehemalige Dopotkassier der n:ederösterrcichvschen t Eskomptegvsellschaft Franz Hort, der 35jährige Mechaniker Rudolf Dignös, dessen 30jährige (Gattin Anna Dignös und der 30jährige Handelsangestellte Franz Wirth. Die Beschuldigten Krottenmayer und .'oort' jttiö des teils vollbrachten, teils versuchten Betruges angeklagt, das Ehepaar Dignös und Wirt als Mitschuldige, das Ehepaar Dignös auch der versuchten Betruges. , Baumann stellte die Verbindung zwischen den Fälschern und den Verbreitern der gefälschten Aktien her. Er hielt die Namen dieser Personen vor den Beschuldigten geheim. Nur soviel war ihnen bekannt, daß ein Mann mit dem geheimnisvollen Namen Tutankhamen an der Verwertung der Aktien in hervorragendem Maße beteiligt tvar. Die falschen Oewag-Aktien waren täuschend nachgeahmt. Die Verwertung der Aktien erfolgte in der Form dex Belehnung. Hort, der damals noch Depotkassier der niederösterreichtschen Eskomptegesellschaft war, teilte den Vermittlern mit, daß ein „nicht 'genannt sein wollender Großkapitalist" kolossale. Posten an Aktien gegen höhere Verzinsung belehnen lassen wolle. Den Darlehensgebern wurde zur Bedingung gemacht, die Aktienpakete Versiegeltinden Bank safes bis zum Tage der Rückzahlung des Darlehens auszubürahren. Auf diese Weise kamen die gefälschten Aktien lange nicht in Umlauf und Hort konnte die jeweils fertiggestellten Falsifikate immer und immer wieder n e u a b s e tz e n. Nach Verlesung der Anklageschrift bemerkt der Vorsitzende.: Ich sehe, daß im Zuschauerraum einige Besucher essen. Das ist eine große Ungehörigkeit. Wenn das nicht aufhört, werde ich den Saal räumen lassen. Das Verhör mit Krottenmaher ergab interessante Details über sein Vorleben. Er war bei dex Fremdenlegion, ging von dort durch, bereiste die ganze Welt in den verschiedensten Berufen. Fm Sommer 1914 wollte er eine. Weltumseglüng unternehmen, wurde aber in den adriatischen Gewässern vom K r i e g s a u sb r u ch überrascht. Er erzählte auch, daß er sich seinerzeit als Kinooperateur in der Wüste betätigt habe. Er erklärte, er habe an der Anfertigung der falschen Oewag- und Krvditaktien nicht« usreinerGew i n n s u ch t, sondern aus seiner romantischen Veranlagung heraus teilgenommen. Der zweite Angeklagte, Hort, gab an: „Ich habe kein Geld verpraßt, sondern nur preine Schulden zahlen wollen. Eine Schädigungsabsicht ist Mir ferne.gelegen." Nach dem Verhör der Angeklagten wurde mit der Zeugeneinvernahme begonnen. Die Zeugen Rudolf Ri edler, Karl nrw Alois L e n h a r t, Dr. Adolf L e i s ch n e r, Binzerrz.K. e b l i t s ch, Dr. Max Bernhard, Adolf A g o st o n, Josef K o r a.n e t s ch, . Theodor R i k s ch, Armand F e h r und noch einige andere sagten in einem für die Angeklagten ungünstigenSinne aus. In den sPäten Abendstunden wurde die Verhandlung abgebrochen. Heute finden die Plaidohers statt. Das Urteil dürfte in den Abendstunden gefällt werden. Radioprogrmmrr. Heute Mittwoch den 13. Jänner: 16 Uhr 15 Mini: Nachmittags, konzert. Die Ouvertüre von Johann Strauß. — 17 Uhr 15 Min.: «Ouer durch Oesterreich"-. Wintersport