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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-13 · Heft 2475 (13.1.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2475 (13.1.1926)
Date
1926-01-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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(fc §478 Men, MiMoH Falschnoten... Budapester DagestteuWiien. Zwischen Frankreich und Ungarii ist ein Notenwechsel tm ,®3ttße. Wie verlautet, handelt es sich bei diesem Austausch um echte Noten. Frankreichs Interesse an der Aufdeckung der Fälschungen: ßie Rücksicht auf seinen Wechselkurs; Ungarns Interesse an der Vertuschung der Affäre: die Furcht vor einem Kurswechsel. * Die Er^se der Fälschungen sind anscheinend geheimen militätischen RüstungSZwecken zugeführt worden. Mit anderen Worten: ein Vorschuß auf die Feindseligkeit. * Daß die französischen Noten von hohen ungarischen Militärs gefälscht würden, kennzeichnet den Fall als besonders bedenklich; denn welche Armee duldet in ihren Reihen ... Franktireurs? « Vor dem Lankschalter: .DagenSie, was bekomnte ich für einen Tausendfrankenjchein?" „Na, so fünf — sechs Jahre sicher . , Diese überraschenden Verhaftungen in der Fälschungsaffäre find so aufregend und spannend wie ein Zeitungsroman. Ja — Fortsetzung folgt. SSpstllcher Segen und Auszeichnung an eine« Wischen Knltnmöfidenten. Auch das gibt es. In Ungarn oder in ehemals ungarischen Gebieten der Nachfolgestaaten. Diesmal ist es Dr. Heinrich D ome n h, der gewesene Präsident und derzeitige Ehrenpräsident der jüdischen Gemeinde von Alba Julia in Transsylvanien. Es soll aber gleich gesagt werden: Herr Dr. Demeny wurde nicht für seine Verdienste als Präsident der israelitischen Kultusgemeinde mit dem päpstlichen Segen und anderen Gunstbezeigungen des Hauptes der katholischen Kirche ausgezeichnet, sondern in seiner Eigenschaft als Rechtskonsulent des Bischofs Grasen .Karl Gustav M a j l a 1 h. Dieser siebenbürgische Kirchenfürst schätzt seinen jüdischen Rechtssrennd in so hohem Maß-, daß er für ihn schon vor zwei Jahren in Rom eine päpstliche. Auszeichnung erwirkte. Am 22. Dezember vorigen Jahres, anläßlich des Abschlusses des Anno Santo, begleitete der Ehrenkultuspräsident seinen bischöflichen Gönner nach. Rom, um dem Papst persönlich seinen Dank 'für die Auszeichnung abzustatten. Porige Woche erschien nun, wie uns berichtet wird, Bischof Graf Majlath in der Wohnung seines jüdischen Freundes Dr. Demeny und überbrachte ihm sozusagen im Anschluß an. die Audienz in Rom die Photographie des Papstes mit einer eigenhändigen Widmung des Kardinals G asparri, der dem Kultuspräsidenten Dr. Demeny. und seiner Familie den Segen des Papstes übermittelte. Darob großer Jubel unter den Israeliten von Alba Julia. Historisch ist hierzu noch zu bemerken, daß der Liberalismus eine alte Tradition der Bischöfe von Alha Julia ist. In dieser Stadt waren die ersten Judensiedlungen in Siebenbürgen, die unter dem Patronat der Bischöfe standen. Die ersten zwei Synagogen in Alba.Julia wurden den Juden von den Bischöfen verpachtet und der Bischof war die oberste Instanz in allen, zivilen Streitfragen, die vor dem damals bestandenen jüdischen Richteramt zur Austragung gelangt sind. Me neuesten Kreuzritter. , Palästinareise der „Ritter vom heiligen Johannes". In der ersten Märzhälfte wird durch das M i t t e lmeer