in Vorarlberg. Oberbaurat Ing Erwin Delnlein. —18 Uhr.25 Min.: Das Knnsthtstorische Museum«!. Die ägyptische Sammlung. MuseumSdirektor Dr. H. Demel. — 19 Uhr: Mufikkürs. Prof. Richard Stöhr. Musikalische Formenlehre. — 20 Uhr: Konzertakademie. Die Variation der Musik. Mitwirken!» r Koloratursängettn Maria Witz; Frau Prof. Stella Wang (Klavier), das GotteSmann- Quartett, Prof. Jacques van Lter (Flöte). Einleitender Vortrag: Dr. Alfred Orel. »mitte, BortrSge ttttb Seriattttttltutoett. Jüdische TischgesellschaftLand st raße. Heute um 7,9 Uhr abends Vortrag des Herrn Dr. Leo G o l d- Hammer über .Der Emek, der Typus der jüdischen Kolonisationrmethode". CafS Lovrana, 3. Bez., Löwengaffe Nr. 36 (Souterrain). Anschließend musikalische Vorträge. Herr Karl Scharf (Violine). Herr Fritz Jahoda (Klavier), Rezitation Fräulein Renö Stein. — I u g e n d a r u p p e. de r Zionistischen Sektion Z w i s ch e n b r ü ck e n, 20. Bez., Leystraße 81. Heute um 8 Uhr abeuvr Fortsetzung des Vortrages des Herrn Prof. Menkes über «Neuhebräische Literatur". Gäste willkommen. Ein AnfängerkurS für Hebräisch hat bereits begonnen. Anmeldungen werden täglich von 7 bis 9 Uhr abends im Vereinslokal entgegengenümmen. Freitag um 7,8 Uhr abends spricht Jehoschuah Vierer auS Palästina. — Wiener Beth-Hamidrasch, 2. Bez, Ferdinandstraße 23. 6 Uhr: Lektor. Dr. S. GelbhauS: «Liturgie". 7 Uhr: Lektor Doktor S. Rubin: Die Philosophie des MaimonideS: «Die PraeScienz und die Willensfreiheit". — JungzionistischeGruppe VI-VIII, 8. Bez., Bennoplatz 1s. 7»8 Uhr abends r Dr. Max Schnabl« Fort etzung des Geschtchtsknrfes. Irene H i l l° m nun: Theodor HerzlS Wirken. Bernhard Wiener: Vorlesung aus Scholem Alejchem. — Verein Tikwath Z ehn d a. Heute Mittwoch im Saale des VeretnShetmes. 8. Bez., Äennoplatz 1, Bortraa Dr. Theodor LehnSdorffr RechtSkemitnis im täglichen Leben. Opernsängerin Frl. Cläre C o st ar Arien. Herr Leon B a l l a g u r, Mitglied der Reinhardt-Bühne: Rezitation. Anschließend Tanz. — MatmonideS-Jni't i t u t, Hetzgasse 40. HeNle Mittwoch, 6 bis 7 Uhr abends, Dr. A K a m t n k ar «Das Buch Hiob"; 7 bis 8 Uhr: Doktor N. G o l d st e i nr «Die Theorie des Geldes im talmudischen Handelsrechte". — O e st e rr e i ch i s ch e Politische Gesellschaft, 1. Bez., Aunagaffe 5. Morgen um 7 Uhr abends Vortrag des Kommerzialrates Heinrich Rosenberg überr «Die Aufteilung der KapitalSanteike in den Golddilanzen offenen Handels- und anderen Personalgesellschaften". * ... Verband jüdischer Ingenieure und Technik« für den Ausbqn Palästinas. Dieser für den Ausbau Palästinas wichtige Fachverdand hat jetzt seinen Sitz in Wien, 1. Bez., Kärmnerstraße 28. 2. Stock (Bereinigte zionistische BureauS). Mitgliederaufnahme und Auskünfte jeder Art jeden Dienstag von 7 bis 8 Uhr. Der Verein der Preßburger in Wien, der von feinem, Obmann, Herrn Nasch, vor vielen Jahren ins Leben gerufen wurde, veranstaltet Samstag wie alllährlich im Hotel Continental zugunsten dew in Men lebenden notleidenden Landsleute eine große Festakademie, die sich regen,Zuspruches erfreute. Dem Obmann der Festleitung, Herrn Gustav Weiß, war es gelungen, eine Reihe hervorragender Kräfte zu geloiunen, die für einige Stunden die Sorgen des Alltags vergessen ließen. Den seriösen Teil der Darbietungen Gestritten Staatsopernsängevin Malvine Szterenyi, Konzertsängerin Julie Szamek und Staatsopernsänger Gustav Strobl. Auf die Lachmuskeln der Zuhörer wirkten das Duett Mimi GyeneS-Hans Ritter und die beiden Kanonen Armin Berg und Karl Farkas. Nach den Vorträgen huldigte das Publikum zu den Klängen der ausgezeichneten Kapelle I. G^igex W M m Ml NschtstMp W dM 2ÄW Kunst, Bühne, Buch. .„Lep MMM Sottes." Neues Wiener Stadttheater. Die edle Einfalt und stille Größe Anton Bruckners zu dramatisieren und sein bescheidenes, weltabgewandtes Wesen in den Mittelpunkt von Bühnenbildern zu stellen, die durch das historische, tzen. Meister.,verfolgende Milieu von Mißgunst, Intrigen'sind .Verkennung. belcht/werden, war kein Mer Gedanke. und .die Äusgäbe nicht leicht, aber dankbar. Der feine Musikkenner D e e s e h und'der Theaterroutinier Viktor L e an haben sich hier ' tzu glücklicher Zusammenarbeit gefunden. In straffen Szenen zieht die urwüchsige- Gestalt Bruckners aus dem oberösterreichischen Klosterhof bis zu seinen: Ehrcnheim im Wiener Bewedereschloß vorüber, wo ihn nach Jahren der Bekämpfung Ruhm und Preis überschütten. Mer über dem Getriebe um ihn schwebt ständig, sein in ätherischen Höhen wandelnder Geist, der zum Schlüsse in die Sphärentöne seines De Dcums ausklingt. Wilhelm Klitsch gab, wie schon in Graz, die grvße Rolle in trefflichster Verkörperung des mit seiner Orgel verwachsenen' „Musikanten Gottes". Die übrigen'Gäste, Jritzi Dätz und'Martha Schle 1 iingen, unterstützten seine Aufgabe, und das famose Exl-Ensemble gestaltete daS Ganze zu einem wirkungsvollen Bolksstück. Allen voran die Vielseitigkeit der - rassigen Anna E x I, dann ihr Gatte Ferdinand, Köck, An er, Hauser, Pohl und Anna Zätsch. Die vier Bühnenbilder sind mehr als eine dramatisierte Biographie; sie bilden ein gutes Theaterstück, lvas der große Beifall des voller: Hauses bewies, für den Decsey oft und oft danken wußte.. ' A. S. «in Unfall Mi Marders,. Ohnmachtsanfall auf offenen Szene. Während der Vorgestvigerr Aufführung oes Lustspieles ,M« Wel.t, in der man sich langweilt" in: Akademietheater wurde Frau Lilli Marberg auf offener Szene von einer Ohnm a ch t befallen und stürzte bewußtlos zu Boden. Die Vorstellung mußte unterbrochen werden und wurde erst nach längerer Pause fortgesetzt. - Lilli Macherg ist durch diesen Unfall,m der: Mittelpunkt einer Dheateraffäre geraten, was der geschätzten Künstlerin gewiß nicht sympathisch ist. Allerdings erfuhr man auS diesem Anlaß wieder, daß mau Frau Marberg, die auch früher wiederholt in JÜDISCHES KONSTLERKABARETT Jl.JPr^ttntrau^ BQ^ / LeUcrj Ms» Slwae Heut« Ehrenabend des Kenn M. HERSCHKOWICZ Das Ende einer Frau Mltwtrkende: Damen: Dreiblatt. Dulitzkaja, Meiseis, Weisberg, Zucker / Herren: Streng, Herschkowier, Sigal, Wittler, Meiseis, Nachbar, Weinberg a e g 1 r n V|V U h.r »ty« ^Hrr^r’r ww-a-ww» v