ein Dampfer mit merkwürdig kostümierten Passagieren fahren. Die Passagiere, hundert an der Zahl, sind Mitglieder einer j ernsalemischen Ordensgemeinde. Sie sind aber in England ansässig und haben nun das Bedürfnis, in das gelobte Land zu wallfahren. Was sie wollen, ist, unter Benützmtg modernen Komforts den Glanz e i n e 8 m i 11 eiall e rl i ch en K r e u z z n g e s wieder aufleben zu lassen. Sie haben den britischen Passagierdampfer „Asia" fiir ihre Zivecke gechartert. Er wird am 7. März die Mittelmverreise alltreten, llnd am Heck wird die Ordensfahne der „Ritter vom heiligen Johannes" wehen. Die neuzeitlichen Kreuzritter erwarten, daß mail ihnen an den für ihren Orden historischen Stätten einen offiziellen und ioeihevollen Empfang bereiten wird. Und weil angemessene Zeremonien bevorstehen, werden die Pilger Mäntel und Abzeichen deö Ordens tragen. Sic werden auch das S i l b e r k r e u z, das seit fünfhundert Jahren im Gebrauch ist, sowie das geweihte Ordensschwort mitnehmen. Die Standarte des Ordens zeigt das rechtwinklige weiße Kreuz auf rotem Grunde, wie es auch auf den Nationalflaggen Täiremarks, Italiens und der Schweiz vorhanden ist. Ein Marinebefehl aus dem siebzehnten Jahrhundert verlangt, daß sämtliche Schiffe die Ordensflagge zu grüßen haben, und da dieser Befehl niemals aufgehoben wurde, rechnen die Or-. densritter des zwanzigsten Jahrhunderts bestinlntt damit, daß man den Befehl auch hellte noch befolgen wird. Tatsache ist, daß der Orion St. Johannes der älteste und angeblich der einzige ist, der wahrhaft von den Kreuzrittern des Mittelalters gec-ründet wurde. Er stammt aus dem Jahre 1048. Ans der Insel Rhodos sichen ncch zahlreiche und gut erhaltene Bauten, die von diesen Rittern stammen und dort errichtet worden sind, nachdem sie aus Jerusalem Vertrieben Wochen waren. Jul sechzehnten Jehrhurdcrt siedellen sie sich in Malta an und bauten das erste gepanzerte Kriegsschiff. Sie schützten daö Mittelmoer gegen Piraten. Die englische A b t e i lu n g nun, die die Traditionen dieses Ordens hechhält, macht sich namentlich durch hervorragende Krankenpflege nützlich und sie verfügt über nahezu eine Millte« Anerkennungen für sanitäre Hilse» Mener Morftenzeltnng Bei Regen, Wind, Kälte wird man leicht von Erkältuttg befallen. Man muss daher recht* zeitig Sorge dafür tragen, dass im Hause nie fehle der in seiner schmerzlindernden Wirkung einzige echte DIANA Franzbranntwein mit Menthol welcher für Massage, Einreibung, Umschläge und als Ourgeiwasser g etch unentbehrlich ist _ Ueberall erhältlich. _«52 - Des Goldenen Sucher dritter SM. Die Feier der Einweihung. Aus Jerusalem wich uns geschrieben: Es war eine intime, aber eindrucksvolle Weihefeier, Sie am 0. Kislew in einem Saale des Hauplbureaus des Kerm Kajemeth l'Jsrael vor einem auserwcylten Kreis der Eröffnung des dritten Bandes vom Goldenen Buch des Jüdischen Nationalfonds vorangegangen war. Auch der dritte Baus, der gleich den ersten zwei Bänden künstlerisch ausgestattet ist, wies aus den ersten Seiten bereits bei seiner Auflegung Namen von zehn um Erez Israel vechienten jüdischen und nichtjübischen. Persönlichkeiten auf. Schon vor mehreren Monaten war beschlossen Wochen, daß dieser Band mit der Eintragung des Namens des ersten jüdischen Oberkommissärs von Erez Israel, des ersten Lenkers der Arbeiten für den Ausbau des. jüdischen