w v~y MORGEN DONNERSTAQ Auf allgtmeintt Verlangen/ DIE RUMÄNISCHE CHASYNE m 13. Jänner 1926 Sekte % den Hintergrund gedrängt wurde, nicht so bchandelt, wie eS der bedeutenoen, vornchmen Schauspielerin gebührt. Frau Marberg hätte in der fiir heute angesetzt gewesenen Premiers von „Lady Windermeres Fächer" eine Hauptrolle spielen sollen, war aber schon seit einiger Zeit unpäßlich >:nd der Arzt untersagte ihr, an den Proben teilzunehmen. Nun lvollte die Direktion den Termin der Premiere einhalten und die Rolle umbesetzen. Ueberdies wurde >der Künstlerin diese Absicht auf krankende Weise durch ein untergeordnetes Organ übermittelt. Da jedoch heute Verlautbart, daß die Premiere bis zur Wiedergenesung der Frau Marberg verschoben ist, besteht kein Anlaß, die Angelegenheit weiter zu behänd^ Es ist ja auch möglich, daß ain Mißverständnis vorlag. Philharmonisches Nonzett. tritt Programm von aufwizender Monotonie! Für die alnt Musikstadt Wien scheint die Aufftellui^ abwechslungsreicher Programn:e noch immer ein unlösbares Rätsel zu sein. Mcm verlangt ja nicht Novitäten um jeden Preis, es gibt auch genügend ältere Werke, die längst nicht mehr gespielt werden und einer Auffrischung wohl wett sind. Eine Folge von Schubert, Hahdrr und Mozart ist denn doch gar zu einseitig und wirkt erst recht dürftig, wenn der Klang durch das moderne Riesenorchester übermäßig vergrößert wird. Wenn schon nicht Erstaufführungen, so darf man von den Phicharmönikern wenigstens Gutaufführungen verlangen. Entgleisungen wie in der ZauberhaNfen-Ouvertüre Schuberts müßten sich doch vermeiden lassen. Was für eine reizende Ouvertüre, die Schubertschen Charme mit Hoffmannschcr Romantik vereinigt! Wie ein süßes kleines Mädel konunt das C-Dur-Thema heremgetänzelt, erst vorsichtig nach der Quart und nach der Quint auslugend und dann kokett in die None hinaufhüpfend. Weniger konzertant mutet die Schubertsche Klavierphantasie in F-Moll in der Felix Mottlschen Orchesterbearbeitung an. Das dürftige», für vier Klavierhände gesetzte Stimrngewebe in ein großes Orchester aufzulösen, ist ebenso verlorene Liebesmüh, wie eine hochwertige Zeichnung durch Kolorierung in ein Oelgemälde untwandeln zu wolle«. Der warme Klavierklang geht verloren, der OrchesterMnz stellt sich nicht ein, die für das Klavier organischen Passagen irren im Orchester hilflos auf und nieder, die Bässe sind leer und die Mittelstimmen fehlen. Mit der ihm eigenen Bonhomie dirigierte Weingartner Mozarts Jupiter-Symphonie, klar, weltgewandt, diesseitig. Das reizende C-Dur-Symphoniechen „Der Bär" (so genannt nach dem brummenden Dudelsackbaß des Finales) von Josef Haydn sprach am meisten im Finale an, die übrigen Teile Kingen heute ein wenig blutleer. Freilich, der bescheidene Haydn liegt trotz seiner unendlichen Mnnigfalti^eit fernab von den musikalischen Wegen der Gegenwart, sein moderner Geist wird erst von einer wohl nicht zu fernen Zukunft neu entdeckt werden müssen. Zum Erfolg des Haydnsehen Variationensatzes trug Meister Roses Zaubergeige wesentlich bei. ' •* '_ fv. Ans den Aentem. Burgtheater. Wegen