Naticnalheims, Sir Herbert Samuel, begonnen werde. Ihm folgt die Verewigung des Namenö des Vaters der historischen Deklaration, auf Grund deren der Wiederaufbau von Erez Jsrasl aus völkerrechtlicher Grundlage begonnen werden konnte, des Lord James Artur. Balfour. Und dann eine Reihe anderer verdienstvoller Persönlichkeiten. Es waren hauptsächlich Vertreter der Presse und Repräsentanten der verschiedenen geistigen Richtungen im neuen Erez Israel, die zu dieser kleinen Feier erschienen waren. Der Leiter der. finanziellen und wirtschaftlichen Abteilung, des Jüdischen Nat-onalscnds, Tr. Granowski, sprach in seiner Begrüßungsrede vcn den ungeheuren Aufgaben des Keren Kajemeth und den Möglichkeiten einer finanziellen Lösung derselben. „Das jüdische Jahr 6680 . -- sagte Tr. Granowski unter anderem — hinterließ uns Verpflichtungen, deren Erfüllung 300.000 Pfund erfordern. Nehmen wir noch den riesigen Bodenkomplex dazu, den wir im laufenden Jahr zü erlösen haben werden, dann gewinnen/wir das vollkommene Bild der uns bevorstehenden Schwierigkeiten. Im Jahre 5686 müssen die Einnahmen des Jüdischen NationalsoUds verdoppelt werden. In dieser gigantischen Arbeit rechnen wir wie in der Verganger heit, auch fürderhin auf die. Mitarbeit der anerkannten Repräsentanten der Literatur und der Vertreter unserer Presse." Ter Pressechef beim Jüdischen" Nationalsonds, Herr B i* stritzky, besprach dann die verschiedenen We^ der Propaganda und.führte unter atrderem aus: „Tie gute Prcpaganda ist gleichzeitig ein gutes Mittel der Volkserziehung. Wir waren uns dessen schon bisher bewußt und unsere Mitarbeiter im Pressevefetat leisteten auch mehr belehrende, aufklLrer.de, literarische Arbeit. Tabei darf aber auch die prosaische Seite der Frage nicht außer acht gelassen werden.. Es handelt sich, um Geld und immer, wieder um Geld. Deshalb müssen wir uns aller brauchbaren Mittel bedienen, durch welche wir den Weg zum Herzen des Volkes finden können. Das Volk gibt gerne, weil es mit uns und für den heiligen Zweck, dessen Arbeiter wir sind, fühlt, aber wir müssen es verstehen, uns ihm zu nchern." Hierauf wurden die neuesten Propagandamittel des Keren Kajemeth vorgelegt, erläutert und von den Gästen besprochen. Es würben Broschüren, Beschreibungen, Rechenschaftsberichte, Spielzeug für Kinder angesertigt, die nicht nur eine Einnahinsquelle bilden, scndern auch Erzichungs- und Propaganda- Nlittvl darstellen. Tiefen Eindruck machte sie Vorführung der Grammophonplatten, dieser modernsten Sendboten im. Dienste des Jüdischen Nationalfonds, durch welche auch auf solche Schichten gewirkt werden soll, die bisher der gemeinsamen jüdischen Arbeit sernstanden. Diese Grammophonrepvcduktionen bilden aber auch für den im Zionismus ausgewachsenen Kenner der zionistischen Arbeit und ihrer Ziele einen wahren Herzensgenntz. Man hört eine Rede Sokolows in hebräischer, Ruppins in deutscher, Beul Lockers und des misrachistischen Rabbi Berlin in jiddischer, aber auch eine R e d e I a b 0 t i n s k y s in hebräischer und russischer Sprache und selbst die mitten im zionistischen Leben und Getriebe stehenden Gäste konnten sich des tiefen Eindrucks dieser Reden der Führer der verschiedensten Richtung'n in der Zionistischen Organisation nicht erwehren. Die Feier wurde mit einem begeisterndem Appell des Rabbi Benjami n geschlossen. Mn Antitoxin gegen Wunvftarrkramvi. Paris, 