Erkrankung der Frau Mar» Ü e r g mußte die heutige Erstaufführung von «L a d y W i n d e rmereS Fächer" verschoben werden. Heute, V98 Uhr abends, .Fen st e r". Die für die Erstaufführung gelösten Karten haben für diese Vorstellung keine Gültigkeit. Das Geld wird an der Kaffe retourniert. Morgen «Romeo undJulia" (Theatergemeinde, Serie F). * ., Volksoper. Morgen «DerarmeJonathan. Anne R o f e l l e von der Metropolitan-Opera in New-York. die gelegentlich ihres Auftreten» im Rahmen der italienischen Stagione im Herbst vorigen Jahres große« Erfolg hatte, wurde für ein mehrmalige» Auftreten gewonnen. Raimund-Theater. Heute, */»8 Uhr abends. Premier von Alexander Dumas' Lustspiel «D e m i m o n d e" mit Leopoldine Ko n st ant in und Anton E d th o fer. Alfred Rottauscher gestorben. An einem' Lungenleiden ist AlftÄ Rottauscher, dessen Komödie ,/Das Kaiserreich Guyana" im Akademiecheater m Szene ging, m jungen Jahren gestorben. Die Krankheit zchrte an chm und duldete nicht, daß sich seine bemerkenswette schriftstellerrsche Begabung voll entfaltete. Ein vortrßüiches Buch über den Mmnogesang ,I a ghorn", das er gWinsam .mit Bernhard Baumgartner herausgab, ist schr wertvoll, und sein Roman „Sepp H,olzl" wurde gut ausgenommen. Rottauscher, eine echt osterre:chr,che, liebenswürdige Natur, stammt aus Salzburg und war Sekttonsrat im Bundeskanzleramt. Requiem für verstorbene jüdische Bühnenkünstler. Aus Newtorf wird uns berichtet: Bor kurzem fand in der hiesigen lchaarei-Zedek-Shnagoge eine einzigattige. sehr eindrucksvolle Gedenkfeier statt.. Die jüdische Theatergilde" veranstaltete em Requiem für die im Jahre 1926 vechorbenen judrschen Schauspieler und Schauspielerinnen. Der Tempel warvon Mitgliedern der jüdischen TheatergMe in Amerika und Freunden des jüdischen Theaters erfüllt. Auch sonst zog die pietätvolle Feier, Wohl die erste Feier dieser Art selbst in dem an Duschen Buhnen rechen .Amerika, ein großes Publikum an. Die Trauerfeier wurde durch das Solo „M. Eli" von Bella Baker eingeleitet. Die den Verdiensten der verstorbenen „Taglöhner der jüdischen Kunst" gewidmeten Ncchrufe wurden vom Reverend Dr. Elras Solomon, ferner dem Vizepräsidenten der „Jewish Theatrieal Guild", San: Bernard, dem Präsidenten der Organisation W:ll:am Mor- * i » »Mm (ZUYoknr .Cvivrh Cnniitf flpfwiltptt tzettchtssaal. verhaftnng int Serichissnnl. De, Doll«-Goldstein unter dem verdacht falscher Zewgenaussagjk. In einer Verhandlung vor dem Eiuzelrichter Oberlandesgerichtsrat Dr. Hummel wurde vorgestern nachmittags ein Zeuge, der Bankier Adolf G o l d st e i n, der in Börsenkraisen unter dem Namen „D o l l a r - G o l d st e ibekannt ist, auf Antrag des Staatsanwaltes Dr. Schmid wegen V e r d a ch t e S der falschen Zeugenaussage verhaftet. Es handelte sich in der Verhandlung um eine Anklage gegen den Realitätenvermittller K ud i j ch, der den Verkauf oiner Billa in Baden, die Eigentum der Frau Goldsteiu sein söll, vermittelte. Die Billa wollte ein gewisser AMM M $& LütjWd m MM Sb Ms

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