12. Jänner. (Havas.) Dr. Roux hat in der Akademie der Wissenschaften mitgeteilt, daß die Doktoren Ramo.n wird Zeller ein Antitoxin herg.stellt haben, das vollständige und dauernde Immunität gegen den Tetanus verleiht. * Zu dieser Nachricht schreibt uns Herr Dr. I. R.: Von Behring wurde schon vor mchr als zwei Jahrzehnten ein Starrkrampf-Antitoxin entdeckt, dessen Heilkraft dadurch eilige* schränkt ist, daß es nur im Blute kreisendes, nicht aber an das Nervensystem gebundenes Tetauusgift unwirksam machen kann. Es wirs deswegen prophylaktisch bei allen stärker verunreinigten Wunden nach spätestens 24 bis 80 Stunden mit Erfolg injiziert. Bei schon ausgebrochener Erkrankung ist es wirkungslos. Das oben angeführte Antitoxin dürfee, fofernc die Meldung richtig ist, in seiner Wirsamkeit unbegrenzt sein. Jedenfalls sind nähere Angaben abjulvarten. IS. ISiMr 1SSS Gsük I Klar Woche in tmdünntkt finit. -Man hat schön oftvvn opfern,urigen Gelehrten gehör!, sich int Interesse der wissenschaftlichen Forschung ExpttiMnM unterziehen, die mit Lebensgefahr verbunden sind oder gesundheit* liche SchcidiguWii htztWstthreil können. Gvich ein forschüngs- und opsersrsudigcr Gelihttek ist Joses Däterofi in London,, der kürzlich an sich selbst einen eigenartigen Versuch voknahnt. Barerbst, der zum Professor der Physiologie an der U tt! v i t f i t ö t Cambridge ernannt worden war, wollte die Wirkung verdünnter Lüft aus den menschlichen Organismus mid insbesondere auf das Blut feststellen. Zu diesem Zwecke begab er sich in ein gläserne? Gemach, in dem er eine volle Woche zubrachte. Dieser Raum war mit stark verdünnter Luft angesüllt. Während man mit einer Lust pumpe die gewünschte Luftvervüttnung erzielte und die Verdünnung konstant in demselben Grad erhielt, sorgte man natürlich auch M die Entfernung der durch die Atmung Barcrofts verdorbenen Lust sowie für die Zufuhr frischer Lust. Barcroft sah, als er seine durchsichtige Kammer endlich vor ließ, blau aus. Eine Ader wurde ihm geöffnet, um eine Analyse seines Blutes nach dem Experiment durchzuführen. Professor Barcroft fand durch sein Experiment seine Wahrnehmung bestätigt, die er vor Jahren gemacht hätte. Cr hatte damals an einer von der Royal Society nach Peru ausgeschickten Expedition teilgenommen. Ick Lande der Inkas fiel es ihm auf, daß die Leute, die in einem SMrbergbau in einem Berg von 16.000 Fuß Höhe arbeiteten, blau missahen. Darcrost beschäftigt sich schon seit dielen Jahren mit Blut Untersuchungen und hat Forschungen aus diesem Gebiet, besonder!? im Zusammenhang mit den giftigen (Hasen angestellt, die im Krteg verwendet wurden. Cr befindet sich nach dem Experiment in der GlaSkammer vollkommen wohl. fiet Wellurm In Gefahr. Aus Paris wird uns gemeldet: Seit Jahren schon ist das gewaltige Eisengerüst des Elffete turmes vom Roste bedroht und nach sorgfältiger Untersuchung haben bereits gewisse Teile entfernt werden müssen. Am Borabend der Internationalen Kunstgewerbeansstellung hatte man dafür Sorge getragen, den gesamten. Körper mit einer isolierenden Flüssigkeit aus Minium und Leinöl zu bestreichen; aber die mit großen Kosten verbundene Operation hatte insofern nur einen geringen Erfolg, als Regen und.Sonne ihr Zerstörungswerk weiter forbsetzten und die elektrischen Wellen der Radiostation ein Uebriges tun. Wie die Zeitschrift „ArtS et Metiers" hervorhebt, kann der Eiffelturm nur unter einer Bedingung gerettet werden, daß eS den Chemikern gelingt,'in kurzer Zeit eine Zusammensetzung zu finden, die gegen die Oxydation der Eisenteile völlige Sicherheit bietet. Nach den Darlegungen des Blattes müssen dazu folgende Eigenschaften Vereinigt werden: vollständige Undurchdringlichkeit, eine gewisse Härte gegen die Kraft des Windes, eine starke Elastizität, die der Züsammenzlehung und der Ausdehnung des Eisens ohne Risse und Sprünge folgt, Isolierung gegen die elektrischen Einwirkungen und galvanischen Ströme. Es werden allerdings keinerlei Illusionen, darüber gelassen, daß man von einer solchen Erfindung noch recht weit entfernt ist, und der Eiffelturm muß vorläufig seinem Schicksal überlassen bleiben. Man wird die betroffenen Teile nach' Möglichkeit zu ersetzen suchen, doch ist es bei der ungeheuren Ausdehnung des Bauwerkes nicht ausgeschlossen, daß gewisse Schäden' sich der Untersuchung entziehen , und größere Verheerungen nach sich ziehen können. Ein Einsturz ,st natürlich vorerst Nicht zu befürchten, obschon die physikalischen und chemischen Einflüsse sich bereits in'bemerkenswerter Weise geltend machen. Der Turm zeigt eine starke Neigung nach Nordwesten; sie wurde zum erstenmal am 16. August 1894 festgestellt und betrug damals bereits 24 Zentimeter an der Spitze. Heute wird die Verschiebung Nicht weniger als einen Meter betragen. Unter dem Einfluß eines starken Sturmes gerät die Spitze des Bauwerkes in Bewegung, und bei der letzten großen Windstärke im Dezember wurde eine Ellipse registriert, deren große Achse zehn, deren kleine Achse sechs Zentimeter im Durchmelle» erreichte, ' Haamannr Genoffe. Der wlederMsgenommene Prozeß gegen Gmnü. Ans Hannover wild gemeldet: Bor dem Schwurgeric^ oegann gestern daS Wiederaufnahmeverfahren gegen den Trödler Grans, der im Haarmann-Prozeß wegen Anstiftung zum Morde im Falle Wlttig zum Tcbe und außerdem wegen Beihilfe zum Morde im Falle Hannappel zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt worden war. Folgendes waren die Gründe, die zur Sistierung des Urteils und zur Anberaumung eines neuen Prozesses führten: Als Haarmann nach seiner Schuldigsprechung ins Polizsipräsidium gebracht wurde, um dort im Zuge eines gegen verschiedene Homo sexuelle geführten Verfahrens alls Zeuge einvernommen zu werden, erschien in verschiedenen Hannoveranischen Zeitungen ein merkwürdiger Brief, den er aus einer Magenfahrt unbemerkt aus die Straße geworfen hatte. Der Wortlaut dieses Briefes war: „Geständnis des Mörders Fritz Haarmmm." „Ich habe die Gelegenheit, da ich persönlich per Auto durch die Straßen gefahren wurde, um in das Polizeipräsidium zu fahren, diesen Brief der Orfsentlichke.it zu geben. Ich möchte nicht, daß diese Zollen dem Gericht cdcr aber der Polizei in die Hände gelangen, da ich annehnlen muß, daß mein Geständnis der Oeffentlichkei: verenthalten und dadurch ein U n s ch u l d! g e r. Hans Grans, durch das Beil des Henkers zum Tcd« gebracht würde. Möge der ehrliche Finder Gottes Segen in Ewigkeit der Famille und Kindern bringen." Dann folgte eine ausführliche Widerrufung allefi jener Anschuldigungen, die Haarmann während deS Prozesses gegen Grans vorgebracht hatte. Vor den UntersuchungSvichter gepustn, bestätigte den .Widerruf vollkommen, und 0 wMb

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